Abendausgabe
Nr. 7241. Jahrgang Ausgabe B Nr. 36
Bezugsbedingungen und Anzeigenprelle Find in der Morgenausgabe angegeben Redattion: SIB. 68, Cindenstraße 3 Zerafprecher: Dönhof 292-295 Zel- breffe: Sozialdemotret Berlin
Vorwärts
Berliner Volksblatt
7 Goldpfennig
70 Milliarden
Dienstag
12 Februar 1924
Berlei und Angetgenabtetlusgi Gefchäftszeit 9-5 Uhr
Berlegt: Borwärts- Berlag Gmb. Berlin 53. 68. Cindenstraße 3 Fernistecher: Dönben 2508-2592
Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands
Gewerkschaften und Reparationen.
Graßmann vor den Sachverständigen.
die fulturellen Aufgaben
Scharfmacher am Werk.
Gegen Tarife und Schlichtungswesen. Bon Otto Schweizer.
Die Erste Sachverständigenkommission unter dem Borsig| Hausbrands und der Beleuchtung wurden ausführlich dargelegt. Be. Ichen Arbeitgeberverbände", die Spizenorganisation der deut bes amerikanischen Generals Dawes hörte gestern, wie schon fonders beklagte Graßmann, daß furz gemeldet, den zweiten Borfizenden des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes , Genoffen Peter Graß mann, als Vertreter der Arbeitnehmerschaft, insbesondere der freien Gewerkschaften.
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Genosse Graßmann schilderte zunächst die gewerkschaftlichen Organisationsverhältnisse der deutschen Arbeitnehmerschaft und die Stellung der freien Gewerkschaften in ihnen. Er erinnerte baran, baß die freien Gewerkschaften vor allem es ftets gewefen feien, die für die Berständigung eingetreten wären und sich um prattische Borschläge zum Wiederaufbau der zerstörten Gebiete Nordfrankreichs und Belgiens aufs ernstlichste bemüht hätten. Ihr Brinzip fei stets gewefen, die Reparationen dur Sachlieferungen, burch Arbeitsleistungen aufzubringen und dabei zu verhüten, daß neben den Kriegsgewinnlern auch noch Wiederaufbaugewinnler ent ftünden Um diese zu ernähren sei Arbeiterschweiß zu toftbar. Da für aber zu opfern, daß das deutsche Bolt und besonders die deutschen Arbeiter wieder frei würden, seien die Gewerkschaften stets bereit gewefen.
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Die Arbeiter liebten das Kapital nicht.
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Gelte das schon für das deutsche Kapital, so wäre es gegen Natur und Vernunft, wenn sie das ausländische Rapital mehr lieben follten. Daraus ergebe sich auch ihre Stellung zum Friedens. vertrag von Bersailles und zur Bolitit der Santtio nen, die zur Ruhrbesehung geführt habe. In diesen Dingen gebe es feine Trennungslinie im Bolt dem Ausland gegenüber. Genosse Graßmann schilderte dann in eingehenden Darstellungen die Lage der Arbeiter, Angestellten und Beam'en, die mit höchstens zwei Dritteln ihres Friedenseinkommens dies sei durchschnittlich der befte Fall für die stark gesteigerten Rosten ihrer Lebenshaltuna auftommen follten. Er zeigte das an der Hand zahlreicher, aus dem Leben gegriffener Beispiele und verwies auf den erschütternd wirkenden Rüd gang der wirtschaftlichen und gefund. heitlichen Berhältnisse. Angesichts diefer Schwächung ber Biderstandskraft und der Arbeitsfähigkeit sei die Aufrechterhaltung ber sozialpolitischen Einrichtungen unbedingte Pflicht. Wie es aber bamit im argen liegt, zeigte Graßmann an der Lage ber Rrantentassen, ber staatlichen Bersicherung, der Unterftügungseinrichtungen der Gewertschaften, und er wies auf bie tatastrophalen Folgen hin, die fich daraus für die der Fürsorge cm meisten bedürftigen Kinder, Alten und Erwerbsunfähigen er. geben. Die Roften ber miete, ber Ernährung, der Bekleidung, des
Die Sanierung der deutschen Währung.
Der Reichsbantpräsident Dr. Schacht gab heute vormittag einen furzen zufammenhängenden Ueberblid über die Gestaltung unserer Währung, wie sie durch die Beratungen mit dem Experten- Komitee in Aussicht steht
Die in unserer 3mischenmährung fbeckenden Gefahren haben fich erst in den jüngst vergangenen Tagen recht deutlich gezeigt. In bem Ausmaße, in dem die deutsche Wirtschaft Rentenmarktrebite aufnimmt, verstärkt sich die Gefahr, daß die Rentenmart Funktionen fich auszuüben bemüht, die in ihr als einer im Ausland nicht gültigen Währung gar nicht vorhanden sind. So wirken die Ren'en martfrebite, je größer ihr Umfang wird, um fo mehr gefährdend für die Stabilität unserer Währung. Von diesem Angelpunkt aus arbeitete der Reichsbankpräsident vor den Experten feinen Bor schlag der deutschen Währungsreform aus. Die Goldnoten.
daburch höchste Sicherheit gewähren, baß es im Ausland depo. niert wird. Die Geldnerenbant foll ein Kreditgeld, aber nicht ein allgemeines Umlaufmittel schaffen. Damit wären die Gefahren, bie in der Kreditgewährung auf der Basis der Renten mart liegen, beseitigt.
Die Eachverständigentommission hat wefentlich weitergehende Pläne. Sie denkt an eine große, mit internationalen Mitteln aus. a flattete Bant, die das Gesamtproblem der deutschen Währungs farierung löfen foll und zugleich alle Banffunktionen, die aus den Reparet ons ahlungen ermachien, zu erlehinen haben mürde,
Seit mehreren Wochen führt die Bereinigung ber Deut Ichen Arbeitgebercerbände, einen erbitterten Rampf gegen ben fogenannten Tarifzwang. 3hr Anfurm richtet sich gegen aufs schwerste fitten. Die Bekämpfung des Alkoholismus habe in gegen das in der Berordnung über das Schli das staatliche Schlichtungswesen im ganzen, oor allem aber Deutschland von einem anderen Bunft aus angejezt als in den tungswesen vom 30. Oftober 1923 erneut gefeßlich fun gewesen, durch Pflege des Bildungswefens, Borträge, Theater und und des Reichsarbeitsministers selbst zur Berbindlichkeitserklä angelsächsischen Ländern, die Arbeiterbewegung fei darauf bedacht dierte Recht der vom Reichsarbeitsminister bestellten Schlichter Konzerte die kulturellen Bedürfnisse der Maffen zu heben. Angerung von Schiedssprüchen in Gesamtstrditigteiten. Man hat, fichts der Schwächung der Arbeitskraft müffe nun aus prinzipiellen wie aus Rundschreiben der Bereinigung an die ihr ange und kulturellen Gründen um so mehr schloffenen Arbeitgeberverbände hervorgeht, zunächst versucht. den Reichsarbeitsminister durch schriftliche und mündliche Be arbeitung für die Aufhebung der beanstarbeten Bestimmungen in der Schlichtungsverordnung zu gewinnen. Als das nichts half, wurde stärkeres Ge'chüß aufgefahren.
am Achtstundentag festgehalten
merben, und deshalb werde die Ratifizierung des Abtommens von Washington von der deutschen Arbeiter. schaft auf das lebhafteste erstrebt. Eine neue Inflation würde bas deutsche Bolf nicht mehr ertragen, es würde an ihr zugrunde gehen. Die Kommission habe entscheidenden Einfluß auf die Garantierung eines wertbeständigen Geldes, das die Rentenmart ablöse und ein Zahlungsmittel schaffe, mit dem Deutschland ohne den Umweg über fremde Baluten ausländische Produkte taufen fönnte. Es sei höchste Seit daß Entscheidendes geschehe, um in den werktätigen Massen des deutschen Volkes den Glauben an eine beffere 3u. tunft aufrechtzuerhalten.
An die Ausführungen des Genoffen Graßmann schloß fich dann ein längeres Frage und Antwortspiel, das ich hauptsächlich um die Steuergefeggebung brehte. Der Be fragte hob hervor, daß die Arbeiter durchaus bereit feien, im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeiten Steuern zu zahlen, daß fie aber dasselbe auch von anderen verlangten. Die Frage, ob er das deutsche Steuerfyftem in diesem Sinne für gerecht halte, mußte Grafmann ver neinen. Er wies dabei auch darauf hin, daß die deutschen Arbeit. nehmer durch die Lohnsteuer start vorbelastet seien, so daß man für den Bergleich ihrer Steuerbelastung mit jener der Arbeitnehmer anderer Länder nicht allein die indirekte Besteuerung heranziehen bürfte.
Die Aussprache endete mit einem Schlußwort des Bor figenden, der dem Genossen Graßmann für den Freimut und bie Kühnheit seiner Ausführungen in herzlichen Worten dankte.
Heute hört der Ausschuß Herrn v. Siemens als Ber. treter der Industrie und Herrn v. Mendelssohn als Ber. treter der Banten und morgen will er feine Arbeit in Berlin abschließen.
Der Hitler- G fizier meldet sich.
Er wollte einen Spinel fangen?
Der Berfasser des jüngst als Brief eines Hitler- Offiziers Der öffentlichen Berichtes Fritz Goetz fendet, wie uns aus München telegraphiert wird, der" Münden- Augsburger Abendzeitung" eine Erklärung, in der er mitteilt, daß der Brief an einen Angehörigen der nationalsozialis iſchen Eturmabteilung gerichtet war, der schon längere Zeit im Berdacht stand, Spigel Bintsrabitater zu fein. Um eine endgültige Klarheit über diesen Berdacht zu schaffen, habe er beschlossen, den Mann durch einen sich leicht an Tatsachen anichnenden Bericht zu täuschen. Jeder Kenner der Vorfälle werde ihn ohne weiteres leicht als Phantasiegebilde erfennen; irgend einen Wert befize er als wahllos nicdercefchriebene Dichtung nicht
Schon in einem Rundschreiben vom 19. Dezember v. 3. wurden die Mitgliedsverbände angewiesen, fede Mitarbeit bei der Neueinrichtung der staatlichen Schlichtungsausschüsse in Berfolg der Schlichtungsverordnung, namentlich die Benennung der Beisiger zu unterlaffen, bis weiteter Bescheid ergeht. Damit aber nicht genug machte man im gleden Rundschreiben darauf aufmer fam, daß die Betriebsstillegungsverordnung einer fofortigen Schließung der Betriebe als Maßnahme gegen Zwangstarife nicht im Wege steht, da es sich hierbei um Kampfmaßnahmen handelt, auf die die Betriebsstillegungsver ordnung nach deren§ 6 Abs. B nicht in Anwendung fommt". Der Kampf gegen den sogenannten Tarifzwang und den widerspenstigen Reichsarbeitsminister, der mit folchen Maj. nahmen geführt werden foll, ist inzwi chen nitht etwa eingestellt worden, sondern er geht munter weiter. In einem neuen Rundschre ben an die Mitgliederverbände werden zwar gegen die Benennung von Beisitzern für die staatlichen Schlichtungs ausschüsse Bedenten nicht mehr erhoben, dafir wird aber lates gerisch angeordnet: Schiedssprüche, die auf An frag der Arbeitnehmer oder von Amis wegen verbindlich erklärt sind und von den Arbeitgebern als wirtschaftlich nicht tragbar abgelehnt werden müssen, wer den nicht durchgeführt, wobei auch vor der Stilllegung der Betriebe als Rampfmaßnahme und legtes Mittel zur Beseitigung des Tarifznlanges nicht halt. gemacht werden soll."
PP
Selbstverständlich ist man sich in der Geschäftsführung ber Bereinigung" darüber klar, daß diese Art, ben Rampf gegen staatliche Einrichtungen und ihre Amtsausülung zu führen, elbst unter den heutigen Berhältnissen noch 2uffehen erregen dürfte. Deshalb bemüht sich der befannte Gehäftsführer der Bereinigung". Dr. Meisinger, in einen Appell" an die Deffentlichkeit" im Arbeitgeber", der Zeitschrift der Ber einigung", eine gläubige Leserschaft davon zu überzeugen, daß es im tiefften Grunde nur Sorge um das genuine Bohl fei, bie die Arbeitgeberverbände zu ihrem Borge en veranlaffe. nicht fozialpolitische Reaktion", behauptet er,„ cht ein Ampt. laufen gegen jede Sozialpolitik ist mit dieser( finstellung der deutschen Arbeitgeberverbände bezwedt". Sontern es handle sih barum,„ den Boden für eine neue Arbeitsgemein'chaft zu finden, den Tariffchematismus im Intereffe der Arbeiter und Angestellten zu beseitigen, wirtschaftlich vernünftige Arbeits bedingungen für die tarifvertragliche Regelung zu finden und das Reichsarbeitsministerium von vollkommen falschen Be griffen über staatliche Autoritätsaufgaben abzubtingen". Benn man's fo lieft, möcht's leiblich scheiten. Es fann offen ausgefprochen werden, daß die durch die Schlichtungsver. ordnung herbeige ührte Regelung des Schlichtungswesens auch in gewerkschaftlichen Kreisen als unbefriedigend angesehen wird, und in einer anderen als der durch das scharfmacheri che Borgehen der Bereinigung geschaffenen Atmosphäre ließe sich wohl eine Berständigung von Arbeitgebern und Arbeit nehmern über eine andere Regelung denten. Allerdings richten fich die Beschwerden der Gewerkschaften mehr gegen eine andere Seite des heutigen staatlichen Schlichtungswesens. Sie fterium in ben von ihm nach§ 7 der Schlichtungsverordnung beanstanden, zweifellos mit Recht, daß das Reichsarbeitsmini beerfallenen Richtlinien für die Tätigkeit der Schichtungsaus schüsse und der Schlichter fich nicht darauf beschränkt, formale Anweisungen zu geben, sondern daß es den staatlichen Schlichtungsorganen Weisungen darüber erteilt, nelchen In
Es wäre die Aufgabe einer unparteiischen Behörbe, festzustellen, inwieweit die Angaben des vielbesprochenen Briefes und inwieweit die neueste Erflärung des Berfaffers Anspruch auf Glaubwürdigkeit befizen. Das Herr Götz schon in seinem Brief gelogen hat, halten wir für durchaus möglich, die Geschichte vom beabsichtigten Spigel fang aber ist Ausrede und Märchen. Denn der Brief, ift te in es wegs birett vom dressaten unb. fomeit wir feststellen können, gänzlich ohne kine Absicht, in der Redaktion des Borwärts" gelandet. Hierüber den Behörden nähere Angaben zu machen, sind wir gern bereit.
Beruhigung an der Börse.
Der Stillstand des Martrüdganges an ben Aus landsbörsen und die teilweise nicht unbeträchtliche Steigerung ftätigen die von Anfang an ausgesprochene Ansicht der Börke, daß zu irgendwelchen B.fürchtungen für die Mart kein Grund vortest 3m Zusammenhange hiermit verfolgt man mit größtem Intereffe
3mischen den Gedankengängen des Reichsbantpräsidenten und der Auffoffung der Sachverständigen besteht trok ihrer verschiedenen Bläre fachlich weitgehende llebereinstimmung. Die Sachverständigen find the winner Bodh'n vermirt'ichen fönnte. Dr. Edmht ift der der Auffoffung, daß die Reparationsfommission ihre Borichläge Auffan, bak er, wenn diefe B- rwirklichun fich hinauszögere, mit ber Echoffima ber Goldnetenbank, wie er fie fich mit enceren Aufgabenfreis benft, nicht länger a.arten dürfe. Die Sachverständinen Faben auch dies eiritimmig arrrtant Sie erwarten nur, daß bei notenbontein Teil der Gesamtreform werde. Schacht des neuen deutschen Botsd afters v. Hoesch mit Poincaré , bie man, fes Ber 'ahren hat sich das Reichsarbeitsministerium einen Ein einer späteren Termir! idung Schiedssprüche haben sollen. Durch dies ift anderersei's der Auffeffuna, ok auch bei einer Durchführung des soviel von ihrem Jrhalte an der Börse verlautete, ziemlich günstig fluß auf die Gestaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen
Geferty'en's das deutsche Geschäft jener dann entsteherden intermotionalen Sanierunasbart in den Händen der Deutschen bleiben müffe. Auch nach biefer Ridhuna wurde llebereinstimmung erzielt. Der Reichsba- terärbert arbeitt meiter an der erwirklisure feiner Bläre, er hofft, das Fe sumal fie in bereinstimmung mit Der Grundaufaffura der Fatverständigen stehen, in absehbarer Seit zu einem Erfolge zu führen vermögen.
Die rheinische Frace. Verhandlungen zwischen Macdonald und Meerfeldt. Köln , 12. februar.( Mtb.) Der Reichstagsabgeordnete Gen Meerfelti hat sich gestern im Flugzeug nach Lonbon begeben, um mit dem Premierminister Macdonald über rheinische Fragen zu verhandeln. Die Verhandlungen erfolgen im Einvernehmen mit der deutschen Regierung.
beurteilt.
En mar auch bereits heute ein Nachlassen der
Nervosität am Devisenmarkte undertennbar, wenn auch der wirkliche Bedarf verschiedener Industrien, namentlich der Textil. industrie noch ziemlich umfangreich ist. Infolgebeffen wurden die Devisen wiederum in ziemlich geringem Umfange zugeteilt. Die Tendenz des Effettenmarties, war am heutigen Tage ziemlich zurüdhal end. Um Rentenmartt entwidelte sich ein äußerst lebhaftes Geschäft.
Mahregelung einer Markiturzbank. 28TB. meldet: Eine befannte erste rheinische Bant. firma hat in den letzten Tagen entgegen den Bestimmungen ber Devisenordnung Tevisen in hohem Betrage zum Stauf angemelbet, für welche weber Bedarf noch Deckung vorlag. Die Reichsbant hat der Firma daraufhin das Girotonto entzogen unb ben Rredit gesperrt.
verfchafft, der weit über das zulässige Maß hinausgeht und der fich, wie die Erfahrung zeigt, bisher feineswegs zugunsten ber Arbeitnehmerschaft ausgewirkt hat. Auch das heutige Berjahren bei der Berbindlicherklärung von Schiedssprüchen in Tarife ftreitigkeiten erscheint nicht nur vom Arbeitgeber, fondern auch vom Arbeitnehmerstandpunkt aus anfechtbar. Es ist be tannt, daß bei der Beratung der Schlichtungsverordnung im Bort. Reichswirtschaftsrat Arbeitgeber- und Arbeitnehmerver treter fich auf den Vorschlag verständigt hatten, di Berbind licherflärung von Schiedssprüchen in Gesamtstreifigteiten von dem mit qualifizierter Mehrheit zu faffenden Beluß einer unter unparteiischer Leitung stehenden, paritätise belegien Schli tunastammer abhängig zu machen.
as aber diesen Weg ungangbar macht, ist vor allem ber Umstand, baß die Arbeitnehmerschaft begründete utfache hat