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Abendausgabe

Nr. 148 41. Jahrgang Ausgabe B Nr. 74

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Vorwärts

Berliner Volksblatt

5 Goldpfennig

50 Milliarden

Donnerstag

27. März 1924

Berlag und zeigenabteilung) Geschäftszett 9-5 Uhr Berlager: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin SW. 68, Cindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-2507

Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands

Aufmarsch der Induſtriekapitäne.

Vorbereitung der Wahlen.

was die Epoche des Währungszerfalles gekostet hat,

der Deckung des notwendigen inländischen Bedarfes gilt es, qui dem Weltmarkt im friedlichen Wettbewerb zu ringen, um des, dessen wir bedürfen. Daß es ohne ein Höchstmaß

reichen ist, ist Blar.

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Nur mit dem innersten Widerstreben und nur in der Erkenntnis der Unabwendbarkeit hat die Regierung der Bevölkerung diese wie andere schwere Lasten auferlegt. Glaubt nun einer von ihnen,

Was sich heute im Hause der Oper am Königsplatz abspielt, ist schleier der Inflation zerrissen ist, die Lage unserer Wirtschaft und auf eine blühende und leistungsfähige Industrie angewiesen. Neben fymptomatisch für die weitere Entwicklung der Berhältnisse des Staates prüft, der weiß, im deutschen Unternehmertum. Die Großorganisation der Industrie hat sich mit der Vereinigung der Arbeitgeberverbände, die sozusagen kaufmännische Abteilung mit der scharfmacherischen zu einem Kongreß zusammengetan. Der Reichskanzler, der Arbeitsminister und der Wirtschaftsminister sind zu Gast geladen. Neben ihnen sah man Dr. Stresemann, Dr. Jarres, Luther, Deser, Graf Kaniz, die preußischen Mi­hifter v. Richter, Siering und Hirtfiefer, den Chef der Heeresleitung General v. Seedt, Oberbürgermeister Böß und die bekanntesten Führer der bürgerlichen Parteien beider Parlamente. Außerordentlich zahlreich war auch das Militär mit einer Reihe von Befehlshabern vertreten.

Der frühere Krupp- Direktor und volksparteiliche Rechtsmann Dr. Sorge hielt die Begrüßungsansprache.

Wir sehen die deutsche Zukunft dunkel und unsicher vor uns liegen. Nur ernsteste Arbeit, festester Wille, äußerste Sparfamkeit und nationale Geschloffenheit fönnen uns vor weiterem Niedergang bewahren. Durch Stabilisierung unserer Währung und Schaffung der Goldnotenbank ist die Hoffnung auf Gesundung gekräftigt. Der angedeutete kaum wirklich begonnene Aufstieg kann aber nur fort­geführt werden, wenn

der fann nicht im Zweifel darüber sein, daß kein vernünftigere i stungen an Kopf- und Handarbeit nicht zu er Mensch in Deutschland daran gedacht haben kann, uns zu solchen wahn­witzigen Methoden der Selbstenileibung zu treiben. Seit Kriegsende war unser aller Sinnen und Trachten die Aufrechterhaltung unseres nationalen Daseins, die Schaffung eines neuen lebensfähigen Reiches auf den Trümmern des alten. Wenn wir heute etwas aufzuatmen vermögen, wenn nach den langen Jahren fehlgeschlagener Hoffnungen darf, dann ist es und ich glaube da feinen Widerspruch zu er= wieder etwas Zuversicht in die Zukunft in unsere Bruft einziehen fahren doch nur deshalb, weil es uns gelungen ist, wieder etwas festen Boden unter die Füße zu bekommen, weil

wir wieder mit Pfennigen rechnen können und nicht mehr unterzugehen drohen im Strome der Billionen ziffern. Wir haben noch einen langen schweren Weg zu gehen, ehe wir wieder aufatmen. tönnen. Kaum einige Wochen trennen uns noch von jenem entscheidenden Tage, von dem schon der verehrte Borfizende sprach, an dem der Bestand des Reiches vor neue Un­gewißheit und Unruhe gestellt sein wird. Mit wehem Herzen, aber voll Stolz, gedenken wir unserer Brüder an Rhein und Ruhr. Deutsch ist das Land und deutsch , nur deutsch und echt deutsch sind feine Bewohner.( Lebhafter Beifall.) Dort schlägt das Herz der deutschen Wirtschaft, ohne daß Deutschland nicht leben und nicht damit verbundenen

Fragen der Reparation,

müssen endlich in Einklang mit den Forderungen der Bernunft und Gerechtigkeit entschieden werden, damit die Menschheit Das frei aufatmen und friedlicher Arbeit sich zuwenden kann. deutsche Belt aber ist wie immer seither gewillt, die aus dem verlorenen Kriege fich ergebenden Folgen bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit auf sich zu nehmen. Bon dieser Last aber haben wir alle unser schweres Teil zu tragen. Ich fann es verstehen, wenn das innere Gefühl manches guten deut­ schen Mannes sich aufbäumen möchte in dem Gedanken, daß diese Lasten ihren Ursprung nehmen aus der Lüge von der alleini gen Schuld Deutschlands am Weltkriege.( Lebhafter Beifall.) Wir müssen uns die Frage vorlegen, wie wir so sicher und schnell als möglich aus dieser wirtschaftlichen und politischen Erdrojjelung herauskommen, in die wir so tief verstrickt sind. Das Urteil jedes Einsichtigen wird dahin gehen müssen, daß

außenpolitisch der auf uns lastende Drud gemildert wird und wenn das deutsche Volk seine innere Zerrissenheit überarbeiten kann. Die Fragen, die dort der Lösung harren, und die windet. Unsere Aufgabe ist es nicht, Schwierigkeit und Unklarheit der politischen Lage zu behandeln. Aber es muß auch hier ausge­sprechen werden, daß ohne rasche und klare Lösung der Repa rationsfrage Deutschlands Wirtschaft in wenigen Wochen vor der schwersten Krise stehen wird. Im Vordergrund der Gefahren stehen die Micum Berträge, die untragbar sind. Es ist erflärlich), wenn von den erwarteten Vorschlägen der ausländischen Sachverständigen nicht allzu viel erwartet wird, obwohl zum ersten Male sich hier ein Gremium von als hervorragend bekannten Wirt­schaftlern und getragen von dem festen Willen eine Lösung zu finden, mit der Frage beschäftigte. Bor optimistischen Erwartungen muß gewarnt werden. Die Industrie muß sich der drohenden neuen Belastung bewußt sein. Voraussetzung für die Aufnahme Dieser Lasten muß sein, daß Umfang und Form nicht zu einer vollen Preisgabe der wirtschaftlichen Selbständigkeit Deutschlands führe. Die von uns geforderte Sicherheit kann also nur in einer ablösbaren Berpfändung, nicht in einer dauernden Enteignung gewährt werden. Bur Durchführung der mit den zu erwartenden Leistungen verbunde nen Maßnahmen ist die Geschlossenheit des deutschen Voltes Voraussetzung. Wenn gesagt wird, daß die Industrie nicht opferwillig genug für intellektuelle Aufgaben sei, so ist das zu be= dauern und zurückzuweisen.

Die gemeinsame Tagung der beiden großen Spizenorganisationen soll für eine enge und verständnisvolle Zusammenarbeit eintreten. Staatsautorität, verständige Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die großen kulturellen Aufgaben des gesamten Volkes find die drei Themen, deren richtige Behandlung für die Zukunft Deutsch 'ands nach Lösung der außenpolitischen Fragen lebenswichtig ist. Die Gebiete der Sozial­politik und der Wirtschaftspolitik überschneiden sich und greifen gleich zeitig auf das von allen Lebensfragen untrennbare politische Gebiet über. Sowohl die Sicherung der Staatsautorität wie die 3u= sammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeit= nehmern bedürfen bei uns in vielem der Besse rung. Bei Zweifeln über den Weg sollte doch darüber eine einheit Liche Auffassung sein, daß Meinungsverschiedenheiten nicht iden'isch find mit Berschiedenartigkeit der Gesinnung und der erstrebten Ziele. Wir müssen uns daran gewöhnen, in abweichenden Meinungen nicht ohne weiteres abweichende Gesinnung zu erblicken und uns bemühen, fachlich und vorurteilslos die Gedankengänge anderer zu prüfen. So werden wir viele Schärfen vermeiden und die Möglichkeit der Berständigung vergrößern,

Hierauf ergriff der

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Reichskanzler Mary mit lebhaftem Beifall begrüßt, das Wort und führte etwa folgendes

aus:

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Ich benutze gerne den Anlaß dieser bedeutsamsten Kundgebung der gesamten deutschen Industrie, um einige Probleme zu erörtern, die mir als im Augenblick brennend und entscheidend für die Zukunft unseres Volkes besonders am Herzen liegen. Das Hauptproblem der gegenwärtigen Wirtschaftslage darüber dürfte wohl nur eine Stimme sein ist die Aufrechterhaltung unserer Währung: sie bildet den Ausgangspunkt eines jeden Wirtschaftsauf baues. Mit ihr steht und fällt unsere Zukunft. Sie alle wissen, welche harte Maßnahmen erforderlich waren, um den Notdeich gegen die Vernichtung unferer nationalen Existenz, gegen die furchtbare, von uns freilich nicht verschuldete Währungszerrüttung aufzurichten. Niemand ist sich mehr bewußt, als das gegenwärtige Kabinett, daß es sich hier um einen unter dem Drud einander überstürzender Er­eignisse errichteten Notbau handelt, der nicht allen Anforderungen entspricht, der ohne Zweifel noch Mängel aufweist und der Aus­besserungen bedarf, sobald der Druck der Verhältnisse es zuläßt. Heute aber, wie von mancher Seite gefordert worden ist, jetzt wesent­liche Aenderungen an dem zu errichtenden Bollwert vornehmen zu mollen, das wäre nationaler Selbstmord. Keine der schweren Verantwortung für das Geschick des Volkes bewußte Staatsleitung könnte ein solches Unternehmen zu lassen. Man hat auch im Auslande böswillig oder mit Kenntnis der Sachlage die Meinung verbreitet, die deutsche Regierung, die deutsche Industrie, habe den Zusammenbruch der Währung absichtlich herbeigeführt. Durch diese diabolischen Mittel scharrien andere ingeahnte Reichtümer zulammen. Wer heute, nachdem der Nebel­

uns jede Gewalfanwendung nur noch tiefer in das Unglüc hineintreibt; denn mit Spazierstöden fönnen wir nicht gegen Tanks und schwere Geschütze ankämpfen. Nur durch einen Appell an die wirtschaftlichen Vernunft der Welt, der sich auswirkt in schwieri­gen Verhandlungen über dasjenige, was Deutschland an Reparationen zu leisten vermag, können wir etwas erreichen. Bon diesem Gedanken getragen, hat die Reichsregierung die Sachverstän­digenausschüsse in Paris durch Bereitstellung von Material und durch Entiendung von Auskunftspersonen zu fördern gesucht. Die Ge­rüchte, das ist ohne weiteres flar, wonach die Reichsregierung sich schon gebunden habe, find unrichtig. Ich lege Wert darauf, hier festzustellen, und zwar nach allen Richtungen hin, daß wir ben fommenden Sachverständigengutachten in voller Freiheit der Entschließung gegenüberstehen.( Bravo.) So stehen wir

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wieder vor neuen schweren Entscheidungen,

die vielleicht unser Volf in harte innere Kämpfe führen. Leicht ist es in den Tagen des Glücks, seinem Lande zu dienen, lobenswerter aber, in den Tagen der Drangfal es nicht zu verlassen. Mehr als je ist das deutsche Volk in seinen Eristenzmöglichkeiten

daß man draußen für uns in die Schranken tret n würde, wenn wir durch Innehaltung des achtstündigen Arbeitstages nicht zu er­füllen vermöchten? Man soll die Schuld suchen, wo sie ist, nicht aber bei uns. Das deutsche Volk ist und bleibt eine Schicksalsgemeinschaft, in der alle Schichten auf gemeinsames Gedeihen und Verderb un­löslich miteinander verbunden sind. Wer diese Verbundenheit zu jamkeit, auch nicht im Sinne feines eigenen wohlverstandenen Inter­fprengen versucht, der handelt nicht im Sinne wahrer Boltsgemein­esses; um eines furzen Augenblidserfolges trägt er 3wiespali in die Reihen feines Volkes, das im Daseinstampfe steht. Es geht um Höheres, als um den Streit, wer Herr und wer knecht sein soll.

Nach dem Kanzler sprachen noch Reichswirtschaftsminister Hamm und Reichsarbeitsminister Dr. Brauns.

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Für die Republik , aber gegen den Sozialismus. Ueber Staat und Wirtschaft sprach der Stinnesmann Generaldirektor Vögler: Die Industrie habe das größte Interesse an einem gefestigten Staatswesen.(?) Wenn die Industrie eine politische Richtung verfolgt hat, so sei es die, die alten Grundsäge bewährter Wirtschaftsführung wieder herzustellen und in Einklang zu bringen mit den Lohn- und Arbeitsverhältnissen. Die fulturellen Einrichtungen und Aufwendungen, die Lage des Mittelstandes seien direkt abhängig von der Höhe der Produktion. Als die Produktion um 30 Proz nach der Revolution sank, wurde ein Drittel unseres Mittelstandes arbeitslos, soweit er nicht im Leerlauf der Wirtschaft und des Staates verwandt wurde. Es fönne also auch in Zukunft eine Befferung der Lage der Arbeiterschaft und des Mittelstandes nur davon erhofft werden, daß die Industrie ebenso wie die Landwirt­fchaft wieder voll in Gang fäme und mit Ertrag arbeite. Es wäre verhängnisvoll, wenn es einer gewiffen parteipolitischen Berhekung gelingen würde, einen Sozialismus des Mittelstandes wach zu rufen. Diese Demagogie würde dem Mittelstande selbst und dem Vaterlande schwersten Schaden zufügen, so wie die fozialpolitische Hehe der letzten dreißig Jahre endgültig zum schweren Schaden der Arbeiter­fchaft und unseres ganzen Volkes, die Wirtschaft eingeschlossen, aus­geschlagen sei. Das politische Interesse der deutschen Industrie sei in der Borkriegszeit, wo der Staat die privatwirtschaftliche Ordnung anerkannte und den Schuß der nationalen Arbeit auf­Konflikts eingestellt gewesen. Die Parole des Klaffen­recht erhielt, vor allem auf die Beilegung des sozialen fampfes und des Klassen basses habe letzten Endes den

Zusammenbruch des Staates herbeigeführt. Die Judu­strie mußte zu den nachrevolutionären von der sozialistischen Ten­denz beherrschten Staat in Opposition treten. Man wirft der In­dustrie vor, keine politischen Ideen gehabt zu haben. Aber die Grundvorstellung, die sie von Staat und Wirtschaft gehabt habe, habe sich als richtig erwiesen. Die Industrie werde den heutigen Staat freudig unterstützen, wenn der Staat den Kampf gegen den Klaffenhaß aufnimmt, das Volk von dem sozialistischen Wahn frei­macht, auf ein gegenseitiges Verstehen der verschiedenen Berufe und Volksschichten hinwirkt und das Gefühl der nationalen Gesinnungs­gemeinschaft fördert. Die Industrie lege den größten Wert gerade auf diese geistige Erneuerung unseres Volkes..."

Kasperle- Theater in München .

Ludendorff will nach Walhalla .

BS. München, 27. März.

Die Angeklagten haben ihren ursprünglichen Entschluß, auf das letzte Wort zu verzichten, wieder umgestoßen, nachdem Hitler eine große Rede angekündigt hatte. Beim Erscheinen im Gerichtssaal wurde Hitler lebhaft begrüßt; feine jüngeren Anhänger standen stramm, während die Damen mit den Taschen= tüchern winften.

Oberstleutnant Kriebel nahm als erster das Wort: Er sei in der schwersten Lage, da er seine Verteidigung am stärksten habe teschränken müssen. Die Staatsanwaltschaft hat auf meine Lage feine Rücksicht genommen. Wenn die Staatsanwaltschaft nach jeder geheimen Sizung behauptet, der Marsch nach Berlin sei nicht ge plant gewesen, so ist das nur eine Geste.

Ich erkläre am Prozeßende feierlichst: der Marsch nach Berlin war vorbereitet.

Der Staatsanwalt hat behauptet, ich hätte mehr gewußt als ich ge­sagt habe. Ich bin als Angeklagter mehrlos und kann auch von den Mitteln nicht Gebrauch machen, die mir als Offizier gegen einen Beleidiger meiner Ehre sonst zur Verfügung stehen. Ich bin als Offizier in Ostafrika schon im Feld gestanden, als die Altersgenossen des Herrn Staatsanwalts noch auf der Schulbank faßen. Für das, was ich am 8. und 9. November angeordnet, über. nehme ich jede Berantwortung und bitte den Herrn Staatsanwalt, daß die Haftbefehle gegen meine Freunde aufgehoben werden. Was ich getan, halte ich für richtig Ich würde es heute nochmals tun. nur durch die Tat fann Deutschland geholfen werden. Unjere Tat ift gescheitert an der Lüge und dem Workbruch dreier ehrgeiziger Gesellen,

Borf.: Diesen Ausdrud rüge ich.

Darauf nahm Oberlandesgerichtsrat Pöhner dus Wort: Ich habe ein gutes Gewissen und schäme mich meiner Lat nicht. Was war denn das für ein Staat, der im November 1918 ge­schaffen wurde?

Ein Volksbetrug von Juden, Deserteuren und bezahlten Landes­verrätern ist verübt worden. Diese Regierung ist feine von Gott gewollte Obrigkeit im christlichen Sinne, sondern es find

Gewalthaber, wie die Franzofen am Rhein . Erotische Machthaber sind diese raffenfremden Gesellen. Der sogenannte Reichspräsident ist nicht vom Volk gewählt, sondern von einem Klüngel auf den Thron gesezt. Er hat Hochverrat getrieben, wie ein Verfahren bewiesen hat! Vors. Es besteht noch ein Verfahren gegen Dr. Gansfer. Pöhner: Man will das Verfahren vor willfährigen Gerichten in Berlin aufziehen. Das ist ein Beweis mehr, daß es sich um Pseudo- Obrigkeiten handelt. Diese Obrigkeiten waren nicht die Träger einer sittlichen Staatsidee. Ich weiß, wie hohe Staatsbeamte darauf bedacht waren, aus dem Staatsbetrug Borteile für fich herauszuschlagen.

Wer von den Beamten ist denn bereit, für die nene Obrigkeit zu fämpfen und zu sterben? Ich habe diese Frage einem Ministerial­direktor in Berlin vorgelegt, ob er bereit fei, für den Ebert. Frigen zu sterben. Das verneinte er und so ist diese Obrigkeit für mich erledigt. Ich bekämpfe sie und habe diese Anschauung meinen Borgesetzten fogar schriftlich gegeben, als man mich über den