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Abendausgabe

Nr. 25441. Jahrgang Ausgabe B Nr. 128

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Vorwärts

Berliner Volksblatt

5 Goldpfennig

50 Milliarden

Sonnabend

31. Mai 1924

Berlag und Anzeigenabteilungs Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin Sm. 68, Lindenstraße 3 Jernsprecher: Dönhoff 2506-2507

Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands

Der alldeutsche Staatsstreich- Versuch.

Seeckt als Zeuge gegen Claß. Ein General, der nicht dumm genug" war.

General von Seedt, der viel Umworbene, hat heute als Beuge in dem Mordprozeß Thormann ein neues und nettes Wort geprägt: Die Leute, die ihn im letzten Herbst und auch sonst bestürmten, die Diktatur zu übernehmen, suchten einen General, der dumm genug sei, auf fie hereinzufallen. Ich war nicht der Mann". In München war ein General hereingefallen. Aber der hieß nicht Seedt, sondern Ludendorff. Das Boltsgericht sprach diesen nachher frei, während es seine Kumpane gelind verurteilte. Und sogar der Freigesprochene empfand den Freispruch als eine Schande.

General von Seedt ist nicht auf die vielfachen Sirenen gefänge hereingefallen, die damals rund um ihn herum ange­ftimmt wurden. Was hat der Maurenbrecher, der Feder führende des Justizrats Claß, fich im Herbst nicht Mühe ge­geben, Seedt von der Notwendigkeit zu überzeugen, er dürfe bie vollziehende Gewalt, die ihm auf Grund des Ausnahme­zustandes übertragen war, nicht wieder aus der Hand legen, phne eine vollkommene Umtehr in Deutschland herbeigeführt zu haben. All die Konventikel und Verschwörerklubs, die da­mals aus dem Dunkel hervortrochen, um nationale Dittatur" spielen zu helfen, witterten, daß sie in Seedt einen Mann vor­fanden, der nicht ein Spielzeug in den Händen von Aben Beurern fein möchte.

Deshalb tobt die Gesellschaft sich in Briefen und Geheim­Tonferenzen aus. Claß mill, wie er sagt, die echte Dit. tatur"; Seedt meint ganz richtig:" Verfassungsbruch und Staatsstreich". Claß windet sich wie ein Ver zweifelter. Immer wieder verlangt er den Ausschluß der Deffentlichkeit. Seedt sagte ruhig, es ist nichts Staats. fährliches dabei. Das Gericht tut dem alldeutschen Führer" nicht den Gefallen, ins Dunkel der Geheimfizung zu verschwinden.

Da tauchen die Briefe auf, die bei Claß gefunden find. Der Generalstaatsanwalt wirft einen nach dem anderen in die Debatte. Claß wird immer verwirrter. Die Verteidiger pro­testieren, beantragen Gerichtsbeschlüsse, behaupten, diese Briefe hätten nichts mit Thormann- Grandel zu tun und dürften des­halb nicht verlesen werden. Aber, aber! Beleuchten sie nicht allen Enden spielten, um die Republik und den Schildhalter Eberts", wie verächtlich und haßerfüllt General Seedt genannt mird, zu stürzen. Und gewinnt nicht so das Geständnis Grandels ein ganz anderes Gesicht, als es ohne nähere Kenntnis des Briefwechsels aufzeigte? Die Verteidiger werden mit Recht nervös. Sie sehnen sich wahrscheinlich nach München , wo so indiskrete Fragen nicht gestellt zu werden pflegen. Eines nur ist unklar. Warum hat der Generalstaats­Warum hat der Generalstaats­anwalt, der jetzt die Korrespondenz des alldeutschen Ver­schwörers der Deffentlichkeit preisgibt, diesen Mann außer Berfolgung gefeht und ihm dadurch sozusagen seine Straflosig teit im voraus bescheinigt? War der Bersuch, den Inhaber der vollziehenden Gewalt zum Staatsstreich zu verleiten, nicht an fich schon eine strafbare Handlung? Warum darf der Claß und seine Trabanten noch heute das große Wort führen, ohne als Hochperräter, wenigstens der Absicht nach, gebrand­martt zu werden?

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Der Prozeß gegen Thormann- Grandel wächst sich immer mehr aus zu einem Prozeß gegen die Verfassungsbrecher und Staatsstreichler, die hinter den Angeklagten standen. Am Montag soll der Döltische Abgeordnete Graf Ernst Reventlom vernommen werden, der der Zeugenbeein fluffung zugunsten des Claß dringend verdächtig ist. Heute wurde im Gericht behauptet, Reventlow sei tranf. Ob er bis Montag gesund und vernehmungsfähig fein wird, bleibt ab­zuwarten. Er wird auf den Parteisekretär Tettenborn einen nicht geringen 3orn haben, der ihm zu dieser Zeugenladung perhalf.

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Im Prozeß gegen Thormann und Grandel wurde heute zu­nächst der Gefretär Gilberts, Trepte, vernommen, Darauf er folgte die Aussage des

Generals von Seedt.

Borf: Glauben Sie, daß es notwendig ist, die Deffentlichkeit auszuschließen?

General v. Seedt: Es sind teine Staatsgeheimniffe dabei. Ich erfuhr von dem Attentat durch den Reichskommissar für die Deffent. liche Ordnung. Ich kannte beide Angeklagte nicht.

Borf.: Glaubten Sie, daß die ernstliche Abficht vorlag. Sie zu

befeitigen?

General v. Seedt: Das ist schwer zu sagen. Befremdend ist nur, daß man die Tageszeit herausgriff, die regelmäßig zum Reiten festgefeßt mar.

Borf.: Sie fennen Herrn Claß?

General v. Seedt: Ich hatte ihn einige Male gesprochen. Dann war er auf mein Bitten lange Zeit nicht da und fam im Sep. tember vorigen Jahres zum letztenmal.

Borf: Was wünschte Herr Claß?

General n. Seedt: Das ist pofitio schwer zu jagen, denn mit Bestimmtheit konnte man nicht sagen, was er eigentlich wollte. Er glaubte, er hätte zahlreiche Berbände hinter sich und könnte einen Umschwung der Berhältnisse herbeiführen. Claß gehört zu den Leuten, peren politisches Denten in dem Wort zujaumenfließt: Es wuk

irgend etwas geschehen." Die Herren suchen den General, der dumm genug ist, auf sie hereinzufallen. Das bin ich nicht.

Unsere Unterredung schloß damit, daß ich sie nicht im Zweifel ließ, daß ich jeden Umffurz, ob von rechts oder links, mit allen Mitteln begegne.

Ob ich fagte: Ich schieße bis zur letzten Patrone", weiß ist nicht. Solche Aeußerungen liegen mir nicht. Aber im Sinne hat er mich richtig verstanden.

lich demacht, daß Sie ihn nicht mehr zu sprechen wünschen? Generalstaatsanwalt: Haben Ste Herrn Claß deut­lich demacht, daß Sie ihn nicht mehr zu sprechen wünschen?

General v. Seedt: Nein.

Justizrat Hahn: An dem Tage fanden viele Unterredungen statt. 2 uch mit herren vom Landbund. Liegt da nicht eine Bermedyflung vor?

General v. Seedt: Nein. Juffizrat Claß hat mir teine be­fimmten Umffurzvorschläge gemacht, aber fein Streben ging doch in dieser Richtung. Borf.: Herr Justizrat, äußern Sie sich, bitte.

Claß leugnet.

Juftizrat Cla: Die Schilderung des Herrn Generals ffimmt mit der Wahrheit nicht überein. Mir ist es unfaßbar, daß, wie ich Person fert. Meine Aufgabe der ganzen Jahre ist es, zusammen ichon dem Untersuchungsrichter fagte, der General fidh so in meiner zuhalten, was da ist, und daß ich Dinge verhindert habe, die fich vor bereiteten. Ich möchte General v. Seedt gewiffe Dinge ins Gedächt­nis zurüdrufen, aber unter Ausschluß der Deffentlichkeit. Ich übe Selbstzucht. Wenn ich aufgeregt wäre, wäre ich schon vor 15 Jahren ins Irrenhaus gekommen. Um ein Bild zu brauchen.

Ich habe mir einen Generalstab geschaffen,

| antwortete: Das Münchener Unglüd bat als Glüd die Kehrseite gehabt, daß Erz. v. Seeckt die Mittel in die Hand bekam, die Ver. hältnisse legal zu ordnen. Der Inhaber der vollziehenden Gewalt ist meiner Ansicht nach berechtigt, ein Ministerium zu entlassen oder den Reichstag aufzulösen. So wie Kahr den Bayerischen Landtag hätte nach Haufe fchiden tönnen."

General v. Seedt: Das, was Herr Claß mir vorschlug, war ein Verfassungsbruch und Staatsstreich.

RA. Sad: Erzellenz meinen also, daß man legal den Um­schwung 1923 nicht herbeiführen fonnte. General v. Geedt: Nein.

Justizrat Claß: Ich bitte um Ausschluß der Deffentlichkeit, um mich über die Unterredung zu verbreiten. Borf.: Ich lege fein Gewicht auf die Erörterung dieser Frage. RA. Bloch: Ich stelle den Antrag, Herrn Claß nicht weiter in den Dingen der Antlage zu vernehmen. Generalstaatsanwalt: Der eben angezogene Brief

fährt fort:

Unser Ziel ist dasselbe geblieben und wird mit Militär weiter verfolgt. Vielleicht führt der Steg zum Ziel. Dr. Sad: Hat Herr Claß den Brief geschrieben? Generalstaatsanwalt: Es ist die Abschrift eines bet ihm gefundenen Briefes.

Borf.: Von wem stammt der Brief?

Justizrat Claß: Ich habe den Brief an Herrn Bongards ge fchrieben.

Bor: Dann äußern Sie sich darüber.

Justizrat Claß( spricht so leise, daß nichts verständlich ift): 3ch habe Tag und Nacht gearbeitet für die echte Dittatur. Der Sag dürfte sich auf das Scheitern der Pläne für das Direktorium und die Münchener Pläne beziehen. Der Zustand, in dem wir uns heute befinden, tommt daher, daß damals nicht reine Arbett gemacht wurde.

Bori: Haben Sie auch Grandel von der echten Diktatur ge­Juftigrat Claß: Gewiß.

der weiß, was er zu tun hat, wenn es darauf ankommt. Erzellenz Seedt tonnte aus meinen Worten nicht das entnehmen, was er heute dartut. Ich wollte wissen, ob die Reichswehr sich hinter Erzellenz Seedt stellt. Die Unterredung ging davon aus, daß ich sagte, Deutsch- sprochen? land fönne nur durch die Reichswehr gerettet werden und daß alle pflichtbewußten Männer sich an Erzellenz Seedt anlehnen müßten. Ich hörte damals, daß etwas in der Luft lag. Ich Erzellenz Seedt nannte mir wollte von Erzellenz hören, ob man die Dinge laufen laffen sollte.

fünf Namen, die als verdächtig in Frage famen.

nicht genannt wurde. Ich bin also fein Denunziant. Seedi fagte, Ich wunderte mich, daß der Name, der mir am nächsten lag, das sind Verbrecher und bat mich, auch meinerseits Einfluß auszu­üben, wo ich fonnte. Ich sagte, aber wenn es doch losginge? und Era Seedt fagte: Adh. Sie meinen von rechts, dann würde ich ebenjo rüdsichtslos schießen, wie gegen die Kommunisten. Das ist unantastbar richtig. Ich wollte haben, daß nichts geschieht. Aber ich size in Berlin und da ich wollte, daß man in Bayern wiffe, wie die Reichswehr stände, habe ich mit Dr. Grandel darüber gesprochen. Generalstaatsanwalt: Herr Claß müßte Auskunft anderer Meinung über die Notwendigkeit Seedts war. geben, ob er nicht nach dieser Unterredung mit Exzellenz Seedt

Claß: Seit zwei Jahren wird mir alles in die Schuhe geschoben, die Ermordung Rathenaus, die Münchener Vorgänge usw. Ich bin froh, wenn ich mich hier aussprechen darf. Ich habe immer betont, Deutschland fönne mur gerettet werden, durch enge Zusammenarbeit der nationalen Kreise und des Heeres. Damals stand Erz. Seedt noch nicht an der Spize des Heeres. Ich habe gepredigt, daß es ver. mieben werde, daß die

Wiedergeburt beginne mit einem Treubruch des Heeres. Nun soll ausgerechnet ich Erz. Seedt zu einem Treubruch verleitet haben.

R.A. Bloch: Mit ist die Einstellung des Generalstaatsanwaltes gegen Herrn Claß nicht flar. Herr Justizrat Claß ist nicht Ange flagter, sondern Zeuge, Das Verfahren gegen ihn ist fallen gelaffen worden. Ich möchte sonst bei weiteren Fragen jedesmal um einen Gerichtsbeschluß bitten.

Generalstaatsanwalt: Ich bitte um Verlesung der bei Herrn Claß gefundenen Schriftstüde. Da ist zuerst der Brief an Herrn Bang am 27. Oftober 1923 über das Verhalten gegenüber der Reichsregierung. Es heißt:

Die friedliche Ueberleifung muß unter allen Umständen ver­hindert werden. Wir wollen den Schweinehunden energisch zu Leibe gehen.

R.-A. Dr. Sad: Ich bitte um Gerichtsbeschluß. Die Berlesung eines Briefes ist nur gestattet, damit sie die Aussage eines Zeugen erfetzen foll.

Justizrat Hahn: Herr Claß und ich bitten um größtmögliche Klärung, aber wir bitten, daß nicht Sachen in die Verhandlung gebracht werden, die nicht dazu gehören. Das Schreiben bezieht sich auf die Verhältnisse im Rheinland , aber nicht auf Claß oder Grandel.

Suftizrat Hahn: War damit die Befeifigung v. Seedts gemeint? Justizrat Claß: So ein Higtopf bin ich nicht, daß ich so etwas schreibe.

Generalstaatsanwalt: Es folgt ein Brief aus Stuttgart von einem Profeffor, dessen Namen ich nicht nennen Bekenntnis der Legalität das Urteil gesprochen. Seedt ist jetzt keine möchte:" Seedt ist der Schildhalter Eberts, Seedt hat fich durch das Frage mehr. Sein Rätsel ist gelöst. Er ist die verhängnisvolle Bersönlichkeit, die die Beseitigung der heute unheilvollen Zustände verhindert. Seedt ist der Mann mit der eisernen Maske. Herr Claz antwortete:

Herr Seedi ist kein Mann mit der eisernen Maste, teine Sphyng mehr. Er ist durch sein Festhalten an der Cegalität in eine ver­hängnisvolle Rolle geraten."

Justizrat Claß: Jawohl, das ist meine Anfitch heute noch. Vorf.: Haben Sie Grandel darüber gesprochen? Justizrat Cla ß: Sehr möglich.

R.A. Sa d: Das Verhalten des Herrn Generalstaatsanwalts ist mit der Rechtsprechung nicht vereinbar. Ich behalte mir alles weitere vor.

Generalstaatsanwalt: Es ist noch weitere Korrespon denz bei Herrn Claß gefunden worden. Am 19. Januar hat Herr R.A. Eppstein aus Augsburg nach der Verhaftung Grandeis an Herrn Claß geschrieben. Auf den Brief hat Herr Claß geantwortet:

Stehe Dienstag zur Verfügung. Finanzrat unterwegs. R.A. Dr. Sad erklärt, daß das Gericht über die Verlesung zu entscheiden habe. Das Gericht wolle entscheiden, daß das Vorgehen des Generalstaatsanwaltes mit der Rechtsprechung un vereinbar sei. Ich bitte um Brotokollierung, daß der General­

ftaatsanwalt ohne Beschluß des Gerichtes die Berichte verlesen habe. Der Vorfigenbe bittet hierauf den Generalstaatsanwalt, in Zukunft Briefe nicht ohne weiteres zu verlesen.

Justizrat Claß gibt zu dem letzten Brief eine Erklärung ab, daß Frau Dr. Grandel ihn zu sprechen wünschte und daß er als Christ und Mann sich verpflichtet gefühlt habe, die Dame zu empfan Sen. Er habe Dr. Bang hinzuziehen wollen, der Dr. Grandel genau fannte. Dr. Bang sei jedoch in Desterreich gewesen. Weiter schil­derte der Zeuge die bei ihm abgehaltene Hausfuchung. Er fuhr dann fofort zum Untersuchungsrichter zur Bernehmung. Dort habe er Frau Dr. Grandel getroffen, die wie vom Donner gerührt gewesen sei über die Verhaftung ihres Mannes.

Generalstaatsanwalt: Sind Ihnen auch keine Andeu­tungen gemacht worden über eine Schuld Grandels? Justizrat Cia B: Nein.

Generalstaatsanwalt: Aus den aufgefundenen Briefen, auch aus denen des Grafen Revenflow, scheint mir doch hervorzugehen, daß Ihre Beziehungen zu Heren Grandel sehr eng waren und daß er Informationen von Ihnen erhalten hat.

Justizrat Claß: Ich habe Dr. Grandel nicht eine Gefunde

R.-A. Bloch: Der Brief ist ein Beweismittel vielleicht gegen Claß wie gegen Grandel. kanzler Stresemann ein Abkommen mit den Besagungsverleugnet und werde das auch nicht tun. Justizrat Claß: Damals tauchten Nachrichten auf, daß Reichs­mächten und maßgebenden Kreisen im neubesetzten Gebiet getroffen habe, daß die Bildung eines Uebergangsstaates in die Wege geleitet werde. Der Briefschreiber, ein toter Beamter, schrieb in der ersten Aufregung an meinen Freund Bang. Bang gab mir den Brief und ich sagte ihm: Mein lieber Freund, ich bin nicht für Generalstaatsanwalt: Da ist noch ein Brief vom 27. November, gerichtet an Herrn Bongards. Es heißt darin: Die Dittatur Kahrs ist so unecht, wie die Seedts. Ob die echte Diftatur von Berlin fommt, ist fraglich. Wir fun alles, um der echten Diktatur die Wege zu ebnen. Justizrat Claß: Das tue ich noch. Bongards ist ein ausge miesener Elfoffer, der mich über die Bage befragte und dem ich

Bors: Wie war denn Ihre Gegenüberstellung mit Grandel vor dem Herrn Untersuchungsrichter?

Senfationen."

Justizrat Claß: Der Untersuchungsrichter hatte mir mitgeteilt, daß Thormann und Grandel verhaftetfeien, und daß auch gegen mich Beschuldigungen erhoben worden seien. Ich fuhr zum Un­tersuchungsrichter und dann wurde Grandel geholt. Es fam ein Mann, den ich nicht wiedererkannt hätte, wenn mir nicht sein Anzug befannt gewesen wäre. Der Untersuchungs­richter teilte Grandel mit, er habe jetzt Gelegenheit, seine Angaben Auge im Auge mit mir zu wiederholen. Da hat Grandel den Kopf gjenft und jak lange Zeit still da. Dann weinte er, sprang plötzlich auf mich zu, beugte sich über meine Rechte und fagte: Herr Justiz­rat, tönnen Sie mir verzeihen, was ich getan, Dam erflärte