föetlage Freitag, 29. Juni 1928
SiflUwild SftnJau&faße Asx
Ein« ruhige Straße des Berlin «? Westens. Ueb«r einen weiten Platz niit porkähnlichen Anlagen gelange ich zu dem chach«, in das Dr. Wilhelm Filchner noch den Anstrengungen seiner Reise sich zu Freunden heimlich' zurückgezogen hat, wo er nur wenigen gestattet, sein« Ruhe zu stören. Zwar bin ich her erste Journalist, der ihn hier aufsuchen darf, aber bei meinem Eintritt s«he ich schn.i einen Photogrophen am Werk, vor dem der Tibetforsch«r stillhalten muß. Ich habe also Zeit, ihn physiognomisch zu studieren, bevor ich ihm meine Fragen vorlege. Da sitzt ein Mann mit sonnverbrannter Haut und gebuckelter Stirn, dem typisch steilen Hinterkopf d«s Ober- boyern und den geknissenen Augenlidern de? Freiluftmenschen, in dem sich körperlich« und seelische Energie vereinigt. Mit den tiefen Falten um Mund und Nasenwurzel wirkt dieses Gesicht kraftge- laden, aber die vorgeschobene Oberlippe gibt ihm«inen kindlich- weichen Zug. Jetzt erhebt sich Filchner und r e ich t dem Eingetretenen die linke Hand zum Gruß. Di« Rechte, die bei einem Sturz auf einen Felsen zerschmettert wurde, heilte schlecht aus und ist seit- dem im Gebrauch schwer gehindert. Aber mit der Wurstigkeit de» Tatmenschen hat der Forscher seine Leiden überstanden und beab- sichtigt nun. nach einigen Ruhetagen die wisscnschaiilichen Ergebnisse seiner Reise auszuwerten und danach mit den Borbereitungen zu ericr neuen zu beginnen. Als Bettler durch Tibet . Bevor ich ihm die in seinein Interesse knapp formulierten Fragen vorlegen kann, ist er schon in weitläufiges Plaudern ge- raten und erzählt in hcrzerfreuend bayerischem Tonfall, ohne sich an ein Programm oder die chronologische Reihenfolge seiner Er- lebniss« zu halten, was ihm so in den letzten zweieinhalb Jahren passiert ist. Dabei kann ich ihn beim Sprechen swas dem Zeichner stets am wertvollsten ist) beobachten und zwischen meinen Notizen ei-rge Skizzen von ihm machen. Zunächst g«ht er auf seinen sang- und klanglosen Einzug in Deutschland ein. d«r so stark gegen den der Ozeon'licgcr kontrastierte, und nimmt dabei das Auswärtige?lmr. das von der Preise wegen seines Fernbleibens bei Filchners Eintreffen wenig freundlich apostrophiert worden ist, in Schutz.„Ich Hab« ja selbst/ sagt er,„kein Geräusch machen wollen und schon von Bombay meinem hiesigen Vertreter und Rechtsbei- stand telegraphiert, m«ine Ankunft nicht bekannt zu geben. Ich will erst hervortreten, wenn die Resultate meiner Expedition ausgewertet vorliegen. Dann erst auf Grund der bewiesenen Leistun- gen will ich die deutsche Oeffentlichkeit für«in« neue Expe- dition interessieren. Ich brauche ösfentl'chc Mittel und mir l'«qt daran, daß«z deutsche Mittel sind. Schon setzt stehen mir vom Ausland her ausreichende Stimmen zur Verfügung, ich hob« mich ab«r noch nicht fest gelegt. Zum Verständnis meiner ferneren Pläne lassen Sic mch in Kürze erzählen, wo» die letzt« Expedition er- geben hat. Si« wurde von der Notgemeinschatf der deutschen Wissen- schast finanziert. Als ich im Dezember lS2Z auszog, stand mir ob«r noch nicht d«r siebente Teil der Summe zur Verfügung, di« Sven Hedin zu seiner letzten Expedition gebraucht hat. Natürlich kam ich damit»'cht weit! nach etwas über einem Jahr« war-ich ein vollkommener Bettler, und nach meinem Sturz vom Pferde, bei dem ich außer der Hand noch den rechten Fuß und eine Nippe brach, lebt« ich eine Zeitlang wie«in Tier. Aber so schlecht es mir ging, es hätte noch schlimmer gehen und das Resultat der Reise in Frage gestellt werden können, wenn ich nicht immer wieder Unterstützung, oft von ganz unerwarteter Seite, gefunden hätte. Di« Sowjets Ost-Turkestons wie die Behörden in d«r Mongolei und im chinesischen Bürgerkrieg, die roten wie die weihen Machthaber, haben mir immer wieder weitergeholfen und so dazu b«igetragzn, d-as wifsenschaitlichc Ergebnis meiner Reise zu sichern/ Die wissenschaftlichen Ergebnisse. Welcher Art denn seine wissenschaftlich«» Forschungen gewesen seien? „Es ist mir gelungen, eine geschlossen« Kette erdmagnerischcr Triai'gulationspunkt« in d«m ganzen bisher unvermesjenen Gebiet« herzustellen und dadurch die bisher getrennt«» Iriangulationsg«- biete: das Europäisch-WestafiatisiHe, das Sibirisch-Ehinesische und da? Indische miteinander zu verbinden. Bei dieser Arbeit habe ich nebenher und ungewollt auch geographische Entdeckun- gen gemocht, so daß jetzt wieder ein paar weiße Flecken von d«r Karte Jnnerasiens getilgt werden können." Der Vertreter eines großen amerikanischen Pressekonzern», der inzwischen eingetreten war, fragt jetzt, zu welchen paktischen Er- gcvnisscn Filchners Forschungen führen und ob etwa durch di« Fest- stellung der eidmagnetischen Ströme Mineralläger gefunden werden könnten. Diese Frage kann Filchner nicht beantworten. „Meine Arbeit war rein geodätisch. Ich stelle durch Fixierung der Permessungspunkt? die magnetischen Ströme der Erde fest, ohne nach der Quelle zu fragen. Wo die Irritation de? Magnetnadel an d«r oder jener Stelle herrührt, das zu er- sörscheu. ist Sache der Geologen." ?lus mein« Frag«, ob denn im Fall« von Erzsunden Tibet geo- grahpisch und politisch zur wirtschaftlichen Ausbeutung geeignet sei, antwortet Filchner mit einem glatten N«n. �„Tibet ist heute stärker denn je gegen außen abgeriegelt. Da» Verhältnis zwischen Eingeborenen und Fremden ist fast immer ge- spannt, da der Fremd« in diesem unbekannten Kulturkreise durch fortwährende Verstöße gegen tibetanische Sitten sich unbeliebt macht. Gut« Beziehungen bestehen.zur anglo-indischcn Regierung, seitdem die englische Tnipp?, die früher in Lhassa lag, abgezogen ist. Eine stärkere Berührung mit dem Ausland besteht«igentlich nur in den Vilgerzügen der in der Mongolei wohnenden Lamaisten, di« im Dalai-Lama ihr religiöses Oberhaupt verehren. Politisch« Bedzu- tung hat dieser Kontakt jedoch nicht/ Das Telephon läutet und Dr. Filchner muß einem unsichtbaren Freund« ausführlich berichten. Die beiden Besucher erfahren aus dem Ferngespräch außer schon Gehörtem noch manch« Einzelheit. „Ja, als ich wider«inmal vollständig abgebrannt war, befand ich mich gerade im chinesischen Kampsgebiet, die Verbindung mit der Küste war abgebrochen, Verständigung mit Europa unmöglich.
Vorher schon hatte ick) an das Earnegie-Institut um Unterstützung geschrieben. Nichts kam. Wie ich später erfuhr, hotte ich falsch adressiert, denn es gibt viele Carnegie-Jnstitute für olle Zweige der Wissenschaften, und ich war gerade an ein falsches geraten. Schließ- lich fand ich aufopfernde Freunde in der chinesischen Stadt Kan- S u. Der Amerikaner H a y w a r d, der Engländer Matthew- jon und der Italiener Guaita brachten durch Sammlung 4000
Mark auf, und mit diesen 4000 M. bin ich in einjähiger Wanderung durch ganz Tibet von Norden bis noch Lhassa gekommen. Auf diesem Marsche war ich nicht allein. Der englische Missionar P l y- mir« und der schon genannte Matthews» i, die wegen der chine- fischen Wirren von ihrem Posten abberufen wurden, schlössen sich mir an. Wir kamen auch gut durch, obwohl einmal in unserer Gegend Missionare getötet worden waren. Diese Tatsache sührte damals zur Falschmeldung von meinem Tode. Als gegen Ende der Wanderung unsere Lage wieder kritisch wurde, hals uns die indische Regierung, die Wind von uns bekommen hatte, durch ihre guten Beziehungen zum Dalai-Lama , heraus."
Filchner hat den Hörer, auf die Gabel gelegt und fährt zu uns gewandt fort: „Sehen Si«, so kamen wir schließlich abgerissen und nicht ganz intakt, aber immerhin lebend über die indische Grenze, und als m- L e h, den Endpunkt des indischen Telegraphen, erreichten, hatte uns Europa wieder/ Während des Ferngesprächs hatte ich Filchner nochmals ge- zeichnet, mit dem dunklen Gefühl, diesen Kopf nicht zum ersten Male vor mir zu haben. Als ich jetzt meine Skizzen dem Forscher zur Signatur vorlege, löst er das Rätsel, indem«? auf eine Profil- Zeichnung deutet und sagt: „Hier sehe ich ja aus wie A m u n d s e»/ Richtig. Als ich Amundsen zeichnete, fand ich denselben ge- spannten Blick, die tiefgcgrabencn Linien um Mund und Nase, die genarbte Stirn und die merkwürdig hoch angesetzte Oberlippe. Filchner will Amundsen helfen. Die Erwähnung Amundsens bringt das Gespräch auf die letzten Ereignisse von Spitzbergen . „Auf der Heimsohrt erfuhr ich von Nobile? Katastrophe und hob« mich als alter Polarfuchs der italienischen Regierung sofort zur Verfügung gestellt. Nobile hat man ja inzwischen heraus- geholt: aber für Amundsen stehe ich jeden Tag bereit, hinauszu- fahren. Das habe ich seinem Bruder vom Schiff aus telegraphiert." Das sagt der Mann, der eben erst zweiuirdeinhalb Iah? der Not, übermenschlicher Anstrengung. Krankheit und Verwundung überstanden und im schwersten Gelände der Erde fast s e ch s e i n- Halbtausend Kilometer zurückgelegt hat. Er mißt uns die Strecke aus der Karte vor, nimmt, wie er sagt, selbst zum erstenmal Kenn'nis von der Länge des zurückgelegten Weges. Denn ihm, dem es so vollkommen fernliegt, die Werbetrommel für sich zu rühren, ist es noch nicht eingefallen, diese Rekordzahl zu ver- öffentlichen. Jetzt kommt Filchner auf seine anfangs angedcutelen Pläne für die Zukunft zurück. „Ich habe die Organisation einer ganz großen von der deutschen Oeffentlichkeit finanzierten Expedition im Auge mit dem Ziel, die von mir jetzt schon geschlossen«, aber dünne Kette von erdniagneti- schen Bermessungspunktcn zu einem geschlossenen Vermessungsfeld auszugestalten, das sich gleichwertig in die dres schon geschaffenen Gebiete des«uropäifch-asiatischen Kontinents eingliedert. Dazu sind freilich Mittel nötig, die das Bielfach« dessen, was mir bisher zu? Verfügung stand, darstellen. Die Erreichung dieses Zieles wäre vom wissenschaftlichen Standpunkt von ungeheurer Bedeu- tung und würde Deutschland als Geistesmacht Ehre machen. Zur Ordnung und Auswertung der bisherigen Ergebnisse und zur Vor- bereitung der nächsten Expedition werde ich wohl noch anderthalb Jahr« brauchen. Und ich glaube fest daran, im Jahre 1930 vom öffentlichen Deutschland tatkräftig und ausreichend unterstützt wieder hinausziehen zu können." An eine andere als wissenschaftlich« Ausbeutung seiner Forschungen denkt Filchner nicht. » Ich verabschiede mich nach einstündigein Gespräch. In der Tür noch hör« ich den zurückbleibenden Amerikaner nach tibetanischen Erzlagern srazcn. Die Amerikaner sind eben praktische Leute. LVitr Wiener.
Eisenbahner auf der Schulbank. Ein Besuch in der Eisenbahnerschule Kirchmöser.
Draußen in Kirchmöser , am Planer See, gleich hinter Brandenburg a. d H., liegt die Eisenbahnerschule. Dahin kommen nicht nur kurz vor der Prüfung alle Beamtenanwärter, damit ihnen noch in sechswöchigen Kursen die Kenntnisse vermittelt werden, die sie nach nötig haben, um die Schiußprllsuiig zu bestellen, dahin kommen auch von Zeit zu Zeit alle Eisenbahner, damit in kürzeren Nachtursen bei ihnen olle ihre Kenntnisse überhalt werden. Alles steht da zur Verfügung: eine ganze Stellwerksanlage mit Block- sperren und Stellwerken verschiedener Systeme und einem ganzen richtigen Außentcil von Schienen, Weichen und Signalen in vor- schlistsmähiger Größe: ein Saal, in dem die verschiedenen Arten von Schienen und Schwellen, kurz, der ganze Oberbau, gez.'igt wird: ein Saal, in dem alles gelehrt wird, was mit der Güter- und Gepäck- abfertigung zusammenhängt, und eine ganze Anzahl von glasten- zimmern". Ja, richtige Klassenzimmer mit festen Schulbänken, manchmal aussteigend geordnet, und während in unseren Schulen das Katheder immer mehr abgebaut wird, sitzen hier die alten Knaben wie brave Schüler. Aber das ist der einzige Atavismus in der Schule, die sonst einen erfreulichen modernen Eindruck macht. Da Ist der große Oberbausaal. Auf großen Böcken liegen alle erdenklichen Arten von Schienen und Schwellen, an denen die Besonderheiten ihrer Befestigung gezeigt werden. Eiserne Schwelg» und Holzschwellcn, und auch für den Laien ist allerlei interessantes Material dabei, denn die Stück«, die hier liegen, haben alle schon Dienst getan und sind von ihrem„Arbeitsplatz" ausgebaut. Da liegt die Probe einer Schiene mit einem besonders geformten Anschluß, dem„Schienenstoß": dies« Schienen stoßen nicht gerode aneinander, sondern der Anschluß endet in einer schmalen Zunge. Aussührlich wird aus der Tafel erklärt, daß sich diese Schienen nicht bewährt hätten und darum zumeist wieder ausgebaut worden seien— ober zwischen Spandau und Seegefeld liegen noch sieben Kilometer dieser Schienen, die sich so überaus stark abnutzen, und di« Strecke zwischen Spandau und Seegefeld ist wahrhaftig stark befahren.... Und dann liegen da einige eisern« Schwellen, di« so durchgerostet sind, daß ich den Herrn, der mich führt, entsetzt darauf aufmerksam mach«. Er„beruhigt" mich: Dies« Stücke hätten sicher nicht auf einer Haupt- strecke gelegen. Aber au6> auf den weniger befahrenen Strecken kann «ine solche Schwelle genug Unheil anrichten— und wenn es„nur" um das Leben des Eifenbahiipersonals geht! Außer dem Oberbausaal gibt c, noch, wie gesagt, das Stell- werk— eine Anlage, in der der ganze Weichenstellcrdienst rckapi- tuliert werden kann und in der den Schülern auch die neuesten elek- trischen Apparate, die noch nicht überall im Gebrauch sind, zur Ber- sügung stehen. Außer durch die Schiencnanlage, auf der das Funktionieren der Signale kontrolliert werdcn kann, soll dieser Lehr- saal auch noch durch ein mechanisches Bild mit kleinen fahrenden Zügen ergänzt werden. Und dann kommt der große Saal, in dem die„Gepäckausgabe" und die ganze Güterabfertigung ist! Da lernen die Eisenbahner erst an einer„Spinne", einem Organisalions-
bild, die ganzen Buchungen, und dann.spielezi" sie richtig„Güter- abfertigung". mit vorschriftsmäßigen Kisten oder mit defekten Packungen: alles ist da: das unverpackte Sofa, das Schmerzenskind der Güterabfertigung, wie der Glasballon, dessen imaginärer Inhalt nach Belieben als Himbecrsast wie als Säure deklariert werdcn kann. Die mannigfaltigsten Rcklamationsgründc können hier kan- struicrt werden, und dann muß der Schüler an Hand der„Spinne" den Weg durch alle die Formulare suchen, bis er die weltbewegende Frage lösen kann, wer damals den Käse zum Bahnhof gerollt Hm. Van der Gepäckausgabe bis zum Zusammenstellen van Frachtzügen wird hier alles rekapituliert, was mit dem Eisenbohngiiterdienst zu tun hat, und hier wie in den anderen Unterrichtszweigen fordert man anscheinend nicht wenig, denn in einem aiideren Zimmer ent- decke ich an der Wandtafel den Abschied eines Eisenbahners an die Schule. Da steht er mit einem Schulranzen auf dem Rücken:„Atchö — ick wer jetzt Refrendar!" Daß aber die schwere Schulzeit an- scheinend auch recht angenehme Nebenerscheinungen hatte, beweist eine Liebesszene, die er im Hintergrund„verewigt" hat. Daß sich die Schüler hier wohl fühlen, ist wirklich kein Wunder: Die größeren und kleineren Schlafräume sind farbenfroh aus- gestattet, die Betten sauber mcisz überzogen, in jedem Zinnner ist fließendes Wasser und hübscher Bildschnnick— jeder Schüler hat «inen eigene» Kleider- und Wäscheschrank. Die Ausstattung ist so, wie man sie in einfacheren Hotels sicher nicht findet. Und das Essen im Kasino, an dein auch die Lehrcrjchafk teilnimmt, riecht geradezu verlockend. Es gibt Suppe, Gemüse und Nachtisch, mal warmes Abendbrot, mal Tee, Brot und Ausschnitt. Auch um die Reinigung der Zimmer brauchen sich die Schüler nicht zu lümmern, dafür sind Aufwartefrauen engagiert. Das Gehalt geht felbstserständlich mährend des Besuches der Schul« weiter, es worden aber dem Ber - heirateten fünfzig Pfennig, dem Unverheirateten eine Mark als „Haushaltserspornisie" in Abzug gebrach». Siebzig Betten umfaßt dieses„Internat" der Eisenbahner, die sreilich nicht imtncr olle besetz: sind. Als ich die Schule besuche, findet gerade ein Kursus für O-Zug- Schaffner und ein Kursus für Ladeschafsner statt. Bei den D-Zug- Leuten unterhält man sich gerade über die„Zuschläge zu Unter- nchmersahrkarten", bei den Ladeschcssnen, ist die Angelegenheit so verwickelt, daß nion unoorbereilet anscheinend überhaupt nichts ver- stehen kann. Aber trotzdem die schweren großen Männer alle ein wenig beengt in ihren Schulpulten sitzen, fällt es mir auf, wie ver- gnügt und serienlustig die Gesichter aussehen— olle wie große Jungs, die sich freuen, mal Muttern für eine Weile davongelaufen zu sein. Und das sind sie ja schließlich auch, sind in diesem„Internat" der Eisenbahn mal für eine Weile der Enge ihres kleinen Beamten- daseins und ihren täglick)«» Sorgen entrückt. Und daß sie dies« Freiheit empfinden und genießen, bewies ja der Künstler, der das Abschiedsgemälde auf die Wandtastl zauberte— aber der war natür- lich unverhojratel. Dos sei allen Eisenbahnerfrauen zur Beruhigung gesagt!, Rose Ew»lch