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Nr. 292.

Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel­jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich­Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128.

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Vorwärts

12. Jahrg.

Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn­und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet.

fernsprecher: Amt 1, Jr. 1508. Telegramm- Adresse: Sezialdemokrat Berlin".

Berliner Bolksblatt.

Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.

Unfallverhütung

Sonnabend, den 14. Dezember 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3:

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daß die Gefahren Betriebe sich für die Arbeiter| genossenschaft angehören und in bezug auf Schuhvor allseitig vermehrten. Und das ist ja auch eigentlich richtungen meist viel zu wünschen übrig ließen. und Berufsgenollenschaffen. selbstverständlich, da ja beständig die Verwendung von Die von der Holz- Berufsgenossenschaft geforderten bewährten Die Zahl derjenigen Arbeiter, die infolge eines Betriebs- Maschinen und damit die Möglichkeit zur Berunglückung wächst, Einrichtungen waren den meisten Betriebsinhabern nicht unfalles zu schaden fommen, wächst theils von Jahr zu Jahr, bekannt." Das ist nicht Wunder zu nehmen, denn im selben theils nimmt sie nicht in dem Maße ab, wie es jetzt nach zehn Jahre mußte der Beamte für Arnsberg mittheilen, daß einem jährigem Bestehen des Unfallversicherungs- Gesetzes zu erwarten Vertrauensmann der Holz.Berufsgenossenschaft, der selbst Besizer und Leiter einer Fabrik mit mehr als 100 Arbeitern ist, sein müßte. Theilt man die Opfer nach I. gewerblichen, II. land: wirthschaftlichen, III. staatlichen Betrieben, sowie nach den Gruppen: die Existenz der vor 4 Jahren erlassenen Unfallverhütungs- Vor­a) Verletzte mit Erwerbsunfähigkeit von weniger als drei schriften feiner Genossenschaft unbekannt war." 1892 berichtete der Beamte für Frankfurt a. D.­zehn Wochen, b) dauernd völlig Erwerbsunfähige, c) vorübergehend, aber mehr als dreizehn Wochen Potsdam ähnliches; in seinem Bezirk hatten fich die 30 dort Erwerbsunfähige, d) Getödtete, so ergiebt sich folgendes Bild: die Ueberwachung der einzelnen Betriebe und Anbringung von vertretenen Berufsgenossenschaften überhaupt, nicht genügend um Von je 100 000 Versicherten waren Schutzvorrichtungen gekümmert, ganz besonders aber war in der Holzindustrie gegenüber den steten großen Gefahren eine räfliche Gleichgiltigkeit, sowohl der Betriebsleiter als auch der Arbeiter, bemerkt."

I.

II.

a. b. c. d. 8. b. C. d. 1893 2903 26 504 69 256 6 176 17 1892 2674 29 467 64 218 6 166 16 1891 2635 31 458 71 186 5 185 18 1890 2505 38 427 73 242 5 126 23 1889 2494 49 354 72 159 3 62 16

III.

a. b. C. d.

2956 56 367 84 2735 57 446 83

2687 58 316 92

2466 61 258 80

andererseits die Anforderungen, welche an den Arbeiter in bezug auf Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit gestellt werden, ebenfalls in stetiger Steigerung sich befinden, und dabei immer mehr iugendliche und ungelernte Arbeiter zur Verwendung kommen. behaupteten seine Freunde Das Unfallversicherungs- Gesetz sollte nun so wenigstens schaffen, sondern die Zahl der Unfälle vermindern und zwar da= nicht nur dem Verletzten eine Rente durch, daß es in das eigenste Interesse des Betriebsunternehmers das Gesetz den Unternehmern je nach Betriebsgruppen die Ver­gelegt wurde, die Gefahren des Betriebes zu beseitigen. Indem pflichtung auferlegte, die Unfallrente zu zahlen, sollte es ers zieherisch" auf die Unternehmer wirken und diese veranlassen, burch beste Fürsorge auf dem Gebiete der Unfallverhütung dafür 8 sorgen, daß die sicher wirkendsten Schuhmaßregeln gegen Unglücksfälle getroffen werden. So erklärten wenigstens die Bertheidiger jener Organisation, die als Berufsgenossenschaften der Unternehmer nicht nur für die Rentenzahlung aufzukommen haben, sondern auch befugt find, Unfallverhütungsvorschriften festzusetzen und deren Befolgung durch Beauftragte der Berufs­genoffenschaft revidiren zu lassen.

2510 58 261 86 Wie diese Zusammenstellung zeigt, ist von 1889 bis 1893 die Zahl der Verlegten mit Erwerbsunfähigkeit von weniger als 13 Wochen bei den industriellen Betrieben von 2494 auf Der engherzigste, schmutzigste Geiz und die inhumanfte Rück­2903, d. i. um 16 pCt. gestiegen, bei den Landwirth: fichtslosigkeit, durch die so viele Unternehmer gebrandmarkt sind, schaftlichen von 159 auf 256, d. i. um 61 p Ct., und bei hat es aber zur Folge gehabt, daß das Gesetz nicht erzieherisch" Den staatlichen Betrieben von 2510 auf 2956, d. i. um wirkte; der Berlust, den ein Unternehmer erleidet, wenn ein Arbeiter 18 pt.! Die Zahl der dauernd völlig Erwerbs in seinem Betriebe verunglückt, ist nicht groß genug, um das Ge­unfähigen fant in den industriellen uud staatlichen wissen solcher Leute, die nichts als den heiligen Profit verehren, Betrieben( von 49 auf 26 und von 58 auf 56), ver genügend zu schärfen. Und so finden wir denn auch in den Be­doppelte sich aber in den landwirthschaftlichen! Die richten der Gewerbe- Inspektoren Jahr für Jahr Klagen darüber, Zahl der vorübergehend, aber mehr als 13 Wochen Erwerbs: baß weder Schußvorrichtungen von feiten der Berufsgenossenschaft unfähigen stieg in den industriellen Betrieben von 854 angeordnet, noch die angeordneten von seiten der Unternehmer auf 504, d. i. um 42 pt.!, in den landwirthschaft genügend zur Ausführung gebracht werden. Iichen von 62 auf 176, d. i. um 184 pCt., und in den staatlichen von 261 auf 367, d. i. um 40 pt.! Die Zahl der Getödteten hat etwas abgenommen in den industriellen Be­trieben, wo sie von 72 auf 69, also um 4 pet. fant, und in den staatlichen, wo sie von 86 auf 84, also um 2 pet. fant; dagegen stieg fie etwas in den landwirthschaftlichen Betrieben, nämlich von 16 auf 17.

tödtet.

Nun sollen ja freilich nach§ 139b der Gewerbe- Ordnung die Gewerbe- Aufsichtsbeamten die Ausführung der Bestimmungen auch des§ 120 a überwachen und so für den Schutz der Arbeiter gegen gefährliche Berührung mit Waschinen oder Maschinentheilen oder gegen andere in der Natur der Be­triebsstätte oder des Betriebes liegende Gefahren" forgen. Aber da diese Beamten nur einen sehr kleinen Theil der Anlagen re­vidiren tönnen und fast nur einmal im Jahre, so find die Ar­beiter, wenn sie gegen Verunglückungen geschüßt sein wollen, auch der Fürsorge der Berufsgenossenschaften preisgeben!

Daß die Arbeiter, wenn sie bei solchen Unternehmern in Stellung sind, gleichgiltig sein und werden müssen, oder ihre Entlassung zu gewärtigen haben, übersieht der Aufsichtsbeamte.

Die Holzindustrie ist denn auch bei einer Vergleichung der Zahlen der vermittelst geeigneter Schutzvorkehrungen zu vermeidenden Unfälle am stärksten, mit 26 pet. betheiligt! Außerdem hätten durch geeignete Schuhvorkehrungen mindestens 8 p& t. der in Nebenbetrieben gekommenen Unfälle vermieden werden können."

vor.

der Vorwurf des Aufsichtsbeamten gegen die Arbeiter war! Man sieht aus diesem Theil des Berichtes auch, wie ungerecht Trifft diese etwa die Schuld, wenn nicht die geeigneten Schuh­vorrichtungen vorhanden sind?

Schwaben und Neuburg auch klar, wie es manche Unter­In demselben Berichtsjahre( 1892) legt der Beamte für nehmer anstellen, um sich ihren Verpflichtungen an entziehen.

,, Einzelne Unternehmer geben die eine oder die andere Betriebsbranche als Hauptbetrieb an, ohne daß das wirklich der Fall ist und zwar, wie es scheint, a us Rücksicht auf die Umlagen. Namentlich geschieht dies dann, wenn die Unternehmer vermuthen, daß die Unfallversicherungs- Vorschriften der legteren Berufsgenoffen­schaft strenge gehandhabt gehandhabt werden und ihnen die damit verbundene Kontrolle läftig ist. Es wäre wünschenswerth, daß von Seite der zuständigen Behörden eine strenge Prüfung über die 3ugehörigkeit der Hauptbetriebe zu den betreffenden Bes rufsgenossenschaften stattfände, und nicht aus oben angeführten Gründen die beliebige Auswahl Iebiglich bem dabei interessirten Arbeitsunternehmer überlassen bliebe."

Und es ist keine kleine Anzahl von Personen, die Jahr aus Jahr ein verkrüppeln oder getödtet werden. 1893 waren ins gesammt 18,1 Millionen Personen versichert; von diesen sind 201 401 so verlegt worden, daß sie mit einer Erwerbsunfähigkeit Und diese Fürsorge ist, wie gesagt, noch in vielen Berufen von weniger als 13 Wochen davonkamen, 2507 wurden dauernd eine mehr als flägliche. Besonders sind es Mitglieder der Holz­völlig erwerbsunfähig, 53 886 erlitten Verlegungen, die zwar nur Berufsgenossenschaften, denen von seiten der Gewerbe- Aufsichts­eine vorübergehende, aber länger als 13 Wochen dauernde Er- beamten wiederholt gröbste Pflichtverletzung vorgeworsen werden werbsunfähigkeit veranlaßten, und 6336 Personen wurden ge- muß, und zumal dann, wenn die Holzbearbeitungs- Werkstätten Nebenbetriebe anderer Anlagen, die nicht zur Holz- Berufs- Genau dieselbe Kritik ist von unserer Partei bereits geübt Man beachte auch die ganz außerordentlich große Zunahme genossenschaft gehören, sind oder als solche ausgegeben werden. worden, als vor jetzt 11 Jahren das Unfallversicherungs­in der Zahl derjenigen, die in landwirthschaftlichen Die Unternehmer fuchen möglichst bei der billigsten Berufs- Gefeß im Reichstage berathen wurde. Und jedes Jahr mußten Betrieben verunglückten! Die Lobredner der Arbeiterversicherungs- genoffenschaft, d. h. bei derjenigen, die mit geringeren Gefahren wir darauf hinweisen, daß es den dabei intereffirten Betriebs­Geseze meinen, diese Steigerung rühre nur davon her, daß, je verknüpft ist, eingetragen zu werden; den gefährlichen Beruf unternehmern" viel zu viel Rechte auf Kosten der Arbeiter länger das Gesetz bestehe, um so mehr auch Unfälle angemeldet betreiben fie im Neben gewerbe, und um dieses kümmert sich die gewährt, welche, so lange sie auf die Fürsorge der Berufs­würden, die bisher aus Unkenntniß des Gefeßes nicht an Berufsgenossenschaft des Haupt betriebes nicht, und nimmt, selbst genossenschaften bei der Unfallverhütung angewiesen sind, gemeldet worden wären. Das trifft zum theil unbestreitbar zu, wenn sie überhaupt Unfallverhütungs Vorschriften ausstellte, in der Habgier des Unternehmerthums Leben und Gesundheit zum aber nur zum theil. Wenn wir sehen, wie auch bei Ab- diesen nicht auf die Nebenbetriebe Rücksicht. So meldete Opfer bringen müssen. Im Bericht für 1894 finden sich noch theilung III, Staatsbetriebe, bei denen sicherlich doch von Anfang bereits 1890 der Aufsichtsbeamte für Düsseldorf , daß er mehr wie früher Anklagen, die von den Gewerbe- Aufsichts an alle Unfälle stets gemeldet wurden, eine solche große mehrfach Holzbearbeitungswerfstätten besichtigte, die als Neben- beamten gegen die Berufsgenossenschaften erhoben werden. Merk­Steigerung derselben sich zeigt, dann müssen wir daraus schließen, betriebe anderer Anlagen nicht der Norddeutschen Holz- Berufs- würdigerweise macht in Elbing die Holz- Berufsgenossenschaft

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Clotilde.

( Nachdruck verboten.) Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. " Nicht der Fall? Sehe ich doch, daß Du seine Schmeicheleien und Liebesbetheuerungen anhörst und wohl gar erwiderft."

Erwiderst! Nie that ich dies. Rein Wort mehr." " Doch bist Du überaus freundlich mit ihm, fleideft Dich nach seinem Geschmack, läßt Dich begaffen und be wundern, alles ihm zu Liebe."

Liebe! Nie habe ich ihm zu Liebe Etwas gethan." Was ist es anderes, wenn Tu seine Lieblingsthemen, feine Lieblingsspiele beginnst, ibm felbft seine Lieblingsspeisen bereiteft und reichst in steter Liebenswürdigkeit."

"

Das hat einen anderen Grund."

"

Einen anderen Grund, und welchen?"

"

Das ist mein Geheimniß."

"

Ein Geheimniß?"

" Ja."

Also nur vor mir bewahrst Du ein solches. Nun so will ich selbst das Geheimniß lösen, den Stein des Anstoßes hinweg schaffen, der sich zwischen uns drängt. Der Major fliegt noch heute aus meinem Hause!"

" Heinrich!"

seinen Händen zerrissen worden. Er tobte weiter. Und wenn Du auch Thränen des Boines weinst, ich werde Dir doch alles sagen."

Bu plump hätte ich den Herrn Liebhaber angeborgt, d seine Verwandten beleidigt. Mich kann man ruhig am Abgrunde der Existenz stehen sehen. Er wäre wohl ganz zufrieden gewesen, wenn sie mich eingesteckt hätten, um dann hübsch allein zu sein. Nun es ist so weit. Sie werden fommen und mich holen, zuvor aber muß er gehen, wenn

" Ich habe ihn geduldet, um mit einem Geldmanne Fühlung zu behalten in der Hoffnung, daß er mir aus Geldverlegenheiten helfen könnte. Diese sind immer größer geworden, jegt wo ich am Rande des Ruins stehe, sagt mir dieser Geiztragen, er wolle seine Gelder nicht zer- ich ihn nicht hinauswerfen soll." splittern, und dabei hat er ein großes Vermögen, die ganze Kaufsumme für seine Besitzungen bei sich."

Meinst Du? Ich glaube es auch." Trotz des Ueberflusses, trotz der Freundschafts­versicherungen, die er mir und meinem Hause verspricht und erheuchelt, hilft er mir nicht aus der Noth. Ich mag ihn nicht mehr sehen, ich jage ihn fort."

" Heinrich, das darfst Du nicht." " Das darf ich nicht? Ei sich doch! Regt sich Deine Sympathie für den filzigen Kröjus? Kommt Deine Liebe

Also doch ein Geheimniß zwischen mir und Dir? für den Galan zum Durchbruch?" Und darf man fragen?"

" Forsche nicht darnach."

"

Heinrich, mache mich nicht rasend."

-

-

So laß mich doch auch einmal zu Worte kommen." " Ich will nichts mehr hören, wir sind zu Ende. D, ich Verblendeter, der ich aufblickte zu meinem Weibe wie zu einem höheren Wesen! Ich liebte sie, ich verehrte sie als das Vorbild aller Frauen! Felsenfest baute ich auf ihre Treue, um jetzt erst inne zu werden, daß ich doch der Betrogene bin.. Alles Gerede, alle Einflüsterungen ließen mich falt, denn ich vertraute ihr, weil ich sie liebte, gern hatte, und nun erlebe ich, daß sie einen anderen, der mich beleidigt, vertheidigt, einen reichen Heuchler, der mich in Bedrängniß sehen kann, um- meine Frau zu gewinnen, zu verführen!" Höre mich an, Heinrich! Du zwingst mich, Dir mein Geheimniß zu offenbaren. Ich liebe den Major nicht, ich hasse ihn." Wie? Georgine! Du läßt mich hoffen?" Du sollst alles wissen und bekennen müssen, daß Du Ünrecht gethan."

" Was? Fortjagen darf ich ihn nicht? Freilich, wenn " Nicht? Ich soll nicht das erforschen, was ich wissen er auch gegen mich schmußig genau ist, desto ver schwenderischer fleidet er seine Dich! Unterstehe Dich muß?" nicht in dem Anput, in dieser rothen Fahne Dich vor dem Könige zu zeigen, wir müßten ebenso blutroth werden vor Scham, denn dieses Kleid ist der Zeuge Deiner und meiner mir Schande."

Es ist besser, Du erfährst es nie." " Nie? Dich Thor! Es ist ja ein offenes Geheimniß. Die ganze Stadt hat es ja schon errathen! Glaubst Du, ich hätte nicht vernommen, was sich die böse Welt in die Dhren raunt, wenn sie Dich mit dem Major spazieren fahren sieht, wenn sie über alles flatscht, was er Dir Neues und Schönes aus London oder Paris mitgebracht?"

,, Laß sie reden, es ist weiter nichts daran als Neid; daraus brauche ich vor der Welt kein Geheimniß zu machen."

Georgine brach zusammen. Schluchzend und weinend verbarg sie ihr Angesicht im Sophatiffen. Der Zorn er­stickte ihre Stimme. Kreischend stieß sie hervor:" Du bist ungerecht."

"

Wär's möglich? Georgine! Sprich!"

Du weißt, der Major wohnte bei meinen Eltern, als er noch Premierlieutenant war. Mein Vater hatte ihm Unterricht im Deutschen gegeben. Um die Konversation zu pflegen, zog er ganz zu uns."

Ihre Thränen steigerten die Wuth Brambach's. Es Ich war damals ein netter Backfisch und wurde von hätte nicht viel gefehlt und das schöne Gewand wäre von dem in jener Zeit noch sehr schmucken Offizier stürmisch

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