diag
sfeier
thilfe
offen Luft
mer. Don Deffen
wer
feit
Um
Derten
e. emlid
leichte
D
ed.
emann,
Morgenausgabe
Nr. 501
A 254
45.Jahrgang
Böchentlich 85 B1, monatlich 3,60 2. im voraus zahlbar, Boftbezug 4,32 m. einschl. Bestellgeld, Auslandsabonne ment 6,- M. pro Monat.
*
Der„ Borwärts" erscheint wochentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel Der Abend", Illustrierte Beilagen Bolt und Zeit" und„ Rinderfreund". Ferner Unterhaltung und Biffen", Frauen ftimme". Technif", Blid in bie Bücherwelt" und Jugend- Borwärts
Vorwärts
Berliner Bolksblatt
Dienstag
23. Oftober 1928
Groß- Berlin 10 Pf. Auswärts 15 Pf.
Die etnpaftige Ronparellezelle 80 Bfennig. Reflamezeile 5.- Reichs mart, Aleine Anzeigen" das lettge.. brudte ort 25 Pfennig( aulaffig zwe fettgedruckte sorte), jebes weitere Bort 12 Bfennig. Steliengesuche das erste Wort 15 Pfennig, jedes weitere Bort 10 Pfennig. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte, Arbeitsmarkt Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Seile 40 Pfennig. Anzeigen. annahme im Hauptgeschäft Linden. traße 3, wobentägt, von 81, bis 17 Uhr.
Redaktion und Berlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Dönhoff 292-297. Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin
Vorwärts- Verlag G. m. b. H.
Frankreichs Generalratswahlen.
Abweichende Statistiken.- Autonomistische Erfolge im Elsaß .
Paris , 22. Oftober.( Eigenbericht.) Das französische Innenministerium hat am Montag eine Statistit des Gesamtergebnisses der General ratswahlen veröffentlicht, die von einer durch Havas verbreiteten Statistik wesentlich abweicht. Während Havas den Radikalen Verluste zuschreibt, stellt das Innenministerium einen deutung Gewinn dieser Partei fest. Ein Vergleich beider Statistiken ergibt folgende Ziffern:
tor der
, aus
Ronfervative.
jeg Ergebnis
bisher
Gew.) bzw. Berl.(-) Innenmin. Havas Innenmin. Havas Innenmin. Havas
37
-
1
98
67
99
69
1
2
.
Rechtsparteien
282
389
259
373
+23
+16
ik von
Mittelparteien
284
225
304 243.
20
18
Rüdel.
kyo Gemäßigte Linke 113
161
150 162
-
Radikalsozialisten.. 519
474
504
490
Sozialisten
Republikanisch.S03.
70
58
64
53
125
128
113
112
18
18
18
+15 16 +6 +5 +12+16
unverändert
Land Rommunisten 18 Im allgemeinen fann festgestellt werden, daß unter der verhältnismäßig geringen Wahlbeteiligung( 60 Proz. durchschnittlich) vor allem die Mittelparteien zu leiden hatten, während es Sozialisten, Kommunisten und Rechtsparteien fänger. gelang, ihre Anhänger faft vollzählig zur Urne zu bringen. Nicht
erkreis
II).
udhu. belag
katc plare
Heinrich Hüttmann
Am gestrigen Montagmorgen ist der Bezirksleiter bes Deutschen Baugemertsbundes Fn Frantfurt a. M., der Genosse Heinrich Hüttmann nach kurzer Krankheit einem Lungenschlag erlegen. geboren, ist also nahezu 60 Jahre alt geworden. In den Jahren geboren, ist also nahezu 60 Jahre alt geworden. In den Jahren Don 1895 bis 1898 war Hüttmann der Vorsitzende des Bauarbeiter5. verbandes und der Parteiorganisation in Eutin . Ab 1901 murde Hüttmann als Bezirksleiter feines Verbandes angestellt und in den 8.Jahren von 1904 bis 1924 gehörte er der Frankfurter Stadt.
ot Hüttmann war am 20: November 1868 in Schönwalde
isen
hten.
st
straße
schule
ker
D
Oh ich Plante
ralt M
verordnetenversammlung an.
Im Jahre 1912 wurde Hüttmann in den Reichstag gewählt, Im Jahre 1912 wurde Hüttmann in den Reichstag gewählt, bem er bis zum Jahre 1918 angehörte und dann wieder seit dem Jahre 1921 bis zu den letzten Wahlen 1938. Im Reichstag bear beitete er in den letzten Jahren gemeinsam mit dem leider gleichfalls verstorbenen Genoffen Silberschmidt besonders die Wohnungsangelegenheiten.
Der Bauhüttenbetriebsverband Heffen beklagt in dem Berstorbenen den Berlust seines Geschäftsführers. Die Barteis und Gewertschaftsbewegung Süddeutsch lands aber, insbesondere der Baugewertsbund trauert um den Berlust eines ihrer tüchtigsten und beliebtesten Führers. Die Partei aber verliert in ihm einen Genossen, der sich stets der engsten Berbundenheit der gewerkschaftlichen mit der sozialdemokratischpolitischen Arbeit bewußt gewesen ist. Der Name Heinrich Hüttmann wird in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung unvergessen bleiben.
unwichtig ist ferner das Wahlergebnis im Elsaß : 15 Autonomisten wurden gewählt; dagegen ging fein einziger ausgesprochen patriotischer" Kandidat durchs Ziel. Die Wahl Ridlins und Rossés ist allerdings ungültig. Die autonomistischen Kandidaten Dahlet Babern und SchallStraßburg unterlagen im zweiten Wahlgang. An der politifchen Gesamtfituation hat die Wahl nichts ge.
ändert.
Statistik der Besatzung.
-
Noch immer 67000 Mann. Und wieviel Frauen? Die Gesamtzahl der fremden Truppen im befetzten Gebiet beziffert fich nach den neuesten Feststellungen auf 67 100 Mann. Darunier befinden sich 54 900 Franzosen, 6700 Engländer und 5500 Belgier. Ein großer Teil der Offiziere und Unteroffiziere unterhält seine Familienangehörigen im besetzten Gebiet. Es handelt fich um eine ganz beträchtliche 3iffer.
Die Befaßungstruppen verteilen sich auf 110 Garnisonen. 14 Schulen sind ganz besetzt, 17 Schulen teilweise. Vor dem Kriege gab es in dem heute besetzten Gebiet nur 26 Garnisonen.
Mil
In maßgebenden Berliner Finanztreifen meist man darauf hin, daß zwischen der englischen und franzöfifchen Ansicht über die höhe der Reparationssumme noch immer ein starter Gegenfag besteht. Während Poincaré unter 30 mil. liarden nicht heruntergehen will, hat Churchill von 25 Milliarden als deutscher Höchstleistung gesprochen, und zwar mit der Maßgabe einer weiteren Herabsetzung, wenn die Bereinigten Staaten ihre Forderungen an die Alliierten ebenfalls noch mehr herabsetzen sollten. Ein Beweis dafür, daß eine Einigung zwischen England und Frankreich nicht erzielt ist, liegt u. a. auch in der Meldung, daß Montague Norman, der Gouverneur der englischen Bant, in der nächsten Zeit nach Paris fommen wird, um englischen Bank, in der nächſten Zeit nach Baris tommen wird, um die Besprechungen mit den Franzosen fortzusehen. Nach erzielter Uebereinstimmung soll der deutschen Regierung nahegelegt werden, Einladungen nach Berlin ergehen zu lassen. An den Verhandlungen wird die deutsche Reichsbant neben führenden Männern der deutschen Finanzwelt maßgebend beteiligt sein.
-
Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Distonto- Gesellschaft, Depofitenkaffe Lindenstr. 3
Hugenberg.
Retter Deutschlands - der wievielte?
Die Deutsche Volkspartei hat einst Herrn Hugenberg nachgesagt, ihn treibe nicht eine politische Idee, sondern Haß, rein persönlicher Haß. Damals war Herr Stresemann die Zielscheibe seines Hasses. In der Erbitterung über die Hugenbergschen Angriffe schrieb das Organ Stresemanns, die ,, Nationalliberale Correspondenz":
Baffen den Kampf führte! Das ist nicht der Fall... Er ,, Wenn er ein ehrlicher Fechter wäre und mit sauberen führt den Kampf mit unehrlichen Waffen. Was will er? Und welche Wendung verspricht er sich davon für die deutsche Außenpolitik? Er spricht in dunklen Andeutungen von verpaßten Gelegenheiten, aber er weiß auch jeht nicht zu sagen, was denn praktisch und positiv an die Stelle der gegenwärtigen Außenpolitik gesetzt werden soll. Hat Hugenberg überhaupt positive 3tele? Man sucht sie in seinem neuen Feldzug jedenfalls vergebens. Es sei denn, daß man zu dem Schluß bereit wäre, daß eine Verschärfung der wirtschaftlichen Notlage durch politische Berheßung ihm aus irgendwelchen Gründen und Bestrebungen besonderer Art gelegen täme. Und diefe Ziele tönnten nur auf die geistige Vorbereitung eines Rechts putsches hinauslaufen."
Dieser Mann ist jetzt Parteivorsitzender der Deutsch nationalen Volkspartei , um sie an Haupt und Gliedern zu erneuern. Was will er?
Er hat ein Programm aufgestellt: ein wenig Demagogie der nationalen Phrase, ein wenig Wahlrechtsverschlechterung, ein wenig Scharfmachertum. Ein stocreattionäres Programm, das ein Schlag ins Gesicht für alle jene deutschnationalen Illusionisten ist, die geglaubt haben, ihre Partei tönnte einmal etwas mehr sein als die Partei der Großagrarier und Scharfmacher und Erbin der fonservativen Traditionen aus der Zeit des Dreillaffenwahlrechts.
hat sich selbst als den Bundermann angepriesen, der die Aber sein Programm ist nicht das Entscheidende. Er monarchistische und antidemokratische Bewegung aus der Erstarrung des Greifenalters herausreißen werde, er wollte an der Deutschnationalen Volkspartei das große, rettende Wunder vollziehen. Bor zwei Jahren schon behaupteten die Volksparteiler, er müßte aus den Nebeln hervortreten, da sonst der Glaube seiner Anhänger wankend würde. Nun steht er öffentlich an hervorgehobener Stelle als Führer der Deutschnationalen - wenn er auch nur mit fünf Stimmen Mehrheit gewählt ist.
Was er will? Sein 5a ß gilt der Republik und der Sozialdemokratie. Er nennt niemals die Republik , ohne zugleich von der Sozialdemokratie und vom zerstören den Geist des Marrismus" zu sprechen. Sein Haß erklärt seinen Willen, er will vernichten, was er haßt. Er sammelt
in
Granit und Geifenblase.
Der demokratische Publizist Helmut v. Gerlach schreibt seiner ,, Belt am Montag":
Die kommuniften, immer auf der Lauer nach Agitationsoff, fuchten sofort die Gelegenheit zu nühen. Sie tamen mit einem Boltsbegehren, deffen antimilitaristischer Inhalt den fozialdemokratischen Maffen fympathisch sein mußte.
Amerika und die Reparationskonferenz der schlechteren Bofition war, hat sich erwiesen, daß die KPD. nur
Keine Einladung erwünscht.
3m Staatsdepartement wurde heute erklärt, daß die Regierung teine amtliche Einladung zu einer offilellen Beteiligung an der kommenden Dawes- Plan- Konferenz
erwarte
werden.
Gerade bei diesem Anlaß, wo die Sozialdemokratie fachlich in eine Seifenblase, die SPD. aber Granit iff.
Jn entscheidender Stunde hat die SPD . ihre taum von dem fleinften Riß durchbrochene Gefchloffenheit befundet.
Die PD. aber ist in derselben Stunde, die für sie günstiger fchien als je zuvor, als ein Haufen unzufriedener Elemente ohne inneres Band enthüllt worden... Aber jetzt, nach der vernichtenden Niederlage der KPD. , nach der unerhört glänzend abgelegten Feuerprobe auf ihre Disziplin, „ Erwarte" ist in diesem Fall gleichbedeutend mit geht die SPD. diefen kämpfen mit der Gewißheit entgegen, daß ihr wünsche": Amerita wünscht nicht, offiziell einge Knochengerüft unerschütterlich folide ift. Ob man den 30, 9 laden zu werden. Das ist an sich nichts Neues. Auch die Parteigehorsam als höchfte Tugend einschätze oder nicht, ob man sgasse Gründe für diese Abneigung sind bekannt: Amerika will nicht den Ausgang des Bolksbegehrens aus innen- und außenpolitischen burch offizielle Teilnahme an einer Konferenz über das Pro- Gründen begrüße oder bellage- die Tatsache ist erhärtet worden, blem der deutschen Reparationen zu einer Aufrollung des daß die Sozialdemokratie nicht bloß die ft art fte, sondern Interalliierten Schuldenproblems gezwungen auch die fefteft gefügte aller deutschen parteien ist. Alle anderen Parteien find mehr oder weniger ein X. Sie ist eine Damit ist aber nicht gesagt, daß Amerika der Teil- benannte Zahl, und zwar die höchftftellige. hahme von privaten Sachverständigen an einer nicht Sie ist der Felfen Petri" in der Deutschen Republik. offiziellen Regierungsdelegierten zusammengesetzten Das ist das Bekenntnis eines Mannes, der eben noch Sachverständigenkonferenz feindlich gegenüberstehen würde. selbst das kommunistische Volksbegehren mitgemacht hat! Berlin Tagungsort der Konferenz? Herr v. Gerlach ist ein Eingänger. Für die Maffen des An Berliner unterrichteter Stelle liegen, wie der„ Sozialarbeitenden Volkes ergibt sich aus den Tatsachen, die er fest: bemokratische Breise dienst erfährt, Melbungen vor, die stellt, die selbstverständliche Folgerung: Es gibt in Deutsch : tman trennen laffen, daß die Entente mit der Tagung des Finanz. land nur eine Partei der Arbeit, das ist die Sozial. tomite es zur endgültigen Festlegung der deutschen Reparations. bemotratie! Sie muß noch fester, noch stärker werden, D Derpflichtungen in Berlin einverstanden ist. Berlin mirb als ge fie muß in dieser Werbewoche neue Kämpfer für ihre itsp igneter Konferenzort bezeichnet, weil in der Reichshauptstadt die Sache geminnen! Beg. 6Befamten wirtschaftlichen Unterlagen zur genauen Prüfung von Deutschlands Leistungsfähigtett porhanden sind.
aschad
Dibson
s
-
nisation der Deutschnationalen seinem Konzern zur Haßpro paganda gegen die Republik einverleibt und hat mindestens dern seiner Meinungsfabrik gemacht. Buchstäblich: wenn einen Teil der deutschnationalen Landesverbände zu GlieHerr von Keudell auf der Parteivertretertagung der Deutschnationalen ihm vorwarf, er habe seine Bhalang aus 17 Landesverbänden gekauft und seine Front sei die Front der von ihm finanziell Abhängigen, so bezeichnet das die jezige Stellung der Deutschnationalen Boltspartei: 5 ugenberg Ronzern, Abteilung Partei
Aber was wird er nun tun? Die Gläubigen erwarten das Wunder des großen Medizinmannes wir hören einstweilen nur die großen Worte, die man aus dem Munde von Stahlhelmrednern und ähnlichen Rettern Deutschlands zur Genüge tennt. Er sprach von ein paar großen einfachen Zielen, die als Leitsterne am Horizonte stehen", vom„, lebendigen Kraftzentrum", das die überparteilichen vaterländischen Kräfte fammelt zum Dienst an der großen Sache". Das sind verschwommene und verwaschene Worte, die man entweder gebraucht, wenn man nicht weiß, was man will, oder wenn man das, was man mill, nicht öffentlich fagen tann.
-
Als vor zwei Jahren die Volksparteiler versuchten, Sinn in den politischen Myftizismus des Herrn Hugenberg zu bringen, rieten fie: er will einen neuen Rechtsputsch vorbereiten. Daß er es möchte, steht außer allen Zweifeln- ob er es als Chef der Deutschnationalen Boltspartei tann, ist eine andere Frage. Der Butschersag des Stahlhelmpoltsbegehrens das ist eine reale Möglichkeit, und da er der Diktator der Partei ist- wenn auch nur mit fünf Stimmen Mehrheit, hängt es von seiner persönlichen Entscheidung ab, ob er seine Partei für diese erste große Aktion der Erneuerung Deutschlands in seinem Geiste einfeßen wird. Man darf hier feine erfte Tat erwarten- es sei denn, baß er der Meinung ist, sein Abstimmungssieg und seine Eroberung der Deutschnationalen Volkspartei sei ein vollgültiger Erjaz für diese Attion.
Stahlhelmvoltsbegehren- das wäre dann also die Tat Nummer eins. Aber was wird er fonft tun? Er wird die Partei von der parlamentarischen Politit abwenden. Der Sinn der Partei," fo läßt er in seiner Preffe verkünden,
Genoffen, nüßt die Stunde! Werbt für die partei! liegt nicht in der täglichen parlamentarischen Tattit, son