Deutliche Konjunkturbesserung.
Auch Aufstieg in den Produktionsmittel Industrien.
gleichzeitig gegebene Rückblid für das erste Halbjahr 1929, aus dem fich, höchst bemerkenswert nach der sehr günstigen Entwicklung der gesamten Montanindustrie, auch in der Produktions: mittelindustrie ein unverkennbarer Aufschmung zeigt. Nach dem Bericht des BDMA. haben vermehrte inländische und ausländische Anfragen im Juni den Eingang von Aufträgen weiter erhöht. Die Zahl der geleisteten Arbeiterstunden hat 70 Broz. der Normalzahl, die früher, was zu beachten ist, aber sehr viel geringere Aufträge umschloß, wieder überschritten. Für Werkzeugmaschinen, Kraftmaschinen, Hütten- und Bergmertsanlagen, Kranbau, Auf bereitungsmaschinen, Baumaschinen und Druckmaschinen, affo fast für die meisten Maschinenbauzweige wird eine aufsteigende Entwid lung gemeldet.
Der„ Bormärts" hat nie den amtlich- offiziösen und den unter-| rechtfertigt. Das ist der Bericht des Vereins Deutscher nehmer- offiziellen Konjuntiurpeffimismus mitgemacht, mit dem die Maschinenbauanstalten für den Monat Juni und der Stodung im Konjunkturaufschmung seit über einem Jahre und die exorbitante Arbeitslosigkeit des vergangenen Winters begleitet mor den find. Wir waren immer der Auffassung, daß von einem Kon juntturabstieg teine Rede sein kann, daß leicht erkennbare Gründe, insbesondere die Drosselung der ausländischen Kapitalzufuhr und die Bersteifung auf dem internationalen Kapitalmarkt die Stodung in der Konjunkturentwicklung erflären und daß die beispielloje Arbeits losigkeit dieses Winters einen ganz abnormalen Katastrophencharakter hatte, was in dem deutlichen Beschäftigungsrückgang auch bei In dustrien zum Ausdruck tam, die nicht faifonempfindlich find. Wir waren weiter der Meinung, daß die Erholung in diesem Frühjahr noch verlangsamt wurde durch die psychologischen Rückwirkungen der ungelösten Reparationsfrage auf die Initiative der Unternehmer, die miederum von innen her durch die Ausfälle in der Maffenfauftraft infolge der Arbeitslosigkeit nicht nur ohne Anregung blieb, sondern auch durch die fünstliche Drosselung insbesondere öffentlicher Aufträge sonst natürlichen Auftragszuwachs vermissen mußte. Wir maren endlich überzeugt, daß der Wegfall aller dieser hemmenden Fattoren, besonders angesichts der fortdauernd starten Weltfonjunktur, der deutschen Konjunkturentwicklung eine sehr starke Anregung mit der Wirkung geben mußte, daß der vorübergehenden, durch den Katastrophenwinter verstärkten Wirtschaftsstockung bald ein neuer Aufschwung folgen müffe.
Die Entwidlung der Dinge im lehten halben Jahr hat unseren Optimismus bestätigt.
Seit die Kälte überwunden wurde, bewegten sich die Vertehrsziffern der Reichsbahn auf erstaunlicher Höhe. Die Kohlen, Eisen und Stahltonjunttur hat von Monat zu Monat Reforde gebracht, wofür der letzte Bericht der Ruhrmontantrufts neues eindrucksvolles Material lieferte. Die deutsche Ausfuhr zeigt trotz gewisser fleiner Rückschläge Ziffern von nie erreichter Höhe, und die deutsche Gesamtwirtschaft bewies in den Zeiten der Attacke auf unsere Währung und einer plöglichen Kredit verteuerung um vielleicht 50 Proz. eine Widerstandstraft, die nach den pessimistischen Prophezeiungen der offiziellen und offiziöfen Konjunkturmacher niemand hätte erwarten dürfen.
Und in dem Rüdblid des BDMA. für das erste Halbjahr 1929 heißt es:
Der Gesamtauftragseingang ffieg vom Januar an zwar nicht gleichmäßig, aber doch ohne größere Rüdschläge, so daß der Gefamtauftragswert des ersten Halbjahrs 1929 um etwa 13 Proz. über dem des zweiten Halbjahrs 1928 lag. Das Auslandsgeschäft nahm ständig an Bedeutung zu und machte im Durchschnitt der erfien fechs Monate 1929 44 Pro3. des Gesamtwertes der Aufträge der Maschinenindustrie aus gegen 40 Proj. im vorigen halben Jahr 1928 und 36 Proz. im ersten halben Jahr 1928. Die Inland aufträge des ersten Halbjahrs 1929 gingen infolge des tiefen Standes vom Januar und Februar nur( aber doch! D. Red.) uni etwa 1 Broz. über das Ergebnis des vorhergehenden Halbjahrs hinaus und blieben noch um 9 Broz. hinter den Aufträgen des ersten Halbjahrs 1928 zurüd. Die Kurve des Beschäftigungsgrades vermochte sich erst vom Februar an ganz allmählich von 67 Proz. auf etwas über 70 Proz. im Juni zu heben."
Es ist kein Zweifel, daß, wenn der BDMA. nicht Prozentziffern, sondern die absoluten Wertziffern der Auftragseingänge befannt geben würde, fich eine noch erheblich bessere Lage der Maschinenindustrie zeigen würde als sie aus der Vermehrung der Arbeiter. stunden sich abnehmen läßt.
Weitere Entwicklung und die Konsequenzen.
Das Erstaunlichste aber war der Arbeitsmarkt selbst. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger ist allein gewiß fein ausreichender Maßstab zur Beurteilung der Wirtschaftslage. Aber gleiche Fehlerquellen vorausgesetzt, find doch Ausmaß und Tempo der Arbeitsmarttentlastung ein zureichend sicherer.Maßstab. Bon Mitte Februar bis Ende Juni ist die Zahl der Hauptumterstützten um nicht weniger als 1800 000 von faft 2% Millionen auf nicht viel mehr als 700 000 zurüdgegangen. Darüber hinaus hat die Wirtschaft rund 400 000 Menschen aus der Bevölkerungsvermehrung mehr aufgenommen. Der Stand der Unterstüßten lag dem nach Ende Juni nur um 110 000 über dem Stande der Borjahre und nur um rund 170 000 über dem Stande von Juli 1927, einem Zeitpunkt, zu dem der damalige Aufschwung der Konjunktur, abgesehen von der leichten saisonmäßigen Ermattung im Sommer, feinen Höhepunkt erreicht hatte. Angesichts dieser Dinge tonnten die peffimistischen Prognosen über die wirtschaftliche Ent- nistische Mittel zu erhöhen. Diesem Ziel wird aber nach der midlung nicht richtig sein, besonders, wenn man die lähmende Ein mirtung berücksichtigt, die von der Drosselung der Kapitaleinfuhr, der ungelösten Reparationsfrage und dem schwierigen internationalen Rapitalmartt ausgingen.
Heute tommt ein neues Moment hinzu, das unferen Optimismus
Kölner Lehren für Hekoga.
Merkwürdige Preisdifferenzen.
Die von uns fürzlich besprochene Dentschrift der Kölner Stadt verwaltung, in der ein Vertragsabschluß mit der Ruhrgas 2.-G. und der Thyssen- Gesellschaft empfohlen wurde, hat gezeigt, daß die Ruhrzechen der Stadt Köln weitgehende 3ugeständ nisse machen mußten. Das Gruppenversorgungsprinzip mußte mit demonstrativer Wirkung gutgeheißen werden, Köln behielt die volle Gebietshoheit, die Ruhrzechen konnten sich auch fein Reservat für die Industrieversorgung ausbedingen und die Rofsversorgung des föl. nischen Gebietes wird unter dem Konkurrenzdruck des Gastoffes
bleiben.
den tonnte.
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Es tann angenommen werden, daß zunehmend auch Inlands. aufträge, nachdem bisher die Auslandskonjunktur die Lage günstig gehalten hatte, in den Produktionsmittelindustrien neue Anregungen bringen; denn es ist klar, daß bei der allmählichen Wiederauffüllung der inländischen Kauftkraft auch der Investitionsbedarf der Verbrauchsgüterindustrie steigt und sich damit die Nachfrage nach Anlagegütern, die sich aus der guten Auslands. fonjunttur ergibt, weiterhin vermehrt. Man wird sich aber auch flar darüber sein müssen, daß zur weiteren Erhöhung der wirtschaft lichen Aktivität auch eine neue Initiative für die Er höhung des Arbeitseinkommens der Massen un= ausmeichlich wird. Schließlich besteht die ganze Kunst vernünftiger Wirtschaftsführung, besonders unter dem Young- Plan, darin, die Konturrenz- und Leistungsfähigkeit aller inländischen Wirtschaftszweige zur Abwehr des Auslandes im Inland und zur Gewinnung neuer Märkte im Ausland ohne protettioErfahrung der letzten fünf Jahre am allerftärksten gedient, wenn man die deutsche Produktion durch einen Binnenmarft stützt, dessen Aufnahmefähigkeit nie groß genug ist und der starte Garantien gegen die Zufälligkeiten der Entwicklung der Weltfonjunktur bietet.
Berstärkung der Rechtsstellung des Erfinders ein. Nach llebergang des Patentwesens an das Reichsjuftigministerium stodten die gesetz geberischen Borarbeiten, bis 1928 ein neuer Entwurf erschien, der stärkste Kritik in Fachkreisen auslöfte, Dem neuen Entwurf und der Neugestaltung des Patentsachwalterwesens 24. Hauptversammlung des Berbandes Beratender Batentingenieure galt die fürzliche in Köln . Die Vorträge der Tagung bildeten die Einleitung zu der grundlegenden Erörterung der schwebenden Batentreform, deren wichtige Fragen durchberaten wurden. Die deutschen Patentinge nieure traten erneut ein für Erfinderrechte und Erfinderehre, für Verlegung des Beginnes der Patentdauer und Beseitigung der Er. findersteuer, für Berstärkung der Stellung des Warenzeicheninhabers und wandten sich mit Entschiedenheit gegen einseitige Einflüsse auf
diesem Gebiete.
An den Reichsjustizminister wurde ein Telegramm ge sandt, das eine entschiedene Förderung der Potentreform und der Neugestaltung des Patentsachwalterwesens mit Beschleunigung wünscht.
Preußenkaffe und Genossenschaften.
Zu den Nachrichten von einer angeblichen Subventionierung Dem Amtlichen Breußischen Pressedienst wird von unterrichteter Seite geschrieben:
Das überraschendste 3ugeständnis aber, das Köln freilich dem verdienstvollen Kohlenfelderantauf unter der Führung Frant furts zu danken hat, sind die von den Ruhrzechen der Stadt Köln garantierten Preise. Der Kubikmeter Gas wird 2,8, höch ftens 2,9 Pf. fosten. Hier aber entsteht eine sehr wichtige Frage, die sich die Hessische Kommunale Gas- Gesellschaft bis heute scheinbar noch gar nicht vorgelegt hat. Es entsteht nämlich die Frage, mie Köln ein Preis von 2,8 bis 2,9 Pf. angeboten merden konnte, auf der anderen Seite aber die Ruhrgas A. G. von der Sefoga 4,10 Pf. im günstigsten alle verlangen fonnte. Und es entsteht verlangen tonnte. Und es entsteht die weitere Frage, wie es möglich war mir sehen in diesem Die Verhandlungen über die Konstituierung des EinheitsverZusammenhang von dem südwestdeutschen Projekt der Produktions- bandes der ländlichen Genossenschaften nähern sich ihrem Ende, und gemeinschaft ab, daß das durchaus viel günstigere Eigenes feßen nunmehr die leider im Endkampf vielfach üblichen Bersuche erzeugungsprojett so schnell ad acta gelegt wer ein, den Gegner durch Erhebung moralischer Vorwürfe mattzusetzen. ein, den Gegner durch Erhebung moralischer Vorwürfe mattzulegen. Eine dem Hugenberg Ronzern angehörige, dem Deutschen Landwirtschaftsrat nahestehende Korrespondenz behauptete fürzlich, in die Erörterungen über die Zusammensetzung des Vorstandes des Einheitsverbandes spielten Gehaltsfragen hinein. Der Bräfident der Breußentesse hat diese Mitteilung anläßlich der Tagung des Jieichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossen schaften als unrichtig bezeichnet. Dieselbe Rorrespondenz ver breitet nunmehr, und zwar unter Gegenüberstellung einer ehren. amtlichen oder entgeltlichen Tätigkeit der fünftigen Mitglieder des Borstandes des Einheitsverbandes, die Nachricht, die Breußenkaffe fei für den Fall einer ihren Wünschen entsprechenden Regelung der Perfonenfragen bereit, den Einheitsverband zu fubventio nieren. Diese Gegenüberstellung ist nur eine scheinbare; denn Hat sich in Hessen noch niemand die Konsequenbie für den Borstand des Einheitsverbandes in Betracht tommenden zen überlegt, die sich daraus ergeben? Bersönlichkeiten find fast ausnahmslos Beamte genoffenschaftlicher Organisationen, und es ist natürlich nur eine Frage der 3wedmäßig feit, ob Gehaltsbezüge von der Zentrale oder von Unterorganifa unter diesen Umständen auch lediglich in einigen Blättern von lofaler tionen getragen werden. Die zur Rede stehenden Nachrichten sind Bedeutung erschienen.
Gleiche Bedingungen vorausgesetzt wie bei dem Angebot der Ruhrgas A.-G., fostet nämlich die Eigenerzeugung nach Prof. Eberle 3.02, nach Brof. Heidebroet sogar nur 2,15 Bf. pro Kubikmeter. Dennoch hat der Borstand der Heloga das Ruhr angebot mit 4,10 Bf. empfohlen. Im Kölner Projekt zeigt sich, daß bei ähnlichen Liefermengen, wie fie für die Heloga in Frage fämen, Preise von 2,8 bgm. 2,9 f. mäglich find, das heißt Preise, die auf der Mitte zwischen der Berechnung von Prof. Eberle und derjenigen von Prof. Heidebroef liegen. Bei allen Breisen, die wir genannt haben, find die Kosten für Fernleitungen, Kapitaldienst und Rohverluste nicht berücksichtigt, die Preise sind also vergleichbar.
Patentingenieure und Patentreform. Seit nahezu einem Bierteljahrhundert ist die Neugestaltung der rechtlichen Grundlagen des deutschen Erfindungs- und Marten wesens, der Gesetze des gewerblichen Rechtsschutzes und der damit zufammenhängenden internationalen Berträge, Gegenstand der Er örterung. Der erste Entwurf von 1913 trat für eine weitgehende
In einem Nachwort zur Königsberger Tagung des Reichsverbandes", das ein Bild des augenblidlichen Standes der Ber handlungen über die Gründung des Einheitsverbandes und eine
Boraussage für die Zusammensetzung seines Borstandes zu fonstruieren versucht, behandelt nunmehr das Berliner Tageblatt diesen Fragenkompler u. a. mit folgender Wendung:
,, Es ist nun zwar der Gedanke aufgetaucht, daß der neue Einheitsverband von der Preußenfasse in irgendeiner Weise dotiert werden könnte, damit er in der Lage sei, seine Geschäftsführung auf eine breitere finanzielle Basis zu stellen. Dieser Borschlag ist natürlich, wie nicht anders zu erwarten, von allen Gruppen, die für den Einheitsverband in Frage kommen, sehr entschieden abgelehnt worden."
Da hier eine negative Haltung der Genossenschaftsverbände einem Borschlage gegenübersteht, wird die Auslegung angedeutet, die Preußenfasse beabsichtige, den Einheitsverband gegebenenfalls zu fubventionieren. Hierzu ist zu sagen, daß zwar in früheren Jahren Einrichtungen genossenschaftlicher Spizenorganisationen auf Antrag regelmäßig finanziell unterstützt worden sind. Ein im vorigen Jahre geäußerter Wunsch, diese Zuwendungen zu erhöhen, ist abgelehnt worden. Die Subventionen sind vielmehr teilweise bereits abgebaut, und ihre demnächstige völlige Beseitigung ist vor längerer Seit angekündigt morden. der Preußentasse auch eine Dotierung des tünfDementsprechend ist und wird seitens tigen Einheitsverbandes nicht in Betracht ge 80gen.
„ Ringbildung" im Baugewerbe..
Zum Kapitel Kartelle und Monopole.
Zu unserem Artitel vom 4. Juli Machtgruppierung im Bau gewerbe", der die fortschreitende Trustbildung behandelte, finden wir Ergänzungen in den Heften 11 bis 13 der ,, Sozialen Bauwirtschaft", die einige Schlaglichter auf das dunkle Kapital der kartellmäßigen Bindungen im Baugewerbe werfen. Be sonders interessant ist der Artikel von Karl Hermann über„ Preisschuhverbände in der Bau- und Baustoffindustrie", der sich auf die Bernehmungen vor dem Enquete- Ausschuß stützt.
Ein solcher Preisschutzverband ist der Deutsche Eisenbau Verband( EDB.), in dem die Eisenbaufirmen organifiert find und der schon 1904 entstand. Die für die Aufnahmefähigkeit des Marktes zu große Leistungsfähigkeit der Firmen und dauernde Verschiebungen der Konstruktionen, die die Kalkulations. grundlagen veränderten, haben eine straffe Bindung an Mindest preise bisher verhindert. Aber die Bedingungen für Ausführung, Zahlung und Nachforderungen bei unvorhergesehner Erhöhung der Produktionskosten sind einheitlich geregelt. Wichtiger ist die Verbandsbestimmung, daß jedes Mitglied die Beteiligung an einer Ausschreibung zu melden hat; die Geschäftsstelle vermittelt dann unter den Beteiligten an einer bestimmten Ausschreibung eine Aussprache über Angebot und Durchführung des Auftrages. Kommt es zu einer Einigung, dann macht eine Firma das niedrigste Angebot, in das ein Gewinn anteil für alle Firmen eingerechnet ist; die anderen Firmen geben höhere Scheinofferten ab. Trotz aller Konkurrenz und troß vieler Außenseiter erfolgt eine Einigung in 25 Broz. aller Fälle.
Das Beton und Tiefbaugewerbe hat im Jahre 1910 eine sogenannte Nachrichten stelle" gegründet, die in ähnlicher Weise tätig ist wie der EDB. In den Sagungen findet sich die Bestimmung, daß bei der Vereinbarung von Preisen deren ,, Angemessenheit" zu prüfen sei. Schöne ,, Angemessenheit", menn in dem Preis eine Geminnbeteiligung vieler unbeteiligter Firmen eingerechnet ist! Auf Berlegung der Meldepflicht sind hohe Vertragsstrafen gefeßt. Die Tätigkeit der Nachrichtenstelle" führte 1927 in 9 Proz. aller Fälle mit einem Werte von 75 Millionen Mart zu einer Berständigung. Die Quote der Gewinnbeteiligung betrug nicht weniger als 3,9 Proz. vom Wert der Objekte. Um mindestens diesen Prozentjazz waren also die Raftulationen zu hoch.
Mit dem 3med, allen an einer Ausschreibung Beteiligten den Ersatz ihrer Kosten für Projektausarbeitung zu sichern, hat die 3wangsinnung für das Baugewerbe Dortmund " eine melde ft elle" gegründet. Jeder, der eine Offertenabgabe„ beabsichtigt", hat diese Absicht zu melden; ihm wird dann die Anzahl der Kon furrenten gemeldet, nach der er bestimmte Säge für Projektuntoften an die Melbestelle" zu zahlen. Durch diese Belastung werden in sein Angebot einzusetzen hat; dieser Betrag ist bei Ausführung gerade die tleineren Bauvorhaben nicht unwesentlich verteuert; bei Ausschlag bei einem Borhaben von 50 000 Mart Wert 3,7 Broz., bei 20 Teilnehmern an einer Submission( Absicht genügt!) macht der 200 000 Mart 1,9 Proz. bei 1 Million 1,2 Proz. aus. Die große Gefahr solcher Meldestellen" liegt aber in der Erleichterung der Befahr solcher Meldestellen" liegt aber in der Erleichterung der bestrebungen erhöhen die ohnehin zu hohen Baukosten immer meh:; Ringbildung( siehe oben!). Solche ungerechtfertigten Monopolsie sind ein Verbrechen an der Allgemeinheit.
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Wieder 83 Millionen neues Gold bei der Reichsbank. Der Wochenausmeis der Reichsbant zum 6. Quii zeigt eine weitere Stärtung der Reichsbank und eine erfreulich starke zugleich normal zu nennende Entlastung nach dem an fich nicht schmeren Juni- Ultimo. Die Wechselbestände gingen um 154,9 auf 2688,1, die Bestände an Lombarddarlehen um 114,4 auf 79,8, die Bestände an Reichsschahwechseln um 47,7 auf 110,4 Millionen zurüd. Die unverzinslichen Gelder auf Girokonto zeigen mit 603,8 millionen eine fleine Abnahme um 27,4 Millionen Mart. Der Umlauf von Reichsbantnoten hat sich um 228,6 auf 4610,0 millionen gesenkt. Hauptsächlich durch Goldläufe in London stiegen die Goldbestände um 83,0 auf 1994,5 Millionen; gleich8,4 auf 368,9 millionen erhöht werden. Der Rückgang des Rotenzeitig fonnten die Bestände an dedungsfähigen Devisen weiter um umlaufs, die Bermehrung der Dedungswerte verbesserten das De dungsverhältnis der Noten. Durch Gold allein waren die umlaufenden Noten mit 43,3 gegen 39,5 Proz. in der Borwodje gedeckt, durch Gold- und dedungsfähige Devisen zusammen mir 51,3 gegen 47,0 Prozent. Berüdsichtigt man das Deckungs. verhältnis allein, so wäre die Zeit für eine Distontermäßi gung gefommen.
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Bata- Berichtigung und Bata- Brozeffe. Wir berichteten fürzlich einer einstweiligen gerichtlichen Verfügung, monach der chechischen Schuhlonzerns Bata ist, die Feilhaftung von beſtimm. Romeo Schuh.AG. deren Aktienmajorität in der Hand bes tschechischen Schuhkonzerns Bata ist, die Fellhaltung von bestimm. nungen" verboten wird. Die Romeo- Schuh- AG. gibt in einer 3 tem minderwertigen Schuhmert unter irreführenden Bezeich fchrift an uns zu, daß der gerichtlichen Verfügung gewisse Tatsachen zugrunde liegen. Es wird aber gesagt, daß es fich in feinem Falle um Fabritate der Firma Bata gehandelt habe, sondern um falsch gefennzeichnete Waren einer deutschen Schuhfabrit. Wir teilen auf Wunsch diese Dinge mit, ohne fie jedoch irgendwie auf Richtigteit nachprüfen zu fönnen. Die Deffentlichkeit wird es interhandlung stattfindet, in der über die Berbreitung des Philipp. effieren, daß am Samstag, dem 13. Juli, vor dem 10. Senat des preußischen Kammergerichts eine Berufungshauptver schen Buches„ Der unbetannte Dittator Thomas Bata " endgültig entschieden werden soll. Am gleichen Tage wird Dor bemfelben Senat auch in einem Bata- Prozeß gegen den Deut schen Schuhmacherverband entschieden,