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" Bedienung" in den Bädern!

Eine soziale Betrachtung über die 10 Prozent.

Nach altem Brauch kommen in den Seebädern zu der Miete, die man für seine ,, Sommerwohnung" zu bezahlen hat, noch 10 Pro 3. Bedienung, wenn man sich nicht alles selbst macht oder durch das mitgebrachte eigene Hausmädchen machen läßt. Wie gewiß so viele war ich bisher der Meinung, daß diese 10 Proz. Bedienung ähnlich wie beim Kellner nun auch tatsächlich grundsäßlich ganz der ,, Bedienung" zufallen, bin aber dieses Jahr eines Besseren belehrt worden. Und das kam so.

Als ich auch dem Seebade abreisen wollte, auch schon prompt meine Miete nebst 10 Pro3. Bedienungsaufschlag bezahlt hatte, meinte meine Hauswirtin wie so nebenbei etwas schüchtern: Meine Herr­schaften geben gewöhnlich noch bei der Abreise dem Bedienungs­mädchen ein kleines Trinfgeld!" Das machte mich stubig. Ich beschloß, der Sache auf den Grund zu gehen. Als inzwischen die Wirtin verschwunden war, fragte ich ein wenig das Mädchen aus. Und da mußte ich zu meinem Erstaunen hören, daß so ein Mädchen rein gar nichts mit dem Bedienungsgeld zu tun hat. Unser Mädchen bekam 50 M. monatlichen Festlohn und freie Unterkunft in einer kleinen Dachkammer, die auf keinen Fall an Badegäste zu vermieten ging, sowie freie Verpflegung. Wir rechneten nun schnell die Miete zusammen, die wir 10 Familien, die das Mädchen zu be­dienen hatte, und siehe da, wir kamen zu dem Resultat, daß die Wirtin von diesen 10 Mietern im Monat Juli allein rund 2500 M. an Miete einnimmt, für Bedienung dazu noch 250 M. extra. Dabei rührte die Wirtin nicht einen Finger zur Bedie­

nung, sondern überließ dies voll und ganz dem für die Saison gemieteten Hausmädchen. Dies erhielt dafür 50 m. Monatslohn und verursachte allerhöchstens seiner Wirtin monatlich 50 m. bare Unkosten für Verpflegung und Unterkunft. So hatte die Wirtin für Juli allein aus dem 10prozentigen Bedienungsaufschlag einen Nutzen von 150 M. Aber diejenige, die alles machte und den ganzen Tag feine Ruhe hatte, verdiente nur 100 m. im Monat. Wie ich mich er­tundigte, hatte der Juni etwa 1700 M. Monatsmiete gebracht, also der Wirtin einen Bedienungsüberschuß von nur" 70 M. Für den August war alles schon wieder ,, mit Bedienung" vermietet. So fann die Wirtin wieder mit gutem Gewissen 150 M. Bedienungs: überschuß einheimsen. Sie wird gewiß lächeln, wenn sie Ende August zusammenrechnet, daß sie durch den kniff mit 10 Pro 3. Bedienung ohne Fingerrühren 370 m. extra per­dient hat. Das Mädchen aber, das alle Bedienungsarbeit ge­macht hat, hat in den drei Monaten nur 300 m., allerdings aber ehrlich, verdient. Muß es da nicht unzufrieden werden, wenn es sieht, wie die Wirtin sich noch auf seine Kosten bereichert?

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Wie man weiß, gehen die Mädchen nur zu gern in die Badeorte zur Bedienung, um die Welt auf billige Weise kennenzulernen". D, fie lernen sie auf teure Weise fennen und werden nur aus. gemußt. Das Angebot ist so groß, daß sehr viele Mädchen ein Tarif besteht nicht froh sind, wenn sie nur ein paar Mart ver­dienen. Sie wollen ja billig die Fremde kennenlernen auch wenn dieser Drang in die Ferne weidlich zu ihrem Nachteil ausgenutzt wird. Wer löst diese soziale Frage des Badelebens?

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Flugzeugzufammenstoß in England.

Alle drei Jnfaffen tot.

London , 29. Juli Ju der Nähe von Kingsbury ffießen Montagnachmittag zwei lein- Moth- Flugzeuge in der Luft zusammen und stürzten Eine der beiden ab. Die drei Insassen wurden getötet Maschinen fing beim Absturz Feuer und fam als brennende masse zur Erde.

the Bei Baffarat und Rommé.

Die vergnügten Spielabende im Klub.

Das Große Schöffengericht Charlottenburg unter Borsiz von Landgerichtsdirektor Toelte beschäftigte sich am Montag mit den Bakkaratabend, die im vorigen Jahre im Klub Bühne und Film" jeden Donnerstag und Sonnabend ab­gehalten worden waren. Wegen gewohnheitsmäßiger Veranstaltung von Glücksspielen in einer geschlossenen Gesellschaft waren angeflagt: der ehemalige Klubleiter Dr. Heinz Gordon und die Angestellten des Klubs Wolfheim als Spielleiter und Liesegang als Croupier.

Freidenfertreffen Berlin- Brandenburg. begreiflicherweise die Berärgerung des Beſizers hervorgerufen an zwei Tagen spielen zu laſſen. Er habe vorher mit Bolizei.

Kulturarbeit in den ländlichen Bezirken.

Seit Frankfurt den fommunistischen Einfluß der drei Monate dem Verbande angehörenden Führern der Opposition" die Tür gewiesen, belebt sich die Aufbauarbeit, die ausnahmslos heute unsere Parteigenossen im Verband für Freidenfertum und Feuerbestattung leisten. Die internationale Arbeiterschaft blickt mit großem Inter­effe auf die Weiterentwicklung im Freidenferverband; hier, wo die Kommunisten sicher wähnten, einen 600 000 Mitglieder starken Verband mit einem Verbandsvermögen von 2 ½ Millio­nen Mark( Ende 1928) Moskauer Zwecken dienstbar zu machen, haben unsere Parteigenossen in einmütiger Abwehrfront neben ihren sonstigen vielen Ehrenfunktionen die deutsche Freidenfer bewegung gerettet, den Gemeinschaftsgedanken tiefer gesenkt und neue Massen dem Schmorverein" wie unsere linken Freunde den Verband jetzt nennen

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zugeführt.

Es war ein glücklicher Gedanke der Bezirks- und Verbands­instanzen, den Berliner Genossen Gelegenheit zu geben, in einem Treffen mit dem Brandenburger Bezirk die Zweck­bestimmung des Verbandes für Freidenfertum und

Feuerbestattung in die ländlichen Bevölkerungsfreise hinein­zutragen. In Kirchmöser bei Brandenburg waren die Mit­glieder beisammen, um Zeugnis abzulegen von dem Menschheits­wert des fulturpolitischen Ringens der Freidenfer. Im Auftrage des Zentralvorstandes begrüßte Genosse Willi Peters- Berlin die im Seegarten" versammelten Mitglieder und Freunde; sein Dante richtete sich an die zahlreich erschienenen Angehörigen, be­fonders an die Frauen unserer Genoffen, ohne deren Mitarbeit die Berbandsarbeit nicht wirtungsvoll entfaltet werden kann. In dem Bestreben, die Aufgaben und Ziele des Verbandes in die Köpfe der Unwissenden hineinzutragen, ist die Frau ein nicht zu ent­behrender Faktor. Wenn es das Verdienst der Sozialdemokratischen Partei ist, der politischen Befreiung den Weg geebnet zu haben, so haben wir Freidenker die Aufgabe, die geistige und fulturelle Befreiung aller werteschaffenden Menschen in die Hand zu nehmen. Umrissen wurden diese Ziele durch Lenzen Berlin , der in ein­gehender Weise den Kampf der Freidenfer aufzeigte. Schneider Luckenwalde überbringt Grüße seines Agitationsbezirks. Sekretär Ollenburg Brandenburg dankt für Sie Mühe des Erscheinens und verspricht, weiterhin den Beweis zu erbringen, daß auch auf dem Lande und in den Kleinstädten ein erfolgreiches Ar­beiten freidenferischer Tätigkeit gesichert ist. Rezitationen der Genossin Lasch aus Chorus der Menschheit" beendeten den offiziellen Teil. Unser das Leben und unser das Land", war der

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Kampffpruch der Rednerin, der durch das Mitrophon bis auf die

Mitte des Plauer Sees vernehmbar, starten Widerhall bei allen Teilnehmern fand.

Franzöfifche Luftfahrer in Berlin . Das aus elf bedeutenden Bertretern der französischen Luftfahrt bestehende Propagandakomitee, das zur Zeit die europäischen Luft­verkehrsverhältnisse studiert und in der vorigen Woche bei den Segel­fliegern in der Rhön weilte, ist in Berlin eingetroffen. Montag vor­mittag wurden durch das Komitee die Werkstätten der Deutschen Lufthansa in Staaten und anschließend die Deutsche Berkehrsflieger­schule besichtigt. Nach einer Besprechung im Reichsverkehrsministe­rium besuchen die Vertreter der französischen Luftfahrt heute den Berliner Zentralflughafen Tempelhof . Anschließend begeben sie sich mit den planmäßigen Berkehrsflugzeugen der Deut­schen Lufthansa nach Hamburg .

Die Stadtbahu holt auf.

Im Monat Juni wurden auf den Berliner Stadt, Ring- und Borortbahnen 39 339 928 Personen befördert. Gegenüber dem

gleichen Monat des Vorjahres, der eine Beförderungsziffer von 33 900 885 Personen aufwies, ist eine Steigerung von 16 Pro 3. eingetreten, die abgesehen von dem günstigen Sonn­abgesehen von dem günstigen Sonn­tagswetter im wesentlichen der Elettrisierung und der damit verbundenen Berkehrsbeschleunigung zu danken ist.

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Im Streit niedergestochen.

Gestern abend spielte sich vor dem Hause Sophie Char lotte Straße 108 in Charlottenburg ein blutiger Streit ab. Der 36jährige wohnungslose Leo Müller war in einem Restaurant mit dem 33jähriger Schuhmacher Paul Döhring aus der Nehringstraße in Streit geraten, der auf der Straße feine Fortsetzung fand. Es tam zu Tätlichteiten, und plötzlich zog Müller ein Messer hervor und stach auf Döhring ein. Bon vier Stichen in den Kopf getroffen, brach D. zu= jammen. Er mußte in das Westendtrantenhaus gebracht werden. Der Messerheld tonnte von der Polizei festgenommen

werden.

Königlich Fachingen." Die unter dieser Spitzmarke erschienene Notiz, die auf zuschriften aus Leserkreisen hinweist, nach denen sich an der Wieland- Drogerie am Kurfürstendamm ein 5 Meter langes Schild mit der Aufschrift Königlich Fachingen" befindet, hat

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Er sendet ein vier Seiten langes Schreiben, in dem er versichert, daß die gerügten Mißstände von denen sich übrigens unser Bericht erstatter persönlich überzeugte feine politische Propaganda darstellen sollten. Der Inhaber bezeichnet sich selbst als Demokrat; um so weniger verstehen wir aber seine demokratische und auch geschäftliche Einstellung, die ihn hätte veranlassen müssen, schon längst die Schilder zu entfernen, um den gerügten Anstoß bei den Baffanten zu vermeiden. Weil Herr S. Wert auf diese Richtigstellung legt, daß es sich bei Fachingen um ein 25 Jahre altes Firmenschild handelt und sich die schwarzweißroten Fähnchen auf den Glas­schildern angeblich nicht entfernen ließen, wollen wir auch dies zur Renntnis unserer Leser bringen.

Die Schlacht im Zuchthaus. Nach der Meuterei der Strafgefangenen von Auburn.

Rochester( New Yort), 29. Juli.

Meuterei im Zuchthaus von Auburn beteiligt. Es sind über Wie jetzt bekannt wird, haben sich 1766 Sträflinge an der 30 Sträflinge verwundet worden.

40 mit lebenslänglichem Zuchthaus Bestrafte verteidigten mit drei Maschinengewehren die Werkstätten. Früh morgens wurde die Ordnung wiederhergestellt, doch waren die Maschinen gewehre unauffindbar. Die Feuerwehr wurde bei ihrer Arbeit start behindert, weil von mit den Sträflingen sympathiefierenden Elementen die Schläuche zerschnitten wurden.

Während der ersten Stunden der Meulerei bemächtigte sich der Einwohner von Auburn eine Panit, viele Familien machten fich zur Flucht im Auto bereit.

Der Staats tommissar für Gefängniswesen erflärt, er habe schon lange einen Ausbruch befürchtet, da die Gefängnisse, in­folge der mit der Zunahme der Verbrechen verhängten höheren Gefängnisstrafen, die Sträflinge zur Berzweiflung treiben, zumal die Unterkünfte ungenügend seien.

Haftbefehl gegen Tscherwonzenfälscher.

Wie erinnerlich, war durch Beschluß der Straftammer des Land­ gerichts I der Haftbefehl gegen den seit länger als einem Sabre in der Affäre der Fälschung von Tscherwonzen( Sowjet­rubel) in Untersuchungshaft befindliche Georgier Sadathiera ichwili aufgehoben worden. Der Angeflagte, der fich als einziger von den in der Fälschungsaffäre verwidelten Persönlichteiten noch in Haft befunden hatte, war nach seiner Entlassung aus dem Unter­fuchungsgefängnis mit Rücksicht auf das schwebende Auslieferungs­verfahren in Polizeigewahrsam genommen worden. Gegen den Beschluß der Straffammer hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt. Das Kammergericht hat nunmehr den Beschluß des Land­gerichts aufgehoben und den aftbefehl, den das Amtsgericht Berlin- Mitte seiner Zeit erlassen hatte, bestätigt, jedoch mit der Maßgabe, daß Sadathierafchwili von der ferneren Haft gegen Hinter­legung einer Raution von 5000 mt. verschont bleiben soll.

Fischsterben in der Berliner Spree .

Passanten, die fürzlich die Spree am Reichstagsufer passierten, sahen unzählige tote Fische auf der Oberfläche des Waffers schwimmen. Bei der großen Zahl industrieller An­lagen, die ihre Abwässer in die Spree leiten, ist es natürlich schwer festzustellen, worin die Ursache des großen Fischsterbens zu suchen ist. Das Fischeſterben ist eine Erscheinung, die sich nach schweren Regenfällen zum öfteren wiederholt. Der Mangel an Sauer­ft off treibt dann die Fische an die Oberfläche; auch das Auftreten großer Wassermassen aus den Notausläffen des Kanalneßes nach Regenfällen bringt viel Unrat in das Wasser, der die Riemen der Fische verletzt. Die Fische werden vom Wasserbauamt abgesammelt

und vernichtet.

Ein bestätigtes Todesurteil.

Der Ferienstraffenat des Reichsgerichts verwarf die Revision des polnischen Staatsangehörigen Klymet, der am 2. Mai 1929 Dom Schwurgericht Landsberg( Warthe ) wegen des im Juni 1922 begangenen Raubmordes an dem Bankboten Essig zum Tode ver urteilt worden war. An einer Begnadigung des Berurteilten durch die preußische Staatsregierung ist nicht zu zweifeln.

,, Die Tragödie einer Mutter". Am Sonntag berichteten wir über die Verzweiflungstat der 26jährigen Frau eines Postbeamten D. Sie betäubte ihr Töchterchen durch Gas und beging dann Selbstmord. Ein Verwandter bittet uns, mitzuteilen, daß nicht das zweijährige, sondern das siebenjährige Töchterchen mit der Mutter in der Küche meilte, in der sich das traurige Ereignis abspielte. Auch trieben nicht Nahrungsforgen, sondern der Kummer über den Verlust einer geringen Geldsumme, durch den ihr Mann dienstliche Un­annehmlichkeiten hätte haben tönnen, die Frau zu ihrer Ver zweiflungstat.

Im Juni vorigen Jahres mar Kriminalfommissar Greiner mit Beamten des Spieldezernats in die Klubräume eingedrungen und hatten eine zahlreiche Gesellschaft beim Battarat und Rommé betroffen. Das Spielgerät in Gestalt des Battaratschlittens und Schalen für die Chips wurden beschlagnahmt und lagen jetzt auf dem Gerichtstisch. Der Angeklagte Dr. Heinz Gordon bestritt, sich der Beranstaltung gewohnheitsmäßiger Glücksspiele schuldig gemacht zu haben. Die Verantwortung trage der Vorstand. Dieser habe, nachdem die Polizeiaftion gegen das Efarté- Soiree ein­gesetzt hatte, grundsäßlich dieses Glücksspiel verboten gehabt. Als die Geschäfte des Klubs schlecht gingen, habe er dem Borstand empfohlen, vizepräsident Dr. Weiß gesprochen gehabt und dieser habe ihm mehrfach erklärt, daß ein gelegentliches Spiel im geschlossenen Streife nicht zu beanstanden wäre. Er, der An­geflagte, habe keine Borteile von dem Spiel gehabt, denn er habe feine 1500 m. monatlich, die er schon vorher bezogen hatte, auch nach dem Aufhören des Spiels feit dem Eingreifen der Polizei weiterbezogen und sei erst am 1. Januar d. J. freiwillig zurüc getreten. Als Zeugen waren verschiedene Mitglieder von Bühne und Film", darunter der Schauspieler Paul Heidemann ge= laden. Auf ihre Vernehmung wurde aber verzichtet. Der Staats­anwalt beantragte gegen Dr. Gordon, den er als Manager be­zeichnete, 1000 M. Geldstrafe, gegen die beiden anderen Angeklagten 200 bzw. 50 m. Geldstrafe.

Rechtsanwalt Dr. Sad führte aus, daß er als jahrelanges Mite glied von Bühne und Film" nur bestätigen tönne, daß Gordon immer streng besorgt war, die gesellschaftlichen Formen im Klub zu wahren. Verschiedentlich habe er, wie andere Mitglieder, ihm vor­gehalten ,,, wir sind doch nicht in der Kirche!" Der Klub diene zur Erholung von Künstlern und sei tein Sammelpuntt für Spieler. Der sei, daß die Polizei gegen Bühne und Film" vorgegangen sei, zweite Verteidiger, Dr. Becker, betonte, daß es ein Spiel des Zufalles während in gewissen anderen Klubs unter ihren Augen täglich mit sehr hohen Einfäßen weitergespielt werde. Nach längerer Beratung erklärte das Gericht den Angeklagten im Sinne der Anklage schuldig, gewohnheitsmäßig Glücksspiele veranstaltet zu haben. Es wurden verurteilt Dr. Gordon zu 500 m. Geldstrafe, Wolfsheim zu 200 m. und Liesegang zu 50 M. Geldstrafe. Im Urteil erkannte das Gericht an, daß Gordon sich vorher bei der Polizei erkundigt hatte. Wenn die ihm gewordene Auskunft auch rechtlich nicht zu beanstanden sei, so hätte sie besser unterbleiben sollen. Es sei aber nicht nur gelegentlich gespielt worden, sondern regelmäßig. Wie wir hören, wird gegen das Urteil Berufung eingelegt werden.

Raubüberfall auf ein Wettbureau.

3mei junge Burschen, die vor einiger Zeit mit ausreichenden Geldmitteln nach Berlin gekommen waren, hatten ihren Besiz bei Rennwetten verloren und beschlossen nun, das Defizit durch einen Raubüberfall auf ein Wettbureau wieder auszu gleichen. Sie hatten eine Gelegenheit in der Neanderstraße aus­gefundschaftet und wollten gestern abwarten, bis der Geschäftsmann

feine Kunden abgefertigt habe und die Kassenabrechnung vornehme. Von ihrem Plane hatten sie aber in einem Lotal erzählt, und so fam es auch der Kriminalpolizei zu Ohren. Beamte der Fahndungsstreife H beobachteten das Wettbureau. Zufällig war gestern dort aber ein schwaches Geschäft, so daß der Inhaber fich veranlaßt fah, seinen Laden nicht wie sonst bis 6 Uhr offen zu versuchten die Burschen, von der Hintertür aus einzubringen. Sie halten, sondern ihn schon eine halbe Stunde früher schloß. Trotzdem ftelle A 5 des Polizeipräsidiums zugeführt. Es sind ein Josef N wurden festgenommen und wegen versuchten Raubes der Dienst. und ein Karl St., beide aus der Provinz. Sie geben den geplanten Raub zu.

Todesopfer des Fußballsports.

Wien , 29. Juft.

Der Fußballsport forderte am Sonntag zwei Tobesopfer. In Gänserndorf brach plöglich der Flügelstürmer des Vereins Post­gewerkschaft- Wien ohne ertennbare Ursache zusammen. Er erholte sich anscheinend bald, fiel aber bei Wiederbetreten des Sportplages erneut in Ohnmacht und starb auf dem Transport ins Bei einem Wettspiel im Vorort Mödling zog

Krankenhaus.

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sich ein Mitglied des Fußball flubs Sparta 12 bei einem, un bellen Folgen er noch am selben Lage verschieb.

stoß mit seinem Gegenspieler einen Nierenriß zu, an dessen

Rund um die fühle Blonde." Ein Parteigenosse schreibt uns: Mit großem Interesse habe ich den Artikel unter dieser Spigmarke in der Sonntagsausgabe gelesen. Hierzu möchte ich mur noch eine furze Mitteilung machen: In dem über 350 Jahre stehenden Ge­bäude des Grundstücks Alt- Stralau 22 befindet sich ebenfalls eine Weißbierstube, in der man unser alkoholarmes und erfrischendes Berliner Getränk genießen kann. Der Wirt ist Parteigenosse, und das Lokal ist mit historischen Erinnerungszeichen geschmückt.

Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend. ( Nachdrud verboten.) Anfangs trübe mit Regenfällen, später vorwiegend wolfig, wenig Temperaturveränderung. Für Deutschland : In Mittel-, Süd- und Südostdeutschland vielfach regnerisch. Im Nordosten ziemlich heiter und trocken. Im Westen woltig bis heiter, vereinzelt Regenschauer.

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