Gewerkschaften und BVG.
Entlassungen oder Arbetsstredung?.
Der fommunistische Urbeiterrat der Verkehrs- A.- G. hat den Borflag der Betriebsleitung, um Entlassungen von Atbeilern in der Technik zu vermeiden, vorläufig für einen Teil der Belegschaft die Arbeitszeit zu verkürzen, gestern abgelehnt.
Die Betriebsleitung hat daraufhin die am Tarifvertrag betei. ligten frelen Gewerkschaften heute vormiltag zu einer Ausfprache geladen. Hierbei gaben die Gewerkschaftsvertreter ihrer Auffassung Ausdruck, daß fie grundsählich auf dem Standpunkt stehen, es müsse, bevor Entlassungen vorgenommen werden, erst versucht werden, diese Entlassungen durch Berkürzung der Arbeitszeit zu vermeiden.
Die Gewerkschaftsvertreter befonten welter, daß fie infolge der ablehnenden Stellungnahme der gefehlichen Arbeiterve: freler gegenüber dem Vorschlag der Betriebsleitung auf Arbeitszeitverkürzung erft thre Funktionäre zufammenrufen müssen, um mit ihnen die Answirkung des Beschlusses des Arbeiterrates eingehend zu beraten. Es müsse abgewartet werden, ob die frelgewerkschaftlichen Funk
R
Das Genie des Dichters formt im Bühnenwert die Folge des| noch entfernter Piscator, für den das Gerüst des Theaters über
Beschehens zum Erlebnis. An sich ist freilich das Leben der Menschen von zahllosen Erlebnissen durchflutet. Stets von neuem durchbricht die Fülle der Erscheinungen, der Stunden, Tage und Jahre die besondere Gegebenheit des einzelnen. und trübt die Reinheit jeines Fühlens und die Klarheit seiner Gedanken. All zu viel drängt in das Blidfeld der Seele, Millionen fleinster Einbrüde gleiten durch den Schleier unseres Bewußtseins, und wenn auch ihr geringster Teil fruchtbaren Boden findet und zum Erlebnis aufwächst eine Rette reinsten Erlebens wird selten entstehen fönnen. Das reine Erlebnis gibt uns das Theater. Die Bühne wird zur willkürlichen Welt des Dramatikers, in der er als Schöpfer schafft. Wenn wir das Theater betreten. gehen wir in diese Welt ein und sind abgeschnitten von der draußen brausenden Wirklichkeit, die nicht mehr die Macht hat, jenes Erlebnis zu beeinflussen, zu verändern, oder zu burchbrechen, das uns bie Bühne gibt. Hierin
Brandstätte Dresdener Straße. liegt die Macht bes Theaters und dies trägt seine Bedeutung über
Unfer Bild zeigt die Trümmerstätte, die der große DachStühlbrand im Haufe Dresdener Straße 97 hinferlafen hal In dem Staufe befindet sich eine chemische Sabrik. Jo daß der Brand eine große gefahr für die Umgegend daritelite.
rates decken.
Von dem Ausgang dieser Funktionärkonferenz wird es abhängen, ob und welche Lösung dieser für das technische Personal der Berkehrs- 2.- G. so lebenswichtigen Frage die Gewerkschaften der Betriebsleitung vorschlagen.
Die Funktionärfonferenz, an der sich wegen der wichtigkeit der dort zu fassenden Beschlüffe alle freigewerkschaftlich organifletten dienstfreien Funktionäre beteiligen müffen, ist am Montag um 19 Uhr in Boekers Festfälen, Weberstraße.
Tragödie der Arbeitslosigkeit. Vor den fahrenden Zug geworfen und getötet. Gestern nacht stürzte sich ber 30jährige Friseur Paul Bat chaete am Bahnhof Bapestraße vor die Räder eines einfahren. ben elettrifden Stadtbahnzuges.. wurde auf der Stelle getötet. ie aus einem an feine Angehörigen gerichteten Ab Schiedsbrief hervorgeht, ist Arbeitslosigkeit das Motiv zur Tat. B. war erst fürzlich aus Leipzig nach Berlin gekommen, in der Hoffnung, hier eine Anstellung zu finden. Als er sich in seinen Hoffnungen getäuscht fah, beschloß er, in den Tod zu gehen.
In Bernau Süd, dem von der Altstadt reichlich weit entfernten Wohnsiedlungsgebiet, hat die Elterns haft sich zu einem Schulstreit entschlossen, weil sie infolge der Länge und Einsamkeit des Schulweges die Kinder für gefährdet hält. Die Eltern machen geltend, baß bei rauhem Winter wetter gesundheitliche Schädigungen und am frühen Morgen auch lleberfälle für die Kinder zu befürchten feten. Mehrfach find Kinder durch Zigeuner, die sich dort aufhalten, thres Frühstücks beraubt worden. Auch wird berichtet, daß gegen ein Kind ein Sittlichkeitsverbrechen versucht worden sei. Die hierüber erregten Eltern for derten, daß die Stadt ein Verkehrsmittel, etwa einen Omnibus, bereit stellte, mit dem die Kinder zur Schule befördert werden fönn ten. In Verhandlungen mit dem Magistrat erklärten sie, daß fie nötigenfalls selber einen Teil der Kosten tragen wollten. Den Schulstrell, mit dem sie ihre Forderungen jezt unterſtügen, wollen fie bis zur Erfüllung fortsetzen. Der Magiftrat hat die Forderung. einen Autobus zu stellen, aus finanziellen Gründen abgelehnt. Der Streisschulrat hai jetzt verfügt, daß bis zum 15. Februar die Kinder erit um 9 Uhr zur Schule zu kommen brauchen, damit fie nicht im Morgendunkel auf der durch den Wald führenden Chauffee gefährdet sind. Bom Magiftrat sind die Eltern aufgefordert worden, die Kinder wieder zur Schule zu schicken. Andernfalls miffe er polizeiliche Ordnungsstrafen über die Eltern verhängen. Eine Elternverjammlung wird hierzu Stellung nehmen.
müsse
Schlägerei Im füdafrikanischen Parlament. In den Wandel gangen des Rapftädter Barlaments tam es zu einer fdmeren Gdlä gerei amischen zwei Abgeordneten. Ein Abgeordneter aus Matal fühlte fich durch die Ausführungen eines anderen Parlamentemit gliebes vor dem Ausschuß beleidigt und verlangte Genugtuung. Als biefe verweigert wurde, schlug der beleidigte Abgeordnete seinen Gegner nieder.
|
die aller anderen Kunstformen hinaus Hierin liegt auch seine Schwäche begründet, weil der Dramatifer Gefahr läuft, sich immer mehr von der Wirklichkeit zu entfernen. Er, der Schöpfer des Bertes, gibt den Gehalt des Stückes, prägt das Wort und mit Hilfe des Wortes das Geschehen. Seine Arbeit ist mit dem legten Federstrich im Manuftript. beenbet. Bon da ab bis zu jenem Augenblick, da der Borhang aufgeht, und das Spiel" beginnt, ist noch ein langer Weg. Ein Künstler anderer Art ergreift die Führung: der Regisseur. Er nimmt das Wert auf und gestaltet es neu nach seinem Ebenbild. Objektive Regie gibt es nicht Er steht irgendwo außerhalb und faßt 3wiespältiges zu einem Ganzen zujammen. Dazu kommt, daß die Aufgabe, die er zu lösen unternimmt, ganz anderer Art ist, als die des Dichters. Die Art seiner Arbeit ist näher permandt der Arbeitsmethode des bildenden Künstlers. Sie ist handwerklicher; Bühne, Schauspieler und Drama sind ihm Material.
Wie fönnte man feine Art versinnbildlichen? Er lenft einen Wagen, das Wert des Dichters, gezogen vom feurigen, ungebärdigen Gespann der Schauspieler. Die Straße ist schlecht und gefährlich, die Roffe ungewohnt der Laft und ihrer Gefährten.
Sorgfältige Kenntnis des Weges und seiner Gefahren gehört dazu, in schönem, schlanfem Erab zu fahren. Ein rechtzeitiges Lockern der Zügel tann alles bedeuten.
Unter den erfolgreichsten Regiffeuren Deutschlands finden wir drei Namen, die Begriffe gemorden sind: Reinhardt, Jeßner und Piscator. Um es gleich zu fagen: Wenn wir die bret in einem Atem nennen und über die Art ihrer Regie etwas fagen wollen, so finden wir, daß die Welt der drei grundverschleden ist. Hier steht Reinhardt, der in gewissem Sinne die Tradition wahrt und die bunte Welt des Schauspielers, dort Jeßner, der schon modernere, handwerklichere, mit dem Gerüst des Theaters arbeitende, und
-
Menzel ist 1815 geboren und 1905( am 9. Februar) gestorben Sein Wert, wahrhaft ungeheuer an Umfang, ist zum größten und wertvollsten Teile in die Nationalgalerie gelang, neben zahlreichen Delbildern aus allen Epochen feines Schaffens allein gegen 7000 Beichnungen und Aquarelle; sein gesamtes graphisches Bert besitzt das Kupferstichkabinett. Es ist also möglich, sich in Berlin ein restlos vollkommenes Bild von diesem großen Realisten zu ver schaffen. Es wird aber sehr wenige Leute geben, die, beim besten Willen, und selbst Enthusiasmus für Menzel vorausgesezt, diese tomplette Renntnis zu erwerben wünschen.
Denn bei Menzel gift bas Wort in seiner verwegenſten Bedeutung, daß Genie Fleiß sei. Es hat wenig Künstler gegeben, die ihr Leben so wohl, angewendet, Tag für Tag ihr Penfum gezeichnet, gemal', lithographiert haben, und mehr als ihr Pensum. Es blieb dem auffallend kleinen und vom Leben etwas stiefmütterlich bebach ten Mann am Ende nichts weiter als fein enormer Fleiß, der zu Abgeschlossenheit, Menschenfeindlichkeit und Sonderlingsmanieren führte. All das hat nicht verhindert, daß er in der wilhelminischen Mera bis zur Exzellenz promovierte. Der Grund für solche allerhöchsten Gnadenbeweise lag allerdings weder in seiner menschlichen Schrullenhaftigkeit noch in seinem Genie als Künstler; der Grund ist leicht zu erraten, wenn man an seine Illustrationen zu Kuglers Friedrich ber Große und zu den Werken Friedrichs, an feine prädy igen und zahlreichen Gemälde denkt, die den Alten Fritz schildern. Man hat hier offensichtlich den Künstler mit seinem Stoff identifiziert.
"
Menzel war in der Tat ein großer Künstler, oft fogar da, wo er sehr inhaltlich und patriotisch wurde; man muß mur sein Künstlerwert von seiner Spätzeit zu trennen wiffen. Es gibt wenig Illustrationswerte von der hinre Benden Wahrhaftigkeit, von der seelischen und historischen Echtheit, wie seine 400 3eichnungen zu Ruglers Geschichte Friedrichs des Großen", die er 1839-1842 schuf. Es gibt wenig Malereien im 19. Jahrhundert, die eine solche innerliche und funstgeschichtlich fundierte Bedeutung besigen, wie feine frühesten Bilder aus dem Ende der 1830er und aus den 40er Jahren; Borläufer und Meisterwerte des Impressionismus zugleich, die lange vor den Entdeckungen der französischen Im pressionisten ihre Formanschauung, ihre Lichtwunder, thre Spontaneität mit wahrhaft genialer Spürtraft vorausgenommen haben. Nur in Constables Stizzen und in des Märters Blechen frühen Gemälden finden sich Parallelerscheinungen aus der zeitgenössischen Stunft.
Der frühe Menzel, der zwischen 1835 und 1850 malte und zeichnete, ist uns heute vertraut und wichtig: nicht der spätere, zur Erzellenz geftempelte und geadelte, dessen gefühlsleere Historien und technisch vollendete, aber schreckliche Detailstudien uns wie mit Gifestätte, anhauchen. Bu Meier- Graefes Berdiensten gehört diese Scheidung des unübersehbaren Menzel- Wertes; er hat mit größtem Nachdrud in seinem Jungen Menzel" auf diese Kluft aufmerksam gemacht, die zwischen den morgenfrisch aufleuchtenden Erstlingswerfen von 1840 und den trockenen, egzellen'en, aber von Empfin dung entblößten Spätwerten tlafft. Offener Bild und Herz für das Unsterbliche in der Kunst wird diese Scheidung auch von felber herausfinden. Sie ist unumgänglich, wenn man von Menzel spricht. mit Achtung von dem berühmten, bem bnperfritischen, bem natur. nachahmenden mit warmer Anteilnahme an dem jungen, genial vorausahnenden Menzel der 30er und 40er Jahre.
Paul F. Schmidt.
Elne Religionsfriegratademie in Moskau . Wie aus Moskau gemeldet wird, hat die Sowjetregierung die Gründung einer belon, beren Arabemie, bie bie Bekämpfung ber Religion, auch vom miffen I fchaftlichen Standpuntt, zum 3wede haben soll, gestattet.
haupt erst den Anfang bebeutet
"
Reinhardt pilegt die Kultur des Theaters, die von ihm inszenierten Stücke sind vielfarbig und musikalisch. Er bemüht sich taum um neue Autoren, weil es seine Stärte ist, an den Alten immer neue Phasen und Möglichkeiten zu entdecken. Reinhardts Regie müßte nicht zum Stillstand tommen, wenn plötzlich überhaupt feine neuen Stüde mehr geschrieben würden Denten wir an seine vorletzte Inszenierung Vom Teufel geholt". in der sich noch ein besonderer Zug seiner Kunst offenbart. Er bringt es fertig, die Schwächen seiner Schauspieler in den Dienst des von ihm geformten Spieles zu stellen, so, daß diese Schwächen innerhalb der abgerundeten Aufführung als Vorzüge bestehen können. Mit anderen Worten: Reinhandts Schauspieler weiß wahrscheinlich selbst nicht, mie gut er in dieser oder jener Rolle ist, die Reinhardt für ihn zurechtgebogen hat.
Er zwingt ihn nicht zur Rolle, er formt vielmehr ihn und die Rolle mit zarten, freundlichen Händen nach seinem Regieempfinden.
Jeßner geht einen Schritt meiter, ist daher revolutionärer, materialistischer, aber ärmer. Aermer an Farbe und Musik. Hier finden wir Stilisierungsmillen, handwerkliche Regie, die Holzschnitte zeitigt. Und schon mehr mit dem Gerüft des Theaters arbeitet, mit feinem Material. Die Innenarchitettur des Theaters, die plastische Wirkung, das Herausarbeiten der Kontraste, um bestimmte Affekte im Beschauer auszulösen, sind für ihn von Bedeutung. In diesem Sinne ist er muchtiger in der Wirkung, aber weniger gerundet. Er will aufwühlen und nicht unbedingt befriedigen. Sein„, Don Carlos" erschüttert, aber erlöst nicht.
Noch weiter abgerückt steht Biscator. Jeßner arbeitet au ch mit dem Gerüft des Theaters, Piscators Arbeit beginnt erst hier. Für Jeßner war die Innenarchitettur des Theaters wichtig, aber er gestaltete noch den Gehalt eines Kunstwertes, ohne Tendenz, Piscator fieht im Theater den Knotenpuntt des Weltgeschehens und er gestaltete das Draußen, menn auch nur im Querschnitt des Augenblids, auf bewußt fämpferischer Grundlage. Piscators Regie erstrebt: Gestaltete Politit.
Bon allen europäischen Regisseuren nähert er sich am stärtsten dem russischen Theater, das ja im reinsten Sinne gestaltete Politik ift. Als Regisseur ist er alfo Theaterpolitiker und daher bildet er ganze Klassen heran. Es ist zweifellos, daß Schauspielergruppen wie„ Novemberstudio", Arbeitertheater Friz Genschows" oder die Gruppe junger Schauspieler" ohne ihn nicht zur Entwicklung gelangt wären.
Reinhardt, Jeßner und Piscator haben den Gipfelpunkt ihrer Kunst erreicht. Das war ein langer Weg und ohne sie wäre haute deutsches Theater nicht denkbar. Bon ihnen sind teine weiteren Errungenschaften zu erhoffen. Das Neue, denn es soll und muß. das Neue immer wieder fommen, erwarten wir von den Jungen.
Liebeswalzer. Gloriapa'ast.
bie noch braveren Trustmagnaten? Ihnen schlägt das Herz in ber Was hab ihr nur gegen ble lieben guten Fürsten und gegen rechten Brust, und sie sind überhaupt herzige Menschen. Schwächen bat eben jeder, und eine Filmoperette darf diese Schwächen vorfichtig streifen; aber sie muß fie im übrigen goldig verbrämen.
Das ist das latente Leitmotiv dieses Films. Ein Hoffmungsvoller Knabe aus den USA. , durch einen Autounfall mit einem Fürsten befreundet, heiratet an deffen Stelle die wunderschöne Prinzessin. Großfinanz und Abel verschwägern sich. Allgemeiner Jubel im Bublifum einerseits, well mieter einmal der Glanz der Uniformen Spazieren geführt, und andererseits, weil ein herrliches Chebett vor den Aufnahmeapparat rollt. Schlimm, daß man diese überlebten Fürstenangelegenheiten noch in die Gegenwart überträgt.
Lubitsch machte sich einmal in Alt- Heidelberg über den ganzen Schwindel spiẞbübisch luftig. Der Regisseur Wilhelm Thiele magt es nicht. Sin und wieder schüchtern verheißungsvolle Ansäge herum, die aber im Hinblid auf das Geschäft unterbrüdt werden.
Rein technisch ist gegen diesen Tonfilm nichts einzuwenden. Die Szenen fügen sich gut ineinander, die Reproduktion des Tones Dazu fleht und die Photographie erreichen eine feltene Höhe. Frigidh in Uniform für Jungmädchenherzen erregend aus und Lilian Harvey hat sich als neuefte Errungenschaft eine deta bente Miene zugelegt. Außerdem werden alle Lustspielmöglichkeiten gut ausgenugt.
Im übrigen haben wir genug von diesen fürstlichen Courths maleriaden, und der Tonfilm follte einmal verfuchen, feine Eristenz beredtigung durch die Behandlung zeitgemäßer Themen zu er. weifen.
Urteil im Münchener Kritifer Prozeß.
Neuesten Nachrichten", Oskar von Bander, gegen drei Bor In dem Beleidigungsprozeß des Mufitkritikers der Münchener ſtandsmitglieder der Mufitalischen Akademie murde heute trititer öffentlich der Parteilichtelt befchuldigt hatten, wurden unter in München das Urteil gefällt. Die drei Angeklagten, die den Berufung auf den§ 193( Wahrung berechtigter Intereffen) frei. gesprochen. Aber auch dem Kläger wurde Rechtfertigung zuteil, indem das Gericht als nicht erwiesen feststellte, daß v. Banders Kritik gegen den Generalmusikdirettor Snapperts bursch im Sinne einer parteilichen Einstellung beeinflußt gewefen fei. Den Beklagten wurde zugebilligt, daß sie im Intereffe ihres Vereins und bes Drchesters und aus Verehrung für dessen Leiter gehandelt hätten.
Die Internationale Bölferbundsausstellung. Am 7. Februar wurde im Haag die von der Niederländischen Vereinigung für Völkerbund und Frieden veranstaltete Internatio nale Friedens- und Völkerbundsausstellung eröffnet.
Die Ausstellung zerfällt in fünf Abteilungen. Die erste gibt einen gefchichtlichen Ueberblick über frühere Versuche zur Bildung eines Bölferbundes. Die zweite Abteilung behandelt die organisierte Friedensbewegung seit dem Jahre 1815, zu welcher Zeit in New Dort ble erfte Friebensvereinigung gegründet wurde. Die dritte Abteilung versucht, die Ergebnisse darzustellen. bie bie internationale Berständigung schon erreicht hat. Die vierte Abteilung veranschaulicht die Folgen des Krieges im allgemeinen und des Weltkrieges im besonderen, ferner wird in ihr gezeigt, wie durch soziale und humane Maßnahmen die Schreden des Krieges gemilbert mert tönnen. Die fünfte Abteilung befaßt sich mit der Arbeit des B bundes auf den verschiedensten Gebieten.