1. Jahrg.

nd bred

Die Reid

Unerinn Lockmi ren, de

bemän Lüftern der, S zu weld

ein re

Berli

Bran

artts: u

arüber at Borjo er ami

rinnen te Künf t, Sche ischen

te Mitm tional res als

t, die o

Nr. 44.

Die

Hamburg , den 31. Oktober 1891.

Arbeiterin

Zeitschrift

für die Interessen der Frauen und Mädchen des arbeitenden yolkes.

Organ aller auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung fehenden Vereinigungen der Arbeiterinnen.

-Eintracht macht stark

-

Bildung macht frei!-

eft,

pott:

infte

upten ni lusfight Feine S Aber in

us. We rd fie ba menwirt apfindung Der zu htigkeit

igen

Erscheint wöchentlich einmal und zwar am

-

Redaktion: Emma Jhrer, Velten ( Mark). Expedition und Verlag: Fr. Meyer, Hamburg , Rosenstr. 35. Annoncen pro Zeile 20 Pfennig. Vereine erhalten Abonnement pro Vierteljahr 1 Mark, Einzelnummer Rabatt. 10 Pr. Direkt per Kreuzband Mt. 1.40.

Sonnabend.

Freunde und Freundinnen! Sorgt für die Verbreitung der Arbeiterin!

Der Parteitag zu Erfurt .

Der diesjährige Parteitag war der zweite, welchen die sozialdemokratische Partei Deutschlands nach Eilöschen bes Sozialistengefeßes abgehalten hat.

Derselbe nahm seinen Anfang am Abend des 14. Oktober. Die Verhandlungen wurden im ,, Kaiser jaal" geführt, der der Veranstaltung entsprechend mit ozialdemokratischen Emblemen und Inschriften reich ge­ichmückt war. Der Vorstandstisch war mit rothem Tuch bekleidet. Ueber der Bühne, auf welcher das Büreau Plaz gefunden, lesen wir die Worte Karl Mary: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" und daneben den Spruch Lassalles: Die Arbeiter sind der Fels, auf welchen die Kirche der Zukunft erbaut werden soll." Von der oberen Galerie herab wehten große rothe Banner. Gegenüber der Bühne sind die Gegenüber der Bühne sind die Büsten von Karl Marx und Lassalle zu erblicken.

Singer eröffnete namens des Parteivorstandes die erfte Sigung. Er begrüßte die Delegirten und kon tatierte die Geschlossenheit und Einigkeit der Partei. Die Landtagswahlen in Baden, Meiningen und die ft gestern stattgehabten sächsischen Wahlen hätten Jeugniß von der Kraft und dem Wachsthum der Partei abgelegt. 4 Mandate feien gehalten, 3 neue hinzuerobert worden, die Stimmenzahl habe sich seit den letzten Bahlen von 13 500 auf 34 000 erhöht; die sächsischen Genoffen hätten diese 20 000 Stimmen als schönsten Gruß mit nach Erfurt gebracht. Die Augen der ganzen Belt feien wieder auf den Parteitag gerichtet; er berde aber die Hoffnung der Gegner zu Schanden machen und beweisen, daß bei aller freien Meinungs­ußerurg das sozialdemokratische Prinzip von der Unter­ordnung der Minorität unter die Majorität noch Geltung babe. Redner schloß mit einem Hoch auf die inter­nationale Sozialdemokratie und das arbeitende Prole= tariat aller Länder.

Es folgte die Vorstandswahl: Auf Vorschlag Grothes Salle) wurden Singer und Kloß- Stuttgart per Attla­mation zu Vorfißenden gewählt. Zu Schriftführern burden ernannt: Geyer- Leipzig , Schmidt- München, Blume­bamburg, Frohme- Altona, Scholz- Berlin, Dertel- Nürn berg, Emmel- Frankfurt, Hug- Bant, Arter- Stuttgart . Der Parteitag genehmigte alsdann den vom Vor­tand vorgeschlagenen und bereits veröffentlichten Tages­ronungs. Entwurf mit geringen Abänderungen.

Die Mandatsprüfungskommission wurde alsdann ewählt und die Dauer der Sigungen auf 8 Stunden eitgefeßt, Vormittags von 9-1 Uhr, Nachmittags von

8-7 Uhr.

15. Oktober, 1. Verhandlungstag. Der Vorfigende Singer eröffnet die Verhandlungen it Bekanntgeben einer großen Anzahl Begrüßungs­elegramme aus dem Aus- und Inlande.

Von Desterreich sind die Genossen Czermak und

Reimann eingetroffen, von Holland Vanderhus. Die Bäfte werden von Singer im Namen des Parteitages

egrüßt.

Der 1. Punkt der Tagesordnung ist der Geschäfts­ericht des Parteivorstandes. Berichterstatter ist Auer, er zuerst auf den, den Delegirten vorgelegten, gedruckten Bericht verweist.

Redner theilt dann erläuternd mit, daß der Vor­and wöchentlich zwei regelmäßige Sigungen abhält, die Stoße Arbeitslast habe oft drei und mehr nöthig ge= ines Tracht. Die eingegangenen Briefe seien stets pünktlich

ns,

er.

wieber

and Glad

zurüd

fenftra

antwortet worden. Hierbei wies Redner noch darauf

n, daß der Vorstand auch jetzt noch für gut und sogar Nothwendig halte, die eingegangenen Briefe zu ver­

der Vernichtung anheim fallen lassen sollten, um sie neugierigen Blicken für immer zu entziehen.

Die Regelung der Agitation sei eine schwierige Sache insofern, als durchaus nicht soviel rednerische Kräfte zur Verfügung stehen, als stets gewünscht werden und daher käme es, daß von verschiedenen Orten Klagen einliefen, sie würden nicht berücksichtigt, wenn der Vorstand einmal nicht in der Lage war, Redner zu senden.

An Flugschriften ist viel verbreitet und besonders auf das Land gesandt worden. Die Broschüre von auf das Land gesandt worden. Die Broschüre von Liebknecht , Was die Sozialdemokraten sind und was fie wollen," sowie die Rede über Soldatenmißhand­lungen" ist in Tausenden von Exemplaren verbreitet

worden.

11

"

Gesuche um Unterstüßungen zum Bau von Ver sammlungslokalen gingen sehr viel ein, mußten aber alle abgelehnt werden, weil es nicht möglich sei so hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Der Vorwärts" hat als Zentral- Organ der Partei große Ueberschüsse geliefert.

und fordert nun die Opponenten auf zu beweisen oder zu widerrufen. Freie Meinungsäußerung sei nöthig, für die gedeihliche Entwickelung der Partei sogar er forderlich, aber es handele sich darum, in welcher Form diese gebracht sei. ( Fortseßung folgt.)

Ueber das Frauenftadium+)

hat sich die neue Zeitschrift" Sozialpolitische Rundschau " ( vom sozial- konservativen" Standpunkt schaut die Redaktion sich um!) gelegentlich des Abdrucks eines Vortrages nnseres Freundes und Genossen Bruhns geäußert.

Nach einer recht umfangreichen Wiedergabe des Vor­trages an der Hand des Berichts über denselben in der Arbeiterin" heißt es dort wörtlich wie folgt:

"

Den obigen Ausführungen gegenüber möchten wir nur einen Einspruch erheben. Er wendet sich gegen das Frauen­studium. Niemand wird leugnen, daß sich auch unter dem weiblichen Geschlechte geniale Naturen befinden. Diese haben allezeit und überall die nöthige Freiheit gefunden, um ihren Geist zur Entfaltung zu bringen. Ein Genie, daß nicht alle Hindernisse siegreich überwindet, ist eben kein Genie. An­dererseits ist ein durch allgemeine Bildung nivellirter Boden feineswegs eine Pflanzstätte genialer Naturen. Die indivi­duell organisirte Gesellschaft zu einem Bildungsniveau er­heben zu wollen, ist ein durch und durch kulturfeindliches Unternehmen, denn das Wesen der höheren Bildung ruht auf aristokratischer, nicht auf demokratischer Grundlage. Sodann ist es eine landläufige irrthümliche Ansicht, daß das Volk im Allgemeinen nicht an der höheren Bildung partizipire. Es nimmt zwar nicht in seiner breiten Masse, wohl aber in seinen aristokratischen Elementen daran Theil, eine Thatsache, die mit leuchtenden Farben illustrirt wird, man die Stammtafeln wissenschaftlich bedeutender Menschen verfolgt. Wo der natürliche Bevölkerungsstrom nicht fünstlich zum Stauen gebracht ist, da ringt sich die persönliche Kraft mit elementarer Gewalt aus niederen zu höheren Positionen hindurch. Ist das, wie in unseren Ver­hältnissen, vielfach nicht mehr möglich, so liegen eben frank­hafte Störungen des Volkskörpers vor, die man aber nicht durch allgemeine Bildung, sondern nur durch solche wirth­schaftliche Reformen beseitigen kann, welche die nieder­besitzt sein Kraftreservoir in jenen Schichten der Gesellschaft, die von der nivellirenden Bildung noch nicht angekränkelt sind. Allgemeine Bildung ist daher gleichbedeutend mit all­gemeiner Zerſegung. Was hat unsere Familie mehr ge= bildung? Wenn sich diese noch mehr erweitert, so werden

wenn

Dem von oppofitioneller Seite in der Partei laut gewordenen Verlangen, die Abgeordneten sollten statt in den Reichstag zur Agitation aufs Land hinausgehen, sei seitens der Parteileitung und der Reichstagsfraktion nicht entsprochen worden, um nicht die Pflichten als Abgeordnete zu vernachlässigen. Auch die Berichte über die Parlamentsverhandlungen bilden ein starkes Agi tationsmittel. Zur Förderung der Landagitation sei tationsmittel. Bur Förderung der Landagitation sei im vorigen Jahre ein Aufruf zur Abfassung von Agi­tationsbroschüren erlassen worden, infolgedessen eine große Menge von Arbeiten beim Parteivorstande ein, große Menge von Arbeiten beim Parteivorstande ein, gingen, die noch einer Sichtung, Ordnung und Aus­gingen, die noch einer Sichtung, Ordnung und Aus­arbeitung unterliegen und bald bruckfertig sein werden. Es werde vor allem die Nothwendigkeit eines provinziellen oder gar lokalen Tones für solche Schriften betont. Hier müßten die Landes- und Provinzialkomitees in Bukunft eingreifen und das Fehlende zu beschaffen suchen. Die Parteileitung könne nur mit Gewährung von petuniären Mitteln nachhelfen, was in einer Reihe von Fällen bisher auch schon geschehen sei. Hauptgeschädigt als die höhere Töchterschule und die Pensions­wicht sei indessen auf die mündliche Agitation zu legen.

Referent gedenkt dann der Wahlkämpfe des letzten Jahres, namentlich der Reichstagswahlen, die, wenn auch nicht zur Eroberung neuer Size führten, doch die Stärke und das Anwachsen der Partei zeigten. I Sehr beachtenswerthe Erfolge habe die Partei in ver­schiedenen Ländern bei den Landtagswahlen erzielt. Unter den im Rassenbericht enthaltenen Ausgaben nehmen die für die Agitation mit etwa 40 000 M. den Löwen­antheil für sich in Anspruch. Die Ausgaben des legten Einnahmen etwa 225 000 M., der Kassenbestand am Jahres betragen überhaupt circa 135 000 M., die 1. Oftober 1881 2020 m.

Die Parteipreffe zählt gegenwärtig im Ganzen 69 Blätter( gegen 60 im Jahre 1890), wovon 27 täglich erscheinen; dazu kommen noch 55 Gewerkschafts­täglich erscheinen; dazu kommen noch 55 Gewerkschafts­blätter. Die Sicherung der Existenz der Blätter müsse Sache der Genossen an den einzelnen Orten bleiben. Blätter der polnischen Landestheile( Gazeta robotniza) Erhebliche Zuschüsse habe die Parteileitung nur für die und die Reichslande( Elsaß- Lothringische Volkszeitung) Blätter der polnischen Landestheile( Gazeta robotniza) bewilligt.

Die Maidemonstration, des Internationalen Ar­beiterkongresses zu Brüssel und der Agitation gegen die Getreidezölle wird dann noch kurz gedacht, und endlich werden im Bericht die unterm neuen Rurs" über die Genoffen verhängten Strafen aufgeführt: Auf im Ganzen 87 Jahre 6 Monate und 25 Tage Gefängniß und auf 18 362,30 M. Geldstrafe belaufen sich diesmal

rennen und räth dringend, daß auch die Genossen im die Verurtheilungen. Bande fich die Antworten des Vorstandes nicht als

Zulegt verweist Redner darauf, daß eine Broschüre

wir in 50 Jahren ein ganz saft- und kraftloses Frauen­geschlecht befizen, das zu nichts taugt, als zu literarischen Nippereien und zu einem hohlen, unwirthschaftlichen Re­trifft, so stellen wir ganz entschieden in Abrede, daß das präsentationsleben. Was aber die tieferen Fachſtudien be­weibliche Geschlecht im Allgemeinen solche betreiben müsse, um seiner ökonomischen Nothlage zu entrinnen. Bis jetzt haben sich diesen Studien vorzugsweise solche weibliche Ele­mente zugewandt, welche sich den Lurus. einer akademischen Bildung gestatten konnten. Nicht Existenzsorgen, sondern besondere Liebhabereien, Ehrgeiz und Eitelkeit haben sie meistens dazu getrieben.

Die Kehrseite der Medaille würde sich sofort zeigen, wenn die ganze geistige Bewegung unserer Frauenwelt in die Bahnen des Brodstudiums geleitet würde. In verhält­nißmäßig furzer Zeit hätten wir dann neben dem männlichen auch noch ein weibliches gelehrtes Proletariat, das viel ent­schiedener in die sozialistische Bewegung eintreten würde, Gesellschaft. Hieraus erklärt sich auch das große Intereſſe, als irgend ein anderes zerseßendes Ferment der modernen welches die Sozialdemokratie für die Frauenbewegung hegt.

Nach dieser Probe werden wir öfter Gelegenheit haben, Waffen" für sozial- konservative Geistesstreiter uns umsehen in dieser neuerrichteten Trödelbude von verrosteten ,, geistigen zu müssen, um unsere Freunde und Leser auf dem Laufenden zu erhalten über die gegnerischen geistigen ,, Rüstungen". In den vorstehenden Säßen ist ein merkwürdiger Mischmasch von Treffendem und Unzutreffendem, ein Schwanken und Kompromiffeln, wie es eben unseren Gegnern gemeinlich geht, wenn sie den sozialpolitischen Verhältnissen nahe zu tommen wenigstens den ernstlichen Versuch machen.

Reliquien aufbewahren möchten, sondern diese ebenfalls den Delegirten vorliege, Die Anklagen der Oppofition" zurückkommmen.

*) Den vorstehenden Artikel entnehmen wir dem schreiben und werden gelegentlich nochmals auf die S. R." Wähler". Wir können den Inhalt desselben voll unter­D. Red.