fem

ach­

ius,

ige. iftif

nol

Pf. irde ort

ths­

nete

ge aufe

nten

tral

tehr,

und un

i in

ber

bem

ver:

otin,

iden men. eider

auen

inem

hat.

Selbst

Ima

rther

Als

: ein

als e F.s Mit : ab,

auf

unter

ihrem

Ein

bat

Inklin

Nr. 45.

Die

Hamburg , den 7. November 1891.

1. Jahrg.

Arbeiterin

für die Interessen der Frauen und Mädchen des arbeitenden yolkes.

Drgan aller auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Dereinigungen der Arbeiterinnen.

Erscheint wöchentlich einmal und zwar am

Sonnabend.

Eintracht macht stark Bildung macht frei!-

-

Redaktion: Emma Jhrer, Velten ( Mark). Annoncen pro Zeile 20 Pfennig. Vereine erhalten Rabatt.

Expedition und Verlag: Fr. Meyer, Hamburg , Rosenstr. 35. Abonnement pro Vierteljahr 1 Mark, Einzelnummer 10 Pf. Dirett per Kreuzband Mt. 1,40.

Freunde und Freundinnen! Sorgt für die Verbreitung der Arbeiterin"!

Der Parteitag zu Erfurt .

II.

15. Oftober. Gottfried Schulz- Berlin , Vor­fizender der Kontrollkommission, bemerkte hierauf, daß, trotz aller Anklagen, an die Kontrollkommiffion inner­halb der letzten 11 Monate nicht eine einzige Beschwerde eingelaufen sei. Die Kontrolkommission habe Kasse und Bücher des Parteivorstandes vollkommen in Ord­nah mung gefunden und beantrage er daher im Namen der fich, Rontrolfommission, dem Parteivorstande Decharge zu ber ertheilen.

0 Dor

wie

De

nahm

ndlich gegens

D 100

elaben

mpson

Stelle

Diefe

bittet efichts

er hat,

Werner, von der Berliner Oppofition, verwahrt fich gegen die Behauptung, daß eine Oppofition als denen solche bestände. Er habe nur einzelne Personen des eraden Barteivorstandes angegriffen. Wildberger Berlin behauptete, daß einem Abgeordneten 5000 Mt. gegeben seien, um zwei Schuldner bezahlen zu können. Bebel ürger erklärte, diese Beschuldigung beruhe darauf, daß der gsrath Vorstand einen in Roth gerathenen Abgeordneten 2500 Mt. gegen Sicherheit geliehen habe. Bebel forderte sodann Wildberger auf, seine Verleumdungen erzu beweisen, andernfalls würde der Parteitag Maß nahmen treffen. An der Debatte betheiligten sich noch Meist Köln , Petro- Berlin , Jacobei- Berlin, Frohme, Peus Berlin , Glocke- Berlin , Schulz- Königsberg, Joest­renden Mainz, Liebknecht. Die meisten Redner verlangten den Ausschluß der Opposition, die die Partei geschädigt habe. Von den gestellten Anträgen ist besonders fol­Penum gender, von Bebel gestellter von Interesse: Der Partei en ge tag wolle beschließen: Eine Kommission von neun Mitgliedern zu ernennen, welche die Anklagen der bunal Opposition in Bezug auf die Parteileitung und die Reichstagsfraktion, sowie die Anklagen, daß die Partei­er Geleitung bezw. der Parteivorstand gegen die Parteitaktik verstoßen habe, zu prüfen und dem Parteitag Bericht zu erstatten habe. Um 7 Uhr Abends wurde die Sigung bis Freitag Vormittags 9 Uhr vertagt. Be einge grüßungstelegramme waren noch eingetroffen aus Ein­cinnati und von den Frauen aus Gera - R.

febr nd die

Heldin

affen." dem

welcher

zu den

htigte,

Thi

Der

welche

werde.

efelben

-

Anträge auf Schluß der Debatte gehen ein. Bebel wendet sich dagegen.

Dr. Lur Magdeburg( Volksstimme): Der Nach­weis der geheimen Verbindung unter Oppositionsmit gliedern sei fläglich gescheitert. Er selber stehe nicht auf dem Boden der Opposition. Er wolle aber nicht den Kopf feige aus der Schlinge ziehen, er versuche nur objektiv zu sein. In seinen weiteren Auslaffungen wendet er sich gegen das Hamburger Echo, welches be­hauptet, daß in der Redaktion der Magdeburger Volks­stimme anarchistische Elemente seien. Fischer­Fischer. Berlin meint, die ganze Kampfesweise der Opposition sei gestern eine anständige gewesen, aber die Genossen hätten einmal einer Versammlung in Berlin beiwohnen müssen, da würden sie viele Drohungen seitens der Opponenten gehört haben. Weiter konstatirt er durch ein Beispiel, daß Wildberger doch Anhänger in der Opposition habe. Dieser hatte dies energisch bestritten.

-

-

-

spricht ihm sein vollstes Vertrauen aus.- 3. Antrag Bebel: Eine Kommission von neun Mitgliedern zu ernennen, welche die Anklagen der Opposition in Bezug auf die Parteileitung und die Reichstagsfraktion, sowie die Anklagen, daß die Parteileitung bezw. der Partei­vorstand gegen die Parteitaktik verstoßen habe, zu prüfen und dem Parteivorstand Bericht zu erstatten habe. Man schritt nun zu Punkt 3a der Tages­ordnung: Die parlamentarische Thätigkeit der Reichs­tagsfraktion. Berichterstatter Moltenbuhr- Altona. Es komme darauf an, daß die Arbeiter besser gestellt und dadurch kampffähiger gemacht werden. Mit Bezug auf die Thätigkeit der sozialdemokratischen Partei im Reichstage erwähnt er u. A., daß Initiativ- Anträge gestellt worden wären, von denen einer bezüglich der Arbeiterschußgesetzgebung angenommen wurde. Bezüg­lich des stehenden Heeres sei, wie auch früher. eine ablehnende Haltung eingenommen worden. Redner wendet sich gegen die Opposition, deren Verhalten er auf das schärfste verurtheilt. Der Parteitag habe zu entscheiden, ob die Haltung der Fraktion Billigung verdiene.

Hierauf spricht Bebel in zweistündiger Rede über die Taktik der Partei.

Es seien gegen diese die schärfsten Angriffe er­hoben. Er beleuchtete zuerst die Entwicklung der Partei und ihre Ziele, das Programm sei die Richtschnur für die Kampfesweise, durch welche Letzteres zu erreichen ist. Das legte sei die Beseitigung der heutigen bürgerlichen Gesellschaft. Dazu sei vor allem nöthig, daß die Partei die politische Macht erhalte. Hierfür müsse agitirt werden in Vereinen, in der Presse und besonders im Parlament.

Ein Delegirter aus Elberfeld ist der Ansicht, es sei Hauptsache, sich an die einzelnen Personen der Opposition zu halten und sie durch die Kommission be­urtheilen zu lassen. Diese habe zu erwägen, wie weit sich diese Personen gegen das Interesse der Partei vergangen hätten. Wildberger Berlin bemerkt, daß er in der Kommission nicht erscheinen werde, da er vorher wisse, daß er verurtheilt werde. Werner Berlin appellirt an das Gerechtigkeitsgefühl der Ge­noffen und behauptet, daß der Parteivorstand eine ver­nachlässigte Aufstellung der Thatsachen gegen die Oppo­fition vornahm. Er schloß mit den Worten: Machen Sie mit uns tabula rasa, trotzdem werden Sie uns nicht zu Anarchisten stempeln. Wir werden als echte Sozialdemokraten weiter fämpfen zur Befreiung des Proletariats!" Ullrich Offenbach wünscht der Opposition ein Ende zu machen und die betreffenden Genossen auszuschließen. Seien fie Gegner der Partei, dann könnten die Feinde derselben nicht mehr sagen: In der Partei herrsche Unfriede. Fischer Berlin : Wenn die Opposition von einem guten Tone rede, deffen sich der Parteivorstand befleißigen solle, so solle 16. Oktober. Reichstagsabgeordneter Singer fie doch zunächst vor eigener Thür kehren. Nach Nach roden eröffnete am Freitag die Versammlung 410 Uhr Vor dem um 3/412 Uhr erfolgten Schlusse der Debatte er­mittags. Begrüßungstelegramme und Zuschristen waren eingetroffen aus Granada , Kopenhagen , Konstanz , Stock­bolm, Kalbe a. S., Leipzig , Ostrowo , Charlottenburg , er Ge Boltsmarsdorf, Hanau , Kiel , Altona , Plauenscher Grund. Die Debatte vom Tage vorher wird eifrig fortgeseßt. Schmalfeld- Stade ist der Ansicht, man solle mit ber Oppofition nicht gleich tabula rasa machen, son Gubbern der öffentlichen Meinung in Berlin es überlassen, Die ben Kehraus zu machen. Die Personen der Opposition befänden fich heute als Angeklagte, nicht mehr als Kläger unter den Genossen. Auerbach Magde­burg verwahrt fich gegen den gestern ihm gemachten Vorwurf der Feigheit. Werner und Wildberger, so sei behauptet worden, hätten den Kopf aus der Schlinge gezogen und ein jammervolles Bild geboten. Nun wohl, er gestehe den Genossen das Recht zu, diese so zu finden. Sie würden doch feststehen in der Oppo. ſition. Die Genoffen hätten zwar das Recht, die Oppofition auszuschließen, aber das sage er ihnen, daß fie fich auch außerhalb des Rahmens der Partei zu Anarchisten nicht machen lassen würden.

gt und

te eine

g ver

Inblid.

tig be

or fich

it, daß

Дзит

ordern,

wahren

en und

ich feine

aff,

-

Herbert Stettin, Hoffmann Zeiß, welche die Referentenfrage berühren und regen an, man möge in die dortige Gegend des Defteren Redner senden, damit die Arbeiter, welche im Kampfe vorwärts fommen wollten, sich nicht durch die Berliner Streiterei be­rücken ließen. Die Opposition habe allerdings Anklagen erhoben, und man war gespannt, aber dadurch, daß bie Klagen unhaltbar waren, haben sich die Oppo­nenten den Boden der Sympathie entzogen. Scharf bendet er sich gegen Wildberger.

efonders

D. R.

aße 35

-

griffen noch einige Delegirte wie Dr. Lur, Grillen­griffen noch einige Delegirte wie Dr. Lur, Grillen berger, Fischer- Berlin, Auerbach usw. das Wort zu persönlichen Bemerkungen. Dann tam Referent Auer­München zum Schlußworte. Er legte die Frage vor, ob das, was von der Partei als Anschuldigung gegen die Berliner Opposition angeführt, auch den Thatsachen entspreche oder nicht. Er stehe auf dem Standpunkte wie Tags vorher: Entweder beweisen oder widerrufen, oder es folgt das Dritte: das Ausschließen. Nun be­zeichnete er die Personen, welche zum Widerrufe auf­gefordert werden sollen: Werner, Niederauer, Biester, Auerbach, Milenz, Schulze, Baginsky, Lamprecht und Wildberger. Er wiederhole, der Parteivorstand ver­lange im Interesse der Parteiehre, daß der Parteitag hier Wandel schaffe. Innerhalb ter Partei sei man verantwortlich für das, was in ihr paffire; aber der Parteivorstand erkläre, diese Verantwortung nicht mehr tragen zu wollen. Entweder der Vorstand müsse mit Schimpf und Schande aus der Partei hinaus, oder aber die bezeichneten Opponenten müßten erklärten, daß fie Schimpf und Schande in die Partei brachten. Von 3/42 bis 4 Uhr vertagt sich die Versammlung. Der Vorfizende brachte beim Wiederbeginn derselben Depeschen und Zuschriften aus London , Speyer , Gera , Freiberg i. S., Berlin , Brandenburg , Gelsenkirchen , Laufig und Hamburg zur Kenntnißnahme. Angenom men wurden folgende Anträge: 1. Antrag der Kon­trolleure bezüglich Ertheilung der Decharge für den Kassirer und den Parteivorstand. 2. Antrag Erhardt, Ludwigshafen und Reißhaus- Erfurt: Der Parteitag ist mit der Thätigkeit des Vorstandes einverstanden und

-

|

Unflugheit wäre es, wie es die Opposition wolle, auf die Barrikade zu gehen. Bei den heutigen Kriegs­heeren, wie solche die Welt noch nie gesehen, würde man mit den paar hunderttausend Arbeitern doch bald fertig werden. Die Ziele der Partei müßten in Ruhe und Beständigkeit erstrebt werden. Gerade die Ruhe sei es, welche den Gegnern so schwer im Magen liege. Aber die Opposition gebe diesen Gegnern Waffen in die Hände. Im Anschlusse an seine Rede erläutert Be.el eine von ihm ausgearbeitete Resolution, welche er anzunehmen bittet. Er schloß mit den Worten: ,, Sorgen Sie dafür, daß die Ehre und das Intereffe der Partei nach allen Richtungen hin gewahrt werde."

Die Sonnabendfißung eröffnet Rloß Stuttgart um 9 Uhr Vormittags. Die Präsenzliste weist heute 256 Delegitte auf, worunter 6 weibliche, Frau Boffe­Bremen, v. Hofstetten- Berlin 6, Jhrer- Berlin 2, Rohr­lack- Berlin 4, Steinbach- Hamburg, Vogel- Gera.

Depeschen liegen vor aus London , Winterthur , Amsterdam und aus Straßburg von den Zöglingen der Ferienkolonie"( Rufe: Hört, hört!). In zweistün diger, fließender Rede verbreitet sich Georg von Vol. mar über die Entwickelung der sozialdemokratischen Partei in den legten 30 Jahren. Er erinnert an die Zeit, in der der Eintritt in das Parlament als Verrat und Kurzsichtigkeit gekennzeichnet wurde. Nach dem Stuttgarter Beschlusse sei jedoch der Eintritt in bas Parlament aus agitatorischen Gründen erfolgt. Diese parlamentarische Thätigkeit wäre unterbrochen worden durch das Sozialistengesez. Er habe stets wiederholt, daß das Sozialistengeset nicht aus Rücksicht auf die Partei gefallen sei und daß es eine Dummheit wäre, schärfere Waffen seitens der Partei in Anwendung zu bringen. Er erklärt, er stehe im Uebrigen ganz auf dem Boden der Bebelschen Resolution, doch müsse er noch darauf hinweisen, in konsequenter Weise vorzugehen; denn je größer die Macht heranwachse, desto nothwen diger sei dieses. Man habe in Deutschland das Par­lament zu stärken, freilich mit der Voraussetzung, es für die Sozialdemokratie zu erobern. Liebknecht habe