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Nr. 37.
Freitag, 13. Feb uar 1885.
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Organ für die Interessen der Arbeiter.
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Der Krieg in Ober- Egypten. Aus der Fluth von verlogenen Telegrammen, die uns elegten Tage aus Ober- Egypten gebracht haben, find wenige Thatsachen als feststehend herauszugreifen: Chattum ist in der Hand des Mahdi und die Situation von Wolseley fommandirten englischen Invasionsarmee eine äußerst gefahrvolle, so daß die Engländer es kaum bagen fönnen, noch angriffsweise vorzugehen. Db der Rabbi mit Abficht die Stadt Chartum so spät genommen at, um die Engländer in eine Falle zu locken, oder ob noch nicht ermitteln. Auf alle Fälle muß man dem Mahdi tas Bugeständniß machen, daß er geschickt operirt und wie scheint, wird er auch der Herr im Suban bleiben, wenn Engländern nicht außerordentliche Umstände zu Hilfe
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wirklich Verrath im Spiele war, das läßt sich heute
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Der Fall von Chartum hat im Drient wie im Dccis einen ungeheueren Eindruck gemacht und die erste
Folge ist nun, daß sich am Schauplage des Kampfes die Echen und die Zweifelhaften auf die Seite des Siegers
Line bas Gelingen ihres Feldzuges zum großen Theile
So geht es auch in Ober- Egypten, wo die Eng
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und deren Häuptlingen gebaut hatten. Hätten die
Englander entscheidende Erfolge aufzuweisen gehabt, so
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en fich ihre Beziehungen zu diesen Stämmen geigt; nun das Gegentheil der Fall ist, fürchten diese
Sme die Nache des fiegreichen Mahdi und beeilen fich,
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Sieger überzugehen. Unter diesen Umständen kann Rüdzug den Engländern verlegt werden, während sie gewaltigen Anfturm des Mahdi die Stirn bieten
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mit einem grenzenlosen Leichtsinn unternommen worden ist.
bewaffneter Macht zu überziehen.
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Das Ministerium wenn Gladstone aber, halten fich wollte, fonnte nur zweierlei thun; es mußte erst wieder, wie im Kriege mit den Boeren, einen billigen Frieden schließen und gegen ein um seine Unabhängigkeit fämpfendes Voll sich nachgiebig zeigen, oder es mußte fofort energisch vorgehen und den Feldzug in Ober- Egypten auf eine Weise vorgehen und den Feldzug in Ober- Egypten auf eine Weise organisiren, die auch einen Erfolg versprechen konnte. Allein es geschah feines von Beiden; die Regierung schien unentfchloffen und zögerte die Sache hin, bis Chartum und der dort eingeschlossene Gordon zur Mythe geworden
waren.
Man kann übrigens leicht zwischen den Beilen der leitenden Breßorgane fast aller Länder Europas die Schadentenden Preßorgane fast aller Länder Europas die Schaden freude herauslesen, die überall bei den Mißerfolgen Englands sich geltend macht. Man kann diese Schadenfreude nur zu leicht begreifen. Seit langer, langer Zeit sind es die Engländer gewohnt, in allen internationalen Fragen und be sonders bei der Offupirung und Annektirung frember sonders bei der Okkupirung und Annektirung fremder Länder und bei ihren unberufenen Interventionen mit einer Anmaßung und einer Brutalität aufzutreten, die ihnen Anmaßung und einer Brutalität aufzutreten, die ihnen überall Feinde gemacht hat, wo sie hingekommen find. Es ist auch feineswegs Fürst Bismard gewesen, der England von den Mächten des europäischen Kontinents isolirt hat, sondern es war nur die Anmaßung und Ungeschicklichkeit sondern es war nur die Anmaßung und Ungeschicklichkeit ber jeweiligen englischen Ministerien, mochten sie nun liberal oder konservativ fein.
Wenn das Ministerium Gladstone auch fällt, so hinter läßt es eine böse Erbschaft, deren unheilvollen Folgen und Wirkungen vorzubeugen das Genie und die Energie eines Napoleon faum ausreichen würde. Das Ansehen Englands im ganzen Orient ist tief erschüttert, und man wird nicht zu schwarz sehen, wenn man sich vorstellt, daß die Wirkungen dieser Erschütterung bald auch anderwärts zu verspüren fein werden. Man richtet bereits beunruhigt den Blick auf
Man lonnte doch nunmehr wissen, daß man es mit einem Dftindien, wo das Feuer unter der Asche glimmt, und wo When, tobesmuthigen, vor nichts zurückschreckenden Feinde die alte Abneigung gegen die englische Herrschaft bei jedem thun haben werbe. Man hat lange genug mit dem Mißerfolg der Engländer in neuer Stärke herantritt. griff gezögert, um sich gründlich über die Schwierigkeiten des Dries, des Klimas und der Verpflegung zu unterrichten. Und nun, nachdem endlich der Vorstoß erfolgt ist, sieht es Geschichte die Verantwortung zu tragen hätte. Leider nur aus, als befände fich die englische Armee in völliger Un Semißheit über den Ort und über den Feind!
Die
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Es scheint uns sicher, daß der Fall von Chartum auch den Fall des Ministeriums Gladstone nach sich ziehen wird. nicht mehr Stich halten können vor der Entrüstung des Landes. Wir für unser Theil können der englischen Referung feineswegs bas Recht zugestehen, den Sudan , der feine inneren Angelegenheiten selbst ordnen will, mit
Stirn dieses Ministeriums wird denn doch
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brudt verboten.]
Feuilleton.
Gefugt und gefunden.
Roman von Dr. Dur.
( Forfezung.)
Ich dachte, Naydor," wandte er sich an seinen Rolle gen, wir folgten dem Rathe des Mr. Harriers; im Brunbe genommen hat er Recht. Man kann ja nicht wiffen, welch wichtiges Geheimniß Rowland mit ins Grab
Aus der Verwickelung im Sudan kann ein Weltkrieg entstehen, für den das Minifterium Gladstone vor der vor der Geschichte!
Politische Uebersicht.
Zum russisch preußischen Auslieferungsvertrag. Daß wir diesen Vertrag feineswegs als ein Muster staatsmännischer Weisheit erachten, haben wir schon angedeutet, daß derselbe auch den Beifall der Mehrheit der deutschen Nation nicht be fist, glauben wir ferner annehmen zu müssen. Daß der Ver Daß der Vertrag aber auch diejenigen Verbrecher nicht trifft, die er treffen
„ Ich hoffe, Du rechnest mich zu einem eben so guten Freund.
Du treue Seele!" sagte, Felix, feinem Freunde die Hand drückend. Du bist der einzige, der mir, dem Ges ächteten, wirkliche Freundschaft bewiesen hat."
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Dritter Band. Erstes Kapitel.
Es war eine eiskalte Winternacht. Die Straßen von Bladfield waren mit Schnee bedeckt und menschenleer. Wer
hehmen würde, wenn er bis morgen bei Beginn der Bureaus hätte auch ohne die dringende Veranlassung das wärmende
unden nicht mehr lebte."
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Feuer des Kamins verlassen und den behaglichen Platz vers Vielleicht ist Mr. Knor so gütig, unser Abendessen tauschen mögen mit dem Schneesturm, der dem Wanderer
Stunde später herzurichten?" bemerkte Naydor. önnen Sie zu jeder Stunde des Nachts bei mir ein warWenn Sie es durchaus wollen, meine Herren, so mes Feuer im Kamin, ein gutes Glas Punsch und ein
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den Schnee wie einen eisigen Staub ins Gesicht blies?
Das Unbehagen brückte sich denn auch deutlich genug aus in den Gefichtern jener drei Männer, welche, den Ropf herabgebückt und die Augen vor dem Staubschnee halb geschloffen, die Straße hinabbas fübliche Ende des Stättchens führte und die einzig
Naybor seufzte tief, 30g noch einmal mit vollen Zügen gingen, welche vom Wirthshause des Mr. Knox bis an
Den Duft von dem gebratenen Hammelfleisch in seine Nase,
will, kann auch als ausgemacht gelten; die Hauptfolgen des Vertrages werden doppelte und dreifache Chilanen sein, unter benen harmlose Reisende besonders zu leiden haben. Dieser preußische Vertrag soll nun bekanntlich auch auf das deutsche Bolt ausgedehnt werden. Da tauchen zunächst eine große Anzahl staatsrechtlicher Fragen auf und besonders die, ob der Reichstag das Recht habe, Abänderungsvorschläge zu machen oder ob er den Vertrag einfach annehmen oder ablehnen müſſe. Es wird ferner die Frage auftauchen, ob es einem Einzelstaate erlaubt sei, derartige Verträge ohne Mitwirkung des Reiches abzuschließen und wenn dies bejaht wird, ob es nicht zutreffend sei, angesichts des vorliegenden Vertrags eine Beschränkung der Rechte der Einzelstaaten in dieser Richtung hin zu beantragen. Die Mittelstaaten und die kleineren Staaten des deutschen Reichs haben gewiß ein Intereffe daran, der preußischen Großmacht das zu verbieten, was fte felbft de facto nicht ausüben können und dessen Ausübung allein dem Reiche zustehen sollte. Die Ausübung internationaler staatsrechtlicher Verträge aber dürfte nur dem Reiche zustehen, da andernfalls, wenn dies den Einzelstaaten gestattet bleibt, die deutschen Reichsbürger Gefahr laufen, unter verschiedenen Rechtsverhältnissen zu leben. Für die Einigkeit des Vaterlandes ist das ohnehin schon ein sehr bedenklicher partitularistischer Zustand. Db der bayrische, sächsische oder preußische Partitularismus dabei vorzugsweise debüttirt, das kann ganz gleich sein.
Verhandes deutscher Gastwirthe hat an den Reichstag das ErZur Schantstätten Frage. Der Zentraloorstand des suchen gerichtet: derselbe wolle die Abänderung des§ 33 der Gewerbeordnung dahingehend beschließen, daß die Konzeffton um Schankwirthschaftsbetriebe eine unbeschränkte sei.- Wir balten dieses Gesuch für durchaus berechtigt. Die Ertheilung Der Konzeffton zum Betriebe der Gaft und Schankwirthschaft unterliegt gefeßmäßig in Ortschaften unter 16 000 Einwohnern oder in größeren Städten, wo dies durch Ditsstatut vorgesehen, der Bedürfnißfrage, während dies bei dem Betrieb des Ausschants von Wein, Bier und Kaffee nicht der Fall ist, und deshalb wird die Erlaubniß zu dem legteren faft immer nachs gesucht, wenn die Erlaubniß zu dem unbeschränkten Ausschant versagt worden ist. Dieser Umstand trägt aber dazu bei, daß in vielen Fällen versucht wird, das Gesetz zu umgehen und dennoch Spirituosen auszuschänken; der beabsichtigte Bwed, Verminderung und Einschränkung von Schantstätten", wird in Folge deffen vollständig illusorisch. Es ist durch Thatfachen bewiesen, daß die Konzession zum Schantbetriebe unter ganz gleichen Verhältnissen in dem einen Falle ertheilt, oder freigegeben, in dem anderen verweigert oder beschränkt wird, und daß zuweilen selbst im ersteren den gestellten gefeßlichen Bedingungen seitens des Nachsuchenden minder entsprochen ift, als im legteren. Die Petenten machen darauf aufmerksam, daß von Konzefftonsbeschränkungen irgend welcher Art eine Förderung der öffentlichen Didnung, Sittlichkeit und Wohl fahrt nicht zu erwarten steht, da derjenige, dem das Gesetz verwehrt, sein Gewerbe im vollen Umfange zu betreiben, der fortwährenden Verlockung ausgesezt ist, den Nachtheil, der ihm aus der Beschränkung erwächst, auf ungesetzlichem Wege auszugleichen. Es bedarf nicht erst der besonderen Beweis
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in den unwegsamen Gegenden und zu dieser Jahreszeit thun ließ." Mein Freund," sagte Mr. Naydor, Pferde und Wagen paffiren die Gebirge im Winter nicht so schnell, wie im Juli oder August, und das Wetter hat uns außer dem gezwungen, längere Zeit in Inverneß zuzubringen?- Wir finden hoffentlich Mr. Rowland noch hinlänglich bei Kräften, um uns zu empfangen?"
-
" Ich weiß es nicht, ob er hinlänglich bei Kräften ist. Seit drei Tagen spricht er kein Wort mit uns. Wenn der Bader Recht hat, so ist seine letzte Stunde nahe. Nun, Sie können das übrigens von dem Bader selber erfahren, der soeben bei ihm ist. Treten Sie gefälligst inzwischen hier ein.
Er öffnete ein Zimmer, in welchem es unbehaglich kalt war und das nur matt erleuchtet war durch die Kerze welche der Mann auf den Tisch stellte.
Nach einigen Minuten erschien der Mann, den sie auf den ersten Blid als den Baber erkannten.
Er hatte die Rockärmel in die Höhe geschlagen, an seinen Händen Klebte Blut... ein Anblid, welcher die
leerte ben letzten Rest des Bunsches, und folgte dann seinem nennenswerthe Straße war, die Bladfield überhaupt besaß. Anwesenden beinahe erschreckte.
teren Kollegen, der bereits seinen Augenschirm mit seiner Belzmüze vertauscht, und Mr. Harriers, der sich ebenfalls on in seinen schweren Reisepels gehüllt hatte. Alle brei verließen das Gaftzimmer.
Auch Felix und Mar leerten jeßt ihre Gläfer. Sie
feliz.
Die drei nächtlichen Wanderer sind die beiden Schreiber des Sherifamts und Mr. Harriers, der Beuge; sie schlugen ben Weg ein, welchen ihnen der Wirth beschrieben hatte, der fie vor ein Haus führte, nicht allzu fern von dem Gasthofe des Mr. Knox.
Es war eins der befferen Häuser des Städtchens, so
Er bemerkte es und erklärte sogleich: " Ich habe soeben Schröpfköpfe applizirt. Es ist das vorlegte Mittel, meine Herren; wer weiß, ob ich das letzte noch nöthig habe anzuwenden."
Die Andeutung mußte den Gästen sehr räthselhaft erscheinen; für die Eingeweihten aber, das heißt für sämmt
begaben sich zur Ruhe. a det ungen nach der Here der schottischen Gebirge," sagte das Aeußere desselben von den Nachbarhäusern unter hatte im Ganzen vier Arten von Ruren: zwei innerliche Morgen in aller Frühe beginnen wir unsere Nach weit man bei der Finsterniß, die auf den Straßen herrschte, liche Bladfielder, war das vollständig klar. Der Bader
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igungen zu begleiten, und erstreckten sich dieselben bis an Ich habe Dir versprochen, Dich bei Deinen Nachfor
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scheiden konnte.
Mr. Cambry rührte den Klopfer an der Thür. Gleich barauf ließen sich laute Schritte im Hausflur vernehmen.
ben Nordpol," erwiederte Mar. Meinetwegen mag's fein Ein Diener öffnete und fragte ziemlich mürrisch nach dem Am besten wäre es, wir diktiren vorher den beiden Begehr der Herren. Cambry sagte, wer fie feien und was
Schreibern da unser Testament; in dieser verteufelten Ge
gend wäre dies feine üble Vorsichtsmaßregel."
gen,
ihr Begehr sei.
"
Mr. Rowland hat Sie den ganzen Tag erwartet," Warum kommen Sie so spät?"
Wenn ich meinen Tod fände bei diesen Nachforschun- antwortete der Diener ein wenig höflicher als vorher.
ift ja jetzt noch mein einziger Freund."
erwiderte Felix, es wäre mir recht..
Der Tod
Wir haben unsere Reise beschleunigt, so viel es fich
und zwei äußerliche, die er, je nach den Umständen, ab wechselnd anwandte.
Die erste innerliche Kur war Theerwasser, bas er gegen alle Krankheiten verordnete, mochten dieselben einen Namen oder eine Ursache haben, welche sie wollten. Das zweite war Rlyftir, das dritte Schröpfföpfe, bas legte, die ultima ratio, berlaß.
Auf diese vier Mittel beschränkten sich alle Ruren, und wenn er alle vier angewandt hatte, so begann er von vorn, und wiederholte diese wohlthätige Abwechselung so