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Nr. 284.
Freitag, den 4 Dezember 1885.
II. Jahrg.
Berliner Volksblatt.
Organ für die Interessen der Arbeiter.
Das Berliner Volksblatt
fcheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 f. Softabonnement 4 Mt. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 f. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.)
Redaktion: Beuthstraße 2.
Einkommen und Ausgaben.
Es ist eine feststehende Thatsache, daß die Unbe hittelten, und zwar immer progreffio nach unten, für die nothwendigen Bedürfnisse einen höheren Prozentsaz ihres Entommens ausgeben müssen, als die Bemittelteren, Wohltabenden und Reichen.
Wenn eine Familie von fünf Personen, die ein jähr liches Einkommen von 600 M. hat, 6 M. jährlich z. B. für Salz ausgiebt, so bilbet diefe Ausgabe ein Prozent des gesammten Einkommens. Mehr Salzbedürfniß, wie bicfe arme Famile hat auch die bemittelte Familie nicht, welche über 6000 m. und die reiche, welche über 60 000 Rauf Einkommen verfügt. Bei diesen ist aber der Prozent faß der Ausgabe für Salz zu ihrem Einkommen nur 1/10
refp. 1/100 Prozent.
Und wie mit dem Salze, so geht es mit allen andern nothwendigen Bedürfnissen.
Werben nun gar noch auf solche nothwendigen Bedürfnie Verbrauchssteuern und 3ölle gelegt, so werden diese Steuern natürlich im Hinblick auf die verschiedenen Eintommen progreffio nach unten drücken.
Bleiben wir beim Salz. Die Salzsteuer beträgt unge
fähr zwei Drittel des Produktionswerthes. Wer für 6 M. Salz verbraucht, zahlt demgemäß 4 M. an Steuer. Ders jenige ber 600 M. Einkommen hat, betheiligt sich demgemäß mit zwei Drittel Prozent seines Einkommens, der 6000 m. Einkommen hat, mit etwas mehr als ein Sechstel, und der 60 000 m. Einkommen hat, nur mit etwas mehr als ein Sechzigstel Prozent seines Einkommens an dieser Reichs
fteuer.
Und wie mit dem Salze, geht es auch mit den übrigen nothwendigen Bedürfnissen.
Wie sieht es nun mit dem Verhältniß zwischen Bohnungsmiethe und Einkommen aus? Es ist gewiß eine wichtige Frage, einen wie großen Theil die Wohnungsmiethe Dom Einkommen im Familienhaushalte bildet. Es liegt eine Tabelle vor uns, welche dahingehende Untersuchungen für fünf große deutsche Städte feststellt.
Danach beträgt die Miethe in Prozenten des Einkommens im Durchschnitt gerechnet
601 1201 1801 2401
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6 001 12.001 30 001
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60 000 über 60 000
Insertionsgebühr
beträgt für bie 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen Annonces Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen.
Expedition: Bimmerstraße 44.
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13,0
Berlin Hamburg Breslau Leipzig Dresden 15.0 16.7 13,7 13,1 11,7 12,2 8,9 8,4 9,9 8,8 8,1 3,7 5,5 7,1 3,6 3,9 3,4 1,9 3,9. Diese Uebersicht beweist klar und deutlich, was längst bekannt, daß mit größerer Wohlhabenheit die auf Miethe verwendeten Prozente der Ausgaben in foloffaler Weise
abnehmen.
Es ist geradezu zum Verzweifeln, wenn man sieht, daß besonders auch in Berlin der Prozentsatz des Einkommens unter 600 M., welcher für Miethe verwendet werden muß, die Existenz der ärmeren Arbeiter faft zur Unmöglichkeit macht!
3weifünftel des gesammten Einkommens für Miethe bei 600 Mart Einkommen! Bleiben ungefähr 350 Mark jährlich übrig zur Befriedigung der übrigen Bedürfnisse! In den übrigen genannten Städten ist der Prozentsatz ein etwas geringerer, doch immer noch geeignet, den Lebensetwas geringerer, doch immer noch geeignet, den Lebens unterhalt der Familie von zirka 600 M. jährlichen Einauf das niedrigste Maß herabzubrücken.
Aber wie sieht es nach obiger Tabelle bei einem Eintommen von zirka 6000 Mart aus? Dabei brauchen nur 15-17 Prozent für Miethe verwendet zu werden, so daß über 5000 Mark für die anderen Bedürfnisse übrig bleiben.
Bei einem Einkommen von girfa 60 000 Mart aber erfordert die Wohnungsmithe nur 3-9 Prozent; nehmen wir also den Durchschnitt von 6 Prozent an, so gehen für dieses Einkommen nur 3600 M. für Miethe ab, so daß den übrigen Bedürfnissen noch 56 400 Mart zur Verfügung
ftehen.
Doch wir wollen die Sache nicht weiter ausmalen; sie liegt klipp und klar vor Jedermanns Augen.
Auf diese verschiedenartig wirkenden Miethsausgaben ist nun in verschiedenen Städten noch eine Miethssteuer gelegt, die geradezu eine verderbliche Wirkung hat, obgleich dieselbe in einzelnen Städten nach oben progressiv, aber in sehr geringem Maße ansteigend veranlagt ist.
Diesen Ausspruch noch näher zu erörtern, halten wir für überflüssig, da derfelbe nach vorstehender Tabelle jedem benkenden Menschen einleuchtet. Man sieht aber, daß bei unseren gegenwärtigen Zu Berlin Hamburg Breslau Leipzig Dresden ständen überhaupt die meisten Lasten auf das ärmere, arbei41,6 600 26,5 28,7 29,9 26,8 tende Bolt gelegt werden, während diejenigen, welche die 24,7 1 200 23,5 21,0 21,2 18,4 Annehmlichkeiten der heutigen Gesellschaftsverhältnisse mit 1800 21,8 18,9 20,8 16,3 19,7 vollen Bügen genießen, für Staat und Gemeinde verhält 2400 21,6 19,5 19,1 20,4 15,9 nißmäßig die geringsten Opfer bringen. 3.000 18,6 188 19,7
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Feuilleton.
Die Hand der Nemesis.
Roman
von
Ewald Auguft König.
( Fortsetzung.)
bauft Hoffnungen auf die Möglichket einer Ausföhnung, die sich nicht verwirklichen fönnen," sagte er.
Und das nennt man noch immer hartnäckig: die beste der Welten."
gen, ehe Du einen entscheidenden Schritt thuft. Du könntest badurch Dir und mir Unannehmlichkeiten ersparen.
Ich bitte Dich noch einmal, Papa, über dieses Thema nicht weiter zu reben, wenn wir später auf dasselbe zurück tommen, so benkẞ Du vielleicht anders darüber. Wann hast Du Herrn von Lossow zuletzt gesehen?"
"
Loffow? Gestern."
Hat er Dir teine Mittheilungen gemacht?" Worüber"
" Ueber seine Tochter."
" Nein. Ella von Lossow wäre für Dich
-
aber dieses
Was ich damit sagen will, weißt Du, es ist also nicht Thema ist ja auch schon so oft erörtert worden" Röthig, daß ich näher darauf eingehe. Wenn ich auch die Generalin von Studmann hochachte, fo kann ich doch nicht vergessen, daß sie eine Bürgerliche ist, und die Tochter einer Bürgerlichen"
Und wie die Dinge jetzt sich gestaltet haben, kann es wohl nicht mehr zur Erörterung fommen," erwiderte Siegfried, ironisch lächelnd. Ella von Lossom ist vers lobt."
Wir wollen das ruhen lassen, bis Du Fräulein von Studmann fennen gelernt haft," fiel Siegfried ihm ruhig rascht. Du kannst ja noch kein Urtheil über
in die Rebe.
"
fie fällen. Wünschest Du, daß ich die Damen auf Deinen
Besuch vorbereite?"
Wozu wäre das nöthig?"
Ich denke mir, es müsse Dir unangenehm sein, wenn
Du sie nicht zu Hause träfeft."
puntt
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,, Und wer ist der Glückliche?" fragte der Oberst über Rathe, Papa!"
"
Wie kann ich das? Ich habe ja gar keinen Anhalts,, Du würdest es auch nicht errathen, Du würdest an jeben Anderen, nur nicht an Rabe denken."
Rabe?" rief der alte Herr, wild auffahrend. Das
Bormande, der Dir erlaubt, Deinen Besuch zu wiederholen." " Sei aufrichtig, Siegfried, Du suchst nur nach einem ist ein schlechter Scherz, Siegfried!" Es ist leider die lautere Wahrheit. Ich habe Ver schwiegenheit versprechen müssen, mein Versprechen bindet hafteten Amerikaner und der plögliche Tod des Gärtners jetzt auch Dich, es war mir eben nicht möglich, Dir diese " Nicht doch, Papa, die Untersuchung gegen den verschwiegenheit versprechen müssen, mein Versprechen bindet geben mir diesen Vorwand, wenn ich eines solchen bedürfte. überraschende und geradezu unglaublich klingende Neuigkeit Wenn Du die Damen näher kennen lernft, werden Deine vorzuenthalten." Vorurtheile gegen sie schwinden."
Und wer hat Dir die Mittheilung gemacht?" fragte der
Der Oberst hatte sich wieder in dem Sessel niederges Oberst kopfschüttelnd. lafen, das Haupt auf den Arm geftügt, war er in Nach
beaten verfunten.
Justizrath Walther."
Wie fann er es wiffen? Lossow würde eher mir, als
Du weißt, daß ich Deine Annäherung an diese Damen ihm diese Mittheilung gemacht haben." niemals gebilligt habe," sagte er nach einer Weile;„ Du
,, Verzeihe, Baron v. Lossow will die Verlobung
wirft Dich auch meiner Warnung erinnern, die Du nicht streng geheim halten, bis eine gewisse Bedingung ers beachtet haft. Was geschehen ist, das läßt sich nicht unge füllt ist." ihehen machen, aber ich rathe Dir wohl, überlege die Fol
" 1
Dann ist es um so unbegreiflicher, daß er mit
Politische Uebersicht.
Das heutige Entmündigungsverfahren wird wieder einmal recht grell durch nachstehende Thatsache beleuchtet: Der Hofbefizer R. Bedmann in Eidelstadt bei Altona wurde von dem Kreisphyfitus Dr. Wallichs in Altona für verrückt erklärt und in Folge deffen entmündigt. Herrn Beckmann gelang es, seinen Wohnfis nach Berlin zu verlegen und hier ließ er sich von den Professoren an der Berliner Universität, Dr. Eulenburg und Dr. Mendel untersuchen. Beide Aerzte erklärten den Herrn Beckmann für vollständig geistes gesund. Herr Profeffor Mendel sagt in seinem Gutachten vom 3. November d. J.:
Was das Ergebniß meiner eigenen Untersuchung anbetrifft, so habe ich bei dem p. Beckmann eine franthafte Störung der Geistesthätigkeit nicht finden fönnen; weder im Gebiete der inneren Sinneswahrs nehmung, noch im Gebiete der Gefühle, noch im Ges biete der Intelligenz ließ sich irgend eine Abweichung von der Norm tonstatiren."
-
Er iritisirt dann eingehend das Wallichs'sche Gutachten, zählt die verschiedenen Fälle auf, worauf dasselbe bafirt, z. B. bie angeblich notorische Prozeßsucht des B. er hat zwet Brozeffe gewonnen und zwei verloren woraus eine Geiftes störung nicht zu schließen sei und tommt zum Schluß zu fol gendem Resultat:
,, Durch das Gutachten des Herrn Dr. Wallichs ift wissenschaftlich nicht erwiesen, daß der Beckmann zur Zeit der Ausstellung des Gutachtens geistestrant war und daß endlich jezt eine frankhafte Störung der Gelftesthätigkeit bei dem p. Beckmann nicht nachzu weisen ist.
Profeffor Eulenburg hat den Beckmann ebenfalls wiederholt unterfucht. Er sagt in seinem Gutachten, datirt vom 6. November d. I.:
Auf Grund der stattgehabten Untersuchung und Beobachtung und als Resultat derselben, bezeuge ich biermit, daß zur Beit für das Vorhandensein eines frant haften Geifteszustandes bei dem p. Bedmann feinerlei thatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. Vielmehr fann behauptet werden, daß sich alle fontrolirbaren physischen Thätigkeitsäußerungen desselben durchweg innerhalb der normalen und psychologischen Grenzen bewegen. Ein wahrhaft vernichtendes Urtheil fällt Pro feffor Eulenburg über die Verhältnisse in Altona . Er sagt wörtlich: ,, Es wirft auf die sozialen Verhältnisse in Allona jedenfalls ein überaus unei freuliches Licht, daß Jemand durch bloßes Uebelreden vom Nächsten dort schon in den Verdacht der Geistesstörung gerathen fann!"
Und zum Schluß fagt Profeffor Eulenburg:„ Es set möglich, daß Bustände kranthaft gesteigerter Exaltation vorübergebend obgewaltet baben tönnten. Immerhin lönne es fich dabei nur um tranfitorische resp. heilbare Buftände gehandelt haben. Zur Zeit liegt irgend eine nachweis
der
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dem Justizrath darüber geredet hat, mit einem Advokaten, Er bedurfte feines Beistandes. Rabe soll in den Abelstand erhoben werden, der Justizrath hat für den Baron das Gesuch an den König.
,, Unfinn, Siegfried! Diefer Mann wird nie geadelt werden. Lossow müßte unter Ruratel gestellt werden, wenn er die Zukunft seines einzigen Kindes diesem Burschen anvertrauen will. Er tritt seine eigene Ehre unter die Füße, er beschimpft seinen Namen und übergiebt sein Vermögen einem Verschwender, der es im Hazardspiel vergeuben wird." Weiß er, daß Rabe ein Hazardspieler ist?" erwiderte
"
Siegfried achselzuckend. Ich glaube es nicht, er kennt ihn von dieser Seite nicht. Und wenn Ella v. Lossow diese Vers bindung will, bann muß der Baron nachgeben. Du kennst ja aach die Macht, die sie über ihn besitzt."
"
Er muß?" fuhr der Oberst auf.„ Ja, wenn er so schwach ist, sich dem Willen seines Kindes zu fügen, wenn er dieser Schwäche sogar seine Ehre opfert, bann tann ihm Niemand rathen und helfen, und es bleibt nichts weiter übrig, als ihn zu bebauern."
Vielleicht wird jenes Gesuch nicht genehmigt, Papa, ich glaube, in diesem Falle verzichtet auch Ella v. Lossow auf eine Verbindung, die für sie mit einer Degradation verbunden wäre. 3erbrechen wir uns darüber den Kopf nicht."
Das könnte in der That zu nichts führen, aber meinem Freunde werde ich doch die Augen öffnen."
Bergiß nicht, daß ich mein Wort verpfändet habe." Sei unbesorgt, ich weiß, wie man bei ihm auf den Busch flopfen muß, er soll mit der Sprache herausrücken, ich halte es für meine Pflicht, ihn zu warnen und die uns ausbleiblichen Konsequenzen dieser Verbindung ihm zu zeigen. Und nun gute Nacht, Siegfried, Du hast mir den Kopf warm gemacht, ich fürchte, daß ich keinen ruhigen Schlaf haben werde."
Siegfried brückte dem Vater die Hand, der alte Herr tehrte in fein Schafzimmer zurüd.
Die Unterredung hatte auch Siegfried aufgeregt, die Person Rabe's machte ihm außerordentlich viel zu schaffen,