913 Insdad
Feierabez
Feierabe
Nr. 13.
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Sinterhaltungsbeilage
Das ist meine Sache, was ich frage!" ,, Und meine, was ich antwort'!" Der Protofollant feirte wieder. Aber Diesmal überjah es Funke; er war viel zu wütend. Wenn er nur einen Trid gewußt hätte, den Sterl zum Reden zu bringen!
Wieviel haben Sie für das Stehlen des Hundeg bekommen?"
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Behn Mart!"
Das ist nicht viel!"
" Ich werd das nächste Mal mehr verlangen. Werd' mich auf Ihr Urteil berufen."
Und wem sollten Sie den Hund abFefern?"
Ein freundliches Lächeln begleitete die Antwort:„ Das möchten Sie wohl gerne wiffen, Herr Assessor?"
" Ich weiß es bereits! Ganz genau weiß ich es. Es war ein Herr
,, Stimmt, Herr Assessor!"
In einem hellen Sommeranzug!" " Der muß gerade in der Wäsche gewesen fein."
,, Mit einem blonden Schnurrbart!" Ach nein, Herr Assessor, Schnurrbart bat er feinen gehabt."
Sondern?"
" You are foolish! Habe nichts fernsprechert!"
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Dann war es der Spitzbube selber!" entsetzte sich Funke. Und ich Esel habe ihm auch noch in aller Gemütsruhe erzählt, wir hätten nicht das Geringste herausgebracht! -Aber es war doch Ihre Stimme!"
Ins Bauchrednerische übersetzt, wahrscheinlich!"
Erschöpft ließ fich Funke wieder in seinen Stuhl fallen. Also ist der Kerl doch noch in Bredendorf!"
"
Der Häftling verzog das Gesicht zu einem breiten Lachen.
Die Polizei weiß alles!" fagte er ironisch. Und noch' ne ganze Menge dazu!" Funke trommelte nervös mit den Fingern auf die Schreibtischplatte.
,, Tararabumdich, was Sie da frommeln, is'nt it?" fragte Bohnkraut und stopfte sich die Pfeife neu. Habe ich erst gestern fingen hören, im Orpheum. Von Adele Cantelli, Totschickes Weib, Sollten Sie sich mal ansehen, Herr Assessor! Na, mein Geschmack is es nicht."
Asses- an,
Fahren Sie zum Henker mit Ihren Weibergeschichten!" zischte ihn der Assessor Ser?" Ich dachte, das wissen Sie, Her Aſſes- an,„ Sind Sie bergekommen, um mir Mifofchwihe zu erzählen?" Ich weiß auch einen!" sagte der Häft
Funke sprang auf und rannte im Zimmer umher.
Handfesseln sollte man dem Burschen anlegen!" fchrie er. Sandfesseln und zum Henter, was wollen denn Sie schon wieder hier? Sie haben mir gerade gefehlt!"
Morning, Assessor!" sagte Bohnkraut gemütlich. Er war eingetreten, nachdem sein seimaliges Stopfen überhört worden war. Wieso schon wieder? Hatte doch vei ganze Tage lang nicht das Vergnügen?" ,, und daß Sie mich vor einer Viertelstunde antelephoniert haben, das halten Sie wohl für eine Störung?"
Ich Sie antelephoniert? Jst mir nicht im Traum eingefallen!"
Alle
neunmalhunderttausend Teufel und die Urgroßmutter dazu, jetzt fangen auch Sie noch an, zu fügen! Saben Sie vielleicht nicht angerufen, ob wir die neue Adresse des Salunken immer noch nicht hätten?"
ling.
Sie halten das Maul!" donnerte Funke Das ist ja der reinste Affenstall hier! Aber ch werde schon aufräumen! Mit eisernem Besen werde ich auskehren! Darauf kann sich Breckendorf verlassen!"
Well", paffte Bohnkraut. ,, Dann fehren Sie mir zunächst wieder mein Haus zusam men!"
Soll ich den Mann jetzt wieder in die Zelle zurückführen?" fragte der Schuhmann. Er hatte während des ganzen Verhörs wie eine Statue dagestanden. Auf das Frage- und Antwortspiel hatte er gar nicht hingehört, sondern angestrengt über die Gehaltsordnung nachgedacht, mit der er ebenso wenig zufrie den war, wie andere Beamte.
Nein, Sie sollen gar nichts! Das werde ich Ihnen schon selbst sagen, wenn Sie den Mann abführen können!- Und Sie, jetzt
1925.
frage ich Sie zum letztenmal: wollen Sie jetzt gutwillig fagen, wer Sie mit dem Hundesteh en beauftragt hat?" Ja oder nein?"
Der Verhörte schwieg und lächelte. ,, Nun, so sag's doch, mein Junge!" ermunterte ihn Bohnkraut,
Da hob der Häftling seinen rechten Arm, deutete auf den behaglich schmunzelnden Bohnkraut und sagte:„ Der Herr da!"
,, Stimmt!" bestätigte Bohntraut. Ich habe dich beauftragt. Haft aber deine Sache miserabel gemacht.
Funke fuhr auf, wie von einem Floh gestochen.( Taranteln gibts in Breckendorf nicht.) Führen Sie den Häftling ab! Wird heute abend entlassen. Und Sie, Bohnkraut, Unglücksmensch, sind Sie denn ganz von Gott verlassen!! Sind Sie total verrückt gewor den?"
Eduard Bohnkraut wartete gemächlich bis der Schutzmann, der Arrestant und der Schreiber das Zimmer verlassen hatten.
,, Total verrückt nicht," sagte er dann be häbig, aber ein bißchen' n Klapps haben wir ja alle. Erbteil von Mistreß Eva her.- Stimmt, habe Hunde fangen lassen. Hat mich dreihundert Mart geloftet, täglich zehn
Mann je zehn Mark. Hätte ich in Amerika sicher billiger bekommen."
,, Und ich dachte, Meier III steckte da
hinter."
Oh no, der hat Besseres zu tun. Hat mich erst gestern angeklingelt; verlangt, ich soll mich nicht weiter an seiner Verfolgung beteiligen, sonst könnte ich mich auf allerlei Unannehmlichkeiten gefaßt machen. Frecher Bursche, was?"
Und was haben Sie geantwortet?" Daß ich mich nicht im geringsten fürchte. te. Sätte stets einen Browning bei mir und fchnte mich lebhaft danach, seinen Anzug als Zielscheibe zu benügen."-
„ Aber was haben Sie um Gottes willen mit der sinnlosen Hundefängerei beabsichtigt?"
,, War gar nicht sinnlos, Sir! Müssen nicht alles für finnlos balten, was über Ihren werten Horizont geht! Sagte mir: wenn du den Hund des Rechtsanwaits fängst, legst du ihn an die Leine und läßt dich von ihm führen wie ein Blinder. Vieh wird na