Feiera
Feierabe
W
Mr. 48.
Unterhaltungsbeilage.
Rofa.
Dunkeln selbst zu suchen. Dabei schien es ihm ,, als regne. es von seiner Hand auf die Erde herab.
Karamba!
1930.
Diere, zu Fell", wie sie es nennen:
Kaum waren sie auf der Andenhochsich Jacinto entschloß, die Chininflasche in Ischaften der Kultur, fie reiten auf blankem ebene angelangt, als der indianische Führer, von unerklärlicher: Angst ergriffen; umtehren wollte: Vergeblich bott ihm: Jacinto Vargas die blankste seiner peruanischen Goldmünzen.. Der Judianer zeigte nach der Sonne, die sich hinter einer Bergtette zum Untergang neigte. Ueber den Schnee auf den Gipfeln floß wie ein Blutstrom dunkelrotes Licht. Da dem Reisenden ein so deutliches Anzeichen nahen Todes offenbar nicht genügte, griff der Indio in deffen Satteltasche, holte einige Kokablätter daraus hervor und zerkante sie. Ungewöhnlich bitteren Geschmad zeigte ihm an; daß es gefährlich sei ,, weiterzureisen. Ohne ein Wort zu sagen, wandte er die Maultiersfute, setzte ihr die Fersen ein und jagte: über das weiche Gras der Hochfläche davon: Jacinto Vargas folgte in wütender Eile.
Als er ihn erreicht hatte, mußte er ihn mit der Peitsche zwingen, umzukehren. Schreckvoll aufstöhnend wies der Indio auf den: Mond ,, der: soeben aufging. Der Abend fam: An einer verfallenen Hütte: am Rande des Gebirges machten sie halt, um zur Ruhe zu gehen.
Die öde, eintönige Landschaft des Andenabfalls breitete sich vor ihnen mit ihrem fargen, gelblichen Pflanzenwuchs ,, in die Höhe flog der: Blick zu den Gipfeln, hinter denen die letzten Lichter des Tages wie hinter einem dunkelit Wall! erlöschen.. Stafter Hauch führ von den Schneefeldern herab.
Jacinto Vargas sicherte die Tür der Hütte mit den Zügeln seines Reittieres, wickelte sich in seinen Ponticho und streckte sich auf dem Erdboden zum Schlaf aus. Der Indio rückte dich an sein. Maultier heran und fauerte sich neben ihm nieder. Die Wärme des Tieres sollte ihn vor dem Nacht frost schitzen: Achtstündige Tagesreife in den Ander ist ein gutes Mittel gegen Schlaflosig feit, auch der hervorragende Tschitschatrant verhalf zum Schlaf,
Sein Pontscho fühlte sich feucht an. Der Regen war Blut! Er sprang nach der Tür und wollte die Zügel durchschneiden. Die Tür stand halb offen. Wie ein Kinderluftballon, den die Berge hatten aufsteigen lassen, trieb der lichte Mond sacht vor dem Winde dahin. Jacinto Vergas, nun völlig wach geworden, blickte um die Hütte und in die unendliche Weite. Er erschauerte. Der verräterische Indio war mit den Tieren geflohen. The er sich entfernte, hatte er ihm mit seinem Buschmesser leise eine Ader am Arm geöffnet, der Tschischa aber, die er ihm abends gereicht; hatte er zweifellos ein Schlafmittel beigemischt.
Jacinto Bargas fühlte, wie ihm plötzlicher Schreck die Kehle schnürte Er war allein am Ende der Welt, in der furchtbaren Einsamkeit dieser Berglandschaft.. zwischen den verfallenen, grasbewachsenen Straßen der aften: Infas und der ewigen weißen Festes der Schneeberge. Er war unreitbar verloren!! Hier fhmen nur selten Menschen vorüber; einen richtigen Weg gibt es nicht, da man die Hochebene allerorten freuzt, ohne daß, die Sufe der Reittiere Spuren hinterlassen.
Da fam ihm ein Gedanke, der ihm das Blut ins Gesicht trieb. In der Satteltasche, die der: Indio zurückgelassen hatte, steckten Kofablätter. Wenn die Indios mehrere Tage davon leben- warum sollte er es ihnen nicht nachtun? Mehr als einmal hatte er zugesehen, wie sie die M chung bereiteten:: Blätter: und ein wenig Salt. Daran fauten sie stundenlang, ohne auch auf anstrengenden: Bärschen Nahrung zu sich zu nehmen.
Bis hoch zu den Bergen hinauf leuch tete das Gelände in Silberglanz; selbst die Tunas, die Feigenfaftuspflanzen, hatten an den haarigen Kandelaberarmen einen filbernen Schimmer. Eifrig fauend, spürte Jacinta Vargas, wie ihn ein seltsam süßes Gefühl durchdrang. Das Schweigen, das ihn furz zuvor erschreckt hatte, wirfte: nun beruhigend. In heiterer Klarheit des Geistets erinnerter er sich daran, daß die maultierbespannte Post nicht weit von hier vorüberkommen müsse. Vielleicht würde er zwei oder drei Tage warten müssen. Die Kako würde ihn bei Kräften erhalten. Die Wunde am Arm ,, die bereits einen schwarzen Schorf aufwvies, schmerzte ihn kaum.
Es überraschte ihn nicht, als er sich plötzlich in der Nähe eines Indianerdorfes fühlte. Kenas, indianische Flöten, hallten in dunklem Bergtal. Aus ferner Umschat tung drangen ihre reinen Töne an sein Ohr. Es klang wie die Klage des Mondes. Jacinto Vargas schleppte sich nach der Tür der Hütte, um besser hören zu können. Deutlich sah er eine Ljamaherde, knapp fünfzig Schritt entfernt. Es waren zwei bis dreihundert Tiere er zählte sie nicht genau, alle weiß wie Nachtgestirne. Er hätte den Hirten anrufen können ,, der sicherlich nicht weit davon die Rohrflöte blies, aber er war zu fauf zu sprechen. Lieber trant er schweigend den frischen Hauch, der von den Schneefeldern herabwehte: Bis auf den Gipfel dort kletterten die jamas in wiegendem Schritt heran; die Erzlast auf ihrem. Rücken schwankte faum: Vermutlich tamen sie von den Gruben im Gebirge.
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Was war das ,, Karamba?
Bis zum Himmel hin jah er nichts als Ljamas. Sie standen ruhig da und blickten zum Firmament empor. Thr Rüden: ver schmolz mit der unbestimmten Horizontlinie der Anden. Nun schluckten sie allen Schnee
Der Geschmackt der Blätter war so bitter;, daß er den Brei erst ein paarmal ausspucken mußte. Aber er versuchte es wie köstlich das war! Noch nie hatte er Me Jacinto Bargas gegen zwei Uhr immer wieder. Der Branntwein, mit dem Ljamas tanzen sehen. Aber da: sie tanzten früh erwachte; zitterte er vor: Kälte. Er er sich den Mund anfeuchtete, schien ihm wirklich zum Liede der Kena; im Taft des ermunterte sich und hatte das Gefühl vom veniger scharf zu schmecken als sonst. Er Darawitanzes jezten sie abwechselnd Fieber geschüttelt zu werden: Vergebens légte sich einen Augenblid nieder, den Kopf Borderfüße ins weiche Gras. Jacinto rieff er nach dem Führer. Einen Indio aus auf dem Sattel. Glücklicherweise hatte der Vargas lächelte vergnügt und troch durch dem Schlaf zu weden, wenn er starr tie Indio das Reitzeug dagelaffen. Die Ein- feuchtes Kräutig ein wenig weiter. Er eine Mumie dahockt, ist schwer, so daß geborenen verschmähen solche Errungen- wollte sich leise den Mamas nähern und ihr
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