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Feieraberd

Feierabe

Nr. 49.

Hinterhaltungsbeilage.

Liebesgeschichte einer Wildgans.

1930.

Bengt Berg hat wieder eine neue Tier- reine Grauganse lieber als alle noch so suchung übermächtig geworden, diesen fei­geschichte geschrieben. Auf einer an der Süd- interessanten Mischlingskinder. Uebrigens( nen Kerl aus der Bucht für immer heraus­füste Schwedens gelegenen Bejigung hat er waren sie ja so ganz verschiedene Tiere. zulassen, hätten mich nicht die breiten dunk­burch Jahre hindurch Wildgänse gezogen und Hoffentlich war es nur blinder Lärm. Es len Flügel des herumstreichenden Seeadlers nun ihr abenteuerliches Leben geschildert und ging mir wie einem bürgerlichen Vater, über den Schären draußen daran erinnert, mit wunderschönen Photos uns veranschau- der die Wahl seiner geliebten Tochter nicht daß die Freiheit für meinen stolzen Gänse­licht. Die Liebesgeschichte einer Wildgans", ohne Kummer ansieht. Da war mir doch rich nur den baldigen Tod in den Adler­Verlag Dietrich Reimer, Berlin .) Reimer, Berlin .) Wir ein einfacher ehrlicher Grangänserich lieber fängen bedeutete. Und vielleicht wäre er ringen daraus eine entzückende Episode aus als so irgendein fremder Pascha. Deshalb doch frei geworden, hätte nicht meine ber Geschichte der Wildgans Nr. 5. begrüßte ich es mit einer gewissen Genug dumme fleine Gans" innerhalb der Bucht Es wird immer erzählt, daß die Wild tung, als meine liebe fleine Gans eines ihr erstes Nest gebaut. Sie erzählte es gänse in strenger Monogamie leben, genau Tages mit einem neuen jungen Grau- selbst, als ich frühmorgens an der Bucht wie unter den Menschen gewisse Nationen. ganjerich herumflog. Wer er war, möchte entlang wanderte. Einen halben Steinwurf die bekanntlich besser" sind als alle anderen. ich heute noch gern wissen. Er gehörte zu vom Strand liegt da eine kleine Schäre, Wenigstens unter den Wildgänsen muß es den dreizehn. Meine Stamera hat Bilder nur zehn Schritte lang. Vor dieser Schäre dann Ausnahmen geben. Und Nummer 1 bon ihm erhascht, wie er mit der An- lag der kanadische Gänjerich mit hochgered­war eine. Er zeigte sich immer nur paar- gebetenen herumflog; später sogar mit ihren tem Hals und hielt Umschau. Wo war sie weis" und er hätte insofern sehr wohl sei- Stindern. Aber niemals gelang es meinem deun? Da sie nirgendwo zu sehen war, nen guten Ruf behalten tönnen. Aber er Feldglas, feine Ringnummer herauszufin- rief ich den alten gewohnten Zuruf über dachte ja nicht daran, daß mein Feldglas den. Er war nämlich scheuer als all die die Bucht hinaus: Goose, fleine Goose, stets auf der Suche nach den Ziffern war. anderen und wollte nicht gern nach dem komm!" Dabei stellte es sich nämlich zu meinem Butterplag in der Bucht kommen. Er hatte Schrecken heraus, daß er immer wieder mit einer neuen Nummer antam.

Kinder dachte ich wieder, die Leute werden sagen, es ist nur, weil sie von mir erzogen sind.

Mit einer versuchte er aber vergebens anzubandeln. Das war eine feine Wildgans

Nummer 5.

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allen Grund dazu. Denn am Ufer ging der fast zweimal so schwere Kanadagänserich wütend hin und her und gab mit Gebär­den und Gräuschen zu verstehen, daß er je den Nebenbuhler furz und klein machen

würde.

Dann erhob sich ein Gänsehals aus dem niedrigen Tannenreifig. Sie war es. Aber eine antwort folgte. Sie schaute mich nur stetig an, und jetzt, ihr Schnabel bewegt jich doch. Was tai sie? Sie gaderte mich mißtrauisch an, als hätte sie jemanden vor meiner Anwesenheit warnen wollen. Das war genug. Ohne ein weiteres Bucht herausflog, kam ihr Bewunderer her­Sobald die umworbene Schöne aus der Wort ging ich davon. Als sie aber eine Weile später Er gab sich die größte Mühe. Und leicht- borgeschossen und flog mit ihr zu den Weile später laut schreiend mit ihrem verständlich. Denn sie war und sie ist heute Inseln, um zu grafen. Dann stand der ingen Ganser nach den Inseln hinausflog, noch", mit ihren fünf Jahren und neunzehn stolze Kanadier verlassen und mit sehn- 30g ich schnell meine langen Wasserstiefel an und watete zu der kleinen Schäre Kindern, bitte, eine schöne Gans. Menschen süchtig gestrecktem Hals am Ufer und schaute hinüber. Es stimmte. Zwischen den Tannen denken wenig daran, daß es unter Vögeln einen verzweifelten Versuch, sich mit seinen und darin leuchtete ein weißes Gänseei. den beiden nach. Immer wieder machte er lag noch vom Winter her ein Haufen Stroh auch Schönheiten geben kann. ja. Es gibt ben. Ihm war, wie fast allen solchen frem- feln zurückgekehrt. Denn der große Kana­auch Schönheiten geben kann. O ja. Es gibt anderthalb Flügeln vom Wasser zu erhe- Beinahe wäre ich mit Wasser in den Stie­häßliche unter ihnen, und es gibt anmutige, den Wasserpögeln, vom Fang her die eine bier hatte mich vom anderen Ende der wenn auch weniger, genau wie bei den Flügelspitze abgeschnitten. Und als er es Bucht bewacht und zweibeinigen, die keine Flügel haben.

Sie konnte fliegen, wohin sie wollte, wieder und wieder vergebens versuchte und Bucht bewacht und fam wütend an­und doch war sie allein zurückgekommen und schließlich machtlos auf den Wellen lag und Flügeln, und in dem Augenblick, als meine geaavommen. Er schrie und schlug mit den den ganzen Winter auf dem Eise in der nach den Inseln draußen schaute, drang Stiefel in dem zähen Schlick bei der tiefsten aus seiner Stehle ein Ruf von Wut und Stelle stecken zu bleiben drohten, fuhr er Bucht geblieben. Jezt ging sie den ganzen Tag da herum und ließ sich eifersüchtig vom Schmerz zugleich, ein Ruf aus einem ohne weiteres auf meine Beine los und biß, dem großen kanadischen Gänserich bewachen. Herzen, das sich mit den anderen dorthin wo er beißen konnte, als wollte er einen Wer herankam, er wies jede Annäherung wünschte und nicht zu fassen vermochte, Einbrecher festhalten, bis Hilfe fam. Und sie mit Bissen ab. Er schrie mit vorgestreckiem weshalb seine von Geburt so starken Flütam- die Gans nännlich, ob zufällig oder Hals der ganzen Gesellschaft seine Gefühle geln ihn nicht dahintrugen. auf sein Rufen, war nicht zu erraten. zu und stolzierte wie ein wahrer Othello Es ist keine Sentimentalität und keine Erschrocken bei dem Gedanken, sie vielleicht um die Angebetete herum. Vermenschlichung" nötig, um mit der durch meine Neugier zu vergrämen, ents Nun memte ich, diese Verbindung armen Seele zu fühlen, deren Ruf da er- floh ich durchs nächste Gebüsch. Der tüchtige wäre doch ein Unsinn. Er war fast doppelt scholl. Gänserich schwamm ihr aber mit aufgereg so groß wie fie, und nebenbei wären mir Fast wäre in mir manchmal die Ber - ten Gebärden und Lauten entgegen, als