الهللا
Feierabend
Feierabe
Nr. 13.
Die duulle Straße.
Enterhaltungsbeilage.
Die beiden Straßen.
Bon Wilhelm Spangenberg. gends ein Ausweg, nur Treppen und Wände, I Steine, Treppen und Wände.
Heute liegt ein Mädchen bei ihr, in ihrem Ordinations" ramm. Ein junger Mann sieht am Fenster, das Gesicht dem Mädchen abge
1931.
( Der Mann nimmt feinen Hut mit einer hilflosen Bewegung vom Tisch, nähert sich dem Bett, will dem Mädchen die Hand geben.) Das Mädchen( hebt abwehrend die Hand): geh schon Willi mach dir keine Sorgen es geht ohnehin alles gut es geht.. alles gut, mein
Willi
Die helle Straße.
Biele Straßen hat eine Stadt. Ist die In dieser Straße steht ein niedriges Haus. Stadt groß, weiß kein Mensch die Namen der vielen Straßen. Aber irgendwo ist ein Plan, Nr. 65. Bewohnerin eine Hebamme, eine hilfsder kennt jede Straße, ihren Ort, ihre Länge, bereite Frau, so jemand Gelb mitbringt, bares Nicht die Hand... Gelb. woher sie kommt und wohin sie geht, ja, auf ihm sind sogar Straßen aufgezeichnet, die es noch gar nicht in der Stadt gibt, Straßen ohne Namen, flüchtig in zarten Strichen gezeichnet. Niemand hat diese Straßen gesehen, aber der Plan weiß, daß sie schon da sind, daß dort irgendwo Häuser wachsen werden in iangen, nächtlichen Reihen, und Menschen kommen, die in ihnen schlafen, sich lieben, glücklich sind oder unglücklich, und die Sterne von heute werden über den Straßen von morgen leuchten.
wandt.
Gespräch in der dunklen Straße.
Die Frau: Immer weinen Sie nur, mein Mäbchen, das schafft Erleichterung. Wenn eine weint, ist mir das viel lieber, als wenn se so stumm daliegt. Die Schmerzen verschlucken ist nicht gesund, meine ich?"
Der junge Mann hat das Haus verlassen. Er ist die dunkle Straße hinuntergetaumelt. Jm Rüden spürt er den fühlen Nachtwinb. Sein Gehirn schmerzt ihm wie eine Frostbeule.
Manchmal begegnet er seinem eigenen Schatten, der ihm vorausläuft, länger wird, unendlich länger und blasser. Er beginnt zu Biele Straßen hat eine Stadt, dunkle, rennen, aber der Schatten rennt mit. Der da helle, enge, weite, arme, reiche, geschmückte, Die Frau: Neulich, da lag eine hier, die vor ihm ist schneller als er. Der Lange wird armselige hüglige, glatte, zerfressene, vergiftete, biß die Zähne zusammen und starrte die Wand eher zu Haus sein. Eine große Bogenlampe prunkvolle, und alle, heißen sie, hieß sie jean. Sagte tein Wort, als sie ging. Na, die läuft auf ihn zu. Er atmet auf. Der Lange mand: Straße! An ihren Namen fann nie bamse später ausm Waffer gezogen. Ich hatte ist verschwunden. mand extennen, ob Glück oder Elend in ihnen mir gleich gedacht, daß mit der was passiert." Eine breite Parkstraße öffnet sich. Hier: zu Gaste ist. Auch auf dem Plan, der jede ( Draußen im Vorbeigehen gröhlen Män- wohnen die Repräsentanten der Stadt. Leute Straße fennt, steht davon nichts verzeichnet. nerstimmen im fanten Lachen, als hätte einer mit Banffonten, vornehme, geachtete Leute. der Männer einen Wit gemacht.) Hier wohnen Herr Staatsanwalt, der Herr Justizrat, der Oberregierungsrat, der Geheime Medizinalrat, der Großaktionär Strumpfwarenfabrikant.
Da gibt es eine, die ist verrufen durch Buhälter und stehlendes Gesindel. Heute, in der zweiten Rachtstunde, liegt sie ausgestorben und riecht nach aafigem Fisch und dem Gestank ihrer unterirdischen Abwässer.
Doch die Straße lebt, so still sie in der Dunkelheit atmet, Sie hat eine Haut, die wuchert aus der Tiefe, starrend von Schmutz und Efzemen. Sie quetscht ihren Leib an die Häuser, hat sie in vielen Jahren frumm gedrückt. Nachts um diese Zeit ist die Straße ein gefräßiger Fisch, der in satter Verdauung liegt, nur manchmal bewegt er ein wenig die Schattensfossen auf seinem Leib, wenn ein Windstoß burch den Hänserspalt segt.
Die Frau: Da war das Mensch von der dabei. Was sich an der nur die Mannsleute ersehen können.
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Schreien Sie sich nur ruhig aus, mein Kind, hier hört sie niemand, und wenn schon, dann solln se nur hübsch ruhig sein. Ich hab se alle in der Tasche. Der Mutter Miedern fann feener."
Der junge Mann( vom Fenster her, ohne sich umzublicken):„ Ach, schweigen Sie doch mit Ihrem Gewäsch!"
Die Frau( beleidigt):„ Nun ja, denn schweige ich eben. Aber eins sage ich Ihnen Ich brauche nicht Sie, Sie brauchen mich, daß Sie das nur nicht vergessen. Ich bin ne an ständige Frau und tu nur alles aus Gefällig teit... na ja, schon gut, mein Kind, es wird schon vorbeigehen, ach, wie sie sich da krümmt, das arme Mädchen."
und der
Zwischen ihren Grundstüden stehen niedrige, ffeine, gußeiserne Zäune, als wolle man andeuten, daß hier die bessere Welt, die sitt liche Welt des nachbarlichen Respektes, feinen Stacheldraht braucht, um die gegenseitigen Grenzen zu achten.
Zwischen diesen nächtlichen Häusern sum men elektrisch leitende Drähte. Sie sind die Verbindungen, die geheimnisvollen Kontakte der Bewohner dieser Häuser. Wenn der Wind mit den Drähten spielt, erzählen sie ihm geTüren öffnen sich leise. Menschen treten heimnisvolle Dinge, Gespräche der Menschen, heraus, schen wie Raubtiere. Die Straße padt die sie dur die Lüfte getragen haben. Da hat sie und schiebt sie dicht an den Häusern entlang. der Herr Justizrat den Großaktionär wiederWieder Klappt eine Tür und ein Mensch verholt juristische Hilfe bei Aktienschiebungen geschwindet hinter ihr, gerät in den Mechanisleistet gegen Abgabe einiger Bafete Montan mus der Verdauung, wird durch die Türen der Das Mädchen:„ Willi geh aktien. Da hat der Strumpfwarenfabrikant den Häuser geschleppt, über Treppen und fotige doch... bitte.. du, dann is mir wohler... Geheimen Medizinalrat zu sich gerufen, wenn Höfe, getrieben, geblendet vom Efel, würgt du sollst das nicht hören... geh doch, bitte." bei seiner Frau etwas schief gegangen war. Da nach Luft, atmet entsetzt Staub, Schmuh, Blut- Die Frau: Ra, hab ich Ihnen nicht gleich hat der Herr Oberstaatsanwalt dem Herrn geruch, verwandelt sich, wird selbst zu Kot, gesagt, Here Studente, sowas, habe ich Ihnen Oberregierungsrat mitgeteilt, daß das Verfah Auswurf, irgendeinem Stoff, verschlungen von gesagt, machen die Mächens viel lieber alleine ren wegen einer Stenerhinterziehung gegen ihn bieser Straße, weggefact wie ein Stein im aus, überhaupt ist das gegen mein Prinzip, eingestellt sei. Es handelte sich dabei um einen Sumpf. Und wird hier eingepflanzt, Belle in daß hier Mannesleute mit reinkommen Also Dienst, den der Regierungsrat dem Medizinalder Straßenhaut, umflammert, gefesselt, nir- gehen Sie schon, gehen Sie... Irat in Mißbrauch seines Amtes geleistet hatte;
du