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inzelpreis 30 Pfg. 3. Jahrgang

Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, Sonntags und Montags nur einmal. Der Bezugspreis beträgt bei freier Zuftellung ins Haus für Groß- Berlin 10,-M. im voraus zahlbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50 m. Für Posts bezug nehmen sämtliche Postanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschland und Desterreich 16,50 M., für das übrige Ausland 21,50 m. zuzüglich Baluta- Aufschlag, per Brief für Deutschland und Defterreich 30,- M.

Redaktion, Expedition und Verlag: Berlin C2, Breite Straße 8-9,

Sonntag, den 11. Juli 1920

Nummer 272 Morgen- Ausgabe

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Die achtgespaltene Nonpareillezeile oder deren Raum hoftet 5,- M. einschließlich Teuerungszuschlag. Kleine Anzeigen; Das fettgedruckte Wort 2,- M., jedes weitere Wort 1,50 M., einschließlich Teuerungszuschlag. Laufende Anzeigen laut Tarif. Familien- Anzeigen und Stellen- Gesuche 3,20 m. netto pro Zeile. Stellen- Gesuche in Wort- Anzeigen: das fettgedruckte Wort 1,50 M., jebes weitere Wort 1,- M. Fernsprecher: Zentrum 2030, 2645, 4516 4603, 4635, 4649, 4921.

greiheit

Berliner Organ

ber Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands

Die schwierigste Frage

Keine Regelung ohne die Arbeiter und Arbeiter, statt der von letteren sehnlichst gewünschten sechs­

Spaa, 10. Juli.

Die heutige Sigung der Konferenz wurde um 10% Uhr er­öffnet. Minister Dr. Simons erklärte, daß er den Alliierten nicht das Recht zu den beabsichtigten Maßnahmen zugestehen fönne, da ein böswilliges Unterlassen Deutschlands bei der Nicht­einhaltung der Kohlenlieferungen nicht vorliege, Maßregeln, die Deutschland wieder als Diktat auferlegt werden sollten. Die deutsche Regierung habe beabsichtigt, in der mit der ganzen Wie­dergutmachungsfrage in Zusammenhang stehenden Kohlenfrage bestimmte Pläne vorzulegen, welche den berechtigten Ansprüchen und besonders denen Frankreichs Rechnung tragen. Er hätte es für zweckmäßig gehalten, wenn die ganze Frage von einer Sach­verständigen Kommission geprüft würde, neben der Deutschland noch drei andere Kommissionen vorschlagen wollte, eine für die technischen Fragen der industriellen Leistungen an die Alliierten, die zweite für die Frage des Wiederaufbaues der zerstörten Gebiete und die dritte für die Wirtschaftsfragen und die der Finanzierung der deutschen Sach- und Arbeitsleisturgen und der internationalen Geldfragen überhaupt. Die Kohlen­frage sei für alle die schwerwiegendste, sie könne nur im Einverständnis mit den Bergarbeitern und den Bergwerksbesigern gelöst werden. Er bäte daher darum, die anwesenden Vertreter dieser beiden Grup­pen zu Worte fommen zu lassen. Sie sprächen nicht im Namen Der Regierung, sondern, was sie hier sagten, sei ihre persönliche Ansicht und die Ansicht derer, die sie vertreten.

Sugo Stinnes ergriff darauf das Wort und führte im Einzelnen aus, was bereits geschehen sei, um die Förderung von Kohlen zu erhöhen, und was zur weiteren Erhöhung der Förde rung noch in Aussicht genommen sei.

Als Vertreter der Bergarbeiter erklärte Hue, daß die deutsche Bergarbeiterschaft entfräftet durch die lanjährige Hungerblodade und unter ungünstigen Morbiditäts- und Mortalitätsverhältnissen lebend, sich entschlossen habe die Mehrförderung an Kohle, die in erster Linie Frankreich zugute fomme, durch Leistung von Ueber­schichten zu erfüllen. Die Arbeiterschaft Deutschlands stehe aber wie die Frankreichs , Englands und Ameritas auf dem Stand­punkt, daß das erstrebenswerte Ziel die Sechsstundenschicht sei. Die ganze Kohlenfrage sei eine internationale Frage, die nur durch internationale Abmachun= gen gelöst werden könnte. Die Vertreter der deutschen Arbeiterschaft seien gern nach Spaa gekommen, um an dieser internationalen Aufgabe mitzuarbeiten. Die Alliierten sollten aber nicht glauben, daß die Diplomaten am grünen Tisch irgendetwas feststellen könnten, wenn die Arbeiter nicht bereit wären, das auszuführen. Er hoffe, daß die Alliierten ihnen Gelegenheit geben würden, in einer Sachverständigen- Kommission in nähere Besprechungen einzutreten.

Die Sigung wurde darauf auf 4% Uhr nachmittags vertagt. Das Auftreten des Herrn Stinnes Das Wolffsche Bureau bringt den Wortlauf der Rede, die Stinnes gestern in Spaa gehalten hat. Danach begann der Industriemagnat damit, daß er erklärte, warum er stehend [ preche: er wolle seinen Zuhörern ins Auge sehen. Das flingt sehr männlich und sehr stolz, aber man darf lebhafte Zweifel hegen, ob diese Pose auf die Zuhörer­schaft den gewünschten Eindruck hervorgerufen hat, und die­felben Zweifel find am Playe gegenüber der weiteren Be­merkung, daß, wer nicht von der Siegertranfheit un­heilbar befallen sei, wissen müsse, wie wenig mit den jetzt üblich gewordenen Decisionen( Entscheidungen) getan sei. Diese Einleitung mußte die Wirkung der fachlichen Darlegungen, die ihr folgte, beträchtlich herabmindern und der Versuch, die 3erstörung der Gruben in Nord­frankreich mit einer flar ertannten militä= rischen Notwendigkeit" zu rechtfertigen, war nicht danach angetan, den ungünstigen Eindruck zu verwischen. Stinnes bestreitet sodann den Rechtsanspruch der Alliier­ten auf Kohlenlieferung vor dem 10. Mai 1920.

Was vorher geleistet worden sei, sei aus einem natürlichen Rechtlichkeitsempfinden heraus geschehen, das sich jetzt als falsche Sentimentalität erweise. Wir haben entsprechend den Anforde rungen der Reparationstommission zu liefern, was über die zwin­genden Bedürfnisse Des deutschen Wirtschaftslebens

menden

erübrigt werden kann." Im Frühjahr 1919 habe die Förderung im Ruhrgebiet , das für die unmittelbaren Lieferungen an Frank­ reich ausschlaggebend sei, rund 220 000 Tonnen täglich betragen, sei jetzt auf 285 000 Tonnen gestiegen. Damals wurde schon in Erkenntnis der tom­Entwicklung Seitens der Einvernehmen Bergwerkbesitzer im mit den Gewerkschaften ber Regierung eine Eiedelung von Bergleuten in den Berg­deutschen wertsbezirken bisher niemals gehörten Umfanges vorgeschlagen. Allein im Ruhrgebiet sollen mit Familien etwa 600 000 Men­schen angesiedelt werden. Allein im Ruhrgebiet werden Unkosten von weit über sechs Milliarden Mark entstehen, davon sicher fünf Milliarden nicht dauernde Werte infolge der herrschenden Teue­rung, also ein gewaltiger Verlust, um eine gesteigerte Lieferung an Frankreich zu ermöglichen. Da die erforderliche Sebung der Förderung nicht Schnell genug durch Heranziehung neuer Arbeitermengen in die Kohlendistrikte mangels Wohnungsgelegenheit möglich war, entschlossen sich nach mühevollen Verhandlungen im Februar 1920 die Unternehmer

stündigen Arbeitszeit eine solche von acht Stunden und 10 Mi­nuten im Wege der Ueberschichten auf sich zu nehmen, Ueber­schichten, die mit 100 Prozent Zuschlag bezahlt werden. Die Million Tonnen, die heute als Grundstod der monatlichen Lie­ferungen an die Entente angesehen werden tann, ist ermöglicht durch die Ueberarbeit deutscher Bergleute, deren Ernährungsstand nach vieljähriger Hungerblodade schlecht ist, deren Familien her­

untergekommen, abgerissen sind.

Zur Zeit sind, so fährt der Redner fort, heute wieder Verhand­lungen im Gange, um noch mehr überzuarbeiten, täglich anderthalb Stunden, wodurch eine weitere beträchtliche För­derungssteigerung sofort eintreten würde.

Dann berührte Stinnes die Möglichkeit einer Besehung des Ruhrreviers und er rief aus: Selbst wenn dieser Ge­waltakt mit Schwarzen ausgeführt werden sollte, bei deren An­blid als Träger öffentlicher Gewalt, sich jedes Weißen und Deutschen Herz empört, so fann damit weder für Frankreich noch für Europa etwas genügt werden!"

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Zum Schluß aber tam er noch einmal auf die erledigte Ent­waffnungsfrage zurüd, indem er behauptete, eine unendliche Er­schwerung habe die Kohlenfrage durch die Entscheidung in den militärischen Fragen erhalten. Daraus würden Unruhen [ chlimmster Art entstehen. Die Folgen an Produktionsaus­fall würden auf die Entente in erster Linie zurückfallen. Wir find bereit", so beendete er seine Rede, mit bestem Willen mit Ihnen zu überlegen, wie wir Ihnen schnell und gründlich helfen fönnen. Ein Diktat tönnen wir nicht annehmen. Aus fachlichen und rechtlichen Gründen sind die Punkte 1-4 3hrer Kohlenentscheidung unannehmbar.

Das Wolfffche Bureau nennt diese Ausführungen scharf und eindrudsvoll" und die Parteifreunde des Herrn Stinnes werden dieser Charakterisierung zustimmen. Die Schärfe ist in der Tat vorhanden, aber, was den Eindrud betrifft, so weiß der Berichterstatter der Voss. 3tg." zu mel­den, die Rede habe auf seiten der Alliierten sehr unlieb= sames Aufsehen erregt. Sicher ist jedenfalls, daß der Borsinende der Konferenz, der Belgier , Delacroix , fich genötigt sah, den temperamentvollen Sprecher zu unter­brechen, um ihm in einer diplomatischen Wendung eine ge= wiffe Mäßigung aufzuerlegen.

diesen Zwischenfall? Etwa weil die Regierung selbst das Warum verschweigt die halbamtliche Nachrichtenstelle Unangebrachte des Stinnes'schen Auftretens empfindet? Unter allen Umständen aber haben wir es auf das schärffte zu verurteilen, daß von Herrn Stinnes ein Ton angeschlagen worden ist, der ihm vielleicht aus dem von ihm beherrschten Aktionärversammlungen geläufig sein mag, der aber für einen Vertreter Deutschlands im Verkehr mit den Alliierten ganz und gar nicht am Plage ist. Wir haben nicht das ge­ringfle Verständnis für diese Methode, die zwar von den Ge­sinnungsgenossen des Barons von Lersner als würdig empfunden werden mag, die aber geeignet ist, die Interessen des gesamten Volkes schwer zu schädigen.

Bertagung auf Sonntag

In der heutigen Nachmittagssigung der Konferenz erklärte höchst wünschenswert halte, wenn man sich mit Deutschland durch Millerand im Namen der Alliierten, daß die Entente es für möglich einige. Er schlug deshalb den sofortigen 3usam­Sachverständigen- Beratungen über die Kohlenfrage so rasch als mentritt der beiderseitigen Sachverständigen zu kommissionsberatungen vor. Die deutsche Dele­sofort zu einer Sigung zusammen. gation stimmte zu, und die beiderseitigen Sachverständigen traten

Nach einer Pause machte Minister Dr. Simons längere Aus­führungen über die Wiedergutmachungsfrage und erklärte sich bereit, die deutschen Vorschläge schriftlich in kürzester Frist, vor­aussichtlich bis morgen abend, vorzulegen. Die Gigung wurde darauf auf Sonntag, 5% Uhr nachmittags, zur Entgegen­nahme des Berichts der Kohlenkommission vertagt.

Sauerwein, der Sonderberichterstatter des Matin", sagt über die Verhandlungen in Spaa: Bei der Frage der Wiedergutmachun gen werde es sich darum handeln, nicht mehr Versprechungen, son­dern Realitäten zu erlangen. Man müsse beiderseits zusammen­arbeiten, um es der deutschen Regierung zu ermöglichen, zu be­zahlen. Die Alliierten hätten das vollkommen begriffen. Sie hätten sich entschlossen, durch internationale Finanz= fombinationen das Geld und die notwendigen Roh­materialien zu beschaffen, um die deutsche Produktion wieder zu heben, aber es sei notwendig, neue bestimmte Garantien zu verlangen, um die Anleihen, an denen Deutschland einen Teil haben sollte, sicherzustellen. Die Annahme dieser Bedingungen, an der man den guten Willen Deutschlands ersehen könne, werde zweifellos Gegenstand einer Aufforderung werden.

Spaa, 10. Juli.

Nach den Blättern soll die russische Frage auf der Konfe­renz nicht besprochen werden. Der Hohe Rat befaßte sich jedoch mit einem Memorandum über die ernste Lage Bolens infolge des Vorrückens der Roten Armee. ( Siehe auch 2. Seite.)

Die Kohlenfrage in Spaa

Jrrungen und Wirrungen

Die Berichterstattung über die Vorgänge in Spaa bleibt gleichmäßig unzuverlässig wie von Anfang an. Die amtlichen Berichte sind fast inhaltlos, nichtssagend und verschleiern ab­sichtlich den wahren Tatbestand. Die Regierung kann das nicht leugnen und bemüht sich deshalb, die Ausrede glaub­haft zu machen, daß technische Schwierigkeiten daran schuld seien. Als ob man troh schlechter Telephonleitung und man­gemäßen Berichte übermitteln fönnte. Um so farbenreicher gelhaftem Telegraphendraht feine inhaltsreichen, wahrheitss und tendenziös gefärbter sind die Berichte der bürgerlichen Sonderforrespondenten, die, je nach der Art ihres Blattes, das furioseste Zeug zusammenbeobachten.

So viel ist schon heute klar ersichtlich, daß die Regierung wieder einmal völlig unvorbereitet, wie in der Militärfrage, so auch in den wirtschaftlichen Fragen nach Spaa gegangen ist. Der Grund dafür ist nicht allzuschwer zu erklären. Schon nach Versailles ging man ohne jedes Pro­gramm, ohne jeden Gegenvorschlag, und zwar mit der Hoff­nung, daß die Gegensätze zwischen Amerika und England einerseits und den Franzosen andererseits Situationen schaffen würden, in denen es dem sogenannten diplomatischen Geschick der deutschen Delegierten gelingen würde, wichtige Vorteile und einen günstigen Verlauf der Verhandlungen für Deutschland herauszuschlagen. Selbstverständlich miß­glüdte dieses Experiment, denn die amerikanischen Einflüste rungen, auf die man sich damals verließ, waren völlig un verbindlich, so daß die deutsche Regierung entgegen ihren Er. wartungen plötzlich einsam und verlassen dastand. Nichts anderes widerfährt ihr jetzt in Spaa. Damals waren es amerikanische Einflüsterungen, heute stammen fie aus eng lischen Kreisen; damals hat der fluge Herr Landsberg sie ge­glaubt, heute ist Herr Fehrenbach darauf hineingefallen und hat auf Grund dieser geheimnisvollen Informationen aus Kreisen der englischen Diplomatie noch furz vor seiner Abs reise nach Spaa seine optimistischen Aeußerungen getan. In Spaa erlebte er dann die große Enttäuschung, daß ausgerech net Lloyd George seine sentimentale Rede scharf zurüdwies. Es ist bezeichnend für das diplomatische Geschick unserer Deles gierten und für die politische Fähigkeit unserer Regierung, daß sie eine Taftit eingeschlagen hat, die den Verhandlungs­gegnern geradezu sämtliche Waffen im Verhandlungskampfe auslieferten.

Jmmer vertrauend auf die Einflüsterungen aus englischen Kreisen und in der Hoffnung, daß die Uneinigkeit der Alliierten der wahre Boden der deutschen Verhandlungs taktit sei, hat man jeden Gegenstand der Tagesordnung mit einer allgemeinen Phrasenrede begonnen, ohne irgendeinen positiven Vorschlag zu machen. Darauf aber warteten die Alliierten, und sie ließen dafür absichtlich den deutschen Dele gierten stets das erste Wort. Als dann fein Streit unter den Alliierten eintrat, sondern allgemeines Erstaunen über die Inhaltlosigkeit der deutschen Ausführungen sich bei den Alliierten geltend machte, als diese deshalb mit präzisen und forgfältig formulierten Vorschlägen und Forderungen ants worteten, fa mder Kazenjammer. Das war schon so bei den militärischen Verhandlungen. Erst waren über­haupt feine militärischen Sachverständigen da. Dann redete Herr Geßler allgemeine Flosteln und Herr Fehrenbach vers suchte auf die Tränendrüse Lloyd Georges zu drücken. Schließ lich stand man hilflos den alliierten Forderungen gegenüber und mußte endlich unterzeichnen, was diese formuliert hatten. Um irgendein diplomatisches Geschick zu beweisen, versuchte man sich an Nebensächlichkeiten zu flammern und erklärte, daß die Strafandrohung der Besehung des Ruhrgebietes nicht mit dem Friedensvertrag übereinstimme und daß man sie deshalb nicht anerkennen tönne. Worauf Lloyd George er­widerte, daß die Alliierten feine Anerkennung erwarten, son dern daß sie eben der deutschen Regierung nur Mitteilung davon machten, was im Falle der Nichtdurchführung der Ent­waffnungsvorschriften zu gewärtigen sei. Und so unterzeich= nete man schließlich die Entwaffnungsvorschriften, nachdem fostbare Zeit verloren und unnötigerweise Konfliktstoff ange= häuft und neues Mißtrauen gesät war.

Genau dasselbe Bild bieten die Verhandlungen über die Kohlenfrage, die gestern begonnen haben. Wieder hatte ein deutscher Delegierter, Herr Bergmann, das erste Wort: wieder beschränkte er sich auf eine ganz allgemeine Darstellung der Lage und vermied sorgfältig jeden positiven Vorschlag. Die Folge war wieder, daß die Alliierten, dies mal durch den französischen Ministerpräsidenten Mille= rand, ihre Vorschläge und Forderungen genau formuliert vorbringen fonnten. Soweit die Berichte darüber vorliegen, haben dann die deutschen Sachverständigen, Stinnes und Sue lediglich wieder einmal die Unmöglichkeit der Durch­führung dieser Vorschläge nachzuweisen versucht. Die Folge ist auch hier, daß den Beratungen der Kohlensachverständigen feine deutschen Vorschläge, sondern lediglich die alliierten zu­gru:: te liegen.

Die Kohlenfrage ist ohne Zweifel die komplizier teste und schwierigste Frage der ganzen Bez ratung. Ihre Regelung wird maßgebend sein für alle Möglichkeiten des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nicht nur in Deutschland und Frankreich , sondern auch in ganz Europa