Einzelpreis 30 Pfg. 3. Jahrgang
Sherelheit feint morgens badge, Souniegs and Montage war kamal. Der Bezugspreis beträgt bet freier Saftellung ins Haus für Groß- Berlia 10,-. im serene sablbar, von der Spedition felbft abgeholt 8,50. Für Belt beng wehmen fämtliche Bokanstalten Bestellungen entgegen. Unter Steelfban bezogen file Deutschle nb und Defter: eid) 18,50 m., für des übrige Zustand 21,50 priglich Veinte Huffchles, ser Brief the Cemiftans une Oesterreich 80,- Kobaktion Cycbilier rub Berlag: Berlin& Breite Straße S&
Sonnabend, 9. Oktober 1920
Nummer 426
Morgen- Ausgabe
Die adegepaktene Rensarelegelle aber becen taun kaftet 5,-
eindeli
Teuerungogichleg. Steine Anzeigen; Das fettgedruckte Bert 2-, jebes weitens art 1,50 9., einschließlich Teuerungszufchlag. Laufende Anzeigen lant Covi Familien Anzeigen und Stellen Gefudge 5,20 m. netto pro Zeile. Stellen Bejahe Wort ungeigen: das fettgedrückte Wort 1,50 m., jedes weitere Won 1,- Servipreter: Bentrum 2030, 2645, 4510 4603, 4635, 4842, 1921,
greibeif
Berliner Organ
ber Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands
Maſſen heraus! Auf zum Protest!
Die reaktionären Kräfte stoßen vor. Einen unerhörten Gewaltstreich hat die kapitalistische Mehrheit der preußischen Landesversammlung gegen die arbeitende Bevölkerung Groß- Berlins verübt. Durch die Annahme des Gesezes zwingt sie die Groß- Berliner Stadtverordnetenversammlung zu einer Neuwahl des soeben gewählten Magistrats und sabotiert damit den Willen der Arbeiterschaft. Wir rufen die arbeitende Bevölkerung Groß- Berlius auf, gegen die Frechheit der reaktionären Kreise
am Sonntag, den 10. Ott., vorm. 10 Uhr, in den untenstehenden Cotalen zu profeffieren
Tagesordnung:
Die Reaktion im preußischen Landtag und das nene Groß- Berlin
Bharus Säle, Müllerstr. 142
Lokale:
Graumanns Festfäle, Naunynstr. 27
Moab. Gesellschaftshaus, Wiclefftr. 24 Sub- Of- Säle, Waldemarstr. 75
Boigt- Theater, Babitz. 68
Walhalla Theater, Weinbergsweg Andreas- Festfäle, Andreasstr. 21
Schulaula, Gleimstr. 49:
Böhm. Brauhaus, Landsberger Allee
Neukölln:
Kliems Festfäle, Hasenheibe Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstr.
Arbeiter, Arbeiterinnen, Angestellte, Beamte! Laßt Euch diese
Sie ist die Einleitung zu weiteren Borstößen der gegenrevolutionären Barieien!
Schöneberg:
Schwarzer Adler, Sauptstr. 144 Lichtenberg: Kaffee Bellevue Weißenfee:
Vereinshaus, Charlottenburger Str. 120. Bankow:
Konzerthaus Lindner, Breite Str. 34
Bergewaltigung nicht gefallen! Erscheint in Maffen!
Bezirks- Verband Berlin- Brandenburg USPD.
Ausdehnung der Aussperrung im Zeitungsgewerbe
anderer Orte, etma von Leipzig, von Dresden, von gerliches Blatt außerhalb Berlins herstellen zu lassen, schei tert. Dasselbe gilt natürlich auch von der Herstellung bes Einheitsblattes
Die Absichten der Unternehmer| Salle oder Magdeburg, dafür sorgen, daß der Plant, ein bür Die Zahl der von dem Streit der Zeitungsangestellten und ber Aussperrung des technischen Perfonals betroffenen Arbeiter und Angestellten ist auf etwa 15.000 angemach fen. Die Berhandlungen im Reichsarbeitsministerium Die Absicht der Unternehmer ist vollfommentlar. zwischen den Vertretern der Berliner Zeitungsverleger, ben Der Verfuch der Herstellung eines Einheitsblattes in Berlin Streifenben und den ausgesperrten Buchozudern und Ardient bem 3med, die Ausdehnung des Kampfes über die bient dem 3med, die Ausdehnung des Kampfes über die beitern find ergebnislas verlaufen, da die Unternehmer Zeitungsbetriebe hinaus auf alle Buch brudbetriebe jebe Erhöhung der Tariffage ablehnen und erklärten, daß fie Berlins zu sichern, während der Versuch, das Blait außer nicht daran denken, sich dem nom Schlichtungsausschuß gefäll: halb Berlins herzustellen, den Bormand für die allge ten Schiedsspruch zu unterwerfen. Ueber die Verhandlungen meine Aussperrung in ganz Deutschland liefern soll. und die Absichten der Unternehmer berichtet die B.S.- Korrespondenz: Diese Absichten der Unternehmer sind eine vollfom= mene Bestätigung unserer pon Anfang an vertretenen Auffassung, daß das mächtige Zeitungskapital bewußt ben ersten Borstoß zur Herabbrüdung der Lebenshaltung weiterer Schichten der Arbeiter führen will.
Das Ergebnis des Betriebsräte
kongresses
Der erste Kongreß der Betriebsräte Deutschlands ift, a Ende gegangen. Der erste Schritt zur Zusammen fassung der Betriebsräte ist getan.
Womit schon gesagt ist, daß der Kongreß ein wichtiges Stud Arbeit geleistet hat, denn seit mehr als Jahresmit dem Aufbau einer Betriebsräteorganisation begonnen greß darüber gesagt wurde, nämlich, daß die Frage der Or
frist wartet die Arbeiter- und Angestelltenschaft darauf, daß merden möge. Es ist nicht ganz richtig, was auf dem Konganisation der Betriebsräte erst afut geworden ist mit dem Intrafttreten des Betriebsrätegesezes. Es war sogar ein Fehler und ein Kräfte verlust, daß feine umfassende Betriebsräteorganisation bestanden hat, die beim Kampje um ein besseres Gesez mitwirken fonnte. Bielleicht wäre diese wilde" Räteorganisation nicht so wohlüberlegt aufgebaut und so geordnet gewesen wie die, die nun entstehen soll: Wir find über diese Gegenfäge der Meinungen über die Orga nisationsformen, die auf dem Kongreg deutlich fühlbar maren, nicht so sehr entsetzt. Wir halten sie für Gärnngen, die früher oder später vorübergehen. Es ist darum, auch fein Ungliid, daß die Beschlüsse des Kongresses über die Form der Verbindung nicht völlig einmütig gefaßt sind.
Wir glauben indes feststellen zu können, daß auf dem Kon greß ganz allgemein die Auffassung verbreitet war, daß die Organisation und Arbeit der Betriebsräte nur möglich ist in engster Verbindung mit den Gewert saften. Nachdem das Betriebsrätegesek vorhanden ist, das den Betriebsräten zahlreiche Aufgaben zuweist, die ganz im Rahmen der Gewerkschaftsbewegung liegen, ist chon aus diesem Grunde feine andere Lösung mög Tie ohne unheilvolle Verwirrung in die Betriebsrätearbeit zu tragen. Ob nun die. Verbindung zwischen Gewerkschaften und Räten ein wenig mehr oder weniger eng gestaltet, ob die Räteorganisationen streng nach dent Muster
ber Spigenorganisationen, oder, wie in Berlin, Düſſeldorf und Salle, in etwas abweichender Form aufgebaut sindbas dürfte, glauben wir, immer weniger störend wirken, je mehr die praktische Arbeit der Räte sich vermehrt. Denn sie wird mehr und mehr zeigen, daß eine innige VerSchmelzung zwischen Gewerkschafts- und Mätearbeit beide Teile befruchtet. Wir erwarten daher auch keine Regergerichte der neuen freigewerkschaftlichen Betriebsräte zentrale gegen Ortsgruppen, die sich abweichend orga nisiert haben, weil wir sie für unflug halten würden.
Völlig absurd ist die Idee, man möge die nicht freigewert schaftlich organisierten Betriebsräte in die Organisationen hineinnehmen, ausgerechnet zu dem Zwed, dem Klassenkampf bes Proletariats, der sehr wohl durch die Betriebsräte eine
perstärkte Magiquelle erhält, eine breitere Baſis zu ver peritärfte Machtquelle erhält, eine breitere Basis zu ver
leihen.
Auch die ungemein wichtige Frage der Aufgaben der Betriebsräte forinte nicht mit Gründlichkeit behandelt werden. Es gelang nicht einmal, das Wesentliche aus der Flut des Vie len tlar herauszuschälen, was wohl der wichtigste. Zweck einer eingehenden Debatte sein sollte. Nur Dißmann fonnte in feinem Referat die Richtschnur für die Arbeit der Betriebsräte, wie audy wir sie erkennen, andeuten: Arbeit auf dem gegebenen Boden zur Erweiterung der Rechte, zur Stärfung des Einflusses der Arbeiter und Angestellten, zähes Ringen im Alltag, Fortschreiten von Erfolg zu Erfolg, nicht um auszuruhen, sondern um von jeder errungenen Macht position aus zu neuen Erfolgen zu ftreben. Dabei aber nicht verfinken im Wust der Kleinarbeit, nicht befangen sein vom ,, Betriebszived", sondern Sozialist und Kämpfer um Das Endziel bleiben, Klassenbewußtsein wahren.
„ Der Hauptstreitpunkt, an dem die Verhandlungen vor allem gescheitert sind, liegt in der Auffassung der Arbeiterorganisationen über den Begriff der indiretten Gfzeitarbeit; von der die Organisationen nicht abgehen wollten. Die Verleger erblicken In Besprechungen der Unternehmer wird diese Absicht in dieser Auffassung eine Gefährdung jeder tariflichen VereinDas ist, wie wir von jeher betont haben, die Linie, auf der barung und erklärten, bei diesem Sachverhalt sich auf weitere Ver- ganz offen zugegeben. Der verlangte Lohn abbau war sich die Arbeit der Betriebsräte zu bewegen hat, wenn wir nur ein Vorwand, und die Unternehmer waren sich von Anhandlungen nicht einlassen zu fönnen. Auch in bezug auf die Ges bie gegenwärtigen auf Grund der gegebenen sozialen haltsforderungen ist eine Berständigung nicht erzielt mor- fang an darüber flar, daß fie damit den Ausbruch des Machtverteilung vorliegenden Möglichkeiten im ben. Die Angestellten hielten an ihren Forderungen auf Erhöhung Kampfes unvermeidlich machen würden, Trogdem Auge behalten und wenn wir uns, Massen und Führer, vor bes Gehalts fest, während die Verleger fich außerftande erklärten, handelten fie fo, weil sie den Kampf als starter Bortrupp des handelten fie fo, weil sie ben Kampf als starter Bortrupp/ bes 311usionen und leichtfertigen Versprechun Einsichtige eine Erhöhung in der verlangten Höhe zu bewilligen. Der Streif Unternehmertums herbeiführen wollten. gen bewahren wollen. Der Kongreß fonnte uns nicht davon Unternehmer des Buchdrudgemperbes, außerhalb des Streifes überzeugen, daß diese Linie von allen Kongreßteilnehmern geht also weiter und dürfte aller Boraussicht nach noch wei der Zeitungsverleger, aber haben teinen Zweifel daran gegenügend flar erkannt worden ist. Auch hier liegt eine Auftere zeife siehen. In ihrer ablehnenden Saltung find kich nunmehr die Berliner Zeitungsverleger völlig einig. Anch die feffent, daß fie die Lohnforderungen der Angestellten als gabe ber neuen Betriebsrätezentrale. Sie hat die " Germania", die Deutige Allgemeine Sei- burmhaus berechtigt ansehen und das provokatorische Verhalflight, die Arbeit der Betriebsräte bes fung und die„ Deutsche Zeitung" haben ihr Erscheiten der Zeitungsverleger und die Ablehnung jeder Lohn Reiches so zu leiten, daß immer flarer her nen eingestellt. Es soll ber Berfuch gemacht werden, die Zeitungen erhöhung für unvereinbar halten mit der ständigen Bertene austritt, worauf es antommt. Nur dann wird in anderen Dendereien herstellen zu lassen. Falls die dort beschäf- rung des Lebensunterhalts, die eine Erhöhung der Löhne bas Programm des Kongresses Kampfparole der Artigten Buchdruder und Arbeiter diese Arbeit verweigern, werden, beiterflasie sein fönnen, wie Aufhäuser fagte. da die Buchdrudereibefizer sich mit den Zeitungsverlegern foli Ein anderes Problem von entscheidender Bedeutung, it nicht genügend gewürdigt und nicht in seiner ganzen Tiefe barisch erklärt haben, wohl weitere Aussperrungen er folgen. Die Berliner Zeitungsverleger beabsichtigen, während des erfannt worden. Silferding hat in seinem Referat vor Streits reip. der Aussperrung ein Einheitsblatt herauszudem Glauben gewarnt, daß es möglich sein werde, dem Kageben, bus am heutigen Sonnabend zum ersten Male erscheinen pitalismus die sogenannten und oft erwähnten Giftahne auszubrechen durch Breisregulierungen dürfte. Der Konflikt im Berliner Zeitungsgewerbe bürfte bies: mal längere Zeit andauern. und ähnliches, and fleine Mittel diejer und jener Art, deren Durchfegung sich die Arbeitsgemeinschaften zur Aufgabe ge
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Miz seifeln nicht baran, daß der Verfuch, bie Zeitungen, bie ihr technisches Bersonal ausgesperrt haben, in anderen Drudereien herstellen zu lassen, an der Solidarität der Ber liner Bumbrudereiarbeiter sofort scheitern wird. Mit ber gleichen Entschiebenheit aber mie die Berliner Buchdruckerei arbeiter müssen auch die Buchdrudereiarbeiter
und Gehälter notwendig macht.
Die verbrecherischen Absichten der Zeib tungsfapitalisten dürfen deshalb nicht ge fingen. Die Zeitungsangestellten und das ausgesperrte technische Bersonal find in bester Stimmung. Die tatbereite Solidarität der Arbeiterschaft muh bazu beitragen, daß dieje Stimmung erhalten bleibt und das Tolibarische 3u Stimmung erhalten bleibt und das Tolibarishe zu: fammenarbeiten oon ppf und Sandarbeien ben Sieg bapontzagt über ein macht
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Das Personal der Freiheit Deuszei hat beschlossen, um ben Kindern i helfen, einen Teil leires Zones an die Streifenden und Ausgesperrten des Zeitungsgewerbes abzuführen.
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ftellt haben, ohne indes die Grundlagebes Rapitalismus, ben Besitz der Unternehmer an den Produt tionsmitteln,' felbst zu berühren. Wiffell dagegen hat immer wieder betont, er halie es sehr roohl für möglich, bek