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01.09

Sosialdemokrat

ZENTRALORGAN

DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK

ERSCHEINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRÜH. REDAKTION UND VERWALTUNG PRAG XII., FOCHOVA 62. TELEFON 53077. HERAUSGEBER: SIEGFRIED TAUB . CHEFREDAKTEUR : WILHELM NIESSNER. VERANTWORTLICHER REDAKTEUR, DR. EMIL STRAUSS, PRAG .

15. Jahrgang

Am Sonntag

an die Urnen!

Wir sind da und wir bleiben da!

Die Sozialdemokratie ist die Par­

tei der Zukunft.

Donnerstag, 23. Mai 1935

Nur, was zerfällt, vertretet ihr!

Seid Kasten nur, trotz alledem!

Wir sind das Volk, die Menschheit wir,

sind ewig drum, trotz alledem!

Trotz alledem, trotz alledem:

so kommt denn an, trotz alledem!

Am Sonntag muß die Partei noch ihr hemmt uns, doch ihr zwingt uns nicht,

mals ihre Unüberwindlichkeit beweisen.

Nochmals zur Urne

für die Liste 6

Demission der Regierung

erst nach Feststellung der endgültigen Wahlresultate

Pra g. Mittwoch vormittags fand ein Ministerrat statt, der sich u. a. auch mit der Frage befaßte, wann die Regierung die nach Neuwahlen übliche Demission geben wird. Wie hiezu amtlich gemeldet wird, wurde die Mit­teilung des Ministerpräsidenten zustimmend zur Kenntnis genommen, wornach der Demissionsbe-| schluß der Regierung erst dann gefaßt und dem Bräsidenten der Republik vorgelegt werden soll, sobald die Ergebnisse des zweiten und dritten Strutiniums festgestellt sein werden.( Das wird am kommenden Montag nach der Sit­sung der Zentralwahlkommission der Fall sein.)

Inzwischen werden die Verhandlungen der loalierten Parteien über die künftige Parla­mentsmehrheit fortgesetzt werden.

Nach dem Ministerrat erstattete Malypetr dem Präsidenten der Republik in Lana einen

Bericht.

Schlußabkommen

über den modus vivendi

In der Sitzung des Ministerrates erstattete ferner der Minister des Aeußern einen detail­Herten Bericht über die Verhandlungen zur Durchführung des Modus vivendi und über das Endabkommen, zu welchem es in den letzten Tagen zwischen dem Vatikan und der Tschechoslowakischen Republik in dieser Angele genheit gekommen ist. Dem Bericht wurde zuge stimmt und in diesem Sinne die entsprechenden

Beschlüsse gefaßt.

Weiters wurde über einige mit den handels­bolitischen Vereinbarungen mit Italien und

schluß gefaßt und die Ernennung der tschechoslowa-| fischen Delegation für die 19. Internationale nach Genf anfangs Juni 1. J. einberufene Arbeitsfon

ferenz durchgeführt.

die

Bugestimmt wurde den Regierungsverordnun

der Novelle des Militärdisziplinargesezes und über gen über die Durchführung einiger Bestimmungen Einteilung des Staatsgebietes in 34 n= ipettion 3 bezirke für die Amtierung der Gewerbeinspekt o rate sowie der Kund­machung des Ministeriums für Landwirtschaft über Verkaufspreise und Verkaufsbedingungen für Futtermittel und Schrote, und zwar für| einen weiteren Zeitabschnitt vom 1. Juni 1935 ab.

die

*

Wertung unserer Arbeit

eine überfüllte Wählerversammlung der tschechi -| ichen Sozialdemokraten statt, in welcher der Bar­teivorsitzende Genoffe Hampl die Bedeutung| der Wahlen in die Nationalversammlung wür-| digte. Er quittierte dabei sehr anerkennend die Arbeit der deutschen Sozialdemokratie in der Re­gierung, was von der gesamten Versammlung| mit begeistertem Beifall aufgenommen wurde.

Mittwoch abends fand in der Prager Lucerna

Der

daß die deutschen Sozialdemokraten weiterhin durch einen Minister in der Regierung vertreten

Beifall wiederholte sich, als Hampl erklärte,

bleiben

rier in der Regierung bleiben müssen. Teilnahme Henleins oder des Sjednocení an der, Regierung überhaupt nicht verhan­

müssen und daß auch die deutschen Agra-|

Mit großer Zustimmung wurde auch Hampls

delt

delt werden wird.

wurde und auch nicht verhan

unser die Welt trotz alledem!

Freiligrath.

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Unverzagt zu neuem Kampf!