Nr. 123.
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Abonnements Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat.
Erscheint täglich außer Montags.
Vorwärts
Berliner Volksblatt.
16. Jahrg.
Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonelgetle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Bmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin".
Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2.
Abonnements- Einladung.
Dienstag, den 30. Mai 1899.
versicherten Arbeiter, für das Wohl der kranken Proletarier zu wirfen.
Am 1. Juni 1899 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den nahezu einstimmig beschlossen, den Grundstein zu einer
„ Vorwärts"
mit der illustrierten Sonntags- Beilage
„ Die Neue Welt"
und der täglichen Unterhaltungsbeilage.
Im Unterhaltungsblatt beginnen wir anfangs Juni mit einer lustigen Berliner Geschichte:
„ Der Kampf um Bliesener". Von Heinrich Borchard.
Für Berlin nehmen sämtliche Beitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von
1 Mark 10 Pfennigen frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämtliche Post anstalten Abonnements zum Preise von
Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3.
unterworfen, an Unselbständigkeit und Unterwürfigkeit von Jugend an gewöhnt, ohne oder mit ganz geringer Schulbildung aufgewachsen, befinden sie sich auf einer Stulturstufe und in einer Lebenshaltung, welche es ihnen weder möglich npch zum Bedürfnis machen, über den Zweck ihres Daseins näher nachzudenken, oder um etwas weiteres als um die Befriedigung der dringendsten Lebensnotdurft sich zu bekümmern."
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So gelang denn vor allem der große Wurf: es wurde dauernden Organisation aller Krankentassen Deutschlands zu legen, um so die bisher zerstreuten Kräfte zu sammeln zu gemeinsamer War es früher die Leibeigenschaft, die den Bauer an die Scholle Arbeit, vor allem zu gemeinsamer Einwirkung auf die feffelte, ihn der Willkür seines Herrn preisgab, so hat der moderne Gesezgebung. Was wir von dieser Einigung erwarten, Junker ein viel stärkeres Mittel, sich den Arbeiter gefügig das haben wir bereits in unserm Begrüßungsartikel aus zu erhalten. Es ist die Hungerpeitsche, die heute meist den gesprochen: wir hoffen, daß sich durch sie die ländlichen Arbeiter zum gefügigen Werkzeug macht. v. d. Golz klagt Krantentassen zu einer neuen Waffe im Be- darüber, daß sehr viele Gutsbesiger aus kraffem Egoismus“ oder mangelnder Gewissenhaftigkeit" die eingegangenen Ver freiungskampfe des Proletariats entwickeln pflichtungen den Arbeitern gegenüber nicht erfüllen, und er wirft die Frage auf, wie so es den komme, daß solche Besizer immer noch Arbeiter bekommen. Er giebt selbst die Antwort auf seine Frage: " Dieser Umstand findet seine Erklärung zunächst in dem Stumpfsinn und der Gleichgültigkeit vieler Dienstleute, welche lieber in ihrer traurigen Lage zurüdbleiben, als daß sie ernstliche Anstrengungen zu einer Verbesserung derselben machen; ferner darin, daß in derartigen Verhältnissen die Leute meist stets in der Schuld des Herrn stehen und nicht abziehen können, ohne lettere zu tilgen, wenn sie nicht ihre wertvollste fahrende Habe zurücklaffen wollen."
werden.
Geschichtliches zur Lentenot.
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preußen" regen in der Kreuz- Zeitung " die ängstliche Bermutung Unsere neulichen Darlegungen über die Leutenot in Ostan, daß sie offenbar dazu dienen sollen, den Genofien für ihre Landagitation Stoff darzubieten. Die Ahnung der Kreuz- Zeitung " ist durchaus begründet. Daß ihr das von uns beigebrachte Material nicht genügend erscheint, ist ebenfalls zu billigen. Wir werden nach Kräften bemüht sein, so viel wie möglich Material zu sammeln, um den Ansprüchen der„ Kreuz- Beitung" völlig zu genügen. 1 Mark 10 Pfennig für den Monat Juni Dagegen ist ihre Anzweiflung des von uns gegebenen Materials entgegen.( Gingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Zeitungsstädtische Arbeiter ist in Strantheitsfällen gegen äußerste Not gerecht wenig stichhaltig. So hieß es in unserem Artikel:" Der lifte für 1899 unter Nummer 7820). schützt, er hat Arzt und Medikamente, ganz anders bei dem Landarbeiter". Dazu bemerkt das Blatt:„ Der Gewährsmann hütet sich, für diese Behauptung Beispiele beizubringen." Und dann erdemokratischen Gutsbesizer, der„ unchristlich" gehandelt hatte. Das Junkerorgan wird nächstens nach Beweisen schreien, wenn wir behaupten, die Landarbeiter könnten sich nicht koalieren. Der Landarbeiter hat nicht die gesetzlichen Rechte, die das Krankenunterstützungsgesez den Fabritarbeitern gewährt, damit ist unsere Behauptung bewiesen, und es bedarf nicht einzelner„ Predigtmärlein" von christlicher oder unchristlicher Behandlung.
Die Redaktion des Vorwärts".
Die Landarbeiter in Oberschlesien sollen wie im Paradiese leben. Freiherr v. d. Golz sagt, daß infolge der Stumpfheit der ländlichen Arbeiter auf vielen Gütern die äußere Lage der wendigsten Mangel leiden. Namentlich pflegt das dort in solchen Dienstleute eine sehr flägliche ist, so daß fie oft an dem NotJahren der Fall zu sein, in welchen die Kartoffeln schlecht geraten sind."
Auch über die Wohnungsverhältnisse der Landarbeiter weiß
Siehe Inserat betr. Kleine Anzeigen. zählt die Kreuz- Zeitung " das Paradebeispiel von dem social- Herr v. d. Golz ein bewegliches Klagelied zu ſingen:
Ein Nachwort zum Tuberkulose
Kongreß.
nicht genannt habe, un an diese Feststellung eine Vermutung über Die Kreuz- 3tg." betont, daß sich der Verfasser unseres Artikels die Verfasserschaft zu knüpfen, die weit in die Irre schweift. Um die „ Kreuz- 3tg." einigermaßen zufrieden zu stellen, wollen wir heute einiges Material nachtragen, dessen Urheber einen sehr bekannten
„ Es giebt noch viele tausende von Arbeiterwohnungen, in welchen die Gesundheit ihrer Infassen auf das ernstlichste gefährdet ist, welche auch nicht einmal den Schein einer irgendwie behaglichen menschlichen Behausung an sich tragen, und in denen es den Bewohnern unmöglich gemacht wird, auch nur den gewöhnlichsten Regeln der Sittlichkeit Rechnung zu tragen."
Er sagt ferner, daß die schlechten Wohnungen „ wesentlich dazu beitragen, daß unter den Kindern der ländlichen Arbeiter eine so ungewöhnlich große Sterblichkeit herrscht und daß die Erwachsenen so häufig schon in den besten Jahren einem frühen Siechtum anheimfallen."
Die Arbeiter müssen schlechte Wohnungen haben, erklärte Herr
,, bis abends 9 oder 10 Uhr beständig fortsetzen sollen, so ist dies eine Forderung, welche an feinen Menschen vernünftigerweise gestellt werden dürfte".
Aus ärztlichen Kreisen wird uns geschrieben: Wir haben von dem Kongreß den Gesamteindruck mit genommen, daß ein lauteres Streben, der leidenden Menschheit zu helfen, die Männer zusammengeführt hatte, welche dort beriethen, und daß sie den ehrlichen Wunsch hatten, den Kampf gegen die furchtbare Seuche mit Energie aufzunehmen. Auch die Ein- Namien trägt, und das recht anschaulich in einem bereits sicht, daß nur die genaue Kenntnis von den Ursachen geschichtlichen Bilde zeigt. wie die Leutenot entstanden v. Szmula im preußischen Abgeordnetenhause, weil sie gesunde, gute der Krankheit die Grundlage für einen wirksamen Kampf ab- ist, wie fich das ländliche Arbeiter- Elend in einer Zeit Wohnungen nicht zu würdigen verstehen. Und so werden denn die geben könne, war wohl fast ausnahmlos vorhanden, und darbot, als die Junker sich noch nicht auf Handelsverträge und Herren Gutsbefizer getrost fortfahren, für das wertvolle Vieh Paläste ebenso fast ausnahmlos der gute Wille, rücksichtlos die Er übermächtige Weltmarkt- und Industriekonkurrenz herausreden konnten, zu errichten und den Arbeiter in seiner ungefunden Lehmhütte verforschung der Ursachen aufzunehmen. um die Schuld an der Leutenot von sich abzuwälzen. kommen zu lassen. In den langen Jahren, in denen die ländlichen Arbeitgeber über Ob aber ein irgend beträchtlicher Teil der bürgerlichen den zunehmenden Arbeitermangel in der Landwirtschaft flagen, hat noch zu lang, ja Die Arbeitszeit, behauptet v. d. Golz, sei in Pommern immer Kongreßbesucher auch die nötigen socialpolitischen es selbstverständlich niemals an Vorschlägen gefehlt, wie diesem fie überschreitet auf vielen Gütern jedes zu billigende Maß. Folgerungen ziehen werden, das muß mehr als zweifel- Mangel abgeholfen werden könne. Ist es in der Gegenwart Wenn die Arbeiter morgens um 3 Uhr ihre Thätigkeit beginnen" haft erscheinen. Gerade wir, die wir wissen, daß wirtschaft der Zug der ländlichen Arbeiter in die Industriegegenden, und mit Ausnahme von 2-3 Stunden Essenspausen liche Verhältnisse in der Politik von maßgebendem Einflusse welche das Entsetzen unserer feudalen Junker hervorrufen, so war sind, werden dadurch vor optimistischen Erwartungen geschützt. tigsten und brauchbarsten Arbeitskräfte, durch die die selbstsüchtigen es in früheren Jahren die Auswanderung gerade der tüchWir wissen, daß der Widerstand der kapitalistischen Interessen- Sureressen der allerchriftlichsten Junter bedroht wurden. Je nach der Golz hat also festgestellt, daß nicht der Uebermut, nicht die kreise die Erfüllung der Forderungen, die sich aus den Anschauung über die Ursachen der Flucht der Landarbeiter waren Sucht nach den Genüssen der großen Städte die Arbeiter veranlaßt, Forschungen der Wissenschaft ergeben haben, zu bereiteln auch die vorgeschlagenen Abwehrmittel verschieden. Wurde doch ge- ihre ländliche Heimat" zu fliehen, die Ursachen dieser Erscheinung suchen wird. Immerhin: das kann nicht zweifelhaft sein, legentlich allen Ernstes von einem Grundbefizer davor gewarnt, sind vielmehr in den elenden Wohnungsverhältnissen, in der daß der Kongreß nicht ganz ohne Einfluß auf die Dienstleute so gut zu stellen, daß sie im stande schlechten, unzureichenden Ernährung, der übermenschlichen Ausdie Regierungen und die herrschenden Klassen bleiben wird. wären, die Mittel zur Auswanderung zu erübrigen, beutung und in dem rücksichtslosen Borgehen der ländlichen ArbeitDer Zusammenhang der Tuberkulose mit den wirtschaftlichen um sie für Lebenszeit, nicht durch gesetzlichengwang, sondern geber zu suchen. Verhältnissen, ihr Charakter als Proletarierkrankheit" ist als durch den natürlichen hunger an die Scholle des Junkers unbestreitbar feststehend anzusehen. Wer nach den eindrucks- 3u feffeln. bollen Mitteilungen, die nicht allein von dem Vertreter der Kenner der ländlichen Arbeitsverhältnisse ihre warnende Stimme. Auf der anderen Seite erhoben allerdings auch einfichtsvollere Strankenkassen, unserem Genossen Dr. Friedeberg, sondern auch Indem sie unumwunden die Mißstände zu gaben, unter denen die von einer Reihe bürgerlicher Redner- Direktor Dr. Geb- ländlichen Arbeiter zu leiden hatten, beschworen fie in eindringlichen hard, Professor Rubener u. a. gemacht wurden, dies Worten die ländlichen Arbeitgeber, durch beffere Fürsorge die Arbeiter mit noch zu bezweifeln wagt, bei dem fann nicht mehr den bestehenden Verhältnissen auszuföhnen. Es treibt die Furcht Unfenntnis und Unwissenheit als Erklärungs- vor dem wachsenden Einfluß der Socialdemokratie auf dem flachen grund angenommen werden, sondern einzig und allein böser Einfluß nicht bewahrt werden könne, wenn es nicht gelingt, die Lande, die Sorge, daß der Landarbeiter auf die Dauer vor diesem ille. Die sichere Feststellung dieses Zusammenhanges Arbeitgeber von der Notwendigkeit der Verbesserung der Lage ihrer mit den wirtschaftlichen Verhältnissen erscheint uns darum Arbeiter zu überzeugen.
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Daß sich seit dem Erscheinen des Buches nichts geändert hat, daß sich die Zustände nicht gebessert haben, das haben auch in er über die Lage der Landarbeiter des Ostens gezeigt, schreckender Weise die Untersuchungen des Vereins für Socialpolitik Ebensowenig ist aber auch geschehen, um den allgemeinen Kultur zustand zu heben. Als ein wesentliches Mittel, das zu erreichen, sieht Golg die Werbefferung des Schulunterrichts an. Zwar sie heilt schon vieles besser als früher, aber:
" Der heutige Schulunterricht würde noch größere Erfolge aufweisen, wenn derselbe in der geseglich vorgeschrie benen Regelmäßigkeit vor sich ginge; daß dies leider nicht der Fall, daran sind vorzugsweise die Gutsbesizer und Bauern schuld. Beide Klassen benuzen in ausgedehntem Maße die noch schulpflichtigen Arbeiterkinder während der vor= geschriebenen Schulzeit zu ländlichen Verrichtungen." Auch die Lehrer sind diesen Zuständen gegenüber machtlos, ,, Mancher Lehrer hat seinen Diensteifer schwer büßen müssen, wenn er sich herausnahm, dem Gutsherrn oder dessen Inspektor deshalb zu machen. Vorstellungen"
denn
In dem der Regierung überreichten Wunschzettel ist auch die Beschränkung der Schulzeit gefordert, um billige Arbeitsträfte zu haben.
als das Hauptergebnis des Kongresses, weil sie für das Pro- Es lohnt sich schon gegenüber den Klagen der preußischen letariat und alle, die es mit ihm aufrichtig meinen, ein neuer Junker über die zunehmende Unbotmäßigkeit und die steigenden Ansporn sein wird, alle Kräfte einzusehen für die Befreiung Lebensansprüche der ländlichen Arbeiter einige der bitteren Wahrdes Proletariats aus diesen wirtschaftlichen Verhältnissen. heiten ins Gedächtnis zurückzurufen, die Freiherr v. d. Golg Und die Arbeitert lasse ist bereits daran gegangen, in seinem im Jahre 1872 erschienenen Buche über Die land. liche Arbeiterfrage und ihre Lösung"" den ländlichen die Ergebnisse des Tuberkulose- Kongresses für die Praxis des Arbeitgebern zu tosten gegeben hat. Auch er ist weit entfernt, etwa Lebens zu verwerten. Die Konferenz der deutschen die Arbeiter aufzurufen, für die Verbesserung ihrer Lage zu wirken, Krantentassen, welche auf Anregung der Central- vielmehr sett er seine Hoffnung auf die Einsicht der Arbeitgeber, Kommission der Krankenkassen Berlins am Sonntag denen er warnend zuruft:„ Wenn wir den ländlichen Arbeitern zu stattfand, ist sofort ans Werk gegangen, um die einer befriedigenden Lebenslage verhelfen, wird es den Männern, Gesetzgebung zur Anerkennung der Ergebnisse des wissen- welche den Umsturz der bestehenden Zustände herbeizuführen trachten, Golz forderte auch schon damals dringend Ausdehnung und schaftlichen Kongresses zu drängen. Diese Konferenz hat alle nie gelingen, ihre Pläne zu realisieren, während eine fortdauernde Verbesserung des Fortbildungsschulwesens. Daß auch hierin seine Erwartungen, die man an seine Beratungen geknüpft hatte, Bernachlässigung der ländlichen Arbeiter mit der Zeit die Vorschläge teinen Erfolg gehabt haben, lehrt uns die Statistit, in vollstem Maße erfüllt. letzteren ganz gewiß für die socialistische Agitation empfänglich nach der im preußischen Staat überhaupt im Winter des Jahres und dann zu gefährlichen Feinden der bürgerlichen Ordnung 1896/97 nur 875 ländliche Fortbildungsschulen bestanden. Während Erschienen waren Delegierte aller Arten von Krankenkassen, machen wird, als es bisher noch irgendwo in Deutschland die die Zahl der jungen Leute auf dem Lande im Alter von 14-18 Jahren -Orts-, Hilfs, Betriebs-, Innungs- Krankenkassen- insgesamt industriellen Arbeiter gewesen find." Man vergesse nicht: Das 828 600 betrug, nahmen mur 13 317 am Unterricht teil. Für diese nahezu ein Viertel der frankenversicherungspflichtigen ist schon 1872 geschrieben. Schulen zahlte der preußische Staat 33 174 M., ungefähr so viel, Bevölkerung Deutschlands vertretend. Und trotz der mannig- Um nun die bürgerliche Gesellschaft vor dieser Feindschaft der wie Kautsky in seiner„ Agrarfrage" bemerkt, wie ein paar Schüſſe fachen Gegensäge, die zwischen diesen verschiedenen Arten von Landarbeiter zu bewahren, ist es notwendig, den allgemeinen aus einer großen Kanone tosten. Strankenkassen bestehen, gelang es, in allen den Fragen, kulturzustand zu heben, von dem er sagt: Herr v. d. Golzz hat tauben Ohren gepredigt. welche die Konferenz Konferenz beschäftigten, bollkommene Wenn wir über den Kulturzustand der Dienstleute ein flares Die Junter wollen teine aufgeklärte Arbeiterklasse, Uebereinstimmung zu erzielen! Es war dies desVerständnis gewinnen wollen, so müssen wir uns bergegenwärtigen, sie wollen billige Arbeitsfräfte und diese sind nach ihrer halb möglich, weil alle Erschienenen auch, wie wir gern daß dieselben fast ohne Ausnahme Kinder, Enkel oder höchstens Meinung am billigsten, je dümmer der Arbeiter ist, je weniger Urenkel von Leuten sind, welche noch zu Ende des vorigen oder Kulturansprüche er erhebt. Findet man doch selbst in hervorheben, die anwesenden bürgerlichen Krankenkassenzu Anfang dieses Jahrhunderts in dem Zustande großer Ünfreiheit agrarischen Blättern Klagen, daß Mädchen Handarbeitsunterricht das gleiche Streben beseelte, weil alle gleich- sich befanden. Als gutsunterthänige Leute an die Scholle ge- erhalten, weil sie dadurch veranlaßt werden, als Schneiderinnen in mäßig bemüht waren, mit aller Kraft für die Interessen der bunden, der Gerichtsbarkeit und oft der Willkür ihrer Herren die Stadt zu ziehen.
Vertreter
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