Anterhaltungsblatt des Vorwärts

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Nr. 51. Od st

Freitag, den 12. März.

1897.

mamilie omnis

( Nachdruck verboten.) Dfenbank dadurch beunruhigt sich erkundigte, warum die Leute om denn so närrisch hin und her liefen und weinten, und als er Jakob der Lehte. dies erfuhr: der Friedel sei erstochen worden! da that er vor

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Eine Waldbauerngefchichte aus unseren Tagen.

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Von Peter Rosegger. sediu in Es giebt kein schöneres Leben auf dieser Welt zu finden," schlug einer an, da sie fortzogen auf der Straße durch das Freifingthal. Alsbald stimmten auch die anderen im Marsch­takte mit ein.

wie unselig!

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tholewe thin

Ueberraschung einen hellen Pfiff und lallte: Na, ist recht, ist recht, so ist er glücklich drüben!" Und versant wieder in feinen Halbschlummer. duft Pro Herrensünde-

wind do

Auf und an,

Bauernbuße.

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Spannt den Hahn,

Luftig ist der Jägersmann, 193 Luftig ist der Jägersmann, Hörndel schallt, Büchsel knallt,

Off Jonisio siss

Der Pfarrer von Sandeben, der seitwärts auf seinem Acker stand, hörte den Gesang und dachte bei sich: Ein Lob­lied auf die Menschenniedermezelung! Dieses Geschlecht- blog Und das Hirschel fallt! So gab es wieder muntere Weisen, und zur Jagdzeit, In der Welt ging es heiß zu. Die Trompeten hört da ging es hoch her in Altenmoos. Im Frühjahre die man blasen wohl draußen auf freiem Feld...!" age Hahnenbalz, die einzige Jahreszeit, da der Herr" früher auf­Anfangs tamen laute Siegesnachrichten, dann vergingen steht als der Bauer. Da ist keine Stunde zu finster, kein Weg stillere, bange Wochen. zu weit, fein Vogel zu hoch, es wird geschossen. Nicht der Hunger nach dem Fleisch, nicht so sehr die Gier nach den Federn ist's, sondern die Waidmannsluft, die Lust zu morden. Pulverkunall in die leere Luft oder auf die Scheibe ist nicht lustig, da stirbt nichts.

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In der Pfarrkirche zu Sandeben wurden Betstunden gehalten für Kaiser und Reich. Gott ward angerufen als Herr der Heerschaaren. Zu solchem Gebete war auch der Jakob einmal herausgekommen aus seinen Wäldern. Mit der ganzen Innigkeit des Baterherzens flehte er um Schutz für seinen Friedel.

Nach dem Gottesdienste wurde er in das Gemeinde- Amt beschieden.

Der Vorsteher lud ihn sehr freundlich ein, Platz zu nehmen und kramte eine Weile unter den Papieren herum. Dann hielt er einen zusammengefalteten Bogen in der Hand und sagte:

Mein Lieber Reuthofer." Blieb stecken und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Der Jakob schaute ihn an. Но Ich hab' Dir hente halt teine gute Botschaft zu bringen," fuhr der Vorstand fort.

Der Friedel?" fragte der Jakob leise und mit stockendem Athem.

Mußt Dir denken, es hätte ihn auch daheim was treffen tönnen," sagte der Vorstand, eine böse Krankheit, oder so was. Der Hirschersohn ist unter die Mühlräder gekommen und hat ein schreckbares Ableiden gehabt. Von dem Schögel im Thal seinem Buben weißt eh. Zur ewigen Schand und Schmach für den ganzen Stamm. Dein Sohn ist als Held gefallen. Für Kaiser und Vaterland!"

Der Jakob knickte in sich zusammen und sagte:" Ich hab' mir's gedacht, ich hab' mir's gedacht..." Dann verdeckte er sein Gesicht mit den Händen. So fauerte er da und ein tiefes heftiges Schluchzen schütterte seinen Körper. Der Gemeinde­vorsteher schaute lange auf ihn hin, endlich legte er ihm die Hand auf die Achsel und sagte:" Jakob!"

Zu den offenen Fenstern klangen die Glocken herein. Jdoc? Jakob," sagte der Vorsteher, fie läuten. Das ganze Dorf gedenkt seiner in dieser Stunde und betet für ihn. Das ganze Dorf theilt jetzt mit Dir das Leid, sie haben ihn alle gern gehabt. Und können stolz sein auf ihn." Ich hab' mir's gedacht," stöhute der Jakob.

Nach einer Weile, als die Glocken abgesetzt hatten, sagte der Vorstand: Hier ist ein Brief, der schreibt, wie er gefallen ift. Eine weißgrüne Korpsfahne war in Gefahr, haben heiß um sie gerungen. Da stürzt sich der Friedrich Steinreuter in den Kampf, die Fahne ist gerettet, aber der Steinreuter hat einen Stich in der Brust und sinkt zu Boden. Da steht's, lies es selber."

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Eine weißgrüne Fahne! Ums Heimathland!" sagte der Jakob mit zitternder Stimme. Es war wie ein Aufjauchzen, ein emporspringender Herzblutquell, in den die Sonne strahlt.

Allmälig wurde er ruhiger, that einen schweren Athem zug und fagte: In Gottesnamen!"

Dann stand er auf und ging still und tief gebeugt davon.

pilin dilin

Für die Rehe und Hirsche wurde das ganze Jahr ge sorgt, alles Gute und Liebe wurde ihnen angethan, damit sie gefund blieben, bis man sie erschießen konnte. In den Wäldern und Gebirgsfaren standen geborgene Heuhütten, und wenn die Fütterung war und das Heu und die aus weiter Ferne her­beigebrachten Kastanien ausgeftrent wurden, da kamen die Thiere von allen Seiten herbei, anfangs ängstlich lauernd, mit hochgetragenen Häuptern schnuppernd und die Luft prüfend, bald aber fühner sich der Nahrung nähernd und endlich mit Gier über dieselbe herfallend, unter Knacken und Knuspern sich zu sättigen.

Zur Brunstzeit erschollen die Wälder vom Hirschgeröhr. Rein Liebeslied der Kreatur ist so schauerlich, so offen Elementar gewaltiges fündend, als das wilde Röhren der Hirsche zur Brunstzeit. Im Jägerherzen wird bei solchem Schall zwiefache Luft wach: Die zu beleben und die zu tödten.

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Nahte die Jagdzeit, so wurden neue Wege angelegt, daß die Herrschaften fahren konnten, so weit es möglich war. kamen hohe Herrschaften, aber alle waren in verschossenem, verschliffenen Bauerngewand. Es giebt Leute, die am Werk­tage Herren und am Feiertage Bauern sein möchten. Und Feiertag machen sie, wann sie wollen. Es giebt Leute, die mit aller Stadtluft nicht genug haben, die auch noch das Beste vom Land haben möchten. Das Jagdvergnügen, es kostet den Herren viel und den Bauern mitunter noch mehr. Daß sich die Herrenjäger in Bauerngewand stecken, ist ein merkwürdiges Zugeständniß, als ob der natürliche Jäger der Bauer wäre. Der rechte Bauer wird die Thiere tödten, weil sie sein Feind find. Bauer und Jäger in einem Bau, Acker und Hirsch in einer An, Gott genade dem Gau! Solche Gedanken hegte einer zu Altenmoos. Hundegeläut', Hörnerschall, Büchsen­fnall, Gläserklang! Es ist ja nicht wahr, Jakob Steinrenter, daß es in neuer Zeit so traurig zugeht in Altenmoos!

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Auf der Kuatschel- Eben, die hoch oben mitten im Walde lag, wurde im Freien gekocht und geschmort. Schon tagelang früher waren Arbeiter beschäftigt gewesen, Hütten, Feuerstätten, Faßgestelle, Tische und Bänke aufzurichten. Alle Waldarbeiter und Häusler der Gegend die Unterthanen der Herrschaft geworden waren wurden als Treiber aufgeboten. Auch dem Jakob war bedeutet worden, sich als Treiber zu stellen; der ließ zurückfagen, er sei selber ein Gehegter. Die Treiber be­tamen nach der Hehe auch ihr reichliches Essen und Trinken, aber seitab von der Gesellschaft, weit seitab. Versteht sich ja", meinte einer der Holzhauer, wir Treiber sind zweibeinige Jagd­hunde, nur daß wir nit bellen dürfen".

Und diese zweibeinigen Jagdhunde, die nicht bellen durften, liefen so gut wie die vierbeinigen über Jakob's Wiesen, Felder und Saaten, und stampften Gras und Korn in den 50 mdlu n

Der Gemeindevorsteher blickte ihm nach und dachte: Grund. Armer Manu! Alles zu opferu fürs Vaterland, alles! Und Wir sind selber schuld," sagte der Pechöl Natz zum so schutzlos und verlassen dastehen in diesem Vaterlande! An Jakob.binaril Heimathsliebe untergehen in der Heimath!-

Wieso das?" ndi slibns.dux dothe

Jm Reuthofe hatte sich ein großes Klagen erhoben. Und weil wir ein armer Kleinbauer sind und nicht zwei­als der alte blödsinnig gewordene Luschel Peterl auf seiner hundert Joch Grund haben. Sonst könnten wir selber jagen."