Anterhaltungsblatt des Vorwärts

Nr. 41.

Mittwoch, den 28. Februar. Henndag trod nogensinste od

plant your jan av dan on Or potestate fundal p] 1150 Nachdruck verboten.)

Unter dem Schuhe des Gefehes. 7] Bon Maria Konopnica.

119.79

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Funken. Der Mond hatte sich nach dem Westen gewandt, und die Wiese lag, so weit das Auge reichte, unter einem silbernen Nebel, wie unter einem See hingebettet. Der Bachtelkönig ließ sich bald näher, bald ferner vernehmen, eine feuchte Kälte drang bis in die Knochen.

Sie fauerte sich zusammen, wandte den Kopf nach der andern Seite und schlummerte von neuem fanft ein.

Das Mädchen entfernte sich. In ihrem Kopfe schwirrten unklare Gedanken. Es war wohl das Glas Anis, das sie Wieder träumt sie, daß ringum ein großes Wasser braust jetzt im Kopf wirr machte, vielleicht auch die Hike in der und tobt und höher und höher steigt, und sie steht in der Schänke oder das Gerede des Burschen. Draußen bemerkte Mitte, das Wasser überflutet sie nur noch einen Augenblick, sie, daß sich schon die Dämmerung herniedersenkte, und daß und sie ertrinkt. Sie erhebt den Kopf noch einmal über das im blassen Abendrot vier Lampen auf dem Ringplatz flackerten, Wasser, aber sofort fällt von oben ein Stein herunter und gelb und quaĭmend. Davon konnte also nicht mehr die Rede trifft ihren Scheitel. Blut überrieselt sie, und sie geht wieder fein, daß sie die Schlächterfrau heute noch aufsuchte. Sie ver- in die Tiefe. schob es auf morgen. Das Wasser braust und rauscht, Kälte durchdringt ihren durchquerte die Straße und blieb stehen. Morgen... Körper Körper... Schon ist sie am Ufer, schon hat sie ein Schilf­Und jetzt? Wohin sollte sie sich jetzt wenden? Wo über- rohr erfaßt, schon taucht sie auf, holt Atem, da, sieht sie, nachten? Die Thür des Schantlokals knarrte, Ralit trat her- am Ufer steht eine große Menschenmenge, ein jeder hält einen aus und sah sich links und rechts spähend um. Das Mädchen Stein in der Hand und wartet mur, um ihn ihr entgegen zu trat in einen Thorweg und wartete, bis er vorüber war. Erst schleudern... Sie faltet die Hände und bittet... Ihr guten als eine beträchtliche Entfernung sie trennte, trat sie heraus wienschen, ihr guten, gnädigen Herren! Werft eure Steine und schleppte sich nach der entgegengesetten Seite. nicht. Wartet ein wenig, laßt mich ans Ufer gelangen, laßt

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Es war ein ruhiger, warmer Abend, ein feuchter, perl- mich aus diesem Wasser, aus diesem Abgrund au die Luft grauer Rebel hing tief über der Erde, hier und da vernahm gelangen. Das Schilf pfeift am Ufer, das Wasser rauscht man das Knarren eines Brunnenschwengels und das Lachen und tobt, fie flammert sich an die kleinen Erdhäuflein fest, der Wasser schöpfenden Mädchen. Hanka ging etwa eine teilt die Flut, arbeitet sich bis ans Ufer heran... Da Stunde lang, wandte sich um, blieb stehen, gleich wie ein plumps! Das Wasser zischte auf, der größte Stein trifft sie verirrtes Schaf, das sich von der Herde getrennt hat. Durch am Stopf, sie sinkt zurück, die Flut verschlingt sie Und die die niedrigen Fenster der Holzhäuschen konnte man die Be Leute lachen und flatschen in die Hände und das Wasser rauscht wohner in den belenchteten Stuben wahrnehmen. Hier und über ihr, und das Schilf am Ufer pfeift... da setzte man sich an den Tisch zum Abendessen, der Duft frisch gekochter Startoffeln und Speck drang heraus.

Wie sie es bei Tag den Menschen gegenüber gethau, so wandte jeßt Hanka von diesen Fenstern das Gesicht ab und berbarg es unter dem weiten Tuch. Sie wußte, daß keines dieser Fenster sich für sie aufthue, daß keine dieser Thüren ihr Einlaß gewähren würde Die paar trocknen Semmeln hatten sie nicht gefättigt, und auch der Fuß fing jezt erst an, fie heftig zu schmerzen. Aber sie ging immer weiter, denn sie wußte nicht, wo sie stehen bleiben sollte, bis sie in der Luft den Geruch von frisch gemähten Hen verspürte, und sich auf einer fleinen Vorstadtwiese befand, zwischen Häuflein von aus getrocknetem Grummet. Unter einem diefer Häuflein ließ sie sich nieder und lehnte das Haupt gegen dasselbe.

Sie erwacht. Ihr Herz pocht laut. Im Halfe fühlt sie cine Trockenheit wie von einem angestrengten inneren Schreien. Sie reibt sich die Angen und setzt sich gerade auf. indvedou

Es war Morgen. Der Himmel überzog sich am Ost­rand mit den rosigen Morgenrot. Wilde Gänse, die vor dem Abzug nach fernen Gegenden auf dem nächsten Stoppel­felde ein Abschiedsmahl hielten, erheben sich mit lautem Ge­schnatter, ordnen sich in eine lange Reihe und wiegen sich in der stillen Luft, wie ein Band, das von der einen Seite von der aufgehenden Sonne vergoldet wird und von der andern den bläulichen Schimmer der Wiesennebel wiederspiegelt.

Hanta blickte nach oben und betrachtete sie lange.

Das Band schwebte immer höher, immer ferner dahin, und herunter drang seine Stimme, gleich dem Summen einer entfernten Laute. Zuweilen nur durchschnitt der Schrei eines Gänserichs dieses Summen und hallte weithin durch die Stille des Morgens.

... Sobald der Morgen da wäre, dachte sie, würde sie fofort zu der Schlächtersfrau gehen, würde sie selbst hingehen und würde bitten, bitten, bis sie eine Stellung fände. Niemand würde sie bereden, weiter ein solches Leben zu führen Hankas Angen öffneten sich weit, ein tiefer Seufzer Sie würde sich schinden, sich die Hände wund arbeiten, aber hob ihre schmächtige fleine Brust, die vom nächtlichen Tau sich nie mehr zum Bösen verleiten lassen. Der Kalif durchfeuchteten Haare fielen ihr auf Gesicht und Hals hernieder. fann reden, so viel er will, auch die andern können reden, und aus der Kehle drang ein kurzer abgerissener Ton, gleich­aber sie würde sich nicht mehr verführen lassen... Dieser sam ein unwillkürlicher Aufschrei des unbezwingbaren Gefühls Beschluß stand fest in ihr... Sie würde nun den Herrn der Freiheit und der Unabhängigkeit. Jesus um Hilfe anflehen, und den heiligen Antonius dazu. Ach, lieber Herr Jefus, und du, heiliger Antonius... Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Vater unser, der du bist im Himmel Sie schob sich tiefer in das Hen, fenkte den Kopf und schlief ein Sie hatte einen schweren, quälenden Traum.

Aber das dauerte nur einen Augenblick.

Als der letzte Ton der in den Lüften entschwebenden Laute verhallte, blickte das Mädchen spähend nach allen Seiten um sich, und eine unwillkürliche Scham überfiel sie. Ihr Kopf fenkte sich, die Hände schob sie tief in die Aermel der groben Jacke hinein; sie kniff die Lippen zusammen und kehrte Sie träumte, daß ihr Vater, der alte Kaspar Blecharz, langsamen Schritts nach dem Grashäuflein, wo ihr Tuch Schustermeister in Pabianice , für sie Schuhe fertigte, fleine, liegen geblieben war. Sie mußte sich beeilen, um bei der winzige Schuhe. Er näht und näht, schlägt mit dem Schlächtersfrau rechtzeitig angulangen und um die Dienststelle Hämmerchen auf die Sohlen, zieht die Pechfäden frenzweise anzuhalten.

feft, fchnißt Holzstifte, und das alles für sie, für ihre weite In den Häuschen der Stadt erwachte die Tagesarbeit, Reife, denn sie geht in die Verbannung.... Sie aber ist in den Höfen blöften schon die Schafe, hie und da stiegen cin so kleines Mädchen, so klein, daß sie faum zehn Jahre dünne Rauchsäulen aus den Schornsteinen. Sie ging, ohne zählen kann. Die Mutter zieht ihr ein weißes Hemdchen aufzublicken und sie dachte an die nächtlichen Träume, an die an, flicht ihr die Zöpfchen, die ältere Schwester wäscht für sie durch die Lüfte in die Ferne segelnden wilden Gänse, und in die Schürze, der Bruder schirrt den Wagen, um fie in die ihrem Kopfe rauschte und tobte es wie von einem großen, Verbannung zu geleiten... Der Pfarrer fommit, singt Lieder großen Wasser..on mit dem Organisten, besprengt den Wagen mit Weihwasser, und dann donnern die Glocken... Sie erbebt und er­wacht.

Der Nachtwind hatte die Nebel weithin verstrent, das Sunkle und tiefe Saphirzelt wölbte sich über sie, und drinnen in der Mitte brannte ein Stern, gleich einem großen goldnen

Die Höferin, bei der Hanka Tags zuvor Semmet ge­fauft hatte, die Besitzerin des Bettbezugs für vier Personen und allerhand sonstigen Hausrats, die dem Mädchen den Dienst bei der Schlächterfrau empfohlen, konnte nicht lange an sich halten und verriet ihrer Gevatterin und Nachbarin,