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Anterhaltungsblatt des Vorwärts

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Nr. 48. med sides nod ngicides

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Freitag, den 8. März.

( Nachdrud verboten).

Die bunke Reihe. Berliner Roman. Von Frik Mauthner. Sistina Esindadagtun nis noltids spIV.ald dbani

ni disa gridded 1901

Frau. Und ich sage Ihnen: Selbstessen macht fett. Wenn ich mich bedanken soll, so muß ich selbst was friegen. In der Schule, da war ich nicht fleißig, und darum pfeife ich auch drauf, wenn Lenchen nachbleiben muß... mit sei

Aber Hilde!" rief Bohrmann verweisend. ,, Quatsch. Einen guten Kopf habe ich doch. Was sie braucht, wird sie später lernen. Ich habe später sehr viel gelernt... eben jetzt erst von ihr von Frau Mascha... und die gnädige Frau wird sehen, wie gut ich auffassen kann. Sie hat mir vorhin was gesagt, das sitt fest und wird sich immer fester setzen."

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Nu is jut," rief Hilde so laut, daß es Fräulein Reymond draußen wohl noch hören konnte. Nu fönnen wir singen: Unter uns is feener mang, der nicht mang uns mang gehört, und nu, Männe, mußt Du' mal was erzählen. Denken Sie nur, gnädige Frau, seit Weihnachten, feit Sie es ihm in den Kopf gesetzt haben, arbeitet er an einem Stücke und hat uns nie die Geschichte erzählt. Und Stücke haben doch immer so Es entstand eine Pause. Dann sagte Bohrmann: schöne Geschichten. Nur daß der olle Salomon drin vor- Und so will ich Euch allen ein Geschenk machen. Ich kommt, der jüdische König und andre Juden und die Königin werde Euch den eben beendeten letzten Aft vorlesen." von Saba. Ich glaube, das ist das einzige Christenmensch Gerade heute?" fragte Hilde. An mir liegt Dir ja doch im ganzen Stüd." nichts. Ich muß auch zu meiner Cousine, die ist seit ihrem fleinen Kinde immer noch nicht ganz auf Posten. Lenchen nehme ich mit. Wenn Du durchaus willst, kannst Du ja der gnädigen Frau und Siegfried vorlesen." duto sinunda Ich will mein Schaukelpferd!" un noin Mascha schlug vor, wenn Frau Bohrmann nun doch ein­mal fortgehen müsse, die kleinen Geschenke für die Kinder gleich zu besorgen. Sie werden das besser auszusuchen wissen, liebste Frau

Bohrmann hatte seinen Jungen auf den Schoß genommen und tatschelte ihm heimlich die Wangen, wie ein gutmütiger Reitknecht heimlich den Gaul liebfost, den der dumme Herr zu Schanden geschlagen hat. on

dun, Duirrſt, Hilde," sagte er, zur Seit des weifen " Salomo konnte es nicht gut Christenmenschen geben, das war ja, hm... viele.. hm, lange Zeit vor Chrifti Geburt."

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Hilde."

Dann will ich auch mit!" schrie Siegfried.

" Ja, Mama," bettelte Lenchen.

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Warum nicht?" sagte Hilde. Wenn man nur erst weiß, man anlegen soll."

Was es eben fostet," sagte Mascha. Dal und suchen Sie etwas Hübsches aus. Es muß ja nicht gleich wie für Prinzen sein."

Willst Du mir wieder meine Unbildung vorwerfen? Er ist so furchtbar launisch geworden. Es ist auch keine Kleinigkeit, den ganzen Tag den dreckigen Jungens Unterricht geben und Hefte korrigieren und sich dann die halbe Nacht abmarachen mit einem Stück so in Versen und was ohne Reime; das ist nämlich noch schwerer. Ich habe seinet­wegen auch jeden Monat für' n Thaler Paßenhofer tommen laffen müssen entschuldigen Sie, gnädige Frau, aber Ihrem Mann fein Bier, das geht so ins Blut und es hat Muß es auch nicht, und nu, Kinder, bedankt Euch schön, auch nur dreißig für' n Thaler, vom Pazenhofer kriegt man und Sie, gnädige Frau, bleiben hier, damit er wen zum sechsunddreißig Flaschen ohne Pfand. Und werden Sie es Vorlesen hat. Und wenn Sie sich graulen, so holen Sie sich glauben? Alle sechsunddreißig hat er im Monat allein aus- die Reymond herein, die wird sich auch die Finger danach getrunken. Nicht wahr, Lenchen, fast alle? Dann der viele leden. Die eigne Frau, die ist für so was nicht. Die hat schwarze Kaffee, von dem guten, zu zwölf Groschen, ge- immer zu viel Sorgen. Und auswendig kann ich es schon brannt. Wie oft hat er noch um Mitternacht nach Staffee geschrien."

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vor- und rückwärts... das heißt, ich meine... die paar Stellen, die er vorgelesen hat." sid a bod til s Bohrmann wendete sich mit ein paar unsicheren Worten Das hohe Glück wenn Sie es nicht unpassend fänden... aber eigentlich wäre die eigne Frau..." Aber schon rief Hilde aus der Küche: Lene, wo hast Du schon wieder meine Hutnadel hin­gethan? Verdammte Föhre Vorhin habe ich sie auf der Maschine gesehen! Nein, ganz bestimmt, vorhin beim Kochen.

Geschrien wohl nicht, liebes Rind," fagte Bohrmann. Sehen Sie, so ist er immer. Mich aus dem besten an Mascha: Schlaf wecken, sich haben und fagen: Bist Du noch wach, liebes Rind? Da tönntest Du wohl so freundlich sein... das nennt er nicht schreien! Wo er doch dabei hinter der Thür von die Hinterstube gestanden hat, wo ich mit die Kinder schlafe. Hineingetrant hat er sich ja nicht!... Ja, ja, es war eine harte Zeit für mich. Ich bin nur froh, daß ich durch bin damit."

Richtig, wieder auf dem Boden... Laff' gut sein, Es wurde ordentlich behaglich in der Stube, als Hilde Lenchen, ich glaubte schon... Herr Gott , da wäre ich bei­fo ihre Zufriedenheit äußerte. Bohrmann streichelte dem nahe ohne Strümpfe fortgegangen! Es schwigt mir aber auch Jungen ganz offen die Wangen, und Siegfried faßte Mut. zu ſehr." Papa", sagte er, wenn Du fertig bist, hast Du mir ein Noch ein kurzer, heftiger Streit mit Lene, die erst ihr Schaukelpferd versprochen." od otsisid rosa Zopfband einflechten wollte, noch ein Puff für Siegfried, Auf Stempelpapier," ſagte Hilde höhnisch.dessen Müße seit gestern ein neues Loch aufwies, ein kurzer Mascha bat um eine Gunst. Ob sie dem lieben Kleinen Gruß für ihren Mann, eine halb steife, halb freundschaftliche das Schaukelpferd nicht schenken dürfe. Berbeugung für Mascha, und Hilde verließ die Wohnung. Sie hatte einen kleinen, nicht mehr ganz sauberen Strohhut mit neuen gelben Rosen aufgesetzt.

" Ja doch," rief Bohrmann, Sie dürfen alles, und heute möchte ich alle Welt glücklich sehen, und besonders Siegfried für das Buchst...."

Es glitt wie ein Schatten über Bohrmanns Züge. Mascha wendete sich an Lenchen. Sie dürfe natürlich nicht dem Jungen allein etwas schenken; Lenchen solle sich auch etwas wünschen.

Ich habe schon etwas, Tante Mascha. Mama hat mir den schönen Handschuhkasten geschenkt. Ohne Handschuhe." " Dann möchtest Du also ein paar Handschuhe haben, fleine Kröte? Glacé?"

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Lenchen wurde rot bis unter die Haarspißen. Wenn Mama es erlaubt. Aber gebettelt habe ich gewiß nicht." ,, Mama wird schon erlauben," sagte Mascha obenhin. Warum nicht?" rief Hilde und blickte zerstreut vor sich hin. Die Kinder werden sich schon bedanken." Wir auch, liebes Kind."

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" Ich nicht," erwiderte Hilde fest. Mir geht nämlich im Kopfe herum, was Sie mir vorhin gelehrt haben, gnädige

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Ihre Frau hat eigentlich recht," begann Mascha, nach­dem sie ein Weilchen an der Thür gelauscht hatte. Es fehlt hter ein Sofa." Wenn Sie erlauben, gnädige Frau, hole ich meinen Lehnstuhl. In ihm sigend, habe ich mein Wert geschaffen, in ihm thronend, sollen Sie es jetzt hören."

Bohrmann öffnete die Thür zu seinem Schlaf- und Arbeits­zimmer und wollte, erschreckt, mit ausgestreckten Armen Mascha hindern, ihm zu folgen. Sie aber wischte unter seinem rechten Arme durch, und da saß sie auch schon vor seinem fauber geordneten Tisch, einem einfachen Möbel von gestrichenem Fichtenholz, in seinem Arbeitssessel, einem alt­modischen Lehnstuhle mit steilen Rücken- und Armlehnen; der Stuhl war mit einem mehrfach zerrissenen baumwollenen Stoffe überzogen.