r. 168.- 1915. Unterhaltungsblatt des Vorwärts
mitteilen:
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Das Amsterdamer Algemeen Handelsblad" bringt nachfolgenden, von seinem flandrischen Berichterstatter stammenden Artikel über das gute Verhältnis, das zwischen der flämischen Bevölkerung und den deutschen Soldaten hinter der flandrischen Front herrscht. Wie immer, geht es beim„ Handelsblad" nicht ohne einige Seitenhiebe auf die Deutschen ab, aber diesmal hat der Berichterstatter scheinbar ohne es zu merken sich in seine eigenen Widersprüche verwickelt, so daß man die Bemerkungen, die er macht, nicht erſt zu widerlegen braucht. Nichtsdestoweniger wollen wir des Intereſſes halber diesen Artikel in deutscher Uebersetzung hier Hinter der flandrischen Front wohnt eine sehr friedliebende und freundliche Bevölkerung; Menschen, die sehr an ihrem Geburtsort hängen, und die nur im äußersten Notfall ihn verlassen wollen, so daß der größte Teil trotz der Besetzung verblieben ist. Lediglich die Dörfer, die andauernd beschossen werden, sind teilweise entvölkert. Die Bevölkerung hat etwas Gutmütiges an sich und gibi sich unbestreitbar nur als flämischer Stamm. Nun ist wohl merfwürdig zu hören, wie gut das Verhältnis zwischen Flamen und Deutschen ist. Nicht etwa, daß der erstere seine Würde fortwirft, um den Sieger als Freund zu behandeln und nach seinem Sinne zu leben. Aber das Verhältnis trägt auch nicht das Kennzeichen von Feindschaft, sondern von reiner Menschlichkeit.
im Lande.
Sonntag, 25. Juft.
vermag Loftur keinen Frieden mehr zu finden. Es war sein Wunsch, der Steinunn getötet hat. Sein Wunsch war in ihrem Fuße, da sie zum Flusse rannte, sein Wunsch in dem Strome, als er das Mädchen mit sich fortriß. Das Schidial, das er beschworen, wächst ihm über den Kopf; das Licht seines Verstandes erlischt, und er stirbt vor Entseßen über seine eigene Tat. Das ist der Inhalt des„ Wunsches“ von Sigurdjonsson.
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Die rückwärtigen Verbindungen.
Gruppen eingeteilt und dürfen abwechselnd geöffnet sein. Den einen Monat die eine, den folgenden Monat die andere Gruppe. Das mag wohl für den Flamen, der an seinen Stammtisch gewöhnt ist, etwas unangenehm sein, verkehrt ist es jedoch nicht. Außerdem dürfte wohl mit den Cafés etwas aufgeräumt werden Für die Hygiene wird viel getan. Ueberall sieht man Anschläge, daß Straßen und Gehsteige sauber gehalten und regelmäßig gereinigt werden müssen, und das sind für manche Flamen unge= wohnte Dinge. Ordnung und Sauberkeit können sie wohl von den Deutschen lernen, obschon die deutschen Soldaten nicht immer mit Das Durchbrechen der russischen Linien bei Krasnostaw bedroht dem besten Beispiel vorangehen. Im allgemeinen klagt nämlich die Verbindungen der Moskowiter in geradezu unheimlicher Weise. tie flandrische Hausmutter über die Nachlässigkeit und Unordnung Hindenburg geht im Verein mit Mackensen gegen die Nabelschnur der Deutschen . Es hat den Anschein, als ob er sich in einem be- des russischen Heeres vor. Nikolai Pikolajewitsch kann von Glück siegten Lande nicht daran zu stören brauche, und gerade das ist wohl sagen, wenn er sich diesen Operationen zu entziehen vermag. In auch eine der hauptsächlichsten Beschwerden gegen die Eroberer. der gegenwärtigen Zeit hat die Empfindlichkeit des Armeerüdens Nächst ihrer großen Eßluft stößt man sich an ihrem ungenierten nämlich ganz erheblich zugenommen, da die Heere wieder von Auftreten. Oft hört man die Klage:" Und das ist das Volk, das der Magazinverpflegung usw. abhängig sind. Dadurch ist die Wichtigkeit der rückwärtigen Verbindungen insonderheit in die Er Aber alles dies schließt nicht aus, daß es Sauberkeit und Ord- scheinung getreten. Die fflavische Abhängigkeit von der Basis und nung lehrt. Die Deutschen treten als Lehrmeister auf, nun ja, sie die ungewöhnliche Empfindlichkeit der Verbindungen mit derselben den Rücken der Millionenheere zu einer der allerwaren stets Lehrmeister, die sagten:„ Handle nach meinen Worten, machen aber nicht nach meinen Werken." In der Tat, ihre Worte sind gut. empfindlichsten Stellen. Derjenige, der sich auf die Verbindungen Noch eine Besonderheit als Beweis dafür, wie weit ihre Sorgen des Gegners wirft, hat den Vorteil, daß er gewissermaßen nicht sich erstrecken: In den verschiedenen Dörfern ist nämlich ein Plakat auf die Schärfe, sondern auf die Rückseite des feindlicher Schwertes angeklebt, laut dem die unter 16 Jahren alte Jugend, die rauchend trifft, da sich von Haus aus die empfindlichsten Teile in dieser Rich angetroffen wird, mit Verhaftung zu rechnen habe. Das frühe tung befinden. Rauchen und Trinken der flämischen Jugend verdient schließlich auch einige Unterdrückung.
uns Sauberkeit lehren will?"
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Kleines Feuilleton.
Ein großer Teil des deutschen Heeres ist hinter der Front bei den Bauern auf den Dörfern einquartiert, so daß allmählich zwischen den einquartierten Deutschen und der flämischen Bevölkezung ein kameradschaftlicher Verkehr entstanden ist. Die letteren So verträgt sich man sich mit den Deutschen und duldet sie, Aber immerhin, Die freuen sich, wenn ein deutscher Soldat unverletzt von der Front hier und da mit persönlicher Sympathie. zurückkehrt, und umgekehrt sind sie sehr traurig, wenn einer nicht meisten Bewohner Westflanderns würden sie mit Freude von dannen zurückgekehrt oder gefallen ist. Ebenso, wenn die deutschen Sol- ziehen sehen, denn dann ist Friede. daten wieder nach der Front zurückmüssen, herrscht eine allgemeine traurige Stimmung. Man nimmt Abschied voneinander, und oft blinkt eine Träne im Auge einer Mutter, die möglicherweise an ihren Sohn an der anderen Seite der Laufgräben denkt, einer Frau, deren Gedanken zu ihrem Gatten, dem Vater ihrer Kinder, eilen, der so nahe, so nahe da ist und doch so unerreichbar meit.... In echter Naivität gab jüngst solch eine Frau einem deutschen Soldaten einen Brief mit, als er nach der Front zurückging:" Wenn Sie meinen Mann sehen, händigen Sie ihm doch diesen Brief ein", war ihre Bitte. Viele denken denn auch, daß eigentlich zwischen den beiden Kampflinien eine Art Briefverkehr besteht, denn fast immer werden die deutschen Soldaten ersucht, Briefe für Ypern mitzunehmen. Treffend und bezeichnend war die Begegnung, die vor einigen Tagen ein deutscher Soldat mit einem flandrischen Mädchen hatte. Das artige Kind kam mit vertrauenden Blicken zu einem Soldaten, von dem es wußte, daß er bald nach der Front zurückgehe." Ach, Herr Soldat, ich komme Euch zu fragen, ob Ihr mir einen großen Gefallen tun wollt."-" Gewiß, mein Kind," war die freundliche Antwort. Nun, so nehmt diese Apfeljine von mir an, und ich will Euch morgen sagen, was ich von Euch begehre." Am folgenden Morgen kommt die Kleine zurück. In ihrer Hand trägt sie ein kleines Päckchen, das sie mit bebenden Fingern vorfichtig öffnet. Es lagen zwei Bilder darin. Von meinem Vater und von meinem Bruder," sagte die Kleine. Sie sind beide im Krieg. Ach, Herr Soldat, betrachtet sie Euch gut, daß Ihr sie kennt. Wenn Ihr nun in den Krieg zieht, werdet Ihr sie da nicht totschießen?... Man muß wohl ein Herz von Stein haben, um von diesem rührenden Vertrauen, dieser innigen Naivität nicht betroffen zu sein. Es ist kein Wunder, daß der deutsche Soldat sich in jener Gegend wie zu Hause fühlt. Einer, der zu Beginn des Krieges im Westen bon Metz war, und zwar sowohl auf deutschem, wie auf französisch gesinnten Gebiete, erzählte, je mehr er nach Westen gekommen wäre, um so besser hätte er es gefunden, so daß er zu guter Leht in der Nähe von Digmuiden angekommen, dort eine Bevölkerung angetroffen habe, mit der man auf die angenehmste Weise austommen fönne. Ganz nahe bei der Front können die deutschen Soldaten ohne Waffen ruhig spazieren gehen und sich von einem Gehöft zum anderen begeben. Hier und da werden sogar Freundschaften geschlossen, und mancher deutsche Landwehrmann ist von feinem flämischen Gastherrn gebeten worden, nach dem Kriege bei ihm einzukehren.
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Es entbehrt auch nicht eines gewissen Humore, daß die deutschen Behörden knapp hinter der Front es sich angelegen sein lassen, den Gang aller Dinge bis ins kleinste zu regeln. Es ist, als ob das Leben, trotz des einige Kilometer entfernt wütenden Kampfes seinen gewohnten Gang ruhig weitergehe. Die Deutschen regeln alles. Die Cafés und Wirtschaften zum Beispiel sind in verschiedene
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Die Erweckung der Maria Carmen. 121 Bon& udwig Brinkmann.
Und nun hat Powell das Heft in Händen! Fünf von den fieben Stimmen sind sein; was sollen Stuart und ich dagegen machen! Er wird uns umbringen mit dem Messer, dem wir auf Gnade und Ungnade ausgeliefert sind...
Ein neues Drama von Sigurdjonsson. Das junge isländische Drama wächst. Von Johan Sigurd jonsson, dessen Drama Berg- Eyvind und sein Weib" auch bei uns in Deutschland Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden hat, ist soeben im Kopenhagener Verlag von Gyldendal ein neues Bühnenwerk erschienen, ein dreiaftiges Schauspiel, das den Titel Wünsch e" führt und sich als eine ganz merkwürdige Schöpfung darstellt. Das Stück behandelt in freier Weise einen alten is ländischen Sagenstoff. Sein Held heißt Loftur. Das ist ein junger Mann, Sohn des reichen Verwalters des Bischofshofes, der sich auf den geistlichen Stand vorbereitet. Allein sein Geist schweift weiter, sein Ehrgeiz geht höher; sein Ziel ist kein geringeres, als die Pforte zum Unbekannten zu finden und die Schwelle des Dunfels zu überschreiten. Seine Wünsche sind groß, grenzenlos, und er glaubt an die Macht des Wunsches über Reben und Tod:" Im Anfange war der Wunsch, die Wünsche sind die Seele des Men schen." Loftur hat ein Verhältnis zu einem der Hofmädchen ge= habt; ihr Name ist Steinunn. Damals glaubte er sie zu lieben, aber der Wahn ist längst verflogen, und ihre Anwesenheit ist ihm nur eine tägliche Gewissensqual. Da kommt Galdur, die Lischofstochter, heim. Sie war in Kindertagen Lofturs Gespielin; sie hat Sonnenschein in ihren Augen und in ihrem hellen Haar. Der erste Att des Stüdes schließt mit einer überaus wirkungsvollen Szene: wie die beiden Jungen sich auf den Zauberteppich ihrer Kindheitserinnerungen stellen und sich miteinander in das Reich der Dichtung und der Phantasie wegträumen. Von diesem Augenblicke an weiß Loftur, daß Galdur allein es ist, die er liebt, und daß er nur mit ihrer Hilfe das Böse überwinden kann.
Aber Steinunn will nicht freiwillig weichen. Es folgt eine Szene, die das Gegenstück zu jenem Schlußteil des ersten Aftes bildet, eine düstere und wilde Szene, in der die verlassene Geliebte für sich und für das Kind, das sie erwartet, ihr Recht fordert. Sie spricht Worte der Angst, der Sorge, des Hasses und der Rache alles umsonst. Und da greift denn Loftur zu dem äußersten Mittel, das er aus seinen schwarzen Büchern fennt. Hier stößt man auf den alten Sagentern: Loftur beugt sich zur Erde und ruft aus aller Kraft den da unten wohnenden bösen Geist auf. Er gelobt ihm seine Seele, wenn Steinunn in den Tod muß. Und es geschieht, wie er will. In ihrer Verzweiflung geht Steinunn in den Fluß.( Man bemerkt den Anklang an die Vorgeschichte von Ibsens Rosmersholm", wo Beate gleichfalls durch den bloßen Willen Rebekkas in den Tod getrieben wird.) Von diesem Augenblicke an Erbitterung meines Herzens doch die rechten Worte nicht finden zu können!
Powell ist also gekommen, zusammen mit den beiden Herren Morgan und Harris.
Wir hatten Pferde nach Ocotlan geschickt, und um Mittag trafen sie im Minenhause ein. Weder Stuart noch ich sind ihnen entgegengeritten und es war auch besser so. Auf diese Weise ist von vornherein der Kriegszustand klar und eindeutig gewesen.
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Es ist doch eine herrliche Sache um die Rücksichtslosigkeit. Der erste Tag verlief aber noch im Frieden. Powell Kaum hat er das Telegramm von Wards Tode erhalten, als stellte uns Herrn Harris als den Nachfolger von Ward vor; er den Vater um das Erbteil des Sohnes anging, dessen Grab um meine und Stuarts Genehmigung wurde errst gar nicht sich noch nicht einmal geschlossen. Und ein paar Tage später gefragt, was ja nun auch nicht mehr nötig war. Wir wunmachte er sich auf, der verlassenen Braut das Erbe für ein derten uns nur über die Stirn des Mannes, ganz ohne ein Spottgeld abzujagen. Doch der Erfolg ist auf seiner Seite; erklärendes Wort so autokratisch zu verfahren, da wir doch das entschuldigt alles! Wenn es auch nicht gar so schwer war, offiziell nichts davon wußten, daß er der Inhaber von Wards uns allzu Gefühlsselige zu überrumpeln, es ist ihm doch ge- Anteilen war. Oder war sich der Listenreiche ebensogut belungen! Warum dachten wir auch daran, den Freund zu bewußt wie wir, daß wir dasselbe versucht und qur zu spät statten und die Mine zu retten, anstatt uns auf die Bahn zu gekommen waren? fegen, mit fünftausend Pesos in der Tasche, und dem uner- Dann gingen wir die Bücher durch. Seit den Tagen fahrenen Mädchen in Chicago das bedeutsame Dokument ab- von Wards letter, schwerer Krankheit waren sie nicht gerade zulisten? glänzend geführt, ich gebe es zu; aber für jeden Centavo, der ausgegeben, war der Beleg vorhanden, und das genügte. Harris vertiefte sich in die Papiere und addierte und subtrahierte, aber es stimmte alles.
Sentimentalität gehört nicht in das Silbergeschäft von
Südmeriko!
Und auch Du, Stuart, in Sentimentalitäten befangen, gefangen? Ich dachte sonst immer, das wäre allein mein Unglück- aber auch Du? Liegst auch wieder in Nezen verstrict, ein gefangener Löwe, der sich brüllend zu befreien sucht und es nicht kann? Willst die Stricke zerreißen, die Dich binden, indem Du die schwerste Katastrophe heraufbeschwörst? Wie verworren ist doch das Leben. Wer findet sich jemals darin zurecht?
Ich gewiß nicht! Und ich gebe es auf, noch viel darüber nachzudenken.
„ Die ersten anderthalb Jahre haben sehr, sehr viel Geld gekostet," murmelte Powell. Unser Kapital ist aufgezehrt bis auf den letzten Heller!"
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Wir aber zuckten nur mit den Achseln.
„ Das ist noch gar nichts," sagte Stuart. In diesem Jahre werden wir 300 000 Pesos in die Mine stecken müssen- oder es wird nichts daraus!"
Die Operation in den Rücken des Feindes ist also ein in der Natur der Dinge begründeter, deshalb alleweil wahrer Leitsatz. Freilich, es darf dabei nicht übersehen werden, daß die Wirkung ber strategischen Absicht erst dann zur Geltung gelangt, wenn man nach erreichter Verbindungslinie des Gegners die Schlacht mit diesem sucht, die das strategische Mänöver frönen und wirksam machen soll.
Falls es gelingt, den Feind von den Straßen abzudrängen, die die Verbindung seiner Truppen mit den Magazinen und Eisenbahnpunkten aufrechterhalten sollen, muß für diesen eine überaus schwierige Lage entstehen, die gar leicht eine gänzliche Demoralisation und Desorganisation seiner Streitkräfte mit sich au bringen vermag. Der Gegner verliert einmal den Zusammenhang mit seinen Verpflegungsund Munitionsreserven, in anderer Beziehung geht ihm die Mög lichkeit verloren, den Raum, den er behaupten soll, unmittelbar zu decken. Ja, er fann in solcher Lage sogar zur Kapitulation gezwungen werden. Gelingt dies unseren Ostarmeen, so wäre der Erfolg riesengroß.
Die glänzendsten Operationen gegen die rückwärtigen Vers bindungen des Gegners hat bislang Napoleon I. durchgeführt. Im April 1800 standen die Desterreicher fiegreich am Bar und vor Genua , bis wohin sie die französische Armee von Stalien zurück geworfen hatten. Das hinter ihnen liegende Land hielten sie schwach besetzt. Allem Anscheine nach war von dorther keine Gefahr zu erwarten. Auch wurden die Alpen als ausreichender Schutz für die durch Oberitalien nach der Heimat führenden Wege gehalten. Allein Bonaparte hatte die sogenannte Reservearmee verschleiernd in die am Nordfuße des Gebirges berSchweiz vorgeschoben und sammelt. Von da aus überschritt er im Mai den St. Bernhard und brach aus dem Gebirge vor, geradenwegs in den Rücken der feindlichen Armee, die dadurch verloren war. Fünf Jahre darauf erschien Napoleon überraschend im Rücken Macks, der bei Ulm stand. Der Korse vollführte eine völlige Rechtsschwenkung und stellte sich quer über die feindlichen Verbindungen. Mad mußte kapitulieren. Napoleons Operation hatte sich folgerichtig aus dem Vormarsch von der Rhein - und Mainlinie entwickelt.
Notizen.
- Gammelstellen zur Verteilung von 2efeftoff für die Soldaten gibt es in Deutschland jetzt 50. Die Zentralstelle, Berlin NW 7, Reichstagsgebäude , gibt auf Wunsch die nächstgelegene Sammelstelle an und übersendet Freisrachtzeitel.
Das Korsett als Banngut. Der größte Korsetthändler Hollands stößt in dem Fachblatt Der Konfektionär" Klage rufe darüber aus, wie schwer es ihm werde, jenen angeblich unentbehrlichen Teil der weiblichen Kleidung aus dem gelobten Korsettlande zu beziehen. Die Ausfuhr von Korsetten aus Frankreich nach neutralen Ländern ist nämlich verboten. Sie wird nur in dem Falle bewilligt, wenn die Ware für den niederländischen Einfuhrtrust bestimmt ist. Das Korsett wird also als Banngut behandelt, an dessen Bezug die Deutschen verhindert werden müssen. Die deutschen Korsetterzeuger schicken ihre Produkte dagegen nach wie vor fleißig nach Holland.
chem Feuereifer sich Herr Morgan, den Powell als seinen Freund und Reisegefährten bei uns eingeführt hatte, in die Verhandlungen mischte.-
Am nächsten Morgen wollte Powell die Mine sehen, und Stuart führte ihn in das Werk. Morgan ging mit; ⚫ich fühlte, daß John diese Begleitung nicht zusagte, aber aus Höflichkeit machte er feine Einwendungen.
Den besten Teil des Vormittags blieben sie im Berge; ich selbst bin nicht mitgegangen, sondern habe die Zeit ziemlich untätig mit Harris im Garten zugebracht. Ich fragte den jungen Mann, wann er seine Arbeit anzufangen gedächte, und war überrascht zu hören, daß er gleich hier bliebe; sein Koffer stände schon in Ocotlan auf dem Bahnhofe. Augenscheinlich war Powell kein Freund von Weitläufigkeiten. Sonst war mir das Geschwäß des Herrn aus Philadelphia nicht sonderlich unterhaltend, zumal er in namenloser Verehrung vor seines Meisters Finanzgenie zu zerfließen schien.
Dann kamen Powell und Morgan zurück und stellten das ganze Minenhaus bei der großen Reinigung vom Schmutze des Berges auf den Kopf.
Und bei Tisch begann das erste kriegerische Geplänkel. José hatte gefocht; mein Gaumen war wahrlich nicht verwöhnt, aber ich konnte das Zeug selbst nicht verschlingen. Ein steinharter Eierkuchen mit Zwiebeln, Knoblauch und Schichten von Paprika durchsetzt. Genießbar von dem ganzen Menu war überhaupt nur das Brot und die Melonen. ,, Sonst nahmen Sie sich der Küche an," sagte Powell mit einem bösen Blicke zu mir.
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„ Ja, a, wenn ich nicht im Gebirge und auch sonst frei war!" and ,, und heute?"
,, Heute interessierte mich mehr der Garten, dem wir. übrigens diese köstlichen Melonen verdanken!"
Powell bat um Erläuterungen; wir brachten die mit Dickinson vor einigen Wochen besprochenen Projekte und Nach Tisch vertieften sich Powell, Morgan und Stuart Es war fast Mitternacht, als ich am Minenhause antam. Bahlen zum Vorschein, und seltsamerweise hatte der Teraner in ein geologisches Gespräch; für maschinentechnische Fragen Stuart hatte mich erwartet; er half mir vom Pferde, und wir nicht viel dagegen einzuwenden, sondern nickte meist zu- wurde auch ich in die Unterhaltung gezogen. Schließlich ersanken uns in die Arme.. stimmend. flärte Bowell: Wir hatten uns vieles zu erzählen, bis zum Morgen- ,, Sehen Sie, Harris," sagte er ,,, es stimmt ungefähr mit„ Ich möchte nach Taviche, für den Nachmittag. Herr grauen. meinen Berechnungen überein. Es wird mindestens soviel Morgan, haben Sie die Güte mich zu begleiten. Und Sie" Jane Dickinson war eines Nachmittags auf den Hof ge- kosten!" das galt mir richten sich für eine zwei- oder dreitägige kommen und hatte ihn zu einem Ritte aufgefordert. Und er Den Abend verbrachten wir fünf Männer bei der Lampe Fahrt in das Gebirge ein; ich möchte mit Herrn Morgan sollte mit ihr nach Stadt Merifo fahren. Stuart erwiderte, in unserem kleinen Bureau. Es wurde die ganze Geschäfts- das Wasserwerk sehen; bei Morgengrauen wollen wir aufdas könnte dann nur für immer sein. Und sie erwiderte: lage bis ins einzelne, die geologischen und maschinellen Ver- brechen!" „ Es sei denn für immer!" hältnisse der Maria Carmen, des Matador, vor allen Dingen Mir stieg das Blut in den Kopf, doch ich bemeisterte auch der Stand der Arbeiten am Wasserwerke im Gebirge, noch meinen Zorn und wurde ein wenig ironisch. Muß ich alles im einzelnen sagen? Ich fürchte in der einmal besprochen. Dabei fiel Stuart und mir auf, mit welprochen. ( Forts. folgt.)
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