Nr. 175.- 1915.

Unterhaltungsblatt des Vorwärts Dienstag, 3. Auguft.

Worauf sie warten...

Von Alice Fliegel.

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Es ist ein liebes freundliches Dörfchen. Märchenhaft flein mit seinen wenigen wasserblauen und rosen­farbenen Häusern. Wie ein Bild aus einem bunten Bilderbuch. Das Haus des Bahnwärters liegt als erstes an der Straße, ein­gewickelt vom rankenden Grün des wilden Weines. Sechs kleine Fenster lugen gleich blanken Augen aus dem Grün. An manchen Tagen drückt sich an jedem dieser fast vieredigen Gudlöcher ein blonder Kinderkopf das Näschen platt und blidt mit gespannten Mienen auf die Straße.

Wenn die Frau des Bahnwärters ihre Sechs so sieht, wischt sie sich heimlich mit der Hand über die Augen und jammert: wie sie heut' wieder warten.

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Es sind liebe freundliche Menschen, die in dem Dörfchen wohnen. Sie haben gutmütige Gesichter, leiden keine Not und halten Frieden miteinander. Ihre Häuser mit den kleinen Gärten davor, in denen ihr Ge­müse und als einziger Lurus steif die Stockrose wächst, gleichen sich wie ein Ei dem andern. Auch ihre flachshaarigen Kinder, die den Kies zwischen den winzigen Beeten zertreten, sind kaum von ein­ander zu unterscheiden. Sie sind gesund und fröhlich, und ihre Heiterkeit liegt in einer gemäßigteren Form auch über den Gefichtern der Großen.

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Wie ein Vogelnest liegt das Dörfchen eingebettet in eine Fülle von Schönheit. Im Rücken der Häuser reihen sich Bergketten mit hetaldeten Hängen und ragenden Schneegipfeln. Die Fenster der Häuser blicken über die Straße auf einen See, der sich still und gefahrlos wie schimmerndes Glas breitet das Bild der kleinen Häuser in seiner Tiefe tragend. Viele Menschen suchen das Dörfchen von überall her auf. Man kann bort an nichts Böses, Häßliches und Grausames glauben und findet ein Ausruhen von schweren Dingen. Wie ein Wunderwasser ist der See. Wenn die Müden und Stillen, die es zu seiner flaren Tiefe hinzog, lange hineingeschaut haben, fangen sie wieder zu wünschen an und verstehen das Leben, ohne ihm zu grollen.

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Eine Zeit aber atmete und wanderte etwas zwischen den rosen­farbenen Häusern und freundlichen Menschen, das nicht dorthingehörte. Die Frau des Bahnwärters hatte nach sechs gefunden Kindern einen Knaben geboren. Einen Krüppel. Als er heranwuchs, sah er wie ein häßlicher Gnom aus, mit dem man die Kinder im

Märchen schreckt.

Die Mutter weinte vor Born und Scham, als sie das Kind zum ersten Male sah. Sie wußte nicht, wie sie es ohne Aufsehen vor den anderen töten fonnte, sonst hätte sie es getan. Es war ein Widerwille in ihr, der stärker war als Mitleid und Mutter­Der Kleine Krüppel erhielt die Nottaufe, als sie noch im Wochen­bett lag, und hieß Hans. Er wuchs in dem engen Raum des Häus­chens auf, denn die Mutter scheute Licht, Sonne und die freie Straße für ihn, wo ihn die anderen sehen konnten.

Liebe.

König wurde. Die sechs Blonden wurden seine Vasallen und dienten ihm. Sie vergaßen, daß sie ihn sonst wie feindlich Blut verspottet hatten. Mit blanken Augen bewunderten sie ihn und bekamen vom eifrigen Zuhören glühende Wangen.

im Hause zu viel sei. Sie hatte seine Schmerzen verstehen und seine Seele lieben gelernt und fühlte auch dumpf und erschrocken, daß sie etwas febr Nützliches mit ihm verlor. Denn er hatte sich im Laufe der Zeit sein Amt geschaffen.

Die Frau wunderte sich, daß es mit dem Toben der sechs Wild- Als die kleine Mißgestalt mit den rührenden Augen vor den linge vorbei war, wenn die Freiheitgewohnten wie gefangen in der Männern stand, schnürte ihnen etwas die Keble zu, daß sie nicht fleinen Stube waren. Aber sie war zufrieden damit, denn sie hatte recht sprechen konnten. Aber Hans Buckelzwerg machte es ihnen nun eine Plage weniger. Ein weiches mütterliches Gefühl für den leicht. Er begriff, was sie von ihm wollten. Denn es war noch Krüppel stieg in ihr auf. Als sie Hans Buckelzwerg in solchem nicht lange ber, daß er im Spiegel des Sees seine Abscheulich­Drange zum ersten Male füßte, weinte er und lag noch lange in feit voll erkannt hatte. Er lächelte sogar, als sei es recht und feinem Bett mit wachen Augen. Hörte das tiefe wohlige Atmen gut, was sie ihm sagten, weil er sah, daß es seine Mutter mitten feiner schlafenden Geschwister und reckte die Arme weit den schim- ins Herz traf. mernden Sternen am flaren Winterhimmel entgegen. Er war so hungrig nach Liebe und so gebefreudig für alle die ungehobenen Schäze in seinem Herzen, daß er sich für sein neues

Glück hätte totschlagen lassen.

Als es dann vom Winter in den Frühling und Sommer hinein­ging, war die Freundschaft zwischen Hans Buckelzwerg und seinen Geschwistern so gefestigt, daß sie durch nichts mehr zu erschüttern war. Sie schlugen mit ihren kleinen Fäusten fräftig auf die Kameraden ein, wenn die mit Hohn hinter dem Krüppel her waren. Da ließ man das Spotten und befreundete sich mit Hans Buckelzwergs Geschichten, die bald Gemeingut des ganzen Dörfchens waren. Sie wohnten nun überall wie fremde bunte Träume mit in den rosen­farbenen Häusern. Und zwischen den flachshaarigen Kindern, fast von ihnen getragen, weil das Gehen auf den arm­seligen Stümpfen für ihn so schwer war, wanderte Hans Buckel­zwerg einen ganzen Sommer lang zum Beerensuchen nach den sonnigen Pläzen im Walde und war glücklich... glücklich... Bis es auf einmal ganz anders kam.

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Eine stille Frau wartete an den Wassern des Wundersees, der den Menschen, die das Lebeu schlug, den Frieden wiedergibt, daß auch ihre Seele gesund werde. Damit auf des Kindes Leben, das sie unter dem Herzen trug, nicht schon von Anfang an die Sie träumte im Walde und in der schweren Schatten lagen. Sonne von runden Gliedern, seidenen Härchen und einer rosigen Wohlgestalt.

Da stand auf einmal wie aus dem Boden gewachsen Hans Buckelzwerg vor ihr. Sie hatte ihn auf dem weichen Moos nicht kommen hören. Mit irren Augen blickte sie auf die häßliche Ver­zerrung ihrer Träume und streckte in abwehrendem Entsetzen die Hände aus. Sie schrie jammervoll auf und lief davon.

Hans Buckelzwerg ließ sein störbchen fallen, und die duftenden Früchte, die er der Frau schenken wollte, leuchteten auf dem Moos. Seine Augen füllten sich mit Tränen und seine Lippen zitterten. Dann quälte er sich unbeholfen bis an den Rand des Sees und sah dort im hellen Spiegel lange... lange auf sein Bild. Wie grauenvoll seine Häßlichkeit war! Und um ihn herum, bis tief hinein in das Herz des Sees, überall Wunder der Schön­heit.. Am selben Abend reiste die fremde Frau ab. Sie verheimlichte den Grund nicht. Da tam in die Gedanken der Bauern der Anfang einer erbitterten Feindschaft, die Hans Buckelzwerg galt.

War es nun, weil er im Gärtchen des Bahnwärters nicht mehr so ängstlich versteckt gehalten wurde und mit den anderen Kindern umherzog es geschah noch öfters in diesem Sommer, daß die Leute vor ihm zurückwichen. Einmal sagte ein Mann, von Efel geschüttelt: heim..."

Als die Männer gegangen waren, füßte er seine Mutter und bat fie, daß die Geschwister die Wahrheit nicht erfahren sollten. während er über alles ganz ruhig und fachlich sprach und die Hand der Mutter hielt, wußte er, daß er daran sterben würde. Er hing mit allen Fasern seines Herzens an der Schönheit seiner Heimat und an der flachshaarigen Kinderschar, deren Gesundheit und Frische fein Lebensatem war.

Aber Hans Buckelzwerg blieb tapfer bis zur Stunde des Ab­schieds. Er weinte auch nicht, als der blaue Wundersee, der Wald und die Berge hinter ihm verschwanden... versanten. Nur einmal packte es ihn. Als er im Krüppelheim ankam und mit weiten Augen alle die häßlichen, erbärmlichen Geschöpfe an starrte, die ihn neugierig umdrängten. Da flog sein Herz vor Angst, und seine Arme krampften sich um den Hals der Mutter.

Laß mich nicht hier!" wollte er schreien. Seine verzweifelten Küsse trafen das kalte Geficht der Frau, die vor Entfeßen fror, als sie all das verkrüppelte Elend sah. Da blieb sein Mund stumm. So erschrecken die Menschen vor mir!" überstürzten sich seine gepeinigten Gedanken. Sein Herz, das sich voll Grauen von jenen abwandte, die wie er waren, tat einen Schwur: sein elendet Körper sollte feinem Gesunden mehr ein Leid antun.

Seine Arme löften sich vom Halse der Mutter. Er glitt auf die Erde nieder. Scharf wie mit Messerstichen durchfuhr es ihn, als ihn einer seiner neuen Kameraden anfaßte und mit sich fortführte. Aber er lachte, als er grüßend noch einmal zur Mutter zurückblickte und gab der weinenden Frau einen Trost mit für die traurige Heim­fahrt.

Es ist ein liebes, freundliches Dörfchen. Zwischen seinen rosen­farbenen Häusern spielen die flachshaarigen Kinder, und es gibt nichts mehr, das den Frieden und die Schönheit stört. Wie blanke Augen lugen die Fenster des Bahnwärterhäuschens über die Straße. Sechs blonde Späher halten in unverdrossener Sehnsucht Ausschau. Die Fremden, welche die Geschichte des weinumsponnenen Häuschens noch nicht kennen, freuen sich an dem lustigen Bilde und fragen lachend:" Worauf sie wohl warten..."

Diese Sehnsucht der sechs Blonden, die sich nicht zufrieden gibt, weil sie aus Liebe aufsteht, ist von dem Tage an, als er davo: Hört, Hans Buckelzwergs einziges Glück. Sie leuchtet, damit es nicht ganz finster um ihn ist, als sich seine feine reiche Seele lang sam zu Tode quält, weil sie in einem mißgestalteten Körper lebt und man darum die Schönheit aus seinem Leben nahm.

Doch das ging nicht lange. Seltsame Geschichten hingen fich da So einer darf nicht frei herumlaufen- der gehört ins Krüppel- Von einem Ende zum andern dröhnt

an die arme Mißgestalt, und man nannte sie Hans Buckelziverg". Da baßte die Frau den Krüppel, weil er ihre Mutterwürde in Schande brachte, und trug den sechs Flachshaarigen für ihre gesunde Schönheit in doppelter Liebe Dant ab.

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der Kanonendonner..

Das Wort sprach sich schnell herum und die Bauern sahen Hans Buckelzwerg abmusternd an, als seien sie bis jetzt blind an ihm vorbeigegangen. Da fanden sie, daß der Fremde recht hatte und Die englische Wochenschrift Nation" bringt eine Schilderung Hans Buckelzwerg war ein Verstoßener. Sein Gesicht wurde wunderten sich, weil sie nicht schon längst von selbst darauf gekommen vom flandrischen Kriegsschauplay, die sich dadurch auszeichnet, daß alt vor Schmerzen und seine Augen reich von tiefer, edler Schön- waren. In ihrer Erbitterung steigerten sie die Dinge ins Maßlose. fie nicht einzelne Vorgänge oder Bilder darstellt, sondern gleichiam heit. Denn was ihm förperlich fehlte, wurde seinem Verstand und Hans Buckelzwerg trieb die Fremden aus dem Dorf er nahm das Ganze wie in einem Freskogemälde zur Anschauung bringen seinem Herzen in vielfacher Vergeltung gegeben. Seine Bhantafie ihren Kindern das Brot weg. Es fonnte auch geschehen, daß eine will. Der Verfasser, der ein Stück von einem Dichter und von ging ihre eigenen Wege und führte ihn in ein Wunderland, wo er Bäuerin, die schwanger war, wie die fremde Frau vor dem Krüppel einem Maler ist, zeichnet zuerst die Landschaft. Ein flaches, aber die Last seines jungen Erdenlebens niederlegen durfte. erschrat und eine Mißgestalt zur Welt brachte. Hans Buckelzwerg ansprechendes Land, fruchtbar und von der Arbeit vieler Geschlechter Vor Vater und Mutter hatte er eine große Scheu. Es gab war eine Gefahr für den flachshaarigen Nachwuchs des Dorfes. Er sorgsam bebaut; die Fluren entwässern zahlreiche Kanäle; Deiche, Tage, an denen er taum ein Wort zu ihnen sprach. Aber mählich, mußte weg. Landstraßen, die von Pappeln überschattet sind, durch­ohne daß er hätte sagen können, wann und warum es begonnen, Als sie das wußten, gingen zwei der Zornigsten in das Bahn- treuzen es. Dörfer und Städte geben sich durch ihre mußte er seinen sechs pausbäckigen Geschwistern von dem erzählen, wärterhäuschen, als es im Dämmer und ranfenden Wein schlief, und hohen Kirchtürme zu erkennen, die noch besser als in andern was in seiner Seele bunt und prächtig war. An den langen Winter- sprachen dort laut und viel, um andere Stimmen zum Schweigen zu ändern Bergspigen, als Wegweiser dienen. Hier und da ein ein­abenden, wenn die langen Holzscheite im Kamin sangen wenn bringen. samer Bauernhof oder ein château"( Schloß), umgeben von Baum­die Eisblumen dick vor den Fenstern standen, daß die wirkliche Welt Die Frau des Bahnwärters wurde totenblaß und bestand darauf, gruppen. Die ganze Landschaft ist gleichmäßig mit Wald bestanden, hinter ihnen verschwunden war, dann tam Hans Budelzwergs daß Hans Buckelzwerg, der schon im Bett lag, gerufen wurde. Sie was den Krieg noch mörderischer macht. In gewissen Zwischenräumen Stunde. In der er aus seiner Häßlichkeit herauswuchs und ein wollte es ihm nicht selbst sagen. Er sollte nicht denken, daß er hier sind die Hauptwege von Barrikaden oder Stacheldrahthindernissen wachsen waren; feiner war dem heimlichen Feinde gegenüber ein ebenbürtiger Gegner.

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Die Erweckung der Maria Carmen.

Von Ludwig Brinkmann.

Ich bin sofort auf das Telegraphenamt gegangen und habe Stuart und Dickinson um Aufklärung gebeten.- Auf der Redaktion der Merican Herald" fonnte ich nichts erfahren; die hatte nur einen Bericht ihres Korrespondenten in Caraca vorliegen, der nicht mehr enthielt, als in der er wähnten Notiz angegeben war.-

Den ganzen Tag habe ich geduldig gewartet; aber weder Stuart noch Dickinson haben geantwortet. Ich werde noch eine Stunde ausharren, und wenn ich dann nichts erfahre, nach

Puebla abfahren.

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Mein Gott, wer hätte sich das Ende so gedacht! Während des Nachmittags war ich übrigens, um die in der Erwartung so träge dahinschleichenden Stunden etwas abzufürzen, zum Stierkampfe gegangen. Meine herunter­gefommenen Nerven brauchten einen starken Rizel.

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Was hat das zu bedeuten? Ist Dickinson ein Hochver­räter an unserer Sache? Hat er sich mit Powell vereinigt? So spielte sich denn in der weiten Arena der südmerika- Er schwärmte ja stets für dessen kühnen Geschäftsgeist. Hat nischen Plateaus der ungleiche Kampf ab, in dem der blöde er vielleicht ausgerechnet, daß es profitabler sei, sich dem Stier erliegen mußte. Es ermatteten ihn die roten Tücher, Stärkeren anzuschließen und nicht dem Schwächeren? Und die ständigen Verzögerungen, mit denen Powell so geschickt zu Stuart wie flieht er mich? Er war vielleicht bei jener operieren wußte; es stachen ihn die Lanzen der Maschinen- so wichtigen Konferenz zwischen Dickinson und Powell an defekte in das empfindlichste Fleisch; mit dem Widerhaken der wesend? Sie alle haben sich gegen mich geeinigt, verschworen Gewissensbisse hefteten sich die Unglücksfälle, die eigene ah, laß sie tun was sie wollen; meine Rolle ist hier aus­Leidenschaften heraufbeschworen, in seinen Rücken; und nach gespielt, und auf eine Enttäuschung mehr oder weniger kommt dem all diese Bein mit teuflischer Gewandtheit dem stumpfen es nicht an.- Kolosse bereitet war, holte das Schicksal mit lächelnder Sicher­heit zum Todesstreiche aus--- es fonnte ja nicht anders sein!

die blutgierige Menge brüllen: Vaya un toro bravísimo!", Doch ein Trost bleibt: der Stier focht weiter. Ich höre und sie schwenkt die Hüte, und die Musik bläst einen lärmenden Tusch. Aber das arme, gequälte Tier verblutet elend im Sande.

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Endlich, am späten Abend, im Hotel Porter" zu Daraca eingetroffen. Troßdem ich meine Ankunft telegraphisch ge­Wie schon beim ersten Male, als ich vor zwei Jahren meldet, war Stuart weder am Bahnhofe noch im Gasthause. dieses Schauspiel sah, hatte ich nur den einen blutdürftigen Es hieß, er hätte es vor ungefähr einer Woche verlassen, und Wunsch, daß der dumme Stier doch einen seiner grausamen niemand wisse, wohin er sich gewandt. Meine Ungeduld Beiniger aufspießen möchte; aber anstatt die mächtigen Hörner fannte keine Grenzen; ich bin unfähig etwas zu schreiben, un­in die Rippen eines seiner Beiniger einzubohren, stößt das fähig zu lesen. An Schlaf ist überhaupt nicht zu denken. Tier blöde gegen die rote oder blaue Capa, daß sie lustig im Ich werde morgen Dickinson besuchen; das ist das einzige, Winde flattert, und ermattet schließlich zur Wehrlosigkeit im was mir noch einigermaßen vernünftig erscheint in dieser Un­Kampfe gegen ein Phantom.

bernunft aller Verhältnisse.-

Den Tag zu einer Fahrt nach Taviche benutt. Trotzdem wir Ende November haben, lagerte auf dem Tale eine töd­liche Size, die mir seit Mittag unerträgliche Kopfschmerzen bereitete.

Jedoch will ich das Tier nicht schelten. Geht es uns nicht gerade so? Rannten Stuart und ich nicht ständig hirnlos gegen ein rotes Tuch, ohne zu ahnen, wo der wahre Feind faß? Wüteten wir nicht gegen Powells vermeintlichen Geiz, mit dem dieser gewandte Capeador uns ermattete, ohne zu Ganz resultatlos ist meine Reise verlaufen. Ich war in bemerken, daß unsere eigene Unzulänglichkeit den tödlichen Dickinsons Haus eingetreten; doch seltsamerweise war Don Degen auf uns zückte? Wir hatten eben eine allzu große Ricardo nicht zu sprechen. Er ließ mir sagen, daß er mit Aufgabe mit allzu geringen Mitteln an Geld, Erfahrung, Herrn Charles Powell in wichtigen geschäftlichen Konferenzen Wüstengewohnheit und Charakter unternommen; das konnte begriffen sei; ich möchte am anderen oder an sonst einem Tage nur mit dem Untergange enden. vorsprechen, wo er mir gerne zur Verfügung stände

Wir alle, namentlich Ward und ich, waren nicht aus dem Bestürzt bin ich davongeritten. Mein Kopfschmerz Holze, aus dem merikanische Silbergräber geschnigt werden; hinderte mich, einen flaren Gedanken zu fassen. Ich fühlte, der eine war förperlich zu schwach; den anderen verzehrte der daß ich von irgendwelchen mir unbekannten Mächten willenlos Bavastrom einer vulkanischen Leidenschaft und ließ sein nie hin- und hergeschoben werde, daß ein düsteres Schicksal, das ganz überwundenes Nomadentum niemals recht Wurzel mich ganz auszustoßen plant, dieses Tal beherrscht. Doch ich fassen; der letzte schließlich verfing sich in wirtschaftliche bin machtlos dagegen. Man kann keinen Feind bekämpfen, Träumereien, denen die zu Gebote stehenden Mittel nicht ge- I den man nicht sieht.

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Als ich wieder im Bahnwagen saß, beurteilte ich die Situation ein wenig klarer. Warum hatte ich mich so leicht ins Bockshorn jagen lassen, war wie ein Feigling von dannen Wort der Erklärung zu sagen, mir anzudeuten, wo ich Stuart gezogen? Ich hätte Dickinson zipingen sollen, wenigstens ein finden könnte. Und wenn es nicht gelungen wäre, ihn zum Sprechen zu bringen, hätte ich zur Maria Carmen reiten sollen, wo mir bestimmt Gewißheit geworden wäre, wie es um die Mine steht, wo ich sicher von José oder Harris oder Morgan etwas erfahren hätte

Doch nun saß ich bereits in der Bahn und es war zu spät. Ein fürchterliches Gewitter brach vom Himmel los und kühlte das glühendheiße Tal ab. Gut; morgen wird es fühler und mein Kopf flarer fein; vielleicht vermag ich dann das Gespenst zu stellen, das mich jetzt so rätselhaft befeindet und beherrscht.

oder gehört.

Im Hotel hat man immer noch nichts von Stuart gesehen Fürwahr, ich stehe vor einem Rätsel. Ich kann heute nicht daheim bleiben; die Wände meines Zimmers erdrücken mich schier

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Hatte ich eine Ahnung davon gehabt, daß mir Seltsames bevorstände? Anders vermag ich meine Unruhe des gestrigen Abends nicht zu erklären

Ich hatte ein paarmal die menschenerfüllte Alameda um­wandert und mich dann ermattet unter den Bogengang am Markte gefeßt, in dem sich die Hauptgeschäfte von Dayaca und ein paar Kneipen befinden. Ich trant dort in dumpfem Brüten mehrere Glas Bier, betrachtete mir die von der Alameda heimwärts ziehenden Bürger und Bürgerinnen der Stadt und verfolgte, als die letzten verschwunden waren, den Flug der Fledermäuse, die durch die weiten Gänge pfeilschnell dahinschossen, lezte Abkömmlinge einer anderen Welt, die nun ganz dahingegangen, unheimliche Gesellen in bangen, schweren Stunden der Nacht.