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Parteigenossen! Der Wahlkampf hat begonnen. Um ihn erfolgreich durchführen zu können, brauchen wis mehr Geld als bisher! Thue Jeder von Euch seine Schuldigkeit. Ermahnt Eure Freunde, welche di Freunde der Sache des arbeitenden Volkes sind, daß sie diesmal helfend und fördernd in die Bewegung ein? greifen. Gilt es doch, bei Gelegenheit der Reichstagswahlen die Gegner des arbeitenden Volkes aus alle Positionen zu verdrängen und zugleich Heerschau über unsere Partei zu halten. Gedenket also des Kampfes und der schon gemaßregelten Kämpfer! Kämpfer! Alle Gelder sind zu senden an Aug. Geib, Hamburg, Nödingsmarkt 12. is thin if Hamburg, 12. Oftober 1876.

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Man reiße die Wunde auf

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G. W. Hartmann. H. Brasch. A. Geib. G. Derossi. J. Aner.

es ist besser, daß sie blutet, als daß der Eiter das Blut vergifte und das Leben in Gefahr kommt. So spricht jeder tüchtige, vernünftige Arzt, in dem Sinne muß auch jeder Politiker, jeder Volkswirth handeln, der es wohl mit dem Vaterlande und der Menschheit meint.

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Bravo! Bravo! flatschen die Reichsfreunde", das war ein| Man sieht, daß auch jetzt schon bei dem reaktionär- verworren Wort; da hat sich Bismarck wie immer schlagfertig bewiesen Staatsgetriebe die von den Liberalen so tiefgeschmähte und tie im Reichstage aber würden sie dem genialen" Ankläger der gehaßte Staatsindustrie der Privatindustrie den Rang abläu Sozialdemokratie in Deutschland den Rücken durch einen Schluß- in Bezug auf gute Produkte. Wahrlich ein Beweis von de antrag decken, damit ihm von einem Sozialdemokraten nicht fol- Blüthe der Gesammtindustrie in einem freien sozialistische gendermaßen geantwortet würde:

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Fürst Bismarck mag ein großer Diplomat sein, er mag Der schlechte Geschmack sei übrigens bei der deutscher Auch der bekannte Professor Reuleaux huldigt diesem Grund- Kriege im Interesse" Preußens oder Deutschlands zu verhindern Ausstellung vorherrschend gewesen, so daß die Beschauer' ve haze unbekümmert um die vielen Gegner, die er sich dadurch oder anzuzetteln verstehen aber von Volkswirthschaft, von hohnvollsten Bemerkungen gemacht hätten. Besonders schmerzäht erwirbt, unbekümmert um die Quacksalber, die gar nicht wollen, der Kulturentwicklung der Nationen versteht der durchlauchtigste" aber hat es Professor Reuleaux berührt, daß, als ein Ausstelli daß der Leib des Volkes genese, weil sie nur so lange geduldet Herr nicht übermäßig viel. Er hätte allerdings in Deutschland Sachen für Indien, die Türkei und Deutschland ausgestellt hab werden, weil sie nur so lange ein Schmaroßerleben führen können, genügendes Feld zum Lernen gehabt; wahrlich nicht schwer war die Sachen für Indien und die Türkei ausgezeichnet gewer­so lange, als das Volk krank ist. es einzusehen, daß ein an und für sich nicht reiches Land, wie seien, die für Deutschland bestimmten Sachen aber unter alle Als Reuleaux zuerst seine Briefe aus Philadelphia veröffent: Deutschland, in welchem die Produktion noch nicht in dem Maße Begriff schlecht; und diese Auffassung vom Werthe des deutsche lichte den Berfall der deutschen Industrie nachwies und auf entwickelt ist, als in den Nachbarländern, eine solche Fluth von Volfes sei allgemein herrschend gewesen. die Ursachen desselben hindeutete, als daraus unzweifelhaft her baarem Gelbe nicht vertragen konnte, wie sie in den Jahren Dies ist wahrhaft beschämend! Das deutsche Volk verdiz vorging, daß alle Anklagen, welche man in dieser Beziehung auf 1872-73 auf dasselbe durch die plötzliche Einlösung der Anleihen eine solche Auffassung nicht, wohl aber diejenigen, welche t die Sozialdemokratie geworfen, völlig unberechtigt seien, da zeterte von Seiten der deutschen Regierungen und durch die Fundirung deutschen Landen die unerhörte Schmach von Philadelphia b man in den liberalen und fabrikantlichen reisen und nannte des Reichsinvalidenfonds auf Privateisenbahnattien sich ergoß. reitet haben. den offenen, unbarmherzigen Kritiker einen Reichsfeind". Man Leicht war es einzusehen, daß die seitherigen Besizer von Staats- Nun hätte man wohl annehmen müssen, daß wenigstens in sprach von einer Disziplinaruntersuchung, von dem Mißbrauche, den er mit seiner amtlichen Stellung getrieben, indem er solche papieren nunmehr ihr baares Geld zinsbringend wieder unter einem Industriezweige das Volk der Dichter und der Denker bringen wollten; und dies gab die Hauptveranlassung zu den erzelliren würde nämlich im Buchgewerbe. Prof. Reuleau Kritik veröffentlichte, ja man ging jogar so weit und zwar massenhaften und beispiellos leichtsinnigen und betrügerischen aber sagt: Unser Buchgewerbe, das sich bereits lange zuvo leistete ein fortschrittliches Blatt in Bremen diese Heldenthat Gründungen zu Produktionszwecken. In diesem Gründungs- zusammengethan hatte, um würdig vertreten zu werden, und da daß man den Tadel der deutschen Industrie und das relative fieber trat die Gier nach leichtem schnellen Erwerb an alle Be- in der That auch mit seinen besten Kräften in Amerika erschiene Lob, welches dadurch für Frankreich entſprang, mit dem fran theiligten heran- was Wunder, daß die Unternehmer von ihren war, hat trotzdem Fiasko gemacht und ist auf jedem Punkte ge zösischen Ursprung des Namen Reuleaux in Verbin Arbeitern lange Arbeitszeit und ein großes Arbeitsquantum schlagen worden. Papier, Typen, Bindung, kurz Alles we Sung brachte. Unsere Reichsfreunde blamirten sich eben auf die verlangten, damit sie einen größeren petuniären Erfolg durch schlechter, als wir es bei anderen Nationen trafen." jammervollste Weise. schnellen Waarenumsatz erzielten, ohne daß sie auf die Qualität Also auch noch die Niederlage in einem Gewerbzweige, a Dieser Fluth von Schmähungen ist nun eine etwas ruhigere der Arbeit irgend Gewicht legten. Der Rohstoff war schlecht; den sich die Deutschen so viel zu Gute thaten. Für die Perle Stimmung gefolgt. Die Interessenwirthschaft beginnt sich zu der Arbeiter, welcher gut, aber langsam arbeitete, deutschen Geistes vermag die deutsche Industrie nicht einmal ein regen. Die Schutzzöllner rufen das Urtheil Reuleaux an, um wurde entlassen." Billig und schlecht" lautete die Parole. entsprechend schöne Schale zu schaffen! Das ist bitter, das trif die Industrie Deutschlands durch hohe Schutzölle zu retten; die Wer trägt nun die Schuld an dem Nückgang der deutschen In- den deutschen Kritiker selbst schwer, und freudigst berichtet er, da Freihändler aber deuten darauf hin, daß die Produktion allzu duſtrie?" das Buchgewerbe ihm die Versicherung gegeben habe, daß eir lange im Zoll- und Zunftzwang geschmachtet habe, daß alle Besserung eintreten würde. Schranken baldmöglichst niederzureißen seien, damit die deutsche Industrie kein zweites Philadelphia erleide.

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Doch immer ist die Frage noch nicht beantwortet, weshalb der deutsche Arbeiter in Amerita sich so glänzend entwickelt nun, Reuleaux giebt den Grund selbst an- weil er höheren Lohn erhält, weil die amerikanischen Fabrikanten guten Rohstoff liefern und nicht auf überrasche, sondern auf gute Arbeit sehen.

Soweit über die hochinteressante Rede.

Wir wollen nur noch bemerken, daß die Beweise sich thuri hoch fortwährend häufen, daß die Schuldigen an der deutscher Schmach nicht unter dem arbeitenden Volke, nicht unter de Sozialdemokraten sich befinden, sondern unter denen, welche lor schreiend die Schuld dem Volke und dem Sozialismus aufhalen möchten. Die Sonne der Wahrheit bringt es an den Tag!

Die beste der Welten.

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In unserm Chemnißer Parteiorgan finden wir folgende Mit­theilung, von der wir bereits in Nummer 7. Notiz ge-, nommen haben, die es aber verdient, vollständig abgedruckt und einer kurzen Beleuchtung unterzogen zu werden:

Professor Reuleaux hat nun seine kritischen Briefe, die ja Jeiner Zeit in der deutschen sozialistischen Presse ausführlich be­handelt worden sind, durch einen Vortrag vervollständigt, den Die Sozialdemokratie aber ist unter den deutschen Arbei­er kürzlich in Berlin im Verein für Gewerbefleiß gehalten hat. Mit großer Sicherheit und Strenge urtheilt er über die tern in Amerika ebenso heimisch, als unter den deutschen Ar­beitern in Deutschland, wenn nicht noch in einem erhöhteren Ausstellungen der einzelnen Staaten. Interessant ist es zu erfahren, daß die englische Fabrikation Grade. Die englischen, irischen, französischen Arbeiter in Nord­der Thonwaaren( Porzellan ic. 2c.) und die amerikanische der amerika halten sich allerdings der sozialistischen Bewegung noch Möbeltischlerei 2c. 2c., die vorbereitende, schwerere Arbeit den fern, die deutschen Arbeiter aber zur Ehre sei es ihnen nach­Maschinen und die leichtere kunstvollere den Menschenhänden zu gesagt halten die Fahne des Proletariats in nerviger Hand ertheilt, während in Deutschland die Maschine das Kunstvolle und streben mit Eifer und Kraft nach dem großen Ziele der macht und dem Arbeiter die kunstlose, aber angreifende Arbeit Weltbefreiung. Fürst Bismard möge sich, wenn er uns dies nicht glauben des Drehens zufällt. Dann erfahren wir aus dem Vortrage, daß bei der Fabri- will, bei dem Freunde seines intimen Rathgebers Wagener, bei ,, Chemnitz, 11. Oktober. Ein schweres Unglück passirte gesterra fation musikalischer Instrumente in der Nordamerikanischen Union Dr. R. Meyer erkundigen, der in solchen Dingen Bescheid weiß auf einem Neubau an der Martinstraße. Ein Maurer stürzte drei Viertel der Arbeiter Deutsche sind, und daß gerade diese und noch fürzlich in seiner sozialpolitischen Correspondenz darauf in Folge eines Fehltrittes vier Stock hoch vom Gerüste herabe Industrie auf der Weltausstellung die Bewunderung aller Kenner hingewiesen hat. Damit wäre nun die Ausrede beseitigt, daß die deutschen Mann, war verheirathet und Vater von drei unerzogenen Kin­und fand dadurch seinen Tod. Der Unglückliche, ein noch junger hervorgerufen hat. Aber, meinte Professor Reuleaux, man zahlt auch in Amerika einen bedeutend höheren Lohn, als man das Arbeiter deshalb in Amerika beſſere Leistungen verrichteten, dern. Zwei Vorübergehende, welche das Unglück mit ansahen? hier gewohnt ist, und eine ganz verkehrte Borstellung haben alle als die deutschen Arbeiter in Deutschland, weil sie noch nicht glaubten, es sei noch Rettung möglich und liefen schleunigst nach die von den amerikanischen Verhältnissen, welche da glauben, vom Sozialismus angesteckt seien.- Noch erwähnt Reuleaux, einem Arzte. Der Zufall führte ihnen auch einen solchen gleidhj daß die Preise der Consumartikel dort viel theurer seien, als in daß die Sammetfabrikation in Linden bei Hannover und die auf der Straße in den Weg, nämlich den Dr. Treibmann hier. Deutschland. Einige find theurer, andere sind viel billiger, so Textilindustrie in Barmen- Elberfeld, dort wo die meisten Sie gingen denselben um Hilfe an, doch ward dieselbe verwei­daß der Arbeiter mit demselben Lohne genau so leben kann, als Arbeiter Sozialdemokraten sind, eine rühmvolle Ausnahme ge gert und der Herr Doktor setzte seinen Weg fort. Ein Arzt kam macht sonst aber sei die deutsche Textilinduſtrie weit Also die deutschen Arbeiter sind es, welche am Besten Frankreich und vielfach gar hinter Rußland zurückgeblieben. handen. Ein Polizeibeamter, darüber befragt, ob in diesene arbeiten, welche sich überhaupt in Amerika zu hoher Vol­Weiter ist es interessant, aus der Rede des Prof. Reuleaux Falle ein Arzt verpflichtet gewesen sei, mit zur Unglücksstät lendung entwickeln"- weshalb geschieht dies in Amerika zu erfahren, daß Amerika in der Maschineninduſtrie Großartiges zu gehen, gab darauf ausweichende Antwort. Wir meine und nicht im eigenen Baterlande, wo doch nach dem Dichter die geleistet habe, daß aber einige Zweige des Maschinenbaues, z. B. wenn der Verunglückte noch zu retten gewesen, so hätte dies 19 Wurzeln der Kraft sind? Fürst Bismarck, also gefragt, würde Geschüßmaschinen gänzlich fehlten. Das ist sehr bezeichnend! ein Arzt vermocht, und er wäre daher nöthiger gewesen, als.fe. si feinen Augenblick in Verlegenheit wegen der Antwort sein; so leicht- Obgleich die Amerikaner verschiedene Riesenkanonen zur Ver- Polizei. Aerzte sollten doch nicht so interessirt auf eine w hin, wie er im Reichstage die sozialdemokratischen Abgeordneten theidigung von Häfen 2c. selbst fabrizirt haben und deshalb auch mühung sein, wenn es einem Menschen gilt, der zwar arnht und Agitatoren für die Niederlage der deutschen Industrie und die entsprechenden Maschinen zur Geschüßfabrikation produziren, und nicht sichere Zahlung garantirt, der aber das einzige Gerut die geringere Produktionskraft der deutschen Arbeiter verantwortlich so haben sie doch, um auf einer friedlichen Weltausstellung kei welches er besaß, Leben und Gesundheit, für die Gesellschaft aueste machte, ebenso leichthin würde er jezt antworten: Ja, seht Ihr, nerlei Gedanken an Krieg, wenigstens in ihrer Abtheilung, auf Spiel setzte und opferte. Diesem Opfer kommt kein ander r da hat man's. Hier in Deutschland bewirken die Sozialdemo- kommen zu lassen, von der Schaustellung derartiger Maschinen gleich." Sen kraten, daß die Arbeiter schlecht werden; in Amerika ist die Abstand genommen, während Deutschland nicht nur durch Ge- Die erzählte Thatsache spricht für sich selbst. Die an rier Sozialdemokratie noch von geringer Bedeutung, sie hat noch schüßmaschinen, sondern auch durch die Krupp'schen Mordinstru- Thatsache geknüpften Reflexionen erheischen einige Bemene feinen größeren Einfluß auf die Arbeiter errungen, deshalb mente selbst glanzvoll vertreten war. fungen. Aerzte sollten nicht so interessirt sein" mein sind dort die deutschen Arbeiter vorzüglich. Gerade Professor Dahingegen war die deutsche Thouwaarenindustrie nach dem unser Parteiorgan. Warum sollten" sie nicht? Ais Mens Reuleaux beweist, daß ich, Fürst Bismarck, recht hatte, Euch Ausspruch des Professor Reuleaux schlecht und miserabel", hätte der Arzt Treibmann allerdings die Pflicht Vermbt, hilsv Sozialdemokraten verantwortlich zu machen für die gerinaer erwache Königl. Porzellanmanufaktur in Berlin, habe in etwas heiaui

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