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Nr. 78.

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Vorwärts

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Berliner Volksblatt.

17. Jahrg.

Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereins­und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernfprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.

Die Kosten der Kriegsschiffe.

mann schreibt uns:

Dienstag, den 3. April 1900.

worfen. Ebenso ist's mit den Ventilationsschächten gegangen, Flickereien und Umänderungen sind vorgenommen, daß ein Uneingeweihter es kaum für möglich halten würde. Jezt in letzter Zeit erst wieder ist die Kommandobrücke neugebaut, weil die erste zu breit war.

Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3.

" In den Zeitungen ist mehrfach von 40 000 Mart als Itach Kosten der Reise des Grafen Bülow Palästina" die Rede gewefen. Demgegenüber ist festzustellen, In der Budgetkommission des Reichstags wurde in der daß nur etwa ein Zehntel dieses Betrags auf den persönlichen borigen Woche über die Gründe beraten, durch welche der Anteil des Herrn Staatssekretärs entfällt, das übrige dagegen auf außerordentlich hohe Preis der deutschen Kriegsschiffsbauten Das alles sind Nenderungen, die große Kosten verursacht Kurier- und Depeschenkosten zu verrechnen ist." verursacht würde. Es wurde festgestellt, daß die deutschen haben. Man sieht, mit welcher Unsicherheit an den Bau Das ist unter dem Vorwande einer Berichtigung eine Schiffe um 25 Proz. teurer sind als die engherangetreten wird. Noch vor Fertigstellung eines Schiffs interessante Enthüllung! Alfo 4000 m. hat Herr M. lischen, aber die Ursachen dafür wurden nicht klar gestellt. hat die Ansicht über das Zweckmäßigste sich geändert, oder b. Bülow persönlich aus Reichsmitteln für diese Reise Der Staatssekretär des Marineamts meinte, in England feien dem nächsthöchsten Vorgefeßten past oder gefällt die eine verausgabt. Mit welchem Recht? Kohle und sonstige Rohmaterialien bequemer und billiger für Stonstruktion nicht, und er ordnet Aenderungen an. Der Fall sollte Anlaß geben, diese persönlichen Anteile" die Werften zu erreichen. Doch kann dieser Umstand allein Und so geht's in zahlreichen Fällen. Dabei wird aber auch in andren Ressorts festzustellen. Will man derartige ficherlich nicht die große Differenz der Preise bedingen. Uns nicht etwa das einmal benutzte Material zu andren Zwecken Reifen, deren rein privater Charakter ja von den Offiziöfen werden von einem guten Kenner der Marinebauverhältnisse verwendet; es ist thatsächlich altes Eisen" geworden. Stein stets betont wird, aus der Kasse des Reichs bestreiten, so hat in Kiel einige Angaben übermittelt, die zur Aufhellung jener Vorgesetzter kümmert sich darum, ob nicht schließlich das eine man vorher dem Reichstag eine Vorlage zu unter­Frage erheblich beizutragen geeignet sind. Unser Gewährs- oder das andre noch etwa verwendet werden könnte. Ins breiten, der dann darüber zu befinden hat, ob die Reise aus­Kürzlich ist auf der Kieler Staatswerft der Kreuzer foſtete. neue Material wird hineingegriffen, als ob es kein Geld geführt werden soll oder nicht. Handelt es sich aber um milediglich private Fahrten, so hat das Reich keinen Pfennig Prinz Heinrich" von Stapel gelaufen. Bei der Gelegenheit Wie das Material manchmal verschwendet wird, dafür beizusteuern. wurde für die am Bau des Schiffs beteiligt geweſenen nur ein Beispiel: Bei einer der Nordlandsfahrten Selbstverständlich wird niemand dem Staatssekretär zu­Arbeiter im Werft- Erholungshaus ein Bierabend veranstaltet der Hohenzollern"( Kaiserjacht) hatte es sich nach An- muten, daß er aus eigener Tasche den Aufwand für derartige und dabei hielt der Ober- Werftdirektor Kapitän zur See ficht der maßgebenden Persönlichkeiten als wünschenswert Reisen bestreiten solle. Er hat im Gefolge des Staisers v. Ahlefeld eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: herausgestellt, an Stelle der alten Fensterblenden neue an an der Reise nach Palästina teilgenommen, und hatte dem­Auch das heute vom Stapel gelaufene Schiff ist nicht in fertigen zu lassen. Die Werkstatt erhält also den Auftrag und zufolge Anspruch auf freie Fahrt und Verpflegung auf Stoften der Zeit fertig geworden, wie es geplant gewesen. Statt ein der Bauführer ordnet die Verwendung von 3 Millimeter- Nickel- der föniglichen Schatulle, die um so bereitwilliger ihren Ver Jahr habe es 1 Jahr und 5 Mionate auf Stapel gelegen. platten an. Die Formen zum Pressen der Platten werden pflichtungen nachkommen würde, da ja Herr v. Bülow, wie Die Ursache hiervon sei, daß das Zusammenarbeiten gedreht, diese in Arbeit genommen und nachdem nun die man sieht, außerordentlich billig zu reisen und mit bloßen awischen Arbeitern und Vorgefesten nicht so Arbeit halb fertig ist, meint der Herr Vorgesezte: Eigentlich 4000 m. seine Bedürfnisse zu befriedigen versteht.- jet, wie es sein sollte. Es fehle das gegenseitige Vertrauen sind die Blatten doch etwas start, ich glaube, wir nehmen o und diesem Umstande sei es auch zuzuschreiben, daß der lieber 2 Millimeter- Blatten." Das Magazin wird also nach i Fürst Bismard" so lange in Bau gelegen 2 Millimeter- Nickelplatten durchsucht. Diese sind nun nicht m habe. Er habe dem Staatssekretär versprochen, daß dieses da, wohl aber 2 Millimeter- Neusilberplatten. Diese sind Die amtliche Berliner Korresp." ist unzufrieden mit der Letztere Schiff am 1. April in Dienſt gestellt werden könne zwar noch teurer als Nickelplatten, aber sie werden ge- Gestaltung, welche die Warenhaus- Steuer in der und hätten die Arbeiter nun unter Aufbietung ihrer ganzen nommen. Kommission des Abgeordnetenhauses annimmt: Sträfte, auch unter Zuhilfenahme von Nacht und Sonntags­schichten daran arbeiten müssen, daß er sein Versprechen balten Serr Baurat eine weitere Aenderung an. Nachdem nun die Fensterblenden fertig sind, ordnet der Der Ansicht des tönnte. Das Verhältnis wie es jetzt sei, müsse sich bessern, Serrn Baurats wird auch noch entsprochen, dann die ganze damit die Leistungsfähigkeit der Werft eine Arbeit aufs feinste poliert und darauf nach der Hohenzollern" größere werde. gefchafft. Hier wartet natürlich schon der Maler, der Soweit der Ober- Werftdirektor. Wenn man an maßgebender die sauber polierte Arbeit mit einem Farbenanstrich ver­Stelle jetzt endlich einmal zur Einsicht gelangt ist, daß die sicht. Nun inspiziert der Herr Ober- Baurat die Arbeit: Staatswerften in ihrer Leistungsfähigkeit weit hinter den Die Arbeit ist viel zu kompliziert, das sollen gang einfache Privatwerften zurüdstehen, so ist vielleicht zu hoffen, daß ießt Blenden sein. Die machen wir aus Messingblech. Diefe auch der richtige Weg zur Abhilfe beschritten wird. Wenn Dinger müssen fort. Die ganze Arbeit war also vergebens ferner der Ober- Werftdirektor in seiner Rede hat sagen wollen, und Tausende von Mart find verpulbert! Wenn etwa der Herr daß durch die bisher von der Marineverwaltung beliebte Staatssekretär Tirpik sich einmal die Nenjilber- Fensterblenden Spionenriecherei unter den Werftarbeitern nach Social- anjehen will jest liegen sie auf dem Boden der Schlosser­demokraten und sonstigen mißliebigen Arbeitern das Vertrauen werkstatt der kaiserlichen Werft.

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zwischen Arbeitern und Vorgesezten zerstört wurde und dadurch Das ist nicht etwa ein vereinzelter Fall, das ist typisch nachteilig auf die Arbeit zurückgewirkt hat, so geben wir un- für die Arbeitsmethode der Staatswerften. umwunden dem Ober- Werftdirektor zu, daß seine Ansicht Eine weitere Ursache der hohen Kosten der Schiffs- Neu­richtig ist, und wir zweifeln nicht im geringsten, daß eine bauten der kaiserlichen Werften sind die fortgesetzten Versuche Menderung dieser Praxis nur zum Besten der Staatswerften mit neuen Konstruktionen, deren Kosten auf die Neubauten ausschlagen würde. geschlagen werden.

werden.

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Die Erdroffelungssteuer.

Als sich die königliche Staatsregierung zur Einbringung des Gesezentwurfs betreffend die Einführung einer Warenhaussteuer entschloß, war sie von dem geseggeberischen Gedanken geleitet, eine angemessene und zwedentsprechende Besteuerung dieser noch jungen Form des Handelsgewerbes anzubahnen, da die steuer­liche Erfassung der in Rede stehenden Betriebe im Rahmen der Gewerbesteuer in mur unvollständiger Weise bewirkt werden könnte. In der zur Vorberatung des Gefeßentwurfs berufenen Kommission des Abgeordnetenhauses nun find Beschlüsse gefaßt worden, die dem vorbezeichneten Zweck der Vorlage durchaus widersprechen und die Tendenz einer Erdrosselung" der Waren­häuser deutlich erkennen lassen. Diese Beschlüsse sind Würde für die Staatsregierung völlig unannehmbar. das Plenum diesen Kommissionsbeschlüssen seine Zustimmung geben, so tömte hierin nur eine Gefährdung des gesez­geberischen Plans erblickt werden, dessen Notwendigkeit und Dringlichkeit nicht wohl bestritten werden kann. Es darf die Erwartung gehegt werden, daß bei der zweiten Lesung im Plenum unter Beseitigung der zu weit gehenden Kommissionsbeschlüsse eine die Zweckbestimmung der Vorlage sichernde Einigung zwischen der Mehrheit des Abgeordnetenhauses und der Staats­regierung zu stande kommt."

Die Mittelstandsretter der Kommission wollen die Herr Miquel ist für langsameren Erstickungstod durch fünf Warenhausmänner mit schnellem Schlingenwurf erdrosseln. Herr Miquel ist für langsameren Erstickungstod durch fünf

Atte.

Der Zehnstundentag in Frankreich .

Erster Artikel: Die Artifel 3, 4 und 11 des Gesetzes vom 2. November 1892 über die Arbeit der Kinder, der minder­jährigen Mädchen und der Frauen in den industriellen Etabliſſements werden folgendermaßen abgeändert:

Aber wenn nur hierdurch allein die mangelnde Leistungs­Auch dafür ein Beispiel. Der Küstenpanzer Aegir" ist fähigkeit der Werften verschuldet sein soll, so irrt der Ober- das Versuchsschiff gewesen zur Erprobung von elektrischen Werftdirektor sehr. Die Konkurrenzunfähigkeit der kaiserlichen Maschinerien für die verschiedensten Zwecke an Bord. Unter Werften wird zum erheblichen Teil verschuldet durch anderm hat er auch einen elektrisch betriebenen Steuerapparat den auf den Werften herrschenden Bureaukratismus erhalten, der Gegenstand vieler Versuche gewesen ist. Ge­und die durch ihn bewirkte wenig ökonomische und legentlich einer Besichtigung desselben durch mehrere höhere uneinheitliche Organisation des Arbeitsprozesses. Es ist Beamte äußert sich einer derselben:" Und wenn's nicht gehen Nachdem der vom Handelsminister Miller and ein­unglaublich, wie auf den Staatswerften gewirtschaftet wird, meine Herren, jo ist es doch ein äußerst interessanter gebrachte Gefeßentwurf betreffend die Regelung der Arbeits­und durch ein anscheinend recht plan- und zielloses Arbeiten Versuch gewesen." Dieser interessante Versuch" hat zum zeit in den Fabriken mit gemischten Arbeiterkategorien Senat alljährlich Millionen geradezu verpulvert mindesten seine 100 000 m. gefoftet. und Deputiertenkammer passiert hatte, ist der Text nun Es scheint, als ob die militärische Leitung der Werften bereits veröffentlicht worden und hat damit Gesekeskraft Wohl kein einziges Kriegsschiff dürfte auf einer unsrer an der Spige der drei Werften stehen zwei Stontreadmirale erlangt. In seiner endgültigen Fassung lautet das Gesetz Staatswerften erftanden sein, auf dem nicht Aenderungen und ein Stapitän zur See entweder nicht hinreichenden wie folgt: erfolgten, die bei einem klar durchdachten Arbeitsplane hätten technischen Beirat haben oder den Ratschlägen der Techniker vermieden werden können. Es ist, als ob man sich erst an nicht folgen. Denn, geschähe dies, so würden vielerlei Ver­der fertigen Arbeit ein Bild machen wollte von dem, was besserungen im Schiffsbau und zugleich erhebliche Ersparnisse man zu bauen beabsichtigt. Man bemerkt da ein Tasten erzielt werden. Bei einer weniger bureaukratischen Leitung ließen und Fühlen, ein Suchen und Nichtfinden der besten, richtigsten die Werften sich zu Musteranstalten in jeder Bedeutung des Konstruktion nicht nur hinsichtlich der Schiffstypen, sondern Worts entwickeln. Den Arbeitern würde ein besserer Lohn auch selbst der einfachsten Schiffsteile, wie man es nicht für gezahlt werden können, die Arbeitszeit ließe sich verkürzen, möglich halten sollte. und trotzdem würde der Staat seine Schiffe billiger bauen Wohl das typische Bild dieser unökonomischen Arbeits- können als die Privatwerften, bei denen der Unternehmer­methode dürfte der Fürst Bismarck" bieten. Nahezu vier profit auch noch herausgeschlagen wird, der bekanntlich nicht Jahre hat dieses Schiff zur Fertigstellung bedurft und vom gering ist. sisin je glass Inbeginn seiner Bauperiode bis zur Jestzeit ist das Schiff So weit unser Gewährsmann. Natürlich liegt ortwährenden Veränderungen unterworfen ge- uns die Marinebegeisterung des Centrums­vejen. Dabei ist das Ergebnis dieser vierjährigen Arbeit ein Abgeordneten Müller Fulda fern, der die Ver­Produkt, das als der ganz neue und vorbildliche Typ eines billigung der Schiffsbauten nur zu um so schnellerer Striegsschiffs geplant war, nun aber das einzige seiner Art Vermehrung der Striegsschiffe ausnuten möchte. Wir leiben wird." Um Gotteswillen! Bleiben Sie wünschen eine Berbilligung der Bauten, um den deutschen ir nur mit dem Fürsten Bismard", von Steuerzahler wenigstens vor einem Teil der überflüssigen Ver­iesem Versuchsschiffe, fort," hörten wir fürzlich geudungen des Marinismus zu behüten. uf einem Föhrdedampfer einen Marine- Offizier zu einem ihn begleitenden Herrn jagen. Nies

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Politische Mebericht.

Auf Reichskosten.

Berlin , den 2. April.

Ursprünglich für 18 Knoten Geschwindigkeit, bei einer Maschinenleistung von 13000 Pferdekräften geplant, ist durch eine Erhöhung der Maschinenleistung auf 15 000 Pferdekräfte ne Geschwindigkeit von 19 Snoten zu erreichen versucht rden. Dabei war das Schiff schon halb fertig und die be- Im Etat für 1898 haben Ueberschreitungen stattgefunden, tigte Vergrößerung der Kohlenbunker mußte zum Teil auf die auf die Palästinareise zurückzuführen sind. Auf Anregung ften des Heizraums erfolgen und hat ganz bedeutende des Genoffen Singer wird diese Sache in der Rechnungs. abauten verursacht. Dann wieder wurden die halbfertigen kommiffion geprüft werden. Jegt melden nun die Berliner aschinenfundamente, weil in der Höhe nicht passend, ver- Neueste Nachrichten":

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Art. 8. Die jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen bis zum Alter von 18 Jahren sowie die Frauen dürfen zu keiner längeren als 11 stündigen täglichen effektiven Arbeitsleistung herangezogen werden. Diese Arbeitszeit muß durch eine oder mehrere Ruhe­pausen unterbrochen werden, deren Gesamtdauer nicht unter einer Stunde sein darf und während welcher jegliche Arbeit ver­boten ist.

Nach Ablauf von 2 Jahren nach Berkündigung gegenwärtigen Gesezes wird dann die Dauer der täglichen Arbeitszeit auf 10/2 Stunden, nach weiteren 2 Jahren auf 10 Stunden herab­gesetzt. In jedem Etablissement, mit Ausnahme der Fabriken mit ummterbrochenem Betriebe und der Bergwerte, Tagebauten oder Steinbrüche, finden die Ruhepausen für alle durch gegenwärtiges Gefeß geschütten Personen gleichzeitig statt.

Art. 4( Busa paragraph). Mit Ablauf von zwei Jahren nach Verkündigung gegenwärtigen Gejeges verlieren bie in den§§ 3 und 4 dieses Artikels vorgesehenen Ausnahmebestimmungen wegen der Nachtarbeit ihre Geltung, ausgenommen die unterirdischen Arbeiten in den Bergwerken, Tagebauten und Steinbrüchen.

Art. 11§ 3. Jn den andren Etablissements als denen mit ununterbrochenem Betriebe und denjenigen, für welche ein beson­deres öffentliches Verwaltungsreglement vorgesehen ist, fällt die Wechselschicht, ausgenommen, was in den§§ 2 und 3 des Art. 4 hierbei bestimmt ist, 3 Monate nach Verkündigung gegenwärtigen Gesetzes fort.

Wo die Wechselschicht bestehen bleibt, muß die Arbeit jeder Schicht, von der Ruhepause abgesehen, eine ununterbrochene sein. Zweiter Artikel. Dem Art. 1 des Dekret- Gefeßes vom 9/14. September 1848 wird folgende Bestimmung hinzugefügt: