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Erscheint in Leipzig n Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Bostanstalten u. Buchhand­lungen des In- u.Auslandes.gsid Filial- Expeditionen für die sic Bereinigten Staaten:

F. A. Sorge,

Box 101 Hoboken, N. J.

Wm. Lueders,

Der Volksltant

409 Maystr. Chicago , Jll. Isso cold

Peter Haß,

S. W. Corner Third and

coates str. Philadelphia.

hollong

Abonnementspreis: Für Breußen incl. Stempel­fteuer 212 Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal,

Monats- Abonnements werden bei allen Deutschen Poftanstalten auf den 2ten u. 3 ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an genommen, im Kgr. Sachsen auch auf den 1 ten Monat à 5% Sgr. angenommen.

15: 40: 16: 10 desiatimu. Hrzth. Sachs.- Altenburg

Organ der sozialdemokratischen Arbeiterpartei und der internationalen Gewerksgenossenschaften.

Nr. 115.

Sonntag, 23. November.

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Für die heute fällige Nummer erhalten unsere Abonnenten die Agitationsnummer, deren Herausgabe der Congreß beschlossen hat. Exemplare hiervon find gegen Einsendung des Betrage( 30 Stück 6 Gr. bei frantirter, 100 Stück 10 Gr. bei unfranfirter Zusendung) von der Expedition zu beziehen.

Arbeiter!

2) Einführung der direkten Gesetzgebung( d. h. Vorschlags- und Verwerfungsrecht) durch das Volk.

3) Aufhebung aller Vorrechte des Standes, des Besizes, der Geburt und der Konfession.

Bor Euch liegt die Nummer eines Blattes, das in mehr als vierjährigem Kampfe bereits für die Arbeiterrechte und die Beffer- Diäten zu gewähren. ung Eurer Lage eingetreten ist. Maßregelungen und Verfolgungen find ihm dafür zu Theil geworden, wie feinem zweiten Blatt ber deutschen Presse. Aber wie auch die Feinde der Arbeiterfache von allen Seiten es anfallen und bekämpfen mögen, fühn und unent­muthigt verfolgt es seinen Weg, das Banner hochhaltend, auf dem geschrieben steht: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit! Tob der Noth und dem Müssiggang .

Arbeiter! wenn Ihr Eure eigne Befreiung wollt, dann unter­ftüßt dieses Blatt, haltet es selbst, schafft ihm Leser in jeder Fabrik, in jeder Werkstatt, in jeder Hütte. Der Volksstaat" sei die gei­ftige Nahrung des deutschen Proletariats, durch den es Belehrung in seiner Unwissenheit, Trost in seinen Leiden und Hoffnung für seine Zukunft schöpft.

Das Gift, das Taufende von Blättern Eurer Gegner tief in Arbeiterherzen hineingetragen, die feige unterwürfige Gesinuung, die sie erzeugt, die falschen Lehren die sie verbreitet haben, fie müssen ausgerottet werben.

4) Errichtung der Volkswehr an Stelle der stehenden Heere. 5) Trennung der Kirche vom Staat, und Trennung der Schule

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1873.

die Provinzial- und Gemeindevertretungen, wie alle übrigen bern zur Ausübung der Klassenherrschaft. Die große Mehr­Vertretungskörper. Den gewählten Bertretern find genügende zahl der Bevölkerung erhält nur eine schmachvoll ungenügende und verkehrte Erziehung, wirb planmäßig an der Entwicklung ihrer Fähigkeiten gehindert, weil ein gebildetes, ächt menschlich gebildetes Bolt die herrschenden politischen und sozialen Zustände nicht dul­den würde. Denn Bildung wahre Bildung, nicht fyftema­tische Verbildung und hündische Dreffur, die sich heute so gern unter ist die Mutter der Frei­bem Namen der Bildung breit macht du a von der Kirche. heit, Gerechtigkeit und Gleichheit; und darum nicht verträglich mit 6). Obligatorischer Unterricht in Volksschulen und unentgeltlicher der Existenz des heutigen Klaffenstaats. Die Sozialdemokratie Unterricht in allen öffentlichen Bildungsanstalten. will die höchstmögliche Bildung für Alle und Jeben: 7) Unabhängigkeit der Gerichte, Einführung der Geschworenen gleichen, unentgeltlichen Unterricht in bestmöglichen Volks­7) Unabhängigkeit der Gerichte, Einführung der Geschworenen­und Fachgewerbegerichte, Einführung des öffentlichen und mündlichen Gerichtsverfahrens und unentgeltliche Rechts- chulen und höheren Schulen( Realschulen, Fachschulen, Gymna­fien, Akademien, Universitäten). Sie geht von der Ansicht aus, pflege. 8) Abschaffung aller Preß, Vereins- und Koalitionsgesege; Ein- daß es der Zweck des Staats ist, für die leibliche und geiftige führung des Normalarbeitstages; Einschränkung der Frauen Wohlfahrt der Staatsglieder zu sorgen; der sozialdemofra­und Verbot der Kinderarbeit, Beseitigung der durch die Zuchttische Staat ist daher in erster Linie eine große allge= und Arbeitshausarbeit den freien Arbeitern geschaffenen Kon meine Bildungsanstalt. 9) Abschaffung aller indirekten Steuern und Einführung einer einzigen imagen direkten progressiven Einkommensteuer und Erbschafts­10) Staatliche Förderung des Genossenschaftswesens und Staats trebit für freie Produktivgenossenschaften unter demokratischen

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furrenz.

ftener.

3hr habt leider keine Zeit, gute wissenschaftliche Bücher zu lesen und auch nicht die Mittel, fie Euch anzuschaffen. Aber ein ver­nünftiges Blatt, das Eure Jutereffen vertritt, Euch über das Wünschenswerthefte, über Eure Lage in Staat und Gesellschaft auf- Garantien. flärt, bas tönnt 3hr lesen, dazu habt Ihr die Mittel und es zu Wer, der es ehrlich meint mit dem Wohl seiner Mitmenschen, klärt, das könnt Ihr lesen, dazu habt Ihr die Mittel und es zu tann diesem Programm die Zustimmung versagen? Wer, der nicht unterstüßen ist Eure Pflicht. Betheiligt Euch also an den Bestrebungen Eurer Brüder, die bieses Organ Eurer Wünsche mit ihren schwachen Mitteln ge­gründet und bisher erhalten haben. Geht zur Poft und abonnirt: Ihr werdet einen Rathgeber und Genossen in ihm finden, den Ihr später fo wenig wie das tägliche Brod vermissen wollt.

Freude hat an eigner, nicht ein Intereffe an seines Mitmenschen Knechtschaft und Ausbeutung, tann leugnen, daß die Erfüllung dieses Programms ein Segen wäre für das Voll? 33 Betrachten wir Staat und Gesellschaft, wie sie sind. Alle Macht- und Genußmittel befinden sich in den Händen Das Blatt erscheint wöchentlich 3 Mal: des Sonntags, Mitt einer fleinen Minorität; und diese Minderheit benutzt felbftver­woche und Freitags. Der Preis desselben beträgt nur 16 Sgr.ständlich ihre Macht dazu, fich bas Monopol aller Vortheile, welche 56 fr. füdd. vierteljährlich, wozu in Preußen noch der Zuschlag der Besitz der Herrschaft in Staat und Gesellschaft verleiht, zu der Stempelsteuer tommt; für den 2. und 3. Monat des Quartals erhalten und zu befestigen, und die beherrschte Majorität an der nimmt jebe Postanstalt besondere Bestellungen an. Das Monats Erlangung politischer und fozialer Rechte zu verhindern. abonnement foftet 5% Sgr. 19 fr. fübd.

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Der Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiter- Partei.

August Geib, Rödingsmarkt 12, Hamburg . H. Bennete, fl. Schäferkamp 34, Hamburg .

Was wir wollen.si

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Im heutigen Klaffenstaat ist die Justiz gar oft ein Spott auf ihren Namen. Justiz heißt Gerechtigkeit. Wie kann aber von Gerech tigkeit die Rede sein, inmitten von Zuständen, bie im Ganzen und im Einzelnen, in ihrem Wesen und ihren Erscheinungen den ein­fachsten Forderungen der Gerechtigkeit ins Gesicht schlagen? Nur Heuchelei oder gebantenlose Inkonsequenz tann an Individuen straf­bar finden, was entweder in Staat und Gesellschaft anerkannte Braris und Moral ist, oder was die nothwendige Wirkung der Pflichtvergessenheit des Staats( mangelhafte Bildung), der verfehr­ten Gesellschaftsorganisation( Armuth). Die dem Staat und ber Gesellschaft heut zu Grund liegende ungerechtigkeit stempelt bie Justiz von vornherein zur Ungerechtigkeit. Soll das sein? Die Sozialdemokratie will, daß die Justiz Gerechtigkeit werbe; und in dem freien Boltsstaat, den sie erstrebt, schafft sie die funerläßliche Vor­bedingung dazu. Wie dem Volt das Recht gebührt, die Gesege zu machen( Gesetzgebung), die Gesetze zu vollstreden( Regierung und Verwaltung), so gebührt ihm auch das Recht, die Gefeße an­zuwenden( Rechtsprechung). Die Rechtsprechung gleich der Gesez­Die politische Macht, wer übt sie aus? Eine winzige Minder- gebung, Regierung und Verwaltung muß den Händen der privi­Ist die Ausgabe für die Mittel des Einzelnen zu hoch, dann ver- heit von Privilegirten der Geburt und des Reichthums. Die un- legirten Personen, Stände und Klaffen entzogen werden, die ihrem einigt Euch zu zwei und drei und haltet es gemeinschaftlich; 3hr ehrt geheure Mehrheit des Bolts ist absolut machtlos, und weil macht Sonderintereffe das allgemeine Intereffe und die Gerechtigkeit Euch und Eure Sache, indem 3hr das Blatt lefet, unterftligt, es los auch rechtlos; denn ein Recht, an dem nicht die Macht der opfern. Bis eine vernünftige und naturgemäße Staats- und Ge­verbreitet und dadurch der Belehrung und Aufklärung Bahn schafft! Berwirklichung hängt, ist nur ein Schein recht, nur eine Spie, sellschaftsordnung die sogenannten Vergehen und Verbrechen, die Und nun noch Eins. Tretet ein in die Reihen der sozial- lerei, ein verwirrendes Trugbild. Welche Bedeutung hat z. B. in Wirklichkeit nur gesellschaftliche Krankheiten sind, mit der Wurzel, demokratischen Arbeiterpartei. Wer schon Mitglied derselben ist, das Recht, einen Abgeordneten zu wählen, der bloß reben darf, b. h. durch Entfernung der Ursachen, ausgerottet hat, verlangt der suche seine Freunde und Arbeitsgenossen gleichfalls für die aber auf die Regierung des Landes nicht den leiseften Einfluß aus- baher die Sozialdemokratie Boltsgerichte( Schwurgerichte, Schiebe­Partei zu gewinnen, damit deren Basis täglich erweitert und deren üben kann? Die herrschende Minderheit herrscht für sich, nicht gerichte soweit thunlich) und unentgeltliche Gerichtspflege. Einfluß stetig gefördert werde. Der Parteibeitrag ist auf 1 Sgr. für die beherrschte Mehrheit. Zwischen Herrschern und Beherrsch. Die Volksgerichte, welche wir erstreben, unterscheiden sich von den pro Monat festgesetzt und bietet gewiß feinen Anlaß, seinetwegen ten besteht ebenso wenig eine Intereffengemeinschaft, wie zwischen heutigen Schwurgerichten, wie der heutige Staat sich von dem abseits vom Wege der großen Arbeiterben egung stehen zu bleiben. Plantagenbefizern und Negersklaven. Für den Plantagenbefizer Boltestaat unterscheidet. Nicht ein Monopol der besitzenden Klassen Mit Gruß! fommt das Intereffe der Neger nicht in Frage; maßgebend ist ihm foll das Schwurgericht sein, nicht ein Mittel zur Inscenesesung einzig fein eigenes Intereffe, und er behandelt die Neger, wie jener schimpflichsten Farce der Gerechtigkeit: der Klaffenjustiz, sein Interesse es ihm vorschreibt. Genau so im heutigen Staat. wo die Vertreter der befizenden Klaffe über die Vertreter des ent­Nicht das Interesse des Volts tommt in Frage, sondern ausschließ- erbten Volks zu Gericht ſizen, und ihren Klaffenhaß und ihre lich das Intereffe der herrschenden Minderheit. Dem Interesse der Klaffenintereffen in die Toga des Gesezes hüllen nein, durch Herrschenden das Interesse der Beherrschten dienstbar machen, heißt freie, allgemeine Wahl sollen die Geschwornen aus dem herrschen. Solange es Herrschende und Beherrschte gibt, wird es Schooße des Gesammtvolts hervorgehen, auf daß das Schwar­so sein; denn Herrschen ist seiner Natur nach Ausbeuten. gericht in Wahrheit ein Volksgericht sei. In der Gemeinde, die ein Staat ist im Staate, tritt bie Daraus folgt, daß das Intereffe des beherrschten Bolts die Um gestaltung des Staats von Grund aus und seinem Unterordnung der beherrschten Mehrheit unter die Sonderintereffen Wesen nach erheischt. Der Staat muß aufhören, die Domäne der herrschenden Minderheit noch greifbarer hervor ale im großen 1. Die sozialdemokratische Arbeiterpartei erstrebt die Errichtung einzelner Personen, Stände und Klessen zu ſein; er muß werden Staat, weil Herrschende und Beherrschte einander förperlich näher, 1. Die sozialdemokratische Arbeiterpartei erstrebt die Errichtung die Vereinigung voll- und gleichberechtigter Bürger, von denen in unmittelbarerer, persönlicherer Berührung mit einander find. des freien Volksstaates. 11. Jedes Mitglied der sozialdemokratischen Arbeiterpartei ver Reiner über den Andern herrscht, Keiner von dem Andern be- Die herrschende Minderheit besteuert nach ihrem Gutbünfen die pflichtet sich, mit ganzer Kraft einzutreten für folgende Grundsäße: herrscht wird. Das erstrebt die Sozialdemokratie. beherrschte Mehrheit, wälzt dieser die Hauptsteuerlast auf, verwendet 1) Die heutigen politischen und sozialen Zustände sind im höch den Ertrag zu ihrem eigenen Nußen, und wirft dem elenden ften Grade ungerecht und daher mit der größten Energie zu Steuerzahlenden Plebs" höchstens die Brosamen hin. Vom Schweiße bekämpfen. Auf wem laftet nicht erbrüdend, entwürdigend, das eiserne der Arbeiter errichtet sie für die Kinder der Reichen höhere Unter­Joch des heutigen Klassenftaats. Was gilt heute das Volt? Ein richtsanstalten, von denen die Kinder der Arbeiter ausgeschloffen Fürst begehrt nach seines Nachbars Land. Bergebens fleht das sind, baut, um ihrem Vergnügen zu fröhnen, Theater, von deren Bolt um Frieden. Die Wünsche, das Glück und Wohl der Mil- Schwelle das Eintrittsgeld den Arbeiter zurückscheucht- jezt frei­3) Die ökonomische Abhängigkeit des Arbeiters von dem Kapi- lionen in der Einen Wagschale der Wille, die Laune eines lich fein Nachtheil für ihn, da bas moderne Theater nur dem ver talisten bildet die Grundlage der Knechtschaft in jeder Form, Einzigen in der andern, und feberleich schnellt die Wagschale derbtesten Geschmack dient, von den herrschenden Klaffen zu einem und es erstrebt deshalb die sozialdemokratische Arbeiter- Partei mit ten Wünschen, dem Glüd und Wohl der Millionen etwas verfeinerten Bordell herabgewürdigt worden ist. Kurz: unter Abschaffung der jegigen Produktionsweise empor. Die Kriegsfurie ist entfesselt: Tausende werden in den die herrschende Minderheit verfährt in der Gemeinde nach den ( Lohnſyſtem) durch genossenschaftliche Arbeit den Tob, Hunderttausende in das Elend gestürzt. Soll das sein? nämlichen egoistischen, gemeinschäblichen Grundsägen wie in dem vollen Arbeitsertrag für jeden Arbeiter. 4) Die politische Freiheit ist die unentbehrliche Vorbedin Die Sozialdemokratie will, daß kein Krieg geführt werde, außer Staat. Dem muß abgeholfen werden. Die Sozialdemokratie for­gung zur ökonomischen Befreiung der arbeitenden Klassen. zur Vertheidigung der Freiheit und Rechte des Bolts; sie will dert daher, wie für den Staat, so für die Gemeinde das allge­Die soziale Frage ist mithin untrennbar von der politischen, baher, daß die Macht, Krieg zu erklären denn von einem meine gleiche freie und direkte Wahlrecht; die vollkommene Gleich­- dem Volt und seinen berechtigung und Gleichstellung, wie der Staatsbürger, so der ihre Lösung durch diese bedingt und nur möglich im be- Recht" fann hier nicht die Rede sein nemokratischen Staat. Vertretern gehöre. Gemeindeglieder; die freie Gemeinde in dem freien Staat. Um aber Staat und Gemeinde zu dem machen zu fönnen, was 5) In Erwägung, daß die politische und ökonomische Befreiung Der träftigste Theil des Bolle, die Männer in der Blüthe bes der Arbeiterklasse nur möglich ist, wenn diese gemeinsam und Lebens, werben jezt auf Jahre aus ihrem Beruf geriffen, nüglicher, fie sein sollen, das heißt zu Vereinigungen freier und gleichberech einheitlich den Kampf führt, giebt sich die sozialdemokratische fruchtbringender Arbeit entzogen, in das stehende Heer eingereiht tigter Menschen, die in brüderlicher Solidarität, im Zusammen­Arbeiterpartei eine einheitliche Organisation, welche es aber und zu blindem Gehorsam einerercirt. Die Folge hiervon? Krieg wirken Einer für Alle, Alle für Einen, das höchstmögliche geistige auch jedem Einzelnen ermöglicht, seinen Einfluß für das wohl auch jedem Einzelnen ermöglicht, ſeinen Einfluß für das wohl auf Krieg, wodurch alle Leidenschaften entfeffelt und alle guten und leibliche Wohlbefinden jedes Einzelnen erstreben, ist es uner­6) In Erwägung, daß die Befreiung der Arbeit weder eine lo- Sitten in ihren Grundfeften erschüttert werden. Soll das sein? läßlich, die ökonomischen Grundlagen der heutigen Gesell­fale noch nationale, sondern eine soziale Aufgabe ist, welche Die Sozialdemokratie will, daß das stehende Heer, so oft Mittel schaft zu ändern, denn auf ihnen beruht der heutige Staat und die alle Länder, in denen es moderne Gesellschaft giebt, umfaßt, der Knechtung und Eroberungssucht, abgeschafft, und, solange heutige Gemeinde, deren Mißbräuche und Ungerechtigkeiten nur die betrachtet sich die sozialdemokratische Arbeiterpartei, soweit es noch die Möglichkeit des Krieges vorhanden ist, durch ein Volts- nothwendige Confequenz der gesellschaftlichen Mißbräuche und Un­die Vereinsgefeße gestatten, als Zweig der Internatio- heer erfest werbe. Jeder Bürger soll von Jugend auf im Ge- gerechtigkeiten find. nalen Arbeiterassoziation, sich deren Bestrebungen an- brauch der Waffen geübt und zu militärischen Leistungen tüchtig Welches Bild bietet die heutige Gesellschaft? schließend. gemacht werden. Ist jeder Bürger Soldat, dann ist auch jeder Der Krieg, das Fauftrecht herrscht, wie zwischen den Böl­III. Als die nächsten Forderungen in der Agitation der sozial Soldat Bürger, und fein Tyrann mehr im Stande, das Bolt fern, so zwischen den einzelnen Klaffen und den einzelnen Men demokratischen Arbeiterpartei sind geltend zu machen: 1 schen. Durch die kapitalistische Produktion ist Krieg zwischen 1) Ertheilung des allgemeinen gleichen direkten und geheimen zu vergewaltigen. Wahlrechts an alle Männer vom 20. Lebensjahre an, zur Jezt ist die Erziehung ein Privilegium Weniger, und für Bourgeoisie und Arbeitern; durch die Conkurrenz ist der Bour Wahl für das Parlament, die Landtage der Einzelstaaten, diese Wenigen nicht eine Erziehung zum Menschenthum, fon- geois im Krieg mit dem Bourgeois, der Arbeiter mit dem Arbeiter.

Im August( 7., 8. und 9.) des Jahres 1869 traten aus allen g Theilen Deutschlands, aus der Schweiz und aus Defterreich Männer zusammen, gründeten die sozialdemokratische Arbeiterpartei und stellten folgendes Programm auf: d

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2) Der Kampf für die Befreiung der arbeitenden Klassen ist nicht ein Kampf für Klassenprivilegien und Vorrechte, sondern für gleiche Rechte und gleiche Pflichten und für die Abschaffung aller Klassenherrschaft.

Wir wollen an Stelle des heutigen Klassenstaats den freien Volksstaat.

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