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Nr. 163.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

17. Jahrg.

Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereins­und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Emt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Borialdemokrat Berlin"

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.

Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

Der Untergang der Fremden.

Dienstag, den 17. Juli 1900.

ander gedrängt den Ansturm der überwältigenden Massen und starben so.

Expedition: SW. 19, Beutli- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

Was nun?

Die bürgerlichen Blätter hoffen nun, nachdem es zu spät Der New York World" wird aus Shanghai gemeldet: Der ist, auf ein einiges Vorgehen der Mächte. Man begreift nicht Telegraphendirektor Scheng ließ den Konsuln eine Benachrichtigung woraus! Bu solchem Vorgehen wäre doch weit mehr Anlaß gewesen, zukommen, in welcher er ihnen mitteilt, daß die Fremden in Beling als es noch etwas zu retten gab. Jezt bliebe doch wirklich nur noch getötet worden seien. Er tadelt den fremdenfeindlichen General ein Feldzug zweckloser Ra che übrig; vorher hätte man eine Aktion Tung und fügt hinzu, daß dieser General über den Widerstand, den die britische Gesandtschaft leistete, so entrüstet war, daß er den der Rettung ausführen können. Wenn man nicht einig werden konnte, Befehl gab, sie mit schweren Geschüßen zu beschießen, so daß sie als es galt, Menschen zu retten, so ist nicht einzusehen, warum man in Flammen aufging und die Fremden infolge- es jetzt werden sollte, wo man nur noch imstande ist, Menschenleben zu

Obwohl noch keine Nachricht, die als unbedingt authentisch gelten könnte, über den Untergang der Fremden vorliegt, so scheint doch die Thatsache selbst kaum noch zweifelhaft, daß zwischen dem 6. und 7. Juli die Opfer der europäischen Weltpolitik verblutet sind. Wenn die englischen Sensationsblätter jetzt wieder die greulichsten Einzelheiten melden, die schon zu berichten wußten, als sich die Katastrophe noch gar nicht vollzogen hatte, so muß diese ge­wissenlose Befriedigung der Sensationslust Etel erregen; aber dessen ihren Tod fanden. freilich, bei dem tiefen Verfall der bürgerlichen Presse, die nur Geschäft und ein sehr schmutziges Geschäft ist, ist solch' Thun nicht verwunder­lich; für diese Sorte Zeitung hat ein Lustmord in der Nachbarschaft den gleichen Beilenwert wie die Tragödie in Peking , eine Tragödie, die in furchtbarer Folgerichtigkeit langjährige schlimme Schuld in Blut erwürgen läßt.

Immerhin der Krieg fennt keine Menschlichkeit, und so mag denn in der Tobsucht des Fanatismus des Entsetzlichen genug ge= schehen sein. Wereschagin, der russische Maler, hat uns in seinen Darstellungen russischer Kriegsgreuel die Dokumente der Vertierung in Farben gestaltet doch wir vergessen, daß Rußland ja jetzt in erster Linie an dem Feldzug der Civilisation gegen China be­teiligt ist.

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Ju der bürgerlichen Preffe aber beginnt abermals ein geiferndes Toben. Die Bestialitäten, die von den Chinesen berübt worden, sollen durch verzehnfachte Bestialiäten der civilisierten Mächte ge­sühnt werden. Wenn aber den Chinesen seit Wochen eine Rache angedroht wird, wie sie die Menschheit niemals gesehen, so haben aller­dings und das ist das Gefährliche solcher Preßäußerungen- die Chinesen gar nichts mehr zu verlieren und es kann sich für sie mur darum handeln, der Rache ihrerseits zuvorzukommen, zu versuchen, durch die Errichtung einer furchtbaren Schreckensherrschaft die Mächte einzuschüchtern.

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Wieder erinnert man sich auch zärtlich des Völkerrechts und schäumt ob seiner frevlen Verlegung. An das Völkerrecht hätte man in den Tagen von Kiautschou denken sollen. Wenn man einmal auf den Grundsatz schwört, daß Gewalt vor Recht gehe, wenn man die ganze Weltgeschichte in das Problem zusammendrängt, wer die meisten und am besten gezielten Flintenkugeln besitzt der Raffenkampf ums Dasein! der habe wenigstens den Mut des Bekenntnisses und verzichte auf die heuchlerische Citierung des Völkerrechts. Wo ist das Völkerrecht, das den Boeren hilft, sich gegen die Bedrückung durch eine militärische Uebermacht zu behaupten? Nein, auf das Völkerrecht beruft man sich eben nur dann, wenn man am eignen Leibe einmal die Folgen der Lehre spürt, daß Gewalt vor Recht geht. Und warum findet man die Hinschlachtung Wehrloser besonders abscheulich, wo es doch als höchste europäische Staatsweisheit gilt, daß man ein Volk gerade dann und deshalb überfallen müsse, weil es militärisch wehrlos ist oder doch für militärisch wehrlos gehalten wird. Der Starke hat Recht das ist der oberste Grundsatz der Weltpolitit; nun, einstweilen fühlen sich die Chinesen als die Stärkeren. Worüber entrüstet man sich also? Nur die Socialdemokratie hat das moralische Recht, kraft ihrer humanen Weltanschauung die Grausamkeiten des Kriegs zu verurteilen.

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hat es nicht

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vernichten. Ist diese Aufgabe wirklich das edlere und höhere Ziel, um deffentwillen mun plötzlich alle Hindernisse beiseite gesetzt werden? Wenn man die Auslassungen der Zeitungen liest, muß man aller­dings glauben, daß die Bourgeoisie solcher Logik huldigt, daß am Retten nichts liege, sondern nur am Nächen.

Wie der phantastische Daily Expreß " sich den Hergang vor­stellt, ist aus dem folgenden in allen Einzelheiten offenbar er­fundenen Sensationsbericht zu ersehen. Das romanhafte Blatt erzählt: ,, Sheng, der Taotai von Shanghai , verlangte Audienz bei dem gesamten Konsularkorps und benachrichtigte es anscheinend mit tiefer Bewegung, daß gegen den 30. Juni gregorianischer Beitrechnung sämtliche Ausländer in der britischen Gefandt- Kreuz- 8eitung". Sie schreibt: schaft ermordet worden sind. Er hätte, sagte er, diese Nach­richt vom Gouverneur von Schantung Quanshikai empfangen, der meldete, daß die fremden Gesandten und Legationswachen, die mit Frauen und Kindern Hunger qualen litten, da sie seit bielen Tagen ohne Lebensmittel waren, beschlossen, in der Nacht zum 30. Juni einen Ausfall zu machen. Der An= griff erfolgte unerwartet. 200 chinesische Truppen wurden von den Legationswachen getötet. Tung- fuh- fiangs Truppen, die die Thore der Gesandtschaft besetzt hielten, wie die Borer, ver suchten alsdann die Gesandtschaften zu stürmen, stießen aber auf berzweifelten Widerstand und zogen sich zurüd. tit

Eine merkwürdige Zurückhaltung, die zeigt, wie gefährlich das chinesische Rätsel den besonneneren Konservativen scheint, beobachtet die

So scheußlich und verbrecherisch, grausam und heimtückisch die Greneithaten in Peting sind, so wird die europäische Diplo matie doch flug daran thun, die ganze Mordgeschichte auch weiterhin als ein Civilverbrechen anzusehen, für das nian das chinesische Reich als Ganzes kaum verantwortlich machen kann. Hat in der That auch die chinesische Regierung es an Heuchelei und Falschheit nicht fehlen lassen, jo mangelt doch der Maßstab dafür, inwieweit dieses auf den schließlichen Word Einfluß gehabt hat; jedenfalls behalten die Verbündeten freie Hand, wenn sie den oben angedeuteten, auch vom Grafen v. Bülow offenbar ein­genommenen Standpunkt festhalten; das wiederholt betonte, wenn auch vergebliche Eingreifen des Prinzen Tiching zu Gunsten der Fremden giebt für diese Auffassung auch eine reelle Grundlage." Kühler tann man die Sachlage nicht beurteilen. Allerdings sind die Konservativen niemals Freunde der Weltpolitik gewesen.

Wütend gemacht durch diesen Widerstand und die Verluste feiner Truppen, ließ General Tung schwere Geschüße auffahren und die Gesandtschaft beschießen, bis sie zerstört war und in Flammen stand, alle Fremden, die nicht durch Kanonenfeuer oder durch Tungs Truppen oder die Boyer Wie die chinesische Diplomatie die Dinge auffaßt, zeigt eine getötet wurden, tamen in den Flammen um. Tuan hatte Aeußerung des chinesischen Gesandten in Tokio . Dieser hat dem die Gesandtschaften umringen und die Lebensmittel- Zufuhr japanischen Minister einen Besuch abgestattet und ihm eine Depesche abschneiden lassen, in der Annahme, daß die Gesandten, mitgeteilt, welche, wie er sagte, die erste sei, die ihm seit Beginn der um ihr Leben wie das der Frauen und der Kinder Unruhen aus Peking zugegangen sei. Diese Depesche besagt, die zu retten, sich bedingungslos ergeben würden, und Ermordung des deutschen Gesandten und andrer Ausländer er dann in der Lage sein würde, mit den Mächten sei die Folge der Ereignisse in Taku und der Enthe gues Unterhandlungen wegen der Zerstörung der Takuforts an der Expedition Seymours gewesen. Die Regierung thue zuknüpfen. Tuan vermochte nicht zu verstehen, wie die jetzt, was in ihren Kräften stehe, um die Fremden in Beting zu Fremden so lange standhalten konnten, und entdeckte schließlich schützen.

Die Kämpfe in Tientsin.

durch Wachen, daß Prinz Tsching fie mit Lebensmitteln und Munition versah. Auf seinen Befehl wurde auf Tschings Die Nachrichten lassen erkennen, daß die Kämpfe in Tientsirt Mandschutruppen gefeuert. Diese wurden mit großem Verlust täglich stattfinden. Die Truppen der Mächte kämpfen mit wechselndem zurückgetrieben. Das Schicksal Tschings ist unbekannt, er foll entweder getötet oder schwer verwundet sein. Der Angriff auf die Gesandtschaft wurde nach den ersten sechs oder sieben Tagen stets bei Einbruch der Nacht eingestellt und die Fremden, die von Tsching mit Munition für ihre Gewehre aber nicht für die Maschinentanonen verschen wurden, glaubten, sie könnten die Soldaten an den Thoren nachts erfolgreich überrumpeln und sich durchschlagen.

Der Ausfall wurde am frühen Morgen des 1. Juli gemacht. Alle Fremden nahmen daran Teil. Die Frauen und Kinder befanden sich in der Mitte eines von den Truppen gebildeten Vierecks. Alle Fremden waren mit Revolvern bewaffnet. Viele Boxer wurden getötet, weil sie den Angriff nicht erwarteten und die meisten zur Zeit schliefen. Die Boger geberdeten sich, wie wilde Bestien, als sie merkten, daß die Fremden sie angriffen. Tung ließ die schweren Geschüße gegen die Fremden spielen und andre Kanonen gegen die schwächsten Stellen der Mauern der Gesandtschaft wenden und Breschen in diese zu schießen.

Wir ersparen es uns, noch einmal die eherne Verkettung von Ursache und Wirkung darzulegen, die zu dem jezigen Zusammenbruch führen mußte. Aber eins sei noch in aller Schärfe hervorgehoben. Die Toten von Peking sind nicht nur die Opfer der vorangegangenen Weltpolitik, ihr Blut schreit gegen die je zige Aktion der Mächte. Die mißtrauische Eifersucht der Militärstaaten zugelassen, daß Japan rechtzeitig zum Schutz der Fremden eingriff; hier liegt die Schuld an dem elenden Untergang der in Peking Eingeschlossenen. und Kinder Ein Rätsel ist es ferner, daß die 20 000 Mann, die in Tientsin lagen, nicht die Entschlossenheit besaßen, unter allen Umständen nach Peking vorzubringen. Das war ihre Aufgabe, mochten sich noch so viele Schwierigkeiten entgegen stellen. Auch dieser Verzicht auf die Stellung der Fremden läßt sich nur aus der Uneinigkeit der Mächte erklären.

So ist die Betinger Katastrophe in jeder Hinsicht durch die Schuld der Weltpolitik verursacht- ein blutiges Wahrzeichen wider das System des auf Raub ziehenden internationalen Kapitalismus .

Die Katastrophe in Peking .

Eine amtliche Depesche des Gouverneurs von Schanting Besagt:

Die Geschütze der Chinesen legten eine Bresche in die Mauern der Gesandtschaften. Nach heroischer Verteidigung und nachdem die Munition erschöpft war, wurden alle Ausländer getötet.

meldet:

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Erfolg. Ihre Lage scheint nach wie vor sehr gefährdet. Wir stellen die Meldungen chronologisch zusammen. 6.- 8. Juli. Depesche aus Tientsin über Tschifu vom 10. Juli: Die Zahl der Chinesen wächst beständig, ebenso nimmt ihre Berwegenheit zu; sie schließen die Stadt täglich enger ein. Durch ihr Feuer sind schon viele Gebäude in Trümmer ge­legt, darunter ein Gasbehälter. Nachdem die Engländer und Amerikaner in der Nacht vom 6. auf den 7. ohne Erfolg den Versuch gemacht hatten, ein Geschütz der Chinesen zu nehmen, machten letztere einen heftigen Angriff auf die Fremden­niederlassung, wurden jedoch von den Japanern zurückgeworfen. Am 7. wurde das Bombardement auf seiten der Chinesen von mehreren neuen Punkten aus wieder aufgenommen. Eine Granate fiel in das Lager der britischen Marine- Mannschaften und tödtete und verwundete je zwei Mann. Das Artilleriegefecht dauerte am 8. noch fort, als die Depeschen abgingen.

9. Juli. Amtliche Depesche des Admirals Seymour aus Tientsin vom 9. Juli:

Die Stellung des Feindes südwestlich der Fremden- Nieder­Tassung wurde hente früh 4 Uhr von uns angegriffen. Die Japaner vertrieben den Feind durch einen Flankenangriff aus seiner Stellung und eroberten vier Geschüße. Die Kavallerie verfolgte den Feind und vervollständigte seine Niederlage, indem sie eine große Anzahl von Soldaten und Boyern tötete. Die verbündeten Truppen bombadierten sodann das westliche Arsenal und nahmen dasselbe, wobei sie noch zwei Kanonen caceuteten. Da sie das selbe nicht besezt halten fönnen, wurde es niedergebrannt. Der Die Ver Verlust des Feindes beträgt au Toten 350 Manu. bündeten hatten nur geringe Verluste.

Gine spätere Meldung berichtet über denselben Tag:

Die Fremben, sagt der Läufer, der die Nachricht über­brachte, wurden ebenfalls toll und töteten alle ihre Frauen mit ihren Revolvern, anstatt die auf Borer zu feuern. Als die schweren Kanonen geladen waren, wurden fie alle gleichzeitig abgefeuert. Die Fremden wurden niedergemacht wie Gras, die Boyer stürzten sich auf die Gefallenen und zer= hackten Lebendige wie Leichen. Viele Ausländer liefen, als die Kanonen abgefeuert wurden, ins Gebände zurück, in der Hoffnung. dem Gemezzel zu entgehen, die Boxer verfolgten sie. Die Fremden waren nahe dem Gebäude, als die Kanonen näher gebracht und dieses zerstört und in Brand geschossen wurde. Die Chinesen unterhielten ein furchtbares Bombardement, Berfolgte wie Verfolger verbrannten in der Legation. Die Boyer, sagt der Läufer, waren wie Dämone. Als es feine Ausländer welches sich namentlich gegen die Baracken der Verbündeten und mehr zu töten gab, verstümmelten sie die umherliegenden Leichen, das Hauptquartier richtete. Eine Granate fiel in eine britische dann griffen sie die Quartiere der eingeborenen Christen an und Barade, tötete einen Maun und verwundete zwei. In der vers megelten alle nieder, die sich ihnen nicht anschließen wollten. Sie gangenen Nacht wiesen die Japaner einen neuen heftigen Infanterie­vergewaltigten die Frauen und töteten kleine Kinder mit dem Angriff auf den nordwestlichen Teil der Fremden Niederlassung Gewehrkolben. In den Straßen der Tartarenstadt floß das Blut zurück. Britische und angloasiatische Artillerie, Jufanterie und Sec­in Strömen." soldaten mit deutscher und japanischer Infanterie und Kavallerie und Auf die Katastrophe bereiten die folgenden Meldungen vor: einer Abteilung japanischer reitender Artillerie, insgesamt Der belgische Minister des Auswärtigen empfing von der belgischen 2000 Mann, gingen erst nach Südwesten vor, schwenkten dann Norden und zersprengten den Feind vollständig, ob­Vertretung in Shangbai folgendes vom 14. Juli datiertes Tele: nach gramm: Der Telegraphendirektor Scheng hat ein Telegramm des wohl derselbe zweimal heftigen Widerstand zu leisten ver Gouverneurs von Schantung vom 7. Juli übermittelt, welches fuchte. Die japanische, angloasiatische und britische Artillerie beschoß bejagt, die europäischen Truppen, welche die Gesandtschaften ver- sodann das West- Arsenal, welches von den Japanern erstürmt, später teidigen, hätten einen Ausfall gemacht und 200 Soldaten des Generals aber wieder aufgegeben wurde. 400 Chinesen wurden getötet Tung getötet. Die Boyer hätten die Gesandtschaften nicht erstürmen und sechs Geschütze erbeutet. Die japanische Kavallerie und können und zwei Kanonen aufgefahren, um eine Bresche zu schießen, Artillerie leisteten hervorragende Dienste. Am Nachmittag begannen die Lage sei sehr fritisch. In der Depesche der belgischen Vertretung die Chinesen wieder von der Chinesenstadt aus die Fremden­Ein Schuß traf die Baracken der wird hinzugefügt, Scheng halte die Lage für gefährlich. niederlassung zu beschießen. englischen Seesoldaten. Dabei wurden zei Mann getötet. Depesche des Generals Dorward aus Tientsin

Aehnliche Meldungen fie tommen sämtlich über Shanghai bestätigen, im einzelnen abweichend, die Katastrophe. Dem Daily Mail" wird aus Shanghai vom Sonntag ge­Die Verteidiger der britischen Gesandtschaft machten während der Belagerung Tag und Nacht häufige Ausfälle. Der erste Ver­such, die Gesandtschaft, nachdem Bresche gelegt war, zu stürmen, wurde unter schwerem Berluft zurückgeschlagen. Ehe der zweite Ver­Das Reutersche Bureau" meldet aus Shanghai vom 13. Juli: such gemacht wurde, erschienen Prinz Tsching und General Wang Von amtlicher Seite wird mitgeteilt, daß der Gouverneur von wengtschao auf dem Kampfplaze und griffen Tuans Truppen an, Shantung unter dem gestrigen Tage hierher telegraphiert habe, vom 10. b. Wits. datiert und in Tschifu am 18. Juli eingetroffen:. wurden aber schließlich auseinander gesprengt. Wangwengtschao die chinesischen Soldaten und die Borer hätten gemeinsame Sache Gestern früh 3 Uhr griff eine Abteilung von 1000 Japanern wurde getötet, Prinz Tsching wird vermißt. Während der Nacht gemacht und die Gesandtschaften einige Stunden lang angegriffen. Es unter dem Befehl des Generals Fukushima, von wurden mehrere andre Angriffe abgewiesen und die Angreifer iei ihnen aber bisher nicht gelungen, in diefelben einzubringen. Sie britischer Infanterie, 400 britischen Marinesoldaten, 100 Ameri wurden mehrere andre Angriffe abgewiesen und die Angreifer beschöffen die Gesandtschaften jetzt mit schweren Geschützen, um eine fanern und 400 Ruſſen unter dem Kommando des Generals zogen sich zurück, als gegen fünf Uhr morgens General Tung mit Bresche für den letzten entscheidenden Angriff zu legen. Der Dorward die feindlichen Stellungen im Südwes.cu der einer starken Abtheilung Kangju- Truppen von Tientsin her eintraf. Gouvernrur fürchte, daß alle Gesandten ebenso wie die chinesische Stadt alt. Dieselben wurden rafch Ale die Sonne aufging, war die Munition der Verteidiger Regierung selbst in großer Gefahr schweben. Die Regierung sei von der Feind an Toten 350 Mann verlor und vier kleine erschöpft. Die noch Ueberlebenden erwarteteten dicht anein- der größten Besorgnis erfüllt. Geschüße einbüßte. Sodann griffen die verbündeten Truppen das

550 Mann

genominen,

wobei