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Nr. 168. mind i da in

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Erscheint täglich außer Montags.

Vorwärts

Berliner

Volksblatt.

17. Jahrg.

Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins­und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

Ein Nachwort

zum Textilarbeiter- Kongreß.

Die Grausamkeit und blutgierige Habsucht, welche dem Kapitalismus innewohnt, hat wieder alle schlechten Leiden­schaften der Menschen entflammt, und im fernen Asien werden Laufende und Abertausende von Menschen, die in friedlicher Arbeit fulturfördernd wirken könnten, zur Schlacht bant geführt.

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Sonntag, den 22. Juli 1900.

Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

greifenden Arbeiterschuß- Bestimmungen und deren Anwendung ein von japanischer Seite veröffentlichter Briefwechsel zwischen dem

mit aller Energie einzutreten sich verpflichten." Natürlich konnten Kaiser " von China und dem Mikado; die Tendenzen, die auf einen unsre deutschen Arbeiter, wie aus ihrer ganzen Geschichte zwingend Bund der gelben Raffe abzielen, werden durch diese Briefe bewiesen; folgt, fein Paktieren mit bürgerlichen Reformern zulassen, möglicherweise handelt es sich aber auch um Pressionsversuche der sondern sie mußten den Standpunti des Klassenkampfes mit japanischen Diplomatie, die den Mächten ans Herz legen will, Japan aller Schärfe betonen. Es gelang nicht, die Engländer zu die gebührende Rücksicht zu teil werden zu lassen, weil es sonst mit beeinflussen, deren Standpunkt bei den Wahlen sich teilweise China gehen würde. aus ihrer politischen Freiheit und der Stellung der englischen Bourgeosie zu gewerkschaftlichen Fragen erklärt. An den unleugbar noch bestehenden, aus der Verschiedenheit der politischen Verhältnisse der verschiedenen Länder entspringenden Gegensägen konnte die Abstimmung nichts ändern.

Leben die Gesandten?

Der deutsche Konsul in Tschifu , der beauftragt war, bet dem Gouverneur von Schantung wegen der angeblich von diesem gemeldeten Erstürmung der Gesandtschaften in Peking Erkundigungen heit, über Erftürmung der Gesandtschaften und Ermordung einzuziehen, telegraphiert unter dem 20. d. Mts.: Der Gouverneur von Schantung erklärt mit Entschieden­der Fremden in Peking keinerlei Nachrichten gegeben zu haben, und teilt feruer sämtlichen Konsuln in Tschifu mit, er habe am 20. d. M. 10 Uhr nachmittags mit fliegendent Boten durch das Tsung- li- Damen ein vom 18. Juli datiertes, in ausländischer Sprache abgefaßtes Telegramm des amerikanischen Gesandten nach Washington erhalten und dasselbe sogleich weiter telegraphiert. besagt, der Gouverneur von Schantung telegraphiere, er habe soeben die endgültige Nachricht erhalten, daß die Gesandten in Peking gefund und wohlbehalten feien, und daß die Behörden Mittel und

Eine Depesche des amerikanischen Konsuls in Tschifu

Mitten hinein in den Kriegstaumel, in das But- und Rachegeschrei fiel die Tagung des Kongresses der Textil­arbeiter, deren Vertreter sich aus den verschiedensten Ländern über die Accord und eberarbeit, in welchen Fragen Als wichtiges Ergebnis erscheinen dagegen die Debatten zusammenfunden hatten, um über die Verbesserung ihrer Lage ein vollständiges Einverständnis herrschte. Von allen zuberaten. Während da, wo der Kapitalismus herrscht, die Seiten wurde die Notwendigkeit der Stärkung der Organi Völker gegen einander gehezt werden die vielberufene fationen zur Beseitigung der mörderischen Accord- und Einigkeit" der europäischen Mächte gegen China ist nur eine Weberarbeit gefordert. Wenn die Engländer schließlich gegen Phrase ohne jeden Inhalt- vereinigen fich die Arbeiter aus Eng- die von den Deutschen eingebrachte Resolution stimmten, land mit denen aus Deutschland , Oestreich, Frankreich , Belgien , deren Fassung ihnen nicht glücklich erschien, so ließen doch die Rußland und fizen friedlich in gemeinsamer Arbeit beisammen. Verhandlungen selbst nicht den mindesten Zweifel, wie einig So unscheinbar diese Veranstaltungen der Arbeiterschaft äußerlich man allgemein in der Verurteilung dieser Arbeitsmethode ist. fein mögen, so gewaltig erheben sie sich in ihrer Kultur- Auch die Verhandlungen über die Durchführung der idee über alle die lärmenden Haupt- und Staatsaktionen Arbeiterschutz- Gesetzgebung erscheinen recht bedeutsam. In Wege suchten, um sie zu befreien und zu beschüßen. der bürgerlichen Welt und der herrschenden Gesellschaft. Und Frankreich wird die Fabrifinspektion von den dortigen Genossen Der Londoner chinesische Gesandte teilt den Jubalt eines darum prallt der matte Hohn der Gegner wirkungslos abgerühmt. Zwar wird das Millerandsche Schutzgesetz von den vom Echeng Taotai aus Shanghai an ihn gerichteten Tele­in diesem bescheidenen Kleid arbeitet die Zukunft, in der französischen Stumms mit grimmigstem Hasse bedacht; aber die gramms mit, wonach der Scheng Taotai von dem Gouverneur von Galapracht der andren spreizt sich mühsam eine innerlich morsche Fabrifinspektoren fühlen sich geschützt und üben ihre Pflicht Schantung die telegraphische Nachricht erhalten hat, dem amerika­Vergangenheit. gewissenhaft aus. Ein wirksamer Arbeiterschutz ist auf die mischen Gesandten Wir. Conger in Peking sei von der dortigen Ne Gewiß ist es auch bei den Arbeitern ein materielles Dauer natürlich nur möglich, wenn eine starke Arbeiter gierung am 18. d. M. erlaubt worden, nach Washington ein chiffriertes Telegramm zu richten. Interesse, welches sie bei ihren Beratungen leitet: fie wollen organisation vorhanden ist, welche den Versuchen zur Der belgische Minister des Auswärtigen teilte mit, der fürzere Arbeitszeit und höhere Löhne, eine menschenwürdigere Gesezesübertretung flar und entschieden gegenüber tritt. chinesische Geschäftsträger in Brüssel habe heute Vormittag von Eristenz erringen. Aber ein großer Gegensatz zeigt sich zwischen In England, das von allen Ländern die älteste und beste dem in London und Brüffel beglaubigten chinesischen Gesandten den Bestrebungen der Herrschenden und der Proletarier: Arbeiterschuß- Gesetzgebung hat, ist kein Vertreter der Arbeiter folgendes Telegramm erhalten: Ich empfange soeben eine von dem jene suchen ihre Bereicherung auf Kosten der Völker und der Minister; troßdem berichten die englischen Delegierten, daß Eisenbahndirettor Scheng übermittelte Depesche des Gouverneurs Kultur, diese erstreben das Wohl der gesamten Arbeiterklasse, tein Fabrikinspektor sich erdreisten könnte, seinen Pflichten von Schantung, in welcher erklärt wird, daß die fremden Ge... gegen deren Schicksal das individuelle als nebensächlich ver- nicht nachzukommen. Der Druck der öffentlichen Meinung des Auswärtigen betonte bei der Entgegennahme dieser Des sandten in Peking wohlbehalten seien. Der belgische Minister schwindet, und wirken somit im Sinne der Fortentwicklung würde ihn von seinem Plaze hinwegfegen. Diese Zustände pesche aufs dringste, es sei notwendig, daß er mit dem belgischen der gesamten Menschheit, im Sinne der allgemeinen Kultur- verdanken die Engländer einzig der Stärke ihrer Organi- Gesandten in Beling in Berbindung trete, und in surgweifelhafter Entwicklung. fationen. Weise über das Schicksal der Belgier in Peking unterrichtet werde.

China .

Ferner erhielt der belgische Minister am Sonnabend ein am felben Tage um 5 Uhr 25 Minuten nachmittags nach chinesischer Zeit befördertes Telegramm: Eine Depesche des Gouverneurs von Schantung versichert, daß die Gesandten in Peking am 20. d. M. wohlbehalten gewesen seien und sich unter dem Schutz der chinesischen Behörden befunden hätten.

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Und gerade diese Bestrebungen machen ein internatio Am schlimmsten steht die Sache bei uns in Deutschland ; nales Zusammenwirten zur unbedingten Notwendigkeit. Ver- der greise Holmes aus Lancashire berichtete, daß er auf langt der englische Arbeiter höhere Löhne, so verweist ihn sein seinen vielen Reifen in Amerika und in Europa nirgends Unternehmer auf den Kontinent, dessen Konkurrenz bei niedrigen so viele und ungeheuerliche Umgehungen der Arbeiterschutz­Löhnen auch die Lohnerhöhung in England unmöglich mache; gefeße angetroffen habe, wie gerade in Deutschland . und genau dasselbe ist bei den kontinentalen Arbeitern in den Fassen wir den Eindruck, den der gesamte Stongreß Alle diese Nachrichten stammen aus derselben, sehr verdächtigen verschiedenen Ländern der Fall. Hier kann nur eine inter - mit feinen Verhandlungen machte, furz zusammen, chinesischen Quelle. nationale Organisation der Arbeiter Wandel schaffen, eine so bewahrt schon das Fehlen großer Textil- Industriebezirke uns Die amerikanische Regierung ist überzeugt, daß ihr Ge­Verständigung der Arbeiter aller Länder über das, was sie vor jeder Ueberschägung. Es ist noch viel zu thun. In Deutsch fandter am 18. Juli noch lebte; sie hat deshalb die Depesche Congers erreichen wollen, und über das, was sie bereits erreicht haben. land liegen die Verhältnisse sehr darnieder; im Elsaß z. B. tommt den amerikanischen Gesandten im Ausland übermittelt und legtere Freilich ist eine solche internationale Organisation nicht auf 30 Arbeiter erst ein Organisierter. Noch nieder angewiesen, die betreffenden Regierungen zu bewegen, zum sofortigen leicht zu erreichen, und die Vorbereitung der regelmäßig drückender sind die Verhältnisse in Oestreich, wo Entsan Pekings mitzuwirken. wiederkehrenden internationalen Kongresse erfordert viele müh- ein Organisierter erst auf mehr als 40 Arbeiter tommt. Aber ist, giebt den Beamten des Staatsdepartements, so meldet eine Die Thatsache, daß das Telegramm Congers ohne Datum same Arbeit. Auch der diesmalige Kongreß der Textilarbeiter es geht vorwärts. Und je schlimmer es noch steht, Stabeldepesche des B. T., nicht zu Bedenken Anlaß, weil der amerika­hat das von neuem gezeigt. Es wäre sehr gut, wenn um so dringender ist die Stärkung der Organisationen und nische Konsul in Shanghai telegraphiert hat, daß der Gouverneur bei seiner Vorbereitung von vornherein eine Geschäfts- die internationale Verständigung nötig. Zu dieser hat der von Shantung ihm mitteilte, Conger habe am 18. Juli Ordnung ausgearbeitet würde, die allen Beteiligten Kongreß jedenfalls einen Schritt vorwärts gethan, und des- telegraphiert. Man fragt aber, warum Conger ſein Telegramm bereits bekannt und von ihnen angenommen ist, bevor sie zu wegen berechtigt er uns zu einem freudigen, anspornenden: nicht selbst datiert habe; das sei verdächtig, weil Chiffretelegramme das Datum stets in Chiffren selbst enthielten. Man hält es für möglich, den Beratungen zusammentreten. Die verschiedenen Sitten, Hoch die internationale Solidarität die für die geschäftliche Behandlung im Parlament bei den daß das Telegramm echt, aber einige Wochen zurückgehalten der Arbeiter! und jetzt von Scheng herausgegeben worden sei. Evening verschiedenen Völkern im Gebrauch sind, erschwerten am ersten Post" meint, das Telegramm sei entweder ein ungeheuerer Tage die Verhandlungen ganz ersichtlich. Der Engländer Betrug, oder die civilisierte Welt sei drei Wochen lang mit riesen­ erhascht den Blick des Sprechers( Vorsitzenden)", wie der haften Lügen gespeist worden. Mail and Expreß" sagt, die Kunstausdruck lautet, er spricht also ohne jede vorherige An­Vereinigten Staaten hätten wieder ihre Fähigkeit zur Führerschaft meldung und ohne laute Kundgebung des Vorsitzenden, der Die Tagesfrage ist, ob die fremden Gesandten noch leben. Das der Diplomaten der Welt bewiesen, und beglückwünscht Mac Kinley Deutsche dagegen bringt eine womöglich schriftliche Wort- gestern mitgeteilte Telegramm aus Washington tönnte Hoffnungen dazu, daß die Vereinigten Staaten nicht dem Beispiele Deutschlands meldung ein und wartet dann auf den Aufruf feines Namens erwecken. Stein Zweifel, daß die Depesche des amerikanischen Gesandten und Frankreichs in betreff der Sperrung der Storrespondenz der seitens des Vorsitzenden. echt ist, weil sie in Chiffreschrift gehalten ist nur bleibt unflar, chinesischen Gesandten gefolgt seien. Wenden wir uns nun zu den Resultaten des Kongresses, wann der Gesandte dies Lebenszeichen von fich gegeben hat. Nach an die Richtigkeit dieser Meldungen und ist nach wie vor fest über­so haben wir die wichtigsten der gefaßten Beschlüsse ins Auge chinesischer Versicherung wäre das Telegramm des amerikanischen Ge­zu fassen. Was zunächst die zu Punkt 6 und 7 der Tages- fandten eine Antwort auf eine am 11. Juli an ihn gerichtete Anfrage. Der ordnung beschlossene Resolution betrifft, so hat sich der Kongreß amerikanische Gesandte müßte also am 11. oder 12. Juli noch gelebt mit einer überwältigenden Majorität zu dem Endziel und der haben. Aber das Telegramm ist nicht datiert, es handelt sich wahr Taktit des Programms der socialdemokratischen scheinlich um ein älteres Telegramm des Gesandten, das von den Partei bekannt. Die beiden Punkte der Tagesordnung betrafen Chinesen aufgehalten und jezt als angebliche Antwort auf die An­Mittel und Wege, um Geseze für die Arbeiterschaft zu erreichen" frage verwertet worden ist. Freilich ist damit das Rätsel nicht ganz und die Vertretung der Arbeiter in öffentlichen Körperschaften". gelöst. Die Chinesen haben unmöglich die Geheimschrift des Gesandten Hierzu hatten die Deutschen eine Resolution eingebradjt, entziffern tönnen, sie wußten demnach nicht, was in ihm stand. Und in der es in Uebereinstimmung mit unserm Erfurter Pro- wenn sie jetzt auf gut Glück ein älteres Telegramm weitergaben, gramm heißt, daß das in der Textilindustrie herrschende Elend so liefen sie Gefahr, daß in dem Telegramım das wirkliche Datum nur beseitigt werden kann durch Verwandlung des der Absendung chiffriert vermerkt oder sonstige Einzelheiten angegeben tapitalistischen Eigentums an Produktions- waren, aus denen die amerikanische Regierung sofort ersehen fonnte, mitteln in gesellschaftliches Eigentum, und daß die Chinesen falsches Spiel trieben, wenn sie die Depesche des Ge­durch die Verwandlung der Warenproduktion fandten als jüngsten Datums ausgaben. In Washington selbst hält man in socialistische, für und durch die Gesell- denn auch die chinesischen Angaben für zuverläffig, während man in den schaft betriebene Produktion. andern Ländern übereinstimmend an eine chinesische Fälschung glaubt Die Resolution, welche im übrigen Zeilnahme der zur und die Fremden für tot hält. Mit völliger Sicherheit läßt sich Klassenpartei vereinigten Arbeiter an den Wahlen zu den die Frage nicht entscheiden. gesetzgebenden Körperschaften verlangt, wurde gegen die Ueber die Bewegung des Aufstandes liegen hente teine Mit Stimmen einer einzigen Nation angenommen, und zwar der teilungen von Belang vor. Aufklärend ist die jetzt festgestellte That Engländer. Diese behaupten, daß derartige Fragen in die fache, daß schon am 10. Juni der französische Gesandte in Peking in erste Stelle der Gewerkschaftsberatungen nicht gehörten, und einer Sigung des diplomatischen Corps den Antrag gestellt hat, die schlugen eine Resolution vor, in welcher vor allen Dingen die Gesandten sollten die Stadt verlassen; der Antrag wurde jedoch Wichtigkeit der Organisation zur Erringung befferer Arbeits- nicht angenommen. Sollte nicht auch von chinesischer Seite recht berhältnisse betont wurde. zeitig den Gesandten der Abzug angeraten worden sein?

Die englische Resolution schlug ferner das Eintreten für folche Wahl- Kandidaten vor, welche für Einführung von durch

Die Einigkeit" der Mächte erschöpft sich in Streitigkeiten über die Frage, wer den Oberbefehl übernehmen solle. Interessant ist

In Londoner politischen Kreisen glaubt man dagegen nicht an die Richtigkeit dieser Meldungen und ist nach wie vor fest über­zeugt, daß die Fremden in Peking sämtlich schon längst umgebracht find. Tagegen hat man in dortigen Handelstreisen, die in China intereffiert sind, noch nicht alle Hoffnung aufgegeben, daß die Ge­sandtschaften in Peking den Schutz der Regierung genießen und noch nicht zerstört sind.

Auch in Berlin mißt man dem Telegramm Congers teine Be= deutung bei. Wir haben oben in der Einleitung auf die merk­würdigen Schwierigkeiten des Falles hingewiesen, der vorläufig zu teiner zwingenden Entscheidung gebracht werden kann.

Ein Antrag auf Wegzug der Gesandten. Der Figaro" veröffentlicht ein vom 28. Mai bis 10. Juni reichendes Tagebuch des Dolmetschereleven bei der französischen Gesandtschaft in Beting, Sausfine. In demselben erzählt dieser unter Anderem, daß das diplomatische Korps infolge beunruhigender Nach­richten am 10. Juni eine Sigung abhielt, in welcher der frau­zösische Gesandte beantragte, das diplomatische Korps möge unter Begleitung von 400 Mann der europäischen Schuytruppe abreifen. Dieser Antrag sei jedoch nicht angenommen worden. Der französische Gesandte scheint demnach am meisten Version für die Lage gehabt zu haben. Die Lage im Aufstandsgebiet. Dem Daily Expreß " wird aus Tientsin vom 18. Juli ge­meldet: Die Verbündeten erbeuteten die Kaffen des Generals Nich und des Vicekönigs, welche Million Taels enthielten. Der Daily Mail" wird aus Shanghai vom 19. Juli ge­meldet: Amtlichen chinesischen Meldungen zufolge wurden große Massen Mandschutruppen nach Mukden gesandt, um den von Bladivostoc gegen Peking vorrückenden Truppen entgegen. zutreten und ihnen eine Schlacht zu liefern.