Nr. 245.
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Vorwärts
Berliner Volksblatt.
17. Jahrg.
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Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.
Der Kanzlerwechsel.
In einem fonftitutionellen Staatswesen sind die Ursachen eines Wechsels im höchsten Staatsamt für jedermann offenbar. In Preußen und Deutschland vollziehen sich die wichtigsten Aenderungen in der Regierung nicht nur ohne Einwirkung des Bolts, sondern auch als unergründliches Geheimnis. Die wirklichen Gründe und der wahre Hergang des Kanzlerwechsels lassen sich nur erraten.
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Sonnabend, den 20. Oftober 1900.
Ein glänzendes Schauspiel
Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.
im großen und ganzen doch höchstens den Ansprüchen einer lustigen und nicht allzu anspruchsvollen Stammtisch hat sich wieder einmal in Peking begeben, das natürlich niemand gesellschaft. Es sind dann auch eine Anzaht von Teles anders zum Urheber hat, als unsern Weltgeneraliffimus. Der Tele- grammen bekannt geworden, die die Flottenvereins- Expedition graph meldet nämlich aus Peking , Waldersee habe daselbst die nach Europa gesandt hat, aber diese Nachrichten waren nicht schlechter Truppen besichtigt, und diese hätten ihn dann nach seinem Ab- und nicht besser als die, welche uns tagtäglich durch die englischen steigequartier begleitet. Das Ganze bot ein glänzendes Schau- erfreulich sein, wenn der Kinematograph uns nach einigen und französischen Agenturen übermittelt werden. Es wird zwar recht spiel", das selbstverständlich die Kinematographen verewigt haben Monaten in den verschiedenen Bariété Theatern die Lan,, Schnell und glatt", sagt die Rhein. - Westf. 3tg.", fanft und dürften. dung der Truppen, die Paraden vor dem schmerzlos", sagt die Lägl. Rundschau" und ähnlich klingt es Die russische Gesandtschaft wird nach Beling zurückkehren, ver Obertommandierenden und vielleicht sogar einen wohl= fast aus allen Blättern sei der Abgang des Fürsten Hohenlohe mutlich um dem Diplomaten Waldersee besser auf die Finger sehen gelungenen Angriff auf Bogerhorden in lebenswahren erfolgt. Thatsächlich trifft das Gegenteil zu. Fürst Hohenlohe zu können. Die„ Kölnische Zeitung " fabelt aus diesem Anlaß von Bildern vorführt, aber eigentlich hätte man doch etwas mehr erist aus dem Amt geschieden wie Bismard und wie Caprivi einer Alenderung der russischen Bolitik. wartet von der Thätigkeit eines Unternehmens, das über so reiche wider seinen Willen. Frankreich ringt mit Deutschland um die Krone der Politik der Mittel, so gute Konnerionen und so wertvolle Protektionen verfügt." Ueberaus erheiternd wirkt die Darstellung, welche die Kreuz- Rache und des Bramarbasierens. In der Beantwortung der von Beitung" von der Freiwilligkeit" des Hohenlohefchen Abschieds giebt: Li- Hung- Tschang und Tsching überreichten Note stellt der französische " Fürst Hohenlohe hatte sich überzeugt, daß er am Ende Gesandte Bichon fest, daß China zugestehe, das Völkerrecht verlegt feiner Kraft war. Noch nach der Rückkehr aus Werki zu haben, und daß es die Verantwortlichkeiten, die es auf sich gehatte er die Absicht geäußert, eine Kundladen habe, der gerichtlichen Aburteilung zuweise. Bichon verlangt gebung zu veröffentlichen, durch die er die Nicht- daher eine exemplarische Bestrafung der Hauptschuldigen Tuan, einberufung des Reichstage begründen und ferner tonstatieren Tschuang, Kangji und Tungfuſsian und erklärt, so lange deren wollte, daß die Chinapolitik des Grafen Bülow im vollen Köpfe nicht gefallen feien, könnten die Feindseligkeiten nicht einEinverständnis mit ihm, dem Fürsten Hohenlohe, geführt gestellt werden. worden; er wollte also weiter politisch wirken. Die förperliche Gebrechlichkeit machte sich dem greifen Staatsmame aber so fühlbar, daß er darauf verzichtete und den Entschluß des
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Rücktritts faßte."
Hohenlohe kam nach Homburg in der Abficht, Reichskanzler zu bleiben. Er ahnte noch nichts von der körperlichen Gebrechlichkeit,
die er alsbald entdecken sollte.
Dann aber hat die Unterzeichnung des Dekrets zur Einberufung des Reichstags an seinen Kräften übermäßig gezehrt und plötzlich übertam ihn die große Schwäche, die ihm nur noch das Entlassungsgesuch gestattete.
Selbst die eingeweihten Kreise" waren völlig überrascht durch die Kunde vom politischen Ableben Hohenlohes. Selbst im Aus wärtigen Amt in Berlin wußte man am Mittwochabend noch nichts
von dem Kanzlerwechsel. Ebenso traf die Nachricht die deutschen Botschafter im Auslande völlig ahnungslos. Es war urplöglich die Erleuchtung gekomnien, daß Hohenlohe zur Vertretung einer schneidigen China - und Weltpolitik nicht genüge. Graf Bülow will diese Aufgabe, welche alle höchsten Ziele der gegenwärtigen Reichspolitik in sich schließt, lösen. Er will den Walderfee- Kreuzzug verantworten und er bedarf keines besonderen Zeugnisses seiner Fähigkeiten und Kenntnisse in der inneren
Politit.
Auch im Notenfabrizieren wetteifert Herr Delcassé mit dem Grafen Bülow. In einer neuen Note ersucht Frankreich die Mächte, das Programm der in der ersten Note enthaltenen Bedingungen zu verwirklichen. Delcaffé schlägt vor, jede Macht, welche fich die in Frage stehenden Bedingungen zu eigen mache, möge sie zur Kenntnis Chinas bringen, um die Wiederherstellung der Ordnung daselbst beauftragen, die festgesetzten Bedingungen der durch Li- Hung- Tichang zu beschleunigen. Jede Regierung möge ihren Vertreter in Beting vertretenen Regierung zur Kenntnis zu bringen.
Andrerseits werden amerikanische Vorschläge angekündigt, deren Inhalt aber noch nicht bekannt geworden ist, und Li- Hung- Tichang hat Friedensvorschläge unterbreitet, die gar nicht demütig flingen. Alarmierende Nachrichten über eine wachsende antidynastische
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und zugleich fremdenfeindliche Bewegung sind völlig unkontrollierbar. Friedensverhandlungen.
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Politifire Meberlicht.
Berlin , den 19. Oktober. Die beiden Wahlschlachten,
die am Donnerstag im Zeichen des Weltmachtkurses geschlagen wurden, haben wiederum einen für uns recht erfreulichen Erfolg gehabt. Wir haben nicht nur unsern 1898 errungenen Anteil an der Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen erhalten, sondern in Brandenburg sogar noch weiter gesteigert; die Wahl in Brandenburg brachte uns sogar eine Vermehrung der absoluten Stimmenzahlen: der beste Beweis dafür, daß sich das arbeitende Volt weder durch Chauvinismus im allgemeinen, noch durch den besondren khakifarbenen Weltmachtschauvinismus Brotforb des Volfs wird ein deutliches Halt zugerufen durch einfangen läßt. Auch dem neugeplanten Raubzug der Agrarier auf den den Wahlausfall, das um so vernehmlicher ist, als es nicht aus rein städtischen, sondern aus zumeist ländlichen Bezirken
tommt.
Hört es, ihr Hunnen! hört es, ihr Brotwucherer! hindern durch die gewagtesten Mittel der Wahlmache, die in Und ein solches Volfsurteil kann man auch nicht berBrandenburg unter der Aegide des landrätlichen Kandidaten der konservativen Junker besonders krasse Formen annahm. Verleumdung der Socialdemokratie, ihrer Ziele wie ihres Verhaltens zu den politischen Tagesfragen, der in Landkreisen besonders wirksame Mißbrauch wirtschaftlicher Uebermacht und in ausgiebigstem Maße angewandt. Sie blieben wirkungsobrigkeitlicher Autorität, alle diese bekannten Mittel wurden los; die Socialdemokratie blieb Siegerin unter erschwerendsten. Umständen in dem Einzelkampf, und sie wird auch die Siegerin im Entscheidungskampf bleiben.- Hunnenbriefe.
Geehrter Meister.
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Der Agence Havas" wird aus Beling gemeldet, Li SungTschang und Prinz Tiching hätten dem diplomatischen Corps eine Note überreicht, in welcher es heißt, es sei geit, die Friedensverhandlungen zu beginnen. Diejenigen Persönlichkeiten, welche Mitschuldige und bestraft werden. Li- Hung- Tichang und Tsching erklären sich in der Boxer seien, würden nach den chinesischen Gesetzen abgeurteilt ihrer Eigenschaft als Bevollmächtigte bereit, über den Frieden zu verhandeln und im Princip eine Entschädigung für die Zerstörung So allgemein Graf Bülow von der bürgerlichen Preffe als der Gesandtschaften zuzugestehen. Die Höhe des Schadens sollte durch Weltpolititer anerkannt wird, so unsicher fühlt man sich in Delegierte ermittelt werden. Die europäischen Mächte fönnten neue den Erwartungen seiner Stellungnahme zu innerpolitischen Fragen. Handelsvorteile erhalten oder man tönnte die alten Verträge abDie Junkerblättter fönnen ihr Mißbehagen über einen zu england- ändern. Aber die Wünsche gingen auseinander und jede Macht müsse freundlichen und nicht agrarisch geaichten Kanzler nur schwer verhüllen. Die ihrigen genau formulieren. Schließlich verlangen Folgender Brief wird von einem Düsseldorfer Anzeigenblatt Sie fürchten fast, feinen guten Tausch gemacht zu haben, da sie für iung Tiang und Tsching fofortige Ein- buchstabengetreu wie folgt veröffentlicht, abreffiert an einen DüffelHohenlohe Bülow bekommen. Posadowsky oder Miquel im Tiung- li- Yamen für den 21. Oftober. stellung der Feindseligkeiten und eine Zusammenkunft dorfer: wäre ihnen lieber gewesen. Die" Post" verrät starke Unter- Wie den Times" gemeldet wird, enthält diese Note auch den strömungen in den preußischen Regierungskreisen, die dem neuen Ausdruck des Bedauerns Chinas über die Vorgänge der jüngsten Reichskanzler agrarische Garantien abzupressen Zeit und das Versprechen, daß diefelben sich nie wiederholen sollen. trachten. Herr v. 8edlik, der Getreue Miquels, schrieb Nach Annahme der allgemeinen Grundlagen der Unterhandlungen im heutigen Morgenblatt der" Post": solle dem Tsung- li- Damen gestattet werden, seine Thätigkeit wieder Eine andre Frage aber ist, ob nicht, wie Herr v. Kardorff aufzunehmen und nach Erledigung der die Entschädigungsfrage be bei dem vorletzten Kanzlerwechsel aus tonstitutionellen Gründen treffenden Punkte sollen, so verlange China weiter, die Truppen der fagte, sämtliche Mitglieder des preußischen Staats- Mächte zurüdgezogen werden. minifteriums die Staatssekretäre der Reichsämter stehen be- Li- Hung- Tichang bei Besuchen, welche er den fremden Gesandten abWie der Agence Havas" aus Tientsin gemeldet wird, sagte kanntlich dem Reichstanzler nicht kollegialisch gleichberechtigt zur stattete, er habe in einem nach Petersburg gerichteten Telegramm die Seite thre Portefeuilles Sr. Majestät zur Verfügung ftellen sollten. Rückkehr des russischen Gesandten von Giers Der Wechsel im Präsidium des Staatsministeriums, dessen Gründe vornehmlich auf Er fügte hinzu, daß der Kaiser, beide vornehmlich auf dem Ge- nach Beling erbeten. biete der Reichspolitit zu suchen sind, bedeutet sicher Kaiserinnen und die ganze Familie des Prinzen King fich in einen Systemwechsel. Auch der Umstand, daß er sich, wie es Singanfu befänden, sowie daß die Abwesenheit des taiferlichen Hofs fcheint, ohne beirätliche Mitwirtung des Staats- die Friedensverhandlungen verzögern werde. Li- Hung- Tichang zeigte ministeriums bollzogen hat, spricht mehr für, als lebhaftes Bedauern über den Vormarsch nach Baotingfu. gegen diese Annahme. Aber es wäre für die Herstellung der Die Einnahme von Paotingfu
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vollen politischen Verantwortlichkeit des Kabinettschefs von Wert, ist am 15. Oftober durch die- Franzosen erfolgt. Die wenn für die Zusammensetzung des Ministeriums völlig freie Deutschen sind wieder nicht dabei gewesen. Bahn geschaffen würde, und die Neubildung des Ministerium3 würde nicht nur volle Klarheit Ein Brief des Mikado. über den patriotischen Kurs der Zukunft bringen, sondern Der Kaiser von Japan antwortete am 10. d. M. auf ein von China , in welchem dieser ihn auch die Gewähr der Einheitlichkeit und Stetigkeit dieses Kurses Schreiben des Kaisers in fich schließen." dringend ersuchte, feinen Einfluß zur Wiederherstellung des Friedens Und im heutigen Abendblatt wiederholt die" Post" gegenüber und der Bewahrung des bisherigen Zustandes in Ostasien geltend Angriffen der Köln . 8tg." des Bülow= Blatts! auf zu machen. Der Kaiser von Japan jagt in der Antwort, wenn Herrn v. Miquel ihren Nat", daß das Staatsministerium aus Kaiser Kwangfü die Wiederherstellung des Friedens wirklich wünsche, so werde er alle reaktionären Beamten aus ihrer Anlaß des Wechsels im Präsidium in seiner Gesamtheit Sr. Majestät Stellung entfernen, an ihrer Statt liberale Staatsmänner ernennen, die Portefeuilles zur Verfügung stellt." und eine neue Regierung einrichten. Ferner spricht der Mikado den Wunsch aus; der Kaiser möge, statt nach Schenst zu gehen, sofort
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Diese höchst auffällige Aufforderung zum Ministerstreit er flärt sich aus der Unsicherheit der Konservativen über Bülows inner- nach Beting zurückkehren. politische Absichten und aus der Absicht, den neuen Ministerpräsidenten Der Nachrichtendienst des Flottenvereins. sogleich auf die agrarisch industriefeudalen Pläne zu verpflichten. Der Flottenverein hatte eine Nachrichten Expedition Man mußte in der That gespannt sein, wie Miquel fich zu dem in Scene gefekt, über deren Erfolge der Hann. Stur." spottet: plözlichen Kanzlerwechsel verhalten würde. Er, der so lange selbst als fünftiger Stanzler galt, sah sich nicht einmal befragt und soll sich dem politischen Neuling unterordnen, über dessen Befähigungen der schlaue Stopf feinerlei gweifel hat.
Die mit allen Erfordernissen der neuzeitlichen Kriegsbericht erstattung ausgerüstete Expedition, die sich zu Anfang August nach Oftafien begeben hat, ist in jeder Beziehung so gestellt, daß man bei ihrem Abgang hoffen durfte, nun ungefärbte und auf Thatsachen Aber die Drohung des Ministerstreits hat bereits ihre Wirkung Was aber dem deutschen Bublifum bis jetzt von dieser Seite geberuhende Mitteilungen vom Kriegsschauplatz zu erhalten. Schweinburg verkündet, daß Demissionen von boten worden ist, rechtfertigt die hochgespannten Erwartungen in Ressort chefs weder im Reich noch in Preußen ein- teiner Weise. Ein federgewandter Assessor hat, und zwar in recht treten werden. Graf Bülow ist bereit, die Politik der agrarischen anschaulicher Weise, erzählt, wie er auf der Reise nach Marseille Liebesgaben im Reiche durch Posadowsky und in Preußen durch geschwigt hat; er hat auch das schon ein wenig abgeleierte Thema Miquel ungehemmt fortwuchern zu lassen. von den Strapazen der Seefahrt aufs neue zi variieren versucht. Das war ja recht nett, aber seine bisherigen Berichte genügten
geübt.
Kiautschou, den 17. 8. 00. Geehrter Meister, wie ich euch mitteilen muß, erlaubt mir jetzt erst meine Zeit euch einen Brief zu Schreiben denn wir liegen schon die ganze Zeit mit einem Detaschement von Eins hundert Seefoldaten und Einhundert Mann von unser Schinesen Compagnie in einem Feindlichen Lande nähmlich am Ende von Kiautschau und find in einem Schinesischen Gößentempel einquartiert. Hier ist aber kein Schreibpapier und keine Ansichtstarten aufzutreiben was mich sehr ärgert. Denn ich hatte sie und ihre Frau fest versprochen möglichst viele Ansichtskarten zu Schicken was aber mit dem besten Willen nicht geht. Deshalb möge fich doch der Meister beruhigen bis wir wieder in Tsingtau sind, dann will ich aber genügend Schicken denn mein versprechen halte ich denn der Meister ist mich immer zu gut gewesen. Geehrter Meister diesen Bogen Papier und Kouwehrt schenkte mich heute ein Deutscher Grandi welcher von dem Bahnbaupersonal ist welche alle Schuß bei uns genommen hatten. Hier geht es aber trittischer zu als wie in Deutschland denn die Schinesen werden hier so zerhauen sodaß fie in ihrem ganzen Leben an die deutschen Soldaten denken. Wir machen uns des Morgens schon um 2 Uhr auf und durchsuchen sämmtliche Dörfer und erobern alle Waffen, welche sie überhaupt haben, denn wo wir gesucht haben, da liegt alles auf einen Saufen wie Kraut und Rüben und wenn wir jerade den Schinesen in die Hände bekommen der Waffen hat der be: tommt nicht bloß Blane Augen, sondern zuerst bekommt er Fünfzig mit einem Ochsenziemer dann kann er aber nicht mehr Amen fagen und sagen und dann wird ihm der Zopf abgeschlagen nähmlich mit ihre eignen Degen welche wir bei ihnen und finden diese sind meistens Acht Centimeter Breit da kann der Meister sich wohl vorstellen was das für Dinger find. Wir haben bis jetzt schon mindestens Einhundert Lanzen zwanzig Degen und einen ganzen Haufen Bistohlen und Gewehre und noch mehr so schöne Waffen. Geehrter Meister wir gehen hier den ganzen Tag mit Einhundertundzwanzig Scharfe Patronen herum und haben meistenteils umgeschnallt und des Nachts liegen wir Feldmarschmäßig in unsre Schüßengräben und erwarten immer einen Angriff von das hinters liftige Bad. Wir haben jetzt schon über Zwölf Wochen teine ose bom Leibe gehabt da lann der Meister sich wohl denten wie uns die Nippen im Leibe weh thuen aber alles hat seinen übergang. Das Essen ist hier auch