Nr. 47.
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Vorwärts
Berliner Volksblatt.
18. Jahrg.
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Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin"
Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.
Gesinnungsrohe Monarchisten.
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Sonntag, den 24. Februar 1901.
Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.
einer öffentlichen Angelegenheit monarchistisch zur Sprache, an denen außer dem Redner und seinen Wählern tein sich zu verzüden habe, und wann es die Ankunft Mensch interessiert ist. eines hohen aber berhaßten Gastes als reine Aus der einleitenden Rede des Ministers v. Thielen ergiebt Die Deutsche Tageszeitung", das Organ des Bunds der Land Familienangelegenheit schweigend zu übersehen sich, daß die Eisenbahn- Rente von Jahr zu Jahr gestiegen ist; sie ist in twirte, hatte einen bitterbösen Artikel über die Reise des Königs habe? Da tönnen Irrtümer leicht vorkommen und die Agrarier Breußen weit höher als in den übrigen Staaten. Die Schätzung der Edward nach Deutschland gebracht. Wir haben aus dem Artikel des haben in entschuldbarer Weise gefehlt, als sie auch diesmal- der alten Einnahmen ist in so vorsichtiger Weise erfolgt, daß der Etatsansatz auch Blatts einige Proben mitgeteilt, die derart antisemitisch- bissig waren, Gewohnheit gemäß durch die Reise eines getrönten Herrn fich politisch bei einer noch größeren Verschlechterung der wirtschaftlichen Nondaß der Chefredakteur der Deutschen Tageszeitung", Dr. Oertel, aufregen ließen. Man unterlasse es fünftig, für Monarchenreisen das junktur erreicht wird. Ein großer Teil der Rede des Ministers beficher die Anwendung der Prügelstrafe beantragt hätte, wenn der Voltsinteresse und die Volksgelder anzusprechen, man nehme die stand in einem Lob auf die Arbeiterfürforge der Regierung. Die Artikel in einem socialdemokratischen Blatte gestanden haben würde socialdemokratische Anschauung an und solche Mißverständnisse Löhne find angeblich wieder sehr erhöht worden, ohne daß gleichund einem andren Monarchen als dem König Edward gewidmet gefinnungsroher Monarchisten, die die zarten Nerven offiziöfer zeitig die an die Beamten im Außendienst herantretenden Angewesen wäre. Da hieß es z. B., daß ein der Ankunft gewidmeter Schreiber verlegen, werden ein für allemal vermieden werden. forderungen. größer geworden sind. Wie es in Wirklichkeit damit Gruß des Kleinen Hofjournals" höchstens geeignet sei, in einigen Uebrigens zweifelt wir nicht im mindesten daran, daß wenn steht, haben wir wiederholt nachgewiesen; wir haben an der Herrenkonfektions- Geschäften mit Hoflieferanten- Titel Hoffnungsfrohe plötzlich die Weifung gegeben werden sollte, es solle ein feierlicher Hand des amtlichen Materials ben Beweis dafür erbracht, Spannung zu erweden". In einem andren agrarischen Blatt er Einzug des Königs Edward in Berlin erfolgen, sofort wieder der daß es für Herrn b. Thielen nur einen Leitstern, die fchienen sogar plöglich die sonst üblichen stürmisch begeisterten, die ganze dynastisch- loyale Aufwand hervorgeholt werden würde und Erzielung möglichst hoher Ueberschüsse, giebt und daß aus diesem Straßen festlich füllenden Patrioten als Hurrapöbel und Maul- bie abseits stehenden Socialdemokraten als Reichsfeinde und Um Grunde die Löhne zahlreicher Arbeiterkategorien noch ungemein aufreißer". stürzler geschmäht werden würden. niedrig, die an sie gestellten Anforderungen hingegen unverhältnisNach diesen Kundgebungen erschien denn am Freitagnachmittag Ganz besonders unfein und anstößig aber ist es, daß die Note der mäßig hoch find. eine scharfe offiziöse Note in der„ Norddeutschen Allgemeinen Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" an das Gefühl appelliert und Trotz des glänzenden Bilds, das der Minister von den EisenZeitung", die also lautet: den Schmerz des Bruders über die schweren Leiden der Schwester bahnen entwarf, ist an Reformen im Interesse des Publikums nicht Seine Majestät der König von England gedenkt in den nächsten gegen die gefinnungsrohen Monarchisten ausspielt. Gewiß empfindet zu denken. Die große Mehrheit des Landtags will nament Tagen nach Deutschland zu reisen. Daß die Veranlaffung zu dieser jeder Gesittete menschliche Teilnahme mit einem leidenden Menschen- lich von einer Ermäßigung der Personentarife nichts wiffen. Reise des britischen Herrschers in dem schwer leidenden Zustand aber das Mitgefühl mit dem Schicksal eines Einzelnen verblaßt Das einzige, wofür diese Herren zu haben sind, sind fir ländliche Produkte. Gestand feiner erlauchten Schwester, Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich , naturgemäß völlig vor dem Mitgefühl mit dem von brutaler Gewalt weitere Ausnahmetarife liegt, ist leider nur allzu gewiß. Obgleich also der Besuch in Kron- und Uebermacht angestrebten Untergang eines ganzen tapferen Bolts. doch der Führer der Konservativen, Graf Limburg Stirum berg als Att brüderlicher Bietät einen rein familiären Es ist äußerst gefährlich, bei dieser Gelegenheit Gefühle erweden zu vor einigen Jahren ganz offen ein, daß er von billigen Tarifen nicht Charakter trägt, haben aber doch einzelne deutsche Blätter daraus wollen. Der Bruder, der über die Schwester trauert, weil sie von nur eine weitere Flucht der Landarbeiter aus den feeligen Gefilden ein politisches Ereignis zu machen gesucht, um sich in einer qualvollen Krankheit ergriffen ist, trägt doch zugleich auch ein Stück Ostelbiens, sondern auch ein Anwachsen der Socialdemokratie be giftigen Angriffen zu ergehen, welche auch Se. Majestät Verantwortung für die Greuel eines Kriegs, in dem keinerlei fürchte! Und genan wie die konservative Mehrheit, so ist auch die den Kaiser und König auf das tiefste verlegen Mitleid mit den Opfern grausamer Vernichtungs- und Unter- Regierung für Tarifreformen nicht zu haben. Zu wirklich durchmüssen. Es wird damit ein Grad von Gesinnungsroheit jochungssucht geübt wird. Nichts wäre so begreiflich, als daß schlagenden Reformen im Eisenbahnwesen gehört nicht mur, wie die verraten, der die schärfste Zurückweisung verdient." das Mitempfinden mit dem persönlichen Schmerz verhärtet Herren von der Linken betonen, eine völlige Trennung der EisenbahnUnfre braven Agrarier, die doch fast vor monarchistischer Ge- angesichts des ungeheuren Jammers eines zum Tode verurteilten finanzen von den allgemeinen Staatsfinanzen, sondern vor allem finnung bersten, find mun freilich in einer üblen Lage. Sie haben Bolis. Es steht den Federagenten unsrer herrschenden Klassen auch eine andre Busammensetzung des Hauses, damit die Regierung fich in einer Weise aufgeführt, daß ihre giftigen und gefimmungsrohen schlecht an, an die sentimentale Feinfühligkeit sich zu wenden, wo im fräftiger als heute daran erinnert wird, daß die Eisenbahnen in Angriffe, nach der Versicherung der Offiziösen, sogar den deutschen Leben der Völker schonungs- und erbarmungslose Kriegsführung als erster Linie ein Verkehrsinstitut find. Kaiser tief verlegt haben. Als der„ Borwärts" am 18. Januar einen höchstes Gesetz nicht nur geduldet, sondern gefordert wird. Gefimmingsgründlich toten Hohenzoller an der geschichtlichen Wahrheit maß, roheit und unmenschliche Fühllosigkeit gilt in der moralfreien Politit da war es die Deutsche Tageszeitung" und ihr Oertel- Dreistern, als realistische Weisheit, als unerläßliche Forderung staatsmännischer Gothein( frf. Bg) für die Bedürfnisse des reisenden Publikums die am wildesten gegen uns loszogen und uns, als außerhalb der Tüchtigkeit. Was sollen da die altmodischen Aeußerungen mensch ein, während vor allem der konservative Redner, Graf LimburgVerfassung stehend, den Anspruch auf unsre verfaffungsmäßigen licher Teilnahme für das private Leid eines Einzelnen... Stirum sich allen zeitgemäßen Reformen aufs entschiedenste Rechte versagten. Jetzt haben die Leute der Deutschen Tages- Die Kreuz- Zeitung" mahnte neulich die agrarischen England- widersette.zeitung" etwas viel Schlimmeres gethan, sie haben durch giftige anti- feinde, sich Mäßigung aufzuerlegen; die Sachlaged. h. die Rüdmonarchische Angriffe auf den Onkel des deutschen Kaisers diefen sicht auf den Zollgewinn gebiete solche Selbstbeschränkung. Auch Betition lebenden Hohenzoller aufs tiefste verlegt. Herr v. Rheinbaben heute wendet sich das Blatt mit frommem Augenaufschlag gegen die Die Petition der städtischen Behörden von Berlin wird nun wohl seinen von der Deutschen Tageszeitung" höchlichst agrarische Sippe und gegen die„ taktlosen und spizigen Bemerkungen, gebilligten Grundsatz bethätigen, daß antimonarchisch gesinnte Leute weder mittelbare noch unmittelbare Beamte sein dürfen, und wird jedem die Bestätigung versagen, der selbst Agrarier ist oder doch wenigstens Agrariern zuneigt.
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Dennoch ist die Lage der Agrarier noch weniger blamabel, als das Verhalten der liberalen bürgerlichen Bresse. Diese jubeln über den offiziösen Rüffel und benutzen die Gelegenheit, sich selbst als die allein echten Monarchisten in empfehlende Erinnerung zu bringen. Damit ein Grad von Gefimmungslosigkeit erreicht, der weit schlimmer ist als eine offiziös denunzierte Gesinnungsroheit.
Die Agrarier haben sich durch ihr Verhalten in einen tragitomischen Gegensatz zu ihrer sonst geheuchelten felsenfesten mon archischen Gesinnung gebracht; aber sie haben doch wenigstens einmal in diesem Fall die täuschende Larve vom Gesicht genommen. Unfre liberale Bourgeoisie aber fezt auch bei dieser Gelegenheit ihre loyale Heuchelei fort, ja überbietet sie noch, weil ihr die Konjunktur angesichts des junkerlichen Anfalls von Offenherzigkeit günstig zur Anpreisung ihrer Ware erscheint.
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die mit unverkennbarer Deutlichkeit gegen den erwarteten Gast gerichtet sind". Dagegen giebt die Deutsche Tageszeitung" mit unverkennbarer Freude die folgende Meldung der erzreaktionären " Dresdener Nachrichten" wieder:
In der Debatte, die am Montag fortgesetzt wird, traten nur die Abgg. Sänger( b. t. P.), Dr. Sattler( natl.) und
wohl- fechzehn
Gegen den Kornwucher.
gegen eine Erhöhung der Getreide- und Lebensmittelzölle ist mmmehr im Wortlaut festgesetzt und soll demnächst der Regierung zu gestellt werden. Die Grundlage der Petition bildet ein reiches statistisches Material. Indem für Berlin pro Kopf und Jahr ein Stonfum von 200 Kilogramm Roggen und Weizen angenommen wird, wird ein Verbrauch von 376,8 Millionen Kilogramm Brotgetreide " Diese offiziöse Kundgebung ist das Stärkste, was bisher an für die hiesige Bevölkerung festgestellt. Demnach würde jede Mart Brüstierung der öffentlichen Meinung geleistet 30II Berlin mit 38 Millionen Mart belasten. Die worden ist; sie ist geradezu ein Schlag ins Geficht für das ge- Mart zwölf Mart, von sieben Mark vierzehn Mark und von acht Mark direkte Belastung pro Kopf würde bei einem Zollsatz von sechs samte nationale Denken und Empfinden, wie es sich England sechzehn Mark pro Kopf betragen. Eine Vertenerung der notwendigen gegenüber im deutichen Volke äußert. Daß kein einziger wohl- unterhaltungsmittel, so wird dann ausgeführt, bedroht nicht nur gefinnter Deutscher daran denkt, dem Kaiser irgendwie persönlich die wirtschaftliche Lebensfähigteit, sondern auch die zu nahe zu treten, braucht nicht erst bewiesen zu werden, weil es Gefundheit der Bürger. Es wird dann der Zusammenhang der selbstverständlich ist; die gegenteilige Behauptung stellt sich Teuerung mit der Erhöhung der Sterblichkeit in gufammen Der Einfuhr als eine giftige", um mit der Nordd. Allg. 8tg." zu hang gebracht und ziffernmäßig zu belegen gesucht. reden, Insinuation dar. Das Recht einer fachlichen an Lebensmitteln ist dann die Menge der von Berlin ausgeführten nationalen Stritit aber wird sich die patriotische öffentliche Industrieerzeugniffe gegenübergestellt, da die Petition ja zugleich für den Abschluß langfristiger Handelsverträge eintritt. Meinung im Reich keinesfalls nehmen lassen, ohne Rücksicht auf Diese Industrie sieht die Deutschrift auch dadurch mitgefährdet, höfisch- dynastische Beziehungen, und wenn ein offiziöses Blatt es daß die dann laut werdende Forderung höherer Löhne die Konkurrenz wagt, dabei den nationalen Warnern und Wächtern Gesinnungs - unsrer Industrie mit dem Auslande schwächen wird." Im Interesse roheit" zu unterstellen, so ist das eine Ausschreitung der wirtschaftlichen Wohlfahrt", so schließt die Petition, der Boltsdes offiziösen Breßtojatentums, für deren richtige gesundheit, des fittlichen Gedeihens und des socialen Friedens richten Kennzeichnung es der parlamentarischen Sprache an geeigneten wir daher an das königliche Staatsministerium die ehrerbietige Bitte, Ausdrücken gebricht. nicht dazu beizutragen, daß höhere Kornzölle sowie andre Bölle auf unentbehrliche Lebensmittel in Deutschland eingeführt werden, jedoch für den Abschluß langfristiger Handelsverträge, wie sie zur eit fich fegensreich bei uns bewähren, mit seinem ganzen Einfluß einzutreten."
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In Leipzig haben am Freitagabend sechs große Boltsversammlungen gegen den geplanten Kornwucher Protest erhoben; fämtliche Versammlungen waren sehr start besucht. Von überaus start besuchten ntb vorzüglich verlaufenen Protestversammlungen wird ebenfalls aus Erfurt und aus Harburg gemeldet, wo die abgeordneten och und Beus sprachen.
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In Wirklichkeit ist nämlich der offigiöse Wischer ebenso taktlos wie ungehörig und unwirksam. Unfre Offiziösen haben gar kein Recht, sich darüber aufzuhalten, wenn ein Fürstenbesuch unter politische Betrachtungen genommen wird. Bisher hat allein die Socialdemokratie fonsequent die Auffassung vertreten, daß monarchische Diese Sprache sticht immerhin vorteilhaft von der höfifchen Heuchelei Visiten und Gegenvifiten reine Privatangelegenheiten der beteiligten der Kreuz- Beitung" ab, die in ihrem spekulativen BrotwucherPersonen sind. Daraus allein folgte schon, daß wir gegen jede Ber: monarchismus nicht würdiger sich benimmt, als die liberale wendung öffentlicher Mittel für solche Gelegenheiten protestieren Bourgeoisie, die durch Beteuerung der eignen ungegipften echtfarbigen mußten. Wenn wir das aber thaten man dente noch an den monarchischen Gesinnung und durch Denunziationen der auf dem legten Besuch des östreichischen Kaisers in Berlin so wurden wir Pfade der Loyalität schlimm geftrauchelten Agrarier auf der Höhe" beschimpft, mit Ausnahmegesezen bedroht und noch zudem als Einfluß zu erlisten sucht. Idioten ausgegeben, die durchaus nicht einsehen wollen, daß Fürsten - Die Socialdemokratie fann an solchen halb widerwärtigen, halb besuche öffentliche, das ganze Volk interessierende Angelegenheiten poffenhaften Zwischenspielen nicht achtlos vorübergehen. Auch in feien. diefer an fich belanglosen Rauferei zwischen den Offiziöfen für alles Wurde eine solche Haltung von unsren Ordnungsleuten und und den gefinnungsrohen" englandhassenden Agrariern kommen Patrioten in 99 Fällen eingenommen, so ist es durchaus verzeihlich, deutlich die Ränke und Schwänke zum Vorschein, mit denen die wenn konservative Leute im hundertsten Fall, wo die Regierung aus herrschenden Klassen in einem zu drei Vierteln absolutistischen Staat sehr triftigen Gründen einer Monarchenvifite auch den leisesten Schein ihre grob materiellen Geschäfte zu fördern suchen. einer öffentlichen Angelegenheit zu nehmen wünscht, wie in den 99 andren Fällen das Begebnis nicht als reine Privatsache, sondern als politisches Ereignis würdigen, ob auch nur in der indirekten Form, daß sie dem Besuch unter boshaften Anspielungen die politische Bedeutung absprechen. Ist es einmal als höchste Patriotenpflicht anerkannt, daß das Volt begeistert zu jauchzen und feenhaft d zu illuminieren habe, wenn es einem dynastischen Better Wie gut es die Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses beliebt, nach Berlin au reisen, so tann man ihm auch den verstehen, selbst die Debatte über an sich intereffante Stoffe lang- tann Vernunft und Wissenschaft nicht bestehen.- Anspruch nicht verweigern, gelegentlich gegen einen unwill- weilig zu gestalten, dafür liefert die am Sonnabend begonnene de sid tommenen Besuch zu demonstrieren, und man hat das Recht Beratung des Eisenbahnetats einen neuen Beweis. Nur wenige verwirkt, sich hinter den Schirm der privaten Angelegenheit" zu Redner verstanden es, allgemeine Gesichtspunkte in den Kreis ihrer flüchten und von da aus auf die Demonstranten au schimpfen. Betrachtungen zu ziehen und so wenigstens für furge Beit auf Wie kann das Volk wissen, wie foll es unter- merksame Zuhörer zu finden. Die meisten brachten ähnlich wie scheiden, wann es bei einem Fürstenbesuch als bei der Beratung einer Sekundärbahnvorlage Totale Wünsche
Die Beratung des Eisenbahnetat8.
Auch in die Kreise, wo sonst die reine Wissenschaft" herrschen In der„ Inter foll, trägt der Bollkampf seine erregten Wogen. nationalen Bereinigung für vergleichende Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre" sprach am 21. Februar, dem Stiftungstage der Vereinigung, Abg. Dr. v. Siemens über die wirtschaftliche Be deutung der Handelsverträge. Dr. Siemens behandelte sein Thema vorwiegend geschichtlich und ohne schärfere 8uspigung auf die Kämpfe der Gegenwart. Ein Rittergutsbesiger Beelig aber trat ihm mit dem Aufgebot des gesamten agrarischen Phrasenschwulstes ents gegen. Die Debatte sant alsbald von ernsthafter Sachlichkeit fast auf den Cirkus Busch- Ton herab. Bor dem Schreien der Notleidenden"
Die edlen Agrarier. Die Korrespondenz des Bunds der Landwirte unterschreibt vollständig den von uns aufgestellten Say: Niemand soll das Recht haben, eine Arbeitsfraft billiger zu erwerben, als zur menschenwürdigen Eristenz des Arbeiters not wendig ist."