Einzelbild herunterladen
 

Nr. 85.

Abonnements- Bedingungen:

W

Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnentent: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post Beitungs. Preisliste für 1901 unter r. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat.

F

Erfifzeink täglich außer Moutage.

Vorwärts

Berliner Volksblatt.

18. Jahrg.

Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Rotonet zetle oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereins­und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin"

Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

Das Ober- Agrarlicht.

I.

Freitag, den 12. April 1901.

Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

der christlich- agrarischen Monarchie, deren andres einer jüdisch- welt­poltischen Monarchie begeistert huldigt, sie beide behandeln in Leit­artikeln das Problem der Gemütsverfassung des Kaisers.

"

... Dagegen bedürfen bloße Gefühls- und Meinungsäußerungen des Monarchen, Proklamationen an das Volt, Regierungs programme und gar Danksagungen für Huldigungen, Beglück­wünschungen usw. feiner ministeriellen Gegenzeichnung.

und bedürfen daher, ebenso wie die Krankheiten, der heilenden Thätigkeit des Arztes", d. h. in diesem Falle der Staats­gewalt. Demnach sind die Zollforderungen der Agrarier voll­An volkswirtschaftlichen Autoritäten mangelt es den kommen berechtigt ufw. Die Kreuz- 8eitung" bon gestern Abend versteckte ihre Agrariern nicht, denn ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit Das ist ein typisches Beispiel der Ruhlandschen Agrar- Anteilnahme an der Gemütsbeschaffenheit des Kaisers in einer find sie, was die Ansprüche an ihre geistige Qualifikation logit. Leider nur ist seine Prämisse, daß steigende Getreide wundersam unschuldsvollen staatsrechtlichen Abhandlung über das ihrer Autoritäten anbelangt, außergewöhnlich bescheiden. Wer preise steigende Kultur, sinkende Getreidepreise fulturellen unverfängliche Thema:" Die Gegenzeichnung der Minister". Die den Grad einer Autorität erlangen will, hat nur anzuerkennen, Niedergang beweisen, nichts als eine leere Behauptung. In Abhandlung fließt bedeutungslos dahin, um erst zum Schluß zu daß die Landwirtschaft bei den jezigen Getreidepreisen nicht England stand z. B. die Tonne Weizen während der Jahre ihrem eigentlichen und auf einen besonderen Leser abzielenden bestehen kann, und daß deshalb die Preise entsprechend den 1821-40 durchschnittlich auf 260 m. pro Tonne, dann fant Sinn zu gelangen: Sie schreibt: Produktionskosten erhöht werden müssen, am besten durch der Preis stetig, bis er in 1891-98 den niedrigen Stand Verdoppelung der bisherigen Zollsäge und Festlegung dieser von 130 m. erreichte. Trotzdem fällt gerade in diese Zeit Verdoppelnngen durch einen Minimaltarif. Im Princip wird Englands blendende Entwicklung zur reichsten Weltmacht. zwar noch verlangt, daß, wer auf den Titel einer Autorität Anspruch erhebt, auch noch etwas vom land wirtschaftlichen Betrieb verstehen und eine gewisse Uebung in der Verrichtung primitiver landwirtschaftlicher Arbeiten, z. B. des Miftaufladens, haben muß. Jedoch gilt diese lette Forde­rung thatsächlich nur für solche Personen, die nicht von der Nüglichkeit möglichst hoher Getreidezölle überzeugt sind. Wer diese Ueberzeugung von vornherein hat, dem kann die Be­dingung einer Kenntnis landwirtschaftlicher Verhältnisse gänzlich erlassen werden, wenn er sein Manto auf praktischem Gebiet durch ein Plus auf geistigem Gebiet, d. h. durch Erdenken neuer landwirtschaftlicher Zölle auszugleichen vermag.

Nicht viel besser steht es um Preußen und Frankreich . Preußen hatte 1841-60 einen Weizen Durchschnittspreis pro Tonne von 190 M., hingegen 1891-98 trotz des weit höheren Zolls von nur 165 m., und zwar beginnt nach Herstellung des neuen deutschen Reichs die Senkung. Sicherlich wird niemand behaupten können, daß seitdem Deutschland in stetigem kulturellen Niedergang begriffen fei.

Selbst wenn wir, was Gott sei Dant nicht der Fall ist, in einem unbedingt und uneingeschränkt der konstitutionellen Schablone huldigenden Staate lebten, so wäre doch unserm Monarchen kein Schloß vor den Mund gelegt, das er nur in Gegenwart und unter Verantwortung eines Ministers öffnen dürfte. Der König von Preußen ist noch ein sehr wesentlicher Machtfaktor, seine persönliche Ueberzeugung, sein persönlicher Wille find Momente, mit denen staatsrechtlich und politisch gerechnet werden muß. Er ist kein roi fainéant( Sönig Nichts) der konstitutionellen Theorie, und ist nicht bloß der Name, unter dem die Parlamentsmehrheit die Staats­geschäfte führt; ihm ist nicht das Recht entzogen, seine individuelle Ansicht zu äußern; zumal wenn es ein Monarch ist, der mit dem Dichterfürsten von sich sagen kann: Mir gab ein Gott, zu sagen, wie ich leide.' Und daß dies so ist, das werden spätere Generationen vielleicht besser einsehen als die jetzige, die nicht weiß oder doch sich nicht immer so voll bewußt ist, was sie der festgefügten und machtvollen Krone von Preußen verdankt."

Man braucht sich nur diese Thatsachen vor Augen zu halten, um die Absurdität der Ruhlandschen Unterstellung mit der sofort seine ganzen weiteren Folgerungen fallen, zu er kennen. Gesetzt aber, die Getreidepreise wären wirklich ein Gradmesser der Kultur, so doch jedenfalls nur dann, wenn sich diese Preise aus dem natürlichen wirtschaftlichen Ent­die durch Zölle, Trusts, Hausse- Spekulationen hochgetrieben sind. Inwiefern ist übrigens das Sinken der Preise, also die Verbilligung der Produkte, eine Krankheitserscheinung, die ein Eingreifen der Gesetzgebung erfordert; und inwiefern folgt daraus weiter, daß die famose heilende Thätigkeit" in starten Journal"- die jüdische Kreuz- Beitung", welches zuerst und So bas eine Hofblatt. Das andre, das Ieine Zollerhöhungs- Pflastern zu bestehen hat? Kann nicht das allein die Worte des Staisers zum Vicepräsidenten des Herrenhaufes Mittel verfehlt sein?

So gelten denn auch die Herren Dietrich Hahn und Georg Oertel als zweifellose Autoritäten, obgleich sie in ihrer wicklungsstand ergeben, nicht aber künstlich gesteigerte Preise, Thätigkeit als Gymnasiallehrer und Bank- Archivar schwerlich Gelegenheit hatten, in die Geheimnisse der Kunst des Mist aufladens einzudringen. Indes als das höchste Licht auf dem Gebiet der Agrarökonomie können sie immerhin nicht gelten, auch Herr E. Klapper nicht, und selbst nicht Dr. Dade, der Generalsekretär des Deutschen Landwirtschaftsrats; die schönste Blüte am Kraut der Agrarwissenschaft, das ist Herr Dr. G. Ruh­

Vers

land, Professor der politischen Oekonomie an der Dominikaner - Solche müßigen Fragen existieren jedoch nicht für die Frhrn. v. Manteuffel veröffentlicht hat, erhebt sich entrüftet gegen Universität zu Freiburg in der Schweiz , Direktor des Inter Wissenschaft des Herrn Ruhland. Allerdings für später, die Schilderung der Kreuz- Beitung", die den Kaiſer fälschlich geschildert habe als einen Traurigen und nationalen Bureaus zur Regulierung der Getreidepreise und wenn erst einmal die nationale Entwicklung durch Redakteur der von diesem Bureau herausgegebenen Monat- genügend hohe Schutzölle" gesichert ist, plant Herr 3 weifelnden, als den duldenden und kummervollen lichen Mitteilungen", zugleich, wie er selbst ankündigt, zu- Ruhland noch ein weiteres Rettungsmittel: eine Nationali- Tasso, der die Worte spricht: fünftiger Errichter eines großartigen modernen Lehrgebäudes sierung des Kredits. Die Depositengelder sollen den Privat­der Nationalökonomie". banken, damit diese sie nicht zit Gründungen und zu Speku­

"

Die Thräne hat uns die Natur verliehen, Den Schrei des Schnierzes, wenn der Mann zuletzt Es nicht mehr trägt. Und mir noch über alles Sie ließ im Schmerz mir Melodie und Rede, Die tiefste Fülle meiner Not zu klagen:

-

Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, Gab mir ein Gott, zu sagen, wie ich leide." Das kleine Hofjournal wendet sich weiter gegen die Auffassung

Allerdings ist es auch bei Herrn Dr. Ruhland mit der lationszwecken verwenden können, entzogen und durch Ge­praktischen Kenntnis der Landwirtschaft nicht weit her. Wie währung entsprechender Prozente der umgestalteten Reichsbank er vor einigen Tagen in einer Richtigstellung" in der zugeführt worden. Diese hat darauf mit dem Geld die Ge­Deutschen Tageszeitung" selbst erklärt hat, hat er zwar als nossenschaften in Stadt und Land" zu versorgen, die rasch Jüngling in den Jahren 1879/81 versucht, sich als Bauer in jeder Gemeinde und in jedem Stadtbezirk" entstehen zu derselbständigen", doch nicht mit Erfolg. Dieses Malheur werden, und diese Kreditgenossenschaften wieder haben der Kreuzzeitung " in einer Heftigkeit, die nur zu erklären ist aus brachte ihn auf die Idee, daß er umsomehr zum landwirt dann das Geld ant den kreditbedürftigen Grundbesitz der Befürchtung besonderer Wirkungen ihrer Kaisercharakteristit. schaftlichen Theoretiker geeignet sei. Er beschäftigte sich und Mittelstand abzugeben. Aber nicht nach der Weise Es sagt: mit agrar ökonomischen Studien und suchte dann in den heutiger Streditanstalten, die Sicherheiten und Bürgschaften Nichts ist falscher und gefälschter als diese Auffassung. Kommissionen des Bundes der Landwirte die Wer den Kaiser bei seinen Ausfahrten in den Ostertagen beobachtet, wertvollsten Anregungen für den Ausbau eines mit welcher wer gestern wahrgenommen hat, Freundlichkeit und guten Laune der Herrscher seinen Gast, den wissenschaftlichen Agrarprogramms", um dann jungen Großherzog von Sachsen- Weimar empfing, wird vergeblich später dem Ruf der Dominikaner an ihre Lehranstalt nach suchen, die ganze Kunst des höfifchen Charakters" der Kreuz­Freiburg zu folgen. Beitung" zu ergründen, um mun einmal bei den Citaten aus Tasso zu bleiben. Aber selbst abgesehen von diesen Aeußerlichkeiten liegt dem Charakter unsers Königs nichts ferner als stille Resignation. Der Kaiser ist energisch, impulsiv- und seine Worte fönnen manchmal verlegen, wie es jüngst bei der Nede an die Alexandriner der Fall war. Tasso wüßte auch da= gegen ein Mittel.

"

verlangen und bankrotten Junkern auf ihre schönen Augen nichts pumpen. Bedingung ist vielmehr, daß all die sonder­baren Unterscheidungen zwischen Betriebskredit und Grund­kredit, zwischen langfristigem und kurzfristigem Kredit, zwischen Wechsel- und Hypothetarkredit, zwischen Personal- und Real­kredit und wie sie alle heißen, beseitigt werden". Jeder erhält ohne weiteres Geld, der Mitglied einer der Gesamt­organisation eingefügten Kreditgenossenschaft" wird und sich des Vertrauens wert zeigt.

-

die Kredit­

Daß den in der Wolle gefärbten Agrariern Herr Dr. Ruh­land größer erscheint als Herr Dade, kann man ihnen von ihrem besonderen Standpunkt kaum verdenken. Herr Dade operiert viel mit statistischen Belegen, ist nüchterner Zahlen­mensch, reserviert und fühl. Dagegen ist bei Herrn Ruhland Ein wunderschönes Projekt: allgemeine Organisation des von solchen in gewiffem Sinne anti- agrarischen Eigenschaften Kreditwesens- nicht zum besten der Allgemeinheit, sondern wenig zu spüren. Er befizt eine grandiose Phantasie, enorme zur Versorgung verschuldeter preußischer Junker und ver­Kombinationsgabe, huldigt in jeder Beziehung dem agra- krachter Mittelstandseristenzen mit den nötigen Moneten. Zu rischen Grundsatz, daß wenn man einmal beim Fordern ist, bedenken bleibt nur, daß- die Durchführungsmöglichkeit es auf eine Handvoll mehr nicht ankommt, und ist so dieses gediegenen Projekts natürlich vorausgesetzt- fehr von feiner Bedeutung überzeugt. daß er seine genossenschaften wohl bald bei der von Herrn Ruhland bloßen Behauptungen schon für die unumstößlichsten Beweise empfohlenen Praris der Kreditgewährung am Rande des hält. Auch darin zeigt sich seine Ueberlegenheit, daß ihm Bankrotts stehen werden, und daß dann die Depofiteneinleger, allein schon das Verlangen der Agrarier nach Zöllen als wenn ihnen der Verlust ihres Geldes droht, in der Beweis ihrer Notwendigkeit gilt, während Dr. Dade noch kapitalistischen Verhärtung ihres Gemüths keine Einlagen Hinweise und Tabellen über den Rückgang der Weizen- und mehr machen werden. Daran scheint Herr Ruhland gar Roggenpreise für nötig hält. nicht gedacht zu haben; doch wer kann immer gleich an Schriftstellerisch ist Herr Ruhland sehr produktiv. Erst alles denken, und zudem muß man nicht immer von seinem neulich hat er wieder zwei Schriften erscheinen lassen: Die Mitmenschen gleich das Schlimmste voraussetzen. internationale landwirtschaftliche Stonkurrenz ein kapitalistisches Bleibt nur noch eine andre Schwierigkeit. Die Ruh­Problem"( Verlag von Ernst Hofmann u. Co., Berlin ) und landsche Kreditorganisation vermag wohl die notleidenden Gegengutachten zu Prof. Dr. Conrads Stellung der land- Agrarier mit Geld zu versorgen, aber auf die Höhe der wirtschaftlichen Zölle in den 1903 zu schließenden Handels- Getreidepreise hat sie, wenn die auswärtige Getreidekonkurrenz berträgen Deutschlands "( Verlag der Raiffeisen- Druckerei, und die ihr zu Grunde liegenden Wirtschaftsverhältnisse be Neuwied ). stehen bleiben, recht wenig Einfluß. Indeß auch dafür weiß

"

"

-

Die Dichter fagen uns von einem Speer, Der eine Wunde, die er selbst geschlagen, Durch freundliche Berührung heilen konnte. Es hat des Menschen Zunge diese Kraft. Anläßlich jener Aeußerungen sind in der Preffe Angriffe gegen das Staatsoberhaupt erfolgt, welche nicht immer maßvoll waren; andre Organe haben den Monarchen nicht immer taktvoll berteidigt. Das ist Sache des Gefühls, der Ueberzeugung und des Parteistandpunkts. Freund und Feind und werden aber nicht leugnen können, daß Wilhelm II. felbft das Ausland erkennt dies unbedingt an­bie markantefte Persönlichkeit unsrer Zeit auf dem Herricherthrone ist, vielleicht gerade deshalb, weil er feine Meinung zu jeder Beit frei und umumwunden äußert. Das Bild einer solchen Individualität in den charakteristischen Konturen zu berwischen, ist ein strafbarer Versuch und man wird für denselben an der maßgebenden Stelle wenig Dank wiffen. In ein schiefes Licht gerückt, nehmen fich die Dinge anders aus; das Unterschieben einer thatsächlich nicht borhandenen Gemütsverstimmung führt zu einer falschen Beurteilung und um dies zu verhüten, gedenke man der Worte Tassos:

-

Es ist nicht flug, es ist nicht wohlgethan, Vorsäglich einen Menschen zu verkennen, Er sei auch, wer er sei

#

Es ist schwierig festzustellen, welches der beiden Blätter, ob die Kreuz- Beitung" oder das Kleine Journal" den Monarchenfultus beffer versteht. Sie befinden sich beide in einer Harmonie der Kaiserverherrlichung, die es den Hoffreisen nicht leicht erscheinen lassen kann, welches von ihnen das empfehlenswerteste sein mag. Um so weiter entfernen sich die Nivalen von einander in der Beurteilung der Gemütsverfassung ihres Helden.

Beide Schriften gehören eng zusammen, denn die zweite Herr Ruhland Rat. Er nimmt einfach an, daß, wenn erſt geht nur so nebenbei auf die Conradschen Ausführungen im einmal ein Bolt seine heilsamen Reformen durchgeführt hat, ersten Band der vom Verein für Socialpolitit herausgegebenen sich die Nachricht davon wie ein Lauffeuer über " Beiträge zur neuesten Handelspolitik Deutschlands " ein; die Erde " verbreiten und überall gleiche Einrichtungen zumeist bietet sie nur Belege zu den in der erstgenannten hervorrufen wird. Schrift aufgestellten Thesen. So ist das Problem der Rettung der Landwirtschaft In dieser behauptet Herr Ruhland zunächst, daß die glänzend gelöst. Höhe der Getreidepreise direkt proportional ist der Höhe der fulturellen Entwicklung" und deshalb das Sinken dieser Preise ein Zeichen des allgemeinen Niedergangs sei; bann stellt er einfach ein solches Sinken den Krankheiten des menschlischen Organismus gleich und folgert darauf weiter: Eine an­Die Kreuz- 8tg." hängt sich an die melancholische Alexandriner­dauernde Verbilligung der Getreidepreise fann nur in Ein eigenartiger Streit wird geführt um das wirkliche Rede von der gesunkenen Autorität der Krone und verherrlicht des dem Sinne etwas Natürliches sein, in dem dem auch Wesen des Kaisers, dessen Rätselhaftigkeit durch die Fülle der Kaisers Dulder Individualität, deren Größe in der alle Krankheitserscheinungen, die mit dem Tode enden, etwas Lösungsversuche nur immer rätselhafter geworden zu sein scheint. freien Aussprache der Leiden und lebel der Zeit liege. Nur Natürliches sind". Folglich müssen, so schließt Herr Ruhland, Bwei höfifche Blätter, deren jedes sich besonderen Einflusses in Hof Kirche und frommes Wesen möchte diese verkommene Zeit furieren fintende Getreidepreise etwas, widernatürliches" sein treifen und guter Unterrichtung aus Hoftreisen rühmt, deren eines fönnen 1

Politische Mebersicht.

Berlin , den 11. April.

Ein Streit um den Kaiser.