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Mr. 126.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

18. Jahrg.

Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Koloner zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins­und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin"

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ferusprecher: Amt I, Nr. 1508.

Die Gewerkschaftswoche.

Sonntag, den 2. Juni 1901.

Politische Uebersicht.

Berlin , den 1. Juni.

er

Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3.

Fernsprecher: Amt I. Nr. 5121.

An dem nämlichen Tage und von dem nämlichen Gericht wurde der Musketier Baasch wegen Fahnenflucht zu 7 Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes bestraft. Baasch war nicht an der Grenze verhaftet worden, sondern hatte sich freiwillig gestellt, nachdem er eine Zeitlang in Luxemburg gearbeitet Hatte.

Der Verband der Bergarbeiter hatte eine interessante willigt sehen will und sich nicht auch auf die Kompensationen ein­Diskussion über die Neutralität der Gewerkschaften, läßt. ohne daß es dabei zu ernsten Konflikten kam. Der Verband Soldatenmißhandlung. Aus Krefeld wird uns berichtet: Es war ein eigener Zufall, daß im Laufe der vergangenen Woche nimmt eine streng neutrale Stellung ein, wie es besonders Ein Soldatenschinder stand in der Person des Unteroffiziers alle Richtungen der Gewerkschaftsbewegung, fo- Redacteur Hue befürwortet. Bei den eigenartigen Verhältnissen Friedrich Langer vom 7. Westfälischen Infanterieregiment vor weit sie Bedeutung beanspruchen dürfen, Kongresse oder General- der Bergarbeiter, bor allem der Konkurrenz der christlichen dem Kriegsgericht in Düsseldorf . Die Beweisaufnahme ergab, Hue versammlungen abhielten. wohl mit Recht darauf So konnten einerseits die Gegen Organisation, fann hin- daß in seine Untergebenen brutaler Weise mißhandelt fäße, welche die einzelnen Richtungen trennen, in aller Deutlichkeit weisen, daß gerade unter dieser Führung die besten Er- hatte. Schläge mit der Faust und mit der slopfpeitiche hervortreten; aber es wäre ein einseitiges Urteil, wenn wir nicht folge erreicht wurden. Der Angriff richtete sich auch mehr gegen waren gang und gäbe. Den Dienst richtete er oft so ein, daß die Mannschaften weder Morgenkaffee noch Mittagessen auch betonen wollten, daß andrerseits viel Gemeinsames, das eine Uebertreibung der neutralen Stellung, weshalb nach gründlicher erhielten und drohte dann seinen Leuten noch, daß er jeden durch die gleichartige wirtschaftliche Stellung der Arbeiter bedingt ist, Aussprache der bisherige neutrale Standpunkt beibehalten wurde. niederschlagen werde, der eine Beschwerde anbringe. Schließlich sich stark bemerkbar machte. Aus der Betrachtung der vielen und so verschiedenen Kongreffe fam doch sein Treiben zur Kenntnis seiner Vorgesetzten. Langer So hat vor allem die wirtschaftliche Stellung der Arbeiter die geht deutlich hervor, daß die Gewerkschaftsbewegung ihre Positionen flüchtete nach Belgien , wurde aber an der Grenze verhaftet und Entwicklung der christlichen tatholischen Gewerk- neuerdings weiter gefestigt hat und ihren Einfluß im wirtschaftlichen zurücktransportirt. Er wurde wegen Fahnenflucht und Mißhandlung schaften, die in enger Verbindung mit dem Centrum stehen, Leben zu starker Geltung zu bringen weiß. mit 6 Monaten und 1 Woche Gefängnis bestraft. Gleichzeitig wurde er degradiert. immer mehr dazu gedrängt, die Erwägung befferer Arbeits­verhältnisse zu einer wichtigen Aufgabe zu machen. Der Streit hat für die Arbeiter dieser Gewerkschaften nicht mehr das ihnen bisher eingeflüsterte Verabscheuungswürdige, fie betrachten ihn nicht mehr als ein Vorgehen gegen die heutige Ordnung, vielmehr haben fie in den letzten Jahren manchen Konflikt ausfechten müssen und An den internationalen Friedensscherz find dabei nicht selten in harten Gegensatz mit Unternehmern ge- im a ag erinnert jest Graf Bülow, indem er endlich dem kommen, die zu ihren religiösen und politischen Freunden Bundesrat und dem Reichstage die Konventionen und Er­gehören. Daß Centrum diese Entwicklung angenehm tlärungen, die das Ergebnis" jener seltsamen Konferenz Aus München wird uns geschrieben: bilden, vorlegt, nämlich an Konventionen 1. zur friedlichen Er­ der Versuch Durch unsre durchaus objekektive Darstellung über die gegen­ist, erscheint ganz ausgeschlossen, und ledigung internationnler Streitfälle; 2. betreffend die Geseze und wärtige Situation des Centrums in Bayern ( Nr. 122 des Vorwärts") autoritärer Seite, eine andre Richtung zu weisen, ist Gebräuche des Landkriegs; 3. betreffend die Anwendung der Grund- fühlt sich das Hauptorgan der genannten Partei sehr gekränkt. Die von keinem durchschlagenden Erfolg begleitet gewesen. Auffallend fäße der Genfer Konvention vom 22. August 1864 auf den See Neue Bayr. 8tg." sagt, das Centrum habe sich 1879 bei Einführung war auf dem Kongreß dieser Gewerkschaftsgruppe, die in Krefeld frieg; an Erklärungen 1. betreffend das Verbot des Werfens der Getreidezölle und 1887 bei deren Erhöhung von tagte, die geringe Vertretung der Geistlichen, die sonst auf diesen von Geschossen und Sprengstoffen aus Luftschiffen oder auf auf fünf Mart in einer ebenso unangenehmen, wenn nicht Kongressen den Ton angaben; die Führer waren Leute aus dem andern ähnlichen neuen Wegen; 2. betreffend das Verbot noch schwierigeren Lage befunden, als heute. Trozdem habe Arbeiterstande. 8war sputten die Differenzen über das Lossagen von Geschossen, die sich leicht im menschlichen Körper ausdehnen oder man damals auch nicht ein einziges Mandat eingebüßt und man werde sich auch aus der gegenwärtigen Situation herausfinden von der politischen Partei und Geistlichkeit noch fort, aber der plattbrücken. Die Abkommen und Erklärungen sind, so wird mitgeteilt, von( mit Gottes Hilfe herauslügen", pflegte der selige Windhorst zu Rongreß hat mit Geschick vorläufig den Konflikt beigelegt und die Frage möglichst umgangen. So viel scheint sicher, daß eine Ge- den Staaten, deren Vertreter fie unterzeichnet haben, mit Aus- fagen). Ge- nahme Chinas , Luxemburgs , Serbiens und der Türkei , rati- Man kann es verstehen", sagt das Blatt, daß vom social­wertschaftsbewegung, abgesondert von den rein religiösen katholischen fiziert worden. Die Ratifitationsurkunden sind im Haag hinter demokratischen Standpunkt aus, der weder das Princip ausgleichender Vereinen, wie sie sich hier in der Entwicklung befindet, vom katho- legt worden. Gerechtigkeit anerkennt, noch allen denen, die nicht auf das rote lischen Klerus oder der Centrumspartei nicht mehr unterdrückt werden Brogramm schwören, Eristenzberechtigung zugestehen will, ein Aus­tann. Es ist nicht zu leugnen, daß diese Bewegung Fortschritte gemacht hat, weg nicht, oder nur schwer zu finden sein würde. Aber christliche sie hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens weit die Hirsch- Dunckerschen Bauern und christliche Arbeiter handeln doch nicht nach socialistischen Vereine überflügelt und mit einer gewissen Ueberhebung erklärte ein Grundsätzen". Redner: Wir wollen nicht in die Bahnen der Hirsch- Dunckerschen Vereine einlenten; mit der Unterstügungsfrage sei die Auf­gabe der Gewerkschaft nicht erledigt."

dem

bon

Wie groß die Gegensätze in der Beurteilung der Gewerkschaften unter den Anhängern des Centrums sind, das bezeugt der ablehnende Standpunkt, den der Verbandstag der katholischen Arbeitervereine für Nord- und Ostdeutschland ein­nahm. Es sind das Vereine mit großem Anhang aus dem Klein­bürgertum, die einen rein religiösen Zweck verfolgen. Hier fand die Gewerkschaftsbewegung nur laue Befürworter, vor allem aber die neutrale Richtung eine entschiedene Absage. Es ist das die Richtung, die auch in Berlin einige Versuche mit Gewerkschaftsgründungen machte, aber nur Sektionen innerhalb der katholischen Vereine bildete.

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Es ist gewiß recht unrecht, daß die chinesische Regierung diese interessanten Aftenstücke friedlicher Europäergefinnung und humanen Kriegsführungsabfichten nicht ratifiziert hat. Sonst hätte sicherlich das vereinigte Kultur- Europa in China nicht ebenso von vornherein vorsichtig aus der Friedenskonferenz" ausgeschlossen gehaust wie das allercivilisierteste England in Transvaal , das man

hatte.

Kaiserlicher Besuch. Lord Roberts wird, wie den Berl. Neuesten Nachr." berichtet wird, als Gast des Kaisers an den diesjährigen großen Manövern teilnehmen. In seiner Begleitung werden sich noch zwei andere höhere englische Offiziere befinden.

Hoffentlich halten die Alldeutschen ihre gesamten Epileptiker in gutem Gewahrsam, daß es ohne Laschenwurf oder sonstiges Atten­tätchen abgeht.

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Der Börsenausschuß zur Beratung einer Reform des Börsen­gefeges ist zum 11. Juni einberufen worden. Vogelschutz- Abkommen. Der Reichstanzler hat dem Nicht so glücklich in der Beilegung ihrer Differenzen wie die Bundesrat den Entwurf zu einem internationalen Abkommen, Der Entwurf ist das Katholischen waren die von der evangelischen Fakultät betreffend den Vogelschuß, zugehen lassen. Eine besondere Gewerkschaftsbewegung giebt es hier nicht, wohl aber Ergebnis eines im Juni 1895 zu Paris zusammengetretenen Son tagte ein sogenannter Arbeitervereinetag in Speyer , den die gresses, an dem sich Deutschland , Belgien , Frankreich . Griechenland , Großbritannien , Italien , Luxemburg , Monaco , die Niederlande , Gewerkschaftsfrage auseinandertrieb. 8war hatte man sich Destreich- Ungarn , Portugal , Rußland , Schweden und Norwegen , in dieser Korporation in dem Jahre vorher mit einigen Sympathie- Spanien und die Schweiz beteiligt haben. Dem Entwurf in seiner fundgebungen für die Gewerkschaften etwas zu gute gethan, aber jetzigen Gestalt haben die beteiligten Staaten zugestimmt, und die man hoffte nicht, daß jemand die Sache ernst nehmen würde. Als französische Regierung hat angeregt, daß das Abkommen von den aber nun Herr Naumann dennoch zur That überging, und für Vertretern der beteiligten Mächte in Paris vollzogen werden solle. die Gewerkschaften Propaganda machte, erhoben sich die Inter­essenten des Unternehmertums und schieden von denen, die ein wenig mehr als falbungsvolle Reden für die Arbeiter aufwenden wollten. Für die Gewerkschaftsbewegung hat das Ereignis keine Bedeutung, es zeigt nur die Jämmerlichkeit der evangelisch- socialen

Arbeiterfreundlichkeit.

Auch bei den Hirsch Dunderichen zeigte sich der Geist der Rebellion, der nur mühsam nochmals von den Alten" unter­drückt wurde. Die Organisation stagniert, das sehen die Arbeiter schließlich auch ein, weshalb fich gegen die verknöcherte, bureaukratische Verbandsleitung ein starker Unwille bemerkbar machte und nicht viel hätte gefehlt, so wäre eine der bedeutendsten Einrichtungen dieser Organisation, der Nevers , der aus politischer Angstmeierei, um die Socialdemokraten von den Vereinen fernzuhalten, eingeführt wurde, der Opposition zum Opfer gefallen. Die Frist ist um drei Jahre verlängert.

Die Reichspostmarke. Wie die Nationalliberale Korrefp." aus Württemberg erfährt, hat die von seiten der dortigen Boltsvertretung gegebene Anregung zur Schaffung einer einheitlichen deutschen Reichspostmarke den Erfolg gehabt, daß ein darauf bezig und der württembergischen Kammer so bald als möglich vorgelegt licher Gesezentwurf in Ausarbeitung begriffen ist

wird.

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"

Das Centrum in Nöten.

achtens flüger gethan, zu schweigen. Denn, wie es der Teufel nun Das christliche Blatt hätte nun unsres unmaßgeblichen Gr­einmal will, erschien just zur gleichen Zeit mit dem eben citierten Artikel weiteres Material, das unsre Behauptungen durchaus bestätigt. In der vom 1. Juni datierten Nummer 22 des schon erwähnten Bauer", eines Blatts, das man in der christlichen Redaktion höchst merkwürdigerweise gar nicht zu fennen scheint, be findet sich ein sehr interessanter Artikel: Erlebnisse und Be­trachtungen". Da wird in Bezug auf die Getreidezölle wörtlich gesagt:

" Nun, ich glaube, es soll was werden, ich glaube nicht, daß vom Centrum einer umfällt in der Forderung der gleichen Ber­zollung der vier Getreidearten nach dem Mindestzoll von 6 Mart, denn sonst sag ich auch mit dem Bündlersmann wär's gefehlt, besonders für den Umgefallenen."

Gezeichnet ist der Artikel mit H. O.; man geht also wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß Herr Offizial Osel, eine mächtig vorwärts strebende jüngere Centrumsgröße, sich damit in Er­innerung brachte. Die Oselschen Drohungen werden aber erst recht verständlich, wenn man sich erinnert, daß Herr Dr. Heim fürzlich im Rheinland erzählte: Die bayrischen Bauern sehen sich zuweilen in München mit den Abgeordneten zusammen und wenn sie nicht in ihrem Sinne stimmen wollen, so schlagen sie ihnen die Knochen entzwei."

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fatholischen

Bodspringe der

wir gestatten

uns,

So handhaben also die christlichen Bauern das Princip ausgleichender Gerechtigkeit" unter dem Beifall der führenden Parteipreffe! Wenn nun aber die N. Bayer. 8tg." stola bemerkt, das Centrum sei 1879 und 1887 trop feiner Brotwucherpolitik ungestraft davon gekommen, so vergißt sie eben, daß es damals noch keine Arbeitervereine gab. Und das geschägte Organ wiederholt daran zu erinnern, daß es die chriftlichen Arbeiter denken über die agrarierfreundlichen seinen Lesern noch immer gewerbsmäßig unterschlägt, wie ultramontanen Presse und Neubayrischen entstellte 2ügengewinsel der Das bißchen Socialreform, das in der vom Reichstag be- das schloffenen Gewerbegerichts- Novelle liegt, erregt den heftigsten und ihrer großagrarischen Hintermänner. Daß in den Reihen der bes Unternehmertums. Wohlgefällig teilen die Berliner Centrumsabgeordneten selbst Bedenten gegen den agrarischen Brot­Neuest. Nachr." mit: wucher bestehen, ist ganz zweifellos. Weshalb würden sich denn " Die Bewegung gegen die Reichstags- Beschlüsse über die sonst zwei so vortreffliche Männer wie die Herren Osel und Dr. Gewerbegerichte schreitet unausgesezt fort. Außer in Rheinland - eim so erhizen?- Westfalen ist nun auch in dem zweiten Industriemittelpunkte des Reichs, im Königreich Sachsen, der Kampf dagegen erwacht. Wirts Die Typhusepidemie in der Garnison Metz , die sich bisher schaftliche Vereine, Handelskammern, Industrielle richten in großer auf das 2. Bataillon des 8. bayrischen Infanterie- Regiments be Anzahl, zum Teil in Gruppen, zum Teil einzeln Eingaben an die sächsische Regierung des Inhalts, daß sie im Bundesrate den Reichstags- Beschliffen ihre Zustimmung versagen möge. Das gleiche gilt von den kleineren thüringischen Staaten. In Sachsen­Altenburg, in Weimar , in Koburg bäumt sich die Industrie gegen das Gesetz auf. Das gleiche gilt von den großen Centralstellen der deutschen wirtschaftlichen Verbände. Dem Centralverband ist nun auch der deutsche Handelstag gefolgt und hat seine socialpolitische Kommission damit beauftragt, die Angelegenheit einer erneuten Prüfung zu unterziehen und seine Bedenken gegen das Gesetz dem Reichskanzler zur Kenntnis zu bringen."

Bon den freien Gewerkschaften hielten fünf Verbände ihre Generalversammlungen ab. Sie widmeten ihren Beratungen meist dem Ausbau innerer Einrichtungen. Die Beitragserhöhungen wurden allgemein mit einer dementsprechenden Aufbesserung der Unterstügungssätze in Einklang gebracht. Die Bildhauer erhöhten ihren Wochenbeitrag von 50 auf 65 Pf. Die Töpfer führten eine Strantenunterstügung ein. Der Verband der Meta II­arbeiter nahm eine Aenderung der Organisation vor. Er führte eine Decentralisation durch die Ganeinteilung herbei. Man hofft Dieselben Unternehmergruppen, die also gegen eine winzige durch diese Abgrenzung in größeren Bezirken und Anstellung Reform zu Gunsten der Arbeiter wühlen, pflegen zu rühmen, daß geeigneter befoldeter Beamten als Vorsteher dieser Gaue die Agitation fie voll und ganz auf dem Boden der kaiserlichen Februarerlasse" und die Verwaltung zu erleichtern. Die gleiche Einrichtung haben stehen, in denen weit umfassendere Reformmaßnahmen angekündigt die Bergarbeiter eingeführt, die bei den Buchdruckern und worden find als die wahrlich geringfügige Novelle zum Gewerbe­Holzarbeitern schon längere Zeit besteht. Die persönlichen, un gerichtsgesetz.- liebsamen Debatten, die dem Verbandstag der Metall­Für Diätenbewilligung an den Reichstag spricht sich auch arbeiter mehr Zeit entzogen als dienlich war, werden der konservative Dr. v. Buchka, der frühere Kolonial­in ihrer Nachwirkung hoffentlich keine Schädigung der Organisation direktor, in der" Juristen- Zeitung" aus. Der Reichsbote" be bringen. dauert, daß sein konservativer Parteifreund so schlechthin Diäten be

schränkte, hat nun, Mezer Blättermeldungen zufolge, auch auf das 1. Bataillon des preußischen Infanterie- Regiments Nr. 174 über­gegriffen. Es seien von demselben bereits sechs Typhuskranke in Behandlung. Das Kasernement des Bataillons liegt bei der Dragonertaserne auf dem Moselfort.

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Die Diftatur in Elsaß- Lothringen . Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben:

Gegenüber den verschiedenen Dementis, welche die diesbezügliche Meldung des Mezer Lorrain" in der offiziösen Presse Altdeutsch­jüngsten Aufenthalts in Lothringen zu einer längeren Besprechung lands erfahren hat, lassen die von Kaiser Wilhelm anläßlich seines jüngsten Aufenthalts in Lothringen zu einer längeren Besprechung der politischen Verhältnisse des Landes herangezogen und auch durch Ordensverleihungen ausgezeichneten Herren Staatsrat Jaune z und Baron de Schmid durch den Mund der ihnen nahestehenden Presse berkünden, der Kaiser habe sich thatsächlich im Sinne der Aufhebung des Diktaturparagraghen aus­gesprochen und auch die Erleichterung des Aufenthalts französische Offiziere in Elsaß- Lothringen befürwortet. Selbstverständlich seien di diesbezüglichen Maßregeln nicht schon morgen zu erwarten, da de