Nr. 174.
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Erscheint täglich außer Montags.
Vorwärts
Berliner Volksblatt.
18. Jahrg.
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Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin"
Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2.
Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.
Proletarier, Parteigenossen!
tarif!
Sonntag, den 28. Juli 1901.
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Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.
Machtfaktoren verschoben sind, hat doch bisher noch immer Selbst das hochschutzöllnerische Frankreich , das 1892 das Junkertum schließlich seine Ansprüche durchgesetzt, auch in einen allgemein als überspannt geltenden Generaltarif einallerlegter Zeit das zeigt der Sturz Caprivis, die wunder- geführt hat, der es wiederholt in schädigende Zollkriege bermag also mit Deutschland nicht in Unterschreibt die Petitionen gegen den Wucher- schöne Historie vom Kampf um den Mittelkanal und jetzt verwickelte, wieder der veröffentlichte Zolltarif- Entwurf. Im wesentlichen der Belastung der Nahrungsmittel zu rivalisieren. gebietet doch noch immer das Junkertum über die amtlichen Der veröffentlichte Zolltarif- Entwurf ist nichts als ein Machtmittel des preußischen Staats, und es versteht diese Attentat auf die Lebenshaltung der deutschen Arbeiterschaft: Mittel trefflich zu benüßen, rücksichts- und skrupellos, ohne ein Attentat, das alle jene mühsam erkämpften Verbesserungen Sentimentalität und Prüderie, im Gegensatz zu jenem libe- zu vernichten droht, die sie sich in den legten Jahrzehnten ralen Hausphilistertum, das eben jetzt wieder seine völlige errungen hat. politische Unzurechnungsfähigkeit durch die Wahlenthaltung in Memel beweist.
Verbreitet ungesäumt Flugblätter! Nieder mit dem Wuchertarif!
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Der Triumph der Junker.
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Der zollpolitische Nachezug.
Das Ereignis des Tages ist die Veröffentlichung des Allerdings nicht ganz allein dem Druck des ostelbischen Bolltarif Entwurfs; doch beschränken sich fast alle Blätter Grundadels ist der neue Zolltarif zu danken. Wie schon die Die Berliner Morgenblätter hatten durchweg zur Grundlage darauf, den von uns in der ersten Beilage der gestigen Nummer einfache Thatsache beweist, daß eine Reihe Zölle beträchtlich ihrer Betrachtungen über den Zolltarif den sehr tendenziös abgedruckten„ Entwurf eines Zolltarifgesetzes" zu veröffent- erhöht sind, die nur als Finanzzälle in Betracht kommen, wie zurecht gemachten Auszug der„ Norddeutschen Allgemeinen lichen und ihm den von der Norddeutschen Allgem. 3tg." ge- 3. B. die Erhöhung des Bierzolles von 4 auf 6 M., des Beitung" benutzt, der fast nur die bereits bekannten Agrarzölle entzurecht gemachten Auszug der„ Norddeutschen Allgenteinen brachten, manche wichtige Aenderungen unberücksichtigt laffenden Petroleumzolls von 6 auf 10 Mart, fprechen gewichtige hielt. Die Blätter haben deshalb die enormen Erhöhungen anderer Auszug aus dem Zolltarif, vielfach noch verkürzt, folgen zu fiskalische Gründe mit. Die stetig steigenden An- Agrarzölle nicht berücksichtigt, die wir auf Grund des Studiums des lassen. Ein näheres Eingehen auf die einzelnen Aenderungen forderungen des Militarismus, das China Abenteuer, vollständigen Entwurfs gestern mitteilten: Auf Mehl, frisches und wird kaum versucht, und das ist in Anbetracht der Aus- die Flotten- Romantik, sie haben sie haben die Reichsfinanzen getrocknetes Obst, trodenes Gemüse, geschlachtetes Federvieh, Hülsendehnung des vom Reichs- Anzeiger" als„ besondere Beilage" zerrüttet, und um die Löcher im Reichs- Finanzbeutel aus. früchte, Hopfen,( geradezu ein Kampfzoll gegen Oestreich), Wein, Branntgebrachten Entwurfs leicht begreiflich. Der Entwurf flicken zu können und neue Mittel für die in Aussicht wein, Graupen, Gries, Petroleum. Heute holt die Norddeutsche umfaßt nicht weniger als 167 Seiten mit 946 Positionen, und stehende Flottenvermehrung zu erlangen, muß Geld geschafft Allg. 3tg." übrigens das Versäumnis nach. Das offiziöse Blatt nur der Gesezentwurf zum Tarif lehnt sich in Form und Ein- werden. Und welches Mittel entspräche wohl den schönen wollte offenbar allmählich die öffentliche Meinung gewöhnen teilung an das geltende Gesetz an; dagegen hat die Anlage Traditionen besser, als die stärkere Bollbelastung des Konsums und nicht die ganze Ungeheuerlichkeit auf einmal preisgeben. des Zolltarifs selbst eine völlige Veränderung erfahren. Die der großen Masse. Der Entwurf ist thatsächlich auf die Weise zu stande gekommen, Anordnung der Positionen nach alphabetischer Reihenfolge ist Immerhin enthält selbst unter diesem Gesichtspunkt die daß man den Interessenten aller Art die maßlosesten Forderungen aufgegeben und durch eine systematische ersetzt worden, und enorme Erhöhung der Zölle auf Brotgetreide, Schlachtvieh, bewilligt hat auf Kosten des von allen geprügelten Proletariats, zwar eine zum Teil recht willkürliche, so sind z. B. Linoleum Fleisch, Obst, Butter, Eier, Käse usw., etwas Unverständliches. dessen Vertreter man freilich auch nicht zu den Vorberatungen heranTeppiche in der Rubrik" Tierische und pflanzliche Spinnstoffe Sie ist nur begreiflich, wenn man an leitender Stelle zu der gezogen hat. Daneben aber zeigt der Entwurf auch ganz deutlich die und Waren daraus" zu suchen, und im Abschnitt XIX find Absicht gekommen ist, den focialreformatorischen finanzielle Klemme des Reichs. Nicht nur die Rücksicht auf die die Uhren" den Feuerwaffen" angereiht. Traum völlig fahren zu lassen und jene Richtung Produzenten, sondern auch das Interesse der Reichstasse hat diese weiter zu verfolgen, welche die Zuchthausvorlage und die tollen Zollfäße diftiert. Das geht namentlich aus der enormen BeUnterordnung der Regierung unter die Diktatur des Central- Steuerung gewisser nicht im Inlande produzierter Gemüse- Artikel verbandes deutscher Industrieller" so schön eingeleitet hat. hervor; vermutlich will man mit dieser Besteuerung des Lugus beWerden die im Entwurf festgesetzten Zölle auf Nahrungs - weisen, welch' gutes Herz man für die Armen hat, aus denen man und Genußmittel auch nur zum Teil Gesetz, dann erlangt das Hunderte von Millionen preßt, weil man ja auch ein paar Tausende gepriesene klassische Land der Socialreform" die einwands- aus dem feinen Tafelverbrauch", aus teuren Weinen und Delikatessen freieste Berechtigung auf den Titel des Landes der herauszieht. höchsten Wucherzölle". Kein Land Europas , weder Frankreich , noch Belgien , noch Destreich, noch das halbbankrotte Rußland und Spanien fennt eine solche Belastung des Verbrauchs der ärmeren Schichten.
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Diese Gruppierung erschwert den Vergleich zwischen den bestehenden und geplanten Bollfäßen, zumal gleichzeitig eine weit größere Specifikation der Artikel stattgefunden hat. Dazu tommt ferner noch, daß auch, was den Zollmaßstab anbetrifft, manche Veränderungen vorgenommen sind. Für einzelne Artikel, von denen bisher Stückzölle erhoben wurden, z. B. Ochsen, Schweine, sieht der neue Tarifentwurf Gewichtszölle vor, während bei andren Waren wieder verschiedene ZollDie Wirkung der Veröffentlichung dieses Zollwucher- und säge in Anwendung kommen, je nach Art der Verpackung 2c. Bollfrieg- Tarifs war derart, daß bereits die Offiziösen abzuwiegeln Alle diese Veränderungen verhindern natürlich eine schnelle bemüht sind. Hatte schon die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" die Uebersicht; manche Säße des neuen Tarifs, die beim ersten Veröffentlichung mit der Entschuldigungsklausel eingeführt, der EntVergleich kaum wesentlich erhöht erscheinen, ergeben bei Nachstehend geben wir nochmals eine genauere Auf- wurf sei ja nicht endgültig, so beteuerte die Reichsofficiöse heute näherer Prüfung der veränderten Klassificierung recht beträcht- zählung der wichtigsten geplanten Zollerhöhungen auf Lebens- bereite, der Entwurf werde in dieser Form nicht die Zustimmung liche Unterschiede. Es bedarf deshalb eines gründlichen mittel( mit Ausschluß der Getränke), denen wir zum Vergleich des Bundesrats finden. Sehr möglich: es fehlen ja in diesem EntStudiums, ehe eine eingehende sachliche Kritik der den die Zollfäße des jezigen Vertrags- und allgemeinen Tarifs, wurf, den die deutsche Ministertonferenz im Juni festverschiedenen Industriegruppen eingeräumten Zölle möglich ist. sowie die betreffenden Zollfäße Oestreichs und Frankreichs gestellt hat, noch einige Zölle, wie der von der Kreuz- Zeitung " und Was aber beim ersten Vergleich sofort flar hervortritt, hinzufügen, und zwar die Säge der Generaltarife der Deutschen Tageszeitung" inbrünstig begehrte Kartoffelzoff. das ist eine wesentliche Erhöhung der Zoll- beider Länder, nicht des Minimal- und Vertragstarifs, die Vermutlich wird der Bundesrat bei der Aenderung auch diese Wünsche Sägeber sätze fast auf der ganzen Linie, sowohl der Industrie-, als bedeutend niedriger sind, vielfach um über 50 Proz.
der Agrarzölle, speciell aber der letzteren. Es ist nur allzu gerechtfertigt, wenn in der Freude des vorläufigen Triumphs die agrarisch- antisemitische Staatsbürger- Zeitung" die von der agrarischen Presse befolgte Taktik der fühlen Reserve mit dem Ruf durchbricht:„ Mit diesen Entwürfen berläßt die Regierung endlich die Wege des unseligen Caprivism us."
Nahrungs- und Genußmittel. ( Wo nicht Näheres angegeben, versteht sich der goll
Artikel
Das Junkertum hat thatsächlich im ersten Angriffsgefecht gefiegt. Die Lebenshaltung der deutschen Arbeiterschaft, die Interessen des deutschen Handels und der Schiffahrt, die Eristenzfähigkeit großer Teile der deutschen Exportindustrie: Roggen sie sind von seiten der Regierung als zu leicht, als zu wertlos Weizen befunden worden gegenüber den Ansprüchen und Wünschen Gerste des oftelbischen Juntertums auf Erhöhung seiner Einkünfte. Hafer. Vergebens gewesen ist die von gewissen Streifen des Handels Gerstenmalz. und der Schiffahrt befolgte Taktik, ihre Sache auf Hinter- Ander. Malz. treppen Einflüsse zu stellen, vergebens auch die Politik, den Reis schönredenden Kangler als modernen, mit den Erfordernissen Hülsenfrüchte des Wirtschaftslebens vertrauten Weltmann zu feiern und ihn, wie den Kaiser, zu Stapelläufen, Segel- Regatten und anderm Hopfen... Gemüse, ge Marinesport einzuladen.
Buchweizen
Weintrauben.
Käfe
aapinag
per Doppelzentner.)
Bisheriger
8888 Vertrags- Bol
Bisheriger deutscher allgem. Zoll
Zoll
des neuen
Tarifs
Oestreichischer
allgemeiner
2,35
2,85 17,00
nog
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noch berücksichtigen. Offen zufrieden ist mit dem Entwurf mur bie Centralverbandss presse wie die" Post" und die antisemitische Staatsbürger Beitung", die zum Grafen Bülow jezt fast so viel Vertrauen hat wie einst zu Ahlwardt und Miquel. Obwohl das mittelständische Publikum des Blattes durch die Wucherzölle ebenso belastet wird, wie das Proletariat, ruft die Staatsbürger- Beitung" aus:
„ Mit diesen Entwürfen verläßt die Regierung endlich die Wege des unseligen Caprivismus; sie wird nicht mehr die Socialdemokraten als ihre Stüßen anzusehen haben, dafür wird ihr aber die Unterstützung der weitesten Kreise des Volks nicht fehlen, wenn sie bei der Stange bleibt und das auf das nachdrücklichste vertritt, was sie uns vorlegt."
Allerdings befinden sich in der Partei der Staatsbürger- Beitung" auch Subventionierte des Bundes der Landwirte.
Die besondere agrarische Presse, die natürlich innerlich über ihren beispiellosen Triumph überglücklich ist, hält es für geraten, 0,85-3,50 ihre dumme Komödie der Unzufriedenheit weiterzuspielen. Die " Deutsche Tageszeitung" hatte zuerst nur die Getreidezölle mitgeteilt und sie als ungenügend bezeichnet. In der letzten Abend- Ausgabe hat fie dann zwar eine Liste der Zölle auf Agrarprodukte gebracht, sich aber wohl gehütet, zum Vergleich die jeßigen 8ollsäge 4,25-8,50 hinzuzufügen. Die Bosse, eine Verdoppelung bis Ver17,00 sechs fachung der bestehenden Zollsäge auf Lebensmittel als ungenügend hinzustellen, hätte sie wenn sie die Gegenüber stellung ermöglicht ermöglicht hätte felbst bor ihrem Publikum Die bündlerische Verlogenheit schlägt
Französischer
allgemeiner
Boll
Mart Mart
Mart
Mark
3,50
5,00
6,00
2,40
Mart 2,35
...
3,50
5,00
6,50
5,60
2,35
2,00
2,25
4,00
2,40
1,28
2,80
4,00
6,00
2,40
1,28
2,00
3,50
2,00
frei
3,60
4,00
6,25
3,20
2,35
4,00
9,00
8,20
4,00
4,00
2,40
1,50
2,00
4,00
14,00
20,00
40,00
Erbsen 86,00
Bohnen 2,40
4,00
10,00
12,00
4,00
15,00
15,00
1,60
frei
frei
6,00 1,60-2,40
frei
frei
frei
6,00
1,60-2,40
frei
nicht fortspielen können.
4,00
12,00
12,00 6,40-12,00
18,60
16,00 20,00
80,00
24,00
17,00
10,00
12,50
32,00
27,20
10,00
12,50
28,00
17,00
15,00
20,00
30,00
20,00
34,00
2,00
3,00
6,00
8,00
2,35
Bich und Fleisch.
5,006,00 10,00
9,60
5,10
25,50
30,00
12,00
8,00
25,50
9,00
25,00
8,00
5,10
5,00 6,00
3,00
15,00 4,00
8,00
5,10
9,60
2,35
1,00
2,00
frei
frei
0,70
12,40 16,00
0,85
frei
15-17
20,00
30,00
15-17
20,00
20,00
20,00
30,00
20,00
30,00
30,00
14,40-25,00 10,20 35,00 20,00-24,00 10,20 80,00 20,00 10,20 45,00 40-80,00 42,50 30,00 16,00 10,20 20,00 10,20
Wie so oft in der preußischen Geschichte hat auch diesmal trodnet... wieder das Junkertum über eine von der Krone angekündigte gepfel, verPolitik gefiegt. Nachdem es in der Frage des Mittellandpact. Stanals die Oberhand behalten hat, zwingt es nun auch in Birnen, ver der Zollpolitik der Regierung mit harter Hand seinen Willen auf. padt..... Verweht ist das schwankende Phantom einer imperialistischen Welt- Südfrüchte. politik, dem erst fürzlich in China so viele Menschenleben Butter und Hunderte von Millionen Mart geopfert wurden; nicht Schmalz auf dem Wasser, nein, in der Hebung des ost- Margarine. elbischen Großgrundbesizes durch Wucher- Eier 3ölle liegt die Zukunft Deutschlands ", dekretiert in der Variation eines bekannten kaiserlichen Ausspruchs das Junker- Schweine. tum, und gehorsam paßt sich die Regierung dieser Entscheidung Ochsen in ihrem Zolltarif- Entwurf an und fordert Zölle, die jene ühe.. wirtschaftlichen Faktoren aufs Rücksichtsloseste schwächen, auf Jungvieh welchen allein eine halbwegs vernünftige und nicht von vorn- stälber herein gänzlich aussichtslose Weltpolitik begründet werden kann. Schafe Es ist ein seltsamer Ausgang des Geplänkels der letzten Gänse und Fleisch, frisch Jahre, den vorläufig der neue Zolltarif bietet, doch kein unerwarteter. Ist doch die ganze innere Geschichte u. gefroren. des preußischen Staates in den vergangenen Jahrhunderten Fleisch, gepöt. zum großen Teil nichts andres gewesen, als ein Kampf Wurst..... zwischen Fürsten und Junkertum, und wenn auch in neuerer Federvieh, tot 12,00 Zeit die Formen des Kampfes gewechselt haben und durch Wild das Dazwischentreten der westdeutschen Großindustrie die!
Spect.
pro Stüd
pro Stück
pro Stüd
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allerdings in die Lächerlichkeit des dummen August um, wenn das Organ des Bunds der Landwirte seine Betrachtung über diesen Bolltarif wie folgt beginnt:
„ Wir glauben nicht, daß der Bolltarif auch die be scheidensten Landwirte befriedigen kann, und sind ebenso überzeugt, daß die Industrie nach vielen Richtungen hin sehr peinliche Lücken und Verschiebungen zu beklagen hat. Ferner müssen wir es als ein ganz besonders befremdliches und geradezu unverständliches Vorgehen bezeichnen, daß die Regierung es nicht für nötig gehalten hat, den deutschen Gartenbau in irgend einer Weise zu schüßen.
So hat denn jetzt der letzte Aft des großen Dramas begonnen; es müssen alle Kräfte angespannt werden, um den völlig unaulänglichen 8olltarif in eine brauchbare Schutzwehr für die heimische Voltswirtschaft umzuwandeln. Wir hoffen auf bie thatfräftige Unterstüßung der gesamten deutschen Lands wirtschaft in diesem schweren Kampfe. Wir hoffen trotz alledem auf den Sieg der guten und gerechten Sache, weil es ein Widersinn wäre, der Landwirtschaft nach den unendlichen Leiden, die sie im letzten Jahrzehnt erdulden mußte, mit halben Maßregeln scheinbare Hilfe zu bringen, die weiter nichts bedeuten würde als eine Verlängerung