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Mr. 201.

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Vorwärts

Berliner Dolksblatt.

18. Jahrg.

Die Insertions- Gebuye beträgt für die sechsgespaltene Rotonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins­und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bte nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm- Adresse: * Socialdemokrat Berlin"

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

Der neue Kulturkampf.

In Osnabrück haben sich die katholischen Centrumsdebatten von Dasbachschen Lügenhaftigkeiten, deren wir gestern gedachten, zu einiger politischen Bedeutsamkeit erhoben. Nicht etwa, als ob diese Bedeut­famleit einer geistigen Erhöhung der Beratungen gedankt würde; eher verfielen die Herren Gröber und Bachem in unfreiwillige Komit durch pathetische Erklärungen, wie die, daß der Katholicismus durch­aus sich nicht gegen die Entwicklung der Menschheit sträube, habe doch der Katholik Kolumbus Amerika entdeckt. Nur das schwere Massengewicht der ausschlaggebenden politischen Partei vermag den Ankündigungen der Osnabrücker Heerschau Beachtung zu sichern.

Noch niemals stand eine Generalversammlung des deutschen Centrumstatholicismus so sehr, so fast ausschließlich unter dent Zeichen der Gegnerschaft und des Rampfes gegen die Social­demokratie. Früher sah das Centrum den Feind im protestantischen Staat, der die katholische Kirche bedrückte. Jetzt geht es mit dem protestantischen Staat, mit den Keßern der andern Soufeffion gegen die Socialdemokratie. Die Streitagt des alten Kulturkampfes ist begraben und das letzte dürftige Parade­stüd aus der früheren Kampfesperiode, die Forderung der Be­feitigung des Jesuitengesezes, verschwindet in dem neuen Kultur­tampf der Kirchlich bevormundenden und wirtschaftlich ausbeutenden Autorität gegen die Freiheitsbewegung der Arbeiter­flaffe.

Es ist nötig, in längerer Wiedergabe den Ungeist und die frömmelnde Heuchelei der Centrumspolitik zu citieren.

"

Nachdem zunächst in der Generalversammlung des Volksvereins für das katholische Deutschland " Herr Gröber Kolumbus und Vasto de Gama als Katholiken gefeiert und die Socialdemokratie wieder einmal fälschlich als Partei des Atheismus bekämpft hatte, nachdem ferner Herr Bachem das Centrum als das festeste Bollwert für Thron und Altar" eingeschätzt hatte, erstattete der Generalsekretär des Volksvereins Dr. Pieper den Jahresbericht. Er führte aus:

der

Donnerstag, den 29. August 1901.

Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

Ein weiterer Vortrag, der die Christlichkeit und Arbeiterpolitit arbeitern genutzt, sondern nur den vermöge einer ungerechten Eigen­des Centrums herrlich offenbarte, behandelte den Ausgleichtums- und Privilegienordnung den Grund und Boden des Landes der wirtschaftlichen Interessen". Abg. Herold, bewuchernden Feudalherren und Großbauern. Und diese schmählichste ein Agrarier, würdig zum Bunde der Landwirte zu zählen, sollte aller Plünderungsmethoden will das Centrum in erneuerter Ver­dem Centrumsgefolge den schmählichen Brotwucher in eine Rettung schärfung gegen die arbeitenden Boltsschichten exekutieren! der notleidenden Landwirtschaft verzaubern. Herr Herold verkündete Herr Herold will die Centrumsarbeiter erschrecken, indem er also wundersame Weisheit: ausmalt, der Niedergang der Landwirtschaft werde die Landarbeiter

Das Centrum fei stets für den wirtschaftlich Schwachen, den in die Städte treiben und hier die Konkurrenz der Arbeiter Mittelstand und die Arbeiter, eingetreten. Die Industrie unter einander vermehren. Aber haben die bisherigen Korn­werde nicht geschädigt, wenn die Lage des Arbeiters eine bessere zölle diese Abwanderung vom Lande gehindert? Wird nicht werde. Der Redner erwähnte im weiteren der Arbeiterschutz- Ge- auch nach der Erhöhung der Zölle der Landarbeiter die Junker­setze, für die das Centrum stets eingetreten sei. Es müsse ganz knute fliehen und dem russischen Zuwanderer den Platz im Junter­besonders für Erhaltung des christlichen Familienlebens gewirkt werden, damit werde man am wirtsamsten die Socialdemokratie Dorado räumen? Wollte das Centrum ernstlich die Lage des Land­bekämpfen.( Lebhafter Beifall.) Das Centrum sei stets arbeiters bessern und zugleich die städtische Arbeiterschaft vor Lohn­eingetreten für Hebung und den Schutz des Handwerks, um druck schüßen, so möge es nur zwei leicht zu erfüllende Vorschläge sich dasselbe in die Lage zu versetzen, den goldenen Boden zu eigen machen und durchführen: es möge den Landarbeitern das wiederzugewinnen.( Bravo.) Der Redner erwähnte ferner Soalitionsrecht geben, damit sie eine Besserung ihrer Lage der großen Verkaufsbazare. Statholische Socialpolitiker haben die erringen können; es möge den Junkern von Gesegeswegen auf­Anregung für ein Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ge­geben. Das Centrum habe beantragt, den Offiziers- und Privat erlegen, fagen wir nur die Hälfte der Mehreinnahmen beamten Vereinen den Berkauf an Richtmitglieder zu verbieten durch den Zollwucher den Arbeitern auf ihren Gütern aus­und eine Untersuchung über industrielle Syndikate und zuzahlen! Startelle anzustellen.( Beifall.) Die Landwirtschaft Wie denkt das christliche Centrum über diesen Ausgleich der müsse sich in erster Reihe selbst helfen. Allein wenn die Land- wirtschaftlichen Interessen"? wirtschaft infolge der ausländischen Konkurrenz nicht mehr bestehen Here Herold hat vorläufig nur jene erbärmlichste Täuschung könne, dann müsse derselben ebenso zu Hilfe gekommien der Arbeiter in sein Ausgleichsprogramm aufgenommen, daß der werden, wie den Arbeitern und Handwerkern. Ebenso Ueberschuß der Zolleinnahme zu Wohlfahrtseinrichtungen für die wie der Industrie Schutzölle gewährt worden seien, um dieselbe Arbeiter verwendet werden solle. wieder zur Blüte zu bringen, Es mögen seltsame Arbeiter wirtschaftlichen Erzeugnissen ein entsprechender Schutz ge- gewesen sei, die diesem Trug lebhaften Beifall spendeten. Werden währt werden. dieser Beziehung stoße die zu erwartenden Mehreinnahmen des Reichs aus der Kornzoll­weiten Streifen auf großen Widerstand. Man sage, die land- erhöhung nicht für Zwecke des Militarismus und Marinismus, die wirtschaftlichen Zölle kommen lediglich den Großgrundbesitzern das Centrum christlich fördert, aufgebraucht werden? Würden aber zu gute. Man vergesse dabei, daß in Rheinland, Westfalen und auch wirklich diese Mehreinnahmen so verwendet werden, wie das in ganz Mitteldeutschland Großgrundbesitzer in sehr geringer Zahl, Centrum vorgiebt, betrüge die also verwendete Summe nicht aber dort überall ein sehr zahlreicher Bauernstand vorhanden sei. immer nur einen geringen Bruchteil dessen, was durch dieselbe Korne Man habe doch seiner Zeit die Eisenzölle nicht eingeführt, um zollerhöhung den Arbeitern entzogen wird? Und endlich wie den wenigen Millionären in der Eiſenindustrie zu helfen,

so müsse auch den land­

man

sondern um der Eiſenindustrie felbst wieder aufzuhelfen, sollen überhaupt diese Wehreinnahmen dem Reiche zufließen, wenn und den deutschen Arbeitern wieder Arbeit und aus- andrerseits das Ziel der Agrarpolitik des Centrums ist, so viel int kömmlichen Lohn zu verschaffen. Und das was man der Inlande zu erzeugen, um die Bedürfnisse des Landes selbst zu Industrie mit Erfolg gewährt habe, könne auch die decken"? Wäre dies Ziel erreicht, so verliert das Reich seine Ein­Landwirtschaft verlangen. Das sei einfach eine Forderung der nahmen aus der Einfuhr vom Auslandsgetreide und die Wohlfahrts­Gerechtigkeit. Es sei notwendig, so viel im Julande zu einrichtungen für die Arbeiter gerrinnen im Nichts katholischer erzeugen, um die Bedürfnisse des Landes selbst Nächstenliebe! zudecken und sich vom Auslande unabhängig zu machen. Die Das Centrum ist Regierungspartei geworden, Partei der Be Frachtsäße seien infolge der modernen Verkehrswege derartige, daß die deutsche Landwirtschaft mit dem Auslande nicht kon- fizenden und Ausbeutenden. Es ist Sieger im alten Kulturkampf kurrieren könne. Wenn die Landwirtschaft zu Grunde gehe, dann geworden und schreitet Seite an Seite mit den alten Kulturkämpfern, werden sich die Landarbeiter naturgemäß der Industrie zuwenden den einstigen Feinden, den jetzigen Waffenbrüdern, zum neuen und somit die Löhne dieser Arbeiter drücken. Eine konsumtions- Kulturkampf" gegen die Socialdemokratie, die nicht den Ausgleich" fähige Landwirtschaft trage hingegen auch zur Blüte der will zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, zwischen Brotwuchern Industrie bei. Und daß durch die erhöhten Zollsäze die Arbeiter und Bewucherten, die vielmehr der Ausbeutung und dem Wucher ein teinen Schaden haben, erhellt doch aus dem Umstande, daß der Ende gebietet. Durch alle Reden auf der Osnabrücker General­Ueberschuß der Zolleinnahmen zu Wohlfahrts= einrichtungen für die Arbeiter verwendet werden solle. versammlung läuft die Erkenntnis, daß das Centrum als regierende ( Lebhafter Beifall.)... Jedenfalls wird das Centrum in der Partei im tapitalistischen Deutschland nur diesen einen Reichstags- Session bei Beratung des Bolltarifs vor eine sehr Gegner zu fürchten hat. schwierige Aufgabe gestellt werden. Allein haben Sie ver- und gewiß, es ist ein wahrhafter Kulturkampf, der trauen zum Centrum, es wird wie immer seine Aufgabe hier gekämpft wird. Das Centrum unternimmt es, durch im Intereffe der Allgemeinheit zu lösen wiffen. Mißbrauch der Religion, durch Frömmelei und Muckerei die Massen ( Stürmischer Beifall.) Der Redner führt im weiteren aus, daß das in Geistesnot und Unterwürfigkeit zu bannen. Centrum auch für das Wohl der Arbeiter und Handwerker nach verteilen Die Socialdemokratie entfesselt die menschliche Vernunft wie vor mannhaft eintreten werde, nicht aus Furcht vor den Socialdemokraten, wie Liebknecht einmal gesagt hat, au freient, schöpferischem Wirken, zum Aufbau einer Welt der sondern aus christlichem Gerechtigkeits- und Pflicht: Menschlichkeit und der Kultur. gefühl.( Stürmischer Beifall.) Das Christentum ist die beste Socialschule. Der staatliche Kulturkampf ist zu Ende, der Kulturkampf der Umsturzmächte beginnt. Das Centrum wird diesem neuen Kulturkampf mit Gottes Hilfe ebenso fiegreich zu begegnen wissen, wie er den staatlichen Kulturkampf siegreich zurückgeschlagen hat.( Stürmischer Beifall.)

Dörfern, im

jun

Politische Weberlicht.d Berlin , den 28. August. Centrumsarbeiter und Zollwucher.

Der Volksverein zählte im Jahre 1900 181 744 Mitglieder. Der Volksverein erstrebe mit wachsendem Erfolge zunächst die Aufgabe, die katholischen Männer zum Bekenntnisse und zur Be­thätigung der socialen Grundsätze des katholischen Glaubens im öffentlichen und gesellschaftlichen Leben anzueifern und zu be und gleichzeitig die falschen Lehren Socialdemokraten zurückzuweisen. An der Centralstelle find sieben Beamte litterarisch thätig, denen je ein besonderes Gebiet der socialen Fragen, welche den Bauern, Hand­tverkers, Kaufmanns- oder Arbeiterstand betreffen, zur Bearbeitung zugewiesen ist. Die Notwendigkeit angemessener land­wirtschaftlicher Schutzölle wurde dauernd befürwortet und verteidigt. Das Flugblatt über die Getreidezölle ist bereits in 450 000 Exemplaren verbreitet. Zur Förderung des Hand­werks, des Kaufmanns- und Arbeiterstandes wurden die Mittel der Vereinsthätigkeit in gleicher nachhaltiger Weise benutzt. Der focialen Schulung der katholischen Arbeiter und Handwerksgesellen wurde gedient durch Gründung focialer Unterrichtskurse und Verbreitung der Fachpresse. Der Redner wies im weiteren auf die Gefahren hin, die der katholischen Kirche durch die unablässige Agitation der Socialdemokratie erwachse. Wäre der Volks­verein 1898 stärker gewesen, dann hätten die Socialdemokraten bei den Wahlen 1898 nicht solch' große Erfolge er gielen können. Die Socialdemokraten halten in allen Winkeln Versammlungen auf Versammlungen ab. Sie des Sonntags, selbst in den fleinsten ganzen Lande, Millionen von Flugblättern. Der immer größer werdende gug der Landarbeiter in die Städte und in die Fabriken führe der Social demokratie unaufhörlich neue Anhänger zu. Die Katholiken können und dürfen es sich aber nicht länger gefallen lassen, daß die Socialdemokraten ihnen rücklings ihre Glieder wegstehlen. Bereits haben die Socialdemokraten die Herrschaft in den Gewerbe­gerichten, den Krankenkassen - Vorständen und Gesellen- Ausschüssen an sich gerissen. Wenn dieser Agitation mit Erfolg entgegen Der Centrumsredner des Brotwuchers hat es vorsichtig unter­getreten werden solle, wenn der Katholizismus erfolgreich seinen lassen, das geplante Höhemaß dieses Wuchers anzugeben; darin Aus München wird uns geschrieben: Siegeszug durch Deutschland unternehmen wolle, dann sei es not eben liegt ja die schwierige Aufgabe" des Centrums in der nächsten Als vor Monaten schon der Vorwärts berichtete, daß die wendig, in erster Reihe den Volksverein zu fördern.( Stürmischer Reichstagsfession, wie ein möglichst hoher Kornzoll dem Bolte auf- Mitglieder der katholischen Arbeitervereine in München durchaus Beifall.) Unter gleichfalls stürmischem Beifall- von Böllerschüssen, die erlegt werden kann, ohne daß seine Arbeiteranhänger ihm entrüftet nicht für die agrarische Politik des Centrums begeistert seien, da fiel sonst zum Beifallsinventar der Generalversammlung gehören, wird Herr Herold die Wucherbestrebungen des Centrums als christliche lichen Aufwand von Schimpfereien suchte man unsre Bemerkungen Mit unsäglich thörichten Schwindel versucht die ultramontane Presse wütend über uns her. Mit einem erheb in diesem Fall nichts berichtet bestieg darauf Abg. Lieber die Gerechtigkeit den Arbeitern vorzutäuschen. über die innerhalb der Centrumspartei bestehenden Differenzen zu Tribüne und besprach den Jahresbericht also: Das Centrum ist die Partei des Ausgleichs, sie hat widerlegen. Sogar daß daß einige Arbeitervereine in ihren Höchst bedauerlich ist es, daß wir trotz aller Generalver- allen geholfen und wird fürder allen helfen: Das Centrum Versammlungen Resolutionen für die Zollerhöhungen fammlungen immer bei der Bahl 180 000 stehen bleiben. Wenn hilft dem Mittelstand und der Landwirtschaft, den Arbeitern und den genommen hätten, wußte die Centrumspresse mit Genugthuung wir die Socialdemokratie nach der Stimmenzahl beurteilen, die bei den Wahlen für sie abgegeben wird, dann ist ihre Zahl Unternehmern. Den Arbeitern hat es aus christlichem zu melden. Und das Organ des ultramontanen Eisenbahner­zehnmal so groß, als der Volksverein für das katholische Deutsch- Gerechtigkeits- und Pflichtgefüht" geholfen, indem es jede Social- Verbandes, dessen Redaktion ganz unter dem Einfluß eines tatho­land. Diese Thatsache ist für uns nicht nur eine Schande, reform hundertfach verwässerte und die kapitalistische Ausbeutung lischen Geistlichen stehen soll, sang gleichfalls ein Loblied auf den sondern eine direkte Lebensgefahr.( Beifall.) Es ist daher die des Menschen durch den Menschen als ewige Gottesordnung pro- Brotwucher. Pflicht jedes Katholiken, sich dem Volksverein anzuschließen. Es tlamierte. So will es jetzt der Landwirtschaft" helfen Nun gehen in diesen Tagen unsre Parteigenossen von Haus zu muß unsren katholischen Mitbürgern flar gemacht werden, daß durch Brotwucher. Das ist der christliche Ausgleich" des Centrums: Haus, um Unterschriften zu sammeln für die Petition gegen wenn unser Glaube erhalten und unsre heilige Kirche die ihr von Einige Zehntausende, die ob übermäßig hoher Güterpreise die den 8olltarif. Dabei machte man ganz überraschende Er Gott gestellte Aufgabe, den Sieg über die Menschheit zu erringen, Auslandskonkurrenz zur Herabminderung eines standesgemäßen" fahrungen. In dem Bezirk München- West, wo das tatholische erfüllen wolle, dann müsse der Volksverein im Kampf vorangehen. Es müsse den Angehörigen unsrer Kirche die Ueberzeugung bei- Daseins nötigt, sollen hunderte Millionen geschenkt erhalten, während Vereinsleben ganz besonders blüht, unterzeichneten sich gebracht werden, daß, wer sich nicht dem Boltsverein als Mitglied 50 Millionen der deutschen Bevölkerung, deren größter Teil in fast ausnahmslos die Angehörigen der Centrum 3- anschließt, der erfüllt nicht die Anforderungen unsrer Zeit. dürftigster Eristenz darbt, einer Verteuerung der nötigsten Lebens- partei. Nicht nur die zahlreichen, im Bezirk wohnenden Post­( Stürmischer Beifall.) mittel überliefert wird! und Bahnbediensteten, die auch zum großen Teil Mitglieder des ultramontanen Eisenbahner- und des Postverbandes sind, schrieben ihre Namen, sondern sogar die Vorstandsmitglieder bürgerlicher Centrumsvereine. Im Hause eines ultra­montanen Gemeindebevollmächtigten, der nur ganz zweifellose Centrumsangehörige als Mieter aufnimmt und jeder Partei fündigt, die ihm irgendwie politisch verdächtig erscheint, auch in diesem Hause unterzeichneten fämtlichen Inwohner!

v.

-

den Rücken kehren.

"

Der folgende Vortrag des Herrenhaus- Mitgliedes Freiherrn Was der Industrie recht ist, soll der Landwirtschaft billig b. Wendt, der Vermehrung von Schulen und Kirchen empfahl, um sein! fagt Herr Herold. Aber in Wahrheit haben auch die Eisen­,, dem Unglauben und den Umsturzideen mit voller Energie ent- zölle nicht die Eisen- Industrie" und nicht die Arbeiter dieser gegentreten zu können", wurde unterbrochen durch eine monarchische Industrie gefördert, sondern nur zu Gunsten der Eisenfabrikanten Kundgebung; es traf das Telegramm des Freiherrn v. Lucanus ein, die Eisen- Erzeugnisse verteuert, so weit verteuert, daß längst an das das den kaiserlichen Dank für das Gelöbnis unwandelbarer Treue Ausland das deutsche Eisen billiger verschleudert wird, als der und Ergebenheit" aussprach und das mit einem stürmischen Kaiser- deutsche Verbraucher es tauft. So haben auch die Agrarzölle bisher Hoch von der Versammlung aufgenommen wurde. nicht den fümmerlich sich nährenden kleinen Bauern und nicht den Land­

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