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Nr. 212.

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Vorwürts

Berliner Volksblatt.

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Telegramm Adresse: * Socialdemokrat Berlin"

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

Der Zar auf Reisen.

Am Mittwoch wird der deutsche Kaiser vor Danzig auf hoher See den garen begrüßen. Der Zar wird mehrere Tage der Gast des Kaisers sein und den Flottenmanövern beiwohnen. Der Bar tommt aus Kopenhagen , wo er mit König Eduard von England z11= fammengetroffen war, und am Freitag verläßt er die deutsche Marine, um nach Frankreich zu gehen, wo die republikanische Ne­gierung mit den nationalistischen Parteien im Delirium der Er­wartung wetteifert.

Mittwoch, den 11. September 1901.

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Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

Bar Nikolaus sagte in seinem Manifest vom 24. August 1898: flären ist. Beim Barenempfang von 1896 war nämlich Mélines Die Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens und eine Regierung nur für die Reise- und Bewegungszeit des Gastes ver­möglichste Serabsetzung der übermäßigen Rüstungen, die antwortlich", da der Zar im Hotel der russischen Botschaft abe auf allen Nationen lasten, stellen sich in der gegenwärtigen stieg. Jetzt aber handelt es sich darum, auch für die Wohnung Lage der ganzen Welt als ein Jdeal dar, auf das die Bedes Gastes zu sorgen. Da haben sich nun die verschiedenen Glieder des mühungen aller Regierungen gerichtet sein Ministeriums der, republikanischen Verteidigungs- Attion" als vollendete müßten... Der gegenwärtige Augenblick ist äußerst günstig Höflinge der vorrevolutionären Zeit erwiesen. Ludwig XIV. , der dazu, auf dem Wege internationaler Beratung die wirksamsten Sonnenkönig", hatte gewiß keine liebedienerischeren, keine bes Mittel zu suchen, um allen Völkern die Wohlthaten wahren und geisterteren Leibdiener... Man möchte annehmen, daß in Frankreich dauernden Friedens zu sichern und vor allem der fortschreitenden das Beamtenivesen erst im Reimzustande sich befindet, daß die Staats­Entwicklung der gegenwärtigen Rüstungen ein Ziel zu minister alles persönlich besorgen müßten. Delcassé , Minister Auch in Deutschland wird versucht, Stimmung für den See- feten." des Auswärtigen, Leygues, Minister des Unterrichts und der besuch des russischen Herrschers zu erzeugen. Wie bei derartigen Sicherlich wird Zar Nikolaus bei den Danziger Flottenmanövern schönen Künste, Baudin ( der Linksradikale), Minister der Anlässen üblich, verkünden wohlgesinnte Blätter die Tragweite sich mit dem deutschen Kaiser über die Erfolge feines Manifestes öffentlichen Arbeiten sie reisen einzeln und zu zweien zwischen des Besuches und feiern die bedeutungsvolle Erneuerung der eifrig besprechen. Sicherlich wird Bar Nikolaus genau verfolgen, wie Baris, Compiègne , Dünkirchen und Reims hin und her, um russisch- deutschen Beziehungen. Interessanter als diese Artikel seine Abrüstungsvorschläge auf die deutsche Marine gewirkt haben. Er persönlich jede kleinste Kleinigkeit zu regeln und monarchistischer Byzantinerblätter, zu denen der Liberalismus" ein wird sich vielleicht freuen wahrzunehmen, daß seine Vorschläge in sichtigen. Selbst dem Temps" wird die Sache zu bunt! gut Teil stellt, ist eine hochoffiziöse Note an der Spitze der Deutschland ungefähr dieselbe Wirkung gehabt haben wie in Das folide Bourgeoisorgan wagt die schüchterne Andeutung, daß Nordd. Allgem. 3tg.", deren Urheber der Reichskanzler selbst seinem eignen Lande. Vielleicht wird er dann auch den deutschen für gewiffe Verrichtungen ja doch auch andre Beamte außer den ist. Diese Begrüßungsnote für den Zarenbesuch lautet: Kaiser , der noch vor wenigen Tagen sein Königtum von Gottes Ministern besoldet würden. Gnaden und seine Königsherrlichkeit so eindringlich pries, davon überzeugen, wie recht die Socialdemokraten haben, wenn sie die Macht der Monarchen bezweifeln.

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Leygues ist auf den Einfall gekommen, das Schloß Compiègne für die 1-1/ 2 Tage, die der Bar dort zubringen wird, auch noch mit einer Bibliothek auszustatten und zu diesem Zweck der Nationalbibliothek die razsten Bücher zu entnehmen. In einem gut informierten" miniſterfreundlichen Blatt wird, ohne mit der Wimper zu zucken, erzählt, daß der Minister des Unterrichts und der schönen Künste mit dem Minister des Auswärtigen in Compiègne darüber berieten, ob im Toilettenzimmer des 8aren über der Badewanne eine Donche anzu bringen ist oder nicht.... Der, Temp3" bemerkt dazu: Man hört noch nichts von der Einberufung des Senats, um ihn nach dem Beispiel eines gewissen römischen Kaisers über die Sauce einer Meerbutte zu befragen..." Nun, den Speisezettel des garen wird wohl der Ministerrat in corpore unter Loubets Vorsitz feststellen.

" Der Grundgedanke dieser in unsren politischen Kreisen mit freudiger Genugthuung aufgenommenen Zusammenkunft ist der verwandtschaftlichen Zuneigung zwischen den Oberhäuptern des deutschen und des russischen Reichs entsprungen. Denn wir wollen dem Grafen Bülow nicht widersprechen, daß Beide Monarchen erblicken den Wert der Lage, die sie gemeinsam der russische Zar ein Friedensfürst" sein will. Daß er es so wenig verleben wollen, vor allem in der Neubesiegelung ihrer persönlichen Freundschaft und in einem von wechsel- sein tann, wie ihm die gewaltige Steigerung der deutschen Marine­feitigem Vertrauen erfüllten, unmittelbaren Gedankenaustausch, rüstung jetzt vor Augen führt, das ist Fürstenverhängnis und mag Es entspricht aber der wesentlichen Bedeutung, die gerade in den die Mächtigen der Erde an ihre Schwäche und zur Bescheidenheit deutsch russischen Beziehungen der dynastischen Intimität auch gemahnen. für das staatliche Gebiet nach aller historischen Erfahrung Wir wollen dem Grafen Bülow auch nicht widersprechen, daß zuerkannt werden muß, daß durch den herzlichen Verkehr der der Zar ein ort der Menschlichkeit" zu sein glaubt beiden Staiser zugleich ihr Entschluß bekundet wird, an der und sein will. Aber hier offenbart sich noch grausiger die Ohnmacht altüberlieferten politischen Freundschaft zwischen den Häusern Hohenzollern und Romanow , zwischen Deutsch der Mächtigen. Der Staat der Hortes der Menschlichkeit" ist der land und Rußland , nicht rütteln zu lassen. Staat der rohesten Unmenschlichkeit, der blutigsten In Uebereinstimmung mit einem Wunsch seiner Majestät des Barbarei. Kein Tag vergeht, ohne daß gräßliche Kunde aus dem Kaisers Nikolaus ist der Reichskanzler Graf Bülow bei europäischen und asiatischen Rußland von Marter und Folter kommt, Unnig zu sagen, daß das Ministerium in Abwesenheit des Bars der Zusammenkunft der beiden Kaiser zugegen. Nicht minder gern verübt an den besten Söhnen des Landes, an denen, die Gesundheit laments sich unbeschränkte Kredite für den Zarenempfang vom wird seine Majestät der Kaiser und König dort dem verdienst- und Leben opfern, um nur einen Lenzhauch der Menschlichkeit in Staatsrat hat eröffnen" lassen. Die Kosten werden gewiß in die vollen Staatsmanne begegnen, der die auswärtigen Geschäfte die Eiswüste der russischen Unfreiheit und Unmenschlichkeit zu Millionen gehen, d. h. täglich, pro jeden Aufenthaltstag des Rußlands leitet. Graf Bülow und Graf Lambsdorff dürfen fich als Mitarbeiter einer Politik begrüßen, die sie im Dienste senden. Wir erschauern in Mitleid beim Nahen des nordischen teuren Gastes. Wird doch das Schloß Compiègne mit dem aus­ihrer Souveräne, mit der Ueberzeugung, daß die Interessen Gastes, der allmächtig erscheint und ohnmächtig jedes Unrecht, jede schweifendsten Lugus neu eingerichtet, als ob es sich um die ständige ihrer Länder vielfach gleichartig, nirgends unvereinbar find, Scheußlichkeit dulden muß! Residenz eines französischen Königs handelte. zur Verstärkung der Bürgschaften für den So werden denn Nikolaus, der Fürst des Friedensmanifestes, Der Zar behandelt denn auch seine Gastgeber nach Gebühr. Auf Frieden Europas weiterführen werden. Diese Politik ver- und Wilhelm, der die eiserne Rüstung des deutschen Michel so oft feinen Wunsch wird er mit dem Präsidenten Loubet und den schließt nicht die Augen gegen vergangene oder fünftige verherrlicht, sich im monarchischen Ceremoniell begegnen und Ministern die Kathedrale von Reims besuchen und dabei Schwierigkeiten; sie entnimmt aus solchen nur die Ver- alles bleibt beim alten. Der Zar begrüßte Eduard von nebst seinen Begleitern den- Segen des Erzbischofs entgegen pflichtung zu erhöhter Rücksicht und Besonnenheit; und sie hält an England, der har begrüßt den deutschen Kaiser, der Bar wird den nehmen. Dieser Wunsch ist desto befremdlicher, als ja der Bar, der Zuversicht fest, daß, wie immer die geschichtliche Entwicklung Präsidenten der französischen Republik begrüßen, es bleibt die Oberherr der orthodoxen" Kirche, bei einem kezzerischen" katholischen fich gestalte, in der weiten Welt die hoffnongsvollen Bahnen der deutschen und der russischen 8ukunft einander nirgends ruchlose Boerenvertilgung, es bleibt der Wahn der militaristischen Erzbischof nichts zu suchen hat es sei denn eben eine Demütigung feindlich zu kreuzen brauchen. Und dann ist ja die Kathedrale Rüstungen, es bleibt Friedlosigkeit und Unmenschlichkeit, im Zaren- seiner freidenkerischen Gastgeber. Mit warmer Sympathie heißen wir seine Majestät den reich und in allen Reichen, in monarchischen und republikanischen. von Reims die Salbungsstätte der legitimen franzöfifchen Könige- Kaiser Nikolaus in den deutschen Gewässern willkommen! Diese Nur die Völker selbst tönnen Frieden und Menschlichkeit mögen nun die Epigonen der Revolutionäre von 1789-1798 der herzliche Gesinnung schulden wir dem mächtigen Herrscher, der, schaffen. Sie, die jetzt. Ohnmächtigen, können die Mächtigen sein heiligen Königsstätte als Gefolge eines Selbstherrschers eine ge­über den Geschicken vieler Völker waltend, seinen Ruhm darin und sollen die Mächtigen sein wollen. Sie sollten beginnen, die zwungene Reverenz erweisen!... sucht, ein Friedensfürst und ein Hort der Menschlichkeit zu scheinbar Mächtigen in ihrer Ohnmacht zu erkennen. Es ist fein. Ihm verdankt Europa zum großen Teil eine Gestaltung der Weltlage, die uns erlaubt, nach einem den Absichten beider Teile fruchtlos, Feste zu feiern, wie es in Deutschland geschah, wenn die entsprechenden Verlauf der Begegnung bei Danzig auch die Herrscher von Oestreich und Italien bei uns Besuche abstatteten, wie weitere Reise des russichen Monarchen mit auf- es bald in Frankreich geschehen wird, wo die Republik in Er­richtigen Wünschen zu begleiten." wartung ihres Gastes in monarchischen Krämpfen zudt.

Die Note des Grafen Bülow widerlegt alles, was über die Tragweite des Barenbesuches gefabelt werden könnte. Sie will mur die Besorgnis abwehren, als ob der lärmend vorbereitete Besuch des Zaren in Frankreich eine Störung des bisherigen Verhältnisses zivischen Deutschland und Rußland bedeuten könne. Die Note sagt: Es bleibt alles beim alten!

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Ueber die Stimmungen in der französischen Bevölke­rung angesichts der bevorstehenden Ankunft des garen giebt unser Pariser Korrespondent nachfolgende Darstellung.

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Es versteht sich ferner von selbst, daß die Städte und Wege, die der Bar berühren wird, tabu werden in dem Sinne, daß das republikanische Gesetz für sie nicht mehr gilt es sind Teile des Zarenreiches, die unter zar enpolizeilichem Regime stehen. Nikolaus II. wird in Frankreich denselben Lurus an Vorsichts­ Die russische maßregeln genießen" wie in Rußland . Polizei steht in alltäglichem Verkehr mit der französischen Sicherheitspolizei und drängt dieser durch Vermittelung der Botschaft die sorgfältigsten Vorsichtsmaßnahmen auf" so in den Pariser Blättern zu lesen!... Natürlich werden alle Berdächtigen" für die Aufenthaltszeit des garen am betreffenden Orte in Haft behalten werden. Hoch die Deklaration der Menschenrechte", deren Anschlag in den Schulzimmern fürzlich von der Deputiertenkammer votiert wurde!...

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Trotz alledem will der gar nach Paris nicht kommen. Der nationalistische Gemeinderat ist der Verzweiflung nahe. Sein Vorsitzender läuft sich mit patriotischer Würde die Fußsohlen ab, um doch den Barenbesuch zu erbetteln. Aber auch das Präsidium des Generalrats des Seine Departements, der zum Vorsitzenden den Socialisten Weber hat, will sich allen den vom Präsidium des Gemeinderates zu beschließenden Baren­ehrungen anschließen. Auch wurde unter Vebers Borsiy be schlossen, dem Zaren nach Dünkirchen entgegenzueilen... Es wird vielleicht nicht überflüssig sein, zu bemerken, daß Weber Mitarbeiter des ministeriellen Petit Sou" ist.

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Es bleibt alles beim alten, wie denn Monarchen­Paris, 7. September. begegnungen und höfische Feste für den Verlauf der Geschichte Es geschicht sozusagen nichts mehr in der französischen Tages nur eine verschwindende Bedeutung haben können. Wie selbst die politik außer dem Barenbesuch und was drum und dran hängt. abgrundtiefe Verschiedenheit der Staatsform nicht hindert, daß Selbst der französisch- türkische Konflikt ist durch die kommende hoch­Frankreich und Rußland die intimsten Verbündeten sind, so ver- patriotische Ceremonie völlig in den Schatten gestellt. mögen andrerseits auch freundschaftliche Neigungen von Man hat mit Recht über die Sehnsucht der deutschen Regierung Monarchen zu einander die Gegensätze der Nationen nicht zu überwinden. nach dem Kotau" gespottet. Auch die französische Presse mischt Die nationalen Gegensätze aber, wenn auch in Bündnis- ihre Stimme in den internationalen Spötter- Chor. Aber was soll gruppen in besonderer Art zusammengefaßt, find das Wesent- man erst zu der französischen Regierung und der französischen Liche im politischen Zustande des kapitalistischen Zeitalters. Bourgeoiswelt sagen, die selber mit efelerregender Wollust den Die Staatskunft der heutigen Regierungen erschöpft sich in der Kotau" vor dem russischen Sohn des Himmels" vollziehen, die sich mühseligen Aufrechterhaltung dieses chaotischen Völkerzustandes und im Staub vor dem Despoten aller Neussen wälzen?! Kein Wunder, die Begegnung der Staatsoberhäupter vermag bestenfalls nichts mehr das die Petersburger Preffe sich erfrecht, die von den als die Zuversicht befunden, daß dieser Zustand wiederum gesichert französischen Nationalisten lancierte Idee einer Begnadigung der und der offene Ausbruch der innerlich verhaltenen und an den Staatsstreichler anläßlich des Barenbesuches freudig" zu begrüßen Auch Miller and wird an den Empfangs- Ceremonien teil­Völkerkräften zehrenden Konflikte auf eine weitere Spanne Zeit als einen Beweis des wesentlich friedenstiftenden Charakters der nehmen. Alle Minister eilen dem Zaren entgegen, mit Ausnahme verhindert erscheint. Ueber die Bekräftigung dieses Zustandes hinaus garenreise. Man denke: die feile und feige Rosatenpresse, die mit des Finanzministers, der als einziger Repräsentant der Regierung in gelangt fein Bar, tein Kaiser und kein Loubet. rapid chinteiner Silbe gegen die unter ihren Augen in der russischen Haupt- Paris zurückbleibt. Die bürgerlichen Oppositions- Zeitungen stellten Diesen seltsamen Friedenszustand" rühmt sich Graf Bülow er stadt verübten Greuel protestierte, die mit keiner Silbe die fort- Millerand vor das Dilemma, entweder das zarenfeindliche Manifest halten zu haben trop Schwierigkeiten er deutet auf die Erwährenden Massenverhaftungen und Verbannungen der besten Söhne des Generalfomitees der socialistischen Partei zu desavouieren eignisse in China - und diesen Friedenszustand hofft Graf Bülow des ruffischen Volles auch nur erwähnt, fie tritt jetzt für die oder aber seine Demission zu geben. Der Handelsminister thut weder ferner zu erhalten trotz der künftigen Schwierigkeiten", Begnadigung der französischen Staatsstreichler ein, die sich in das eine noch das andre er beteiligt sich schweigend an den Ceremonien, die seine agrarische Bollpolitik für das Verhältnis zu diversen Kurorten es gut sein lassen! Auch diese allerschlimmste trotzdem das Generalfomitee das als eine Entwürdigung in den Augen erklärt hat... Noch viel Rußland heraufbeschwört. Um dieser Hoffnungen willen fordert die Beleidigung, die Beleidigung durch freche Lakaien- Hand, haben die des revolutionären Proletariats" offiziöse Note auf, den Gast des Kaisers würdig zu begrüßen. französischen Barenknechte verdient. schlimmer aber ist der Versuch der Petite Republique", Doch Graf Bülows diplomatische Note mangelte kluger Diplomatie Immerhin hat die Regierung noch die innere Politik vor dem Millerand dadurch zu rechtfertigen, daß der Lyoner Kongreß ihn ja in dem einen Satze, in dem sie dem Zaren die höchste Huldigung Einfluß der Kotau"-Stimmung bewahrt. Nach dem legten Minister außerhalb der Parteikontrolle" gestellt hat! Das entgegenbrachte. Zudem Graf Bülow den russischen Herrscher als rat wurden alle Gerüchte" über die Begnadigungen und die Zurück durch wird nur der Lyoner Beschluß wieder einmal als verfehlt " Friedensfürst" und Hort der Menschlichkeit" feiert, erwedt er berufung des Generals de Boisdeffre in den aktiven Dienst halb erwiesen. Der linksradikale Bürgermeister von Reims , unflug das Gedenken daran, daß vor nicht langer Frist die Fürsten amtlich dementiert. Sonst aber weiß sich die Regierung in der und Regierungen, unter des Baren Führung, mehr thun zu wollen Proskynese vor dem Zaren gar nicht genug zu thun. Sie hat in Charles Arnould, hat ein weißer Rabe unter den bürgera erklärten als das Bestehende zu erhaiten, daß sie durch die An- dieser Beziehung entschieden das Kabinett Méline übertrumpft, lichen Bolitikern! den Ministern eine Lektion republikanischer kündigung eines Neuen die staunende Welt überraschten. was freilich nicht aus dem steiferen Rückgrat des lezteren zu er- Würde erteilt. Er sprach im Gemeinderat vom Zarenbesuch so

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