Nr. 266.
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Vorwärts
سو
Berliner
Volksblatt.
18. Jahrg.
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Telegramm Adresse: * Borialdemokrat Berlin"
Redaktion: SW. 19, Beutli- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.
Zu den Hunnenprozessen.
Für die Hunnenprozesse, die gegen den„ Vorwärts" schweben, ist nunmehr der Termin am 2. Dezember vor der siebenten Straftammer des Landgerichts angesezt. Unter Anklage steht zunächst eine im November vorigen Jahres in unsrem Blatte veröffentlichte turze Notiz, in der mitgeteilt wurde, daß bei der Expedition des Corps des Generalmajors v. Ketteler von Peking nach Baotingfu 40 gefangene Borer erschossen wurden. Die Thatsache selbst wird nicht bestritten, nur soll Generalmajor v. Ketteler nicht an dieser Expedition beteiligt gewesen sein. Sodann stehen einige Hunnenbriefe unter Anklage, darunter derjenige, welcher der Anklage in Frankfurt a. M. gegen Dr. Quard als Grundlage diente. Die übrigen Briefe sind der Parteipresse entnommen, ein andrer dem„ Egelner Tageblatt". Angeklagt sind die Redacteure Schmidt, Schröder und John.
Als Zeuge ist Generalmajor v. Ketteler geladen, der wegen der oben bezeichneten Angelegenheit Strafantrag gestellt hat, dann Major Gayer, der den Zug nach Paotingfu begleitet hat, endlich Oberlieutenant v. Stolzenburg. Kanonier Deiter war vom " Egelner Tageblatt" als Briefschreiber genannt und wird man von der Staatsanwaltschaft als Zeuge geladen. Ferner ist unser Redacteur Eisner als Zeuge geladen worden. Alle von der Verteidigung angebotenen Belveisanträge sind als unerheblich abgelehnt worden. Diese Beweisanträge bezweckten, dic Wahrheit der von uns erhobenen Behauptungen festzustellen. Ueber diese höchst befremdliche Ablehnung unsrer Beweisanträge feitens des Gerichts ist das legte Wort noch nicht gesprochen.
Mittwoch, den 13. November 1901.
Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3.
Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.
Normann- Schumann.
Ursprung der Bezeichnung ist bekannt, und der Angeklagte darf sie Und da will man denen, die sich daran noch halten, und die gebrauchen, nachdem sie milliardenfach von deutschen Zungen wieder- in Brosa und Poesie aufschreien gegen die Grenel holt worden ist. Sengen"? Brennen"? Ist gesengt, gebrannt eines Krieges, nicht zugestehen, daß sie in Wahrung berechtigter worden? Wer hat die Stirne, das zu leugnen? Statt Interessen, daß sie in gutem Glauben, daß sie in sittlichem Empfinden Dußenden von Kriegsberichten, die ich vor mir habe, will ich das ihre Feder ergriffen haben? jenige Blatt citieren, das die t. Staatsanwaltschaft sonst gegen die Redacteure anspornte, den Schwäbischen Merkur". Was dieses Blatt sich in Briefen vom Kriegsschauplaz" von seinem Berichterstatter über thatsächliche Vorkommnisse melden läßt, wird doch als„ thatsächlich" vorgekommen Beweiswert für die richterliche Ueberzeugung haben. Herr Rudolf Zabel schrieb im Mittagsblatt vom 3. Juni: Als wir in Szchaifon eintrafen, fanden wir den Ort faft völlig verlassen, nebenbei bemerkt, ein ganz elendes, verwahrlostes „ Die gerichtlichen und„ disciplinarischen Prozeduren gegen NorNest, in dem wir die schenßlichsten Quartiere des ganzen Mariches mann- Schumann haben alle einen Geburtsfehler, an dem sie sterben, hatten. Als der Ort am nächsten Morgen nach dem Verlassen ehe sie auch nur eine mäßige Entwicklung erlangt haben. Dieselben zur Strafe angezündet wurde, dürften nicht allzu große Schäße Nachweise, die Abg. Bebel nach dem Tauschprozeß der Staatsanwaltverbrannt sein. Auf dem Rückmarsch, den wir früh morgens an- schaft auf deren Wunsch unterbreitet hat, sind einige Jahre früher traten, wurden noch die in der Umgegend gelegenen Dörfer von andrer Seite dem jezigen Gesandten v. Kiderlenniedergebrannt." Mädler, damals Dezernenten im Auswärtigen
Zu dem gestrigen Aufsatz von Bebel wird uns über den bes rüchtigten und gefährlichen Polizei- Agenten Normann- Schumann von einer Seite, die ihn kennt, geschrieben:
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Daß die Einwohner dieser Dörfer noch lange an diese Brand- Amt, geliefert worden, um eine Kaltstellung des Nichtgentleman mission denken werden, ist allerdings anzunehmen, wenigstens haben zu bewirken. Normann- Schumann hatte die einträgliche Schriftdie schwäbischen Bauern im Remsthal noch nach Jahr- stellerei mit Majestätsbeleidigungen im Auslande früher auch in hunderten an die hunnische Mißwirtschaft unter Melac gedacht. Ich halte demnach den Beweis für die Worte amerikanischen Blättern betrieben. Normann- Schumann ist auch der „ Sengen und Brennen" so erbracht. daß auch die richterliche Ueber- Verfasser jener Broschüre über den Xantener Prozeß, deretwegen der zeugung nicht daran zweifeln kann; sonst müßte ich mich auf Herrn Verleger zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Es Babel und den„ Schwäbischen Merkur" beziehen! fiel hernach auf, daß diese lange Strafe in eine mäßige Geldstrafe Was das Wort„ Morden" anlangt, so weiß jeder Leser, daß er im Gnadenwege umgewandelt wurde neben andren Motiven in der pathetischen und gar in der poetischen Sprache für jede hatte dabei der Nachweis der Autorschaft des Polizeispigels mitTötung vorfäßliche wird. gebraucht Sonst hätte gewirkt. Napoleon gegen Schiller Strafantrag stellen können, der sich Alle Nachweise dieser und der oben bezeichneten Art, die Herrn vermaß, zu dichten: „ Das Jahrhundert ist im Sturm geschieden, von Kiderlen geliefert wurden, genügten aber nicht, die Kaltstellung Der Stuttgarter , Beobachter" veröffentlicht einen Teil der Und das neue kündet sich mit Mord!" des Nichtgentleman Normann zn bewirken. War er„ brauchbar"? Verteidigungsrede, die Rechtsanwalt Friedrich Haußmann für unsren Parteigenossen Heymann, den Redacteur des Wahren der Quäfer und der heutigen Tolstojaner Es giebt philosophische Sonderlinge auch außerhalb der Bahl War er" furchtbar"? War er beides? Man kann es schon glauben, die den Krieg als wenn man weiß, daß Normann- Schumann sich rühmt, in vier Jakob", vor dem Stuttgarter Landgericht hielt. Da die China - Massenmord bezeichnen. Georg Herwegh gehörte zu dieser Sprachen an 80 Zeitungen des In- und Auslandes mitzuarbeiten ereignisse demnächst auch in Berlin ihr Nachspiel vor den Schranken Kategorie; denn er richtete im Jahre 1871 ein sehnsüchtiges und nicht nur bei einigen Regierungen wohl accreditiert zu sein, des Gerichts haben werden und somit die Erinnerung an die Ge- Friedensgedicht an sein Vaterland, worin die Kriegstötung folgender- sondern sogar zu Herren des heiligen Kollegs in Rom , zu Kardinälen schehnisse des Sommers 1900 erneuert zu werden verdient, geben wir maßen umschrieben ist: gute Beziehungen zu haben. die trefflichen Ausführungen Haußmanns hier wieder. Der Ver„ Du bist im ruhmgekrönten Morden teidiger führte aus: Das erste Volk der Welt geworden!"
raden!"
und Brennen etikettiert
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Die ,, Hunnenbrief- Fabrik".
Das, Berliner Tageblatt" schickt einer ausführlichen Citierung der gestrigen Ausführungen Bebels über die Hunnenbriefe. folgende Bemerkungen voraus: ebels lock of
Als während der China - Expedition plöglich von allen Seiten sogenannte" Hummenbriefe" auftauchten, welche den deutschen Soldaten in China Word, Raub und Plünderung vorwarfen, da gaben wir sofort unsern Zweifeln an der: Authenticität solcher folcher angeblich bon deutschen Soldaten in China herrührenden Briefe Ausdruck. Die HunnenbriefProzesse in Stuttgart und Frankfurt a. M. haben unsren 8 weifeln Recht gegeben und zugleich einen Fingerzeig dafür geliefert, wo der ursprung dieser Hunnen briefe zu suchen sei. Es hat danach eine förmliche Hunnenbrief- Fabrit in der Schweiz bestanden, deren spiritus rector fein Geringerer gewefen zu sein scheint als der berüchtigte ehemalige Berliner Polizei- Agent Normann Schumann alias Mac Hung. Bebel veröffentlicht im Vorwärts"
Nun hätte man meinen sollen, daß wenigstens nach den TauschLeckert- Lügow- Prozessen der Eifer der Behörden gegen Normann" Ich meine, daß diese Strafantrags- Campagne gegen Daß chinesisches Blut geflossen ist, wird auch der Herr Obereinige Redacteure ein seltsamer Anblid ist. Man sollte sie staatsanwalt nicht bestreiten und das Gericht als Thatsache an- Schumann eine Herzstärkung erfahren hätte. Es scheint aber nicht, von einer höheren Warte aus betrachten. Art. 64 der Reichs- nehmen. Jede der verbündeten Großmächte that ihr Bestes, um daß das der Fall ist; Herr Abg. Bebel irrt sich, wenn er meint, daß berfaffung bestimmit: Alle deutschen Truppen sind verpflichtet, den nicht hinter den andern zurückzubleiben. Dabei ist für den Ver Herrn Normann Schumann die Thore des Deutschen Befehlen des Kaisers unbedingt Folge zu leisten." Nun aber wurden lust an Menschenleben zu beachten, daß keine Feld- Reiches verschlossen wären; vielmehr ist der Mann im die abziehenden Truppen zu einer Ansprache versammelt, worin die schlachten geschlagen wurden, daß also die Tötung nicht Laufe des lezten Jahres wiederholt in Berlin gewesen, Worte vortamen: Schlachtentod war, sondern daß das viele Blut im wesentlichen ent- und er selber rühmt sich, daß er sich hier ohne Scheu bewege. " Pardon wird nicht gegeben. Wie vor tausend Jahren die weder den Füsilladen eines ad hoc gezimmerten Kriegsrechts oder Man darf ihm glauben, daß er auch in Luzern , in Zürich deutschen Humen sich einen Namen gemacht. Dafür steht Ihr mir bei der Niederknallung flüchtiger Haufen entsprungen sein muß; wie oft Polizeibehörden gute" Dienste leistet, und weil bei ihm derartige Eurem Fahneneid. Und nun glückliche Reise. Adieu, Kame- wurde gemeldet, auf unsrer Seite sei niemand gefallen, von den Dienſte immer einen vieldeutigen, vielseitigen Charakter annehmen, Chinesen 200 oder 800! Den Beweis, daß keine Feldschlachten ge= Auch wurden die Soldaten aufgefordert, einen Eindruck hervorschlagen wurden, entnehme ich auch dem gestern veröffent- mögen ihm einige Hunnenbriefe sehr wohl geraten sein. Es ist doch höchst sonderbar, daß die betreffenden Polizeibehörden zubringen, der bei den Chinesen tausend Jahre vorhalten müsse. Was lichten Armee befehl Sr. Majestät, worin sich die Worte sind die Mittel, um sich einen solchen Namen zu machen? Doch wohl, finden: so gänzlich ohne Kenntnis sind von dem Strafverfahren, durch welches Blut zu vergießen und Wohnstätten zu versengen! Kein denkender Und wenn es dem Expeditionscorps auch nicht beschieden die Justizbehörde den gewandtesten aller Polizeiagenten verfolgt. Mensch vermag dies zu bestreiten, auch der Herr Oberstaatsanwalt gewesen war, in großen Schlachten seine Kriegstüchtigkeit opfernicht. So konnte also die Annahme, daß die Truppen bestrebt freudig zu erweisen.. gewesen sein werden, im Sinne der Ansprache ein Exempel Ich erlaube mir zugleich, auf das Bedauern auf= zu statuieren, an welches die Chinesen mit Schrecken denken merksam zu machen, welches in diesen Worten durchklingt, würden, doch nicht als unberechtigt erscheinen. Und wenn nicht minder als in den folgenden: oann ein Gegner der in jener Ansprache vertretenen Auffassung, Daß trop der friedlichen Beiten das deutsche Heer wenn ein Boet in dieser Annahme die Rache- Aktion, die Blutmission seinen friegerischen Geist nach dem Vorbild der Väter bewahrt hat. just mit den Mitteln, welche einer nachhaltigen Schreckensmission Aber es genügt hier die festgestellte Bethätigung des kriege allein zu Gebote stehen, dem fließenden Blut und den brennenden rischen Geistes. Zweitens ist es eine unabweisbare Folgerung, daß Hütten, bezeichnet und dies von seinem Standpunkt aus als Morden der kriegerische Geist, wenn eine Feldschlachten geschlagen werden, dann kommt der von der sondern wenn man ein Volt befriegt, das in seinen Heimstätten selben Stelle ernannte preußische Kriegsfigt, eine Form annimmt, welche das harte Wort eines granminister und stellt gegen den Redacteur, der das Gedicht ver- famen Charakters rechtfertigt. Für diesen Vorwurf will ich öffentlichte, weil auch er überzeugt war, es habe sich die das denkbar klassischte Zeugnis beibringen durch das sa ch verSchreckensfunktion, welche er und die Soldaten aus den ständige 8eugnis des Strafantragstellers selbst. Worten des obersten Befehlshabers heraushören mußten, that Am 19. November gab Seine Excellenz der preußische Kriegsminister sächlich vollzogen, Strafantrag. Jedermann fühlt diesen klaffen im Reichstag flipp und klar zu: den Widerspruch: rechter Hand, linker Hand, alles vertauscht! Was die von Herrn Bebel erwähnten Grausamkeiten betrifft, Der Kriegsminister hat es furchtbar einfach! Jetzt heißt es so habe ich ihm bereits vorgehalten, daß durch den Volks. nach dem juristischen Formalismus: es sei eine Beleidigung, wenn krieg der Krieg einen grausamen Charakter annimmt. man behaupte, die Truppen hätten, soweit sich Gelegenheit bot, im Dieser grausame Charakter, die Entsetzlichkeit der blutenden Sinne des Abschiedsbefehls gehandelt! Die Redacteure seien zu Chinesenleichen mit abgeschnittenen göpfen und ohne, der Schmerz verurteilen, wenn sie nicht den Beweis führen, daß das geschehen des Todes für die Sterbenden und für ihre Kinder wird dadurch Das„ Berliner Tageblatt" vollführt eine ganz ungeheuerliche fei. Den Beweis"? Den Soldaten ist der Mund durch nicht anders, daß sich die Deutschen für ihr schneidiges Vorgehen strengen Befehl geschlossen; sie durften selbst über Fälle, wo auf eine kaiserliche Verordnung berufen können. Da mußten Verdrehung der Darlegungen Bebels. Diesem ist es natürlich nicht über das Maß des Kriegsbrauchs gesündigt wurde, niemand, nicht alle Buschauer zu einem Aufschrei gelangen! Ich eingefallen, durch seine Hinweise auf Normann- Schumann als wahreinmal ihren Angehörigen Mitteilung machen. So bleiben nur die will mur mit einer Einzelheit noch belegen, was der kriegerische scheinlichen Urheber der angeblichen Hunnenbrief- Fabrik die EchtAngaben der Offiziere und der Armeeleitung. Sie bestätigen, daß Geist" in Ostasien für Blüten getrieben hat. Ich greife einen Bericht heit der in der deutschen Preffe veröffent nicht das Geringste vorgekommen ist, daß im Gegensaß zur aus dem Stuttgarter Neuen Tagblatt" vom 10. August 1901 lichten hunnenbriefe bezweifeln zu wollen. Das„ Berl. Abschiedsrede nur der gewöhnliche Ordnungs- aus dem Chinatagebuch eines württembergischen Gefreiten heraus, Tageblatt" tann aus den Spizelversuchen Normann- Schumanns weil hier der Einzelheit hinzugefügt ist, daß sie keine Selten auf die Unechtheit der Humenbriefe nur schließen, weil es dienst ausgeübt worden ist. Hohes Gericht! Wenn eine oppofitionelle oder Arbeiter Zeitung beit sei: Englands bei der Ankunft eines Transports aus Afrika schriebe: Meine Compagnie schlug am Ufer des Peiho die Belte auf. gänzlich das Geständnis der offiziellen Berl. Korrespondenz" „ Unfre Helden tehren wieder, schlapp Ich besah mir die Trümmerhaufen. Unterwegs stieß ich auf vergessen hat, daß jener Spigelverfuch eben nur Versuch geblieben eines der gar nicht seltenen Kriegserempel. Am russischen ist. Die„ Berl. Korr." hat im Juli d. J. mitgeteilt, daß die bes Sengen, Brennen, Morden", und wenn der englische Kriegsminister Strafantrag stellen würde, so zweifle ich Kriegslagarett wurde ein gefallener Offizier beerdigt. Ein Stuli treffenden Briefe, die aus Luzern an einen Unteroffizier in China nicht, daß der als Kronzeuge gestellte General bezeugen warf das Grab aus. Die Leiche wurde hinabgesenkt. Der mit dem Ersuchen, sie an Verwandte und Freunde des Absenders würde, es sei nichts Unrechtes vorgekommen. Der StaatsPfarrer hält eine Predigt, wozu der Kuli lacht. Ergrimmt zurückzusenden, abgeschickt worden waren, thatsächlich überhaupt anwalt würde dann unter dem Beifall der englischen hierüber nimmt ein neben ihm stehender Kosak die am Boden nicht zur Zurücksendung gelangt sind. Gegen die verliegende Schaufel und haut den Kuli auf den Kopf, daß öffentlichten Hunnenbriefe ist also nicht das mindeste durch die Chauvinistenpresse gegen den Redacteur Gefängnisstrafe beantragen, und die englischen Richter wären in der Lage, wegen er lautlos zusammenbricht. Durch einen Fußtritt wird mangelnden Beweises und auf Grund der Aussagen des Generals er dann, ob tot oder lebendig, in die Grube befördert, Aufdeckung der angeblichen schweizer Hunnenbrief- Fabrit bewiesen. und Offizier und Kuli werden zugedeckt. Bei der Gelegenheit sei wiederholt erinnert, daß die Regie den Mann zu verurteilen. Aber doch würde durch unsre Das ist ein Stillleben aus dem Kriege. Auch der Deutsche Briefe und über die Namen der Personen, an welche der Unterrung auf unsre dringliche Befragung über den Absender jener Seele ein schmerzliches Empfinden gehen, ein Bewußtsein der Diffonanz zwischen dem Menschenrecht der ehrlichen hatte triegerischen Geist" genug, um sich eines Hilfeversuches zu Meinungsäußerung und dem Paragraphenrecht! enthalten, bevor das Opfer lebendig begraben wurde, das bei offizier die Briefe zurücksenden sollte, sich in dauerndes, höchst feltDer Herr Oberstaatsanwalt hat sich nicht darüber ausgesprochen, der fremden Sprache und Tracht des Popen sein Gesicht verzogen fames Schweigen gehüllt hat. Die Regierung ist es, welche die ob der Ausdruck„ Hunnen" eine Beleidigung ist; dabei ist auch hatte! Das Luder ist wohl hin," diese Reflexion gewinnt die Ober- Wege verschließt, die zur Aufdeckung jener unsauberen Machenschaften zu berücksichtigen, daß die Worte des inkriminierten Gedichtes" Egels hand über das Gebot des Herzens: Du sollst nicht töten!", das führen. Söhne, Hunnenhelden", nicht unter Anklage gestellt sind. Der andren vorschwebt!
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