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Mr. 283.

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Vorwärts

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Berliner Dolksblatt.

18. Jahrg.

Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Pig., für politische und gewertschaftliche Vereins­und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Mort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der@ xpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin"

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.

Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

,, Kardinal, thun Sie das Ihre!"

Der zweite Tag der Bolldebatte begann mit dem mißlungenen Versuch des Grafen Posadowsky, die am vorhergehenden Tage durch die Regierung überreichlich bewiesene Unfähigkeit in der Ver­tretung ihrer Vorlage auszugleichen, und er endete in einem erneuten Fiasko des Reichskanalers, deffen letzte armiselige Redekunst in homerischer Lächerlichkeit erstickte.

Graf Posadowsky meinte im Eingang seiner Nede, es habe ihn das Gefühl überkommen, mit welch geringer Sachlichkeit und Sachkenntnis dieses ernste Wert des Zolltarifs beurteilt werde". Aber Graf Posadowsky hat nicht zu überzeugen vermocht, daß seine bedauernde Bemerkung, die zweifelsohne durchaus richtig ist, wenn fie auf die Klopffechter der Zollerhöhungspolitik in der Regierung wie in den Parteien bezogen wird, nicht auch zugleich ihn selbst kenn zeichnet. Graf Posadowsky , der lange Jahre den Tarif vorbereitete, der Fachmann und eigentliche Urheber der verderblichen Neuerungen dieses Tarifs, hat seine eigne Sachkenntnis dadurch er= wiesen, daß er die oberflächlichsten Scheinbeweise und kläglichsten Trugschlüsse des Agrariertums als Quintessenz handels- und zoll­politischer Weisheit zum Vortrag brachte.

Mittwoch, den 4. Dezember 1901.

Durch dieses Wort fordert im Schillerschen Drama König Philipp den Großinquisitor auf, seinen Sohn Carlos dem Kerler zu überliefern und aus der Reihe der Lebenden zu tilgen. In Carlos durch den er sein Land verwüstet und zu Grunde gerichtet hat. Kurz aber will Philipp die Auflehnung gegen den Despotismus ersticken, or jenem Citat läßt Schiller den spanischen Despoten also den Mordplan gegen Carlos faffen, da ihm berichtet war, daß diefer eine neue Beit in das Land bringen wolle:

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Er könnte sich verrechnet haben. Noch,

Noch bin ich. Habe Dank Natur! Ich fühle Zu meinen Sehnen Jünglingskraft. Ich will Ihn zum Gelächter machen. Seine Jugend Sei eines Träumers Hirngespinust gewesen. Er sei gestorben als ein Thor. Sein Sturz Erdrücke feinen Freund und sein Jahrhundert! Laß sehen, wie man mich entbehrt. Die Welt Ist noch auf einen Abend mein. Ich will Ihn nüßen, diefen Abend, daß nach mir Stein Pflanzer mehr in zehen Menschenaltern Auf dieser Brandstatt ernten soll. Er brachte Der Menschheit, seinem Gößen, mich zum Opfer; Die Menschheit büße nun für ihn!.

So rächt sich die Anrufung des Dichters der Freiheit und menschlichen Würde. Niemals wurden die Schändlichkeiten der Zoll­wucherpolitik furchtbarer gekennzeichnet, als durch den Reichskanzler Grafen Bülow, indem er die Parteien des Reichstages aufrief, eine Politik in Deutschland durchzuführen: ... Daft Kein Pflanzer mehr im zehen Menschenaltern Auf dieser Brandstatt ernten soll."

Politische Webersicht.

Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3.

Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

nicht mehr erforderlich sind, oder wo ein Artikel in Amerika nicht produziert wird, oder wo der Zoll nicht mehr für Einnahmezwecke nötig ist. Ein solches Verfahren wird naturgemäß herzliche Bes ziehungen zu den andren Nationen, wie sie so wünschenswert sind, fördern.

Eine Tarifänderung ist demnach, wie die Botschaft nachdrücklich hervorhebt, nicht geplant; der Dingley- Tarif soll bestehen bleiben, nur der Abschluß von Reciprocitätsverträgen zur Erweiterung der auswärtigen Absatzmärkte wird befürwortet. Ob bei Abschluß solcher Verträge die Regierung geneigt ist, unter die durch die Dingley- Bill festgesetzte unterfte Ermäßigungsgrenze von 20 Proz. herabzugehen und eine dementsprechende Abänderungs- bezw. Ergänzungsbill ein zubringen gedenkt, wird unerwähnt gelassen. Eine dahingehende Absicht ist der ganzen Fassung des betreffenden Bassus nach faum anzunehmen, sollen doch überhaupt nur solche Bollsäge ermäßigt werden, die entweder für die Zwecke des gollschutzes nicht mehr erforderlich sind, die Waren treffen, die in Amerika nicht produziert werden, oder wo der Goll für Einnahmezwecke nicht mehr erforder­lich ist. Damit sind von vornherein die Bollzugeständnisse auf ein bescheidenes Minimum eingeschränkt.

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Im übrigen enthält die Botschaft, die mit einem Nachruf für Mc Kinley beginnt, im Anschluß hieran einige scharfmacherische Wendungen zu Gunsten zu schaffender Anarchistengesetze, ein paar Worte über die zu erstrebende Forderung der Handelsmarine, einige im Chamberlainschen Stile gehaltene Straftworte gegen die Filipinos, deren den Kampf fortsetzende Elemente nur noch aus Banditen" und Marodeuren" beständen und die Bes handlung als Briganten verdienten", und schließlich die Auf­forderung an den Kongreß. den neuen Panamatanal. Vertrag zu ratificieren und sobald als möglich Sorge für den Ban des Kanals zu treffen. Sie klingt aus in die Betonung der Pflicht, die Kriegsflotte und das Landheer mehr aus­zubauen, um die Monroe Doktrin aufrecht erhalten und die Nechte des Landes mit Nachdruck wahren zu können.

Graf Pojadowsky bestätigt heute die Gründe, ob deren die konservative Partei den Mantel ihrer chriftlichen Liebe über den 12 000 Marl - Frevel gedeckt hat. Graf Bosadowsty war unentbehrlich als agrarischer Zutreiber in der Regierung und er hat den Dank an seine Schüßer erstattet, indem er ihre Anschauungen und ihre Wünsche in seiner würdevollen Bose als Regierungsüberzeugung vertrat. Die hohe Sachkenntnis des sachkundigsten Vertreters der Zollvorlage in der Regierung offenbarte fich in Gedanken, wie diesen, daß man eine freihändlerische Oase nicht gründen könne in einer Wüste von Schußzöllen" und daß ein besondrer sozialpolitischer Wert der Vorlage darin beruhe, daß die Bevölkerung mehr in der Land­Berlin, den 3. Dezember. wirtschaft verbleiben könne, wo es leichter sei, wirtschaftlich selb­Die Botschaft Roosevelts. ständig zu werden. Es ist schwer, ernsthaft gegen Argumente zu Linie bedeutsame Auslaffungen über des Präsidenten Stellungnahme Die Botschaft Roosevelts an den Kongres enthält in erster streiten, die bald die Anschauungen des Gegners gänzlich entstellen, bald die offenkundigsten Thatsachen des Wirtschaftslebens vernachzu wichtigen inner und zollpolitischen Fragen, über die mancherlei vernach- Legenden folportiert worden sind. Hieß es doch, daß Roosevelt Lässigen. Nach dem Grafen Posadowsky tam der Vertreter des Centruma ernstlich gewillt sei, dem Umvesen der allmächtigen Kapitalisten­zu Wort. Anstatt des durch Krankheit gehinderten Dr. Lieber erfüllte Organisationen, der Trusts, mittels der Gesetzgebung zu Leibe Dr. Spahn die ihm gewordene Aufgabe mit so geringer Sprachau gehen. Und wurden doch ferner allerhand Gerlichte laut kunst, daß das Haus nur mühsam den Redner der entscheidenden über eine von Roosevelt geplante Kursänderung der amerikanischen dauernden Ausgaben werden Partei anzuhören vermochte. Dr. Spahn legte in innerlich wenig ebensowenig daran denkt, den Trusts im Ernste ein Haar zu an einmaligen främmen, wie in der Zollpolitik neue Wege einzufchlagen. Ueber die Trusts erklärt die Botschaft:

zusammenhängenden Bemerkungen die Meinungen seiner Fraktion dar, ohne neues oder abweichendes vorzubringen zu dem, was aus der Presse des Centrums und aus Versammlungs­reden bekannt war. Das Centrum ist nicht nur bereit, den Brotwucher zu verwirklichen, sondern will in der Kommission prüfen, ob nicht noch höhere Wucherzölle für die Getreidearten sich erzielen lassen, und es ist gleichfalls bereit, die agrarische Zwangs­forderung zu unterstützen, daß das Inkrafttreten des Tarifs nicht der Entschließung der Regierung überlassen, sondern auf einen bestimmten Zeitpunkt festgelegt werde. Der Regierung soll die letzte Möglichkeit entzogen werden, unter die wucherischen Zollsätze irgendwie herab­zugehen, selbst wenn sie nach Beginn der Handelsvertrags- Ver­handlungen mit den auswärtigen Staaten erkennt, daß auf Grund des neuen Tarifs Verträge nicht zu stande kommen können.

Die Kugel des Czolgocz hat also, wie vorauszusehen war, den um ein paar Striche abzulenken vermocht. von Mc Kinley innegehaltenen politischen Kurs auch nicht einmal

*

Deutsches Reich .

Der neue Militäretat

übertrifft den vorjährigen um rund 80 Millionen. An forta

Ausgaben im ordentlichen Etat

8 106 726 M. mehr,

61 815 470 M. mehr,

an einmaligen Ausgaben im außerordentlichen Etat 5 852 050 M. mehr

Es sei nicht zutreffend, daß in demselben Maße, wie der Reiche reicher geworden sei, der Arme ärmer geworden sei. gefordert. Zur Fortführung der Errichtung von Maschinengewehr- Abteilungen Das Land sei den Männern zu großem Dante ver­pflichtet, welche den Handel des Landes geschaffen sollen im Jahre 1902 weitere 7 Abteilungen gebildet und die und seine Industrie entwidelt hätten. Ein weiterer Etatsstärken der bestehenden 5 Abteilungen anderweit festgesetzt Grund, diese kommerziellen und industriellen Korporationen mit werden; außerdem sollen bei der Fuß artillerie, deren Auf­Bedacht zu behandeln, liege in den internationalen gaben vielseitiger und schwieriger geworden find, 10 Compagnien Handelsverhältnissen. Die Bedeutung der herrschenden neu errichtet werden. Durch die Renderungen in der Heeresstärte, Stellung, welche Amerita im internationalen Geschäftsverkehr die sämtlich vom 1. Oktober 1902 ab durchgeführt werden sollen, der Welt erst seit kurzer Zeit einzunehmen begonnen habe, sowie durch eine geringe Verstärkung von Bezirkskommandos wird dürfe nicht auf das Spiel gesetzt werden. Es sei ja richtig, die in dem Gesetze vom 25. März 1899 festgejezte Friedenspräsenz­daß wirkliche und ernste Uebelstände vorhanden seien, der Haupt- stärke an Gemeinen, Gefreiten und Obergefreiten in Laufe des So unbedeutend die bisherigen Neden dieses Tages waren, Für das Rechnungsjahr 1902 fehler sei die Ueberkapitalisierung; Verschmelzungen sollten technungsjahres 1903 erreicht. nicht verboten, aber innerhalb vernünftiger werden u. a. mehr verlangt: 5 Bataillonskommandeure, 20 Haupt­so hoch stand die mun folgende Rede Eugen Richters, die an 22 Vicefeldwebel, Grenzen beaufsichtigt werden. Ein wesentliches Gr- lente, 200 Oberlieutenants, 39 Feldwebel, fachlicher Juhaltlichkeit und rednerischer Drastik zu den besten fordernis, um eine solche Stontrolle ausüben zu können, liege in 18 Fähnriche, 91 Sergeanten, 202 Unteroffiziere, 12 Trompeter, Leistungen des freisinnigen Führers zu zählen ist. Richter sprach, der Kenntnis aller Vorgänge bei derartigen Gesellschaften und in 27 Kapitulanten, 140 Obergefreite, 182 Gefreite, 1346 Gemeine. besonders im zweiten Teil seiner Rede, nicht leicht und nicht ohne Die Summe der fortdauernden Ausgaben für das Rechnungs­der Deffentlichkeit ihres Geschäftsganges. Die Regierung die Spuren seiner Jahre zu befunden, aber seine Rede bekundete eine sollte das Recht haben, in den Geschäftsgang der jahr 1902 beläuft sich auf 443 281 516 M. gegenüber vortreffliche Abfertigung der hinterwäldlerischen Anschauungen des großen, am internationalen Geschäftsverkehr 435 174 790 M. beteiligten Korporationen einzusehen, und die Unter den einmaligen Ausgaben im ordentlichen Etat sind zu schutzzöllnerischen Absperrungssystems, eine eindringliche Darlegung Nation selbst die Aufsicht über dieselben übernehmen. Darin liege erwähnen: 25 000 m. erste Rate( für Entwurf) zum Neubau der Gefahren, die aus dem Tarif erwachsen müssen und eine von teine Härte. Die Banken feien schon jetzt der gleichen Maßnahme bunden mit teilweisem Umbau des Dienstgebäudes der General­eines Geschäftshauses für das Militärkabinett, ver­Spott und Jronie überquellende Beurteilung der gegenwärtigen unterworfen. Regierungsmänner und ihres Regierungssystems. Die sarkastischen Die Botschaft zeigt also, daß die Berichte, die von einer gegen Chef des Militärtabinetts in Berlin ( leberschlag 1 500 000 W.); der Militärkasse sowie eines Dienstwohnungs- Gebäudes für den Ausfälle Richters gegen den langen Möller gtvangen selbst die Trusts gerichteten Politik des Präsidenten Roosevelt tvissen Neubau des Geschäftshauses soll auf dem Grundstild Ede Bring die Rechte zu stürmischer und sich oft erneuernder Heiterkeit. wollten, jeder Begründung entbehren. Daß eine weitverbreitete Albrecht- und Königgrägerstraße, der der Dienstwohnung auf dem Das schwerste Geschoß Richters aber traf den Grafen Bülow, Stimmung gegen die Trusts in den Mittelschichten der Hinterlande dieses Grundstücks errichtet werden; 15 000 m. 1. Nate dessen staatsmännische Geringfügigkeit Richter rücksichtslos feststellte. amerikanischen Bevölkerung vorhanden ist, läßt sich nicht bestreiten,( zu den Kosten der vorläufigen Verhandlungen und der Entwurfs­Ein solches Zeugnis der Armseligkeit hat aus den Reihen einer und gern würde, um diese Elemente für sich einzufangen, die bearbeitung) zur Erwerbung und Herrichtung eines Truppen bürgerlichen Bartei noch niemals ein Reichsfangler vor versammeltem amerikanische Regierung ihnen Konzeffionen machen; aber der übungsplates für das 18. Armeecorps, das einen solchen noch Parlament erlebt. Es bedarf dabei kaum ausführlicher Erwähnung, Einfluß der großen Trust Monopolisten, die zugleich nicht hat,( die Kosten für Platz und Lagereinrichtungen können noch daß auch die Richtersche Rede der allgemeinen Unzureichendheit des frei- die Drahtzieher der republitanischen Partei find, nicht angegeben werden).- fimigen Standpunktes nicht entgehen konnte; weder fand der frei- die Rücksicht auf ihre Hergabe von Geld zu Wahlzweden, haben, wie Diplomatische Entschuldigungen. Am Dienstagmorgen wußte sinnige Redner das genügende Wort für die furchtbare Belastung die Auslassung Roosevelts beiveist, alle Bedenken überwunden. Nur das Berliner Tageblatt" beftinformiert zu melden, daß die öst­der arbeitenden Klaffen durch den Kornwucher, noch gelang es ihm, an der Ueberkapitalisierung, der sogenannten Verwässerung" der reichische Regierung sich bei der deutschen wegen der polnischen die verhängnisvolle Zollpolitik der Regierung, über die Ver- Anteilscheine findet er etwas auszusetzen, und das Mittel, Demonstrationen gegen Preußen entschuldigt habe. antwortlichkeiten einzelner Personen hinaus, auf das allgemeinere das er dagegen empfiehlt, ist lediglich ein gewisses Am Nachmittag desselben Tages erklärte das Berliner Tageblatt" Uebel der tapitalistischen Entwicklung Deutschlands zurückzuführen. Ober Aufsichtsrecht der Regierung über die Geschäftsführung: gleichfalls beftinformiert, daß eine solche Erklärung nicht er­Richter zwang den Reichskanzler zur Antwort. Diese ein Recht, das bei der finanziellen Abhängigkeit derselben folgt jei. Antwort aber bestätigte nicht nur das Urteil, das Richter soeben Regierung von den Trustcompagnien letztere schwerlich allzu hart gefällt hatte, sondern entkleidete dem Grafen Bülow des letzten treffen dürfte. Flitters, der ihn geschmückt und der ihm so oft den Beifall der Auch von einer fogenamiten Abwendung von den Schutzzoll Anspruchslosen erworben hatte. Graf Bülow sollte an der Neigung, principien der letzten Jahre ist keine Rede. Der betreffende Bassus die eigne Nichtigkeit durch Citierung von Aussprüchen großer Männer der Botschaft lautet: zu schmücken, auch seinen Ruhm tönenden Wortschwunge zu Grunde richten. Da er sich verwahren wollte, daß er nicht ein Führender in der Politik des Reiches sei, spielte er den Getreuen des Kon­stitutionalismus, rühmte sich des Zustandekommens einheitlicher Meinungen der Bundesregierungen in der Tariffrage und wendete fich pathetisch an den Reichstag mit dem Gitat aus Schiller :

" Stardinal, ich habe

das meinige gethan. Thun Sie das Ihre

informieren, ob in gleicher Weise Deutschland der englischen Kann uns das Berliner Tageblatt" mun vielleicht auch darüber Regierung das Bedauern über die Anti- Chamberlain- Rundgebuigen ausgesprochen hat?-

Die ,, Krenz- Zeitung" über den Profefforen-, Rummel". Richts könnte univeiser sein, als die geschäftlichen Interessen des Der beißende Hohn, mit dem die Kreuz- Zeitung " in der Landes durch eine allgemeine Tarifänderung zu stören. Doch ist es Wochenschau ihrer Sonntagsnummer die Zustimmungserklärungen höchst wünschenswert, für ein Ergänzungssystem der Reciprocität der deutschen Universitätsprofefforen zu der Erklärung Mommsens zu sorgen. Die Reciprocität muß als die Gehilfin der Schutzzoll überschüttet, beweist mit erfreulichster Deutlichkeit, welche Berachtung Bolitik behandelt werden. Das phänomenale Anwachsen unsres

Ausfuhrhandels verlangt gebieterisch ausgedehntere Abfagmärkte unsre junterlichen Throustügen gegenüber den Trägern der ordnungs­und eine liberalere Politik den fremden Nationen gegenüber behufs staatlich konzessionierten Wissenschaft empfinden: Gewinnung dieser Märkte. Wir können dabei die bestehenden Bollsäge in jedem Fall verwerten, wo sie für Zwecke des Schutzes

Da der Liberalismus verschmachten müßte, wenn er nicht

immer wieder einen frischen Rummel" in Scene sezen tönnte,