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Nr. 301.

Abonnements- Bedingungen:

Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags­Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft­Abonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1901 unter Mr. 7671. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat.

Erscheint täglich außer Montags.

Vorwärts

Berliner Dolksblaff.

18. Jahrg.

te Insertions- Gebinge beträgt für die sechsgespaltene Rolonet geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins­und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Bfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm Adresse: " Sorialdemokrat Berlin".

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.

Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

Mittwoch, den 25. Dezember 1901.

Die nächste Nummer unfres Blattes die geweihte Nacht, aus der erlösendes Licht anbrechen sollte, wird erscheint am Sonnabendmorgen.

Mit dem 1. Januar 1902 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den ,, Vorwärt8" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage ,, Die Neue

Welt".

Im Unterhaltungsblatt beginnen wir am 1. Januar mit dem

Abdruck des Romans

Foma Gordjejew

Bon Magim Gorki.

Für Berlin nehmen sämtliche Beitungsspebiteure sowie unfre Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von

1 Mark 10 Pfennig frei ins Hand. Für das übrige Deutschland nehmen sämtliche Post­anstalten Bestellungen zum Preise von

Bon geweihter Nacht geht ein feierliches Raunen. Aber frebelhaft entweiht durch das Unrecht, das grenzenlos alle Beziehungen der Menschen verdunkelt und jedes Aufleuchten des Lichts erstickt.

Im christlichen Staat wird der Erdenfrieden verwirklicht durch den Bau von Kasernen, durch die Zwangserziehung der Kinder zum Niederschießen von Vater und Mutter, durch gierigen Wetteifer der Nationen um die mörderischste Kriegswaffe. Im christlichen Staat wird Gott angerufen, daß er den Sieg gebe über ein kleines, tapferes volt, das die Heimatliche Scholle todesmutig verteidigt. Im christlichen Staat wird Christlichkeit geübt durch Raub und Plünde rung, durch grausames Morden von Frauen und Kindern. Und christliche Staaten müssen dies christliche Werk Jahre aus Jahre ein ungehindert geschehen lassen, da sie allesamt Staaten der chriftlichen Herrschpolitik sind, die andern Völkern Land stiehlt und sie durch Summengewalt zum Ertragen des Unrechts zivingt, die dem Ge­fängnis überliefert diejenigen, welche sich weigern, den Widerchrist Christ zu nennen.

Im christlichen Staat wird die Liebe und das Recht verwirklicht durch die Herrschaft des Goldes. Der christliche Staat ist der Staat der Millionäre und Milliardäre. Im christlichen Staat wird der Prasser satt von der Mühsal der Arbeitenden, gesund von der Krankheit der Ueberarbeiteten, langlebig vom vorzeitigen Sterben der Notleidenden. der Armen, fittlich von der Entfittlichung der Franen und Töchter

1 Mart 10 Pfennig pro Monat ( ausschließlich Bestellgeld, 14 Pfennig pro Monat) entgegen.( Ein­getragen ist der Vorwärts" in der Post- Beitungsliste unter Nr. 7671.) Und als schönster Schmuck und höchste Krönung ist auf den Jm Auslande tann der Borwärts" gleichfalls bei der Post Weihnachtsbaum, den der christliche Staat errichtet, das christliche bestellt werden; der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich Staatsgesetz des Brot touchers gesteckt. Die eifervollsten 5 Fr. 1 Cts. in Belgien , 8 l. in Holland , 8 Kr. 59 Dere Christen des christlichen Staates sollen gelohnt werden durch die in Dänemart, 5 Fr. 71 Cts. in Italien , 5 Fr. 15 Cts. in Milliardengabe aus der Bezollung der Volksnahrung. Sie feiern Luxemburg , 4 Sr. 66 Heller in Oestreich Ungarn , 6 Fr. frohe Weihenacht, denn es wird ihnen zur Wahrheit das ersehnte 10 Cts. in Rumänien , 4 Sr. 17 Oere in Schweden , 5 Fr. in ber Schweiz ; 9 M. in Frankreich , England, Spanien und Evangelium: Nehmen ist seliger denn geben! Portugal , den Bereinigten Staaten von Nord= Aber das heuchlerisch betrogene Bolt wendet sich von der amerika und andren zum Weltpost verein gehörenden außer- schmählich entweihten Nacht, deren Friedenshoffen im Donner der europäischen Ländern. Kanonen, deren Liebeswort in unmenschlichem Haß begraben wurde. Es erfüllt sich mit heiligem Zorn wider die große Lüge, welche die Missethat vollführt im Namen des Evangeliums, welche das Liebes­fest durch den Vorsatz der Marterung des Nebenmenschen begeht. Das Volk feiert fein frohes Fest.

Unter Kreuzband direkt von der Expedition bezogen kostet der Vorwärts" pro Monat 2 Mart immerhalb Deutschlands und feiner Kolonien und in Oestreich- Ungarn , im Ausland 3 Mark pränumerando.

Redaktion und Expedition des Vorwärts".

Entweihte Nacht.

Nicht feiert unser Bolt ein frohes& e ft. Schivere Nebel brücken das Land; der Sonne freudiges Licht ist umdüstert und vermag nicht Hoffnungen erweckend die Herzen der Menschen zu erhellen.

Nicht vermag es fönstliche Seelenfriedenn zu finden nach Tagen harten Ringens um die Notdurft des Lebens, nicht dürfen die Männer und Frauen des Volkes ein Fest begehen in froher Zuversicht, daß ihr nächster Tag und die Tage ihrer Kinder geordnet und ge­fichert sind. Die strenge Not der Zeit, die schwere Hand der Bes brückung, die auf den Leibern lastet und die Geister beugt, die dräuend ragende Gefahr neuen Unheils wehrt den unbefangen frohen Sinn und umdüstert das schivache Licht, das in der Be­hausung des Arbeiters den verlangenden Kindern entzündet wird.

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Doch ist das frohe Fest der Nt a st verwehrt, so mag denn ein Fest des Rüstens uns bereitet sein! Wurde die Nacht froher Liebesbotschaft entweiht durch ihrer Verkündiger Liebesleere, so sei denn eine neue Weihe ihr gewonnen durch das erlösende Birken einer erneuten weltumgestaltenden Lehre, deren Träger, auch in den Krippen der Armut geboren, in neuer Art Erquickung und Erhöhung der Menschheit verkündet.

Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3.

Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

Vorjahr von 1 219 599 To. Winterweizen und einem Plus von 250 441 To. Sommerweizen ein thatsächlicher feststellbarer Verlust bon 167 664 000 M. für Weizen. Auch aus dieser Bahl ergiebt fich, daß meine Schäßung im Mai d. J. der Wirklichkeit sehr nahe gekommen ist.

Was die Ernte von Roggen betrifft, so habe ich den Ausfall an Winterroggen auf 713 000 To. geschätzt, während er nach der amtlichen Veröffentlichung 598 797 o. beträgt. Ich schätzte den Ertrag auf rund 5 600 000 To., während er nach der amtlichen Veröffentlichung mit 5 719 324 To. zu benteffen ist. Bei einer Bugrundelegung des Roggenpreises von 145 M. per Tonne schätzte ich im Monat Mai den Verlust auf rund 103 000 000 m., während er jetzt thatsächlich nach Abzug des Mehrertrages in Sommer­roggen noch auf 80 880 000 m. zu veranschlagen ist.

Den Gesamtverlust, den die Landwirtschaft allein in Brot­getreide Weizen und Roggen erleidet, schätzte ich auf 286 750 000., während er nach den amtlichen Dezember­Angaben unter Berücksichtigung des Anbaues von Sommergetreide jegt auf 248 544 000 m. zu ermäßigen ist."

Der einzige Vorteil, den die Landwirtschaft aus der dies­jährigen Körnerernte hat, ist darin zu suchen, das in Gerste und Hafer beträchtlich mehr eingebracht wurde als im vorigen Jahre und zwar bei ersterer ein Plus von 281 999, bei letzterer von 114 888 Tomen. Niemand wird behaupten wollen, daß ein Plus von etwa 280 000 Tonnen Gerste und 110 000 Tonnen Hafer die enormen Verluste in Roggen und Weizen wettmachen könnte."

Die Eingabe enthält vorausgesetzt, daß sie genau dem von dem agrarischen Blatt mitgeteilten Wortlaut entspricht- einen Fehler. Graf Schwerin hat, so viel wir wissen, in seiner früheren Berechnung für Weizen nicht einen Preis von 170, fondern von 175 M. pro Tonne zu Grunde gelegt; er schätzte den Ausfall auf 1,05 Mill. Tonnen und erhielt, indem er die Tonne mit 175 M. in Rechnung stellte, einen Gesamtverlust an Weizen von 183,75 Millionen Mart. Doch diefer Irrtum ist nebensächlich; was auch Graf Schwerin zugeben muß, ist, daß seine Schätzung zu hoch war, daß er die bedeutenden Mehrerträge an Sommer­weizen und Sommerrogen nicht mit in Anschlag gebracht hat und daß ferner das Deficit an Brotgetreide durch die größere Hafer- und Gersten- Ernte wenigstens zu einem guten Teil wieder ausgeglichen wird.

er

Indes richteten sich überhaupt von vornherein die An­griffe weit weniger gegen die vom Grafen von Schwerin veröffentlichten Saatenstands- und Ernteschäßungen, als gegen die absurde Verlustrechnung, die er aufzustellen beliebte, und die Berechtigung dieser Angriffe wird durch die neue Eingabe in feinem Punkte widerlegt, sie wird viel mehr vollinhaltlich bestätigt. Als Verlust kann der Landwirt immer nur rechnen, was er thatsächlich bei der Umackerung der mit Winterkorn bestellt gewesenen Fläche zugesezt hat, also die Ausgaben für die Saat, für die Bestellung des Ackers und den Dung; für legteren übrigens auch nur einen Teilbetrag, da seine Kraft keineswegs durch die mißglückte Wintersaat voll ausgenutzt worden ist. Graf Schwerin stellt aber nicht nur diesen Verlust in Rechnung; Kümmernis und Not nisten in den Wohnstätten unsres Boltes rechnet einfach als Verlust die Preissumme des Korns, das und die Lichter am schmächtigen Weihnachtsbaum, die der Arbeits­möglicherweise der Landwirt auf der umgepflügten Fläche mann seinen Kindern entzündet, vermögen nicht zu erwärmen und hätte ernten können; in diesem Preis aber steden auch erquickende Freudigkeit nach langer harter Arbeitszeit zu entfachen. die Ausgaben für Mähen, Binden, Herein­Nur eine kurze Rast ist den Ermatteten gewährt nach schwerer Mühsal, freudlose Rast in der Gewißheit baldig erneuter Qual, bringen, Dreschen, Lagern 2c. 2c.- Ausgaben, die Nicht erbt unser Volt jene Wunder und Dogmen der alten der Landwirt infolge des Umpflügens der mit Wintergetreide und für Zehntausende die schwerere Not, der Arbeitsmühsal ent- Lehre, die vor der Wahrheitsforschung menschlicher Vernunft ger- bestellt gewesenen Fläche sämtlich erspart hat. Aber nicht ledigt zu sein und die viel härtere Not der Arbeitslosigkeit zu dulden. rinnen mußten. Wohl aber hütet es treu ihren edelsten Gehalt, das nur, daß der Herr Graf Ausgaben als Verluste berechnet, Auf der Schwelle der Armen tauert der Hunger; in die Klänge der deal der Liebe und der allmenschlichen Brüderlichkeit, das geläutert die der Landwirt gar nicht gehabt hat, Weihnachtsglocken, die feierlich von den Domen ertönen, mischt sich und befähigt für die Wirklichkeiten des Lebens auferstanden ist in auch den Entgang an Gewinn, er zählt den vielleicht die bange Klage der Entbehrenden, der verzweifelte Schrei der der Verkündigung des Socialismus. vielleicht beim Verkauf des Getreides der Landwirt hätte erzielen können, Mutter, der das geliebte Kind in unverschuldetem Siechtum zu- Ist es nicht Zeit zu frohen Festen, so laßt uns die entwveihte als Verlust hinzu; und hiermit noch nicht genug, rechnet er sammenbricht. Nacht durch das Gelöbnis weihen, getreue Knechte zu sein im nicht den Getreidepreis loco Gutshof, sondern Aber die Christenheit feiert die heilige geweihte Nacht. Dienste des Ideals, und all' unser Wollen und Können einzusetzen, den Börsenpreis und zwar wieder nicht, ob­Aus der Krippe der Armut sollte einst aufgehen die neue Lehre, auf daß die schöne Botschaft des Socialismus Wahrheit werde unter gleich doch Posen, Westpreußen, Ostpreußen , Pommern die umgestalten würde die ganze alte Welt des heidnischen Römer- der Menschen. reiches. Der armselige Galiläer sollte Geistesherr werden über das am schlimmsten von dem Ernteausfall betroffen worden Noch lasten die Nebel über den Fluren und verhüllen das Licht sind, die Preise in Königsberg , Danzig , Stettin usw., Imperium der Weltmacht durch das Wunderwort der Liebe des der Sonne. Aber die Tage der Sonnenwende sind gekommen, die sondern die höheren Preise an der Berliner Nächsten. Nebel werden zergehen und sieghaft wird die Sonne neues jauchzendes Börse. Und doch weiß selbst der Einfältigste, daß in diesen Auch heute wieder wie alle Jahre wird die Botschaft von der Lenzesleben eriveden. So wird auch der Sonnengedanke des Socialis Berliner Großhandelspreisen außer dem Betrag, den der Geburt des Menschenerlösers in der Krippe verkündet, der die Liebe mus die Düsternis der Not, die uns umdunkelt, durchleuchten und Landwirt erhält, die Ausgaben für das Anfahren des Ge­und den Frieden über die Erde breitet und die Menschen mit den Tag schaffen, da eine blühende Menschheit im leuchtenden Licht treides vom Gutshof nach der nächsten Bahnstation, der gläubiger Zuversicht in aller Not erfüllt. Eisenbahntransport von dort nach Berlin , die Koften des Umladens, des Aufspeicherns 2c. und schließ­lich auch die Handelsgewinne der Kornhändler stecken. Alle diese Kosten und Profite, auch die Eisenbahnfracht, das Umladen in Berlin , den Gewinn des Berliner Rorn­Heut kündet der Römer Christentum. Heut nußen die Herren des Imperiums die Geberde des Galiläers. Heut lehrt der Er­Graf v. Schwerin - Löwit will die ihm in letzter händlers, berechnet Herr Graf Schwerin als barmungslose Erbarmen. Heut mahnt der Raubende zur Demütig- Beit mehrfach von gegnerischer Seite gemachten Vorwürfe, in Verluste der notleidenden Landwirte. Es ist seinen bekannten Eingaben an den Reichskanzler vom 30. Mai gerade so, als wenn z. B. ein Stuhlfabrikant, dem eine An­roher, halbfertiger Gestelle verbrennen, als bezw. 5. Juni den Ernte Ausfall an Weizen und Roggen zahl nur das berechnen wollte, was zu hoch veranschlagt und eine ganz unhaltbare Schaden- feinen Schaden nicht für die berechnung aufgestellt zu haben, nicht auf sich sitzen lassen ihm die Gestelle foften, sondern was er für und hat deshalb an den Landwirtschaftsminister als Vor- fertigen Stühle möglicherweise hätte erhalten können, und sitzenden des königlichen Landes- Dekonomie- Kollegiums eine wenn er dann obendrein auch noch die Transportkosten und erneute Eingabe gerichtet, in der er seine früheren Schätzungen die Gewinne, die seine Abnehmer beim Wiederverkauf der zu rechtfertigen sucht. Er führt nach der Mitteilung der Stühle einstecken, zu seiner Verlustfumme mit hinzu addiert. Deutschen Tagesztg." folgendes aus: Eine furiose Rechenleistung, die jedoch keineswegs eine Selten­heit in der agrarischen Algebra ist.-

Doch diese Botschaft tommt von den Lippen derer, die felbst das neue Römerreich gegründet haben, die das Imperium der Gewaltthat und der Menschenbedrückung auf­richteten und deren allgesamtes Thun und Trachten nichts andres will als Herrschaft und Macht zu sichern und zu mehren.

keit und der Verwüster des Nebenmenschen zur Liebe des Nächsten Die chriftliche Verkündigung der Herrschenden unsrer Tage be­deutet die verruchteste Komödie der Unfittlichkeit, die je in der Welt geschichte gespielt wurde. Erstände der arme Zimmermannssohn von Galiläa wieder in dieser Zeit, er würde laut sein Wort erheben: Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert! Er würde die Wechsler und Wucherer aus dem Heiligtum jagen. Er würde sagen: Gottlos ist die Gewaltthätigkeit, doch das gott Loseste ist der Frevel, der sich in das Gewand der Tugend kleidet!

Friede auf Erden! verkündet der christliche Staat. Aber Habsucht und Herrschbegier find die treibenden Mächte seines Thuns.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! erschallt es in den Kirchenhallen dieses christlichen Staates. Aber die Kirchen­frommen dieses christlichen Staates trachten, wie sie die Habe des Nächsten erbeuten, wie sie den Nächsten sich zum Sllaven machen.

wandelt.

Politische Neberlicht.

Berlin , den 24. Dezember. Agrarische Verlustrechnungen.

Was den Ernteertrag in Weizen betrifft, so schätzte ich den selben im Monat Mai auf 1192 000 Tonnen, während thatsächlich 1025 916 Tommen geerntet worden sind. Ich schäßte den Ernte­Christliche Bauernvereine und Centrum. ausfall nach seinem Wert, indem ich den Preis von 170 M. per Tonne zu Grunde legte, auf 183 750 000 M. für Weizen. Der Centrums- Abgeordnete Amtsgerichtsrat Frißen- Rees, Lege ich heute den Preis von 173 M. per Tonne meinen Be- hat sich vor einigen Tagen in Dülken Kreis Kempen über den rechnungen zu Grunde, so ergiebt sich bei einem Ausfall gegen das Bolltarif ausgesprochen. Er äußerte sich in folgender Weise: