Nr. 51.
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Vorwärts
Berliner Volksblatt.
19. Jahrg.
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Telegramm- Adresse: * Socialdemokrat Berlin"
Redaktion: SW. 19, Bent- Straße 2. Ferusprecher: Amt I, Nr. 1508.
Sonnabend, den 1. März 1902.
Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.
Die Mobilmachung zu den Reichstags- wert deutschen Geistes auch nur den bescheidensten Ansprüchen ge- tönnen. Das Inland trägt den vollen Zoll, wie Redner
wahlen.
Die Scharfmacher- Verbände rüsten gewaltig zur Reichstagswahl; fie richten sich sogar schon darauf ein, daß noch in diesem Jahre Neuwahlen stattfinden könnten. Darum organisieren sie mit aller Macht den geistigen" Kampf gegen die Socialdemokratie.
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Die Aermsten sehen sehr schwarz in die Zukunft. Sie rechnen mit drei Millionen socialdemokratischen Stimmen und mehr als 100 socialdemokratischen Mandaten. Gegen diese Gefahr muß. etwas Durchgreifendes gethan werden! Und sie werden zu einem fürchter lichen Schlage ausholen, der uns mindestens zwei Millionen Stimmen und achtzig Size kosten wird: Sie werden eine Broschüre veröffentlichen, eine Broschüre, die den bleichen Schrecken verbreiten, eine Broschüre, die jedem deutschen Reichstagswähler zur Erleuchtung und sonstigem nüglichen Gebrauch fostenfrei in die Hand gedrückt werden wird.
Aber die Broschüre fostet Geld, und deshalb wird in der nächsten Zeit, wie wir den Mitgliedern der Scharfmacherverbände verraten können, der Klingelbeutel herumgehen und an die Opferwilligkeit" der Arbeiterfeinde appelliert werden. Man ist allerdings recht bescheiden in seinen Ansprüchen an die Opferwilligkeit; so ein notleidender Scharfmacher kann ja für die heiligsten Güter der Nation nicht allzu viel aufwenden.
Die erwähute zerschmetternde Broschüre wird anscheinend von allen Unternehmer- Verbänden verbreitet werden. Was sie bieten wird, das läßt sich erkennen aus einem Cirkular, das demnächst der Junungsverband deutscher Baugewertsmeister", Siz Berlin( Felisch), an seine Mitglieder versendet. Das anmutige Schriftftüd lautet:
Sehr geehrter Herr Kollege!
Die Socialdemokratie ist im Deutschen Reiche während der beiden jüngsten Jahrzehnte in außerordentlichem Maße gewachsen. Sie erzielte bei den Reichstagswahlen
1887
1890
1893
1881 1884 1898 312 000 550 000 763 000 1 427 000 1787 000 2107 000 Stimmen und steht bezüglich ihrer Stimmenzahl bereits seit 1890 an der Spize aller in Deutschland bestehenden Parteien. Die Parteiführer rechnen für die bevorstehenden Wahlen auf etwa 3 Millionen Stimmen, was deren Erfüllung bedeuten würde, daß die Socialdemokratie zu weit über 100 gewonnenen Mandaten und damit zur maßgebenden Stellung im deutschen Reichstage gelangt.
Dennoch aber find die Herren sehr unsicher, ob dies erstaunliche Landwirte, die des Maisimports für ihre Schweinezucht nicht entbehren nügt. Denn sonst würden sie nicht so ängstlich sein, aus nahe statistisch nachweist. Ju Deutschland haben wir den höchsten liegenden Gründen" erst unmittelbar vor den Reichs- Maispreis der ganzen Welt. Was der deutsche Viehzüchter so tagswahlen die edle Schöpfung an die Deffentlichkeit zu durch Produktionsverteuerung einbüßt, kann ihm durch Erhöhung laffen. Man sollte meinen, daß die scharfmacherische Aufklärungs - der Viehzölle nicht vergütet werden; denn eine solche führt zu einer arbeit nicht früh genug beginnen müßte. Das Volt muß doch solch Fleischverteuerung, die einschränkend auf den Fleischverbrauch wirkt. 1lebermaß von Belehrung einigermaßen verdanen können und Das Gleiche gilt für die Geflügelzucht. Erst das Rohprodukt, das allmählich aber sicher müßte der socialdemokratische Nebel aus Futterkorn, und dann das Endprodukt, das Geflügel und die Eier den Köpfen vertrieben werden. Aber nein, die Väter des durch Schutzzölle künstlich zu verteuern, ist wirtschaftlich widersinnig. großen Planes haben es anders beschlossen. Erst im letzten Augen Gegen die Maisvertenerung hat sich auch die Centrumspresse, der blid soll die Aufklärung das Land überschwemmen, rettungslos Abg. Frigen aus Rees , die nationalliberale Partei in Hannover , sollen die deutschen Wähler in der neuen Offenbarung ersäuft werden, der bayrische Weltbauernbund und die Oldenburger Landwirtschaft ohne Gnade und Barmherzigkeit wird ihnen in zwölfter Stunde aufs schärffte erklärt. meuchlings die Broschüre auf die Brust gesetzt werden, gerade als ob es sich nicht um ein erhabenes Produkt deutscher Forschung und deutschen Wahrheitseifers handelte, sondern um ein elendes RevolverMachwerk, das im Dunkel aus dem Hinterhalt Schmähungen, Alberus heiten und Verleumdungen speit.
Gegner der Futterzölle vorhanden sind. Die hohen Maispreise Gamp( Rp.) giebt zu, daß in landwirtschaftlichen Kreisen viele brächten aber hohe Viehpreise; solche seien aber im Interesse der Produzenten erstrebenswert. Wie sehr der Mais andrem Ge treide Kouturrenz mache, zeige sich darin, daß die Große Berliner Fürwahr wir müssen die uns bevorstehende Broschüre gegen die Straßenbahngesellschaft in einem Jahre für 3 Millionen Mark mißverständliche und unbegreifliche Handlungsweise ihrer Verbreiter Mais und nur für 30 000 M. Hafer verbraucht habe. Deshalb sei verteidigen, die gerade so verfahren, als schämten sie sich ihres eignen dem Antrage Herold entsprechend ein Zolljazz von 5 Mark ana Werkes und getrauten sich nicht, die strahlende geistige Waffe, mit gemessen. der die Socialdemokratie endgültig getötet werden wird, der öffent lichen Prüfung rechtzeitig zu übergeben. Also heraus mit der Broschüre! Andernfalls hoffen wir recht herzlich, daß die Ueber raschung glücken und die Verbreitung ohne Unfall von statten gehen möge.
Molkenbuhr( Soc.) bekämpft die Bollerhöhung. Geschädigt werden die kleinen Fuhrwerksbesitzer, die Droschkenkutscher 2c., denen der Vertrieb versteuert werde, ohne daß sie Aussicht anf Ersatz haben. Vielleicht kann der Zoll dazu beitragen, die Einführung der Automobile zu beschleunigen und dann verliert der Landwirt den Uebrigens ist uns nicht verständlich, weshalb sich die Scharf Droschtenbefizer, der jetzt neben Hafer und Stroh auch macher in die Unkosten einer neuen Aufflärungsschrift stürzen. noch Pferde von ihm kaufte, auch als Kunden. Die Petitionen Warum verbreiten sie nicht einfach jene gelben efte zu bringen auch keine Begründung. Zwar behaupten die chriftlichen Gunsten der Buchthausvorlage, von der sicherlich noch Bauernvereine, daß der Hafer- und Kartoffelbau zurückgegangen ungeheuere Restbestände vorhanden sind? 12000 Mart haben ist. Aber bei Hafer ist die Anbaufläche ſeit 1895 von sie ohnehin bereits für diese Hefte verausgabt; und da es 4 028 692 hektar mit 6244 473 Tonnen auf 4 122 818 Hektar giveifellos feine bessere Agitationsschrift gegen die verruchte Social mit 7091 930 Tonnen gestiegen. Der Kartoffelbau stieg demokratie und die organisierte Arbeiterschaft geben kann als jene von 3049 718 Hektar mit 37 786 006 Tommen auf 3 218 777 Hektar Denkschrift zur Zuchthausvorlage, so sollten die Scharfmacher mit 40 585 317 Tonnen. Die Preise stiegen für Hafer von 127,3 M. wirklich auf diese ihre höchste und wirtsaniste Leistung zurückgreifen. auf 144,1 M., für Brenntartoffeln von 28,7 M. auf 30,5 M., für Die viel betrauerten 12 000 Mart würden sich dann doch noch Speisekartoffeln von 41,5 M. auf 45 M. in demselben Zeitraum. Es rentieren!
Zolltarif- Kommission.
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wird also eine direkte Unwahrheit von den Agrariern behauptet. Auch fehlt noch jeder Nachweis, ob denn überhaupt soviel Futter angebaut werden kann, um die eingeführten 1/2 Millionen Tonnen Mais zu ersetzen. Die Viehzüchter kommen in eine schwierige Lage, went Der Abg. Ga mp erfreute die Kommissionsmitglieder zu einer unsrer Nachbarstaaten seuchenfrei wird. Dann muß man die Einer solchen Gefahr rechtzeitig und thatkräftig vorzubeugen, Beginn ihrer Freitagssitzung mit einer kurzen, übersichtlichen Grenzen öffnen und der heimische Landwirt kann nicht mit dem ausist eine Pflicht, der wir uns aus nationalen, wirtschaftlichen, social- Mitteilung der zu der siebenten Zolltarif- Position( Mais und ländischen Viehzüchter konkurrieren. Auch die Theorie von Wangenpolitischen und fittlichen Gründen nicht entziehen dürfen. Es liegt Dari) eingelaufenen Petitionen für und wider ein an heim und Gamp, daß in dem Fleisch das Futter mitbezahlt werde, auf der Hand, daß im Fall eines socialdemokratischen Wahl- genehmer Gegensatz zu den zeitraubenden, durch die Unthätig stimmt nicht, denn sonst müßte der Bauer auch seine Stoſten ersetzt fieges auf der ganzen Linie die ohnehin sehr schwierigen feit des Berichterstatters außer Diensten v. Wangenheim her- bekommen, wenn er Schweine mit Trüffeln und Kaviar mästet. Arbeiterverhältnisse geradezu unerträglich werden müffen. vorgerufenen Debatten der letzten Tage darüber, weshalb des Der Fleischkonsum richtet sich beim Arbeiter nicht nach dem Appetit Vor allem gilt es, was bisher allzu sehr versäumt worden Berichterstatters Mitteilungen so lückenvoll, mager und dürr und auch nicht nach den Vorschriften der Hygiene, sondern nach dem ist, für die gründliche Aufklärung der sämtlichen Wahl- ausgefallen sind. In der Debatte wurden die Scheingründe Geldbeutel. Die Erhöhung der Fleischpreise bringt eine berechtigten in allen von der Socialdemokratie bereits eroberten der Regierung und des Verbandes deutscher christlicher Stodung im Absatz und dann einen Rückgang der Preise. oder wieder bedrohten Wahlkreisen über die Sinn und halt- Bauernvereine insbesondere von Molkenbuhr arg zer- Dann sind die Viehzüchter geschädigt, die tenere Futtermittel kaufer: losigkeit der socialistischen Hauptlehren zu zauft. Der forgen. Uns liegt eine sehr gefidt ausgearbeitete burch einen höheren Zoll auf Futtermittel Mehrheit wiegen die Gründe, daß müssen und niedrige Preise bekommen. Gothein( frs. Bg.) bedauert, daß Gamp, von den anerkannt Broschüre vor, die diese Aufgabe ohne alle Redensarten and insbesondere die kleinen Landwirte benach werden müsse, daß er eingehend über die Petitionen berichtet habe, schließlich durch feststehende, unaufechtbare Zahlen und That- teiligt werden, nichts. Sie ist feiner andern Auffassung nicht genügend objektiv gewesen sei. Die Lochtheorie Pod= sachen erfüllt. Aus naheliegenden Gründen kann die Schrift jetzt noch mehr zugänglich als der einen: erhöhen wir schematisch bielskis: hat der Sad ein Loch, so tommt natur. überall. Ein Schlußantrag, den die Mehrheit nach kurzer gemäß etwas herein", sei gänzlich unverständlich. Der genicht allgemein der Oeffentlichkeit übergeben werden. Sie Debatte durchsetzte, zeigt, daß die Mehrheit die Zeit gar wöhnliche Menschenverstand nehme an, daß etwas herausfalle, wenn foll in einer so großen Auflage hergestellt werden, daß kurz vor nicht erwarten kann, um für höhere Säge, über die sich eine der Sad ein Loch habe. Der Erhöhung der Preise für der Wahl jedem Wähler der in Betracht kommenden Kreise ein der Wahl jedem Wähler der in Betracht kommenden Kreise ein zwar Exemplar verabfolgt werden kann. Um eine lückenlose Verteilung var knappe, aber immerhin vorhandene Mehrheit geeinigt Futtermittel branche nicht notwendig eine Steigerung der Viehzu haben scheint, zu stimmen. Dieser Erhöhungs- Mechanis- und Fleischpreise zu folgen. Denn diese Preisbildung sei wie jede andre zu sichern, muß in der Mehrzahl der betreffenden Wahlkreise eine mus trat bei der achten Position besonders auffällig in von Angebot und Nachfrage abhängig. Durch eine Schwächung der umfassende Organisation geschaffen werden. Alles das erfordert viel Arbeit und Zeit, deshalb müssen die dazu nötigen besonders genannten Getreidearten. die Erscheinung. Nr. 8 des Zolltarifs umfaßt die nicht Kauffraft des deutschen Arbeiters, wie sie sich aus einer Unterbindung Das ist, da alle unires Ausfuhrhandels ergeben müsse, würden die Fleisch- und Mittel schon jetzt aufgebracht werden. andern Getreidearten besonders rubriziert sind, ledig- Viehpreise gedrückt werden. Dann würden die kleineren Landwirte In Uebereinstimmung mit dem von den angesehenften lich die rohe Mannagrüße, auch Mannagras, Schwaden- doppelt unter einer Künstlichen Verteuerung der Futtermittel zu leiden industriellen und handwerklichen Vereinigungen eingeschlagenen gras genannt( glyceria fluitans), eine Grasart, dessen Samen haben. Auch die Getreidebren reien und die Stärkefabriken, die Verfahren richten wir an alle unsrer Junung resp. unsrem Verein ähnlich wie Leinsamen aussehen, hier und da in Milch gekocht Mais in großen Mengen verbrauchen, würden durch einen hohen angehörenden Kollegen die Bitte, daß sie pro Kopf der von ihnen für einen Brei verwendet werden, vorzugsweise aber als Maiszoll schwer geschädigt werden. Redner beantragt, den Maiszol durchschnittlich beschäftigten Arbeiter zehn Pfennig für be- Viehfutter Verwendung finden. Die gesamte Einfuhr( faft auf 2. festzusetzen. fondere Agitation" an den Vorstand einsenden. Wir hoffen, daß ausschließlich aus Böhmen ) betrug im Jahre: 9- sage und ausschließlich aus Böhmen ) betrug im Jahre: 9 Dr. Beumer( natl.) fragt zur Geschäftsordnung, wie sich die im Hinblick auf die bekannte Opferwilligkeit der Gegner niemand schreibe neun- Doppelcentner im Gesamtwerte von höchstens Regierung zu einem Bollzuschlag auf Mais für Stärkefabriken fich ausschließen wird, und danken im Voraus verbindlichst. auf 1,50 m. pro Doppelcentner wurde dennoch beschlossen um 180 Mart. Die Erhöhung des Bolls um 50 Proz. von 1 M. stelle.
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Die Schrift soll, wie bereits vorstehend angedeutet, furz vor Ein Regierungskommissar erwidert, daß eine solche Diffe den nächsten Reichstags- Wahlen zur Verteilung ge- beim Abschluß von Handelsverträgen ein Kompenſationsobjekt renzierung praktisch undurchführbar sei. langen. Dieser Zeitpunkt tritt mit dem Ablauf der jetzigen Wahl von 4 W. 50 Pf. zu haben. Für das Lächerliche eines der- Ein Schlußantrag, der Bebel das Wort abschneidet, wird periode im nächsten Jahre ein. Eingeweihte Kreise rechnen jedoch artigen Systems scheinen weder die Regierungen, noch die angenommen. auch damit, daß sehr leicht eine Auflösung des Reichstage Mehrheitsparteien ein Empfinden zu haben. Bei der nächsten und die Neuwahlen bereits in diesem Jahre statt- Position( Malz) mußte mit Rücksicht auf den Beginn der fat von 5 W. mit 14 gegen 13 Stimmen( Heim, C., fehlt) Nach einer längeren Geschäftsordnungs- Debatte wird der Zollfinden könnten. Deshalb ist es notwendig, alsbald mit Plenarsizung Bertagung auf Dienstag beschlossen werden. angenommen. Mit der Minderheit stimmen Müller Fulda( C.) den Vorbereitungen zur Verteilung der Broschüre und mit der Die folgenden Sigungen sollen bereits um 9 Ühr morgens und Gäb el( Autif.) Aufbringung der hierzu nötigen Gelder zu beginnen. Wir bitten deshalb die Herren Kollegen, die Einsendung der Beträge alsbald eranlassen zu wollen. Mit kollegialem Gruß
beginnen.
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Am Freitag nahm die Kommission zunächst den eingehenden Bericht des Abg. Gamp( Rp.) über die zu der Position Mais und Dari eingegangenen Petitionen entgegen.
Der Vorstand. Die Broschüre, mit deren Hilfe das deutsche Volt vor dem Schicksal bewahrt werden soll, 3 Millionen socialdemokratische Stimmen Für Mais schlägt die Vorlage einen Zoll von 4 M. vor, abzugeben und mehr als hundert Size unsrer Partei zu verschaffen, während der bisherige Zollfag 2 M. beträgt. Der agrarische ist offenbar eine ganz außerordentliche Arbeit. Wir vermuten, daß Kompromißantrag verlangt 5 M., während die Freisinnigen sie den Ertrag der geistigen Bemühungen der Herren Korbmacher die Herabsetzung des Zolls auf 1 M. beantragen. Fischer, Werftarbeiter Lorenzen, Fischart jun., Dr. jur. Freund, Prof. Dr. Müller- Meiningen ( frf. Vp.) wendet sich gegen das vom Ehrenberg, Dr. Tille, Prof. v. Wendstern unter gütiger Mit- Minister v. Podbielski empfohlene Kompensationssystem, das zu wirkung Eugen Richters und eines halben Dugend nationalsocialer einer Selbstschädigung der deutschen Produktion führe. Die ErAblösungsmänner- in feinster Naffinade darstellt. höhung des Maiszolls sei ein Schlag in das Gesicht der kleinen deutschen
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Dr. Müller Sagan und Dr. Müller Meiningen( frs. Bp.) beantragen, zu der Position: Mais und Dari die Anmerkung hinzuzufügen: Mais und Dari zu Futterzwecken wird, amtlich ungenießbar gemacht, denaturiert, zoll frei abgelassen.
Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.) erklärt: Wenn sich der Mais anch nicht im ganzen Korn denaturieren lasse, so doch sicher im gebrochenen oder gerigten Zustande. Auch für den Fall, daß noch kein geeignetes Denaturierungsmittel vorhanden sei, könne man es getrost der Technik überlassen, ein solches zu erfinden. Handelsminister Möller erwidert, es sei wissenschaftlich un denkbar, eine solche Denaturierung durchzuführen.
Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.) bestreitet, daß irgend ein Minister abgrenzen könne, was wissenschaftlich erreichbar sei oder nicht. Vor