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Nr. 141.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

19. Jahrg.

Die Insertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene kolonets zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins­und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

Deutsche Kolonialherrlichkeit.

"

Freitag, den 20. Juni 1902.

Alkoholverbot in den Kolonien würde nur zur Folge haben, die spärliche Einwanderung nach dort gänzlich versiegen zu lassen.

Daß unsre afrifanischen Schutzgebiete" trotz all' der gegen will, fann selbst von der Regierung nicht bestritten werden. In Daß der Handel der deutschen Kolonien nicht vorwärts tommen teiligen Versicherungen und Lobpreisungen bei den alljährlichen Ostafrika leidet der Handel mit Elfenbein seit Jahren an dem Rück­Millionenbewilligungen im Reichstage, durch die militärisch- bureau­fratische Kulturthätigkeit, noch nicht einen Schritt vorwärts gekommen diesen Handel, nach ihren Plätzen lenken. Auch in Westafrika kann gange der Elefanten und der Konkurrenz speciell der Engländer, die find, ist eine bekannte Thatsache. Sind doch diese Kolonien, mit sich der Handel wegen des Rüdganges seiner Hauptartikel, nicht ent Ausnahme des außerhalb der Tropen gelegenen Deutsch- Südwest- wideln. Dazu gesellt sich die bureaukratische Bedrückung des Handels. afrika, überhaupt nicht zur Ansiedelung von Weißen geeignet. Gerade gegenwärtig geht durch die deutsche Presse die Warnung Mangel an Wasser und Holz behindert zunächst die Kultivierung. eines Kaufmanns und Ansiedlers H. Groeneveld in Bethanien, der Dazu gefellt sich der Arbeitermangel, der durch die mit dem seit zehn Jahren in Deutsch- Südwestafrika ist. Er warnt direkt vor der Selima zusammenhängende Unlust der Eingeborenen zu regelmäßiger Ansiedelung in jenem Schutz" gebiete. Die Regenmenge werde von Arbeit hervorgerufen wird. Die Küstengegenden sind als berüchtigte Fieberstriche für den Europäer im höchsten Grade gefähr schwierig. Das Ansehen der Weißen gehe von Jahr zu Jahr zurück; Jahr zu Jahr spärlicher und mache die Ernährung des Viehes lich und meist hält er es nur zwei, drei Jahre dort aus. Vergeblich der Eingeborene sieht immer deutlicher, daß der Weiße ein bemühen sich die alljährlich an den Reichstag gelangenden Dent- Nobody" ist, wenn er nicht zur Schuytruppe oder zur Regierung ge­schriften über den Stand der Kolonien, die täglichen Mißerfolge hört." Weiter beklagt sich dieser Kaufmann über die Händler­der deutschen Kolonialpolitik mit Rebensarten zu vertuschen. konkurrenz Missionare und der Feldwebel der Schutztruppe. Konkurrenz wird immer schwieriger. die Regierungsbeamten, die Schutztruppler und die Missionare. Früher hatten alle alle Bollfreiheit, heute mur die Regierung, Früher hatte man also unter gleichen Bedingungen mit den Missionaren zu konkurrieren, heute können diese, wenn sie wollen, billiger verkaufen, denn sie zahlen keinen Zoll. Außerdem aber sind manns, sondern auch der Feldwebel handelt, hat sogar mehr Umsatz die Missionare jetzt nicht mehr die einzigen Konkurrenten des Kauf­er billiger verkaufen, hat er doch seine Wohnung, Beköstigung zc. als wie der Kaufmann und wird auch prompter bezahlt; natürlich fann

Sind diese Thatsachen an sich bekannt, so ist es für uns, die wir grundsäglich Gegner dieser unnüßen, das Ansehen Deutschlands schädigenden, das Volk ausbeutenden Kolonialpolitik sind, von Inter­effe, immer wieder die Stimmen, die Feststellungen und Er­scheinungen zu registrieren, welche das Nuklose und Widersinnige dieser Kolonialpolitik zeigen. Solcher neuer Thatsachen liegen jegt wieder eine Anzahl vor.

der

Feldwebel frei."

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Die

Politische Mebericht. Berlin , den 19. Jumi. Konservative Konventsgelüfte.

Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3.

Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

Eine solche Verlängerung bedarf un­zweifelhaft der Genehmigung des Reichstages, und diese würde selbst dann notwendig sein, wenn die beteiligten Regierungen ohne förmliche Aenderung der bestehenden Verträge übereintänen, die Kündigung der felben auf fünf bis sechs Jahre zu unterlassen". Denn ein derartiges Uebereinkommen würde ohne Zweifel Vertragsnatur haben und, da es sachlich einen mit Ge­nehmigung des Bundesrats und des Reichstags ratifizierten Ver trag abändern würde, ebenfalls der Zustimmung dieser Körperschaften bedürfen. Es steht aber außer Zweifel, daß der jezige Reichstag ihm seine Genehmigung nicht erteilen würde. In jenem Verlangen liegt also die Zumutung, daß Seine Majestät der Kaiser einen Vertrag abschließen läßt, für den die verfassungsmäßig notwendige But ftimmung des Reichstages mit Sicherheit nicht git erwarten ist. Wir haben mit Absicht hierbei auch des Monarchen gedacht, da in der Preßfehde, die sich an die Frage der Genehmigung der Brüsseler Budertonvention geknüpft hatte, von liberaler Seite vielfach behauptet wurde, daß in der Ab­Tehmung dieser Konvention eine schwere Bloßstellung des Kaisers dem Auslande gegenüber liegen würde, da die Konvention ja in seinem Namen vereinbart worden sei. Wenn das richtig wäre, würde der Versuch, den von der Voff. Ztg." ausgesprochenen Wunsch zu verwirklichen, ebenfalls eine Bloßstellung der Aller­höchsten Person zur Folge haben, und zwar eine solche, welche von vornherein zu erwarten war."

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Ein gemeingefährliches Gesch

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Siehe da die Kreuz- Zeitung " als eifersüchtige Wahrerin In den Blättern der Kolonialinteressenten ist das stehende tonservative Organ, sonst eifrigst beflissen, die Macht und das Recht parlamentarischer Wachtvollkommenheiten. Das Thema der Arbeitermangel. Die Plantagenbesizer, die Kaufleute und was mit ihnen zusammenhängt, klagen wie ostelbische herrlichung der verhaßten Parlamentsherrschaft. Freilich es steht der Regierung und der Monarchie zu wahren, ergiebt sich der Ver­Agrarier über die llnlust" der Bevölkerung zur Arbeit. Während unsre heimischen Agrarier dem Arbeiter die Freizügigkeit nehmen in Frage, daß die Parlamentsmehrheit den leberwucher gegen den wollen, um ihn nach ihrem Willen zu ducken, schreien die afrikanisch- die Aussichtslosigkeit und die vollständige Bersumpfung der Kolonial­Während so alle Stimmen, die von Zeit zu Zeit laut werden, Wucher der Regierungsvorlage siegreich machen soll! deutschen Agrarier nach der Prügelstrafe. Brügel sollen den politik zeigen, befindet sich nur eins in sicherer Steigerung: Uebereinkommen behufs Kündigungsausschluß auf eine gewisse Reihe Leider ist die Meinung der Kreuz- Zeitung " unrichtig, daß ein widerspenstigen und arbeitsunluftigen Schwarzen zur Arbeit er- die Lasten, welche der deutsche Steuerzahler für die Kolonial- von Jahren an die Genehmigung des Reichstags geknüpft sei. Ein zichen". Diese Kulturträger wollen also in Wahrheit nichts als die herrlichkeit zu tragen hat. Im laufenden Rechnungsjahre 1902/3 folches llebereinkommen bedeutet nicht einen neuen Vertrag, den die Einführung der brutalsten Peitschensklaverei in die deutschen Kolonien, sind sie auf nahezu 30 millionen Mark angewachsen und zwar Regierung genötigt wäre. dem Reichstag vorzulegen. Leider! und das nennt sich dann Kulturträger". So plädiert jebt in 702 804 m. Verivaltungskosten der Kolonialverwaltung beim Aus- Es liegt hier eine Machtvollkommenheit des Bundespräsidiums vor, der Kolonialen Zeitschrift"( Berlin , Nr. 3) ein Herr Heinrich wärtigen Amt zu Berlin und 28 961 600 M. Reichszuschuß für die die Lemcke für die Verprügelung der Schwarzen in den ihm auf Grund der verfassungsmäßigen Rechte in Deutschen Kolonien Afritas. Zur Stütze seines Ver- jährigen Etat wird diese Kolonialherrlichkeit noch mehr Geld kann. Kolonien selbst, in Summa 29 664 404 M. Im nächst Fragen internationaler Verträge nicht wohl bestritten werden langens beruft er sich auf Amerita und sagt, daß die Befreiung beanspruchen. Im umgekehrten Verhältnis zu den thatsächlichen uns Socialdemokraten für eine Aenderung der Verfassung zur Die Kreuz- Zeitung " wird also gut thun, mit der Neger aus der Sklaverei den Bereinigten Staaten bislang nicht Erfolgen ist die stolonialbureaukratie derart gewachsen, daß sie im Mehrung der gänzlich ungenügenden Rechte des Reichstags zu wirken. zum Segen geworden ist... Die Neger waren früher als Sklaven weit besser verpflegt als jetzt als freie Bürger des Landes, und Auswärtigen Amite bereits keinen Plaz mehr hat. Sie verlangte Vorläufig aber ist als Beitrag für die Psychologie unsrer konser­mancher alte Neger sehnt sich noch heutigen Tages in die Zeit seiner schweres Geld ein altes Prinzessinnenpalais kaufte. Die Herrschende des Thrones in antimonarchische und verfassungswidrige Konvents­ein eignes Dienstgebäude, als welches der Reichstag bekanntlich für vativen Monarchisten festzustellen, wie hizzig diese treuesten Stützen einstigen Sklaverei unter seinem guten sorgsamen Massa" zurück." Fürwahr, klingt das nicht wie Kinuten- Dertel, der die Prügel- Reichstags majorität wird auch fernerhin den wertlosen Kolonien gelüfte verfallen, sobald Kronrechte ihren Geld- und Profitinteressen Fürwahr, klingt das nicht wie Knuten- Dertel, der die Prügel- Millionenopfer bewilligen, sind sie doch Begleiterscheinungen der fich irgendwie in den Weg stellen. ordnung der Zunft lobt, oder wie ein preußischer Junker, der der verkrachten Weltpolitik, deren Kosten das arbeitende Bolt zu Zeit der Leibeigenschaft ein Loblied singt? Es ist daher auch tragen hat. durchaus gesinnungstüchtig, wenn der prügelbegeisterte Herr Lemcke schließt: Nur keine Humanitätsduselei diesen arbeits­scheuen Negern gegenüber. Wir leben in einem Zeitalter rastloser ist das nunmehr vom preußischen Landtag beschlossene Fleischbeschau­Energie und Arbeit, und diejenigen Völker, die daran nicht teil­Gesetz. Die ganze bis zur Lächerlichkeit hilflose Agrarierfurcht der nehmen wollen oder können, sind dem Untergange geweiht. Nur der Regierung offenbart sich darin, daß sie dieser fanitären Spottgeburt Zwang zur Arbeit vermag und kann da noch heilsame Erfolge er­ihre Hilfe leistete. Zwar im Abgeordnetenhause bettelten die Minister zielen, wo alle andren angewandten Mittel nicht helfen." An andrer Unfre Konservativen sind die Palladine der Monarchie, so lang noch die Junker um Gnade, sie sollten doch nicht gar so bös sein. Stelle der Kolonialen Zeitschrift" schreibt ein Herr A. Herfurth mit und so weit die Monarchie konservative Wünsche erfüllt. Beginnt die Im Herrenhause aber machte Herr v. Podbielski bereits seine Behagen die Aeußerung der in London erscheinenden West- Afrika " Monarchie vom konservativen Tugendpfade irgendwie abzuweichen, jovialste Miene zum bösen Spiel und verteidigte das Verbot der nach: Ohne Prügel wird den Fruti niemals Arbeit gelehrt werden, fo wandelt sich der fonservative Monarchismus in erregte nochmaligen Untersuchung des von auswärts eingeführten Fleisches Erziehung ohne diese wird ihn nur zu einem gefährlichen Zumpen Drohungen und in ungestümes Fordern nach Verminderung in städtischen Schlachthöfen. heranbilden." der Vorrechte, vou denen der Monarch so üblen, nämlich Die durch das neue Gesetz herbeigeführte sanitäre Gefahr wird Nach diesen Ergüssen könnte es fast den Anschein gewinnen, als unkonservativen Gebrauch zu machen wagt. Diese oft beobachtete einmal dadurch herbeigeführt, daß die Hausschlachtungen von der wollten unsre kolonialen Kulturträger demnächst für gesetzliche Ein- Wandlung des konservativen Monarchismus zeigte sich jüngst im Trichinenschau befreit werden, sodann durch das Verbot der zweiten führung der Prügelstrafe für die unter deutschem Schutz" stehenden Reichstag, als die Konservativen an der Seite des Centrums bei der Untersuchung. Die erste sanitäre Verschlechterung liefert die Gesund­Schwarzen vorstellig werden. Zu den bisherigen deutschen Kultur Beschlußfaffung der Zuckerkonvention der Regierung und dem heit der ländlichen Arbeiter dem Egoismus ihrer Herren aus. thaten in Afrika paßte allerdings solches Verlangen vollständig. Monarchen Bedingungen über den Zeitpunkt des Abschlusses der Kon- Die zweite Bestimmung ist ein schwerer Angriff auf die städtische Die Ursache des kläglichen Daniederliegens der Kolonien ist vention aufdrängen wollten. Dieselbe interessante Wandlung macht Bevölkerung. Die Regierungsvorlage ist zu einem Gesetz geworden, jedoch nicht nur zu suchen in der Arbeitsunlust der Eingeborenen, sich jetzt bemerkbar in der wichtigen Frage der Kündigung der das erlaubt, die städtische Bevölkerung mit gesundheitsschädlichem sondern eben in der Thatsache, daß die Tropen sich zum dauernden Handelsverträge. Fleisch zu verderben. Aufenthalt für die weiße Rasse nicht eignen. Diesen Einwand haben Die Ueberzoll Junker drängen ungestüm nach der Kündigung Die Agrarier wissen ganz genau, warum sie zu ihren ländlichen wir noch immer gegen die Millionenopfer für das koloniale der Handelsverträge. Sie wünschen die Handelsverträge gekündigt Tierärzten mehr Vertrauen haben als zu der städtischen Kontrolle. Experimentieren erhoben und immer mehr gewichtige Stimmen zu sehen, sei es, um die reichlichsten Profite aus dem Zollfrieg zu Die Bürgermeister haben in ihren energischen Herrenhausprotesten mit finden sich, die uns recht geben. So schreibt im neuesten Heft der erbeuten, sei es, um durch die drohende Gefahr der Handels- anerkennenswertem Freimut auf das traurige Kapitel der ländlichen Deutschen Vierteljahrsschrift für öffentliche Gesundheitsvertragslosigkeit die Handelsvertrags- Freunde zur Einwilligung in Tierärzte hingewiesen. Kaum an einem anderen Beruf läßt sich die pflege" Sanitätsrat Dr. Wulffert Berlin über die Tropen. den überzölluerisch verschönten Wuchertarif zu nötigen. Dagegen Berderblichkeit kapitalistischer Abhängigkeit in so erschreckender Weise - Er geht von dem bekannten Urteil des Schotten Jacob tann eine Negierung, die nicht jedes Verantwortlichkeitsgefühl verloren, nachweisen wie hier. Der Grundbesitzer ist der Brotherr des Tier­Lind aus: Jeden Spatenstich, den der Europäer in den heißen nimmermehr zur Kündigung der Verträge schreiten, bevor sie nicht arztes, dessen Existenzfrage es ist, nicht allzu rigoros zu sein. Hat er Ländern macht, ist ein Spatenstich zu seinem Grabe." Den Haupt- Sicherheit hat für das Zustandekommen neuer Verträge, die alsbald nach sich nicht daran gewöhnt, ein oder beide Augen zuzudrücken, so ver grund dafür, daß der Europäer sich in den Tropen nicht dauernd Ablauf der alten in Straft treten. Insbesondere kann die Reichs- liert er die ländliche Kundschaft und ist dem Elend preisgegeben. aufhalten könne, sieht Wulffert in der Trinksitte der Europäer . regierung unmöglich das Vertragsverhältnis mit den politisch ver- Der schlechteste Tierarzt ist für den Agrarier der beste. Darum Trozdem sich in den deutschen Kolonien zahlreiche Stimmen, Haupt- bündeten Staaten, Destreich- Ungarn und Italien , lösen ohne Gewähr ist die nochmalige Untersuchung von unabhängigen Beamten mann Hutten, Graf v. Goegen, in den deutschen Tropengebieten für den Abschluß neuer Verträge. So wurde denn in der Presse dringend notwendig. lebende deutsche Aerzte, gegen den Alkoholgenuß ausgesprochen jüngst die Vermutung geäußert, die Regierungen würden vermutlich eine Im Herrenhaus haben schon einzeln Bürgermeister nach­hätten, sei zur Bekämpfung desselben so gut wie nichts geschehen. Abrede unter einander treffen müssen, daß sie die Kündigung gewiesen, welch großer Prozentsaz bereits untersuchten Fleisches bei Im heißen Klima beginne der Genuß von Spirituosen den gesunden der laufenden Verträge für einen gewiffen Beitraum, fei der Nachprüfung beanstandet werden mußte. Auch die Statistik der Magen bereits nach längstens drei Monaten, den schwachen Magen es zwei oder drei Jahre, ſei es bis zur Sicherung Berliner Schlachthausverwaltung zeigt, welche großen gesundheit schon nach vierzehn Tagen anzugreifen. Auf das Nervensystem neuer Verträge, ausschließen. Würde die Regierung lichen Juterefsen hier auf dem Spiele stehen. Die Untersuchungen äußere das Tropenklima alsbald seine Wirkung. Schnelle Er- also verfahren, so fielen die überzöffnerischen Pläne in fich zu des auf dem Schlachthof selbst zur Schlachtung müdung, nervöse Gereiztheit, Nachlassen des Gedächtnisses, nervöses sammen, indem die Regierung gegenüber dem konservativen Versuch, gelangenden Wiehs Viehs ergaben eine starte Steigerung Herzklopfen und schließlich der sogenannte Tropentoller seien die die Zollfäße über die Regierungsvorlage hinaufzuschrauben, den der Beanstandungen. Im Jahre 1900 Folge. Auf Grund zahlreicher wissenschaftlicher Feststellungen kommt Trumpf der mehrjährigen Fortdauer der den Agrariern so verhaßten als 4230 Rinder, 740 Kälber, 4919 Schweine beanstandet. Nament schließlich Sanitätsrat Wulffert zu dem Schluß: Ein Volt von weißer Handelsverträge in der Hand hielte. lich die Beanstandungen des Rindviehs sind prozentual bedrohlich Hautfarbe, welches der Trinksitte huldigt, wird niemals die tropischen Diese peinliche Aussicht erregt den heftigen Groll der Kreuz- gestiegen, von 1,5 Proz. im Durchschnitt der Jahre 1891/95 auf Länder zu besiedeln vermögen." Zeitung". Das konservative Blatt für unbedingte Königstrene 2,3 Broz. im Jahre 1900. Was nun die nochmalige Prüfung des erhebt sich urplöglich gegen dies Recht der Regierung von auswärts eingeführten, bereits untersuchten Fleisches anlangt und der Krone, mit andren Staaten eine Abrede der oben be- die also fünftig fortfallen soll so ergeben sich für Berlin zeichneten Art zu treffen. Die Kreuz- Beitung" erklärt: folgende Zahlen( wir beschränken uns auf die Ziffern für Rindvieh):

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Ist dieser Schluß richtig und wir zweifeln nicht daran- so ist damit die Aussichtslosigkeit, den Europäer in unsren Tropen­gegenden dauernd anzusiedeln, nachgewiesen. Denn ein offizielles

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wurden nicht weniger