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Nr. 146.

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Erscheint täglich außer Montags.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

19. Jahrg.

Die Insertions- Gebayt beträgt für die sechsgespaltene Kolonet zetle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins­und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.

Telegramm Adrese: " Socialdemokrat Berlin,

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ferusprecher: Amt I, Nr. 1508.

Die Gewerbe- Aufsicht in Preußen und die Arbeiter.

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I.

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Donnerstag, den 26. Juni 1902.

Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3.

Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

Möglichkeit genommen, sofort Berichtigungen vorzunehmen und Selbstverständlich ließen es sich die Socialdemokraten nicht ent­Belehrungen oder Aufklärungen zu geben, durch welche sich die Sache gehen, die Försterschen Bugeständnisse festzunageln. Reißhaus, oft ohne weiteres erledigen würde, weil viele Klagen un- Baudert und Grünberg zerstörten auch die Argumente für die begründet und auf Unkenntnis der bestehenden Be- herabgefeßten Bölle vom fachlichen und volkswirtschaftlichen Stand­stimmungen zurückzuführen sind. Die sogenannten Verpunkt aus. Sie konstatierten im Anschluß an die Aeußerungen trauenspersonen und Vermittler der Beschwerden sind vielfach Försters, daß die ganzen Kosten des Zolltarifs auf die Arbeiter ge­wälzt werden. gar nicht in der Lage, zu beurteilen, wie weit die vorgetragenen Klagen begründet find. Im Interesse der Arbeiter und Arbeiterinnen liegt es daher, wenn sie sich mit den Gewerbe- Aufsichtsbeamten in persönliches Einvernehmen feßen."

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einer Herabsetzung der Zölle nicht so participieren zu lassen, wie die Grünberg kritisierte besonders die Art, die feinen Garne an gröberen. Das zeuge von Eigeninteressen, die Beutemacherei drücke sich auch darin aus.

Auch in Preußen geht es etwas vorwärts! Die unermüdliche Thätigkeit der Arbeiter- Organisationen, die eingehende Kritik ihrer Vertreter und schließlich die Unmöglichkeit, ohne die Arbeiter die Aufgaben des Amtes zu erfüllen, haben auch einige preußische Gewerbe­Aufsichtsbeamte endlich dahin gebracht, wohin die mittel- und süd­deutschen freilich schon seit Jahren gekommen sind: fie traten mit den Der Herr Getverberat hätte besser gethan, wenn er statt solch Auf die Anregung Grünbergs beantragt Müller Sagan eine Arbeiter Organisationen in Verbindung und verhalfen allgemein gehaltener Auflagen genau angegeben hätte, wie viele von bis über 102 von 30 auf 24, von 36 auf 30 und von 42 auf Herabsetzung der Bölle auf feinere Garne und zwar von den Nrn. 63 dadurch den Arbeiterschutz- Gesezen etwas mehr zum Leben als es bisher den 60 durch die Gewerkschaftskommission übermittelten Beschwerden 36 m. der Fall war. Wir betrachten es als einen der wichtigsten Punkte unbegründet waren. Offenbar war die Zahl der letzteren ver­der Berichterstattung, die für das Jahr 1901 von den preußischen hältnismäßig gering, sonst hätte Die weitere Verhandlung ist nur mehr ein Feilschen um die ver­gewiß nicht gezögert, fchiedenen Anträge, nur die Socialdemokraten halten konsequent an Regierungs- und Gewerberäten gegeben wird, daß ihr vor kurzem die Biffer mitzuteilen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen ihrem Antrag auf Bollfreiheit. erschienener Jahresbericht mehr als früher bon einem Berlins wird er aber durch sein absprechendes Urteil Da der fächsische Bundesrats- Bevollmächtigte auf die Aus­Verkehr mit Arbeiter- Organisationen zu sprechen in über die sogenannten Vertrauenspersonen" führungen Grünbergs über die sächsischen Lohnverhältnisse hin sich der Lage ist. Alle Beamten der direkte persönliche Verkehr mit den Arbeitern viel zu tretern die best geeignete Vermittelung für ihre Beschwerden zu der sächsischen Spinnerei- Arbeiter als sehr günstige hingestellt werden, find sich darin einig, daß nicht davon abbringen, in diesen von ihnen selbst gewählten Ver- einige telegraphische Mitteilungen sächsischer Spinnereibefizer bestellt hat und diese zur Verlesung bringt, nach denen die Lohnverhältnisse gering ist, um wirksam sein zu können, daß aber andrerseits ohne sehen und nach wie vor durch sie sich an die Gewerbe- Inspektion zu widerlegt Grünberg an der Hand statistischer Nachweise diese An­Fühlung mit den Arbeitern die Gewerbe- Aufsichtsbeamten nicht in wenden. Mißgriffe sind ja möglich; der Gewerberat weiß doch aber gaben und beweist, daß der Lohn zwischen Sachsen und England der Lage find, all die Schönheiten der kapitalistischen Mißwirtschaft selbst recht gut, wie schwierig es ist, sich in dem Wust von Einzel- stark differiert und in England circa doppelt so hoch als in zu entdecken viel weniger noch sie zu beseitigen. Ob die Beamten Verordnungen und Vorschriften zurecht zu finden. Und je entgegen Sachsen ist. Sprechstunden abhalten oder sich jederzeit für Besuche der Arbeiter kommender er sich der Gewerkschaftskommission zeigt, um so eher In der Abstimmung wird die gegen die Vorlage vorgenommene zur Verfügung stellen, die Berichte müssen aus allen Teilen Breußens wird auch er zu einer sogenannten Vertrauensperson" der Arbeiter Aenderung der Nummerierung der Garne angenommen. In bezug melden, daß sich der Verkehr in engen Grenzen" oder in be- avancieren! Angriffe aber, wie der oben erwähnte, werden das Ver- auf die Bollfäße zur Position 438 werden die Säße des Kompromiß­scheidenen Grenzen" vollzog. Dagegen sind es 9 Aufsichtsbezirke, trauen der Arbeiter zu seiner Thätigkeit keineswegs steigern antrages Spahn Münch Ferber bis zu Nr. 63 angenommen, ein Viertel der vorhandenen, die mit Arbeiterfekretariaten, fie merken die Absicht und werden mit Recht dadurch verstimmt! Vor von Nr. 63 bis über Nr. 102 werden die Säße des Antrags Müller­Beschwerdekommissionen oder Gewerkschaften in Verbindung allem sollte er doch nicht vergessen, daß die Gewerkschaftskommission, der den Zoll von 10 auf 9 M. Herabsetzt, angenommen. Sagan augenommen. Zu Position 439 wird der Antrag Bröm el, traten und lobend hervorheben, daß sie hierdurch wesent- ehe sie ihm 60 Beschwerden übermittelte, viele Hunderte geprüft und Position 440 wird im ersten Abschnitt nach der Vorlage- zwei­lich unterstützt wurden. So heißt es im Bericht aus teils selbst erledigt, teils als unbegründet, respektive im Rahmen der oder mehrdrähtig roh: 3 M. angenommen; der zweite Absatz- Frankfurt a. O.: Mehrere Arbeiter- Organisationen machten bestehenden Geseze nicht zu beseitigen erklärt hat. Dadurch ist also gebleicht, gefärbt, bedruckt wird von 10 auf 9 M. herabgesetzt. Mitteilungen über Ausstände in einzelnen Anlagen, die sich durch der Berliner Gewerbe- Aufsicht schon eine große Arbeitslast ab- Position 441 fällt aus, da vorstehende Säße auch für drei- oder weg als richtig herausstellten, so daß es den Anschein erweckt, als genommen worden und dafür sollte sie der Gewerkschaftskommission mehrdrähtige Garne nach einem Antrag Miller- Fulda beschlossen ob von den Organisationen die Beschwerden der Arbeiter forg- uur dankbar sein, denn ohne deren Hilfe würden die Berliner find. In Position 442 werden die Zölle von 50 auf 36, und von fältig geprüft und nur die berechtigten weitergegeben werden." Gewerbe- Aufsichtsbeamten, die von den 10 740 revisionspflichtigen Anmerkerung wird nach der Vorlage angenommen. Demnach find 60 auf 42. für wiederholt geziviente Garne herabgesetzt. Die Der Magdeburger Bericht teilt mit, daß einige gewerk Betrieben nur 4483, also mur 44 Prozent revidieren konnten, noch die Zollfäße unter die des Generaltarifes und des Vertragestarifes vereinliche und gewerkschaftliche Organisationen mit den In weniger als dies ohnehin der Fall war, ihrer Aufgabe gerecht ge- herabgesetzt. Für die niedrigen Säße stimmen da ihr Antrag spektionen in schriftlichen und mündlichen Verkehr traten. Besonders worden sein! auf Bollfreiheit abgelehnt wurde auch die Socialdemokraten. verdient das Vorgehen des deutschen Buchdruckerverbandes Anerkennung, Uebrigens raten wir dem Berliner Gewerberat auch die Be- Vor der Pos. 443 kommt folgende Resolution Brömel zur der durch seine Mitglieder eine statistische Aufstellung für die Gewerbemerkung des Schleswiger Berichtes zu bemessen: Die Arbeiter Beratung: Inspektoren anfertigen ließ, woraus zu ersehen war, inwieweit in scheuen noch immer einen Verkehr mit den Gewerbe- Inspektoren, den Druckereien des Bezirks den Vorschriften des Bundesrats vom weil sie Nachteile für ihre Stellung befürchten". Ferner 31. Juli 1897 über die Einrichtung und den Betrieb der Buch- die ebenso richtige Mitteilung des Oppelner Berichts, daß die druckereien und Schriftgießereien genügt war. Wenn auch die mit- daniederliegende Arbeitsgelegenheit den Arbeiter geteilten Verstöße bezüglich der Einrichtungen meist nur geringfügiger häufig davon abhält, Klagen und Beschwerden vorzubringen". Natur waren, so muß doch anerkannt werden, daß diese Hilfe der Arbeiterschaft bei der Durchführung der für den Betrieb

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denn

gegebenen Vorschriften recht wertvoll ist. Es wäre sehr er- Der Kampf der Spinner und Weber.

sprießlich, wenn andre Gewerkschaften in gleicher Weise die Kontrolle der Bundesratsbestimmungen in die Hand nähmen!

70. Sigung der 3olltarif- Kommission. Berlin , 25. Juni.

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" Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß die einheitliche Handhabung der Erlaubniserteilung für den zoll­freien Veredelungsverkehr durch entsprechende Vor­schriften gesichert wird, dagegen die Anträge auf Einführung der Vergütung der Garnzölle bei der Ausfuhr solcher Waren, welche im Julande aus zollpflichtigen Baumwollgarnen ohne amtliche Festhaltung der Jdentität hergestellt worden sind, abgelehnt

werden."

Unterstaatssekretär v. Fischer führt dazu aus, daß diese Frage erst entschieden werden könne, wenn der ganze Zolltarif durchberaten sei. Wo gegenwärtig Ausfuhrvergütung gewährt wird, geschieht es in der Regel nur nach Nachweis der Identität. Ausnahmen finden nur statt bei Kakaoprodukten, aber hier wird nur 80 Proz.| vergütet, und bei Getreide und Mühlenprodukten. In der Abweichung von dem bis­herigen System entstehen Schwierigkeiten, wenn die Produkte teilweise

Der Bericht über den Regierungsbezirt Düsseldorf sagt: Obgleich die Regierung den Zolwünschen der Industriellen weit Die Vorstände und Vertreter von Vereinen und Fach entgegen gekommen ist und hohe Bollsäge im Tarifentwurf festlegte, organisationen der Arbeiter gehen immer mehr dazu über, tomute fie doch damit die gegenseitige Mißgunst der Interessenten nicht ihnen bekannt gewordene Gesetzwidrigkeiten und Unzuträglichkeiten dämpfen. Das bestätigt der heute fortgesetzte Kampf zwischen Spinnern oder wenn Halbfabrikate verwendet sind, die verschiedenen Zollfäßen aus inländischen Rohprodukten und Halbfabrikaten hergestellt werden, aus Gewerbebetrieben schriftlich oder mündlich den Aufsichtsbeamten und Webern. Von den Webern wird der Regierung der Vorwurf unterliegen. Die Rückvergütung ist schwer durchzuführen, da eine mitzuteilen. Ueber derartige Vorkommnisse berichten die Gewerbe­Inspektoren zu M.- Gladbach, Barmen, Essen, Düsseldorf , Solingen gemacht, sie habe mur Spinnerluft geatmet, als sie sich durch zu niedrige Vergütung zu allerlei Streitigkeiten und Prozessen Anlaß und Krefeld . Den Mitteilungen wurde von den Beamten stets Be- Sachverständige informieren ließ. Zwar bestritt das der sächsische giebt. Eine reichliche Vergütung führte leicht zu Prämien, die im achtung geschenkt, und in nicht wenigen Fällen war die Mög- damit, sowie mit seiner Warnung vor so tief einschneidenden schwer, Bundesrats- Bevollmächtigte Geheimrat Rüger, aber er machte Auslande Repressalien hervorrufen. Die Kontrolle der Identität ist. weil lichkeit rascher Beseitigung unzulässiger Zustände in gewerblichen Menderungen, wie sie die verschiedenen Anträge auf Herabsetzung der Personen find. Importeur und Fabrikant nicht dieselben Die Rückvergütung reizt zur Verwendung Anlagen auf solche Anzeigen zurückzuführen." Garnzölle herbeiführen wollten, keinen Eindruck auf die erbosten und ur ausländischer Halbfabrikate, wodurch die inländische Ferner berichten Potsdam , Breslau , Oppeln , Produktion der Halbfabrikate geschädigt wird. Die Ne Hannover, Köln und Kassel über ihren Verkehr mit Ar- auf die Spinner neidischen Weber. beiter Organisationen reip. Arbeitersekretariaten, wobei der Bres befizers, des Abg. Förster- Löbau, der im Zorn über die Garnzölle sind noch zu keinem Entschluß gekommen, weil noch keine Vorschläge Hochinteressant war das Geständnis des sächsischen Weberei gierungen haben eine große Reihe von Sachverständigen gehört, die alle verschiedene Ansichten geäußert haben; aber die Regierungen I auer Bericht hervorhebt, daß das Arbeiterfekretariat, welches unter einer energischen Leitung in das zweite Jahr feiner da können wir doch durch so hohe Industriezölle, wie die Frage nicht außer Betracht gelaffen und geforscht werden, ob ein ausrief: ,, Wir Konservativen wollen höhere Getreidezölle, gemacht sind, die keine unangreifbaren Seiten haben. Jedoch wird die Wirksamkeit eingetreten ist, eine, wie auf Grund seiner regelmäßigen Garnzölle, den armen Arbeitern, den Webern, nicht noch den gerechtes System der Zollvergütung gefunden werden kann. Es wird Veröffentlichungen anzuerkennen ist, rührige, allseitige Verdienst schmälern und die Kleidung vertenern, wenn die wohlwollend geprüft werden. Bis dahin muß man sich mit den Vor­Thätigkeit entwickelt hat." Notabene- das Register zu Getreidezölle schon die Nahrungsmittel verteuern." Gegen- schriften über den Veredelungsverkehr begnügen. den preußischen Berichten nimmt von dieser Mitteilung unter folgendem über dem Vorhalt der Regierung, daß die beantragte Herabjegung Stichwort Notiz: Arbeiterfekretariate- beeinträchtigen den der Garnzölle ein Stoß ins Herz der Spinnerei sei, entgegnet der Verkehr zwischen Gewerbe- Aufsichtsbeamten und Arbeitern"! Nun bemerkt dies zwar auch der Aufsichtsbeamte, feien und versumpfend auf die Spinnerei wirkten und deren selbe Redner, daß die bisherigen hohen Garnzölle unmotiviert aber feineswegs als Hauptsache und in so abfälligem Sinne. Er sagt nur, daß der wünschenswerte persönliche Verkehr" durch das Entwicklung Hemmten.

waren, den Gewerbe- Juspektoren unterbreitet."

vergütung vielfach die beabsichtigte Wirkung des Bolles aufhebe, Nachdem Graf Kaniz darauf hingewiesen, daß die Rück zieht Brömel mit Rücksicht auf die Erklärung des Regierungs­bertreters seine Resolution zurück.

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Zu Position 443, Baumwollenzwirn aller Art für den Einzelverkauf 70 M., beantragen die Socialdemokraten 8ollfreiheit; Baudert und Grünberg treten energisch für diesen Antrag ein, da durch den Zoll das Nähgarn ver teuert wird. In der Abstimmung wird die Position nach der Vorlage an Schluß 1/43 Uhr. Nächste Sizung: Donnerstag 9 Uhr.

genommen.

Politische Uebersicht.

Berlin , den 25. Juni. Reich, Kommune und Arbeitslosigkeit.

Arbeitersekretariat verringert wurde, weil dieses selbst viele Be­schwerden erledigte- Der Abg. Spahn suchte wie gewöhnlich fänftigend auf die hatte es doch einen Zuspruch bon gegenseitig sich bekämpfenden Unternehmer Elemente zu wirken, 7000 Personen! In gleicher Weise konstatiert der Kölner Bericht, fann aber nicht umhin, wenn auch mit schwerem Herzen, für eine daß der persönliche Verkehr mit Arbeitern sehr gering war:" Zum Erniedrigung der Garnzölle einzutreten und hat darum ein Kom­Teil wird das darauf zurückzuführen sein, daß die Arbeiter in den promiß mit Münch- Ferber geschlossen, nach dem die Garnzölle nicht von den hiesigen Organisationen unterhaltenen Auskunftsbureaus ganz so tief herabgejezt werden sollen. Man möge sich in der Kom­und Arbeitersekretariaten beraten werden. In einzelnen Fällen mission verständigen, damit der Bundesrat nicht in die Lage komme, haben die letzteren Beschwerden, die bei ihnen vorgebracht worden im Plenum die Beschlüsse der Kommission bekämpfen zu müssen. Das Centrum sucht durch derartige Kompromisse die Führung der Zollparteien zu behalten und läßt seine Gunst abwechselnd den Ganz unzufrieden mit der Vermittelung der Gewerkschafts - einzelnen Interessentengruppen angedeihen, allein es fann bei dem tommission ist allein der Berliner Gewerberat Hart- Widerstand gegen die Garnzölle nur verschämt für die Spinner ein- Am 18. November v. J. fanden in Berlin 8 große Arbeits­mann. Nur 75 Besucher kamen, unter ihnen überwogen die weib- treten. Iosen Versammlungen statt, die in einer Resolution die lichen, welche die Assistentin aufsuchten; mehrfach erschienen Natürlich haben die Försterschen Geständnisse die Agrarier und Reichs- und Staatsregierung und den Magistrat aufforderten, auch weibliche Vertrauenspersonen. Im allgemeinen ihre Gönner gerade nicht in freudige Stimmung versetzt, und es schleunigste Maßregeln zur Linderung der Arbeitslosigkeit zu er bevorzugt man den schriftlichen Verkehr, insbesondere die Ver- blieb dem Abgeordneten Arendt vorbehalten, ebenso plump dem Bedauern über diese Art der Argumentation gegen die Garnzölle mittelung der Gewerkschaftskommission. Die Zahl Ausdruck zu geben, fie sei eine freihändlerische und liefere greifen. der eingegangenen Beschwerden ist wesentlich gestiegen und belief Wasser auf die Mühlen der Opposition. Auch im Privatgespräch Reichstag über die Arbeitslosigkeit interpelliert. Auf die Nede fich auf etwa 190, wovon etwa 60 die Gewerkschaftskommission vermag man dem Abgeordneten Förster das Undiplomatische seiner Bubeils antwortete Graf Posadowsky, daß ein außergewöhnlicher mittelte. Der indirekte Verkehr hat mancherlei Mängel; Ausführungen begreiflich gemacht haben, denn er schaute schließlich Notstand nicht vorliege; die Berliner Polizei, diese authentische Quelle, abgesehen davon, daß er zu lebertreibungen reizt, ist die ganz zerfuirscht darein. babe in Berlin nur 7500 Arbeitslose ermittelt. Daß diese Zahl geradezu

Am 17. Januar 1902 wurde von der Socialdemokratie im