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Nr. 173.

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Vorwärts

Berliner Dolksblatt.

19. Jahrg.

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Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin"

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.

Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

Sonntag, den 27. Juli 1902.

Kinderausbentung- Kinderausbildung. schehen, und zwar auch zum Besten des Jungen.

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durch Unterweisung in Schulwerkstätten ge Abgesehen von der zweckmäßigen Anleitung, von Der Entwurf eines Gesetzes betreffend Kinderarbeit in der eingehenderen Erläuterung des Wie" gewerblichen Betrieben" ist bekanntlich vom Reichstag vor und warum" seiner Arbeisverrichtungen, Antritt feiner Sommerferien an eine besondere Stommission tommt der Wechsel zwischen Klassen und Werkstätten­verwiesen, so daß sich letztere gleich nach Beginn der Reichs- Unterricht der Gesundheit des Knaben zu gute. Die Auf­tags- Verhandlungen in diesem Herbst an die Bearbeitung des gaben werden der Kraft und Befähignng des Schülers ent­Entwurfs machen kann. Daher müßte es eigentlich selbst- sprechend gewählt. Anfänglich arbeitet er 3 oder 4 Stunden verständlich sein, daß das neue Schutzgesetz für die Arbeiter in der Werkstatt und erst entsprechend den mit seinem Alter finder noch vor den nächsten Reichstagswahlen zur Ver- zunehmenden Kräften längere Zeit. Er ermüdet nicht so abschiedung gelangt. Sicher werden auch unsre Genossen leicht und wird mehr leisten als in der Produktions­im Reichstag alles thun, um dies zu erreichen; namentlich werfstatt, wo er von Anfang an nicht Schüler, sondern werden sie darauf bestehen, daß die Kommission ihre Arbeit Arbeiter ist."

Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

sondern ebenso im Interesse der Arbeiterinnen, da sie an dem, was ihnen am besten von der Hand geht, das Meiste verdienen. An einem Tage, an dem die Arbeiterin nicht die volle gesetzlich zulässige Zeit in der Fabrit beschäftigt ist, ist sie vielleicht durch häusliche Arbeiten so in Anspruch genommen, daß sie nicht Zeit findet, irgend welche Heimarbeit für die Fabrik zu thun. An einem andren Tage, wo sie voll beschäftigt ist, hat sie vielleicht gar keine Hausarbeit zu versorgen und würde gern Heimarbeit für die Fabrit thun, weil sie selbst die Empfindung hat, daß sie ihre Arbeitstraft nicht vollausnutzt.

Es besteht kein Grund, der Fabritarbeiterin oder dem jugendlichen Fabritarbeiter die Freiheit der Heimbeschäftigten stärker zu beschränten als allen andren Staatsangehörigen. Jedermann hat das Recht, sich nach Schluß seines beruflichen Tagewerkes zu be schäftigen, wie er Luft hat und wo er Luft hat. Schon aus diesem Grunde muß es als wenig wünschenswert erscheinen, daß über­haupt eine einzige Gruppe von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern unter ein Ausnahmegesetz gestellt werde. Am aller­wenigsten aber ist dies bei einer ganz und gar nicht gesundheits­schädlichen Arbeit angebracht, welche bei ihrer Eigenart als Saison­arbeit an sich schon mit der Anhäufung von Arbeitsgelegenheit zu bestimmten Jahreszeiten zu rechnen hat."

nicht etwa, wie es üblich ist, bis nach den Reichstags- Ferien So Herr Direktor Back. Die Arbeiter werden daraus die verschiebt, sondern bereits im Oktober in Angriff nimmt. Bestätigung der Anschauung entnehmen, daß Kinderausbeutung Trotzdem find die Aussichten für das neue Gesetz nicht günstig, und Kinderausbildung nicht miteinander zu vereinbaren sind. weil die bürgerlichen Parteien auch bei dieser Gelegenheit Deshalb können sie mit gutem Recht verlangen, daß ihre wieder am liebsten den Pelz waschen möchten, ohne ihn naß Kinder vor der gewerblichen Ausbeutung bewahrt bleiben zu machen, dies aber nicht unmittelbar vor den Reichstags- und dafür der gewerblichen Ausbildung zugeführt werden. wahlen wagen und deshalb die ganze Sache bis nach den Unfre Genossen im Reichstage aber sollten mit allen Kräften Wahlen zu verschieben wünschen. danach streben, in diesem Sinne den vorliegenden Gesetz- arbeitern nicht das kostbare Recht und die Freiheit verkümmert entwurf zu ändern.

Die Wanderredner des Bundes.

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Neben diesem Grind, daß weiblichen und jugendlichen Fabriks

werden.-le

Es handelt sich hier namentlich darum, ob je de gewerb werden darf, sich zum Vorteil der Unternehmer bis an die äußerste liche Beschäftigung schulpflichtiger Kinder ebenfo im Klein­Grenze ihrer Leistungsfähigkeit abzuschinden, sei es auch auf Kosten gewerbe, wie bisher bereits in den Fabriken, verboten werden Politische Weberlicht. ihrer Gesundheit, weiß die Eingabe noch anzuführen, daß in den foll. Der Regierungsentwurf will von einem solchen Verbot Berlin , den 26. Juli. betreffenden Industriezweigen die Arbeit sich zeitweise start häuft für alle Betriebe nichts wissen. Vielmehr bezieht sich dort und daß, wenn es der Arbeiterin verwehrt wird, diese gute Zeit aus­das Verbot nur auf Bauten, Ziegeleien und Gruben, auf das Steineklopfen und endlich auf eine Reihe besonders auf- Mehr als eine Woche ist es her, seitdem wir den Klagen der zunützen, sie für die schlechten Zeiten nichts zurücklegen kann. Der Centralverband weiß also nichts andres als die allgemeinen geführter gefährlicher Arbeiten. Im übrigen sollen fremde Wanderredner des Bundes der Landwirte über ihre Arbeits­Kinder bom zwölften Jahre ab täglich 3-4 Stunden, eigne verhältniffe" Raum gaben. Die Deutsche Tageszeitung", die zwar Gründe anzuführen, die bisher noch gegen jede Arbeitszeit­Kinder sogar vom zehnten Jahre ab zur gewerblichen Arbeit Staum findet, den Vorenzschen Citierschwindel über die Broschüre einschränkung herhalten mußten; dennoch ist nicht ausgeschloffen, herangezogen werden können. Nautskys noch zu überbieten, hat sich bisher mit keinem Wörtchen daß sie bei jener Sorte Arbeitsfreunde, die durch Herrn Schlum Damit wär aber eine Kontrolle bezüglich der Durchführung zu dieser Veröffentlichung geäußert. Und doch ist die Sache recht berger repräsentiert werden, als höchster Beachtung wert erachtet des Schutzgesetzes aufs äußerste erschwert. Wie soll festgestellt interessant. is mad werden, ob die zugelassene Arbeitszeit eingehalten wird? Nach Daß der Bund bezahlte Geheimageuten in andren Parteien unter- Zwei Millionen Mark Schadensersatz! den bisherigen Erfahrungen, welche die Gewerbe- Aufsichts- hält, haben wir des öfteren erörtert. Noch charakteristischer aber ist, London , 24. Juli. ( Eig. Ber.) Vor einem der hiesigen beamten in ähnlichen Fällen gemacht haben, müssen wir be- daß die Agitation des Bundes von armen arbeitslofen Leuten Civilgerichte wird gegenwärtig ein Klaffenkonflikt ausgefochten, der fürchten, daß die Beamten bei ihren Revisionen über die geleistet wird, welche die Not treibt, gegen ihre Neberzeugung von weittragender Bedeutung werden dürfte. Wie den Lesern des Länge der Arbeitszeit getäuscht werden. Eine Nachprüfung den Mittelstand mit ein paar eingelernten Brocken für die Vorwärts" bekannt ist, haben die füid walisischen Berg der diesbezüglichen Angaben ist meistens unmöglich. Deshalb Intereffen des Junkertums einzufangen. Eine Erscheinung ohne Teute im Monat Oftober und November 1901 ihre Arbeit auf muß, wenn wirklich den Arbeiterkindern ein ernsthafter gleichen, daß eine große Parteipropaganda durchweg von Leuten einige Tage eingestellt, um der Ueberproduktion und damit auch der Schutz gewährt werden soll, auch in dem Kleingewerbe betrieben wird, die selbst nicht an das glauben, was sie vortragen, Lohnherabsetzung vorzubeugen. Denn dort herrschte seit 27 Jahren je de gewerbliche Beschäftigung schulpflichtiger Kinder verboten sondern denen es mir darauf ankommt, die schmalen Diäten, wie es die gleitende Skala, d. h. der Lohn fiel oder stieg mit der ent gewünscht wird, recht und schlecht abzuarbeiten. Die lleber- sprechenden Bewegung in den Kohlenpreisen. Die Bergleute bou Diese Forderung hat aber bei den bürgerlichen Arbeiterzeugungen des Bundes der Landwirte" werden von redegewandten Südwales find seit dem Jahre 1898 gewerkschaftlich organisiert und freunden keinen Anklang gefunden. Gerade jezt kann man Herren nicht anders vertrieben, wie Gummi- Artikel oder patrio- ihre Bahl beträgt 128 000. Ebenso find die Grubenbesitzer organisiert. in den bürgerlichen Blättern lange Abhandlungen lesen, in tische Lieferungswerke. Die vornehmen Herren an der Spize hüten Die Einstellung der Arbeit wurde von den Unternehmern als ein denen mit gar vielen arbeiterfreundlichen Worten das Elend sich wohlweislich, in enge und dauernde Berührung mit dem Bruder Eingriff in ihre Eigentumsrechte betrachtet und auf Grund des Taff. der zu unmäßigen Arbeiten gezwungenen Kinder beklagt und Bauer" und Bruder Krämer" zu kommen. Sie treten nur in großen, Bale Entscheides klagten sie die Bergarbeiter Föderation wegen das Einschreiten der Gesetzgebung dagegen als notwendig an- forgfältig vorbereiteten Galavorstellungen auf. Die eigentliche politische Bertragsbruch an. Sie verlangen einen Schadensersatz von erkannt wird. Aber, heißt es dann weiter, man dürfe hierbei Arbeit läßt sich der Junker von seinen schlecht bezahlten Leuten 100 000 Pfd. Sterl.( 1 Pfd. Sterl.= 20 M.) Die Regreßtlage stützt auch nicht zu weit gehen: eine mäßige" Arbeit gewöhne die machen. sich ferner auf den Lordentscheid in Sachen Quinn gegen Leatham,

werden.

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Deutsches Reich .

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Arbeiterkinder an die Erwerbsarbeit und sei deshalb im Interesse Wie großartig das Versandhaus für agrarische Phrasen ist, zeigt wonach die Handlungen der Gewerkschaftsbeamten als eine Vers einer guten Erziehung der Arbeiterjugend unentbehrlich. Und der eine Umstand, daß es über einen Stab von 150 Geschäfts- schwörung zu betrachten seien. Der Prozeß ist noch nicht zu Ende. als Beweis dafür, daß auch in pädogogischen Kreisen diese reisenden, will sagen. Wanderrebnern verfügt, die für 6 M. Diäten Erfolgt eine Berurteilung, so wird er den Abbruch der ge Anschauung herrsche, werden die Bestrebungen zur Ein- bei täglicher Kündigung dem Bolle den Zollwucher einzureden be- wertschaftlichen Harmonieperiode, den wir neulich führung des Handarbeits- Unterrichts in den Volksschulen auf- fliffen sein müssen. signalisierten, noch beschleunigen. geführt. Diese Wanderredner charakterisieren scharf das Wesen des Bundes Das ist aber eine völlige Verdrehung der Thatsachen. der Landwirte, der wie vordem die Antisemiten, die schnell ver Der Handarbeits Unterricht ist und soll ein Teil des fagten nichts andres ist, als eine demokratisch gefärbte Wahl­Unterrichts sein und gelangt dementsprechend zur Aus- Hilfstruppe für die Konservativen, die es vorziehen, die gröbere und Die Reife des Kaisers nach Posen wird das ursprüngs führung. Er steht daher im engsten Busammenhange schmutzigere Arbeit anderen Elementen zu überlassen. Das Wesen liche Programm ist abgeändert worden rein militärischen Charale mit den andren Zweigen des Unterrichts und dient dazu, des Bundes der Landwirte ist so fest bestimmt, daß die Spekulationen ters sein. Es wird den Bolen gezeigt werden, wie viel Militär es sowohl die Handfertigkeit der Kinder auszubilden, als auch über den Personenwechsel im Borsiz des Bundes der Landwirte niebt. Es soll ein Einzug wie in eine eroberte Stadt" bei ihnen das Verständnis für die Rohstoffe und Hand- ziemlich müßig find. Ob Herr Rösicke erster Borsigender, Herr werden. Außer 90 000 Soldaten werden noch zahllose geheime wertszeuge zu wecken. Die für das Arrangement dieser Reise verantwortlichen Stellen Die Hauptsache ist hier, daß der Liebermann v. Sonnenberg- der auch schon jetzt im Polizeiagenten in Thätigkeit treten. Unterricht planmäßig von solchen Lehrern erteilt wird. die Dienst des Bundes der Landwirte stand zweiter Vorsitzender scheinen ja die Wirkungen der neuen Polenpolitik außerordentlich fähig find, den Kindern die nötige Anleitung und Erklärung wird, ändert am Charakter des Bundes nicht das mindeste, der nichts düster anzusehen.- für alle wichtigeren Handarbeiten zu geben. Wenn aber ein als eine große Tochtergesellschaft des junkerlichen Zollunternehmens Stind als Laufbursche oder bei andren ganz einfachen, in iſt, in der all die anrüchigen Geschäfte betrieben werden, die das ihrem ewigen Einerlei geistestötenden Arbeiten stundenlang Mutterinstitut sich nicht leisten darf. Die 150 6- Mart- Diätare ge­angespannt wird, kann da von einem Unterricht, von einem hören zum ganzen!- erzieherischen Wert der Arbeit die Rede sein? Im Gegenteil, dem Kinde muß durch eine solche Ausbeutung schließlich die in ihm liegende Lust zur Handarbeit ertötet werden.

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Gegen den Bund der Landwirte hatte jitngst ein wirkliches Kreisblatt einen gepfefferten Artikel gebracht. Darob allgemeiner Jubel bei den ewig hoffnungsseligen Thoren des Freisinns und den bürgerlichen Demokraten. Jezt stellt sich heraus, daß diese gewissermaßen amtlichen" Artikel von Schweinburg stammen, der sogar in einer Aus­lassung ganz wie neulich Max Lorenz sich selbst zustimmend

Heimarbeit und Centralverband. Bekanntlich haben die Abgeordneten Freiherr v. Hehl, Baffer mann und Genossen dem Reichstage den Antrag eingereicht, citiert hatte.

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Welch eine wichtige Rolle für die Heranbildung füchtiger binter§ 137 der Gewerbe- Ordnung als§ 187a einen Baragraphen Man findet diese Selbstberufungen intereffant zur Naturgeschichte Arbeiter einer sachverständigen, planmäßigen Unterweisung einzuschalten, der für bestimmte Gewerbe, in denen Arbeiterinnen des Offiziösentums. Ist aber ein ganz alter Zauber. Sch: veinburg zufällt und wie sehr diese den Arbeiterkindern nicht nur in ober jugendliche Arbeiter neben ihrer Beschäftigung in der Fabrit hat das in der Schule Bismards gelernt. Brauchte der Kanzler zufällt und wie sehr diese den Arbeitertindern nicht nur in ihren jüngsten Jahren, sondern auch noch während ihrer so- ober ihren jüngsten Jahren, sondern auch noch während ihrer so- vom Arbeitgeber zu Hause beschäftigt werden, die Beschäftigung artikel nach London oder Paris , der dann brühwarm wieder nach irgend eine Stimme des Auslandes", so lancierte Büschchen einen genannten Lehrzeit meistens fehlt, hat fürzlich ein hervor außerhalb der Fabrik durch Beschluß des Bundesrats beschränkt Berlin zurücktelegraphiert wurde. Auch heute wird das Verfahren ragender Fachmann auf dem Gebiete des gewerb- werden kann. fleißig geübt. Die Wiener Preßstimmen" z. B. über Bülow- Reden lichen Unterrichts, Herr Direktor H. Back in Frankfurt a. M. So geringfügig der Versuch ist, den Nebeln der Heimarbeit find Berliner Ursprungs. in einem Vortrage in dem dortigen Freien Deutschen Hoch- entgegenzuwirken, hat er doch den Zorn des Centralverbandes deutscher Uebrigens fcheint uns die antibündlerische Thätigkeit Schwein stifte" hervorgehoben. Er berichtete über den gewerblich­technischen Unterricht auf der letzten Weltausstellung in Paris Industrieller herausgefordert, dessen Direktorium sich unter dem 19. ds., burns mehr im Auftrage des Centralverbandes als der Regierung und wies zum Schluß auf eine Lehre von wesentlicher Be- wie die Deutsche Juduſtrie- Zeitung" berichtet, mit einer langen betrieben zu werden.- deutung" hin, auf die wir zu achten hätten, wenn anders wandt hat, in welcher ausgeführt wird, daß die weibliche Arbeit auf gegen den obigen Antrag gerichteten Eingabe an den Reichstag ge= die berufliche Ausbildung des deutschen gewerblichen ben vorzugsweisen in Betracht kommenden Gebieten, besonders der Der Arbeiters nicht fünftig gegenüber der im Auslande Stickerei und Spigenindustrie eine wenig anstrengende sei und Wahlen für ungültig erklärt, trotzdem die Mehrheit der Kandidaten Der Bezirksausschuß hat die Düsseldorfer Gewerbegerichts­üblichen zurückſtehen soll". Ihm erscheint nämlich eine überbies den Arbeitern nicht verwehrt werden dürfe, ihre Arbeits- der freien Gewerkschaften 448 Stimmen betrug. Die ungültigkeits­Erweiterung des gewerblich praktischen Unterrichts durch fraft voll auszunuzen. Erklärung ist nicht erfolgt, weil die Protestgründe der Chriftlichen die Schule in Deutschland erforderlich. Es darf sich der Unterricht in den Gewerbeschulen nicht nur auf Zeichnen und berufstheoretische Fächer beschränken, er muß die Handwerks­lehre durch Vervollkommnung nach der praktischen Seite fräftig unterstützen. Das tann nnd muß

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Die Ungültigkeits Erklärung der Düsseldorfer Gewerbegerichts- Wahlen.

In der Spizen, Gardinen- und Korsettfabrikation giebt es", an sich als stichhaltig anerkannt worden sind; dieselben waren viel so behauptet die Eingabe, eine Fülle von Specialarbeiten, für mehr äußerst fadenscheinig und an den Haaren herbeigezogen. welche nur wenige Arbeiterinnen das nötige Geschid haben. Es Sondern der Bezirksausschus ift nach Brüfung der Sachlage zu dem liegt nicht nur im Interesse des Unternehmers, daß gerade die Entschluß gekommen, die Wahl für ungültig zu erklären, weil Geschicktesten sie ausführen, weil sie sie am besten machen, angeblich das seit dem Jahre 1895 bei der Düsseldorfer