Nr. 189.
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Vorwärts
Berliner Volksblatt.
19. Jahrg
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Telegramm- Adresse: Bocialdemokrat Berlin"
Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.
Das Telegramm der Empörung.
Freitag, den 15. August 1902.
Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 5121.
So beschwichtigte der kleine Korse, dem wohl damals schon die Cäsarentrone vorschwebte, die republikanischen Principienreiter. bebänderten fremden Botschafter auf dasselbe Thema. Er fragte Einige Jahre später brachte ihn der Anblick der besternten und den Museumsdirektor Denon, ob er nicht auch den Eindruck der Ordenspracht bemerkt habe. Dieser pflichtete ihm bei.
über die ihm widerfahrene Behandlung in fluger Zurück- Als Napoleon , der erste Konsul, Anno 1797 aus dem haltung bändigen, es wird fich mit einem Anstands- italienischen Feldzuge heimgekehrt war, glaubte er unter seinen protest begnügen und bald ชน neuem Frieden mit dem Truppen die Sehnsucht nach äußeren Auszeichnungen bemerkt zu Wie auch die Zeitungen der verschiedenen Parteien sich zu dem höchsten Herrn zu gelangen verstehen. Und in diesem Streben haben. Er war durchaus nicht abgeneigt, diesem Verlangen entfaiserlichen Telegramm der Entrüstung und Empörung stellen mögen, braucht das Centrum sich nicht einmal erheblicher unwahrhaftigkeit zu gegenzukommen. Gößendienst, Gitelteit, mag sein! Aber diese Gitelfeine hegt so schnöde Undankbarkeit, zu verkennen, daß der kaiserliche befleißigen, da es sich sagen darf, daß thatsächlich die kaiserliche Ent- feit, dieser Gößendienst find Schwächen, die jedem menschlichen GeDepeschenfender jedenfalls dafür Sorge trug, daß in diesen stillen rüstung und Empörung lediglich in einem verhängnisvollen schlechte eigen sind, und aus der einen wie der andren kann man Tagen, nachdem selbst die Zollkommission ihre verdiente Ruhefrist Irrtum des Kaisers ihren Ursprung hat. Wie sollte denn der große Tugenden hervorgehen lassen." gefunden, doch einiger Anlaß verblieb, die Leserwelt anziehend zu Kaiser bei abermaliger und beruhigter Ueberlegung derjenigen Partei unterhalten. Wenn es mit den Aufgaben der Monarchie verbunden ist, ernstlich zürnen, die sich mit higigster Begeisterung für die vom Kaiser der Oeffentlichkeit wie den privaten Zusammenkünften reichlichen Unter- angeregte und von der Regierung geforderte lex Heinze in die haltungsstoff zu bieten, so hat das Telegramm an den Prinzregenten Schanzen warf, die auch durch die Ablehnung der bahrischen von Bayern sicherlich schon jetzt bedeutenden Erfolg gezeitigt. Anders Forderungen für die moderne Kunst gerade die klassischen Kunstist es mit etwaigen politischen Wirkungen des kaiserlichen ideale des Kaisers zu schüßen und zu stüßen glauben durfte. Es ist Telegraphierens. Die Presse befaßt sich höchst eifrig mit dem ein tragikomisches Geschick des Centrums, daß es just im Telegramm, doch so mannigfaltig sie dasselbe auslegt, so vermögen treuesten Dienste für kaiserliche Anschauungen den kaiserlichen doch nur vereinzelte Blätter die Hoffnung zu vertreten, als würde Born auf sich ziehen mußte. Im Gefühl seiner Unschuld das Telegramm irgendwelche ernstliche politische Wandlungen in der wird das fromme und monarchische Centrum eine schnelle AusStellung des plötzlich der kaiserlichen Entrüstung und Empörung verföhnung mit dem Kaiser herbeiführen. Wenn etwa demnächst ein er doch bald darauf im Staatsrate den Plan der Errichtung der Obwohl er dafür allerlei ironische Bemerkungen erntete, brachte fallenen Centrums herbeiführen. Graf Ballestrem seine hervorragende Fähigkeit zur Verherrlichung Ehrenlegion aufs Tapet. Als ein Redner meinte, der Orden Unter den Gegnern des Centrums bilden die des Kaisers neu beweist, so wird der kaiserliche Zorn bald dahin- werde zur Aristokratie, zur Monarchie zurückführen, entgegnete Nationalliberalen den Chorus der Jubelnden. Die schmelzen. Napoleon : Nationalliberalen, deren einstige Macht im gleichen Maße verging Größere politische Wirkungen kann also das Telegramm der Man zeige mir eine neuere oder alte Republik, in der es keine als die Centrums macht emporivuchs, sind die einzigen, die un- Empörung nicht erzielen. Es teilt das Schicksal einiger früheren Unterschiede gegeben hat! Man nemnt es Kinderspielzeug. eingeschränkten Beifall spenden. Voran die Münchner Allgemeine Aeußerungen des Kaisers, die gleichfalls zunächst die öffentliche Er- Aber mit Kinderspielzeug leitet man Menschen!. Zeitung", das Blatt der am schwersten vom Centrumsdruck be- regung aufwirbelten. Haben doch um nur an eines im Fluge zu Das war vor hundert Jahren. Die„ Gutgesinnten" lasteten bayrischen Nationalliberalen, ergeht sich diese Presse in erinnern die kriegerischen Worte, die der Kaiser den ausfahrenden von heute nehmen auch keinen Anstoß an diesem Vorkommnisse. berzückten Huldigungen an den Kaiser. Diese Nationalliberalen ver- Chinafoldaten auf den Weg gab, nicht gehindert, daß später die ImDaheim", dem gefinnmgstüchtigsten aller Familien- und Pastorenblätter, erzählt Oberstlieutenant W. v. Bremen das Faktum, geffen in der Freude, daß ihr politischer Gegner getroffen werden höchste Reichsbehörde die China - Armee in Entrüstung dagegen ver- ohne eine Miene zu verziehen.( Nr. 33 vom 17. 5. 02.) sollte, alle die Bedenken, die gerade liberale Leute gegen die wahrte, als habe sie eine entsprechend strenge Kriegführung wirklich unverantwortliche, d. h. von keinem Minister gegengezeichnete persönliche verübt.
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Da sieht man den Künstler, warf der Inspektor der polytechnischen Schule, Monge, ein; diese Kreuze, diese Sterne, diese Bänder find littertram, wahres Kinderspielzeug!" Kinderspielzeug soviel, soviel Ihr wollt, wenn man sie aber liebt?" antwortete Napoleon .
Wehe aber, dreimal wehe, wenn ein Angehöriger der roten Rotte sich herausnimmt, zu denken, wie der selige Monge Anno 1802. Dann gehen die Posadowsky , Arendt, Rettich, Paasche hoch wie Stuchenteig!
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Gegen die agrarische Aushungerung der Massen,
Einmischung des Reichsoberhauptes in die parlamentarischen An- Das Centrum ist die Partei der Finsternis und der Verknechtung gelegenheiten eines Bundesstaates aufiverfen müßten. Die Täg- der Geister. Wäre die centrumsfeindliche Stimmung des kaiserlichen liche Rundschau" erreicht wohl die Höhe des byzantinischen Jubelns, Telegramms nicht das Erzeugnis des eiligen Augenblicks und plözindem sie das Telegramm als einen Schuß in die Centrumsherde" lichen Unmuts, tönnte solche Stimmung sich zu fester und entfeiert, die nun arg toben werde, und indem sie weiter das schlossener Regierungsmarime in Deutschland verdichten so die der neue Zolltarif bringen soll, fann keine furchtbarere Anklage Telegramm als einen„ Peitschenhieb für das bayrische würden bayrische würden wir ein Ereignis von größter politischer Tragweite erhoben werden, als durch mehrere augenblicklich vorliegende Centrum" tennzeichnet. Wir werden bald sehen, daß das Centrum erleben. Aber bald wird auch die empörte Verstimmung von Dokumente, die beweisen, welch unerhörten, die Volksgesundheit teineswegs zu argem Toben Anlaß zu haben meint. neuen Stimmungen fortgeschwemmt sein und das Centrum und die untergrabenden Grad schon jetzt die agrarische Boltsausplünderung Die konservativen Blätter bleiben zumeist weit zurück- herrschenden Mächte sind inniger denn je zum Bunde der Welt- angenommen hat. haltender als die nationalliberalen; die Kreuz 8eitung" ver- verdunkelung vereint. Uebrig bleiben von dieser Episode wird allein Bekanntlich ist durch das Fleisch beschau Gesetz die zichtet auf jede eigne Besprechung. Die„ Deutsche Tages- im Bewußtsein des Volkes hier die Thatsache der Einführung des Büchsenfleisches verboten worden. Und zwar zeitung", noch bewegt vom überzöllnerischen Verdruß, unter- schmählichen Kunst- und Wissenschaftsfeindschaft mußten natürlich die angeblich hygienischen Besorgnisse um die nimmt sogar eine feineswegs unentivegt monarchische" Kritik des des Centrums und dort die Thatsache des persönlichen Gesundheit der Bevölkerung die Verteuerung des inländischen Telegramms, indem sie sagt: Regiments im konstitutionellen und liberalen" Deutschland . Fleisches zu Gunsten der Großgrundbesizer bemänteln. Das „ Die Depesche Sr. Majestät des Kaisers wird nicht verfehlen, amerikanische Büchsenfleisch war ein ebenso beliebtes, wie gesundes starkes Aufsehen zu erregen und in den Kreisen des bayrischen Der„ Reichs- Anzeiger" scheint eine ungehörig geringe und relativ wohlfeiles Nahrungsmittel gerade der minderbemittelten Centrums tiefe Mißstimmung zu erzeugen. Sie trägt das Ge- Meimmg von der Bedeutung des Telegrammwechsels zwischen dem Klasse. Was das Einfuhrverbot des Büchsenfleisches bedeutet, erhellt präge im pulfiber, rein persönlicher Empfindung so stark und deutlich, daß es fraglich erscheinen tann, Kaiser und dem Prinzregenten zu haben. Er bringt die Telegramme aus dem Jahresbericht des Vereins Hamburger ob ihre Veröffentlichung geboten und zweckmäßig nicht nur nicht in seinem amtlichen Teile, sondern selbst nicht im Reeder, in dem es heißt: gewesen sei.... Wir fürchten, daß die Preßerörterungen, die nichtamtlichen Teile. Für das offizielle Organ der obersten der Veröffentlichung des Depeschenwechsels folgen dürften, Reichsbehörde existiert die Angelegenheit bisher nicht! wiederum betveisen werden, wie notwendig es sei, daß die Ist vielleicht der Reichs- Anzeiger" der Ansicht, daß nur eine Bersonen der Monarchen möglichst fern von den fleinen politischen bayerische Specialangelegenheit vorliege, die das Reich nichts Tagestämpfen bleiben." fümmere? Oder wollen die verantwortlichen Ratgeber Dies Verhalten der Konservativen ist leicht zu verstehen. Sie des Kaisers vorbeugen, daß der Telegramm- Austausch, gemüssen fürchten, daß sie selbst leicht einmal vom Bann- mäß der bekannten Praxis des Reichstags- Präsidenten, nicht im strahl der kaiserlichen Entrüstung und Empörung angewettert Reichstage zur Besprechung gelangen tann? werden dürften, wenn sie durch beharrliche Ueberzöllnerei die Vorlagen der kaiserlichen Regierung gefährden oder die Kanalvorlage wiederum verweigern würden. Vielleicht wundern sich die Konservativen jetzt mit uns, daß das bayrische Centrum ob einer verhältnismäßig doch unbedeutenden Angelegenheit so schwer büßen nuß, während der preußische König die langjährige Verschleppung und wiederholte Verweigerung eines großen Kulturwerks durch seine eignen preußischen Konservativen nicht in entrüsteten und empörten Depeschen gebrandmarkt hat.
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Das Centrum tobt nicht gar arg. Die Germania " verzichtet auf jede herbere Polemik und läßt sich daran genügen, als Antwort auf das Telegramm den bayrischen Unwillen über das Eingreifen Wilhelm II. in bayrische Dinge anzukündigen. schreibt:
Sie
Es ist uns fein Fall in Erinnerung, in welchem seit dem Bestehen des Deutschen Reiches ein ähnliches Eingreifen des Trägers der höchsten Gewalt im Reiche in die innerpolitischen Verhältnisse eines Bundesstaates stattgefunden. hatte. Wie wir unsre Bayern kennen, wird die„ schnöde Undankbarkeit", welche der Kaiser der Mehrheit des bayrischen Abgeordnetenhaus mit tiefster Entrüstung" vorwirft, im Bayernlande und Volke ein mächtiges Echo wecken. Es kann bei den vielfach in Süddeutschland , besonders in Bayern Preußen herrschenden Gefühlen nicht ausbleiben, daß dabei wenig angenehme Worte gegen den Kaifer fallen. Und aus diesem Grunde bedauern wir sowohl mit Rücksicht auf den Träger der Kaisergewalt, als auch im Interesse des Reiches die scharfe Kritik Wilhelm II.
gegen
Noch ist das Wort vom„ polnischen lebermut", das der Kaiser in Marienburg gesprochen, nicht verflungen und zudt die Erregung in den polnischen Gemütern noch fort, und nun kommt dazu der Vorwurf der„ schnöden Undankbarkeit" gegen die Mehrheit des hayrischen Abgeordnetenhauses, welche in Ausübung ihrer parlamentarischen Rechte 100 000 m. für Kunstzwecke ab gelehnt hat und gewiß nicht beabsichtigte, dadurch den Prinzregenten persönlich zu verlegen."
Politische Uebersicht.
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Regierung und Zollparteien.
Jüngst kündigte die konservative Schlesische Zeitung" an, daß eine Einigung zwischen der Regierung und den Zollparteien durch beiderseitiges Nachgeben zu erwarten sei. Jetzt will das Blatt zuverlässig wissen, daß eine Nachgiebigkeit der Re= gierung ausgeschloffen sei; es schreibt:
Bei den Erörterungen der Ausführungsbestimmungen zum Fleischbeschau- Gesetz war von gewissen Streifen in Anregung ge= bracht worden, die Einfuhrverbote für Büchsenfleisch 2c. auf die Freihafengebiete auszudehnen, um auch den Passagieren und Mannschaften der in den deutschen Freihäfen ein und auslaufenden Schiffe den vermeintlichen fanitären Schuß zu teil werden zu lassen. Wir haben in gegebener Veranlassung. uns dahin geäußert, daß dieser sanitäre Schutz nicht er forderlich sei, weil sich irgend welche nachteilige Folgen von dem Genusse der in großem Umfange verwendeten ausländischen Fleisch waren, eina schließlich des Büchsenfleisches, nicht bemerkbar gemacht hätten. Im Gegenteil habe die Einführung des Büchsenfleisches eine wesentliche Verbesserung der Verpflegungsverhältnisse an Bord bewirkt. In Deutsch Land sei Büchsenfleisch in den erforderlichen Mengen überhaupt nicht zu haben, es sei erheblich( bis zu 140 Proz.) teurer als das amerikanische und australische, und stehe nach den gemachten Erfahrungen an Haltbarkeit hinter dem fremden zurück. Würde man die Verproviantierung der Schiffe mit ausländischen Fleischwaren in deutschen Häfen unmöglich machen, so würde man nur erreichen, daß sich die Schiffe im Auslande berproviantieren."
„ Die verbündeten Regierungen halten nach wie vor an ihrem Widerspruch gegen die in Frage stehenden Beschlüsse entschieden fest, sie wollen nicht einmal von der Annahme der er Die Reeder vermögen der Schädigung durch das Einfuhrverbot höhten Mindestzölle auf Getreide etwas wissen, geschweige durch Verproviantierung im Auslande zu entgehen; das deutsche von der Ausdehnung des Doppeltarifiystems auf Proletariat hingegen mag sich, wenn es ebenso wohlfeiles Fleisch Vieh- und Fleischzölle, zumal in der von der Kommission essen will, an den Lendenbraten lebensmüder Droschkengäule delekbefchloffenen Höhe, ebenso wenig von der Erhöhung des Quebrachotieren! Dies Fleisch ist ja auch gesünder!
zolles, die als zum Ruin der deutschen Lederindustrie führend Aber die Fleisch einfuhr Verbote und und Wiehbetrachtet wird. Auch eine Wiederherauffezung der Garnzölle
wird als unbedingt nötig bezeichnet, und vor allem halten die Re- perren beginnen eine noch immer intensivere Wirkung ausgierungen ferner daran fest, über die Inkraftseßung des zuüben, fie treiben die ohnehin unerschwinglichen neuen Tarifs nach ihrem Ermessen zu beschließen, abgesehen Preise immer noch mehr in die Höhe. Das beweist von der Kompetenzfrage, besonders auch deswegen, um nicht be- folgende Bekanntmachung der Fleischer Jnnung zu Essen : züglich des Abschlusses neuer Handelsverträge in eine Zwangslage Zur öffentlichen Kenntnisnahme!
zu geraten."
Die„ Schles. 8tg." giebt ihren Parteigenossen den Rat, sich der Regierung löblich zu unterwerfen.
Gegenüber solchen Ankündigungen hat das Gelärm der„ Deutschen Tagesztg.", der selbst die Ueberzollbeschlüsse der Kommission noch genügend und unannehmbar sind. keine größere Bedeutung.
Orden Kinderspielzeng".
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Dec satanische Anschlag der Umstürzler" auf die Steuerfreiheit der Orden, die sie mit dem Kinderspielzeug auf eine Stufe zu stellen sich erdreisteten, hat alle beförderungs- und beforierungsfähigen Batrioten in angenehme Aufregung versetzt. Unerhört Orden und Nürnberger Tand in einem Atem zu
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Gewiß ist dem Centrum die Sache recht peinlich. Denn seitdem es regierende Partei auch im Reiche ist, legt es besonderen Wert auf ein gutes Verhältnis zum Reichsoberhaupt, das ja auch die nennen! entscheidende Stelle für die von den Centrumsmannen gierig er- Und doch haben unter ganz ernsthaften Menschen schon ganz ernstsehnten Aemter und Würden in Preußen und im Reiche ist. Das hafte Unterhaltungen über die Verwandtschaft von Orden und SpielCentrum braucht den Kaiser und darum wird es seinen Groll zeug stattgefunden.
Infolge der nun schon seit zwei Jahren anhaltenden, noch fortgesezt steigenden Schweinepreise, sowie auch wegen des außerordentlich hohen und allem Anschein nach noch nicht auf dem Höhepunkte angelangten Rindvieh= preises sehen sich die hiesigen Meggermeister gezwungen, die Preise für Fleisch- und Wurstwaren zu erhöhen.
Um der irrigen Meinung des Publikums, als seien die Metzger schuld an diesem Preisaufschlag, von vornherein entgegenzutreten, erklärt die unterzeichnete Innung, daß diese Teuerung eine Folge der knappheit des Schlachtviehes ist, welche durch die gänzliche Absperrung der deutschen Grenzen gegen die über einen viel größeren Viehreichtum verfügenden Nachbarstaaten hervorgerufen ist; denn, wie die Erfahrung beweist, ist die deutsche Landwirtschaft nicht im stande trop gegen teiliger Behauptung den Bedarf an Schlachtvieh für das Deutsche Reich zu decken, und es ist auf eine Aenderung nicht eher zu rechnen, bis die Grenzen wieder geöffnet sind. Die Fleischer- Junung Essen .