Nr. 276.
•
Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando Vierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Belt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Boft- ZeitungsBreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat.
Erscheint täglich außer Montags.
Vorwärts
Berliner Volksblatt.
19. Jahrg.
Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Naum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet.
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983.
Die Volkspartei.
Mittwoch, den 26. November 1902.
Störungen oder gar persönliche Beleidigungen zu erlauben, wie dies in Lieguißer Versanunlungen jüngst vorgekommen ist. In der Deffentlichkeit schickt sich dergleichen ebenso wenig, wie es für Gäste im Privatverkehr passend ist."
Der Geheime Kriegsrat der Bolloppofition, Herr Eugen Richter , hat in der legten Zeit viel schlimme Tage erlebt, aber Es soll ferner für unartig gelten, im allgemeinen auf die Ausso schlimm wie die allerletzten ist kaum einer je zuvor gewesen. führungen der Redner einzugehen: wohlerzogene Leute müssen sich Seine treue Arbeit für die Verständigung der Brotwucherparteien auf die Klarstellung von Einzelheiten" beschränken. Nur so weit hat er durch den Vorwand zu bemänteln versucht, daß diese Ver- ist die freie Diskuffion am Blake."
-
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
gewiegten Parlamentarier, nicht wie unfren Genossen geLungen war, seinem Antrag auf Aufhebung der Zuckersteuer eine Form zu geben, die der Präsident nach der Geschäftsordnung nicht beanstanden konnte.
Dieser Zuckersteuerantrag wurde mit 158 gegen 99 Stimmen bei drei Stimmenthaltungen abgelehnt.
Offenbar haben auch einige Konservative für den Antrag gestimmt; genaues wird sich erst morgen aus der Abstimmungsliste feststellen laffen.
ständigung überhaupt nicht zu stande kommen würde: er nahm, wie So wird freisinnigen Versammlungsleitern zur Darnachachtung jeder ertappte Spion, seine Zuflucht zu der Ausrede, daß die mitgeteilt. Unser Redner für den Brannhveinsteuer- Antrag war fremden Mächte, denen er sich für ein paar Stichwahl- Damit hat die freisinnige Volkspartei diefe Wahrheit Genosse Wurm, der, als er die Tribüne bestieg, von den mandate verkauft hat, zum Schlusse die Düpierten ge- anzuerkennen, find wir freudig bereit nur die letzten notwendigen wenigen im Saale anwesenden Bündlern mit Ausrufen univesen wären. Und merkwürdig in keinem Augen- Schlußfolgerungen gezogen, die sich aus ihrer bisherigen Tattit verhohlenen Aergers begrüßt wurde. Mit um so größerem blick ift der Triumph der mittleren Linie Linie so nahe ergeben mußten. Sie konnte darauf gefaßt sein, daß ihr durch social- Elan griff Wurm die Liebesgabenpolitik der Agrarier und den gewesen wie eben jetzt! Der Dienstag a bend hat diese Nachricht demokratische Angriffe die Aufgabe gestellt werden würde, ihre ver- Spiritusring an. Er schloß mit der Hoffnung, daß die gebracht, während uns Herr Richter noch Dienstag morgen vor dem räterische Taftit zu rechtfertigen. Da sie dazu außer stande ist, Stimme der Socialdemokratie um so lauter im Volfe widerersten Hahnenschrei seine geniale Tattit abermals angepriesen und berbietet sie den Versammlungsteilnehmern auf Dinge einzugehen, Hallen würde, wenngleich sie hier im Hause auch taube Ohren erklärt hatte, durch die blindtäppische mechanische Obstruktion" sei die der Referent nicht behandelt hat. Und der wird sich wohl träfe. die Zolltarif- Vorlage nicht zum Scheitern zu bringen. Und jegt an hüten...! Weil sie weiß, daß für einen chrlichen Mann höfliche Unser Antrag wurde niedergestimmt; diesmal mit 203 demselben Tage passiert es ihm, daß die Socialdemokraten einen Ausdrüde zur Kennzeichnung ihrer Thätigkeit kaum mehr ausreichen, gegen 43 Stimmen. Antrag auf Aufhebung der Zuckersteuer einbringen, dieselben Social- berlangt sie, daß an die Stelle einer demokratischen Geschäftsordnung Die Sitzung wurde vertagt. Ein neuer Antrag unfrer demokraten, von denen er zwei Tage zuvor seinen erstaunten Lesern wenn nicht schon die spanische Hofetikette, so doch die Anstands- Fraktion, die Getreidezölle bei bestimmten Preishöhen des crzählt hatte, daß fie sich plötzlich für die Zuckersteuer begeistert regeln einer gutbürgerlichen Tischgesellschaft gesetzt würden. Benn Getreides aufzuheben, wird am Mittwoch zunächst das Haus hätten. ernsthaft über Recht und Unrecht, über Wohl und Wehe der Bebeschäftigen. So ist die Freifinnige Zeitung" ein täglich erscheinendes völkerung beraten wird, muß man sorgsam darauf achten, sich ganz Märchenbuch für die Kinderstube geworden. Noch immer hält so zu benehmen, als ob man bei Eugen Richters zum Thee geladen ihre überströmende Phantasie ant der Vorstellung fest, wäre. Sonst Hausknecht und so weiter! daß die Annahme des Antrages Trimborn eine Vorbedingung Obwohl man in Ostelbien im allgemeinen wenig von guten der Verständigung gewesen sei. Damit hat sie aber das Maß der Manieren hält, darf das neue freifinnige Programm der Wehleidigkeit Naivetät überschritten, das selbst dem politischen Phantasiestück ge- bort ficher auf Verständnis rechnen. Die begrenzte Bewegungsstattet ist. Daß das Centrum auf alle Bollwucher- Profite stolz ver- freiheit, die socialdemokratische Redner bisher in freisinnigen Berzichtet hätte, wenn der Witwen- und Waisenversorgungs- Antrag durch fanmilungen genossen haben, ist von den Hütern der öffentlichen die Resolution Rettich noch mehr verwässert worden wäre Drdnung stets als ein schweres Aergernis empfunden worden. wem will Herr Eugen Richter einreden, daß er das glaubt?! Mögen in Zukunft mehr als je zuvor freisinnige VersammlungsWeiß er doch genau, daß bei der dritten Lesung des Tarifgesetzes leiter durch Mundtotniachung socialdemokratischer Umstürzler die ein einverständliches Abstimmungsmanöver der Mehrheit den Antrag Thätigkeit der königlichen Bolizeibehörde und des Juntertums glüdlich Trimborn beseitigen will! Hat er doch selbst die Unvorsichtigergänzen. Es ist immer noch fraglich, welcher von diesen drei teit begangen, im Reichstage die frohe Erwartung auszusprechen, Bundsebrüdern die Wahrheit am meisten zu fürchten hat. daß die letzten Anfäße zur Schaffung und Waisenversorgung in dritter Lesung aus dem Gesetz hinaus getvorfen werden würden, daß es somit bei seinem genialen Programm der Waifen- Selbsthilfe verbleiben wird! So schlägt jede feiner Aussagen gegen ihn selbst aus, und jeder Versuch der Ausflucht wird ein neues Glied in der lastenden Kette der Schuldbeweise.
-
einer Witwen
aus der Abstimmung, die
Für den Juni 1903 schließt sich ein neues Ordnungskartell gegen die Socialdemokratie zusammen. Herr Eugen Nichter till Vergeltung üben an der verhaßten Partei, deren unerhörte Wahlerfolge in einem vollständigen Verfall feiner eignen Partei ihr notwendiges Gegenstück gefunden haben. Wenn sich bewahrheiten sollte, was neuestens von der" Frankfurter Zeitung " behauptes wird, wenn twirklich jene alberne 81%, Millionen- Mischmaschbroschüre, für die das Scharfmachertum jest haufieren geht, von einem Agitator der freifinnigen Volkspartei, Herrn Heinrich Fräntel, geschrieben ist, wird sich niemand darüber wundern dürfen.
Das Gersten- Canossa. Eine parlamentarische Korrespondenz berichtet als Ergebnis der Verständigungsaktion das Folgende:
„ Es bestätigt sich, daß der 9teichstanzler namens der berbündeten Regierungen einen Mindestzoll für Braugerste von 4 M.( bisherige Regierungsvorlage 3 M.) unter der Voraussetzung den Mehrheitsparteien angeboten hat, daß ein Minimalzoll für Futtergerste nicht in das Tarifgefeß eingestellt wird. Die Mehrheitsparteien, einschließlich der Nationalliberalen, haben heute vormittag in ihren Fraktionen über dieses Angebot verhandelt. Das Centrum hat sich, wie bestimmt verlautet, mit dem Augebot einmütig einverstanden erklärt. Es wird in der dritten Lesung auf den Boden der so veränderten Regierungsvorlage zurücktreten. Die große Mehrheit der Nationalliberalen wird den Reichskanzler in seiner Verständigungspolitik unterstützen. Nicht völlig einig foll man dagegen im Lager der beiden konservativen Fraktionen geworden sein. Es ist auch kaum anzunehmen, daß die hier vorhandenen Gegenfäße völlig auszugleichen sind. Mit Sicherheit wird aber darauf gerechnet, daß die für die Mehrheitsbildung erforderlichen Stimmen sich bei den Konservativen werden finden lassen. Voraussichtlich werden die heute abend zwischen den Vertrauensmännern der Mehrheit und dem Reichskanzler stattfindenden Verhandlungen den formellen Abschluß bringen. Die Beratung des Tarifs soll dann mit Dampf" gefördert werden."
Die schamlosen Handelsverträge, die seine Partei in Memel Heydekrug, in Bayreuth , in Forchheim - Kulmbach mit dem Brotwucher gegen die Socialdemokratie geschlossen hat, die Beseitigung der socialdemokratischen Tarifanträge Ob Herr Eugen Richter bei seinem Rachefeldzug nicht noch seine Unterstützung, die er auf Grund feiner„ dreißigjährigen legten Wähler verlieren wird, das zu bedenten ist seine eigenste Angelegenparlamentarischen Erfahrung" dem gewaltthätigsten Bruch der heit. Ob sich seine politische Ueberschlauheit nicht als das Gegenteil der Damit wäre denn die mittlere Linie" der Verständigung glückGeschäftsordnung zugewendet, die tollhäuslerischen Denun- politischen Slugheit erweisen wird, darüber zu entscheiden verbietet lich gefunden. Die Regierung hat dem Centrum, vornehmlich den ziationen und Angriffe, die er in Hamburg und täglich bisher unstroy Herrn Richters dreißigjähriger Politik der Mißerfolgefüddeutschen Centrumsagrariern, noch eine Mark bei der Braugerste in seinem Blatte gegen die„ blindtäppische mechanische Obstruktion" die Höflichkeit. verbreitet hat, die Beihilfe, die er der Regierung gegen den Antrag Trimborn leistete alles das soll bloß falsch verstanden oder böswillig mißdeutet worden sein! Trotz alledem will er nicht sein, was er scheint, und nicht scheinen, was er ist.
Vorsicht bei Einlaß zu Versammlungen, das ist der neueste freisinnige Gedanke der freifinnigen Volkspartei. Steine Diskussion mehr mit der Socialdemokratie! Die freifinnige Boltspartei will in Ruhe, und im Kreise ihrer Lieben, sterben. Jeder Wähler, der eine Versammlung der Richter- Partei zu besuchen wünscht, wird demnächst ein Attest zu erbringen haben, daß er alles, was ihm in der Versammlung erzählt werden wird, auch gewissenhaft zu glauben bereit sei.
draufgelegt, obwohl sie das bisher mit aller Entschiedenheit für schlechterdings unmöglich und unannehmbar erklärt hat. Das Centrum hat mit diesem Zugeständnis mehr erreicht als es wohl jemals ernstlich vermutet hat, und es find die verbündeten Regierungen, die gegenüber allen ihren früheren Erklärungen, schmählich nach Canossa gegangen find das Gerstenopfer darbringend.
Herr Irmer, der für die Bestrafung des Kontraktbruches begeistert ist, bleibt in der Partei mit dem Vorbehalt, daß die Es will nichts besagen, daß die„ Deutsche Tagesztg." nach wie " Freis. 8tg." feine Kandidatur nicht gerade mehr empfehlen werde, Die am Dienstag wieder präsente Mehrheit beschränkte vor den unentwegten Bramarbas spielt, und versichert, es werde un über die„ Freis. Korr.", die Herrn Nichters einzig sichere Geheim- ihre Thätigkeit auf die viermalige Abgabe roter Neinfarten geheuer schwer werden, eine Verständigung in der Frage der Viehtaktik nicht begreift, ist der große Parteibannfluch gesprochen gegen unfre Verwendungsanträge. Diese harmonische Be- zölle zu finden. Wir haben niemals die Verständigung, mit deren worden... Und wie den Redakteuren durch öffentliches Censurfchäftigung läßt sich ohne übermäßige Aufwendung an Geist sicherem Zustandekommen wir feit jeher gerechnet haben, in einer editt die größte Borsicht im Gebrauche geschriebener Wahrheit betreiben, jie erfordert nur ein bißchen Geduld und die wird Bustimmung der äußersten Rechten gesehen. Die gefährliche anempfohlen wird, so rät die Freifinnige Zeitung" neuestens ihren die Mehrheit schon aufbringen müssen. Unfren Rednern Bollwuchermehrheit erkannten wir immer in dem Kartell des Anhängern, sich auch vor dem Sirenenfang gesprochener Wahr gehörte der Tag ausschließlich. Unbeirrt von der stummen Centrums, der Nationalliberalen, der Reichsparteiler und eines Teils heiten mit Wachs die Ohren zu verkleben. Feindseligkeit der Zöllner vertraten sie durchaus sachlich unsre der versöhnlichen" Konservativen. Es gehörte zum Ganzen, daß dann Anträge, die nach dem Muster des Antrags Trimborn ge- auf der äußersten Rechten die Unentwegten vom 7% Mart- 3oll zornstaltet waren und einen Teil der Zollerträgnisse für die Auf- voll wüteten. hebung der das Volk seit langem drückenden Salz-, Zucker- Ob die Verständigung in der angedeuteten Weise zustandeund Branntweinsteuer nugbar machen wollten. Genoffe fommen wird, ist gleichgültig. So oder so wird sie kommen. Rosenow begründete die Forderung, die Aufhebung der Sollte wirklich die Regierung Braugerste erhöhen, so wäre das Salzsteuer durch die Bereitstellung von 49 Millionen aus den nur eine weitere Erschütterung der allerdings niemals vorhandenen Bollerträgen anzubahnen. Er wies aus der Geschichte der Regierungsautorität. Salzsteuer nach, daß sie von jeher und von den verschiedensten Wir haben feit Beginn des Zollkampfes die Gewissenlosigkeit Die Zeiten, da man die beiden freisinnigen Richtungen nach Seiten als die ungerechteste Steuer betrachtet worden ist, und und Sturzsichtigkeit bekämpft, mit der namentlich die Freifinnige VoltsWasserstieflern und Wadenstrümpflern schied, sind längst vorbei. daß fie besonders drückend in der gegenwärtigen Zeit der partei den Kampf gegen den Zollwucher einzulullen suchte, indem Gichtbrüchig und altersschwach schleppt sich der Volksfreifinn auf Arbeitslosigkeit empfunden werden muß. Die lebendigen man erklärte, der Tarif würde an den Meinungsverschiedenheiten Filzschuhen einher, und alle urwüchsige Derbheit, jedes laute Wort, Abstimmungsmaschinen widerlegten diese Gründe, indem sie im Zollwucherlager zu Grunde gehen, die Opposition brauche desdas die Ruhe des Sterbezimmers stören könnte, sind ihm verhaßt unsren Antrag mit 190 gegen 64 Stimmen ablehnten. halb keine Hand zu rühren. Wenn das nicht die Taktik des Vergeivorden. Ueber den Umgang mit Menschen in der politischen Ver- Den zweiten Antrag, hundert Millionen zur Erräters war, so war es eine unbegreifliche Einsichtslosigkeit. Jetzt sammlung ergeht sich die Freifinnige Zeitung" in so zarten wie leichterung der Aufhebung der Zuderſteuer zu verwenden, be- zeigt sich, wie richtig unsre Taftit war, die nur mit der eignen Straft tiefsinnigen Betrachtungen. In liberalen Versammlungen haben gründete Bernstein . Er ging auf die Verhandlungen rechnete. Eugen Nichter aber wiederholt in diesem Augenblick des über die Brüsseler Konvention zurück und wies darauf hin, völligen Zusammenbruchs seiner Taktik die lächerliche Finte, die „ Aber auch", so lehrt die Freifinnige Zeitung" aus zart- daß ein neues zuderfartell zu erstehen drohe. Die Opposition, Einigung sei erfolgt, weil die Mehrheit von uns bekämpft besaitetem Gemüte weiter, wenn eine Einladung die Social die sich in England gegen die Konvention rege, dürfe nicht wurde:" In der Temperatur, welche die Obstruktion der demokratie einbegreift, etwa in der Formel: Gäste willkommen", unterschätzt werden. Das sicherste Mittel, die Buderkrisis zu Socialdemokratie im Reichstag hervorgebracht hat, ist die find die Erschienenen verpflichtet, sich auch als Gäste zu beseitigen, sei die Steigerung des Inlandskonsums durch die Einigung rascher und vollständiger erfolgt, als man bisher irgendwie benehmen. Statt dessen hat sich jetzt wieder die Erfahrung Verbilligung der Preise. Die sehr interessanten Darlegungen annehmen konnte." wiederholt, daß die Socialdemokraten versuchen, sich in folchen Ver- unfres Redners über die Obstruktion und sein Versuch, die sammlungen als Herren aufzuspielen. Zur Geschäftsordnung aber So schreibt ein Blatt, das auf politischen Ernst Anspruch haben sie ebensowenig alsdann das Wort zu ergreifen, wie es fich für schwebenden Kompromißverhandlungen zur Sprache zu nimmt, die Freisimmige Zeitung". Woraus Eugen Richter vermutlich eingeladene Tischgäste schicht, die Tischordnung zu tritifieren. Noch bringen, wurden vom Präsidenten als nicht zur Sache gehörig die Folgerung zieht, alle Oppofition aufzugeben, denn jeder Stampf weniger fönnen Gäfte das Recht beanspruchen, Anträge zu stellen, leider eingeschränkt. hat die Eigentümlichkeit, Gegner zu finden. In Wirklichkeit hat
Socialdemokraten nichts zu suchen.
wie dies jüngst von socialdemokratischer Seite unter dem Wider- Bei der Zuckersteuer beteiligte sich als einziger bürger- unsre energische Opposition die selbstverständliche Verständigung so spruch des Vorsitzenden in Halle versucht worden ist. Für Gäste licher Redner des Tages Eugen Richter mit ein paar lange Zeit verhindert, weil die Komödie der Uneinigkeit ja nur aber paßt es sich auch am wenigsten, sich etwa zwischenrufe, Säßen, aus denen sein Aerger heraustlang, daß es ihm, dem dazu dienen sollte, die Gegner sicher zu machen. Als man aber