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Nr. 88.

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Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Donnerstag, den 16. April 1903.

Graf Bülow wirklich der verantwortliche Kanzler einer verfassungs­

Der Verantwortliche der Monarchie. mäßig beschränkten Monarchengewalt sein will, dann muß er die

Fünf Jahre. VI.")

Reden und Telegramme seines Herrn so nehmen, als wenn sie von ihm selbst gehalten und verfaßt wären. Dann muß er nicht ihre formale verfassungsmäßige Berechtigung nachzuweisen versuchen, nicht bloß für ihre Form Entschuldigungsgründe vorbringen, sondern ihre Form und ihren Inhalt als eine eigne Sache ver treten.

Man könnte billig darüber Zweifel hegen, ob in einer ge­drängten Darstellung der legten fünf Jahre auch die Thatsache Raum für fich beanspruchen dürfe, daß während ihres Verlaufes der britte Reichskanzler durch einen vierten abgelöst worden ist. In den letzten dritthalb Jahren ist kein einziges nennenswertes Greignis ein Was aber hat Graf Bülow gethan? Er hat die Kundgebungen getreten, das Spuren einer neuen persönlichen Einwirkung trüge, des Kaisers formalrechtlich verteidigt mit dem angeblichen Rechte und nichts berechtigt zu der Annahme, daß sich die deutsche Politik jedes Preußen, seine Meinung frei zu äußern. Er hat in einem nach innen wie nach außen auch nur um Haaresbreite anders gee Tone, der jedem echten Royalisten durch Mark und Bein gehen staltet hätte, wenn ihr verantwortlicher Firmenträger nicht Bülow, mußte, erklärt, der Kaiser sei eben tein Philister" sondern eine sondern noch immer Hohenlohe hieße. Gleichwohl hatte sich ausgeprägte Individualität", er sei eine impulsive Natur", und der vergreifte Fürst Chlodwig um die beutsche Politik ein dadurch werde bem verantwortlichen Minister seine Aufgabe er­immerhin beträchtliches Verdienst erworben. In einer Zeit der schwert. Aber das start accentuierte Monarchentum habe auch aufs höchste gesteigerten Redeluft verstand er das Schweigen, seine guten Seiten. Der Kaiser sei gut veranlagt und hätte den und immer, wenn er schwieg, ist er ein Philosoph geblieben. Es besten Willen. war freilich ein übles Mißverhältnis, daß, wo alles redete, gerade der schwieg, der zum Reden am meisten berufen war, daß, wo alles schob und drängte, der angebliche Lenker deutscher Reichsgeschicke unbeweglich wie Buddha auf der Lotosblune faß. Aber besser ist es Teineswegs dadurch geworden, daß an Stelle dieser scheuen und stummen Verfunkenheit eine rednerische Beweglichkeit trat, deren ganze Kunst darin besteht, ihre Gedankenlosigkeit zu verbergen.

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Die Nede Bebels, die geradezu zerschmetternd wirkte, obwohl das Wort zerschmettern" nicht ein einziges Mal darin vorkam, brachte den zweifelhaft gewordenen Monarchisten um den letzten Rest der Besimmung. Was führen Sie denn selbst für eine Sprache?" rief er unsren Genossen im Tone einer Stapuzinerpredigt zu. Mag sein, daß er das rasche Wort später bereut hat. Aber es war heraus. Der Kanzler hatte im Tone der Einer aus dem großen Heer der mittelmäßigen Diplomaten, höchsten Mißbilligung von der Ausdrucksweise der socialdemokratischen ausgerüstet mit der ganzen Geledtheit seines Jahrhunderts, seine Reden und Zeitungen gesprochen, diese aber gleichzeitig mit der Aus­geistigen Blößen aber nur notdürftig mit einem Läppchen angelesener drucksweise des deutschen Kaisers von Gottes Gnaden in Parallele litterarischer Bildung bedeckend, hat der bisherige Staatssekretär gebracht. Und um die Sache noch deutlicher zu machen, fügte er des Auswärtigen Amtes seine neue Stellung angetreten. Die hinzu, daß sich ein von seinem Recht durchbrungener Monarch" tonftitutionelle Legende müßte ihm mun alles, was feit jenem gegen die Bestrebungen der Umsturgpartei immer mit Entschiedenheit 17. Oftober 1900 in Gutem oder Bösem geschehen ist, als eignes und, wenn es seiner Natur entspricht, hier und da auch mit Verdienst oder persönliche Schuld anrechnen. Wir sind weit davon Schroffheit" zur Wehr setzen werde. entfernt, dasselbe zu thun. Zweifellos gehört auch der ver­antwortliche deutsche Reichskanzler zu jenen Berfonen, die mitunter auf die Entschließungen der wirklich maßgebenden Persönlichkeit einigen Einfluß nehmen dürfen. Wie weit es aber dem Höfling Billow gelingt, andren Höflingen den Rang streitig zu machen, das wird erst in einer fünftigen Geschichte der preußischen Hoffabale zu lesen sein, wofern es in späteren Zeiten noch jemand der Mühe wert halten wird, eine solche zu schreiben.

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Ganz abgesehen davon, daß diese Beweisführung falsch ist fein socialdemokratisches Blatt und kein socialdemokratischer Redner hatte den deutschen Kaiser durch schroffe" Angriffe auf seine Person zur fchroffen" Abwehr genötigt geht sie von Voraussetzungen aus, die auf den Grundgedanken des Monarchismus wie eine äzende Säure wirken.

Judem der Kangler nicht seine eigne Berfon voranschob, sondern die des Kaisers im Mittelpunkte der Debatte beließ und von dieser Als Kanzler ist dem Grafen Bülow offensichtlich die Aufgabe Berson mit sehr reichlichem Lobe, aber auch nicht ohne den leisen zugefallen, die Thaten andrer mit munteren Reden zu begleiten Schatten des Tadels sprach, hat er selbst die Unverantwortlichkeit des und die Romantit des Zickzackkurses mit weiteren Redeschnörkeln Monarchen verletzt. Von allen siebenundfünfzig Millionen Deutschen feuilletonistisch zu verschönen. Das sichtliche Vergnügen und die ist Graf Bülow am wenigsten dazu berufen, den Kaiser öffentlich Selbstgefälligkeit, mit der er sich in diese eigentlich keineswegs be- zu belobigen, weil er von allen auch am wenigsten dazu neidenswerte Rolle gefügt hat, giebt den besten Maßstab ab zur berufen ist, ihn öffentlich zu tadeln. Es ist widerfinnig und ge Wertung feiner eignen Persönlichkeit.

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schmacklos, über eine Persönlichkeit zu urteilen, zu der man sich Indes haben schon die kleinsten Feldherrn die größten Schlachten in jenem Gnaden- Abhängigkeitsverhältnis befindet, wie Graf Bülow verloren, und in diesem Sinne hat auch Graf Bülow Geschichte ge- zum deutschen Kaiser. Daß trozdem dieses Urteil nicht lauterer macht. Wenn fein Name anders noch wie in Wisblättern und Honig war, sondern auch eine gewisse Schroffheit" in der Natur auf Heringsdosen unsterblich wird, dann wird er es durch die par des Herrn zugab, eine Eigenschaft also, die nicht in aller Menschen Tamentarische Nebeschlacht vom 22. und 23. Januar dieses Jahres Augen ein Vorzug ist, besiegelt die Niederlage des monarchistischen werden. Von vier Kanzlern war Graf Bülow der erste, der fast Gedankens. Es ist noch gar nicht so lange her, daß ein Berliner ohne Versuch einer Gegenwehr die Flagge des Stoyalismus von Schriftsteller, der die berühmte China - Rede in gleichem Sinne, nur einem Vertreter der roten Republik niederholen ließ. Bon mit ein wenig ausbrudsvolleren Sorten beurteilte, der Majestäts­ihm datiert das immerhin denkwürdige Ereignis her, daß das beleidigung schuldig erkannt worden ist. Princip der Monarchie von dem Berufensten, ihrem bestellten Ver­treter, aufgegeben und in schöngeistigen Redefloskeln ertränkt worden ist.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.

Wernfbrecher: Amt IV. Mr. 1984.

2.Hagenstraße und von da in die Brandstraße eingebogen, um das dort gelegene Restaurant Müllers zu besuchen. Lütscher war seinem Freund vorangegangen und lud den draußen noch etwas verweilenden Hartmann ein hereinzukommen. In diesem Augenblick trat der Seekadett Hüffener auf Hartmann zu und forderte ihn mit den Worten Sie sind ja betrunken" auf, mit ihm zur Polizei­wache zu gehen. Der hinzukommende Lütscher redete dem Hartmann zu, dieser Aufforderung feines Borgesezten Folge zu geben. Hartmann ging dann auch mit dem Kadetten, von feinem Freunde Lütscher begleitet. Nachdem sie einige 20 Schritte zurückgelegt hatten, wandte fich Hartmann um und fuchte zu entfliehen. Der Kadett zog sofort sein dolch­artiges Seitengewehr, verfolgte Hartmann und brachte ihm eine fräftige Schlagwunde über die Backe bei. Hartmann stußte einen Augenblick und sofort stach der Kadett den Unglücklichen in die linke Seite des Rückens. Der Stoß war mit solcher Heftigkeit geführt, daß der Dolch die Hauptlungenschlagader zerschnitt und oberhalb des Herzens vorn wieder hervor drang. Lütscher fing den tödlich Getroffenen mit seinen Armen auf; eine Minute später hatte Hartmann den Geist auf­gegeben. Um sich vor der Wut der sich ansammelnden Menge zu schützen, forderte der Kadett den Unteroffizier Schröder auf, ihn festzunehmen und zur Wache zu bringen. Der Kadett Hüssener befindet sich gegenwärtig im Arrestlokale des Bezirkskommandos I, auf dem Burgplay, in Üntersuchungshaft.

Hervorzuheben ist noch, daß Hüffener und Hartmann Schul­kameraden waren, beide sich also kannten.

Ferner wird berichtet, daß der Totschläger wiederholt äußerte: Wenn ich meine Waffe siehe, will ich Blut sehen, viel Blut." Auch auf der Polizeiwache trug er eine sehr selbstbewußte Haltung zur Schau und that auch hier die Aeußerung: Wenn er erst mal seine Waffe ziehe, dann müsse auch Blut fließen; er habe gehandelt, wie ein Offizier zu handeln habe.

Die Untersuchung durch drei Aerzte und die Obduktion der Leiche durch den Kreisphysikus ergaben, daß sowohl der schwere Hieb über den Kopf als auch der tödliche Stich von hinten geführt worden sind und zwar letzterer, während sich Hartmann im Laufen vor Süffener befand.

An die Familie des Getöteten hat der Schuldige folgenden Brief geschrieben:

Aus tiefster Erschütterung und Trauer um Ihren Sohn wende ich mich an Sie, verehrte Familie Hartmann, um Ihnen meine innigste Teilnahme an dem Ihnen durch mich ent­standenen Verlust zu beweisen. Seien Sie versichert, daß ich nicht aus Haß oder Abneigung gegen Ihren Herrn Sohn gehandelt habe; es war meine harte, harte Soldatenpflicht. Ich mußte mir Gehorsam verschaffen, es war meine harte Pflicht, und leider, leider führte das Schicksal den Stahl so unglücklich. Ich hatte nicht die Absicht, ein blühendes Leben dem Staate, den Eltern, den Freunden zu entreißen. Können Sie mir verzeihen? Ein Wort der Verzeihung von Ihnen, gnädige Frau, würde mir einen unt erseylichen Trost bereiten. Denn wenn die Mutter, deren Liebe zu dem Sohne alles überragt, berzeiht, dann kann niemand, der ein ehrenvolles Herz hat, noch länger grollen. Wenn es sein sollte, auch Ihren wohlerklärlichen Haß entgegennehmend, bin ich ganz ergebenst Ihr mitfühlender Hüssener, Fähnrich z. See." Es verrät wieder die ganze Oberflächlichkeit der bürgerlichen Preffe, wenn sie die Angelegenheit als einen individuellen Ausnahme­fall behandelt. Diese That ist auf dem Felde des Militarismus gereift. Die furchtbare Macht, die einem Vorgesetzten gegeben ist, und wäre diefer Vorgesezte felbst ein junger, unreifer Bursche, ein brutaler Menschenschinder oder ein So ist Graf Bülow trop feiner persönlichen Bedeutungslosigkeit pathologisch Entarteter, hat auch dieses Opfer der Urheber eines bedeutenden Ereignisses geworden. Die größte gefordert. Der Soldat ist ganz forreft" zur Strecke gebracht worden, Schlacht, die dem herrschenden System die aufsteigende Geistesmacht thatsächlich Die Monarchie kann nur zweierlei sein. Entweder sie ist eine der Socialdemokratie geliefert hat, ist von ihm glänzend verloren er ist instruktionsgemäß" gefallen; der junge Totschläger hat gar nicht unrecht, wenn er von der Ausübung seiner Harten, harten von Gott gewollte Einrichtung, und der Monarch selbst ist von worden. Gottes Gnaden zu seinem Amte bestimmt. Dann steht und fällt sie Er hat nicht den China - Kreuzzug unternommen, nicht den Soldatenpflicht" schreibt. Der Untergebene suchte sich der Ver­was allseitig mit dem Glauben an den menschenähnlichen Nationalgott, der aus Marinismus wesentlich gefördert, er hat auch nicht den Zolltarif Haftung durch die Flucht zu entziehen damit hatte der Borgesetzte das Recht, Wollenhöhen in die Geschide der Menschen eingreift und ein be- gemacht, den er poffierlicherweise stolz als sein Wert für sich in An- bekundet wird, die Waffe Pflicht, zur stimmtes Volk, in diesem Falle das deutsche, mit seiner besonderen spruch nimmt. Am Swinemünder Telegramm, an der Essener und ia zu greifen. Auch das ist gemäß der Vorschrift, daß, wenn Gnadenfülle überschüttet. Oder aber die Monarchie ist eine praktische, der Breslauer Rede ist er genau so unschuldig wie der türkische einmal die Waffe fie tüchtig und schneidig geführt staatstechnische Einrichtung, die nur deshalb beibehalten wird, weil Großvezier. Aber indem er in aller Herzenseinfalt sich selbst von geführt wird, sie eben da ist und weil sie den Interessen herrschender Klaffen am der Politit seines Herren loslöfte und sie als Objekt seines fleinen wenn ein Zufall es so will, so trägt niemand Schuld- und es ist werde. Die Tötung ist allerdings nicht vorgeschrieben, aber Träftigsten förderlich ist. Feuilletongeistes aus sich herausspiegelte, hat er unversehens die In keinem Fall aber kann der Monarchismus, ohne in puren Legende des Gottesgnadentums zugleich mit der Fabel der ia begreiflich, daß so ein junger Bursche in der Aufregung, die Unfinn zu verfallen, die Berechtigung ber monarchischen Staatsform minifteriellen Verantwortlichkeit über den Haufen geworfen. Von barbarische Instruktion möglichst heldenhaft auszuführen, die Be­abschägen wollen je nach den persönlichen geistigen und Charakter- allen seinen bisherigen Thaten ist das die einzige, die bleiben wird. finnung verliert und blind darauf los fticht. Ein fliehender Arrestant ist getötet worden wie schon oft. Der Hüffener wird durch schnelle anlagen des jeweilig regierenden Monarchen. Ist der Monarch von Beförderung für fein Mißgeschick" entschädigt werden dürfen. Gottes Gnaden, dann heißt es ihn herabwürdigen, wenn man ihn als Mensch mit Menschen vergleicht, dann ist er von vornherein notwendig aller Bollkommenheiten Ausgeburt. Ist sein Dasein und feine Stellung aber nur ein Notbehelf der praktischen Politik, dann darf man die Sache erst recht nicht mit der Person verwechseln. Die Perfon des Kronenträgers verschwindet dann hinter der Krone selbst, sie ist bedeutend nicht durch ihren eignen Wert, sondern als Vertreter eines Princips.

Der jezige deutsche Kaiser ist bekanntlich weit davon entfernt, sich und das Princip, das er vertritt, als einen vorübergehenden Notbehelf der geschichtlichen Entwicklung anzusehen. Er ist davon überzeugt, und hat es in zahlreichen Neden ausgesprochen, daß er von Gottes Gnaben ist, er ist ferner davon überzeugt, daß fich Gottvater die Geschide des deutschen Volles besonders an gelegen fein läßt, und daß seinen gewaltigen umfassenden Rechten auf feite der Unterthanen"( er liebt diesen staatsrechtlich ver­alteten Ausdruck) nichts gegenübersteht als die Pflicht des Ge­horsams.

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Verantwortlich sein heißt nun nicht verteidigen, nicht beschönigen, nicht drum herum und drüber hinwegreden, sondern fremde Thaten und Anschauungen so behandeln, als ob sie die eignen wären. Wenn

*) Vergl. Nr. 85 des Vorwärts".

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Politische Ueberficht.

Berlin , den 15. April.

Harte, harte Soldatenpflicht!" Ueber die gestern schon erwähnte Mordthat des Fähnrichs zur See Hüffener bringt die Rheinisch- Westfälische Zeitung" folgende Darstellung:

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Deutfches Reich. Wahlvorbereitungen.

Sehr geehrter Herr!

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Berlin , den 1. April 1903. Bernburgerstr. 30.

Konservativer Gelbbetter. Einen Blick in die Wahlvorbereitungen der Berliner Konfere Der Marinelabett Süffener aus Effen tötete auf offener vativen giebt dieses Schriftstück: Straße in Effen am Ostertag den Fußartilleristen Hartmann Bertraulich.*) vom Fußartillerie- Regiment Nr. 7 in Köln . Eine dem Hüffener naheftehende Seite berichtet: Der vom Schiffsfommando Blücher" hierher beurlaubte Die konservativ- national gesinnten Kreise der Reichshauptstadt Kadett... wurde ohne jede Veranlassung von einem Fuß- rüften mit Eifer zu den bevorstehenden Reichstagswahlen. Dies artilleristen thätlich angegriffen und mußte gemäß den ihm ge- thun fie, um erneut zu zeigen, daß in der Hohenzollernstadt an der wordenen strengen Instruktionen von seiner Waffe Gebrauch machen, Spree nicht nur Juden, Demokraten und Socialdemo leider mit tödlichem Ausgang. Der von dem traurigen Borfall fra ten Anhängerschaft befißen, sondern daß auch weite Wähler­tief ergriffene Fähndrich hat, wie von maßgeblichen Persönlich freise für die monarchische, christliche und bater= feiten belundet wird, lediglich in Erfüllung einer harten Soldaten. Tändische Idee eintreten. Es fäme einem Verrat an unfrer pflicht gehandelt. guten Sache gleich, wenn wir unfren politischen Feinden kampflos das Feld räumen wollten.

Ganz anders lautet die Darstellung aus den Kreifen, welche dem Getöteten nahe stehen:

Der Fußartilleriftartmann war an dem fraglichen Abend in Begleitung feines Freundes 2ütscher und des Reserve- Unter­offiziers Schröder, von dem Kornmarkt aus kommend, in die

Troß der überaus mangelhaften materiellen Unterstübung, welche die nationale Bewegung Berlins von seiten wohl­

*) Wir drucken gesperrt, was im Original unterstrichen ist.