Nr. 226.
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Ericheint täglich außer Montags.
Vorwärts
Berliner Volksblatt.
20. Jahrg.
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Telegramm Noresse: Socialdemokrat Berlin".
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Parteigenossen!
Sonntag, den 27. September 1903.
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984.
Die Konstituierung des Parteivorstandes ist erfolgt. Die Adresse Kommission wegen der aufgestellten Forderungen zu unterhandeln. und seinerseits die Gegensäge verschärft. Denn wenn schon des Parteivorstandes ist wie bisher:
An diese Adresse sind sämtliche für den Parteivorstand bestimmte Zuſchriften zu richten. Geldsendungen sind dagegen nur an den Parteikassierer A. Gerisch, Berlin SW., Kreuzbergstr. 30
zu adreffieren.
Bur Kontrolle des Parteivorstandes und als Beschwerde- Instanz ist die aus neun Personen bestehende, in§ 17 unsres Organisationsist die aus neun Personen bestehende, in§ 17 unsres Organisations Statuts vorgesehene Kontrollkommission gewählt. Dieselbe hat sich ebenfalls im Anschluß an den Parteitag in Dresden konstituiert und
find alle Zuschriften, Beschwerden 2c. für dieselbe an
zu richten.
halten und eventuell neue Beziehungen anzuknüpfen.
der Löhne richten. Die Angestellten wählten aus ihrer Mitte eine Wirklichkeit ist gerade die Auffassung der„ Boffin" ein krasser Beweis Kommission, der allerdings auch einige Beamte der gewerkschaftlichen für die Richtigkeit der socialdemokratischen Einsicht, daß das BürgerOrganisation angehörten, und ersuchten die Direktion, mit dieser tum mit der kapitalistischen Entwickelung immer reaktionärer entartet Die Direttion lehnte jede Verhandlung mit der Verfuch jämmerlich gestellter Arbeiter, ihre Lebenslage ein dieser Kommission ab. Sie wolle schrieb sie nur wenig zu verbessern, also den Gegensatz zwischen den Besitzenden mit ihren Angestellten, aber nicht mit Dritten verhandeln. Man und Besitzlosen wenn auch nur um eine kaum sichtbare Spur zu kam der Direktion entgegen, die Verbandsbeamten traten von der mildern, als Verbrechen denunziert wird, so klafft allerdings der Kommission zurück, und diese, die nunmehr von den Dritten", kulturelle Gegensaz von Jahrhunderten zwischen dem um Befreiung welche die Direktion nicht anerkennen wollte, befreit war, und nur ringenden Broletariat und der kapitalistischen Klasse.
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aus Angestellten ber Omnibus Gesellschaft best and, präsentierte sich der Direktion aufs neue zu Berhand- Die streifenden Kutscher, Schaffner und Stallleute hatten fich lungen. Aber auch diese Kommission wurde zurückgestern wieder in der Zahl von ca. 850 im Buggenhagenschen Saal gewiesen. Es ist also eine unwahrheit, wenn die Bossische zusammengefunden, um den Situationsbericht über den Stand des Zeitung" behauptet, die Angestellten hätten die Arbeit niedergelegt, Streits entgegenzunehmen. Aus der lebhaften, um nicht zu sagen ohne sich mit ihren Arbeitgebern in weitere Verhandlungen ein Stimmung unter ihnen eine vorzügliche ist. Laß die Sache vers ohne sich mit ihren Arbeitgebern in weitere Verhandlungen ein- bergnügten, Unterhaltung der Ausständigen war zu ersehen, daß die zulassen. Die Vertreter der Angestellten find ja laufen wie sie will, schlechter wie es uns bisher ergangen ist, kann von der Direktion gar nicht empfangen worden. es uns auch nicht gehen, wenn wir keine Beschäftigung bei der Die Direktion hat die Verhandlungen, bei denen es zu einer Vers Omnibus- Gesellschaft mehr bekommen." Solche und ähnliche Ausständigung hätte kommen können, von vornherein vereitelt, und die sprüche konnte man des öfteren hören, und es geht aus ihnen nur Angestellten kamen gar nicht in die Lage, sich auf weitere Vers zu deutlich hervor, wie grenzenlos elend die Bezahlung und BeHandlung der Leute durch die Gesellschaft gewesen ist und in wie Barteigenossen! Das großartige Ergebnis der Reichstagswahlen handlungen mit ihren Arbeitgebern" nicht einzulassen. Nun hat ja die Direktion selber nach einem von ihr vor unverantwortlicher Weise fie durch die überlange Arbeitszeit und Genossen in allen Teilen Deutschlands in großer Zahl hat. Unfre mission fam unter sehr schwacher Wahlbeteiligung zu stande. Ver- der Dinge um nichts verändert habe. Fahnenflüchtig seien im am 16. Juni hat gezeigt, daß die Partei Anhänger und opferbereite geschriebenen Verfahren eine Kommission wählen lassen. Diese Kom- das rigorose Strafsystem ausgenukt worden find. In der Versamms lung berichteten Werner und Schumann, daß sich der Stand nächste Aufgabe muß es sein, diese Anhängerschaft dort, wo es noch mutlich haben nur diejenigen gewählt, die der Bewegung der Mehrheit ganzen nur 4 oder 5 Mann geworden, dafür haben sich aber wieder nicht oder nur mangelhaft geschehen ist, der Partei- Organisation fest ihrer Stollegen von vornherein fernstanden. Die übergroße Mehrheit mehrere der bisher noch thätigen Kollegen den Streitenden ananzugliedern und widerstandsfähig zu gestalten. der Angestellten hatte ja bereits Männer ihres Vertrauens aus geschlossen. Trotz der vielen Streitbrecher ist die Gesellschaft doch Um dieses Ziel zu erreichen, ist es vor allemt notwendig, daß ihren Reihen gewählt. Kein Wunder, daß sie die Kommission, welche nur im stande, höchstens die Hälfte ihrer Wagen auf den einzelnen der Parteivorstand durch Angabe der genauen Adressen der die Direktion ihnen aufdrängte, nicht als ihre Vertreter anerkannten, Linien fahren zu lassen, auf einigen Depots mehrere, auf andren Vertrauenspersonen in den einzelnen Orten, sowie der Adressen der und sich auch nicht einverstanden erklärten mit dem, was die Direktion weniger. Die Redner richteten an die Versammelten das dringende Kreis- Vertrauenspersonen und Agitationskomitees in die Lage mit dieser neuen Kommission abgemacht hat. Die Angestellten haben Ersuchen, sich durch keinerlei Provokationen aus der Ruhe bringen bersetzt wird, nach überall hin die alten Verbindungen zu unter- eben in der Art, wie diese Kommission zu stande kam, wie in den Ab- au lassen und nicht etwa den Streifbrechern gegenüber eine unüberlegte Handlung zu begehen, die der Polizei Anlaß zum EinNach§ 4 unsres Organisationsstatuts hat die Wahl der machungen eine Komödie erblickt. Sind doch auch diese Abmachungen schreiten geben könne. Im Gegenteil möge jeder Streitende darauf so zweifelhafter Art, daß die Angestellten sie nicht als genügend er bedacht sein, durch ein völlig einwandfreies und korrektes Verhalten Vertrauenspersonen alljährlich im Anschluß an den Parteitag stattzufinden. Wir richten das bringende Ersuchen an unsre Ge- achteten. Nach der„ Voss. 3tg." hat ja der Verband der Handels-, die Sympathie des Publikums in noch höherem Maße zu erwerben, nossen, das Ergebnis dieser Wahlen umgehend an die oben an Transport- und Verkehrsarbeiter alles gemacht". Der Verband soll wie das schon während dieser paar Tage des Streits geschehen sei. gegebene Adresse zu berichten. Der Umstand, daß die bisherige auch schuld daran sein, daß die Bereinbarungen" der Direktion mit Nun habe awar die Direktion verschiedenen Blättern die Mitteilung gegebene Adresse zu berichten. Der Umstand, daß die bisherige der neuen Kommission von den Angestellten abgelehnt worden sind. zugehen lassen, der Streik sei zu Ende, der Betrieb sei wieder völlig Vertrauensperson wieder gewählt ist, darf kein Grund sein, die Neuwahl nicht zu melden. Auch die Bekanntgabe der Wahl in der Streit beschlossen haben, und noch heut im Streit verharren, für un- auch aus einem Sympathieschreiben hervor, das direkt aus dem Ja, will denn die„ Boff. 3tg." die 800-900 Angestellten, welche den im Gange. Ein Blick auf die Straße aber überzeuge jedermann vom Gegenteil. Wie unbehaglich der Direktion zu Mute sei, gehe Lokalpresse oder dem Centralorgan der Partei enthebt nicht mündige Kinder erklären, die blindlings dem Kommando einer Ver- Centralbureau der Gesellschaft stamme. Die Streifenden werden der Verpflichtung, dem Parteivorstande so rasch wie bandsleitung folgen? Wenn die Zugeständnisse der Kommission den barin zum Ausharren ermahnt, denn die Direktion sei förmlich in möglich die Adressen der Vertrauenspersonen sowie der Angestellten nur halbwegs annehmbar erschienen wären, so hätte keine Verzweiflung, nicht allein wegen der ganz enormen Mehrkosten Agitations und Kreis Komitees mitzuteilen. Je umfäng Verbandsleitung sie abhalten können, dem zuzustimmen, und keine und der Mindereinnahmen, die ihr aus dem Streit erwachsen, licher und zuverlässiger unser Adressenverzeichnis ist, desto rascher Verbandsleitung hätte die Angestellten bewegen können, den Streit sondern auch wegen des unaufhörlichen Nergers, den ihr die Streifs laffen sich alle Parteiangelegenheiten regeln und um desto wirksamer werden sich alle unfre agitatorischen und organisatorischen Maßnahmen zu beschließen. Ja, wenn man selbst annehmen wollte, der Beschluß brecher bereiten. Die Depots gleichen einem Taubenschlage. Staum bes Streits sei um mit der„ Voss. 3tg." zu reden, unter dem find eine Anzahl entlassener Reservisten angeworben, so laufen fie auch schon wieder davon. Wohl zweis, dreimal wechselt die Besatzung Die Wahl der Vertrauenspersonen kann in öffentlichen Partei- Einfluß der im Brustton der Ueberzeugung donnernden Führer verschiedener Wagen an einem Tage. Daß unter solchen Umständen versammlungen oder dort, wo die Parteivereine die Partei- in der Uebereilung gefaßt, so würde den Streikenden doch bald die von einer Sicherheit des Publikums keine Rede sein kann, dürfte geschäfte führen- in den Versammlungen der Vereine vollzogen nächsten Tage zur Arbeit zurückgekehrt. Daß sie heut noch vollzählig ohne polizeilichen Fahrschein fahren dürfen. Ueberhaupt wurde das in den Versammlungen der Vereine vollzogen Erkenntnis davon gekommen sein, und sie wären vielleicht schon am von vornherein jedem einleuchten, um so mehr als die Streifbrecher werden. Für Orte, wo es den Genossen unmöglich ist, eine Versammlung im Streik verharren, ist der beste Beweis dafür, daß der eigne feste Verhalten der Polizei einer scharfen Kritik unterzogen, weil ihre abzuhalten, empfiehlt es sich, daß die Genossen sich privat vers Wille, ihre Lage zu verbessern, die Omnibus- Angestellten zur Stellung Organe wie immer lediglich im Interesse der Gesellschaft und der ständigen und die Adresse eines Genossen als Vertrauensperson beim bon Forderungen veranlaßt hat und das brüste Verhalten der jede Streifbrecher thätig sind, während die Streifenden auf das schärffte Verhandlung ablehnenden Direktion schließlich die unmittelbare Ur- einzelnen Linien sind starke Schußmannsposten aufgestellt, die es überwacht werden. Auf jeder Ausgangs- und Endstation der Borstande melden. fache des Streits gegeben hat. nicht einmal dulden, daß die Ausständigen mit den Streifbrechern reden dürfen, um sie womöglich mit zur Teilnahme am Streit zu bewegen, was ja ihr gutes Recht wäre. Ja, zur Zeit als die Vers sammlung stattfand, war ein Beritt in der Stärke von 12 Schußs leuten zu Pferde im Garten des Buggenhagenschen Etablissements postiert. Der Versammlung wurde sodann mitgeteilt, daß die Lohna kommission gemäß des gestrigen Beschlusses das Einigungs. amt des Gewerbegerichts zur Bermittelung angerufen habe. Falls die Direktion eine Verhandlung daselbst aber verweigert, soll bent Oberbürgermeister Kirschner ein Gesuch um Vermittelung unterbreitet werden. Allgemeine heitere Zustimmung erscholl aus den Reihen der Anwesenden, als Schumann sie daran erinnerte, daß der morgige Sonntag für viele von ihnen seit langer Zeit wohl der erste Sonntag sei, den sie ungestört im Kreise ihrer Familien vers leben könnten, da sie bis dahin stets des Sonntags im Dienst ihrer Arbeitgeber thätig sein mußten. Zum Schluß fand folgende Nesolution einstimmige Annahme:
erweisen.
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Parteigenossen! Große Aufgaben, besonders auf dem Gebiete der Landtags- und der Gemeinde- Wahlen in den einzelnen Staaten Wer sich nicht mit der„ Voss. Ztg." unbedingt auf den Stand stehen uns bevor. Die Partei wird auch diese Aufgaben erfolgreich punkt stellt, daß der Unternehmer„ Herr im Hause" und die Organilösen, dazu ist aber ein fortgesetter Ausbau und eine Stärkung sation der Arbeiter der unberufene Friedensstörer ist, wer nicht mit unsrer Organisation wie eine immer intensiver sich gestaltende der" Boff. 3tg." der Meinung ist, daß die Arbeiterorganisation gar Agitation für unsre Partei und ihre Grundsätze notwendig. Arbeit und Opfer wird auch das neue Parteijahr fordern, die Genoffen werden auch diese Aufgabe lösen und der Erfolg wird auch im neuen Jahre, wie bisher, mit uns sein.
Hoch die Socialdemokratie!
Berlin , den 25. September 1903. Mit socialdemokratischem Gruß
Der Parteivorstand. A. Bebel. B. Singer, Vorsitzende.
J. Auer. W. Pfannkuch , Sekretäre. A. Gerisch , Kassierer.
Rob. Wengels. W. Eberhardt, Beisitzende.
Der Streik der Omnibus- Angestellten.
fein Recht hat, die in ihre Hände gelegte Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder zu betreiben, der kann sich nicht wundern, daß die Omnibus- Angestellten, nachdem ihnen die mehrfach nachgesuchte Berständigung mit der Direktion von dieser selbst abgeschnitten worden ist, zur Arbeitsniederlegung schritten, ohne dabei was die Bossin als ganz besonders schweres Vergehen ansieht- die Kündigung innezuhalten.
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Wie nach dem Gesagten nicht anders erwartet werden kann, bersichert die„ Voss. 8tg.", daß dieser Streit nicht die Sympathie des Bürgertums finde. Nun, an der Sympathie jener Kreise des Bürgertums, die auf die Voss. 8tg." schwören, kann den Streifenden nichts liegen. Beschönigt doch die Vossin sogar das Verhalten der Polizei, die nichts dagegen hat, daß Leute ohne Fahrschein als arbeitswillige Omnibusfutscher thätig sind, obgleich der Verkehr dadurch erheblich gefährdet wird.
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Daß die Sympathie der Arbeiter und vielleicht auch weiter Kreise des Bürgertums, die natürlich nicht durch die Boss. 8tg." vertreten Die" Voffische Zeitung" beschäftigt sich in einem Leitartikel werden, auf der Seite der Streifenden steht, ist sicher. Handelt es mit dem Streit der Omnibus- Angestellten. An Borniertheit sich bei diesem Streit doch um eine Schicht von Proletariern, die bei und Einseitigkeit gegenüber der Arbeiterbewegung im allgemeinen überlanger Arbeitszeit und sehr schmalem Lohn eine aufreibende und und diesem Streit im besonderen bietet der Artikel ein so starkes gefahrdrohende Thätigkeit zu verrichten haben. Ob der Zeitpunkt Maß, daß er von einem Direktor der Omnibus- Gesellschaft, dem und die Umstände dem Streit der Omnibus- Angestellten günstig sind es nur auf die Vertretung von deren geschäftlichen Interessen an- oder nicht, darüber wollen wir uns nicht, wie die" Boff. 8tg." es thut, tommt, nicht besser" geschrieben werden könnte. Da werden zu den Kopf zerbrechen. Das ist Sache der Beteiligten. Die Omnibusnächst einige Worte des Bedauerns den Angestellten gesagt, die sich Angestellten fordern nichts Unbilliges und nichts, das ihnen nicht bevon den Agitatoren zum Streit verleiten ließen, die in Aussicht gewilligt werden könnte. Sie befinden sich in einem gerechten Kampf, stellte Lohnaufbesserung verwarfen, und die Arbeit niederlegten, und wie immer, wenn Arbeiter gezwungen sind, für die Verbesserung ohne sich auf weitere Verhandlungen mit der Direktion singulassen. ihrer Lage zu kämpfen, wünschen wir ihnen vollen Erfolg. In diesen Sähen haben wir es nicht mehr mit einer einseitigen Beurteilung, sondern mit krassen Entstellungen und Verdrehungen des wahren Thatbestandes zu thun. Wie ist denn der Streik entstanden? Die Omnibus- Angestellten tamen auf Veranlassung der gewerkschaftlichen Organisation, der ein großer Teil von ihnen an gehört, zusammen, sie beschlossen, der Direktion Forderungen ein aureichen, die sich in der Hauptsache auf Verkürzung der jetzt bestehenden 16-17stündigen Arbeitszeit und bescheidene Erhöhung
" Die heute versammelten ausständigen Schaffner, Kutscher und Stallleute der Allgemeinen Omnibus- Gesellschaft erheben Protest gegen die Mitteilung gewisser bürgerlicher Blätter, wonach der Streit beendet sein soll. Die Versammelten sind sich des Ernstes der Situation, in der sie sich befinden, völlig bewußt und erklären, daß der Streit nicht eher beendet werden wird, bevor nicht ein annehmbarer Vergleich mit der Gesellschaft erreicht ist. Die Angestellten rechnen nach wie vor auf die Sympathie und die UnterStübung der Berliner Bevölkerung und geloben, durch ihr Verhalten fich dieser Sympathie würdig zu zeigen.
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die Teilnahme des Berliner Publikums in stets wachsendem Maße. Der Streit der Omnibus Angestellten erweďt Natürlich mangelt es nicht an urfomischen Straßenscenen. So fuhr gestern ein Stutscher, offenbar ein entlassener Reservist, der noch wenig in den Straßen Bescheid weiß, nach dem Spittelmarkt, anstatt nach dem Morikplay als Endstation. Erst als die Fahrgäste, meistens Frauen, den Aermsten in wenig liebenswürdiger Weise auf seinen Irrtum aufmerksam machten, gondelte er unter dem schallenden Ge= lächter der Umstehenden weiter. Ein andrer Omnibus fuhr ohne Die Bossische Zeitung" freilich, als Organ des freisinnigen, Schaffner die Gertraudtenstraße entlang und war im Nu von einer aktienbefizenden Philistertums, ist in ihrer Angst um die Dividende Anzahl Jungens besetzt, die ihrer ungeteilten Freude über die billige glücklich zur Anschaumg des Polizeiministers v. Puttkamer gedichen, wurden. In der Kommandantenstraße hatte ein Omnibus einen Fahrt Ausdruck gaben, bis sie von einem Schuhmann an die Luft gefeßt der hinter jedem Streit die Hydra der Revolution lauern sah. Dieses Laternenpfahl umgerannt; nachdem die erschreckten Fahrgäste bas außerordentlich gescheite Blatt behauptet zu glauben, daß der Streit unsichere Gefährt verlassen hatten, wurde der defekte Wagen auf den aus der angeblich Kautskyschen Anschauung geboren sei, die Social Hof der Arbeitgeber Beitung" in der Oranienstraße gebracht, gedemokratie habe die Aufgabe die Gegensätze zu verschärfen. In wiß ein passender Platz. Am Freitagnachmittag fuhr ein von einem