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Nr. 260.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

20. Jahrg.

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Telegramm Aoreffe:

,, Socialdemokrat Berlin".

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Wem gehört die Volksschule?

den Mund verbindet.

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Freitag, den 6. November 1903.

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Wohl werden wir erst eine wirkliche Volksschule, die nicht der]

haben eine

es

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Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.

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aufgezeigt werden, daß die preußische Volksschule dem nach den Breslauer Erfahrungen von 1898 auch hier nicht auf die mächtig aufstrebenden Bildungsbedürfnis der Arbeiterschaft un- Abgabe der Erklärung berzichten; hier möchten wir aber vorschlagen, gefähr in demselben Maße gerecht wird wie die faule daß sich unsre Wahlleiter in den einzelnen Urwahlbezirken der frei­Es ist bereits vor kurzem an dieser Stelle im Vorbeigehen auf Grete" aus den Bauernkriegen dem modernen Festungstriege ge- schriftlich oder mündlich zu fragen, ob fie unabhängig genug lich peinlichen Aufgabe unterziehen, die liberalen Wahlmannskandidaten bie lustig- ernsthafte Ungereimtheit aufmerksam gemacht worden, daß nügen würde. Es muß auch stets auf den barocken, an die Zeit des find, gegebenenfalls auch für einen socialdemokratischen fich bürgerliche Parteigruppen anscheinend higige Gefechte um die gutsherrlichen Patriarchalismus erinnernden Widersinn hingewiesen Abgeordnetenkandidaten stimmen zu können. Wir nennen diese Volksschule lieferten, während man die Nächstbeteiligten, das Bolt, werden, daß Männer über die Volksschule zu bestimmen sich an- Aufgabe peinlich, weil es zwar für den liberalen Wahlmannss nicht nur ungefragt beiseite stehen läßt, sondern ihm noch obendrein maßen, die wie die preußischen Parlamentarier weder eine Bolts- Kandidaten eine Kleinigkeit ist, seine Erklärung abzugeben, wenn, schule durchgemacht noch sie je von innen angesehen haben, und die wie wir dies für Berlin oben feststellten, unsre Wahlleiter zur Wem gehört die Volksschule?- Der Kirche! schreit der Chorus von den geistigen Bedürfnissen des arbeitenden Volkes ungefähr Entgegennahme solcher Erklärungen bereit sind, weil aber der social­der Geschorenen und Gescheitelten. Dem Staate! leitartikelt der so viel Ahnung haben wie der Blinde von der Farbe. Erwähnens- Kandidaten herantritt, nicht wissen kann, wie seine Anfrage auf­demokratische Wahlleiter, der mit einer Anfrage an den liberalen unerheblich getaufte" freitonfervative Otto Arendt zwei Tage lang wert ist auch die Thatsache, daß an der Spitze des wichtigen genommen wird. Trotzdem halten wir unsern Vorschlag aufrecht, im Tag". Wer hat recht? Keiner von beiden. Schulwesens ein Mann steht, der wohl die üblichen formal- juristischen um so zu zeigen, daß wir alles aufbieten wollen, um die Reaktion Es ist eine von der Kirche aufgebrachte und von ihr in den Kenntnisse besigt, wie sie in Preußen bekanntlich für alle Ver- zurückzuschlagen. Selbstverständlich können wir den Liberalen nicht jahrhundertelangen Zeiten ihrer uneingeschränkten Herrschaft fleißig waltungszweige in gleichem Maße tadellos befähigen, der aber bis vorschreiben, wie sie sich bei Stichwahlen zwischen Konservativen und herumgetragene Geschichtsfälschung, wenn behauptet wird, die zu seinem Dienstantritt sich um die Volksschule gerade so viel Socialdemokraten bei der Urwahl zu verhalten haben; die einfachste Kirche sei die Mutter der Volksschule, und der Kirche bekümmert hatte, wie irgend ein andrer preußischer Verwaltungs- lleberlegung aber muß ihnen sagen, daß es in ihrem eigensten gebühre deshalb auch die Oberhoheit über die Schule. Die beamter, an den vielleicht statt an ihn zufällig der Ruf, Kultus- Interesse liegt, in diesem Fall für die socialdemokratischen Kandidaten zu stimmen. Volksschule ist weder von der katholischen, noch von der protestan- minister zu spielen, ergangen wäre. tischen Kirche geschaffen worden, sondern sie ist im Mittelalter, also Junker Wahlreform. Die Berliner Bolitischen Nachrichten" schon vor der Reformation von dem städtischen Bürgertum, von den Kirche, nicht dem Staate, sondern dem Volke gehört, haben, anscheinend aus offiziöfer Quelle, mitgeteilt, daß es in der Handwerkern, den Zünften und den kleinen Kaufleuten im Kampfe haben, wenn das Volk souveräner Herr über sein Geschick ist. Aber Absicht der preußischen Regierung liege, in der nächsten Gesetzgebungs­mit der mitteralterlichen Kirche gegründet worden. daß auch schon in einem Klassenstaat, der auf demokratischer Grund- periode des Landtages eine Teilung übergroßer Land­Diese ersten Voltsschulen in Deutschland waren in ihrer Art und für lage beruht, eine dem preußischen Schulwesen unendlich weit über- tags Wahlkreise herbeizuführen. Diese ganz unbestimmte ihre Zeit vortrefflich, vor allen Dingen opferten sie die kostbare Schul- legene Erziehungsorganisation möglich ist, beweist die staatliche Mitteilung veranlaßt die Deutsche Tageszeitung", auch ihre eignen zeit nicht für außerunterrichtliche Zwecke: sie waren Wir fchrecklich, Schulorganisation Frankreichs . anständige Ideen einer Wahlrechtsreform in Preußen auszutramen; sie schreibt: nicht zu fagen nur fonfessionslos, sie Will man sich überhaupt an eine Abänderung des Landtags­waren fogar Wegstrecke zu marschieren, wenn wir nur den heutigen Stand religionslos. Sie dienten einfach und schlicht dem Zwecke der Vor- des französischen Schulwesens erreichen wollen. Sollte Wahlgesezes heranivagen, die unsres Erachtens vielleicht nicht mehr aufzuschieben ist, so wird man gut daran thun, gleichzeitig bereitung der Kinder auf das bürgerliche Leben. Erst die Refor- gelingen, einige Socialdemokraten in den preußischen Landtag zu die Ungeheuerlichkeiten des jetzigen Systems zu beseitigen, über matoren" Luther, Melanchthon, Bugenhagen reformierten" die bringen und dadurch der allgemeinen Volksschule neben ihren die im großen und ganzen eine Meinungsverschiedenheit nicht Schulen in bedauerlicher Weise dadurch, daß sie den eigentlichen bis- platonischen liberalen Verehrern einige wegkundige und handfeste herrscht. Wir haben schon früher darauf hingewiesen, daß in herigen Zweck der Volksschule ihren religiös- konfessionellen Zwecken Pioniere zu verschaffen, so ist zu erwarten, daß sich der Vormarsch Berlin ein Wurstfabrikant in der ersten Klasse, ein Minister in unterordneten. Sie führten den Religionsunterricht in die Schule der preußischen Volksschule in Zukunft nicht mehr ausschließlich nach der dritten Klasse wählt. Aehnliche Ungeheuerlichkeiten werden ein, fie machten ihn zur Hauptsache des Unterrichts, dem Tatte des Krähwinkeler Landsturmes vollzieht. aus den meisten größeren Städten berichtet. Vielfach besteht die fie stellten damit die Schule unter das Machtgebot der erste Klasse nur aus einem oder zwei Urwählern, während in der dritten Klasse Männer zu wählen haben, die ein recht großes Kirche, fie machten die Lehrer zu Dienern und Schleppen­Einkommen versteuern. Das war nicht die Absicht des Gesetz­trägern der Pfarrer, sie tragen darum die Hauptschuld an dem gebers; diese Verhältnisse haben sich vielmehr infolge der in­traurigen Rüdgang des Volksschulwesens nach der Reformation, fie zwischen eingetretenen socialen Entwicklung herausgebildet. find die eigentliche Ursache, daß wir noch heute den wenig ruhm­Unfres Erachtens ist die Beseitigung der allerstärksten Un­vollen Kampf um die Befreiung der Schule aus den Händen der geheuerlichkeiten nicht schwer. Das sächsische Gesez hat Kirche führen müssen. Die Kirche hat also kein historisches Recht einen gangbaren Weg gewiesen. Nach diesem Gesetz auf die Schule, sie hat sich nur ein Recht angemaßt, das ihr je eher werden Steuerbeträge, die über eine gewiffe Höhe hinausgehen, überhaupt bei der Drittelung nicht mitgerechnet. Es wird je beffer wieder genommen werden muß. ferner bestimmt, daß Wähler, die einen gewissen Steuers betrag( 300 m.) entrichten, auf jeden Fall der ersten Wählerklasse angehören müssen, und eine entsprechende Bestimmung ist auch für die zweite Wählerklasse getroffen worden. Wir wüßten thatsächlich nicht, was man ernstlich gegen den Vorschlag einwenden sollte, ähnliche Bestimmungen auch in Preußen einzu führen. Die schlimmsten Ungeheuerlichkeiten würden wenigstens dadurch beseitigt, wenn auch die geschworenen Gegner des geltenden Landtags- Wahlrechts den Einwand erheben würden, daß die vorgeschlagene Reform lange nicht weit genug gehe und elendes Flickiert sei. Wir würden vielleicht mit dem Vorschlage zurückgehalten haben, weil die Anregung einer Wahlrechte änderung ein ziemlich gewagtes Ding ist. Da nun aber die Regierung selbst erklärt hat, daß sie dem Landtage einen Aenderungs­vorschlag unterbreiten werde, glauben wir, mit unsrer Anregung nicht zurückhalten zu sollen."

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Landtagswahl.

Zur Stichwahltaktit.

In der Resolution der preußischen Landtagswahl- Konferenz vom 26. April 1903 lautet Bunft 3:

Kommt es bei den Urwahlen zur Stichwahl, in der nach Ausfall der Socialdemokraten liberale Kandidaten solchen andrer Parteien gegenüberstehen, so wird im allgemeinen für die liberalen Kandidaten zu stimmen sein.

Anders verhält es sich mit dem Staate. Der Staat ist in allen Fällen wesentlich Maschine zur Niederhaltung der unterdrückten, Der Ausdruck im allgemeinen" wurde teils wegen einiger ausgebeuteten Klaffe"( Engels). Dieser Aufgabe getreulich ein möglicher Ausnahmefälle, teils wegen eines ganz besonders wichtigen gedent, hat der Staat auch von jeher die Schule mit zur Aus- Falles gewählt. Zu den Ausnahmefällen gehört zum Beispiel die beutung der unterdrückten Klasse benutzt. Die Kleinstaatlichen Stellungnahme zwischen Liberalen und den demokratischen Dänen in Despoten des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts brauchten einigen Kreisen der Provinz Schleswig- Holstein. Den Hauptfall nichts weiter als gehorsame Unterthanen, also war die Unterweisung bilden alle die Wahlkreise mit zwei oder drei Abgeordneten, in denen in der Zucht des Herrn und im Unterordnen unter den Fürsten und die Socialdemokratie hoffen darf, mit der Zahl ihrer Wahl­feine Diener die Hauptsache des Schulunterrichts. An der Wende der männer zwischen Konservativen und Liberalen bei der Abgeordneten­Jahrhunderte, als durch Napoleons eisernen Kehraus in Deutschland wahl ausschlaggebend zu werden. Hier hat uns das bekannte die bürgerliche Wirtschaftsordnung ein wenig ausschreiten konnte, Verhalten der freisinnigen Wahlmänner in Breslau zur Vorsicht ge­zwungen, die 1898 unfren ausschlaggebenden Wahlmännern erklärten: machte man pädagogische Anleihen bei Pestalozzi . Als in der vor- Es ist zwar nur recht und billig, daß ihr als Gegenleistung für märzlichen und nachmärzlichen Zeit finstere Reaktion in Deutschland eure Unterstützung unsrer Kandidaten eins der drei Mandate für regierte, schnürte man die Schule in Preußen in die Regulativ- einen Socialdemokraten beansprucht; dieſem billigen Verlangen können paragraphen und zwang die Kinder zum Glauben an gegebene" wir aber nicht Rechnung tragen, weil eine größere Anzahl unsrer Wahrheiten und Autoritäten. Als nach dem deutsch - französischen Wahlmänner zu abhängig ist, um öffentlich einem Socialdemokraten Kriege der Milliardensegen sich über Deutschland ergoß und die die Stimme geben zu können. Nationalliberalen unter Breisgabe politischer Ideale wirtschaftliche Vorteile einfacten, wurde der Volksschule wiederum gestattet, durch reichlichere Pflege des Realunterrichts sich den neuen Ansprüchen der Rapitalisten an ihre Ausbeutungsobjekte anzupassen.

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Bebel in Breslau .

bor über­

Sachsen ist das Jdeal des Dr. Dertel. Auch dies Wahlrecht soll ins Sächsische überfest werden. Es lohnt sich nicht, über die frebelhafte Zumutung zu reden, daß einige Ungerechtigkeiten, die nicht wieder bringen lassen; es find deshalb die Liberalen von unsrer beseitigt werden sollen, damit so der Kern des Unrechts um so In eine derartige Zwangslage darf sich die Socialdemokratie allzu grob die Tollheit des preußischen Wahlunrechts offenbaren, Seite immer und immer wieder aufgefordert worden, nur völlig dauernder erhalten werden könne; das Blatt des Dr. Dertel weiß unabhängige Wahlmannskandidaten aufzustellen, da die Social selbst, daß das nur" elendes Flickwerk" wäre. demokraten in den oben bezeichneten Wahlkreisen unweigerlich Es scheint aber, daß die Deutsche Tageszeitung" vergessen hat, Auf dieser Basis steht die Volksschule im wesentlichen noch heute. Gewehr bei Fuß dem Stichwahlkampf zwischen Liberalen welche politischen Folgen das sächsische Wahlsystem, das Die wirtschaftliche Entwicklung der Neuzeit braucht Arbeiter, die zum und Konservativen zusehen würden, wenn ihnen nicht sie verherrlicht, gezeitigt hat. Oder gefällt das rote Sachsen " und nindesten in einigen Elementarfächern notdürftig unterwiesen worden seitens der Liberalen eins der zwei oder drei Mandate eingeräumt der rote Freiberger Wahlkreis dem Dr. Dertel? find. Was darüber ist, das ist vom Uebel. An dem Wider- würde. Dieser Forderung nach Aufstellung völlig unabhängiger stand der wirtschaftlichen Machtfaktoren scheitert der rührend poffier- gegeben werden, daß bei Stichwahlen in der Urwahl nur solche liberale Wahlmannskandidaten seitens der Liberalen soll dadurch Nachdruck liche Bildungseifer liberaler Volksbildungsapostel. Eugen Richter Wahlmänner gegenüber Konservativen unterstützt werden sollen, die In Breslau find unfre Parteigenoffen schon 1898 entscheidend sogar, der besser die praktischen Notwendigkeiten der Fabrikanten zu vor dem Wahltag- also vor dem 12. November erklärt haben, in den Landtags- Wahlkampf eingetreten. Ohne socialdemokratischen beurteilen weiß, als die andächtigen Schwärmer Ridert und Tews, unabhängig genug zu sein, um gegebenenfalls auch für einen social- Beistand wäre der Freifinn schon damals um seine dortigen Mandate drohte mit seinem Rücktritt, als man die allgemeine Volksschule in demokratischen Abgeordnetenkandidaten stimmen zu können. gekommen. Trotzdem scheue sich der Freisinn in Breslau , uns sein voltsparteilich- unentwegtes Programm hineinmogeln wollte. Da die liberalen Wahlmannskandidaten nicht in öffentlichen diesmal unser Recht werden zu lassen; die Folgen werden sie tragen Was hätte demnach das preußische Wolf heutzutage von einer Verstaat- Berfammlungen aufgestellt werden, ist es für uns schwierig, Auskunft müssen. Unfre Partei ist mit verstärkter Energie in den Wahl­lichung der preußischen Volksschule zu erwarten? Anders wäre es schon, von ihnen über ihre Unabhängigkeit zu erlangen. Dazu kommt, daß fampf eingetreten, um möglichst viele Wahlmännerfiege zu Bebel sprach am Montag in Breslau die Freifinnigen namentlich in den Wahlkreisen, in denen sie zur Zeit erreichen. wenn auch für den preußischen Landtag das allgemeine, gleiche, geheime die Mandate innehaben, sich ganz auf das hohe Pferd setzen. Sie sagen voller Versammlung. Aus seiner wirkungsreichen Rede sei und direkte Wahlrecht Geltung hätte. Dann könnte bei einem staat- fich besonders in Berlin , eine Gefahr, daß etwa die Konser wenigstens einiges wiedergegeben, was er über das Wahlsystem, lichen Schulwesen schon besser der Wille des Volkes zur Geltung vativen siegten, ist ja gänzlich ausgeschlossen; wir werden uns über preußisches Steuerwesen und über unsre Stellung zu den gebracht werden. Aber eine wirkliche Volksschule", die all- vorläufig mit den Socialdemokraten nicht einmal in der Stichwahl Liberalen ausführte. Wir folgen dem Bericht der Breslauer Volks­gemeine Volksschule, tönnte selbst ein derartiger Landtag so frage gelegentlich der Urwahlen verständigen. In diesen Wahl- wacht": wenig stabilieren, wie heutzutage der aus allgemeinen und freisen werden wir es unsren Parteigenossen nicht zumuten fönnen, Dieses öffentliche Wahlrecht führt zu der schlimmsten Alle die Arbeiter gleichen Wahlen zusammengesezte Reichstag die socialistische sich mit einer etwaigen Anfrage bei den freisinnigen Wahlmanns- Korruption unsrer öffentlichen Moral. Gesellschaftsordnung einrichten tönnte. Der Klassenstaat bedarf auch Randidaten einer schnöden Abweisung auszusehen. Hier müffen wir in Staatsbetrieben, die Beamten fürchten sich, social­der Klaffen- und Standesschule. Erst mit der Beseitigung der es den freifinnigen Wahlmannskandidaten, die bei der Stichwahl in demokratisch zu wählen, während sie zweifellos bei der geheimen der Urwahl auf unsre Stimmen rechnen wollen, überlassen, ihrerseits Reichstagswahl zum großen Teil den Arbeiterkandidaten gewählt Klassengegensätze wird die Bahn frei für eine allgemeine Volksschule vor dem 12. November mit einer Erklärung an unsre Wahlleiter oder haben. Die Konservativen sagen nun, das öffentliche sei im wahren Sinne des Worts. Wahlmannskandidaten heranzutreten. Wir stellen hiermit fest, daß gerade das rechte Wahlsystem!( Pfui!) Da könne der Diese Erwägungen dürfen aber natürlich nicht dazu verführen, diefe, den freifinnigen Wahlmannskandidaten in jedem Urwahlbezirk Mann so recht frei und unabhängig sich zeigen! Ja, erst soll man nunmehr friedlich die Hände in den Schoß zu legen und mit der bekannten Männer die schriftliche oder mündliche Erklärung entgegen- doch den Mann focial frei und unabhängig machen, damit er sich so Hebung der Volksschule bis zur Beseitigung des Klassenstaats zu zunehmen bereit sind. zeigen kann!( Großer Beifall.) Man spricht auch wieder von social warten. Es ist vielmehr unsre dringende Aufgabe, unausgesetzt In den Wahlkreisen, die bisher nicht von Freisinnigen ver- demokratischem Terrorismus gegenüber Geschäftsleuten, die von Ar­besonders aber angesichts der preußischen Landtagswahlen auftreten find, wo aber der Kampf aussichtsvoll ist, wie in Teltow beitern abhängig find. Ich kann mir wohl denken, daß Proletarier, die Teltow - beitern die Mangelhaftigkeit der preußischen Volksschule hinzuweisen. Es Beeskow und Nieder- Ober- Barnim, werden wir seitens der sehen, wir ihr Lieferant, der täglich mit ihnen zu thun hat, den Gegner Liberalen auf ein höflicheres Entgegenkommen rechnen müssen des Proletariats wählt, schließlich sagen, dann brauchst du auch muß immer wieder mit Nachdruck betont werden, daß die preußische für diese Kreise besteht thatsächlich die Gefahr, daß die Konservativen unfre Kundschaft nicht.( Sehr richtig!) Aber die Ver= Boltsschule auch jetzt beinahe schon wieder mustergültig für andre die absolute Mehrheit der Wahlmänner erhalten, wenn den Social- antwortung dafür sollen die tragen, die diese Zustände ge­deutsche und ausländische Staaten geworden ist, allerdings ist sie demokraten das Eintreten für liberale Wahlmannskandidaten durch schaffen und bisher geduldet haben.( Sehr richtig! und leb­ein Muster dafür, wie Schulen nicht sein sollen. Es muß überall deren Erkläruna nicht ermöglicht wird; selbstverständlich können wir hafter Beifall.)

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